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Montag, 11.12.2017

Eröffnung «Mis Tröimli» in Zetzwil

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Wenn Kindheitsträume in Erfüllung gehen, entstehen neue Räume, wie jener im alten Landi-Laden in Zetzwil. Coni Haller hat den grosszügigen Raum mit viel Inspiration zu ihrem Refugium gemacht. Die Eröffnung lockte zahlreiche Gäste aus der Region herbei, die durch die originelle Ansammlung aus Kuriosem, Altem und Kreativem flanierten.

Die quirlige Coni Haller ist in der Region bekannt, weil sie neunzehn Jahre lang als Fachfrau Aktivierung im AZO arbeitete. Auf Grund ihrer Hörbehinderung, welche mit einem Hörgerät ausgeglichen wird, ist sie auf Sichtkontakt angewiesen. Daneben sprudelt die lebensfrohe Künstlerin vor Ideen. Sie möchte, dass die Menschen in ihren Laden kommen, einfach, um herein zu schauen. Kein Kaufzwang, dafür am grossen Stubentisch Platznehmen und Verweilen. Altes wieder zu aktivieren, ist ihr wichtig. Die Fünfziger-Jahre sind ihre Leidenschaft, was sie im Umkleideraum und in der stylischen Toilette auf originelle Art umgesetzt hat. Schräge Vögel aus der Töpferecke und Secondhand-Mode in grossen Grössen finden ebenso Platz, wie die Plattform, welche sie einheimischem Kunsthandwerk bieten möchte. Daneben lebt sie ihre karitative Ader aus und wird alles, was sie im zugemieteten, ehemaligen Kühlraum an Trödel verkauft, dem Blindenhund-Verein zukommen lassen. Öffnungszeiten und Warenannahme: Do./Fr. 14.00 – 18.30 / Sa. 10.00 – 16.00

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Freitag, 08.12.2017

Ref. Kirche: Besinnliche Senioren-Adventsfeier

Text und Bild: Elsbeth haefeli

Die Senioren von Gontenschwil und Zetzwil nützen die Angebote ihrer Kirchgemeinde und besuchten zahlreich die stimmungsvolle Feier, welche diesmal in der Kirche stattfand. Musik und Geschichten passten perfekt zu diesem winterlich kalten Samstagnachmittag.

Heinz Schiess, Kirchenpflege, begrüsste locker und humorvoll zur diesjährigen Senioren-Adventsfeier und Hanspeter Schüpfer, Sozialdiakon, hielt eine kurze Andacht mit Gedanken zu den Liedern und Gebeten des Psalmenbuchs.

Die musikalische Verantwortung lag in den Händen von Regula Burger (Orgel, Klavier) und Christoph Zimmerli (Querflöte). Die beiden bekannten Musikgrössen begleiteten, bis vor Kurzem, während vieler Jahre die Gottesdienste der evangelisch reformierten Kirche Menziken. Ihre mitgebrachten Melodien boten eine perfekte Symbiose zwischen Akustik und Instrumenten. Klassische Stücke wechselten sich ab mit besinnlichen Weihnachtsliedern von hier und lebhaften aus fremden Ländern. Es war ein Leichtes, sich von den Klängen wegtragen zu lassen. Mit dem Lied «Oh, du fröhliche Weihnachtszeit», welches zum Mitsingen einlud, war die Adventszeit definitiv im Kirchenschiff angekommen.

Sonja Maurer las zwischen den Musikblöcken eingängige volkstümliche Geschichten vor. Etwa die Geschichte des Freiämter Mundartdichters Josef Villiger «E Nase voll Früemäss», welche die unterschiedlichsten menschlichen Duftnoten aufsteigen liess und mit der Erkenntnis endete: «Wo’s mönschelet isch ou der Herrgott deheime»! Oder «E günstige Wiehnachtsboum», eine Schmunzelgeschichte vom Feinsten. Als letztes die Weihnachtsfabel in welcher die unterschiedlichsten Tiere Vorstellungen und ihre äusserst menschlichen Bedürfnisse an das Weihnachtsfest diskutierten. Zum Schluss erschien der Esel mit der Frage, ob die Menschen wohl noch wüssten, dass das Kind das Wichtigste sei?

Nach dem Kanon «Dona nobis pacem» wurden alle Beteiligten mit süssen Geschenken versehen und mit den übrigen Gästen zum Zvieri ins Kirchgemeindehaus eingeladen, wo bereits die SATUS-Frauen an der Kaffeemaschine und mit adventlich gedeckten Tischen warteten, um diese stimmungsvolle Feier ausklingen zu lassen.

Montag, 04.12.2017

Zweimal Silber und Gold für die Metzgerei Ulmann AG

Text und Bild: Jennifer Loosli

Eine Leidenschaft, die sich ausbezahlt hat. An der MEFA (Metzgerfleisch-Fachausstellung) hat die Metzgerei Ulmann AG aus Zetzwil mit ihren Wurstwarenprodukten zweimal Silber und zweimal Gold abgestaubt! Wir gratulieren dem ganzen Team zu diesem grandiosen Endergebnis.

Und die Gewinner sind: Das Wienerli, die Bauernbratwurst, der Ofenfleischkäse und die Hombergsalami aus Zetzwil! Die Metzgerei Ulmann AG an der Hauptstrasse 181 ist bekannt für die qualitativ hochstehenden Fleischprodukte. An der Metzgerfleisch-Fachausstellung in Basel wurden vier eingereichte Produkte mit Medaillen ausgezeichnet. Gold erhielten die Bauernbratwurst und die Hombergsalami. Silber das Wienerli und der Ofenfleischkäse. Ein grandioses Ergebnis, das die Metzgerei Ulmann AG erzielt hat. Ca. 800 Wurstwarenprodukte aus der ganzen Schweiz musste die Fachjury bewerten. Die Produkte wurden auf Geruch, Geschmack und Verarbeitung bewertet. Wer nun das Gefühl hat, das sei nur Felix Ulmann zu verdanken, der täuscht sich. Da war jede Menge Teamwork mit im Spiel. Die Teilnahme am Wettbewerb war für das ganze Team der Metzgerei Ulmann AG ein riesengrosser Ansporn und die Auszeichnung ein verdienter Lohn.

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Freitag, 01.12.2017

Wer hätte gerne Weihnachtspost?

Text und Bild: Jennifer Loosli

Dieses Jahr drehte sich bei der Adventsausstellung in der Schürmatt Zetzwil alles um das Thema Weihnachtspost. Der Briefkasten dazu stand schon bereit. Nebst Weihnachtspost gab es von Hand hergestellte Weihnachtsaccessoires aus Holz, Wolle, Stoff und vielen weiteren Materialien.

Die Schürmatt in Zetzwil veranstaltet schon viele Jahre einen Adventsmarkt. Anfangs nur klein – nun richtig gross! Das Schöne an diesem Adventsmarkt – es ist alles von Hand und mit viel Liebe hergestellt. Die Klienten ab 18 Jahren dürfen in diversen Ateliers ihrer Kreativität und handwerklichen Geschicklichkeit freien Lauf lassen. In diesen Beschäftigungsstätten wurden unter Leitung der Betreuer Schneidbretter aus Holz, Schminktaschen aus Stoff oder Schalen aus Ton angefertigt. Die Klienten waren teilweise sichtlich aufgeregt, dass nun ihre selbstgemachten Stücke verkauft werden. Alles war bis ins kleinste Detail geplant und dekoriert. Nebst Adventskränzen konnten Kinder und Erwachsene vor dem Markt Kerzen mit Bienenwachs ziehen und sich ein Säckli Marroni gönnen. Wenn die Weihnachtseinkäufe getätigt waren, konnte sich jeder im Restaurant Apunto weiter verpflegen lassen. Dieses hatte durchgehend für die Besucher des Marktes geöffnet. Das Thema Weihnachtspost machte aus jedem einen kleinen Schriftsteller. Blätter, Stifte und Stempel lagen schon bereit. Der persönliche Brief konnte verfasst werden. Wer hätte denn nun Freude an Weihnachtspost? Genau! Der beste Freund, die Mama oder der Grossvater. Alle Briefe, die sich die Klienten gegenseitig geschrieben hatten, wurden mit etwas Süssem selbstständig untereinander verteilt. Es war ein Markt der viele Besucher und grosse Unterstützung verdient hatte. Denn jeder hatte Freude an etwas Handgemachten.

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Montag, 13.11.2017

Anschluss an die ARA Oberwynental

Text und Bild: Jennifer Loosli

Der Vorstand der ARA Gontenschwil-Zetzwil informierte zusammen mit Vertretern der Abteilung für Umwelt und der Holinger AG über das Anschlussprojekt an die ARA Oberwynental. Darüber wird an der Einwohnergemeindeversammlung am 24. November 2017 abgestimmt.

Am Informationsabend im Gemeindesaal Zetzwil wurde über den Anschluss Gontenschwil und Zetzwil an die ARA Oberwynental informiert. Der Abend war gut besucht und viele interessierten sich für das neue Vorhaben. Vizeammann Bruno Ellenberger aus Gontenschwil gab Informationen zur bisherigen Situation und dass jetzt etwas unternommen werden muss. Reto Bannier vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt gab Inputs zum ganzheitlichen Konzept, den gesetzlichen Vorgaben und Vorteilen eines Zusammenschlusses. Denn je grösser eine Kläranlage ist, desto weniger Kosten werden auf die Einwohner abgewälzt, deshalb wäre dieser Zusammenschluss ein gutes Vorhaben. Weitere positive Aspekte eines Zusammenschlusses seien, dass der Betrieb stabiler und flexibler wird. Störfälle können durch mehr Arbeitskräfte schneller und besser behoben werden. Die Anlage von Gontenschwil und Zetzwil wird nicht mehr ausgebaut, weil es günstiger wird, wenn Abwasserleitungen in die ARA Oberwynental gezogen werden. Hinzu kommt, dass es eine bessere Reinigungsleistung des Abwassers geben und der Betrieb dadurch nachhaltiger wird. Wieso denn ausgerechnet eine Partnerschaft mit der ARA Oberwynental? Die Klärungsanlage wurde ganz neu ausgebaut und hatte dieses Jahr die Neueröffnung. Durch den Ausbau ist diese ARA auf dem neusten Stand. Dieser Anschluss wird zum richtigen Zeitpunkt vollzogen, denn es würden grössere Investitionen infolge unbefriedigender Qualität des gereinigten Abwassers der ARA Gontenschwil anstehen.

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Montag, 06.11.2017

Nur ein Wort braucht es: «Tanndlibar»

Text und Bild: Jennifer Loosli

Man kennt ihn durch seine «Tanndlibar», die jedes Jahr um dieselbe Zeit im Dezember geöffnet hat. Der Mann, der für seinen Hof und die Weihnachtsbäume lebt! Rudolf Kasper aus Zetzwil. Ein richtiger Allrounder!

Ein Mann der alles im Griff hat, ob im Stall bei seinen Pferden, auf dem Feld bei den Zuckerrüben oder bei seinen Tannenbäumen in «Zetzbu». Ein Allrounder, dieser Mann! Vor 18 Jahren begann er die ersten eigenen Tannen zu pflanzen und konnte danach nicht mehr damit aufhören. Es wurden immer und immer mehr. Heute besitzt er auf zwei Anlagen in Zetwil zwischen 9000 und 10000 Tannen, alles verschiedene Arten. Die meistvertretene Tanne ist die Nordmanntanne. Unter den Rot-, Weiss- und Nordmanntannen sind die meisten mit farbigen Bändern markiert. Diese Kennzeichnen die Grösse, die Qualität und somit auch den Preis. Diese Tannen werden ab mitte Novemeber an diverse Abnehmer verkauft.

Ab dem 9. Dezember kann man bei «Rüedu» Weihnachtsbäume erwerben. Aber nicht nur Weihnachtsbäume, sondern auch Schnittgrün, Deko- und Deck-Äste sind im Angebot. Neben den vielen Aufgaben, die er auf dem Hof zu bewältigen hat, betreibt er immer im Dezember seine «Tanndlibar». Hier wird während einem Monat miteinander gegessen, getrunken und gelacht! Ein richtiger Treffpunkt vor der Weihnachtszeit, um mit Freunden anzustossen und Zeit zu verbringen. Nicht nur solche, die Rudolf Kasper kennen kommen vorbei, sondern immer mehr Leute, die davon gehört haben und sich selber ein Bild davon machen wollen. Eine schöne Tradition, die schon 12 Jahre und hoffentlich noch ganz lange anhält.

Montag, 06.11.2017

Kennen Sie Heinz Hossli ... den Bergsteiger?

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Heinz Hosslis Leidenschaft sind die Berge. Dort holt er sich die Kraft für die Arbeit und den Alltag. Er ist ein zurückhaltender Mensch und mag keinen Rummel um seine Person. Deshalb war es nicht ganz einfach, ihn für dieses Interview zu gewinnen. Es sind aber die leisen Menschen, die gehört werden sollen!n!

In unserer Chäsi hing längere Zeit ein Gipfelbild von dir. Du hattest ein unglaubliches Leuchten in deinen Augen. Was ging da in dir vor?
Du meinst das Gipfelfoto vom Dom?! Diese Bergtour war sehr speziell, es war meine erste grosse Tour kurz nach dem Tourenleiterkurs, auf den höchsten Berg der Schweiz mit 4545 m. ü. M.

Meine Teilnehmer waren alle Bergwanderer, keine Tourengänger, wie Sigi Hell, der auch mit von der Partie war und eine ganz besondere Geschichte zu erzählen weiss. Es war eine sehr lange und anstrengende Tour und wir waren alle stolz auf dem Gipfel zu sein. War es doch für die meisten der erste Viertausender! Es war einfach ein erhebender Moment.

Wie lange bist du schon Bergsteiger und wie kamst du zu diesem Hobby?
Angefangen hat alles im Jahr 2000. Da fragte mich ein Baustellenmitarbeiter, ob ich ihm helfen könne, Baumaterial in eine SAC-Hütte zu transportieren. Als ich dann dort oben war, hat es mich gepackt. Ich bin danach zwei Jahre zum Steileisklettern und auf Sommer-Hochtouren mitgegangen und begann schon bald einfache Bergtouren selbstständig zu leiten. Das Sustenhorn war eine dieser Touren. 2005 absolvierte ich die SAC-Tourenleiter-Ausbildung Sommer 1. Das alpine Bergsteigen ist die Königsdisziplin im Bergsport.

Welches sind Touren, die dich hauptsächlich ansprechen?
Über jede meiner vielen Gipfelbesteigungen gibt es eine Anekdote zu erzählen. Ich mag kombinierte Touren von leicht bis sehr schwierig. Kombiniert heisst Fels, Eis und Gletscher. Mein absoluter Lieblingsberg ist das Finsteraarhorn, der höchste Berner Gipfel. Mit ihm habe ich mich fünf Jahre lang beschäftigt, Bücher gelesen, Karten und Schlüsselstellen studiert, bevor ich ihn als meine erste grosse und lange Tour selbst führte. Inzwischen durfte ich bereits dreimal bei seinem Gipfelkreuz stehen (siehe Foto).

Bist du jeweils allein unterwegs oder hast du Partner?
In schwierigem «Gelände» ist man vorteilhaft zu zweit am Seil, um zügig voran zu kommen. Auf firnbedeckten Gletschern sollten, wenn möglich, mindestens Dreierseilschaften gebildet werden. Wenn Hobbybergsteiger solo auf Gletschern unterwegs sind, nennen wir sie «Spaltenfutter» oder «Crampi».

In den letzten Jahren bin ich immer mit meinem guten Freund und Seilkameraden Roland unterwegs.

Was kannst du sonst über die Gefahren des Bergsteigens sagen?
Früher wurde gewalkt und gewandert. Heute will man nach einer Schnellbleiche hohe Berge bezwingen. Ohne Vorbereitung und Grundwissen sind viele in den Alpen unterwegs, es ist verwunderlich, dass nicht noch mehr schwere Unfälle zu beklagen sind. Um ein guter Bergsteiger zu werden braucht es viel Tourenerfahrung und Weiterbildungskurse bei den Profis. Die Verhältnisse ändern sich jeden Tag. Gletscherspalten, Permafrost und Steinschlag sind ständig begleitende, objektive Gefahren, die nie unterschätzt werden dürfen. Ein erfahrener Alpinist zeigt Stärke, wenn er Gefahren rechtzeitig erkennt, richtig einschätzt, und sich notfalls auch nur wenige Meter unter dem Gipfel zum Rückzug entscheidet. Es geht darum, ein Bauchgefühl für heikle Verhältnisse und Situationen zu entwickeln.

Was ist deine besondere Herausforderung als SAC-Tourenleiter?
Am liebsten gehe ich mit Anfängern «z’Bärg». Die Begeisterung wecken und die Freude der Teilnehmenden zu spüren bekommen, wenn sie nach dem Wochenende wieder heimfahren, ist sehr befriedigend. Es entstehen auch Freundschaften und sogar Seilpartnerschaften dabei. Das ist einfach toll. Gletschergrundkurse sind für mich auch immer eine besondere Herausforderung. Das ewige Eis ist mein Element.

Warst du auch mal im Ausland bergsteigen?
2009 war ich in Bolivien. Nach einer Akklimatisation von zehn Tagen stiegen wir auf 6500 m. ü. M. hoch. Ein einzigartiges Erlebnis. Die Akklimatisationszeit ist das A + O des Höhenbergsteigens.

Wie hat sich deine Einstellung zur Natur oder zum Leben im Laufe der Jahre verändert?
Ich habe ein völlig anderes Verhältnis zur Natur und zur Wildnis bekommen. Inzwischen werde ich grantig, wenn jemand in den Bergen einen Zigarettenstummel wegwirft.

Ich erfahre auch immer wieder, wie viel Kraft mir das Bergsteigen gibt, obwohl ich nach ein paar Tagen in den Bergen fix und fertig bin. Meine Seele braucht jeweils zwei Tage, bis sie wieder hier ankommt. Mir wurde in den letzten Jahren bewusst, dass man sehr wenig Materielles braucht, um Zufriedenheit zu empfinden.

Wie sehen deine Ziele für die Zukunft aus?
Mein Ziel ist, alle achtundvierzig Viertausender der Schweiz zu besteigen. Auf einigen war ich schon mehrmals. Es fehlen noch sieben.

Was ist Zetzwil für dich?
Es ist ein kleines, sympathisches Dorf. Früher verbrachte ich den Sommer monatelang mit meinen Geissen und Ponys im Engadin auf einem Maiensäss und half beim Bergheuet. Inzwischen bin ich einfach gern daheim, wo man sich kennt und grüsst. Ich bin ein sehr heimatverbundener Mensch und werde kaum jemals von hier wegziehen.

Freitag, 03.11.2017

Feuerwehrmorgen in der Schule Zetzwil

Text und Bild: Eing.

Sätze der Zweitklässler und Drittklässler über den Feuerwehrmorgen in der Schule Zetzwil:

Mir hat es gefallen, in dem Feuerwehrauto mitzufahren. (Jules)

Die Feuerwehr war da und wir durften mit dem Schlauch spritzen. Als wir fest gespritzt haben, hat es einen Regenbogen gegeben. (Tim)

Wir haben das Feuerwehrauto angeschaut und sie haben sogar einen grossen Ventilator angelassen. (Debora)

Die Fahrt und das Spritzen mit dem Schlauch haben mir sehr gefallen. Das war ein sehr schöner Tag. (Lian)

Marc war sehr erstaunt, was wir alles über die Feuerwehr wussten! Er zeigte uns den Ventilator, mit ihm kann man Rauch wegpusten. (Adriana)

Am Interessantesten fand ich als wir mit dem Feuerwehrschlauch spritzen durften. Übrigens, im Wassertank im Löschauto hat es 2500 Liter Wasser. (Tiana)

Wir konnten auf den Fahrersitz in dem grossen Feuerwehrauto sitzen. (Julia St.)

Die drei Feuerwehrmänner kamen mit dem Löschfahrzeug und mit dem Mannschaftswagen. Sie haben uns viele Sachen gezeigt, zum Beispiel die Schläuche und Funkgeräte. (Julia M.)

Wir haben für die Feuerwehr noch zwei Plakate gemalt. Die Feuerwehrmänner haben sich sehr gefreut. Roman sagte: Ein Plakat wird in Gontenschwil aufgehängt und das andere in Zetzwil. (Saskia)

Später durften wir sogar spritzen! Dann hat es einen schönen Regenbogen gegeben. Ich kletterte auf einen Baum und so konnte ich die Regenbogen noch besser sehen! (Seraina)

Freitag, 13.10.2017

Krippe in der Kirche Zetzwil

Text und Bild: Eing.

Die Weihnachtsgeschichte ist auch dieses Jahr wieder in der Krippendarstellung mit den Schwarzenberger Erzählfiguren zu sehen. Biblische Erzählfiguren sind kunsthandwerkliche Hilfsmittel zur Darstellung und zum Erzählen biblischer Geschichten. Sie haben kein Gesicht, um sie von ihrem Ausdruck her nicht festzulegen.

Gefühle und Absichten werden durch Körpersprache ausgedrückt. Die Figuren sind in sorgfältiger Handarbeit selbst gefertigt worden. Dasselbe gilt für die Kulissen mit Umgebung. Alle Pflanzen sind echt, und verleihen dem Bild eine naturnahe Lebendigkeit. Untermalt werden die Szenen mit besinnlichen Weihnachtsklängen.

Wir hoffen allen Besuchern einige ruhige und besinnliche Momente zu bescheren. An den beiden Adventabenden vom 5. und 12. Dezember jeweils um 18.00 Uhr, mit dem Thema Heimat, ist die Krippe bereits aufgestellt.

Die eigentliche Eröffnung wird danach mit dem Heiligabendgottesdienst um 17.00 Uhr stattfinden. Danach ist die Kirche ab Montag, 25. Dezember 2017 bis Sonntag, 7. Januar 2018 täglich von 10.00 bis 22.00 Uhr offen.

Rosmarie und Kurt Hirt-Willi

Freitag, 13.11.2017

Jubilarenkonzert der Musikgesellschaft Zetzwil

Text und Bild: ELsbeth Haefeli

Immer im Herbst lädt die MG alle Einwohner Zetzwils ab fünfundsiebzig Jahren zum Jubilarenständli ein. Bis neunzig Jahre darf man im Fünfjahresrhythmus, danach jedes Jahr, mit dieser Einladung rechnen. Der beliebte Anlass lockte auch dieses Mal wieder viele der Geladenen zusammen mit ihren Angehörigen in den Gemeindesaal. Die Anzahl der über neunzigjährigen Geburtstagskinder war noch nie so hoch wie in diesem Jahr, informierte Präsident Anton Graber.

Lauter Schweizer Lieder zum Mitsummen hatte die Musikgesellschaft diesmal dabei. «Luegid vo Bärge und Tal», «Alles was du bruchsch das isch Liebi» und «Silberfäden» liessen die Füsse der Gäste wippen und riefen bei einigen der Anwesenden den Hühnerhaut-Effekt hervor. Zwischen Märschen, Polkas und Walzern beschenkte Anton Graber die Jubliare mit den gewohnten schokoladigen Blumensträussen, mit und ohne Alkohol aus der Confiserie Gysi. Ehrenmitglied der MG, Edi Häfeli, erhielt zu seinem 90. Geburtstag sogar zwei solcher Sträusse.

Nächstes Jahr feiert die MG ihr 125-jähriges Bestehen. Unsere Gemeindefeiern wären äusserst farblos ohne die Begleitung von Lukas Haefely und seinen Musikanten. Möge es sie noch weitere 125 Jahre geben!

Gemeinderätin Lilo Henkel bedankte sich bei der Musikgesellschaft für das Konzert und ihr grossartiges Mitwirken an diversen Gemeindeanlässen. Mit dem Geburtstagsmarsch wurde der noch gemütlichere Teil des Nachmittags eingeläutet. Wein, Kaffee, Zopf und Kuchen aus den Backöfen einiger Musikerfrauen wurden auf allen Tischen verteilt. Die Gäste sprachen allem gutgelaunt zu und genossen noch lange den fabelhaften Samstagnachmittag.

Montag, 25.09.2017

Spannendes Gemeindeforum in der Mehrzweckhalle

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Der Gemeinderat lud die Bevölkerung Zetzwils ein, anlässlich der neuen Amtsperiode in einem gemeinsamen Forum Schwerpunkte für die Zukunft zu setzen und so an der Entwicklung der Gemeinde mitzuarbeiten. Es entstanden spannende Diskussionen zu allen möglichen Themen, welche eine Gemeinde zu bewältigen hat. Die Verantwortlichen hatten sich professionell vorbereitet und führten zielgerichtet und kurzweilig durch den Samstagvormittag.

Die beiden Gemeinderäte Lilo Henkel und Claudio Zanatta waren die Projektleiter dieses Anlasses. Gerechnet hatten die Beiden mit sechzig Teilnehmern. Gekommen waren achtundzwanzig. Alle beteiligten sich offen und kreativ an den vorgegebenen Diskussionspunkten. In wechselnden Gruppen wurde an den Tischen verhandelt und erfasst, was in der Gemeinde gefällt und was frustriert, was stolz macht und was eher Sorgen bereitet. Die dritte Runde hatte Visionen, Vorstellungen und Inputs zum Thema.

Am Schluss der Veranstaltung wurden die Teilnehmer aufgefordert, grüne Kleber für ihre bevorzugten Schwerpunkte und einen roten Punkt für ein eher zweitrangiges Thema zu verteilen. Mit einem Zwinkern im Augenwinkel empfahl Claudio Zanatta, daran zu denken, dass gewisse Forderungen eine Steuererhöhung nach sich ziehen könnten. Die meisten grünen Punkte erhielten die Themen Umwelt, Energie, Integration und Finanzen.

Aus Teilnehmern des Forums wird nun eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, welche die Ergebnisse nochmals durchgeht und anschliessend einen Antrag an den Gemeinderat stellt. Dieser wird anhand der Gemeindeversammlung im Frühling 2018 über die neue Strategie auf Grund des Leitbildes und der Inputs aus dem Forum informieren.

Der gemütliche Teil beinhaltete Wurst vom Grill und weitere Gespräche, sowie auch das Vertiefen der neuen Kontakte in «der kleinen, aber feinen Truppe», wie Gemeindeammann Thomas Brändle die Teilnehmer des Forums in seiner Schlussrede genannt hatte.

Montag, 25.09.2017

Kennen Sie Myrtha und Willi Hirt ... die Jubilare?

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Das Ehepaar Hirt feiert diesen Monat die diamantene Hochzeit. Die beiden wohnen seit vielen Jahren an der Winkelstrasse im Elternhaus, welches Willis Vater Jakob 1925 kaufte. Die eine oder andere Altersbeschwerde hat sich im Laufe der Jahre bemerkbar gemacht. Nichtsdestotrotz führen Myrtha und Willi ein offenes Haus und sie freuen sich, wenn Kinder, Enkel, Urenkel und Freunde zu Besuch kommen.

Wie habt ihr am 5. Oktober 1957 eure Hochzeit gefeiert?
Myrtha: Gemeindeschreiber Hirt hat uns zivil getraut. Kirchlich haben wir in Rued geheiratet. Zusammen mit Verwandten, Gotte und Götti, haben wir im Bären gegessen und gefeiert. Willi: ich kann mich noch an ein Spiel mit einem Kälberhälslig erinnern, an dem die Männer eine Viehschau demonstrieren mussten.

Wie habt ihr euch kennen gelernt?
Willi: ich fuhr an den Landjugendtag nach Luzern und verpasste abends die erste Heimfahrt mit Taxi-Stenz. So lernte ich dafür im zweiten Taxi Myr-tha kennen. Bei ihr auf dem Schweikhof gab es für mich und meine Freunde noch Kaffee. Auf dem Heimweg sagte ich mir: dieses Mädchen will ich zur Frau. Darauf folgten ein paar Briefe hin und her.

Willy, dein Dorfname lautet «Metzger-Willu». Bist du Metzger gewesen?

Wir waren alle Metzger. Mein Grossvater (Metzger-Hermann), mein Vater (Metzger-Jakob) und auch ich. Ich wäre allerdings lieber Gärtner geworden. Es waren aber gute Zeiten, in denen ich Winter für Winter mit dem Töffli zu den Bauern auf den Pfaffen- und Steinenberg fuhr um zu schlachten. Ich erinnere mich gut an ein Wurstmahl, zu dem auch die Mutter von Bundesrat Villiger eingeladen war.

Myrtha, wie und wo bist du aufgewachsen?
Auf dem Schweikhof im hintersten Teil Schmiedrueds. Ich war die mittlere von drei Schwestern. Bis zur Heirat habe ich auf dem Hof mitgearbeitet und der Mutter am Webstuhl geholfen. Eine von uns Schwestern hätte eigentlich das Heimet übernehmen sollen. Aber, es ist keine von uns zuhause geblieben. Wir haben alle Bauern mit eigenen Höfen geheiratet.

Könnt ihr uns Zetzwil zur Zeit eurer Heirat beschreiben?

Damals hatten wir hier noch vierzig Milchbauern. Mit der Bränte am Rücken oder dem Chäsiwagen brachte man die Milch in die Käserei. Im Winter hatte es noch richtig viel Schnee. Man konnte die Hinterdorfstrasse hinunter schlitteln und es gab drei Wirtschaften und drei Lebensmittelläden.

Was ist das Geheimnis einer guten 60-jährigen Ehe?
Miteinander reden und auch mal «durebiisse». Dass zeitweise vier Generationen zusammen lebten, machte dies allerdings hie und da schwierig.

Welches war die beste Zeit eures Lebens?
Als wir unsere Kinder aufzogen. Aber auch jetzt ist es schön. Die Kinder kommen heim und sind für uns da.

Gibt es etwas, das ihr in eurem Leben verpasst habt und noch nachholen würdet, wenn es ginge?
Willi: Ich würde lernen Auto zu fahren. Myrtha: Man kann sich auch fragen, ob etwas besser geworden wäre, wenn man es anders gemacht hätte.

Worüber habt ihr euch irgendwann so richtig gefreut?
Willi: Als ich Myrtha in ihrem weissen Brautkleid sah. Sie war eine schöne Braut. Und dann als der erste Bub geboren wurde. Myrtha: Ich freute mich sehr, dass die Kinder und Enkel für Willi da waren, als ich lange im Spital lag und ich freue mich immer über unser jährliches Familientreffen.

Welche Eigenschaften schätzt ihr besonders am Ehepartner?
Willi: Dass Myrtha immer schon das Frühstück bereit hat, wenn ich aufstehe. Myrtha: Dass Willi trotz seines Augenleidens jeden Tag seinen Spaziergang macht.

Was würdet ihr mit einer Lottomillion machen?
Myrtha: Dann müssten wir zuerst anfangen Lotto zu spielen. Willi: Früher wären wir gerne in die Ferien gefahren. Heute geht dies gesundheitshalber nicht mehr.

Was ist euch wichtig hinsichtlich der nächsten Jahre?
Dass wir gesund und selbständig bleiben und noch ein paar gemeinsame Jährchen haben.

Montag, 18.09.2017

FTV Zetzwil auf Vereinsreise

Text und Bild: Eing.

Den Frauenturnverein Zetzwil führte die diesjährige Vereinsreise für drei Tage ins Wallis. Mit dem Car ging die Reise am Freitagmorgen früh los. Nach einem Kaffeehalt in Murten wurden die 22 Turnerinnen in der Ölmühle in Sévery, in die einzelnen Schritte der traditionellen Herstellung von Nussöl eingeführt. Im kleinen Lädeli wurde anschliessend ein Aperitif serviert und wer wollte, konnte sich mit Backmischungen, Dippsaucen und Ölen eindecken

Auf der Route Corniche ging die Fahrt weiter durch die Weinberge am Genfersee und die wunderschönen Ortschaften Epesses – Chexbres – St. Saphorin und Vevey bis nach Sion. Dort angekommen, genoss man nach dem Zimmerbezug noch etwas den warmen Sommernachmittag im schönen Altstädtchen, bevor die Frauen in die Rebberge oberhalb von Sion chauffiert wurden. In der Domaine Charles Bonvin genossen die Turnerinnen bei fantastischer Aussicht auf einem Adlerhorst eine Weindegustation und anschliessend ein feines Raclette à discrétion.

Der zweite Tag führte nach Le Châtelard. Dort brachten drei verschiedene Schienenbahnen die Frauen auf die Höhe von 1970 Metern über Meer zum Stausee Lac D’Emosson. Ein Wermutstropfen war das trübe und regnerische Wetter, womit die fantastischen Aussichten leider verwehrt geblieben sind. Die vorgesehenen Aktivitäten mussten deshalb abgeändert werden und so machte sich die ganze Frauengruppe zu Fuss auf den Weg Richtung Cabane du Vieux-Emosson. Nach einem ersten, etwas flacheren Streckenteil wurden einige Frauen von der Wirtin mit dem Auto zur Cabane befördert. Mittlerweile hatte es draussen angefangen zu schneien, aber der guten Stimmung brachte auch dies keinen Abbruch und als Ruth Hunziker ihr Örgeli zur Hand nahm, wurde mitgesungen und mitgeschaukelt und dem schlechten Wetter getrotzt. Das Nachtessen genoss die Frauenschar im Hotel, bevor zu Fuss noch etwas durch die Stadt geschlendert wurde. Einige machten sogar noch einen Marsch aufs schön beleuchtete Château de Valère.

Am Sonntag besuchten die Frauen in St. Léonard den grössten natürlichen unterirdischen See in Europa. Ein Führer ruderte durch die Gewölbe der Grotte und erzählte etwas über die Geschichte des Sees. Anschliessend ging die Fahrt weiter via Aigle – Col des Mosses ins schöne Städtchen Gruyère. Via Autobahn ging die Heimreise zügig voran und so erreichte eine zufriedene Frauenschar mit vielen schönen Eindrücken und lustiger gemeinsam verbrachter Zeit Zetzwil. Der Organisatorin, Claudia Walz, sei an dieser Stelle nochmals ganz herzlich gedankt.

Freitag, 15.09.2017

2. Arbeitstag beim Natur- und Vogelschutzverein

Text und Bild: Eing.

Am Samstag, 9. 9. 2017, trafen sich am Vormittag 10 Erwachsene und 3 junge Vereinsmitglieder zum Arbeitstag im Wuhr. Da der Forstbetrieb letztes Jahr einige alte Bäume fällen musste, gelangt nun mehr Sonnenschein auf den Waldboden und dieser lässt Gestrüpp und Büsche üppig spriessen.

Die zum Teil sehr stark zugewucherten Fusswege mussten mit schwerem Gerät ausgeholzt werden. Mit Rückenbläser und Laubrechen wurde der Finish gemacht. Nach über 2 Stunden waren wir von Schweiss und Nieselregen durchweicht und mit dem Ergebnis der Arbeiten zufrieden. Nun steht einem Besuch im wunderschönen Naherholungsgebiet nichts mehr im Weg. Nach getaner Arbeit stärkten sich alle beim ausgiebigen Znüni: heisse Rauchwürste, Brot und Flüssiges wurden restlos vertilgt. Auch die Nussstengel fehlten nicht.

Vielen Dank an alle fleissigen Helfer in und um die Wuhrhütte und im ganzen Park! Es ist schön zu sehen, dass auch bei widrigem Wetter immer wieder so viele mit dabei sind! Der Wuhrpark ist für jedermann frei zugänglich (Parkplätze beim Schützenhaus). Wer die Hütte mieten möchte, kann sich beim Hüttenwart Theodor Roth melden.

Voranzeige:
Am Freitag, 1. Dezember ab 18.00 findet der Chlaushock statt. Das ist dann auch schon wieder der letzte Anlass im 2017. Das Grillgut muss selber mitgebracht werden, der Rest ist vorhanden. Wir freuen uns auf einen gemütlichen Abend und viele alte und neue Gesichter!

Ansonsten findet man unsere Aktivitäten jederzeit im Veranstaltungskalender auf der Homepage der Gemeinde Zetzbu.

Montag, 11.09.2017

After Sun Zetzbu 2017

Text und Bild: ELSbeth Haefeli

Mehr als tausend Partygäste folgten der Einladung des jungen Vereins After Sun Zetzbu zu ihrem zweiten Mega-Event in der Mehrzweckhalle Zetzwil. Viele mussten abgewiesen werden, obwohl der Anlass um einen zweiten Abend erweitert wurde. Das OK hatte zusammen mit den dreiundsechzig Mitgliedern auch dieses Mal einen gewaltigen Aufwand betrieben, um Sicherheit und Spass für Junge und Ältere zu gewährleisten.

Vor den geladenen Apérogästen sprach Gemeindeammann Thomas Brändle den jungen Leuten seinen Respekt für das Superkonzept und die Professionalität aus mit welcher sie den Grossanlass bereits im letzten Jahr durchgeführt hatten. Als das Gesuch dafür erstmals auf dem Gemeinderatstisch lag, habe er zuerst etwas leer geschluckt. Er sei aber unendlich erleichtert gewesen, dass die Mehrzweckhalle nach dem letzten Anlass noch da stand und man dem Verein das Vertrauen als Vorschuss ausgesprochen habe. Klar, dass der Gemeinderat auch dem diesjährigen Gesuch zugestimmt habe. Er sei sich auch bewusst, dass man damit den Anwohnern viel Lärm und Verkehr zumute. Die Akzeptanz in der Bevölkerung sei aber gross und so bleibe der tollen Truppe nur noch eine grossartige Party zu wünschen.

Präsident Luca Zanatta dankte anschliessend allen Sponsoren, Gönnern, Anwohnern und den Behörden für das Vertrauen. Er holte sein OK auf die Bühne und bedankte sich auch bei ihnen allen, sowie den übrigen After-Sun-Members, persönlich für ihren grossen Einsatz. Das Festgelände mit Zelt, Aussenbar und MZH belebte sich erst mit dem Eindunkeln richtig. Dann aber strömten die Gäste so zahlreich herbei, dass die Stimmung in der Gaudihütte mit der Band FreshAlpin aus Österreich und in der Halle mit den diversen DJ’s immer ausgelassener und fröhlicher wurde. Auch der Vorabend mit Volksrocker Willy Tell und der Bravo-Hits-Arena war bereits ein Publikumsmagnet. Ein günstiges Zweitages-Ticket bot die Möglichkeit, das Fest an beiden Tagen zu besuchen. Der Verein ist bereits so im Dorfleben integriert, dass man sich gegenseitig aushilft. Der Turnverein war im Festzelt am Servieren und im Gegenzug werden die After-Sun-Members am nächsten Turnerabend mitarbeiten.

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Mittwoch, 06.09.2017

Jugitag 2017

Text und Bild: Eing.

Am 03. September fand der alljährliche Jugitag, dieses Jahr in Gränichen, statt. Nach einer kurzen Reise, zum Teil mit dem Zug oder mit dem Fahrdienst der Eltern, starteten die Kinder etwas zeitversetzt mit ihren Wettkämpfen. Auf dem Programm vom Morgen stand Ballweitwurf, Weitsprung sowie ein 80-m-Sprint.

Für das wurden die Kinder nach Jahrgängen aufgeteilt und mit Jugis aus anderen Gemeinden gemischt. Nach dem Mittagessen, welches in der Turnhalle serviert wurde, stand schon das Rangverlesen vom Leichtathletik-Wettkampf auf dem Zeitplan, hier konnten sich Chiara Frey und Linda Stauber jeweils auf dem 2. Rang sowie Lina Hell auf dem 3. Rang einen Podestplatz in ihren jeweiligen Alterskategorien sichern. Herzliche Gratulation!

Kurz nach 13.00 Uhr starteten die Mannschaftsspiele, die Zetzbuer stellten diverse Gruppen für: Völkerball Mädchen, Völkerball-mixed und Linienball Knaben. An den jeweiligen Spielfeld-Aussenseiten wurde stark mitgefiebert. Nebenbei genossen die Kinder die lautstarke Unterstützung der Eltern sowie von Bekannten. Nach diversen nervenzerreissenden Spielen konnte man am Rangverlesen sehr schöne Platzierungen entgegennehmen. Die grosse Mädchen Jugi erreichte im Völkerball den 1. Rang und mit der 2. Mannschaft den 13. Platz (der Kategorie 2003 und jünger), die kleine Mädchen Jugi machte den 5. Rang (2006 und jünger) beim Spiel Völkerball. Die Völkerball-mixed Gruppe erreichte den 8. Rang (2008 und jünger).

Bei den Knaben erreichten die zwei Mannschaften welche in der gleichen Alterskategorie spielten den 2. und den 9. Rang (2006 und jünger). Die grosse Jugi erreichte den 2. Rang (2003 und jünger).

Für die sehr tollen Resultate gratulieren die Jugileiter sowie der TV und DTV Zetzwil ganz herzlich.

Mittwoch, 06.09.2017

Der Turnverein besucht eine Holunderblütenteebrauerei

Text und Bild: Eing.

Am Samstagmorgen traf sich der STV Zetzwil bei der Turnhalle zur Turnfahrt 2017. Der Platz mit den Fahrrädern wurde zu knapp berechnet, so mussten wir improvisieren. Die Reise startete mit Verspätung. Mit zwei Bussen und 12 vollmotivierten Turnern ging die Fahrt bis zur Raststätte bei Winterthur.

Nach einem ausgiebigen Frühstück folgte die Weiterreise in den Kanton Thurgau. In Homburg erwarteten uns Pfeilbogen-, Tomahawk-, Blasrohr- sowie Armbrustpistolenschiessen-Wettkämpfe.Mit viel Eifer stellten wir unsere Fähigkeiten unter Beweis. Nach einem umkämpften Final setzte sich Günter Hell durch, der wahre Robin Hood! Die Reise ging weiter nach Unterstammheim, wo wir eine Holunderblütenteebrauerei besuchten. Nach einem spannenden Rundgang mit interessanten Fakten zur Herstellung von Holunderblütentee gab es ein feines Mittagessen. Holunderblütentee konnten wir so viel anzapfen wie wir wollten, sodass die Stimmung immer besser wurde. Die Wanderung zu unserer Unterkunft auf dem Campingplatz in Wagenhausen war sehr anspruchsvoll. Nach dem Einrichten der Unterkunft brauchten fast alle eine Erfrischung im Rhein. Zwei Herren brauchten anstelle der Erfrischung eine Runde Kartenspiel mit Campingbewohnern, inklusive einer neuen Frisur. Der ganze Verein war schon bald auf dem ganzen Campingareal sehr beliebt. Das Nachtessen genossen wir in einer Pizzeria in Stein am Rhein. Der eine oder andere war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr so fit. Ob wohl das Verfalldatum der Pizza oder Cola abgelaufen waren? Am Sonntag betätigten wir uns sportlich. Mit neuer Energie (oder Frisur) war eine Fahrradtour auf dem Programm. Die Route ging von Wagenhausen bis an den Untersee, von dort mit dem Schiff auf die deutsche Seite und wieder zurück. Kurz nachdem wir mit dem Schiff auf der deutschen Seite anlegten, wurde bemerkt, dass auf der anderen Seeseite ein Rucksack vergessen wurde. Wir warteten auf das nächste Schiff, damit der Besitzer das verlorene Gepäckstück wieder in Empfang nehmen konnte. Auf dem Rückweg mussten wir einem uns unbekannten, verletzten Fahrradfahrer helfen und eine Ambulanz rufen. Nachdem wir auch diese Hürde bewältigt hatten, konnten wir mit einem guten Gefühl die Heimreise antreten. Es war ein Tag im Namen des Holunderblütentees, denn auf Bier hatte wirklich niemand Lust.

Montag, 04.09.2017

Garage Kohler AG Teufenthal: Viva Italia!

Text und Bild: Thomas Moor

Wer auf 40 Jahre erfolgreiche Firmentätigkeit zurückblicken kann, darf zu Recht stolz sein. So wie die Garage Kohler AG Teufenthal. Mit den Markenvertretungen Fiat und Abarth sowie der Servicestelle für Alfa Romeo und Fiat Nutzfahrzeuge hat man auf die italienische Karte gesetzt. Mit Erfolg!

Viva Italia! Temperament, Sportlichkeit aber auch Komfort und Sicherheit: Die Marken Fiat und Abarth (und damit natürlich auch die Garage Kohler AG an der Dorfstrasse 4 in Teufenthal) haben für jeden Geschmack und (fast) alle Bedürfnisse das passende Fahrzeug auf Lager. Die italienischen Autobauer warten denn auch immer wieder mit attraktiven Sondermodellen auf. Alleine schon deswegen lohnt sich der Besuch im Garagenbetrieb, welcher von Martin Kohler vor 40 Jahren als Einmannbetrieb mit einer Werkstatt in einem Bauernhaus gegründet wurde. Speziell an frühere Zeiten erinnert zur Zeit das Kultfahrzeug Fiat 500 in der Aniversario-Ausführung. Die «Knutschkugel», wie der 500er auch genannt wird, zieht die Blicke genau so auf sich, wie die sportlichen «Geschwister» aus der Sportabteilung von Abarth.

Neben den verschiedenen 500er-Sonderserien sticht speziell auch der neue Abarth 124 ins Auge. Ein Spider, der Sportlichkeit und den Frischluftfahrspass vereint, wie wohl kein anderes Modell. Natürlich wollen diese, wie die Fahrzeuge der Marke Alfa Romeo, für welche die Garage Kohler AG offizieller Servicepartner ist, von Zeit zu Zeit gewartet werden. Dafür steht eine moderne Werkstatt und bestens ausgebildetes Fachpersonal bereit. Vom Einmannbetrieb ist Teufenthaler Garagenbetrieb als Offizieller Fiat- und Abarth-A-Vertreter übrigens auf einen stattlichen Betrieb von 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewachsen. Ein Kompetenzzentrum, das auch auf dem Nutzfahrzeug- und Wohnmobilsektor seine Stärken ausspielen kann und über eine grossdimensionierte Werkstatt verfügt, in welcher sämtliche Fahrzeuge geprüft und gewartet werden. Im Angebot steht auch ein Mietbus für neun Personen (Ausweis Kat. B), welcher sich für verschiedendste Personentransporte und Anlässe eignet.

Infos unter: www.garagekohler.ch.

Mittwoch, 30.08.2017

Open House im Tanz- und Fitness-Träffponkt

Text und Bild: Elsbeth HAefeli

Wortwörtlich im grünen Bereich zeigte sich das ganze Wochenende, welches Gelegenheit bot, das neue Studio von Christine Kiener kennenzulernen. Ein wahres Feuerwerk an Musik, Tanz und Kulinarik begleitete die Gäste beide Tage durch den Anlass.

Wer die Vollbluttänzerin kennt, weiss, dass sie mit ihrer Crew zusammen einmalige Events auf die Beine zu stellen vermag. Dies ist ihr auch jetzt wieder gelungen. Die Shows, welche regelmässig durchgeführt wurden, durften die Zuschauer durch die grossen, geöffneten Fenster des neu erstellten Studios verfolgen. Interessante Vorführungen durch das Kursprogramm, vorgestellt durch die jeweiligen Instruktoren/-innen, welche auch gleich humorvoll Werbung für ihre Sache machten, ergänzten das Ganze auf kurzweilige Art. Unter Zeltdächern konnte man sich aus fantastischen Thai-Kochtöpfen verwöhnen lassen und gemütlich sitzen bleiben.
Eine zauberhafte Zeitreise tänzerisch präsentiert, in kreativen Kostümen, rasanten Rhythmen und wechselnden Stilrichtungen begeisterte das Publikum am Samstagabend und liess immer wieder Zwischenapplaus ertönen. Das neue, in hellem grün gehaltene Studio ist so konzipiert, dass an den Geräten trainiert und davon abgetrennt, Tanz- und Fitnesskurse durchgeführt werden können. Das Training an den Geräten wird von der erfahrenen Fitnesstrainerin Christine Kiener jeweils persönlich beaufsichtigt und gesundheitsschonend eingesetzt. Der Kreis, in dem die Geräte angeordnet sind, macht Sinn und wird auch so genützt. Ab sofort finden offene und geführte Trainingszeiten statt, tagsüber unbegrenzt und abends etwas eingeschränkter. Dies alles zu attraktiven Konditionen. Weitere Informationen auf www.tanzfit.ch

Mittwoch, 30.08.2017

Ausflug der Waking-Gruppe Zetzwil

Text und Bild: Eing.

Anstelle des wöchentlichen Walkingträffs auf der Wandfluh/Buholz erkundeten wir Walker/-innen den Zugerberg. 19 Frauen und Männer starteten gutgelaunt und bei bestem Wetter Richtung Zug. Die Bahn brachte uns auf den Zugerberg.


Wir wählten die Route «Hase», welche uns eineinhalb Stunden durch die fantastische Wald- und Moorlandschaft führte. Bei einem feinen Mittagessen auf der Gartenterrasse im Restaurant Vordergeissboden genossen wir das schöne und warme Wetter. Die Zugerbergbahn brachte uns zurück nach Zug. Am Nachmittag buchten wir eine Stadtführung. Herr Remy, präsentierte uns die Stadt auf sehr interessante Weise. Wir starteten beim Zytturm. Der Zytturm zeigt auch Monat, Mondstand, Wochentag und Schaltjahr an. Erbaut wurde er als Durchlass im ältesten Mauerring der Stadt Zug. Später waren in ihm das Gefängnis und die Feuerstube. Heute ist der 52 Meter hohe Turm für jedermann begehbar. Als Motiv für die Stadtgründung galt lange Zeit die verkehrsgünstige Lage am Handelsweg von Zürich nach Norditalien über den Gotthard, der über den Zugersee nach Immensee von dort nach Küssnacht und weiter über den Vierwaldstättersee führen sollte. Herr Remy führte uns zum Rathaus, weiter zum See mit Blick auf den Tower und anschliessend besuchten wir die Kirche St. Michael. Leider verstrich die Zeit viel zu schnell. Wir erfuhren viel Interessantes über die Stadt. Eine Gruppe versüsste sich den Nachmittag im Erfinderhaus der Kirschtorte, der Bäckerei Treichler, in Zug. Der Rest der Gruppe machte sich sofort auf den Heimweg.

Ein herzliches Dankeschön an Hans, welcher die Kosten der Bahnbillette auf den Zugerberg übernahm, ebenfalls ein «Merci» an Kurt für die Organisation!

Wenn nun jemand Lust verspürt, ebenfalls an diesen wöchentlichen Träffs teilzunehmen, irgendwo einen Walkingkurs absolviert hat, kann jederzeit bei uns einsteigen. Daten sind unter www.zetzwil.ch/walking einzusehen.

Montag, 28.08.2017

Bergwanderung von Musikgesellschaft und NVVZ

Text und Bild: Eing.

Wenn zwei eine Reise tun … Am letzten Samstag im August, kurz vor 8 Uhr, traf sich ein Dutzend erwartungsvoller Vereinsmitglieder am Bahnhof Zetzbu. Während uns WSB, SBB und BLS pünktlich ins Simmental chauffierten, genossen wir den mitgebrachten Apéro und lasen unterwegs noch einen Göttibub auf.

In Zweisimmen brauchte die MOB mit ihrem Kaisermanöver etwas länger, bis wir einsteigen konnten, aber dafür reisten wir im gediegenen Golden Pass Classic Wagen fast wie vor 100 Jahren nach Gstaad – jedoch mit Klimaanlage. Das Postauto wartete schon und in Gsteig war dann der gemütliche Teil fürs erste zu Ende. Wobei der Weg zur Sanetschbahn nur kurz ist. An der Talstation erfuhren wir dann, dass die Auberge oben geschlossen ist! Über den Grund dafür gab es verschiedene Aussagen … Wir disponierten um und konnten oben dann wenigstens einen offerierten Kaffee geniessen. Die Patronne meinte, sie erwarte jeden Tag die Bewilligung um wieder eröffnen zu können! Statt nur gut 1 Stunde um den Sanetschsee wanderten wir halt nun 2 Stunden bei herrlichem Wetter über den Sanetschpass zum Hotel Sanetsch und bestaunten unterwegs die fantastische Aussicht, die Kühe und die Schwemmlandschaft nach dem heftigen Gewitter in der vorangegangenen Nacht. Am Ziel genossen wir ein Fondue und/oder ein Dessert, bevor wir mit dem einzigen Postauto des Tages auf abenteuerlicher Fahrt das fast 1700 Höhenmeter tiefer gelegene Sion erreichten. Im Zug nach Bern war für uns ausserplanmässig in der 1. Klasse reserviert, so konnten wir die müden Glieder schon unterwegs auskurieren und erreichten Zetzbu nach einem letzten Schlumi in Aarau erst nach 23 Uhr.

Freitag, 25.08.2017

Die Zetzbuer BMXler mischten ganz vorne mit

Text und Bild: Thomas Moor

Ob auf nationalen oder internationalen Pisten: Die jungen Heisssporne des BMX-Clubs Zetzwil (darunter auch Mädchen) mischen immer vorne in den Ranglisten mit. Klar, dass sie auch bei ihrem Heimrennen, dem 5. Lauf zur Deutschschweizermeisterschaft, eine gute Figur machen wollten.

Die Besucher entlang der Zetzbuer BMX-Piste kamen in den Genuss von vielen packenden Vorlauf- und Final-Rennen. 161 Fahrerinnen und Fahrer hatten sich für diesen Meisterschaftslauf in Zetzwil eingeschrieben. Darunter 21 Cracks vom BMX-Club Zetzbu, die – wie nicht anders zu erwarten – die Kette vor Heimpublikum ganz ordentlich rauchen liessen und Podestplätze im Visier hatten. Solche holten sich zum Beispiel Nico und Luca Frey oder Chiara Dobler. Nach ihrem WM-Auftritt im Amerika waren die Blicke auf die Kasper-Brüder Jules und Louis gerichtet. Und die wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Während Jules Kasper seine Kategorie souverän gewann, musste sich sein Bruder Louis in einem packenden Finish nur knapp von Kip Stauffacher vom BMX-Club Volketswil geschlagen geben.

Eine Bildergalerie finden Sie auf unserer Facebookseite.

Mittwoch, 23.08.2017

Kennen Sie Daniel Heggli ... den Ammann-Kandidaten?

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Daniel Heggli stellt sich, nach dem Rücktritt von Thomas Brändle, zur Wahl als Gemeinderat und Gemeindeammann. Er lebt mit seiner Familie seit mehreren Jahren in Zetzwil, arbeitet bei der Kantonspolizei als Dienstchef und ist in der Freizeit oft mit seinem Hund oder mit dem Bike anzutreffen.

Dani, was ist deine Motivation für dieses Amt?
Seit bald dreissig Jahren arbeite ich bei der Kantonspolizei Aargau. Das Amt bietet mir die Möglichkeit, mit 54 Jahren etwas Neues anzupacken und meinen Horizont zu erweitern, ohne den Beruf wechseln zu müssen, der mir sehr wichtig ist. Ausserdem würde ich mich gerne für meine Wohngemeinde einsetzen. Insbesondere an den Gemeindeversammlungen konnte ich persönlich miterleben, wie gut die Gemeinde funktioniert. Der Gemeinderat geniesst bei der Bevölkerung grosses Vertrauen, was mich bei meinem Wunsch, diesem eingespielten Gremium anzugehören, bestärkt und zuversichtlich macht.

Wie viel Zeit und welche Kompetenzen bringst du mit?
In meiner beruflichen Funktion kann ich meine Arbeitszeit sehr flexibel gestalten und dem Amt als Gemeindeammann weitgehend anpassen. Den Umstand, dass ich gelegentlich nachts und an den Wochenenden arbeite, erachte ich als grossen Vorteil. So kann ich während der Woche Termine wahrnehmen oder vor Ort an Besprechungen teilnehmen.Als langjähriger Vorgesetzter bei der Kantonspolizei bin ich es gewohnt, Krisen zu bewältigen und flexibel auf ungewohnte Ereignisse zu reagieren. Ich habe auch gelernt, Verantwortung zu übernehmen und langfristig zu planen. Polizeiarbeit ist ausgesprochene Teamarbeit und Kommunikation ein Dauerthema. Die dabei gemachten Erfahrungen werden mir im Gemeinderat sicherlich von grossem Nutzen sein.

Wie würdest du deinen Charakter beschreiben?
Unbestritten bin ich ein Bewegungsmensch. Ich mag es, beschäftigt zu sein und mitzugestalten. Im Team gelte ich als handlungsorientiert. Gerne halte ich mich unter Menschen auf, mag aber die ganz grosse Masse nicht sonderlich. Was zeichnet in deinen Augen einen guten Gemeindeammann aus? Er schafft es, die Gemeindefinanzen im Lot zu halten – schmunzelt. Ein guter Gemeindeammann ist volksverbunden, für alle Gemeindemitglieder ansprechbar und verbindlich. Man kann sich auf ihn verlassen und er ist sich der grossen Verantwortung bewusst. In erster Linie setzt er sich für das Gemeindewohl ein und fokussiert den Gemeinderat auf die wesentlichen Geschäfte.

Du stehst zweimal auf dem Abstimmungsformular, nämlich als Gemeinderat und dann noch als Gemeindeammann. Was geschieht, falls du nur für das Gemeinderatsamt, nicht aber für den Gemeindeammann genügend Stimmen erhältst?
Als Gemeindeammann gewählt zu werden, erachte ich alles andere als eine Selbstverständlichkeit, zumal ich noch nicht Mitglied im Gemeinderat bin. Ehrlich gesagt, wäre es von mir doch auch vermessen, davon auszugehen, dass ich diesen beachtlichen Vertrauensvorschuss in jedem Fall von der Wählerschaft bekomme. Die Freude und Dankbarkeit wären jedoch gross. Sollte ich nicht gewählt werden, würde die Welt für mich nicht untergehen. Sicherlich würde ich den neuen Gemeindeammann tatkräftig unterstützen und meine zugeteilten Ämter mit unverminderter Freude und Interesse wahrnehmen

Wie kritikfähig bist du?
Die Möglichkeit, Kritik anzubringen, ist ein besonderes Gut, das leider nicht in allen Ländern dieser Erde akzeptiert wird. Kritik gehört somit zu einer gut funktionierenden Gesellschaft. Schlussendlich trägt sie oftmals zu einer Verbesserung der Situation bei. Wichtig ist mir, dass Kritik konstruktiv und fair geäussert wird. Kritik im Rücken des Betroffenen halte ich für unwürdig und verurteile ich ganz besonders.

Was macht in deinen Augen eine gesunde Gemeinde aus?
In einer gesunden Gemeinde haben unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse ihren Platz. Auch herrscht ein ausgewogenes Verhältnis bezüglich Altersgruppen, Ethnien und Arbeitsplätzen im Dorf. Es gibt verschiedene Vereine, die gut besucht werden und sich aktiv am Dorfleben beteiligen. Selbstverständlich hat eine gesunde Gemeinde die Finanzen im Griff.

Wie hat sich deine Sicht auf die Menschen im Laufe deiner beruflichen Tätigkeit verändert?
Ich bin zur Einsicht gekommen, dass man den Menschen nicht grundlegend ändern kann. Jeder Mensch hat seine Berechtigung auf dieser Erde. Als Polizist darf ich das Handeln der Menschen nicht verurteilen. In dieser Beziehung ist Nüchternheit und Professionalität verlangt. Ich darf jedoch von jedem Menschen erwarten, dass er sich an die Gesetze und die Gepflogenheiten hält, die im Land seines Aufenthaltes gelten. Ich wünschte mir, mehr Menschen hätten die Voraussetzungen und Möglichkeiten, ein Leben zu führen, wie wir es in unserer westlichen Welt kennen.

Was ist deine wichtigste Lebenserfahrung?
Nichts geht über die Gesundheit.Wie und wo holst du dir Langsamkeit in dein Leben?
Ich könnte jetzt behaupten, auf den Spaziergängen mit meiner Frau und Jemima, unserer Hündin. In Wirklichkeit suche ich die Langsamkeit noch zu wenig. Ich will mich jedoch bessern und habe mich aktuell für den vom Arbeitgeber angebotenen Workshop «Erholungstraining» angemeldet. Vielleicht lerne ich da, mich etwas zu entschleunigen

Setze fort: Wenn Zetzwil mich in den Gemeinderat und als Gemeindeammann wählt, werde ich ...
... mich hoffentlich als stützendes Mitglied des Gemeinderates erweisen.

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