Logo Dorfheftli
Gemeindewappen
freitag, 12.10.2018

Jubilarenkonzert der MG Zetzwil

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Wie jedes Jahr wurden vor kurzem wieder die Zetzwiler Einwohner ab 75 Jahren in den Gemeindesaal zu Musik, Kaffee und Kuchen eingeladen. Mit viel Aufwand organisiert die Musikgesellschaft jeweils diesen Jubilarenanlass, zu welchem in Fünfjahresschritten und ab 95 jedes Jahr eingeladen wird. Unterstützung erhält die Musikgesellschaft dabei von der politischen Gemeinde. Pfarrer Stefan Lobsiger erhielt dieses Mal den Auftrag, durch das Konzert zu führen.

«Wenn der Pfarrer zu reden beginnt, dann dauert das meistens länger», meinte Stefan Lobsiger. Er betonte aber sogleich, nur eine kurze Andacht dabei zu haben. Anhand Versen aus 1. Samuel 18 veranschaulichte er, dass ein Instrument zu spielen nicht nur Interesse und Begabung, sondern auch viel Übung brauche. Wer Musik mache, könne sich selber im seelischen Gleichgewicht halten. Es brauche auch Mut, spontan ein Instrument einzusetzen und damit etwas bewirken zu wollen. Wer musiziere und damit schlechte Stimmung vertreibe, erfülle am Ende den göttlichen Plan, welcher allen nütze.

Das beliebte Treffen der Geburtstagsjubilare bietet immer auch Gelegenheit, sich mit alten Bekannten auszutauschen, welche man unter dem Jahr kaum sieht. So gab es in den Musikpausen immer regen Austausch an den Tischen. Die Musiker verwöhnten ihre Gäste mit Walzer, Gratulationen und Gysi-Schokolade ... mit und ohne.

Bevor im zweiten Teil Wein ausgeschenkt wurde, ergriff Gemeindeammann Dani Heggli auf seine gewohnt charmante Art das Wort. Er warb für die Geburtstagsbesuche des Gemeinderates bei den Jubilaren zuhause und betonte, wie wichtig der Austausch mit der älteren, lebenserfahrenen Generation für die Behörde sei. Leider würden diese Geburtstagbesuche oftmals abgelehnt. Nach seinem Dank an die MG und deren Helfer sprach er deren Nachwuchssorgen an und bat die Musiker, stark zu bleiben und nicht aufzugeben. Er wolle nicht der erste Gemeindeammann ohne Dorfmusik sein.

Nachdem als letztes der Geburtstagsmarsch und die Zugabe, der Aargauer Marsch 2018, gespielt war, mischten sich die Musiker ebenfalls unter die Gäste und liessen den gemütlichen Anlass ausklingen.

Dienstag, 09.10.2018

STV Zetzwil: Alle Jahre wieder ein Highlight

Text und Bild: Eing.

Für Alt und Jung, auf der Bühne und vor der Bühne. Die Turnerabende in Zetzwil verbinden die Generationen und bereiten Freude. Hinter den Kulissen ist ein Team für Konzept und Umsetzung dieser Abende verantwortlich.

Gerne erinnern wir uns zurück an die letzten Turnerabende. Es ist ein tolles Gefühl, wenn alles geklappt hat, das Publikum applaudiert und wir auf der Bühne Spass haben. Die Erinnerung weilt nicht lange in unseren Köpfen und schon bald geht es wieder daran neue Ideen und Konzepte für die nächsten Abende zu entwerfen.

Die Turnerabende finden alljährlich im November statt. Bereits im darauffolgenden Jahr, wenn der Schnee geschmolzen ist und die Temperaturen langsam ansteigen, beginnen die ersten Vorbereitungen. Wenn es draussen schön ist, treffen sich Vereinsmitglieder vom Turnverein und Damenturnverein zum Bräteln oder auf einen Brunch und diskutieren über Organisation, Themenwahl und Konzepte. Die Diskussion wird geleitet und wir verwenden Werkzeuge wie das Brainstorming um so viele Inputs wie möglich zu sammeln. Ideenreichtum und Fantasie sind wichtig, schliesslich wollen wir das Publikum jedes Jahr aufs Neue begeistern. Dieses Treffen ist der Startschuss der Vorbereitungen, das sogenannte Kick-Off-Meeting.

Etwas weniger kreativ geht es im Organisationskomitee zu und her. Das «OK» ist für die Planung und Umsetzung verantwortlich und ist in verschiedene Ressorts eingeteilt. Die jeweiligen Ressortleiter kümmern sich um die zugewiesenen Aufgabenbereiche, wie Marketing & Sponsoring, Festwirtschaft, Finanzen, Personal, etc.

Eine richtige Ideenschmiede ist die Sketchgruppe. Sehr wichtig: Hier werden neben den Sketches auch der Ablauf, die Geschichte koordiniert und konzipiert, also das Rahmenprogramm rund um die Darbietungen. Die Sketches sorgen zwischen den turnerischen Darbietungen für Auflockerung und Betätigung der Lachmuskeln.

Ja, hinter den Kulissen wird tatsächlich viel gearbeitet, damit am Abend alles reibungslos läuft. Daneben wird natürlich noch viel geübt und geschwitzt während den Turnstunden. Die Reigenverantwortlichen sind jedes Jahr wieder aufs Neue gefordert, phantasievolle Darbietungen einzustudieren und auf die Bühne zu bringen.

Wir sind stolz auf unsere Vereine und auf unsere sportlichen Leistungen. Das wollen wir Jahr für Jahr dem Publikum mitgeben und die Freude rüberbringen. So sind wir auch dieses Jahr wieder voll motiviert, an den Turnerabenden vom 3. und 10. November unser Bestes zu geben und für ein weiteres Highlight in unserer Vereinsgeschichte zu sorgen.

Dienstag, 25.09.2018

20-Jahr-Jubiläum: Showtime «made by Kiener»

Text und Bild: Thomas Moor

Es war wieder einmal eine jener Shows, die eine unverkennbare Handschrift trug, in der enorm viel Herzblut drinsteckte und die ganz viele choreographische Rosinen beinhaltete. Chrigi Kiener, Inhaberin vom Tanz- und Fitnessträffponkt in Zetzwil feierte das 20-Jahr-Firmenjubiläum.

Und? Ja, es fägt auch nach 20 Jahren noch. Temperamentvoll, kienermässig eben. Wieviele Tanzshows und Tanzmeisterschaften sie mit ihren Girls in den letzten 20 Jahren besucht hat, ist beeindruckend. Die Foto-Galerie auf der grossen LED-Wand gab einen Einblick in ihr unermüdliches Schaffen und in eine wortwörtlich bewegende Firmengeschichte. «Das sind aber längst nicht alle Shows», wie sie trocken sagte und wieder hinter der Bühne verschwand. «Es geit nämli glii loos», wie sie in ihrem sympathischen Bernerdialekt sagte. Los zu einer Jubiläumsproduktion, für welche sie im Januar begonnen hatte, das Drehbuch zu schreiben und für die in den letzten vier Monaten jeden Sonntag hart trainiert wurde. Rausgekommen ist wieder eine beeindruckende und fantastische Show mit dem Titel «Zrugg i d Gägewart», bei welcher rund 100 Darstellerinnen und Darsteller zu musikalischen Ohrwürmern der verschiedenen Zeitepochen tanzten. Die Etappenziele gab dabei Prof. Einstein (Jochen «Struppi« Roth) mit den «4 Schwestern» (einer Girl-Gang) vor. Mit einer solarbetriebenen Zeitmaschine flog das Quintett in die Steinzeit und über die antike Römerzeit ins Mittelalter, in die Barock- und Rokkokozeit etc. und wieder «Zrugg i d Gägewart». Eindrücklich, wie die verschiedenen Tanztrends umgesetzt wurden. Für den optischen Blickfang sorgten zudem immer wieder die Kostüme, die auf die verschiedenen Epochen abgestimmt waren.

Eine Bildergalerie finden Sie auf unserer Facebookseite.

Dienstag, 25.09.2018

Sinnvolle Lebensmittelabgabe

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Kistenweise Gemüse, Früchte, Brot und Backwaren, Vegiprodukte sowie Fleisch, Wurst und Käse finden seit einiger Zeit den Weg ins alte Kirchgemeindehaus Unterkulm. Nicht mehr frisch genug für den Verkauf im Laden, aber zu schade um weggeworfen zu werden. Die Idee von Verwenden statt Verschwenden wird hier jeden Freitag von 14.30 bis 16.00 Uhr eins zu eins umgesetzt.

Die Initiatorin Rosmarie Hochuli aus Oberkulm sprüht vor Enthusiasmus. «Foodwaste» habe ihr vor drei Jahren den Deckel gelupft. Aktiv geworden, sei sie beim Verantwortlichen der Migros-Genossenschaft Aare in Schönbühl auf offene Ohren gestossen. Unter Einhaltung der gegebenen Richtlinien erhält der Verein seither die Lebensmittel der Migros. Wertvolle Unterstützung habe sie auch durch den Gemeinderat Oberkulm erfahren. So sei das Pilotprojekt gestartet und der Verein gegründet worden. Am Anfang habe sie die Stände einfach bei sich zuhause installiert und mit der Lebensmittelabgabe angefangen. Die Lebensmittel bezieht der Verein ebenfalls von Aldi und Denner Unterkulm. Seit kurzem bereichern auch die feinen Backwaren der Bäckerei Sollberger die bunte Auslage. Um die Kühlkette nicht zu unterbrechen, stehen Kühlboxen bereit. Angesprochen werden sollen Grossfamilien, Studenten, Alleinerziehende, Working-Poor und Sozialhilfebezüger. Einfach alle, die in engen finanziellen Verhältnissen leben. Auf den Gemeindekanzleien können Mitgliederkarten bezogen werden. Das Ganze werde unbürokratisch und unkompliziert gehandhabt. Der Unkostenbetrag für eine Tasche voller Lebensmittel, nach Wunsch zusammen gestellt, beträgt Fr. 2.–. Es gibt auch den Gönnerausweis, welcher dem Verein hilft, seine Unkosten zu decken. Der neue Slogan des Vereins lautet «ökologisch – wertvoll – einfach – gut». Die siebzehn Helfer arbeiten auf freiwilliger Basis, erhalten jedoch eine Benzinentschädigung und werden jährlich zu einem gemeinsamen Essen eingeladen. Zudem werden alle Unkosten vergütet. In Zukunft soll vermehrt an Werbung und Vereinswachstum gearbeitet werden. «Angesichts des Klimawandels müssen wir alle umdenken, unseren Beitrag leisten und aufhören gute Lebensmittel wegzuwerfen», meint Rosmarie Hochuli. «Wir müssen auf nichts verzichten, wenn wir verantwortungsvoll mit unseren Lebensmitteln und Ressourcen umgehen. Tiere sollen nicht mehr im Abfall landen und krumme Rüebli ebenfalls nicht!»

Freitag, 21.09.2018

Erzähltal: ARGUS

Text und Bild: Jennifer Loosli

Wenn im sicherheitspolizeilichen Einsatz überdurchschnittliche Professionalität gefordert ist, kommt die Sondereinheit ARGUS zum Zug. Daniel Heggli arbeitete viele Jahre bei der SE ARGUS und erlebte unglaubliche Geschichten, die er am Erzähltal im Zetzwiler Gemeindesaal zum Besten gab. Wenn die Polizei bei besonders heiklen Themen keine Lösung findet, wie z.B. bei einer Festnahme bewaffneter oder schizophrener Personen, wird die Sondereinheit ARGUS zugezogen. «Ein Einsatz ist erst erfolgreich, wenn kein Blut vergossen und niemand getötet wurde» so Heggli. Alle Actionszenen in Krimiserien bei denen der Täter durch einen abgefeuerten Schuss durch ein Fenster geschleudert wird, habe nichts mehr mit der Realität zu tun. Es ist viel Vorbereitung und Disziplin bei der Sondereinheit Argus gefragt. Hierfür sind absolutes Teamwork, eine optimale Kommunikation und eine perfekte körperliche und geistige Fitness gefordert. Im Alltag leisten sie alle normalen Polizeidienst und werden im Ernstfall hinzugezogen. Ebenfalls verantwortlich ist die ARGUS für Personen- und Begleitschutzeinsätze für Bundesräte, Politiker etc. Auch dabei sind sie bei Rückführungen von Flüchtlingen, Sitrak-Transporten, wobei Gefängnisinsassen aus dem Sicherheitstrakt ins Spital gebracht werden müssen oder befreien Geiseln aus gefährlichen Situationen. Ein sehr gut besuchter Vortrag der unglaublich spannend war und jeden einzelnen Zuhörer staunen liess!

Mittwoch, 12.09.2018

Zum dritten Mal wurde bis frühmorgens gefeiert

Text und Bild: Jennifer Loosli

Aus der Idee einer kleinen «gemütlichen» Veranstaltung wurde eine über die Kantonsgrenze hinaus bekannte Party mit internationalen DJs wie Tanja La Croix oder Flava & Stevenson. Auch dieses Jahr reisten Menschen aus der ganzen Schweiz nach Zetzwil und waren von der Party begeistert.

Zum dritten Mal in Folge wurde am ersten September-Wochenende in Zetzwil bis in die frühen Morgenstunden in der Turnhalle und der Gaudistube gefeiert. Unglaubliche 2 000 Personen besuchten am 7. und 8. September die Party «After Sun Zetzbu». An den beiden Abenden waren jeweils 70 Personen für das Wohl der Gäste im Einsatz. Davon gehören rund 60 dem Verein an. Unterstützt wurden sie durch freiwillige Helfer, dem Turnverein sowie dem Damenturnverein Zetzwil. Die Party wie auch der Verein sind rasant gewachsen: Vor drei Jahren zählte der Verein ca. 30 Mitglieder, was in nur zwei Jahren verdoppelt werden konnte. Auch weiterentwickelt hat sich die Party. Während den letzten zwei Jahren haben fünf Vereinsmitglieder einen einwöchigen Intensiv-Barkurs absolviert. Gelernte Drinks wie Pina Colada, Caipirinha oder den After Sun Spezial wurden an der «Cocktailbar» frisch und vor den Augen der Gäste perfekt gemixt und präsentiert. An den anderen Bars im Aussenbereich, der Gaudistube und der Turnhalle konnten die Partygäste Zwätschge, Gin Tonic, Smirnoff und viele weitere Getränke bestellen. Während in der Gaudistube Willy Tell und Freshalpin die ältere Generation zum Mitschunkeln und Mitsingen brachten, heizten diverse DJs, wie T-Grant & Sam Louis, James Loudly und Mat & Mark, die Stimmung in der Turnhalle an. Für jede Generation gab es die passende Musik und tolles Ambiente. Die Stimmung der Gäste war nicht zu stoppen und somit wurde gefeiert was das Zeug hält.

Eine Bildergalerie finden Sie auf unserer Facebookseite.

Mittwoch, 12.09.2018

Auf den Spuren von «Sherlock Holmes»

Text und Bild: Eing.

Am 1. September frühmorgens versammelten sich die munteren Frauen vom FTV Zetzwil am Bahnhof und reisten mit dem Zug ins Berner Oberland. Obwohl das Wetter nichts Gutes zu verheissen mochte, war die Stimmung bestens.

Erste Station war Grindelwald und schon bald war klar, dass der Wetterprophet heute kein Einsehen mit den fünfzehn Turnerinnen haben würde. Nichts desto trotz bestiegen die Frauen die Gondeln zur Bergstation Grindelwald-First. Nach einer Stärkung mit Kaffee und Gipfeli wurden die Regensachen montiert. Einige deckten sich im Souvenirladen noch mit Regenschirmen und Pelerinen ein, um bestmöglich gegen das garstige Wetter gerüstet zu sein. Mehr oder weniger wasserdicht eingepackt machten sich die Frauen auf den Panoramaweg Richtung Grosse Scheidegg. Der guten Stimmung konnte das Wetter jedoch in keinster Weise etwas anhaben, obwohl zeitweise das Wasser nicht nur von oben, sondern auch von der Seite und manchmal auch aus allen Richtungen gleichzeitig kam. Bei einigen Wanderinnen war schon bald klar, dass die Schuhe und Regensachen nicht mehr ganz so wasserdicht waren wie erhofft, da jedes Imprägnierungsmittel bei solchen Bedingungen an die Grenze kommt. Mit einem Schluck aus der mitgebrachten Schlummertrunkflasche wurde jedoch für Wärme von innen gesorgt. Und wie sagte die Reiseleiterin Rita: «Auch der Regen ist schön, wenn man die Sonne im Herzen hat». Und so trotzten die Frauen dem garstigen Wetter und nach knapp anderthalb Stunden erreichten sie das rettende und trockene Berghotel Grosse Scheidegg. Nach dem Mittagessen wurden die Schuhe und die Hosenbeine an den Wanderhosen, welche unterdessen etwas trocknen konnten, wieder montiert. Da leider keine Wetterbesserung in Sicht war, beschlossen die Frauen spontan, für den Weg in die Rosenlaui-Gletscherschlucht das Postauto zu besteigen, damit man nicht gleich wieder tropfnass wurde. Der anschliessende Rundgang in der Schlucht mit den tosenden Wasserfällen war sehr imposant und der Weg führte durch Tunnels und etliche Stufen 115 Meter hinauf und anschliessend durch den Bergwald hinunter ins geschichtsträchtige Restaurant Rosenlaui, wo sich die Frauen erneut etwas trocknen und bei Kaffee und feinem Kuchen wieder stärken konnten. Das Postauto fuhr die Gruppe anschliessend nach Meiringen in die Übernachtungsunterkunft. Nach einer warmen Dusche und wieder in trockenen Kleidern und Schuhen genossen die Frauen ein feines Nachtessen in der gegenüberliegenden Pizzeria. In der hotelnahen Bar liessen die Frauen dann zu guter Letzt in gemütlicher und lustiger Runde nochmals den Tag Revue passieren.

Ein Blick aus dem Fenster und es war klar, dass Petrus am zweiten Tag ein Einsehen mit den Frauen hatte und der Regenschutz im Rucksack bleiben konnte. Mit der nostalgischen Reichenbachfall-Bahn fuhren die Frauen zu den 120 Meter hohen Reichenbachfällen, dort wo der Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle den Ort fand, um seinen Helden Sherlock Holmes im Kampf gegen Professor Moriarty den eigenen Tod inszenieren zu lassen. Anschliessend folgte, nach dem Alpsegen von Rita, der steile Aufstieg hinauf ins Gasthaus Zwirgi, wo ein feines Mittagessen auf die Frauen wartete. Die anschliessende rasante Fahrt mit den Monster Trottis wieder hinunter nach Meiringen vermochte die Turnerinnen zu begeistern und löste hörbare Freudenjuchzer aus. Nach einem feinen Dessert in einer Meiringer Bäckerei machte sich die Frauenschar wieder auf den Heimweg. Beim Umsteigen wurde den Frauen nochmals einiges abverlangt. In kürzester Zeit mussten sie vom vordersten in den zweitletzten Wagen der meterlangen Zugkomposition auf einem anderen Peron umsteigen. Nichts desto trotz kamen schlussendlich zufriedene und dankbare Frauen wieder in Zetzwil an. Ein grosser Dank geht an die beiden Organisatorinnen Rita und Bernadette. Sie haben den Frauen eine wunderschöne Reise geboten, welche allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Donnerstag, 06.09.2018

Zetzwiler Männerriegen-Reise in den Schwarzwald

Text und Bild: Eing.

Bei kühler Witterung trafen sich 16 Reiselustige zur Männerriegen-Reise. Zum Kaffeehalt wurde die Reisegruppe im Gasthof der Brauerei «Waldhaus» in Weilheim erwartet. Der Höhepunkt des Tages war die spezielle Männer-Führung in der badischen Staatsbrauerei «Rothaus» in Grafenhausen.

Die mit kalkfreiem Quellwasser gebrauten sechs Biersorten wurden zuerst nur in der Theorie vorgestellt. Wie das viel gepriesene «Tannenzäpfle» tatsächlich mundet, konnte erst beim Mittagessen im Rothaus-Gasthof getestet werden, wo ein gleichnamiger, deftiger Landteller serviert wurde.

Der zwischenzeitlich einsetzende Regen und die tiefen Temperaturen auf knapp 1000 Metern Höhe schlugen Gott sei Dank nicht auf die Moral der Männerturner, sondern lediglich auf deren Sitzleder. Nach der ausgedehnten Mittagspause und dem Shop-Besuch auf dem grosszügigen Rothaus-Gelände folgte ein gemütlicher Kaffeehalt in Feldberg-Bärental, wo die berühmten Schwarzwäldertorten degustiert wurden.

Wegen des schlechten Wetters wurden die Mehrbettzimmer im Hotel Forest in Titisee vorzeitig bezogen. Die anfängliche Skepsis gegenüber dem eher auf junge Leute ausgerichteten Hotel wich rasch. Dank den separaten «Kinder-Zimmern» und den warmen Radiatoren stieg der Zufriedenheits-Barometer rasch wieder nach oben. Die angekündigte Flaniermeile in Titisee war auch schon besser besucht, um so erfreuter war die Reisegruppe, einen gemeinsamen Platz im Trockenen gefunden zu haben, um sich einen ausgedehnten Apéro zu genehmigen. Das im Restaurant «Sonneck» zahlreich aufgebotene Servierpersonal bemühte sich, beim Nachtessen alle Wünsche möglichst im Eiltempo zu erfüllen. Nach dem kurzen Verdauungs-Spaziergang traf man sich erneut im Apéro-Restaurant, um den Abend bis zum Betriebsschluss auszukosten. Zurück im Hotel wurden kurzerhand der Aufenthaltsraum, ähnlich einer gemütlichen Bauernhausstube, sowie der dortige Biervorrat beschlagnahmt. Der vorher im Kurort Titisee eingekaufte Schwarzwälder-Schinken und die Wurstwaren vermochten nicht mehr ganz vertilgt zu werden. Einmalig, nach Mitternacht begab sich die ganze Reisegruppe geschlossen in die vorgewärmten Wohnungen im Nebengebäude des Hotels.

Auch das Frühstücksbuffet übertraf alle Erwartungen vollends. Die Wanderfreudigen fuhren nach Hinterzarten und machten bei trockenem Wetter einen Rundmarsch durch die Ravennaschlucht, während der Rest der Gruppe den Titisee umwanderte. Anschliessend traf man sich zum feinen Essen mit Dessert im Landgasthof «Adler» in Strittberg-Höchenschwand, bevor die beiden zuverlässigen Chauffeure nach zwei intensiven Tagen die Männerturner wieder in Zetzbu ablieferten. Ein grosses Dankeschön gilt dem diesjährigen Reise-Organisator Hans Wiederkehr.

Donnerstag, 06.09.2018

20-jähriges Tanz- und Fitness-Träffponkt Jubiläum!

Text und Bild: Eing.

Der Tanz- und Fitness-Träffponkt feiert sein 20-jähriges Studio-Jubiläum! Zu diesem Anlass hat Chrigi Kiener, TFT-Inhaberin, eine ganz spezielle Tanztheatergeschichte geschrieben und diese mit Hilfe von ihren Instruktor/-innen und rund 100 Darsteller/-innen einstudiert! Es wird getanzt und geschauspielert! Zu bekannten Chart-Hits und Musik aus den verschiedenen Zeitepochen, werden die Zuschauer eine fantastische Geschichte erleben.
Mit «Zrugg i d’Gägewart» werden die Zuschauer mit Professor Einstein und den «4 Schwestern», einer Girl-Gang, mit einer solarbetriebenen Zeitmaschine in die verschiedenen Tanzepochen fliegen. Auf dieser Reise erleben die fünf Reisenden so einige Abenteuer! Wenn Sie wissen wollen, ob die fünf am Schluss doch noch ins Jahr 2018 zurückfliegen, dann kommen Sie in eine der zwei Vorstellungen und lassen Sie sich überraschen!
Die Festwirtschaft mit Verpflegungsmöglichkeit vor und nach der Vorstellung wird von der MR Zetzwil, dem FTV Zetzwil und dem Club 80 geführt. Nach der Vorstellung startet der Barbetrieb und um Mitternacht gibts eine spezielle Show! Wir freuen uns auf viele Zuschauer!

Die Vorstellungen sind am Freitag, 21. 9. und Samstag, 22. 9. jeweils um 20.15 Uhr in der Mehrzweckhalle Zetzwil. Vorverkauf Samstag, 15.9. ab 10.00 Uhr im Studio Zetzwil.

Mittwoch, 22.08.2018

Bergwanderung Natur- und Vogelschutzverein

Text und Bild: Eing.

Am Samstag Mitte August, kurz nach 8 Uhr, trafen sich 13 erwartungsvolle Vereinsmitglieder zwischen Windelalter und AHV am Bahnhof Zetzbu. Heuer waren wir etwas weniger Leute, da die Musikgesellschaft eine eigene 2-tägige Unternehmung machte.

Während uns Bahn und Bus gemütlich ins Klöntal chauffierten, genossen wir den mitgebrachten Apéro. Hinter dem See in Klöntal Plätz wendet das Postauto auf dem Parkplatz der gleichnamigen Beiz. Das WC dort war winzig, die feinen Menu-Portionen riesig!

Gestärkt machten wir uns auf den wunderschönen, fast immer im kühlen Schatten gelegenen Wanderweg am Südufer entlang ans untere Ende des Sees. Unterwegs kamen uns diverse andere Vereinsreisen entgegen, und wir staunten über die vielen vorbildlich angelegten Umleitungen, die abgerutschte Wälder und ausgeschwemmte Bäche nötig machten. Wegen der allgemeinen Trockenheit waren die Bächli nun ganz zahm. Die Kinder fanden sogar noch einen kleinen Schneerest bei einem hohen Wasserfall. Drei Unentwegte wagten sich ins angenehm erfrischende Wasser des ganz gefüllten Stausees, während der Jüngste friedlich im Rückentraggestell einschlummerte: Jeder geniesst auf seine Art …

Durch die Badepause und wegen den Jüngsten mit den kurzen Beinen brauchten wir etwas länger und verpassten unseren Bus um 5 Minuten. Wir überbrückten die Wartezeit auf den nächsten mit einem feinen Coupe im Restaurant Rhodannenberg neben dem Staudamm mit traumhafter Aussicht auf den Klöntalersee, während die Kleinsten den grossen Spielplatz unsicher machten.

Wegen der Verspätung, den müden Kindern und den zu heissen Temperaturen im Tal beschlossen wir, auf den geplanten Spaziergang über die Hurdener Holzbrücke zu verzichten und kamen so schlussendlich sogar eine halbe Stunde früher als geplant nach Hause. Man sieht, wir sind immer sehr spontan.

Dienstag, 21.08.2018

BMX-Club Zetzbu: Heisses Jubiläumswochenende

Text und Bild: Thomas Moor

30 Jahre, ein schönes Jubiläum! Klar: Das darf, ja das soll gefeiert werden. So sahen es auch die Verantwortlichen des BMX-Club Zetzbu. Anlässlich des 7. Laufs zur Deutschweizermeisterschaft wurde ein Jubiläumsfest mit verschiedenen Aktivitäten organisiert. Und auch der Sport kam nicht zu kurz.

Am Freitag brachten der Soli-Beck aus Gontenschwil mit seinem Pizza-Ofen und das DJ-Duo Top-Sound die Festivitäten schon einmal auf Betriebstemperatur, bevor am Tag zwei die regionale Band Stranded Heroes ein, zwei Briketts nachlegte. Der Sonntag gehörte dann ganz den jugendlichen BMX-Heissspornen, welche am Sonntag das Schlussbouquet zündeten. Dies auf einer Bahn, auf welcher seit 20 Jahren Rennen ausgetragen werden. Diese wurde für den Jubiläumsanlass ein weiteres Mal in einen Topzustand gebracht. Dabei stach speziell die geteerte Steilwandkurve nach der Startgerade ins Auge. «Die haben wir rund einen Monat vor dem Anlass auf Vordermann gebracht», wie Markus Steiger sagte. Er gehört nicht nur zu den Teammitgliedern der ersten BMX-Stunde, sondern ist auch ehemaliger Präsident und Club-Mitglied, das als Helfer im Einsatz stand, um den Jugendlichen die Ausübung ihres Sportes unter Wettkampfbedingungen zu ermöglichen. Auf einer perfekten Anlage, die sich im aktuellen Zustand als sehr schnell erwies. Klar, dass die Zetzbuer BMXler eine gute Figur abgeben wollten. Was sie auch taten. Während der amtierende Europameister Jules Kasper die Vorläufe dominierte, musste er sich im Final vom Emmentaler Ben Lüthi geschlagen geben. Sein Bruder, Louis Kasper, liess in seiner Kategorie nichts anbrennen und fuhr einen souveränen Sieg nach Hause. Ebenfalls aufs Podest fuhr in derselben Kategorie Clubkollege Mike Scherz. Weitere Zetzbuer-Podestplätze gab es durch Nick Haller, Nico Frey, Fabio Ceschiat und Gian Loris Rompietti.

Eine Bildergalerie finden Sie auf unserer Facebookseite.

Montag, 20.08.2018

Bauamtsvorsteher mit Leib und Seele

Text und Bild: Fabienne Hunziker

In den kleineren Dörfern kennt sie meist jeder, in den grösseren Gemeinden werden sie oft weniger persönlich wahrgenommen: die guten Seelen für (fast) alle Fälle der Werkdienste und Bauämter. Seit 17 Jahren ist Brunnenmeister Peter Hirt im Bauamt in Zetzwil tätig.

Neben den täglichen Aufgaben, wie dem allgemeinen Unterhalt des Gemeindegebietes, ist Peter Hirt als Brunnenmeister auch dafür zuständig, dass das Wasser überall und in optimalen Mengen richtig fliesst. Regelmässig werden die Wasserstände der Reservoirs Wuest und Mairüti sowie das Stauwehr im Moos vor Ort überprüft. In seinem Büro im Werkhof hat der 58-Jährige die Wassersteuerung auch auf dem Bildschirm genau unter Kontrolle. Im 24-Std.-Pikettdienst erhält er jeweils einen Alarm, falls irgendwo etwas nicht stimmt. Nicht selten kommt es also vor, dass Kontrollen und Massnahmen auch mitten in der Nacht durchgeführt werden müssen. Peter Hirt lobt die Mithilfe der Bevölkerung, welche vorbildlich, auch ohne offizielle Aufforderung zur Einschränkung, Wasser gespart hat. Einmal mehr wurde diesen Sommer wieder bewusst, wie kostbar unser Wasser ist. Die regelmässigen Kontrollen, dass bei keiner Leitung Wasser «verloren» geht, sind deshalb sehr wichtig. Die Unterstützung und gute Zusammenarbeit mit der Gemeindekanzlei, dem Forstamt wie auch mit Ruedi Kasper und dem Schulhausabwart Didi Häfeli schätzt er sehr. Auch die Kommunikation mit den benachbarten Bauämtern sei sehr wichtig und funktioniere grossartig. Regelmässig werden Kurse gemeinsam besucht und Erfahrungen ausgetauscht. Ob Sommer oder Winter, der Frühaufsteher geniesst die Selbständigkeit und die Abwechslung in seinem Beruf. Ob Mähen im Sommer, Bachufer bewirtschaften oder auch der Winterdienst, Peter Hirt ist mit viel Freude bei der Arbeit. Hinweise und Anliegen der Bevölkerung nimmt er gerne persönlich entgegen. Während er sich den einen selbst widmen kann, muss er für andere, gemeinsam mit der Gemeindekanzlei, eine Lösung finden. Neben Gärtner, Brunnenmeister und Strassenbauer ist er so oft auch als vermittelnde Kontaktperson zwischen Anwohnern und Gemeinde tätig. Als Ausgleich zum beruflichen Alltag geniesst er im Sommer Ausflüge mit dem Velo und die wertvolle Zeit mit seinen Enkelkindern.

Dienstag, 31.07.2018

Frühschoppenkonzert im Gasthof Bären

Text und Bild: Eing.

Rund ein Jahr nach dem letzten Frühschoppenkonzert im grossen Zelt beim Gasthof Bären in Zetzwil wurde am Sonntag, 08.07.2018, wieder geschunkelt, gesungen und gelacht. Die Staufbergmusikanten lockten auch dieses Jahr wieder sehr viele Besucher und Fans an und sorgten für eine gute und ausgelassene Stimmung im grossen Festzelt.

Schnell waren die Bänke gefüllt und es wurden noch zusätzliche Tische und Bänke auf der Wiese aufgestellt. Nach einem gelungenen Konzert bot Beny Huber, Sängerin der Staufbergmusikanten, die Bären-Wirtin Ruth Hunziker zu sich nach vorne auf die Bühne. Nebst dem Dank für diesen grossartigen Anlass durfte Ruth Hunziker zu ihrem heutigen Geburtstag die besten Glückwünsche und einen bunten Blumenstrauss entgegennehmen. Im Anschluss an das Konzert der Staufbergmusikanten erzählte Res Mäder, ehemaliger Homberg-Wirt, welcher auch im Einsatz war, einige Witze und sorgte damit für Lacher und einen kräftigen Applaus.

Als Theo Duss und Roli Kurzo von den Swissboys light die Gäste im Zelt mit einem lauten «Heia-Heia» begrüssten, wurde heiter mitgesungen, geschunkelt und getanzt. Stefan Lobsiger, Pfarrer der Gemeinden Zetzwil und Gontenschwil, unterstützte mit Klarinette, Ruth Hunziker und Res Mäder mit Schweizerörgeli und Akkordeon.

Alle Helfer waren gefordert, sei es der Service und die Crew am Buffet, die dafür sorgten, dass niemand auf dem Trockenen sass, oder das Team am Grill, welches mit Steaks, Würsten, Pommes und Fischknusperli – welche von Zihl-Max frisch gebacken wurden – für das leibliche Wohl sorgten. Wer mehr Lust auf ein Sonntagsmenü hatte, kam auch nicht zu kurz und konnte Braten, Nudeln und Gemüse geniessen. Ein grosses und vielfältiges Dessertbuffet rundete das Ganze ab.

Ein herzliches Dankeschön an den Küchenchef vom Bären, Günther Klemm, für den grossartigen Einsatz und der geleisteten Arbeit im Vorfeld und während des Anlasses! Ein grosses Dankeschön geht an die zahlreichen fleissigen, starken und unermüdlichen Helferinnen und Helfer rund um das Bärenteam, welche ehrenamtlich während fünf Jahren in Folge ein grossartiges und sehr gelungenes Fest auf die Beine stellten. Der Aufwand darf nicht unterschätzt werden und beginnt für viele schon einige Tage, wenn nicht Wochen im Voraus und endet erst einige Tage nach diesem Anlass.

Dienstag, 31.07.2018

After Sun 2018

Text und Bild: Eing.

Es war eine mutige Idee, die 2016 von einer Gruppe junger Erwachsener aus der Region in die Tat umgesetzt wurde: Eine grosse Party für Jung und Alt erschaffen – die Partyreihe «After Sun» war geboren.

Aus der Gruppe junger Erwachsener ist ein funktionierender Verein mit rund 60 fleissigen Mitgliedern entstanden. Dass es auch dieses Jahr eine Ausgabe des «After Sun» gibt, ist gar keine Frage mehr. Die dritte Ausgabe steigt am 7. und 8. September 2018 in Zetzwil. Inzwischen ist der Anlass eine feste Grösse in der Region und bestimmt schon in vielen Agenden eines breit gefächerten Publikums fett angestrichen. Im vergangenen Jahr tummelten sich an zwei Abenden rund 1700 Partygänger auf dem Festgelände. Wenn es nach den Veranstaltern geht, soll diese Zahl dieses Jahr noch höher ausfallen.

Um dieses Ziel zu erreichen, dürfen sich die Gäste am Freitag auf das DJ-Duo «Flava & Stevenson» und am Samstag auf die Top-DJane «Tanja la Croix» freuen. Wer weniger auf House-Musik zählt, kommt sicherlich nicht zu kurz. Denn auch dieses Jahr wird Volksrocker «Willy Tell» die Stimmung in der Gaudistube am Freitag zum Kochen bringen. Am Samstag sorgt die Gruppe «FreshAlpin» aus Österreich für gute Laune. Speziell für alle Besucher, die sich mit einer Mahlzeit stärken wollen, wird in der Gaudistube Raclette serviert. Auch an einem Grillstand wird es an der After Sun nicht fehlen.

Keine schlechte Idee also, sich bereits früh genug ein Ticket zu sichern: ab sofort möglich unter www.eventfrog.ch. Weitere Infos finden Sie unter www.after-sun.ch.

Montag, 30.07.2018

Kennen Sie Aloisia Volmering ... die neue Zetzwiler Bürgerin?

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Aloisia Volmering und ihr Ehemann Norbert wurden an der letzten Gemeindeversammlung eingebürgert. «Wir sind keine Rosinenpicker und geben deshalb das deutsche Bürgerrecht ab» war eine Aussage des Paares. Aloisia bringt sich bereits in der Kulturkommission ein. Man konnte sie an den Sommerserenaden im Wuhr kennen lernen. Sie hat keine Mühe, vor vielen Menschen zu sprechen. Aus diesem Grund nahm sie auch die Anfrage des Gemeinderates für die Bundesfeieransprache an.

Aloisia, was gab den Ausschlag für deine Erstaugustrede?
Erst war ich einfach überrascht über die Anfrage des Gemeinderates. Ich bat um ein paar Tage Bedenkzeit. Bald war mir klar, dass ich die Chance nutzen wollte und dass mein Hauptthema «Die Schweiz aus der Sicht eines Neubürgers» sein würde.

Was ist dir sonst noch wichtig im Leben?
Selbstzufriedenheit ist mir sehr wichtig. Auch Offenheit untereinander und Kritikfähigkeit haben für mich grosse Bedeutung. Dann natürlich mit meinem Partner zusammen eine gute Zeit zu haben mit gemeinsamen Unternehmungen und Interessen.

Wo kommst du ursprünglich her?
Ich komme aus Nordrhein-Westfalen. Ich bin in Biemenhorst, einem sehr kleinen und ländlichen Ortsteil von Bocholt, einer Stadt an der deutsch-holländischen Grenze, aufgewachsen. Da ist alles topfeben. Die höchste Erhebung ist die Mülldeponie (lacht).

Was war der Grund für den Umzug in die Schweiz?
Mein Mann wurde 1987 von einer Schweizer Firma angeworben. Wir haben daraufhin den Wohnsitz mit unseren zwei kleinen Kindern auf die deutsche Seite von Rheinfelden verlegt. Als für uns klar war, dass wir bleiben würden, zogen wir nach Küngoldingen. Dort wohnten wir bis vor acht Jahren. Als dort immer mehr Hochhäuser gebaut wurden und das Ländliche der Gemeinde immer mehr verloren ging, wechselten wir nach Zetzwil.

Was waren die grossen Herausforderungen in deinem Leben?

Der Umzug an die Schweizer Grenze mit zwei kleinen Kindern, ohne ein hilfreiches Umfeld und weit weg von Zuhause, war eine Riesenherausforderung. Auch Bildung war in meiner Jugend schwierig zu handhaben. Auf dem Land gab es nur wenig Möglichkeiten für eine gute Ausbildung. Ich habe eine Lehre als Maschinenbauzeichnerin absolviert. Zeitgleich habe ich mein Fachabitur in Abendschule erworben. Im Anschluss danach habe ich ein Betriebswirtschaftsstudium als Fernstudium plus einem Jahr an der Wirtschaftsuniversität absolviert. Ich habe mir alles auf dem zweiten Bildungsweg aneignen müssen. Das ist aber alles lange her. Inzwischen bin ich eine pensionierte Schulleiterin.

Womit kann man deine absolute Begeisterung wecken?
Alles, was mit Kultur zu tun hat: Musik, klassisches Theater. Dann auch die Natur mit Flora und Fauna sowie die Berge. Ich liebe es, draussen meine Seele baumeln zu lassen und zu geniessen. Ich habe für Birdlife Vogelbeobachtungen gemacht und für das Naturama an der Renaturierung der Aue Chly Rhy mitgearbeitet.

Was könntest du in deinem Leben am ehesten entbehren?
Am ehesten kann ich darauf verzichten, noch viel im Rampenlicht zu stehen. Diese Zeit ist vorbei. Es darf jetzt alles ruhiger werden.

Worauf freust du dich am meisten, wenn du an die Zukunft denkst?
Darauf, dass mein Mann in ein paar Jahren auch pensioniert wird und dass die Einbürgerung bald durch ist.

Welches Buch liegt auf deinem Nachttisch?
Ja, da liegt tatsächlich Eines. Ich lese zwar nie im Bett. Es ist ein Reiseführer über den Spreewald in Ostdeutschland.

Wie fühlst du dich jetzt nach der Einbürgerung in Zetzwil?
Wir fühlen uns jetzt schon als Schweizer, obwohl es noch nicht offiziell ist. Für uns ist klar, dass hier unsere Heimat ist und wir hier bleiben wollen. Deshalb auch die Abgabe des deutschen Bürgerrechts.

Mittwoch, 11.07.2018

Besuch vom Regenbogenfisch im Kindergarten

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Seit 25 Jahren begeistert Marcus Pfister, Autor und Illustrator aus Bern, mit seinem Bilderbuch «Der Regenbogenfisch» die Kinder rund um den Globus. Beim Wettbewerb, welchen er zum Jubiläum seines Glitzerfisches ausgeschrieben hatte, gewann Vreni Gubler für ihren Kindergarten den Hauptpreis: ein Workshop mit dem Autor. Mit Spannung erwarteten die Kinder den berühmten Mann im Musikzimmer und begrüssten ihn mit einem scheuen «Grüezi Herr Pfister».

Die Sitzordnung war eine Herausforderung für die Kindergartenlehrerinnen, denn alle wollten vorne sitzen. Als Pfister gleich zu Beginn ein paar seiner in sechzig Sprachen übersetzten Regenbogenfischbücher herum zeigte und erklärte, «Färöisch kann keiner», reagierte der kleine Owen spontan: «Doch ich kann färöisch! Mein Papa kommt von dort».

Man kommt weit, wenn man schon fünfundzwanzig Jahre alt ist. So geht es dem Regenbogenfisch. Er durchkreuzt Flüsse, Seen und Weltmeere und schwimmt bis nach Amerika und China. Überall verschenkt er seine Glitzerschuppen und erzählt den Kindern Geschichten übers Teilen und dass man lernen muss, auch mal zu verlieren. Auf der Titelseite schwimmt der kleine Fisch immer in jene Richtung, in welcher die Schrift im jeweiligen Land verläuft. Verzaubert sassen die Kinder vor ihrem Erzähler und nur ein paar wenige hatten Mühe, bis zur Pause stillzusitzen. Die Pause war da, um die mitgebrachten Bücher signieren zu lassen. Der Autor liess es sich nicht nehmen, neben seinem und den Namen der Kinder, auch noch einen kleinen Regenbogenfisch zu skizzieren.

Nach der Pause war es dann an den Kindern, selber aktiv zu werden. Auf grossen Papierbogen durften sie Unterwassertiere «zaubern-zeichnen» und gleichzeitig eine Geschichte darum herum erfinden. So entstanden Fussballfische, Fahrradfische und Blumenfische mit fantastischen, passenden Geschichten. Marcus Pfister ermunterte die Kleinen, dies auch zuhause auszuprobieren, denn Zeichnen und Geschichten erfinden könne jeder.

Der Morgen verging viel zu schnell. Zauberschachteln und Faltbücher, aus welchen Bilder verschwinden, alle auf dem kreativen Tisch des Buchautors entstanden, liessen staunen und auf den nächsten «Langeweilemoment» daheim hoffen. Denn immer wenn Langeweile aufkommt, kann etwas Fantastisches und Kreatives entstehen.

Weitere Bilder unter www.zetzwil.ch

WEMF-beglaubigte Gratisauflage Zetzwil: 627

Besuchen Sie uns auf Facebook

Wetter Zetzwil

meteoblue.com

Kontakt

Dorfheftli GmbH
Hauptstrasse 2, 5734 Reinach
Promenade 7, 5600 Lenzburg
062 765 60 00
dorfheftli@artwork.ch