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Mittwoch, 13.09.2017

Frauenturnverein: Wanderung nach Tiefencastel

Text und Bild: Eing.

Wer kennt schon die Gegend um Obervaz im Bündnerland, am sonnigen Südhang über der Schynschlucht, abseits von Touristenströmen? Ein eigentliches Dorf Obervaz existiert nicht, der Ort umfasst nebst Lenzerheide die kleinen Dörfer Lain, Muldain und Zorten.

Dort wo die Bauzonen der nahen Ferienmetropole aufhören, beginnen Schönheit und der kulturhistorische Wert des Gebietes. Die kleinen Orte wirken ursprünglich und sind noch kaum durch Bausünden entstellt. Im Gebiet herrschten einst die mächtigen Herren von Vaz, schon wegen der Lage am Schnittpunkt historischer Wege. Es ist eine interessante Gegend mit prächtigem Ausblick auf die südlichen Bündner Berge, sofern das Wetter mitmacht. Sonnenbrillen brauchte es nicht, das war den Frauen des FTV Seengen schnell klar. Eher war mit Regentropfen als mit Schweissperlen zu rechnen. Auf der Lenzerheide fielen Schneeflocken wie im Winter und man fragte sich, ob sich die weite Reise in winterliche Höhen lohnt, nur um Nebel, überzuckerte Tannenwipfel und weisse Bergkuppen zu sehen. Zuerst waren alle froh, im kleinen Wirtschäftli in Lain einzukehren und zu beraten. Es regnete, nicht heftig, aber stetig, doch man war ja ausgerüstet mit Regenschutz und konnte die Wanderung wagen. Die Gruppe wählte den direkten Abstieg nach Zorten, wo sich der Nebel lichtete. Dann folgten alle dem Fussweglein zum Weiler Nivagl und von dort einem Feldweg bequem geradeaus bis Alvaschein. Als trockenen Ort für den Lunchhalt bot sich nur das Bushüsli an. Lange verweilen wollte man nicht, es war kühl und windig. Beim zügigen Marschieren kamen die Frauen aber schnell wieder auf Betriebstemperatur. Man folgte den Wegweisern St. Peter Mistail. Das kleine Kirchlein ist eine historische Kostbarkeit, versteckt im Wald über der Schynschlucht. Es präsentiert sich nicht einfach so, es will erwandert werden. Die ehemalige Klosterkirche stammt aus der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts und gilt als älteste Kirche der Schweiz, weil sie baulich nahezu unverändert geblieben ist. Ein kurzer Besuch im Innern und nachdem der Regen aufgehört hatte, auch ein Fotoshooting von aus-sen, waren unumgänglich, bevor man die letzte Etappe bis Tiefencastel in Angriff nahm.

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