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Mittwoch, 09.08.2017

Eine Bronzemedaille krönt sein Engagement

Text und Bild: Graziella Jämsä

Vier Mal hat Patrick Stalder an der Schweizerischen Mathematik-Olympiade teilgenommen und zweimal an der Europäischen, bevor er in diesem Jahr zur Internationalen nach Rio de Janeiro reiste. Er kehrte als Bester des Schweizer Teams und mit vielen wertvollen Erfahrungen zurück.

Kann man einem Laien die mathematischen Aufgaben einer Internationalen Olympiade überhaupt erklären? Patrick Stalder schmunzelt bevor er mit einem Vergleich antwortet: «Das ist, also ob man jemandem 1000 Werkzeuge und ebenso viele Bauteile gäbe, um anschliessend daraus einen Motor zu bauen.» Er selbst hat sich seine Kenntnisse nicht nur an Bezirks- und Kantonsschule erarbeitet. «Mein Mathe-Lehrer an der Kanti hat mir den Vorschlag mit der Olympiade gemacht und dazu gehören mehrere Trainings», erinnert sich der angehende Physik-Student. Dass er an den ersten Wettkämpfen nicht gleich mit überragenden Leistungen glänzte, versetzte seiner Begeisterung für das Fach höchstens temporäre Dämpfer. «Man muss Erfahrungen sammeln, um sich tatsächlich gut platzieren zu können.» Ausserdem mache der Austausch mit anderen Mathe-Begeisterten Spass. Er freut sich, dass er sich mit der vierten Teilnahme für die Internationale Olympiade qualifizieren konnte. «Es war meine letzte Chance, denn man darf nur mitmachen, wenn man unter 20 ist und noch kein Studium besucht.» Mit einer Auszeichnung nach Hause zu kommen, damit hatte er nicht gerechnet. «Durch die Zeit im Militär konnte ich weniger üben, musste auf ganze Trainings verzichten. Da ist der Erfolg umso schöner.» Im Herbst wird er sein Physik-Studium an der ETH Lausanne antreten. «Eine verwandte Disziplin, das erste Studienjahr ist sehr ähnlich», erklärt er die Wahl seines Fachs. Und je nachdem wie viel Zeit ihm daneben bleibe, wolle er sich im Verein der Schweizerischen Mathematik-Olympiade engagieren. Denn die Teilnahme an einer solchen würde er jederzeit weiterempfehlen. «Ob Biologie, Geographie oder Informatik – wenn ein Schüler eine Vorliebe für ein bestimmtes Fach hat und sich mit dem reinen Unterricht unterfordert fühlt, dann ist eine Olympiade eine gute Herausforderung.» Und wenn man früh genug anfange, habe man Zeit, sich die verschiedenen Wettkampfstufen zu erarbeiten. Eine Medaille als Erfolgssymbol habe sicherlich ideelen Wert. «Aber sie macht sich bestimmt auch in Bewerbungen gut», gibt Patrick Stalder mit einem Lächeln zu Bedenken.

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