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Montag, 25.09.2017

Einweihung ARA Reinach

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Rund siebzig geladene Gäste aus Politik und Wirtschaft kamen in den Genuss einer interessanten Führung durch die neue Abwasserreinigungsanlage im Reinacher Moos. Was vor zehn Jahren mit dem Planungswettbewerb begonnen hat, kann nun eröffnet und gefeiert werden. Das Oberwynental ist somit im Besitz einer erneuerten, erweiterten und mit modernster Technik ausgerüsteten Kläranlage.

Die vier Klärwärter führten die Gäste in Gruppen durch die Anlage und informierten über Kreisläufe, Schlammentwässerung, Energierückgewinnung, Biogas und zeigten auf, dass Fäkalien durchwegs ein Wertstoff sein können. Die Klärbecken wurden im Laufe der Bauarbeiten erweitert und sind technisch auf dem neusten Stand. Völlig neu und führend in der Schweiz ist die Mikroverunreinigungsanlage, welche über die Ozonierung Medikamentenrückstände und andere problematische Verbindungen eliminiert. Der schmerz- und entzündungshemmende Stoff Diclofenac, welcher z. B. in Voltaren enthalten ist, macht zwei Drittel aller mikrochemischen Verunreinigungen im Abwasser aus.

Die ARA Reinach produziert in Partnerschaft mit IBA und EWS auch Strom und Gas. Das Biogas, welches aus dem Abwasser des Oberwynentals entsteht, wird ins bestehende Gasleitungsnetz eingespeist und versorgt tausend Haushalte mit dem umweltfreundlichen Energielieferanten. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach der ARA produziert 32‘000 kWh Strom, was dem Jahresverbrauch von zehn Einfamilienhäusern entspricht.

Der Abwasserverband Oberwynental, in den dreissiger Jahren gegründet, ist mit seiner modernen, energieeffizienten Anlage für die Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerüstet. Zu den sechs angeschlossenen Gemeinden werden in den nächsten Jahren voraussichtlich auch Gontenschwil und Zetzwil stossen.

Joe Eugster, der Verbandspräsident, bedankte sich in seiner Ansprache beim Vorstand, bei allen Lieferanten, Behörden, beim Kanton und den Mitarbeitern. Er bedankte sich ebenfalls bei den Bewohnern aller Gemeinden, die viel Geld für eine neue ARA ausgegeben hatten.

Martin Heiz, Gemeindeammann Reinach, berichtete von seinen Erkundungen im Archiv und von der Gemeindeversammlung an einem Samstagnachmittag im Jahr 1932, als es um die Kreditsprechung der ersten ARA ging. Die damalige Anzahl von 723 Stimmbeteiligungen bei 1127 Stimmberechtigten hatte sein Ammannsherz einen Moment lang höher schlagen lassen. Sein Geschenk an Joe Eugster waren ein paar grüne Gummistiefel, eine Angelausrüstung sowie ein Gutschein für ein Fischessen im Gasthof Schneggen für das ARA-Team.

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