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Montag, 07.08.2017

«Meisti66» went to Oslo

Text und Bild: Eing.

Die Gymnastikgruppe «66» (16 Turnerinnen und 10 Turner) bereitete sich schon seit über einem Jahr unter der Leitung von Karin Trottmann und Sylvia Lindenmann auf das Abenteuer «World Gym for Life Challenge» in Vestfold Tønsberg vom 26. bis 30. Juli 2017 vor.

Was ist «Gym for Life Challenge»? «Gym for Life Challenge» – die Gelegenheit durch Bewegung, Freunde aus der Welt des Turnens zu vereinigen, gemeinsam zu lernen, zu turnen, zu lachen und zu geniessen. Gym for Life Challenge ist eine Veranstaltung der FIG (Fédération Internationale de Gymnastique), an welcher die teilnehmenden Gruppen Gold, Silber oder Bronze gewinnen können. Jeder Teilnehmer darf sich eine Medaille um den Hals hängen.

Am Montag, 24. Juli 2017 reiste unsere ganze Truppe mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an den Flughafen Zürich. Nachdem wir endlich fertig eingecheckt hatten, brachte uns der Extraflieger nach Sandefjord. Ein kurzer Marsch zu unserem Car und schon ging es weiter, Richtung Oslofjord Convention Center. Au weiah, wir landeten auf einer riesigen Baustelle. Sind wir hier wirklich am richtigen Ort? Der Transferbus wendete auf dem grossen Platz vor dem Center und wir konnten aussteigen. Und siehe da, plötzlich entdeckten wir den Fjord, die hunderten von kleinen Übernachtungshäuser und die wunderschöne Landschaft rund um diese Ferienanlage. Ja, wir waren angekommen. Das Abenteuer konnte starten. Rasch wurden die Häuschen bezogen, das Nötigste ausgepackt und schon durften wir im Freien einen feinen Apéro geniessen, gefolgt von feiner Pasta, zubereitet von den «Ragazzis». Ungewohnt, um 11 Uhr nachts, war es immer noch hell ... so verpassten wir schon am ersten Abend die Nachtruhe. Am Dienstagnachmittag war Training im Nachbarort angesagt. Nochmals konnten wir unsere Vorführung durchturnen und Kleinigkeiten ausmerzen. Leider fiel verletzungshalber ein Turner aus, bald war klar… er konnte auch am Mittwoch bei unserem grossen Auftritt nicht teilnehmen. Was nun? Karin brachte es fertig, uns am Mittwochmorgen, nur 8 Stunden von unserem Wettkampf ideal mit einem Zusatztraining einzustimmen. Flugs wurden die Positionen geändert, dort eine Lücke geschlossen und hier noch etwas geändert. Kurz retour in die Unterkunft, etwas essen und den Wettkampfdress bereitlegen, denn die Hauptprobe im Convention Center stand auf dem Programm. Zum ersten Mal standen wir nun auf dieser Bühne. Es kribbelte bereits schon tief im Bauch, die erste Hürde, den Paravant ohne Beschädigung auf die Bühne bringen, kostete Nerven, aber es klappte.

Dadurch, dass König Harald von Norwegen den Event Gym for Life eröffnete, waren natürlich schon bei der Hauptprobe vor der Halle und in der Halle zahlreiche Sicherheitsleute mit Hunden anwesend. Um das Gehör der Hunde zu schonen, konnten wir unsere Vorführung nur zu sehr leiser Musik turnen. Na ja, es klappte nicht schlecht, nur das Erstaunen war sehr gross, als bemerkt wurde, dass ein Jupe nicht die richtige Farbe und Form hatte. Hatte doch tatsächlich eine Turnerin vergessen, den Jupe vom ersten «Altenteil» abzuziehen. Das Gelächter war riesig. Ab jetzt ging es Schlag auf Schlag: Retour in die Unterkunft, Wettkampfdress wieder vorbereiten, etwas essen, Schminken und schon machten wir uns auf den Weg zur Eröffnungsfeier. Nach der Eröffnungsfeier husch, husch ins Aufwärmzelt, Wettkampfdress anziehen, einlaufen, WC-Stopp, Make-up und Perücke nochmals richten und schon wechselten wir in die Wartezone. Es kribbelte im ganzen Körper, geht es, geht es nicht? Dort muss noch…. Hoffentlich klappt dieses Akroelement ... Ich darf den Jupe nicht vergessen ... Eine Menge Gedanken, die einem so kurz vor einem Auftritt durch den Kopf schiessen. Nun es ist so weit ... wir marschieren stolz hinter der Schweizer Fahne ein und stellten uns bereit. Die Musik startete und endlich durften wir zeigen, was uns Karin und Sylvia in unzähligen Trainings beigebracht haben. Unsere Vorführung mit dem Umkleiden und den rassigen Steppnummern in Verbindung mit gymnastischen und akrobatischen Elementen gepaart, kam beim Publikum sehr gut an, wir erhielten sogar Szenenapplaus. Und eigentlich ja, die zwei Stürze aus dem Paravant, da links und rechts, passten ins Bild. Nun waren wir gespannt, welche Auszeichnung wir erhalten werden. Endlich, wir durften uns wieder im Bereitstellungsraum einreihen, jetzt ging es los, der Einmarsch in die Halle und wieder das gespannte Warten. Endlich wurden Sylvia und Karin die Medaillen überreicht und der Speaker verkündete: «Meisti 66» – Silver Medal. Unsere Freude war riesengross, wir haben es nach 4 Jahren nochmals geschafft und uns die silberne Medaille erturnt. Ab sofort konnten wir unseren Aufenthalt in Norwegen nur noch geniessen: Sei es mit Ausflügen, besuchen von Vorführungen, feinen Nachtessen am Strand oder in der Stadt, mit Velofahren und Wandern, mit Baden im Meer oder einfach beim Relaxen. Viele Bekanntschaften mit anderen Teilnehmern, sei es aus der Schweiz oder aus einem anderen teilnehmenden Land wurden geknüpft. Leider hiess es schon bald: Koffer packen. Einige «66-ler» reisten in Norwegen weiter und genossen noch Ferientage, der grosse Teil reiste aber am Sonntag wieder retour in die Schweiz

Als Team erreichten wir ein Traumresultat in Norwegen, Teile von diesem Team organisierten rund um dieses Abenteuer für uns noch Ausflüge, Finanzierungen, Kostüme, Paravants, Apéros, Trainings, Trainingsorte und, und, und ... Kurz und bündig: Danke vellmol. Ein dickes Dankeschön auch all unseren Sponsoren und Spendern, die uns diesen tollen Wettkampf in Norwegen ermöglicht haben. Ach übrigens, die Turnerin, die bei der Hauptprobe den Jupe vergass abzuziehen, zog diesen Jupe bei der Vorführung aus, aber hopperla, jetzt blieben die verflixten Gummischuhe an den Steppschuhen ...

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