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Mittwoch, 23.08.2017

Kennen Sie Daniel Heggli ... den Ammann-Kandidaten?

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Daniel Heggli stellt sich, nach dem Rücktritt von Thomas Brändle, zur Wahl als Gemeinderat und Gemeindeammann. Er lebt mit seiner Familie seit mehreren Jahren in Zetzwil, arbeitet bei der Kantonspolizei als Dienstchef und ist in der Freizeit oft mit seinem Hund oder mit dem Bike anzutreffen.

Dani, was ist deine Motivation für dieses Amt?
Seit bald dreissig Jahren arbeite ich bei der Kantonspolizei Aargau. Das Amt bietet mir die Möglichkeit, mit 54 Jahren etwas Neues anzupacken und meinen Horizont zu erweitern, ohne den Beruf wechseln zu müssen, der mir sehr wichtig ist. Ausserdem würde ich mich gerne für meine Wohngemeinde einsetzen. Insbesondere an den Gemeindeversammlungen konnte ich persönlich miterleben, wie gut die Gemeinde funktioniert. Der Gemeinderat geniesst bei der Bevölkerung grosses Vertrauen, was mich bei meinem Wunsch, diesem eingespielten Gremium anzugehören, bestärkt und zuversichtlich macht.

Wie viel Zeit und welche Kompetenzen bringst du mit?
In meiner beruflichen Funktion kann ich meine Arbeitszeit sehr flexibel gestalten und dem Amt als Gemeindeammann weitgehend anpassen. Den Umstand, dass ich gelegentlich nachts und an den Wochenenden arbeite, erachte ich als grossen Vorteil. So kann ich während der Woche Termine wahrnehmen oder vor Ort an Besprechungen teilnehmen. Als langjähriger Vorgesetzter bei der Kantonspolizei bin ich es gewohnt, Krisen zu bewältigen und flexibel auf ungewohnte Ereignisse zu reagieren. Ich habe auch gelernt, Verantwortung zu übernehmen und langfristig zu planen. Polizeiarbeit ist ausgesprochene Teamarbeit und Kommunikation ein Dauerthema. Die dabei gemachten Erfahrungen werden mir im Gemeinderat sicherlich von grossem Nutzen sein.

Wie würdest du deinen Charakter beschreiben?
Unbestritten bin ich ein Bewegungsmensch. Ich mag es, beschäftigt zu sein und mitzugestalten. Im Team gelte ich als handlungsorientiert. Gerne halte ich mich unter Menschen auf, mag aber die ganz grosse Masse nicht sonderlich.

Was zeichnet in deinen Augen einen guten Gemeindeammann aus?

Er schafft es, die Gemeindefinanzen im Lot zu halten – schmunzelt. Ein guter Gemeindeammann ist volksverbunden, für alle Gemeindemitglieder ansprechbar und verbindlich. Man kann sich auf ihn verlassen und er ist sich der grossen Verantwortung bewusst. In erster Linie setzt er sich für das Gemeindewohl ein und fokussiert den Gemeinderat auf die wesentlichen Geschäfte.

Du stehst zweimal auf dem Abstimmungsformular, nämlich als Gemeinderat und dann noch als Gemeindeammann. Was geschieht, falls du nur für das Gemeinderatsamt, nicht aber für den Gemeindeammann genügend Stimmen erhältst?
Als Gemeindeammann gewählt zu werden, erachte ich alles andere als eine Selbstverständlichkeit, zumal ich noch nicht Mitglied im Gemeinderat bin. Ehrlich gesagt, wäre es von mir doch auch vermessen, davon auszugehen, dass ich diesen beachtlichen Vertrauensvorschuss in jedem Fall von der Wählerschaft bekomme. Die Freude und Dankbarkeit wären jedoch gross. Sollte ich nicht gewählt werden, würde die Welt für mich nicht untergehen. Sicherlich würde ich den neuen Gemeindeammann tatkräftig unterstützen und meine zugeteilten Ämter mit unverminderter Freude und Interesse wahrnehmen.

Wie kritikfähig bist du?
Die Möglichkeit, Kritik anzubringen, ist ein besonderes Gut, das leider nicht in allen Ländern dieser Erde akzeptiert wird. Kritik gehört somit zu einer gut funktionierenden Gesellschaft. Schlussendlich trägt sie oftmals zu einer Verbesserung der Situation bei. Wichtig ist mir, dass Kritik konstruktiv und fair geäussert wird. Kritik im Rücken des Betroffenen halte ich für unwürdig und verurteile ich ganz besonders.

Was macht in deinen Augen eine gesunde Gemeinde aus?
In einer gesunden Gemeinde haben unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse ihren Platz. Auch herrscht ein ausgewogenes Verhältnis bezüglich Altersgruppen, Ethnien und Arbeitsplätzen im Dorf. Es gibt verschiedene Vereine, die gut besucht werden und sich aktiv am Dorfleben beteiligen. Selbstverständlich hat eine gesunde Gemeinde die Finanzen im Griff.

Wie hat sich deine Sicht auf die Menschen im Laufe deiner beruflichen Tätigkeit verändert?
Ich bin zur Einsicht gekommen, dass man den Menschen nicht grundlegend ändern kann. Jeder Mensch hat seine Berechtigung auf dieser Erde. Als Polizist darf ich das Handeln der Menschen nicht verurteilen. In dieser Beziehung ist Nüchternheit und Professionalität verlangt. Ich darf jedoch von jedem Menschen erwarten, dass er sich an die Gesetze und die Gepflogenheiten hält, die im Land seines Aufenthaltes gelten. Ich wünschte mir, mehr Menschen hätten die Voraussetzungen und Möglichkeiten, ein Leben zu führen, wie wir es in unserer westlichen Welt kennen.

Was ist deine wichtigste Lebenserfahrung?
Nichts geht über die Gesundheit.

Wie und wo holst du dir Langsamkeit in dein Leben?
Ich könnte jetzt behaupten, auf den Spaziergängen mit meiner Frau und Jemima, unserer Hündin. In Wirklichkeit suche ich die Langsamkeit noch zu wenig. Ich will mich jedoch bessern und habe mich aktuell für den vom Arbeitgeber angebotenen Workshop «Erholungstraining» angemeldet. Vielleicht lerne ich da, mich etwas zu entschleunigen.

Setze fort: Wenn Zetzwil mich in den Gemeinderat und als Gemeindeammann wählt, werde ich ...

... mich hoffentlich als stützendes Mitglied des Gemeinderates erweisen.

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