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Montag, 18.09.2017

Waldrundgang in Dürrenäsch

Text und Bild: Eing.

Am Nachmittag des 9. Septembers fand in Dürrenäsch turnusgemäss alle 4 Jahre ein Waldrundgang statt, zu dem die Gemeinde Dürrenäsch und die Forstbetriebsgemeinschaft Region Seon eingeladen hatte. Trotz trüben Wetters erschienen zahlreiche Besucherinnen und Besucher.

Zu Beginn wurden die Anwesenden vom Gemeinderat von Dürrenäsch, Werner Schlapbach, begrüsst. Danach wurden drei Gruppen gebildet, die verschiedene Stationen besuchten, an welchen jeweils interessante Informationen über den Wald und seine Lebewesen zu hören waren. Etwa über die Geburtshelferkröte, deren Bestand in der Schweiz stark gefährdet ist, diverse Vogelarten oder die Beschaffenheit des Bodens. Ausführlich wurde der Zustand des Waldbodens mit dem momentanen Zustand des Waldes in Verbindung gebracht. Da man Rottannen als Bauholz verwendet, wurden diese in den letzten über 100 Jahren überall angepflanzt und verdrängten damit andere Baumarten. Weil die Rottanne mit ihren Wurzeln an der Oberfläche bleibt, sind die Nährstoffe im oberen Teil des Bodens zurückgegangen. Auffällig ist auch, dass bei starken Stürmen jeweils viele Rottannen dem Wind zum Opfer fallen. Obwohl das Problem erkannt wurde, wird es lange Jahre dauern, bis sich andere Baumarten ihren Lebensraum wieder zurückerobert haben.

Zum Schluss erläuterte der Förster, Marcel Hablützel, warum es eben sehr wichtig ist, dass der Mensch Sorge trägt zum Wald. Während Generationen konnte die Gesellschaft vom Wald und den Erlösen aus dem Wald leben. Der Preiszerfall beim Holz, Witterungsextreme und neu auftretende Baumerkrankungen setzen jedoch dem Wald sehr stark zu. Deshalb wurde die Volksinitiative «JA! für euse Wald» lanciert. Diese Volksinitiative will das aargauische Waldgesetz ändern, indem der Kanton dazu verpflichtet wird, jährlich 25 Franken pro Kantonseinwohner in den Wald zu investieren. Dadurch würden die Beiträge, die der Aargau an die Waldpflege zahlt, jährlich von 5 Millionen auf 16 Millionen Franken ansteigen. Dieses Geld soll in «zweckgebundene Leistungen» investiert werden. Will heissen: naturschutzbedingte Nutzungsverzichte oder Pflegemassnahmen, die nachhaltige Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit für die Jungwaldpflege und Pflegemassnahmen im Schutzwald. Auch Leistungen zugunsten der Erholung der Bevölkerung sollen finanziell abgegolten werden. Am Schluss des Rundganges wurde ein Grosshacker mit Spalter demonstriert. Diese Maschine verarbeitet Holz, das nicht für die Herstellung von Brettern geeignet ist, zu Hackschnitzel, welche bei grossen Wärmeverbünden in Heizenergie umgewandelt wird. Ist ein Baumstamm zu dick, wird er zuerst gespalten. Pünktlich mit dem einsetzenden Regen konnten sich die Anwesenden im Festzelt bei der Waldhütte vor der Nässe in Sicherheit bringen, nachdem ihnen zuvor am Grill eine Bratwurst mit Brot und ein Getränk offeriert worden war.

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