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Mittwoch, 13.09.2017

Waldumgang auch im Zeichen einer Wachtablösung

Text und Bild: Thomas Moor

Das Interesse am Waldumgang 2017 des Forstbetriebes Rietenberg war trotz misslicher Wetterverhältnisse sehr gross. Ein Aufsteller. Das Thema war «Der Wald als Energielieferant». Und: Es war Heinz Bruders letzter Waldumgang als Revierförster. Ab Neujahr übernimmt die 6. Generation Bruder.

Vor 31 Jahren habe er das Försteramt von seinem Vater Hans übernommen, wie Heinz Bruder sagte. Er war übrigens bereits die 5. Förstergeneration Bruder. Ende Jahr tritt er in den verdienten Ruhestand. An seine Stelle tritt sein Sohn Matthias und damit die 6. Generation Bruder. Der Wald scheint so etwas wie das Brot der Bruders zu sein. Selbstverständlich steckt da aber viel mehr hinter dem anspruchsvollen Job als Revierförster. Fachwissen und ganz viel Herzblut, um nur zwei Eigenschaften zu nennen. Das hat man auch am diesjährigen Waldumgang wieder gespürt.
Toporganisiert war er – der Rundgang, welcher beim Seenger Schnitzelschopf startete und über dessen Entstehung und Entwicklung Seengens Gemeindeammann Jörg Bruder interessante Details zu berichten wusste. Interessant und actiongeladen ging es an den verschiedenen Posten weiter. Zum Beispiel mit dem Holzernteverfahren mit einer Live-Baumfällaktion und dem anschliessenden Aufarbeiten und der Sortierung nach Längen und Durchmesser. Und dann gab es noch Schnitzel à discrétion. Nicht als Verpflegung, sondern als wertvoller Energielieferant. Wie Holzschnitzel produziert werden, zeigte die Safenwiler Firma Hirter & Tschanz AG mit grobem Geschütz. Ein 40-Tonnen-Monster verschlingt alles vom Ast bis zum dicken Baustamm und produziert 150 Kubik Schnitzel in der Stunde, welche über ein Wurfgebläse in einen weiteren LKW mit Schubbodencontainer geblasen werden. Die Wertschöpfung dieses Holzes wird genau berechnet, bevor es gehackt wir, wie Heinz Bruder erklärte und im gleichen Atemzug auch die Pionierarbeit Seengens in Sachen Schnitzelheizung lobte.
Abnehmer der Schnitzel sind neben Seengen (Alesa, Schulhaus und AFZ), auch Dintikon, Villmergen (Mühlen), Bremgarten, Seon und Private. Insgesamt beläuft sich das Volumen auf über 9000 m3, was 5241 Ster Holz entspricht. Dafür, dass der Energievorrat Wald weiterhin gewährleistet ist, sorgt das Forstpersonal, welches eine Fläche von 1020 Hektaren Wald bewirtschaftet. «Unser Wald ist trotz äusseren Einflüssen wie etwa dem Eschenwelkebefall oder der Trockenheit im Schuss», wie Matthias Bruder attestierte. Er übernimmt per 1. Januar die Stelle des Revierförster von seinem Vater. Er wurde von der Betriebskommission in einem harten Auswahlverfahren gegen ebenfalls starke Mitbewerber für diese Aufgabe gewählt. Seine Kenntnisse vom Forstrevier und seine Vorbereitung für den neuen Betriebsplan mit dem Leistungsplan an den Forstbetrieb mit der Pflege und Bewirtschaftung haben schlussendlich den Ausschlag für seine Wahl gegeben.

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