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Freitag, 29.09.2017

Musikgesellschaft Dürrenäsch auf kulinarischer Reise

Text und Bild: Eing.

Teufen im Appenzellerland, 21.15 Uhr an einem Samstag im August: Knapp 30 Musikantinnen und Musikanten aus Dürrenäsch spazieren, in Zweierreihe aufgestellt und mit Namensschildern um den Hals, quietschvergnügt einer Lehrerin mit Hut und weitem Rock hinterher und singen dabei Kinderlieder. Was ist wohl da schief gelaufen? Gar nichts! Aber ein Reisebericht sollte von vorne beginnen:

Die Musikgesellschaft Dürrenäsch gönnte sich am Wochenende vom 12./13. August 2017 eine zweitägige Musikreise, wobei aber nicht die Musik, sondern eher die Kulinarik im Vordergrund stand. Bereits nach der Abfahrt am frühen Morgen wurde im Car ein Frühstück serviert. Zum Znüni gab es im Läderach-Schoggi-Erlebnis in Bilten einen süssen Einblick in die Welt der Schokolade. Pünktlich zum Zmittag erreichte die Reisegruppe schliesslich das schöne Städtchen Appenzell, wo am Landsgmeindplatz traditionelle Käsehörnli und andere Spezialitäten aufgetischt wurden. Das deftige Mahl war die perfekte Vorbereitung auf das Nachmittagsprogramm, eine Fun-Degustation in der Brauerei Locher, in welcher nicht nur spannendes Wissen über (Appenzeller) Bier vermittelt und anschliessend im Quiz abgefragt, sondern auch das eine oder andere Bier gezapft wurde – von klassischem Quöllfrisch, über Hanf-, Kastanien- und Honigbier bis zum interessanten Schwarzen Kristall – für jeden Geschmack war etwas dabei.

Nichtsahnend, was sie am Abend erwarten würde, und mit lustigem Gemüt, fuhren die Musikantinnen und Musikanten schliesslich zum letzten Programmpunkt des Tages, zum Erlebnis Waldegg in Teufen. Dort wurden sie bereits erwartet – und zwar von der Frau Lehrerin Rosa Messerli, welche jedem und jeder einen neuen Namen verpasste, einen Schultornister mit Kuhfell in die Hand drückte und einen Platz auf einem der alten Holz-Schulbänke zuwies, welcher mit Griffelschachteln, Federhalter und Tintelompe ausgestattet war. Tatsächlich: Die MGD wurde zurück in die 4. Klasse einer historischen Schule geschickt. Aber ganz wie gewohnt war diese Schule nicht: Es gab viel (und gutes!) Essen und Trinken sowie ganz viel Grund zum Lachen. Auch die Pausen waren länger. In einer gab ein rotbackiger Appenzeller Hackbrettspieler einen enthusiastischen Einblick ins Appenzeller Brauchtum. Und in einer anderen ging man auf Schulreise – was das einleitend Beschriebene erklärt …

Nach einer teils kürzeren, teils längeren Nacht, startete der sonnige Sonntagmorgen gemütlich mit einem Brunch im Ausserrhodischen Stein. Dem Reisethema – Kulinarik – entsprechend, erfuhr die Reisegruppe bei der anschliessenden Führung durch die Schaukäserei zwar nicht das Geheimnis des Appenzeller Käses, doch aber viel Spannendes über dessen Herstellung. Bevor der vereinseigene Chauffeur Willi die Gruppe wieder sicher nach Hause chauffierte, musste am Sonntagnachmittag als letzter Programmpunkt ein Appenzeller-Käse-Game gemeistert werden. Mit Quizfragen zum Appenzell und praktischen Posten wie Käse-Kessel-Rennen wurde getestet, welches Vereinsmitglied auch als Älplerin oder Älpler geeignet wäre.

Schliesslich haben sich alle nicht fürs Älpler-, sondern fürs Musikantenleben entschieden und bereits am ersten Montag nach der Musikreise wieder mit den Proben für das diesjährige Jahreskonzert gestartet. Weitere Infos – und Bilder von der Musikreise – sind unter http://www.mgduerrenaesch.ch/ abrufbar.

Montag, 18.09.2017

Waldrundgang in Dürrenäsch

Text und Bild: Eing.

Am Nachmittag des 9. Septembers fand in Dürrenäsch turnusgemäss alle 4 Jahre ein Waldrundgang statt, zu dem die Gemeinde Dürrenäsch und die Forstbetriebsgemeinschaft Region Seon eingeladen hatte. Trotz trüben Wetters erschienen zahlreiche Besucherinnen und Besucher.

Zu Beginn wurden die Anwesenden vom Gemeinderat von Dürrenäsch, Werner Schlapbach, begrüsst. Danach wurden drei Gruppen gebildet, die verschiedene Stationen besuchten, an welchen jeweils interessante Informationen über den Wald und seine Lebewesen zu hören waren. Etwa über die Geburtshelferkröte, deren Bestand in der Schweiz stark gefährdet ist, diverse Vogelarten oder die Beschaffenheit des Bodens. Ausführlich wurde der Zustand des Waldbodens mit dem momentanen Zustand des Waldes in Verbindung gebracht. Da man Rottannen als Bauholz verwendet, wurden diese in den letzten über 100 Jahren überall angepflanzt und verdrängten damit andere Baumarten. Weil die Rottanne mit ihren Wurzeln an der Oberfläche bleibt, sind die Nährstoffe im oberen Teil des Bodens zurückgegangen. Auffällig ist auch, dass bei starken Stürmen jeweils viele Rottannen dem Wind zum Opfer fallen. Obwohl das Problem erkannt wurde, wird es lange Jahre dauern, bis sich andere Baumarten ihren Lebensraum wieder zurückerobert haben.

Zum Schluss erläuterte der Förster, Marcel Hablützel, warum es eben sehr wichtig ist, dass der Mensch Sorge trägt zum Wald. Während Generationen konnte die Gesellschaft vom Wald und den Erlösen aus dem Wald leben. Der Preiszerfall beim Holz, Witterungsextreme und neu auftretende Baumerkrankungen setzen jedoch dem Wald sehr stark zu. Deshalb wurde die Volksinitiative «JA! für euse Wald» lanciert. Diese Volksinitiative will das aargauische Waldgesetz ändern, indem der Kanton dazu verpflichtet wird, jährlich 25 Franken pro Kantonseinwohner in den Wald zu investieren. Dadurch würden die Beiträge, die der Aargau an die Waldpflege zahlt, jährlich von 5 Millionen auf 16 Millionen Franken ansteigen. Dieses Geld soll in «zweckgebundene Leistungen» investiert werden. Will heissen: naturschutzbedingte Nutzungsverzichte oder Pflegemassnahmen, die nachhaltige Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit für die Jungwaldpflege und Pflegemassnahmen im Schutzwald. Auch Leistungen zugunsten der Erholung der Bevölkerung sollen finanziell abgegolten werden. Am Schluss des Rundganges wurde ein Grosshacker mit Spalter demonstriert. Diese Maschine verarbeitet Holz, das nicht für die Herstellung von Brettern geeignet ist, zu Hackschnitzel, welche bei grossen Wärmeverbünden in Heizenergie umgewandelt wird. Ist ein Baumstamm zu dick, wird er zuerst gespalten. Pünktlich mit dem einsetzenden Regen konnten sich die Anwesenden im Festzelt bei der Waldhütte vor der Nässe in Sicherheit bringen, nachdem ihnen zuvor am Grill eine Bratwurst mit Brot und ein Getränk offeriert worden war.

Freitag, 15.09.2017

Die Zeit ist reif. JA für den Abbruch des Beck-Bertschi-Haus. Ja für einen Ersatzneubau.

Text: Eing., Bild: Archiv KiD Kultur in Dürrenäsch

Die Diskussion um die Nutzung/Gestaltung der Zone für öffentliche Bauten in Dürrenäsch mit dem Kreditantrag von CHF 70‘000 für den Abbruch des Beck-Bertschi-Haus (BBH) hat komische Formen: Vereinzelte Stimmen wollen den Bürgern mit Flugblatt und Zeitungsartikel weismachen, dass die Gemeinde die Aufgabe haben solle, das BBH zu erhalten. Die Argumente sind sehr subjektiv und emotional einseitig.

Architektur
Das BBH ist ein bau- und nutzungstechnisch ausgedientes Fossil. Das Haus weist keine architektonische Einzigartigkeit auf, die höher zu wertende museumsartige Erhaltungsmassnahmen rechtfertigen könnte. Jede symmetrische Fassadengestaltungen wirkt an sich schön... Die Biedermeier-Architektur des BBH ist eine Form des Klassizismus für Wohnbauten. Bei einer Umnutzung des Gebäudes hat aus meiner Sicht die Biedermeier-Architektur keine Berechtigung mehr. Im Weiteren ist eine Wohnbaute, welche in der Zone für öffentliche Bauten an einer Verkehrsachse steht, sicherlich falsch positioniert. Ich bin der Meinung, dass das im Rahmen der Revision der BNO (von der kantonalen Denkmalpflege) geforderte Schutzziel - bauhistorischer Wertes des BBH und somit eine Substanzerhaltung - die notwendigen Dorfentwicklung nicht behindern darf. Der laufende Architekturwettbewerb nimmt sich professionell der Aufgabe der Architekturgestaltung des Neubaus von Schulräumen anstelle des BBH an. Aus den eingegangenen Lösungen wird ein professionelles vom souverän eingesetztes Gremium die beste Lösung zur Weiterbearbeitung auswählen.

Endlich ein Ende des strukturellen Flickwerkes der Gemeindebauten

Die beschränkten Ressourcen der Einwohnergemeinde müssen sorgfältig bewirtschaftet werden. Die gemeindeeigene Baugrundfläche wird durch einige Zwänge eingeschränkt (Bach, Strassenabstand, steile Hanglage etc.). Das alte Wohnhaus BBH wurde für die strukturelle Entwicklung der Gemeindebauten in die Zone für öffentliche Bauten integriert. Nun sind wir soweit, dass die weit vorausschauende Übernahme des Gebäudes dem geplanten Zweck zugeführt werden soll. Wir brauchen heute eine gut strukturierte Schulanlage. Wir wollen ein starkes Zeichen setzt, dass wir ein lebendiges Dorf mit eigener Schule bleiben, für Familien, Kultur und Wirtschaft. Eine gut strukturierte Schulanlage entsteht nicht, wenn einfach in die letzten verbleibenden Freiflächen Schulräume einflickt werden. Es ist Zeit, nutzungsorientiert die notwendigen Schul- und Nebenräume zu positionieren und daraus eine dem Dorf entsprechende wohlgeformte Schulanlage zu entwickeln. Das BBH hat seine Lebenszeit längst überschnitten und muss nun durch zeitgemässe Bebauung ersetzt werden.

Wir wollen Dürrenäsch ein Gesicht geben.
Dürrenäsch ist im Grundzug ein Strassendorf. Das heisst, dass das Leben und die Verkehrswege nicht durchmischt sind. Die verschiedenen Nutzungsbereiche als Beispiel das Gewerbe-Areal Korki genannt, stossen an die Strasse an. Das öffentliche und kulturelle Leben findet meistens in und um die Schul- und Sportanlagen statt. Das darf auch architektonisch wahrgenommen werden! Der Ersatzneubau des BBH definiert nun den Beginn und die Ecke des Schul- Sport- und Gemeindequartiers. Das ist ein Teil der Aufgaben im laufenden Architektur-Wettbewerbsverfahren Schulraum+. Auszug aus dem Wettbewerbsprogramm: 10.3 Ortsbild / Erscheinungsform Die charakteristische Gestaltung des Beck-Bertschi-Hauses (Parz. 93), des bestehenden Schulhauses (Parz. 92) und der MZH (Par. 92) ist zu bewahren, Defizite zu beheben und Mehrwerte zu schaffen. Auf die Dorfbildgestaltung wird grosser Wert gelegt. Die Gebäude sollen als Einheit und öffentliche Bauten wahrgenommen werden können. Es wird eine hohe räumliche und architektonische Qualität erwartet Gegner der Abstimmungsvorlage „Abbruch des BBH“ sind wohl der Ansicht, dass die heutigen Architekten weniger fähig sind als diejenigen im 18. Jahrhundert...

Jetzt sind die Heimat- und Kulturschützer dran:
Die alte Dürrenäscher Feuerwehrspritze musste durch ein Feuerwehrauto ersetzt werden – obwohl sie doch schön und ein Zeitzeuge ist. - Ein privater Verein hat sie gerettet und in einer würdigen Umgebung gelagert. Das BBH kann anstelle eines Abbruchs auch ab- und andernorts wieder aufgebaut werden. Heimat-und Kulturschützer dürfen das BBH sicher übernehmen und in würdiger Umgebung wieder aufbauen. Die Gemeinde beteiligt sich mit einem „Kulturbeitrag“ von CHF 70‘000.- am Abbau des Gebäudes, sofern der Abstimmungsvorlage am 24. September die Zustimmung gegeben wird. Heimatschützer, bewerbt euch für die Übernahme des BBH und bietet ein geeignetes Grundstück an, um das Gebäude neu aufzubauen.

Ein JA für den Abbruch des Beck-Bertschi-Haus

Martin Ottlik, ein Dürrenäscher, der hier lebt und wirkt.

Mittwoch, 06.09.2017

Zäme veruse!

Text und Bild: Eing.

Spiel und Spass in der Natur verheisst alljährlich der Jugendplauschtag der acht Vereine von Natur im Seetal. Der Natur- und Vogelschutzverein Dürrenäsch reiste mit 17 Kindern zwischen der 3. und 6. Klasse nach Meisterschwanden in den Wald. Dort erwarteten uns nicht nur Fernrohre, Stafetten und motivierte Postenleiter ...

Bereits beim ersten Posten waren wir sofort mittendrin. Die Kinder wühlten im Kompost auf der Suche nach Würmern und Insekten. Die gesammelten Funde wurden unter dem Mikroskop intensiv untersucht. Plötzlich riesengross und nah, wirkt so ein Tausendfüssler sehr faszinierend und wertvoll. Mit Entsetzen und Erstaunen liessen wir die Tiere in der Wildnis wieder frei, um uns auf den Weg zum nächsten Posten zu machen. So sammelten wir Punkte bei der nächsten Aufgabe, durch unsere Tierkenntnisse und dank der Geschicklichkeit der Kinder.

Nach feiner Pasta und Vogelnestli-Dessert befand sich die Dürrenäscher Bande bald in einem ernsthaften Tannzapfenkampf um die Waldherrschaft. Der Dorfehrgeiz wurde weiter befeuert mit der erfolgreich niedrigen Summe der Schläge beim Wald-Minigolf.

Unterwegs wurde geschwärmt vom dreiteiligen Stafettenlauf, der Kopf und Beine beanspruchte. Ebenfalls begeistert erzählten die Kinder von der Erfahrung am gespannten Seil in luftiger Höhe. Zwischen Bäumen konnten sie so einmal den Blickwinkel von einigen Waldbewohnern einnehmen. Bald war dadurch auch der verpasste Preis beim Wettkampf um den höchsten Holzscheiterturm vergessen.

Zäme veruse ist ein Motto, das hält was es verspricht. Der Jugendplauschtag bietet viel Natur, Erlebnisse und Gemeinschaft und entlässt die Kinder verschwitzt, schmutzig und munter nach Hause.

Montag, 04.09.2017

«Tabuala rasa» mit dem Beck-Bertschi-Haus?

Text: Eing., Bild: Archiv KiD Kultur in Dürrenäsch

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner von Dürrenäsch
Zweifellos soll unser Dorf eine gute, intakte und attraktive Schule mit entsprechender Infrastruktur anbieten können, das ist unbestritten und für die Zukunft einer Gemeinde bedeutsam. Erlaubt sei hierbei aber die Frage: Muss dies auf Kosten eines massiven Eingriffs ins Dorfkernbild geschehen? Die Erläuterungen des Gemeinderates zur Urnenabstimmung sind gleichzusetzen mit «Tabula rasa» für das Beck-Bertschi-Haus. «Tabula rasa» bedeutet: Radikal und unnachsichtig, Ordnung oder Klarheit ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzen und das Beck-Bertschi-Haus eliminieren. Will oder kann sich unser Dorf das leisten?


Als langjähriges Mitglied der Heimatschutzkommission und als ehemaliger Präsident der Kulturkommission KiD Dürrenäsch erlebte ich anlässlich verschiedener Veranstaltungen u.a. zur Geschichte unseres Dorfes immer wieder, wie sich viele Einwohnerinnen und Einwohner erstaunt, ja entsetzt zeigten, wie sorglos und unachtsam, ja respektlos zu Gunsten eines Pseudo-Modernismus in unserm Dorf mit altehrwürdigen, prägenden Bauten umgegangen wurde. Viele bedauern und finden es beschämend, was wir in den 1950er und 60er Jahren in unserem Dorf niedergerissen haben. Die Postkarte oben zeigt, zugegeben, eine etwas überzeichnete Harmonie unseres Dorfkerns um 1900. Aus dieser Epoche und an dieser Stelle stehen jetzt nur noch das Beck-Bertschi-Haus und das Schulhaus als Zeitzeugen. Selbstverständlich bringen andere Bedürfnisse und Erneuerungen grössere Veränderungen und Verluste mit sich. Aber die Ansicht verdeutlicht, was wir an spezieller Bausubstanz aus dieser Zeit verloren und durch fragwürdige Bauten ersetzt haben.

Wieder stehen wir vor einem weiteren, tatsächlich wegweisenden Eingriff und treffen möglicherweise nochmals ähnlich fatale Entscheidungen, wie in früheren Jahren: Wir reissen einfach ab! Einzelne Kriterien dafür sind nachvollziehbar, aber, wenn das Beck-Bertschi-Haus «wegradiert» wird, verliert unser Dorf eines seiner letzten markanten, historisch und architektonisch würdigen Gebäude im Dorfkern. Dem relativ gut situierten Dürrenäsch würden «Architekturzeugen» aus früherer Zeit im Zentrum gut anstehen, andere, weniger gut betuchte Gemeinden könnten uns diesbezüglich als Vorbild dienen.

Aus meiner Sicht ist es auch bedauerlich, dass der Gemeinderat, gemäss seinen Erläuterungen zur Urnenabstimmung, offensichtlich schnell handeln möchte, u.a. weil mit der Totalrevision der Nutzungsplanung das Haus, gemäss Bauinventar der Denkmalpflege, als kommunales Gebäude mit Substanzschutz festgesetzt werden soll, d.h. dass das Beck-Bertschi-Haus zukünftig nicht mehr zurückgebaut/abgerissen werden darf. Für mich ist es nachvollziehbar, aber unverständlich, dass der Gemeinderat möglicherweise auch aus diesem Grund überstürzt handeln will, ohne vorher integrative Gesamtlösungen zu entwickeln und vorzulegen. Erst recht ein weiteres Zeichen, dieses Gebäude zu erhalten und durch intelligente, kreative Planung in ein Gesamtkonzept Schulraum zu integrieren! Dass sich das Haus in seiner Grundstruktur nicht für die Nutzung von eigentlichen Schulräumen eignet, ist unschwer nachvollziehbar. Aus meiner Sicht gibt es verschiedene Möglichkeiten der Integration von z.B. Konferenzraum / Sitzungszimmer, Bibliothek, Planungsraum für Lehrpersonen, Kopierraum, Kleingruppenräume etc. in diesem Gebäude. Ja, vielleicht eignet sich das Beck-Bertschi-Haus mit seinen speziellen Raummöglichkeiten dafür ganz gut. Im Schulhaus würden dadurch neue räumliche Konstellationen gegeben und mit einem Umbau ergäben sich Optimierungen. Selbstverständlich verursacht eine Renovation, resp. eine Umnutzung hohe Kosten, besonders auch deshalb, weil während Jahrzehnten die Gemeinde das Haus dahinvegetieren liess ... Sarkastisch gesehen, könnte man ja das Schulhaus auch noch abreissen, respektive «zurückbauen», dann hätten die Planer freie Hand für einen innovativen Zukunftsbau, nur, wäre dies das Beste für unsere Schuljugend? Ob die Kinder in neuen Räumen besser, optimierter und nachhaltiger lernen würden? Dazu gibt es verschiedene interessante Studien, leider sind darin diesbezüglich keine neuen, revolutionären Erkenntnisse ausgewiesen. Was aber, wenn unsere Schüler/-innen der Primarschule im Rahmen von Optimierungsmassnahmen des Kantons nach der Fertigstellung der Bauten z.B. nach Seon «pilgern» müssten und unser Neubau mit «leeren» Schulräumen bestückt ist? Viele Unsicherheiten, zu wenig differenzierte Planungsunterlagen und Recherchen bilden keine seriöse Grundlage noch rechtfertigen diese einen Rückbau des Beck-Bertschi-Hauses. Eine intakte Schule, gesunde Dorfvereine und eine aufgeschlossene Dorfgemeinschaft sind nicht gekoppelt an die «Eliminierung» des Beck-Bertschi-Hauses. Ich erwarte von Planerinnen und Planern einen etwas respektvolleren, würdigeren und kreativeren Umgang mit letzten Zeugen aus einer früheren Zeit. Auch dazu sind wir für die Zukunft einer nächsten Generation verpflichtet. Gründe genug, dass ich mich für ein klares NEIN an der Urnenabstimmung zum Rückbaukredit von Fr. 70`000.– des Beck-Bertschi-Hauses entschieden habe.

Hermann Graser, ehemaliger Präsident KiD, Kulturkommission Dürrenäsch

Freitag, 01.09.2017

Kindergarten und Primarschule: Neue Lehrpersonen

Text und Bild: Eing.

Peter Streit
Mit dem 1. August diesen Jahres durfte ich einen neuen Stein in mein Lebens-Mosaik einbauen: ich habe die Stelle als Schulleiter in Dürrenäsch angetreten. Ich habe mich sehr gefreut, als ich erfahren habe, dass ich diese Arbeit übernehmen darf und bin jetzt voll des Dranges diese Aufgabe auch gut zu meistern. Meine letzten 15 Arbeitsjahre habe ich primär in der Schule Aarau verbracht, wo ich auf der Sekundarstufe 1 als Fachlehrperson für Mathematik und Naturwissenschaften tätig war. In dieser Zeit habe ich mich stetig weitergebildet. So besuchte ich den Nachdiplomkurs «Ausbildung der Ausbildenden zur Förderung des pädagogischen Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht», habe den Master in «Schulischer Heilpädagogik» erworben und schliesslich die Ausbildung zur «Praxislehrperson» absolviert. Vor gut zwei Jahren konnte ich dann erstmals Schulleiterluft schnuppern, als ich den Schulleiter der Oberstufe während seiner Intensivweiterbildung vertreten konnte. Dies war gleichzeitig die Initialzündung, mich für die Ausbildung zum Schulleiter an der Fachhochschule Nordwestschweiz anzumelden. Meine restlichen Stunden verbringe ich als Leiter des Fachbereichs ICT an der Schule Aarau, als Musiker, in meinem Garten und nicht zuletzt mit meiner Frau und meinen zwei Kindern, welche mir zudem den Blick von der Elternseite her auf die Schule ermöglichen.

Simone Gubler
Eine dreiwöchige Stellvertretung im Kindergarten Dürrenäsch hat gereicht, um mich von diesem Dorf, den Kindern, dem Team sowie auch der gesamten Atmosphäre des Kindergartens zu überzeugen. Ich freue mich sehr, ab diesem Schuljahr als Klassenlehrperson im Kindergarten Rägeboge unterrichten zu dürfen. Mein Name ist Simone Gubler, ich bin 24 Jahre jung und komme aus Zetzwil. Vor einem Jahr habe ich das Studium als Kindergarten- und Unterstufenlehrperson an der Pädagogischen Hochschule in Luzern abgeschlossen. Anschliessend arbeitete ich als Stellvertretung in verschiedenen Kindergärten und Unterstufenklassen. In meiner Freizeit bewege ich mich gerne, sei es in der Halle beim Team-Aerobic und Volleyball oder in der Natur beim Wandern und Schwimmen. Ein weiterer Ausgleich zum Alltag finde ich beim Backen oder Lesen. Meine erste «eigene» Klasse auf ihrem Entwicklungsweg begleiten zu dürfen ist für mich sehr spannend und ich freue mich auf viele erlebnisreiche, interessante und farbenfrohe Stunden im Kindergarten Rägeboge.

Danièle Jeger
Ich heisse Danièle Jeger, bin 27 Jahre alt und habe ursprünglich eine Berufslehre als Autolackiererin absolviert. Im Anschluss arbeitete ich einige Jahre auf diesem Beruf. Nach einem einjährigen Praktikum in einem Schülerhort, habe ich mich entschieden, meine Laufbahn zu ändern. So begann ich 2015 mit dem Studium zur Kindergarten- und Unterstufenlehrerin, welches ich im nächsten Sommer abschliessen werde. Ich freue mich, dieses Jahr zwei Morgen mit den Kindern des Kindergartens Sunnestrahl verbringen zu dürfen. Die Arbeit macht grossen Spass und ermöglicht es mir, Gelerntes aus der Ausbildung endlich in die Praxis umzusetzen. Ausserdem schätze ich es sehr, von der langjährigen Erfahrung meiner Stellenpartnerin Nadja Hänggli profitieren zu können und freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihr. Wenn ich mich nicht an der Pädagogischen Hochschule in Brugg oder im Kindergarten in Dürrenäsch befinde, verbringe ich gerne Zeit mit Familie und Freunden. Zu meinen liebsten Freizeitbeschäftigungen gehören wandern, lesen, Sport und Städtereisen. Ich freue mich sehr auf das bevorstehende Jahr mit den Kindern.

Stéphanie Bütler
Endlich ist es soweit, das Studium ist beendet und ich kann voller Neugier und Motivation meine erste Stelle an der 4./5 Klasse in Dürrenäsch antreten und mein Gelerntes an die Kinder weitergeben. Mein Name ist Stéphanie Bütler und ich wohne im Seetal in Aesch. Meine obligatorische Schulzeit absolvierte ich im Kanton Aargau. Ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie und Freunden, geniesse Velotouren am See entlang und liebe es verschiedene Städte zu bereisen. Seit meiner Kindheit war es mein grösster Wunsch Lehrerin zu werden. Den herausfordernden Schuljahren blicke ich gespannt entgegen und freue mich auf viele schöne Momente in Dürrenäsch.

Beatrice Kürsteiner
Grüezi miteinander! Mein Name ist Beatrice Kürsteiner und ich unterrichte in diesem Schuljahr einen Teil der 4. und 5. Klasse. Ich habe diesen Sommer meine Ausbildung abgeschlossen und durfte nun in Dürrenäsch meine erste Stelle antreten. Ich wohne in Suhr und es gefällt mir besonders gut, da man viele Rückzugsorte in der Natur findet. Ursprünglich bin ich aus Graubünden. Ich bin in Arosa aufgewachsen. Daher ist es nicht fern, dass ich eine passionierte Wintersportlerin bin. In meiner Freizeit liebe ich es, Sport zu treiben. Nebst dem Wintersport spiele ich noch Volleyball und gehe gerne Schwimmen. Ich interessiere mich auch für Kultur und lerne gerne Menschen aus anderen Ländern kennen. Der Austausch mit anderen Kulturen hat mein Leben bereichert. Ich kann daher sagen, dass ich sehr offen bin und auch immer bereit neue Dinge zu entdecken. Daher freue ich mich gemeinsam mit meiner Klasse hier in Dürrenäsch die Berufswelt zu entdecken.

Mittwoch, 16.08.2017

Der Obstbaum ist die Poesie der Landwirtschaft

Text und Bild: Graziella Jämsä

Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen – 4000 Bäume sind es insgesamt. Friedrich Walti kennt jeden von ihnen persönlich. Er hat sie alle gepflanzt, geschnitten, gepflegt, vor Unkraut wie vor Schädlingen bewahrt. Und seine Begeisterung wächst immer mit.

Wann hat er seine Liebe zu Bäumen eigentlich entdeckt? Friedrich Walti lacht laut, bevor er antwortet: «Die war einfach immer da.» Daran änderte auch ein Jahr KV nichts. «Meine Eltern gaben den Impuls für diese Lehre. Aber man stelle sich vor: Es ist Mai oder Juni, die Sonne strahlt durchs Fenster und man selbst sitzt drinnen.» Der 52-Jährige schüttelt sich heute noch beim Gedanken daran. «Das habe ich einfach nicht ausgehalten.» Stattdessen lässt er sich in der Baumschule Zulauf in Schinznach-Dorf zum Baumschulist ausbilden, lernt von der Aufzucht bis zum Veredeln alles zum Wohl der Pflanzen. Hochstämmer haben es ihm angetan, darum kultiviert er die Exemplare auf dem elterlichen Hof liebevoll. «Sie sind die Schönheiten der Natur. Wer sich schon mal die Zeit genommen hat, einen blühenden Kirsch- oder Apfelbaum zu betrachten, weiss genau, wovon ich spreche», erklärt Friedrich Walti.

Spontan verweist er auf Korbinian Aigner, einen katholischen Pfarrer aus Bayern. Dieser habe sogar während seiner Zeit im KZ Apfelkerne gesät. «Die kleinen Bäumchen hat eine Krankenschwester aus dem KZ geschmuggelt. Und die eine Sorte, die er später in Freiheit auch tatsächlich wieder kultivierte, ist nach ihm benannt worden.» Eines der wichtigsten Zitate des Pfarrers sei für ihn «Der Obstbaum ist die Poesie der Landwirtschaft». So verwundert es nicht, dass Friedrich Walti 1995 seine eigene Baumschule eröffnete. Bauern, Privatpersonen, Gärtner und auch andere Baumschulen gehören zu seiner Kundschaft. Doch bevor sich diese über den Zuwachs im heimischen Garten freuen können, dauert es mehrere Jahre. «Und wenn mir das Wetter in dieser Zeit einen Sturm bietet, dann kann es sein, dass ich noch einmal von vorne anfangen muss.» Friedrich Walti sagt dies mit fröhlicher Selbstverständlichkeit. Er stellt sich den Herausforderungen der Natur mit Respekt. Neben der Baumschule schuf er im Rahmen seiner Zusammenarbeit mit Pro Spezia Rara und der Stiftung Kultur Landschaft Aare-Seetal das Arboretum, einen Baumgarten mit verschiedenen, seltenen Obstsorten zu Studienzwecken und zum Erhalt derselben. «Wir haben immer wieder Naturschutzvereine zu Gast», sagt Friedrich Walti und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: «Aber eigentlich reicht die Zeit nie, um den Leuten wirklich alles zu zeigen, was es zu entdecken gäbe.»

Auf die Schönheit der Natur anstossen
Sein Vater, der ihm sehr viel mehr als einfach denselben Namen mitgegeben hat, war weit über das Seetal hinaus als Bauerndichter bekannt. «Die Arbeit draussen inspirierte ihn, seine Beobachtungen waren seine Schreibimpulse.» Mehr als 60 Bücher, Romane wie Gedichtbände, sind dabei entstanden. Friedrich Walti erinnert sich gar an den Besuch eines deutschen Fernsehteams. «Mein Vater war als Gast bei Robert Lembke eingeladen. Und wenn die Leute den Beruf erraten hatten, wurde ja immer ein kleines Portrait gezeigt, dass sie damals auf dem Hof bei uns drehten.» Damals führt noch viel weiter zurück, ist die Familie doch schon seit sicher 500 Jahren in Dürrenäsch zu Hause. «Und was die Gebäude betrifft, geht man sogar davon aus, dass hier einst ein römischer Wachturm stand», schildert Friedrich Walti. Sein Wissen sprudelt nur so aus ihm heraus, unverkrampft lässt er die Geschichte verschiedenster Lebensbereiche vor den Augen der Zuhörer Form gewinnen. Die Rettung einer Sorte, wie der gelben Zwetschge Gränichens, wird zum Abenteuer, obwohl man sie erst an diesem Tag kennengelernt hat. Friedrich Waltis Begeisterung ist ansteckend.

Über die Zukunft von Hof und Unternehmen macht er sich nur begrenzt Gedanken. Er geniesst die niemals endende Arbeit draussen in der Baumschule. «Natürlich wäre es schön, wenn jemand sich auch später um die verschiedenen Arten kümmerte. Aber keiner weiss, was der Morgen bringt. Darum lieber an einem sonnigen Tag draussen mit Freunden auf die Schönheit der Natur anstossen.»

Mittwoch, 16.08.2017

EM-Silbermedaille für Natascha Rast

Text und Bild: Eing.

Natascha Rast aus Dürrenäsch gewinnt die Silbermedaille an der Optimisten-Europameisterschaft auf dem Schwarzen Meer in Bulgarien.

In der ersten Augustwoche fand die Europameisterschaft der kleinsten Segelschiffklasse, der Optimisten, auf dem Schwarzen Meer in Bourgas (Bulgarien), statt. In einer Vorselektion haben sich 7 Schweizer/-innen für die EM qualifiziert, darunter auch Natascha Rast (14) aus Dürrenäsch. An der EM haben insgesamt 261 Segler/-innen aus 43 Nationen teilgenommen.

In 10 Rennläufen an 5 Tagen galt es, die gesamte gelernte Taktik, Strategie, Geschwindigkeit, Mentalstärke und Cleverness auf dem Wasser einzusetzen. Nach einem ersten verpassten Start gelang es Natascha dann doch, ihre ganze Stärke zu zeigen und sie konnte sich nach und nach von Platz 35 über 13 und 7 nach vorne arbeiten bzw. segeln. An einem an Hochspannung nicht zu überbietenden letzten Segeltag konnte sie sich – auch dank etwas Glück – auf den 2. Schlussrang (3. Rang Overall) setzen und gewann verdient die Silbermedaille für sich persönlich und für die Schweiz.

Natascha schreibt auch noch gleich Schweizer Geschichte. Noch nie zuvor hat ein/e Schweizer/-in an einer Optimisten-EM einen besseren Rang erzielt! Sie hat sich diese Medaille mehr als verdient, trainiert sie doch seit einigen Jahren sehr intensiv auf Schweizer Seen sowie international mit dem Schweizer Nationalkader.

Zusammen mit dem tollen Erfolg, dass sie in der Saison 2016/17 das beste Schweizermädchen ist, ist dies der krönende Abschluss ihrer Optimistenzeit. Sie wird nun auf die nächst grössere Segelklasse, den 420er, wechseln und dort ebenfalls versuchen, an ihren bisherigen Erfolgen anzuknüpfen.

Mittwoch, 12.07.2017

Ein Kurzurlaub im Paradies

Text und Bild: Graziella Jämsä

Zum Tag des offenen Gartens hat Chrüterpower-Gründerin Angela Neuhaus an die Mittelsedelstrasse in Dürrenäsch eingeladen. In spannenden Führungen stellte die ganzheitliche Phytotherapeutin verschiedene Kräuter und Heilpflanzen vor.

Ein kleiner Zwerg bei drei wunderschönen Torbögen wies Gästen den Weg in den Garten. Am kleinen Teich konnten Kaulquappen und Frösche beobachtet werden. «Von unserem Brunnen mit Quellwasser haben wir einen Bach zum Teich gezogen, damit alles in Bewegung bleibt und nicht überhitzt», schilderte Angela Neuhaus. Es sei beeindruckend wie schnell sich Tiere und Pflanzen ansiedelten. «Sie zu beobachten ist eine wundervolle Feierabendbeschäftigung.» Ein paar Schritte weiter begegneten den Besuchern Rosmarin, Gingko und Sonnenhut. Dazwischen standen verschiedene Skulpturen und Schmucksteine. «Ein Teil der Dekorationen kreieren meine Mutter und ich während der Wintermonate.» Denn wenn auch die Natur ruhe, beschäftige sie der Garten stetig. «Sei es bei der Verarbeitung der Pflanzen oder wenn ich mir überlege, was ich ansiedeln möchte.» Die ganzheitliche Phytotherapeutin freute sich über das Interesse der Besucher: «Es ist schön, meine Erfahrungen in Sachen Pflanzenheilkunde weitergeben zu können.»

Mittwoch, 12.07.2017

Pferdestärken pur am 2. Holzrücke-Turnier in Leutwil

Text und Bild: Thomas Moor

Teamwork, Geschicklichkeit und Pferdestärken: Diese Kombination verspricht wieder ganz viele spannende Wettkämpfe. Zu erleben in Leutwil am 19. und 20. August dank Markus «Eichi» Eichenberger . Zu Gast auf dem Bergmatthof von Gerold Gloor organisiert er dort das 2. Holzrücke-Turnier. Mensch und Pferd als eingespieltes Gespann bei der Arbeit. Das war einmal. Leider sieht das Alltagsbild heute etwas anders aus. Vorbei die Zeiten, als beim Mähen, Säen und Pflügen auf dem Feld oder beim Holzrücken Pferde – oder «Habertraktoren», wie sie auch genannt wurden – vor die schwere Last gespannt wurden. Markus Eichenberger allerdings setzt – neben vielen anderen Gleichgesinnten aus der Schweiz und dem benachbarten Ausland – auch heute noch auf das Arbeitstier Pferd.

Was dieses zu leisten im Stande ist, können die Besucher des 2. Holzrücke-Turniers am Wochenende vom 19. und 20. August auf dem Bergmatthof hautnah miterleben. Bei vielen Arbeiten sei der Einsatz mit Pferdekraft ökologisch sinnvoller und nachhaltiger, wie Markus Eichenberger überzeugt ist. Speziell beim Holzrücken im Wald. Und wie dieses funktioniert, wird bei verschiedenen Prüfungen gezeigt. Am Samstag steht neben dem Holzrücken mit Einspännern auch eine Einsteigerprüfung sowie das Finale im einspännigen Holzrücken auf dem Programm. Am Sonntag findet die Königsdisziplin, das zweispännige Holzrücken, und der Teamwettkampf statt. Während des Feldgottesdienstes findet für die Kinder die Sonntagsschule im Wald mit Ponyreiten statt. Unterstützt wird Organisator Markus Eichenberger vom TV Leutwil (Festwirtschaft) und vom Feuerwehrverein Leutwil-Dürrenäsch. Am Samstag um 20.30 Uhr haben die Alphornbläsergruppe Leutwil im Festzelt einen Auftritt. Der Eintritt während beider Wettkampftage ist frei.

Infos unter www.hofzumbusch.ch

Freitag, 07.07.20107

Rocknacht Tennwil: Drei Festivaltage zum Jubiläum

Text und Bild: Eing.

Das Festival Rocknacht Tennwil feiert dieses Jahr sein 10-Jahr-Jubiläum. Grund genug, dieses Jubiläum an drei Festivaltagen zu zelebrieren. Vom 21. bis 23. September 2017 heisst es wieder «Let’s Rock» in Tennwil. Dabei kommen nicht nur Fans aus der rockigen Ecke voll auf ihre Kosten .

Der Donnerstag, 21. September 2017 gilt als der offizielle Jubiläums-Abend der 10. Ausgabe der Rocknacht Tennwil. Die Musikgesellschaft Meisterschwanden wird das Festwochenende eröffnen. Die Musikantinnen und Musikanten werden sicherlich Notenblätter mit rockigen Melodien aufschlagen. Lassen wir uns überraschen. Ebenfalls mit von der Partie sind GRUUF DIGGER, eine absolute Newcomer-Band. Sie wird an der Rocknacht zum ersten Mal auf einer professionellen Bühne auftreten und ihre Songs zum Besten geben. Schlager mit Stromgitarren liefert SCHLAGRAHM zum Abschluss des ersten Abends. Kompromisslose Gitarrenwände und Evergreens aus dem Schlager-Himmel lassen jedes Rocker- und Schlagerherz höher schlagen.

Der 2. Festival-Tag, der Freitag, 22. September 2017, steht ganz im Zeichen der Schweizer Rock- und Metalszene. MAD SOX aus Solothurn und SILENT CIRCUS aus Neuenhof machen den Auftakt und geben mit Crossover, Metalcore und melodisch harter Rockmusik den musikalischen Steilpass an die alt bekannten Gesichter von THE ORDER, welche den Wasen bereits 2012 und 2013 gerockt haben. Die Luke dicht machen zum Abschluss MAXXWELL aus Luzern, die ihr erstes Gastspiel in Tennwil 2011 gaben.

Der Samstag, 23. September 2017, startet mit WIELANDER aus dem Kanton Obwalden. WIELANDER ist die neue Band um Sänger Martin Wieland. Stil: moderner Heavy Metal. Weiter gehts mit MAVERICK. Das ist grandioser Kick-Ass-Rock aus Belfast (Nordirland). Zum ersten Mal in der Schweiz und im Gepäck ihr zweites Album «Big Red», welches am 26. August 2016 veröffentlicht wurde. Danach übernimmt die Band HARTMANN das Zepter. Nach 2012 dürfen sich die Fans wieder auf einen unvergesslichen Gig freuen. Als Headliner der 10. Rocknacht Tennwil steht ECLIPSE auf der Bühne. Die schwedische Band um Sänger Erik Martensson zelebriert klassischen Hardrock mit starker AOR-Schlagseite. Das Schlussfeuerwerk zündet XII GALLON OVERDOSE mit einer grandiosen Show und Hardrock pur.
Infos unter www.rocknacht-tennwil.ch

Freitag, 07.07.2017

Sommerzeit – Ausflugszeit!

Text und Bild: Eing.

Wenn die Tage am längsten sind, die Sonne hoch am Himmel steht und uns die lauen Nächte dazu verführen, ist ein Ausflug in das Seetal besonders reizvoll. Sei es alleine, paarweise, als Familie oder fröhliche Gruppe. Natürlich beginnt und endet eine Reise mit dem Regionalbus Lenzburg!

Stets besonderes Highlight ist ein Ausflug an den Hallwilersee. Ab Bahnhof Lenzburg erreicht man mit der Buslinie 395 das Schloss Hallwyl. Das ist eines der schönsten und romantischsten Wasserschlösser in der Schweiz. Dabei verbreitet die idyllische Lage am Aabach und die malerische Umgebung mit Wald und Wiesen einen besonderen Charme. Entlang dem Seeufer, erreicht man zu Fuss den Hallwilersee. Den einzigen See in der Schweiz der sich in Ufernähe umwandern lässt. Spannende Ausflugsvorschläge sind unter seetaltourismus.ch zu finden.

Steigen Sie ein!
Der Regionalbus Lenzburg hat für Sie immer den passenden Bus! Ob Familienausflug, Klassenzusammenkunft, Vereins- oder Schulreise – ein gelungener Ausflug beginnt und endet mit dem richtigen Transport. Feiern Sie die Feste wie sie fallen. Mit uns geniessen es bestimmt alle Gäste! Prost. Pendeldienste und Transferfahrten für Tagungen, Generalversammlungen, Sportveranstaltungen, Dorffeste oder Firmenjubiläen zählen zu unseren Spezialitäten. Rufen Sie uns an, 062 886 10 00, oder besuchen Sie unsere Website www.rbl.ch.

Freitag, 07.07.2017

«Summer X Party»-Helferreise zum 10.

Text und Bild: Eing.

Wenn die «Summer X»-Crew eine Reise macht, dann spielt meistens auch das Wetter mit. Das war bei der jüngsten Helferreise wieder der Fall. Strahlender Sonnenschein, eine aufgestellte Truppe und gute Laune, verbunden mit kulinarischen und kulturellen Rosinen: Was will man mehr?.

Am Mittag des 17. Junis ging es für die Summer X-Crew bei hochsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein auf Helferreise – bereits zum 10. Mal! Nach einer kurzen Carfahrt nach Bremgarten wurde im Restaurant «El Mosquito» Mittagsrast eingelegt. 65 Helferinnen und Helfer wurden mit frischen Drinks und mexikanischen Köstlichkeiten verwöhnt.
Gestärkt ging es danach weiter ins Birrfeld, wo gegen Abend Trauffer und Andreas Gabalier für ausgelassene Stimmung und Unterhaltung sorgten. Gekleidet in Dirndl und Lederhosen passte das «Summer X»-Team hervorragend ins Bild auf dem Birrfeld und machte eine gute Figur!

Ein perfekter Sommerabend begleitet von feinstem Volks-Rock’n’Roll neigte sich dem Ende zu. Nach der Veranstaltung kehrte die Truppe gemeinsam mit dem Car nach Hause zurück.

Mittwoch, 05.07.2017

Über 60 Mädchen und Buben rannten um die Wette

Text und Bild: Graziella Jämsä

Die Teilnahme am «schnällschte Dürrenäscher» in der Badi der Gemeinde ist ein Generationen verbindendes Vergnügen. Denn die jungen Sportlerinnen und Sportler bringen traditionell ihre persönlichen Fans mit an den Anlass.

Doch an diesem Wettkampf spielte Walking eine mindestens ebenso prominente Rolle. Denn die Organisatoren des Turnvereins hatten sich für die Stafette etwas Besonderes einfallen lassen. Sie boten den Buben und Mädchen die Möglichkeit, in einen Gummiball hineinzuklettern, der anschliessend aufgeblasen wurde, um darin das Schwimmbecken sozusagen rollend zu überqueren. In manchen Zweierteams wurden spontan noch einmal die Rollen getauscht, nachdem die Teilnehmenden die Vorführung aufmerksam verfolgt haben. Doch der Kommentar des ersten Sportlers war ermutigend: «Das isch so cool!» Auch das Publikum war fasziniert und applaudierte fast noch lauter als bei den Wettkämpfen an Land. Die Turnvereinsmitglieder freuten sich: «Schön, dass der Walking-Ball so gut ankommt.» Die Schnell-
sten auf der Rennbahn waren Lina Ottlik und Christian Berner. Das Team der «Tigerkrallen» holte sich den Sieg in der Plauschstafette.

Montag, 03.07.2017

Ein Fest der Begegnungen zum Geschenk gemacht

Text und Bild: Graziella Jämsä

36 Jahre lang hat Rita Fischer an der Primarschule Dürrenäsch unterrichtet und damit oft schon mehreren Generationen einer Familie zum gelungenen Start in die Bildungskarriere verholfen. Zu ihrem Abschied haben Schulpflege und Helfer einen Abend voller Überraschungen organisiert.

«Liebe Rita, wir haben uns lange überlegt, was wir dir zu deiner Pensionierung schenken könnten», schilderte Vroni Merz von der Schulpflege. «Nichts schien uns angemessen bis ich auf die Idee kam, all deine ehemaligen Schülerinnen und Schüler zu einem Fest einzuladen.» Erste Recherchen hätten Karin Fäs und ihr bald das Ausmass der Idee gezeigt. Fast 400 Kinder habe Rita Fischer in den 36 Jahren unterrichtet. «350 Ehemalige haben wir zusammen mit unseren Helferinnen angeschrieben. 170 von ihnen sind heute hier.» Bei diesen Worten öffnete sich die Tür zum Turnhallengebäude und die Ehemaligen strömten auf den roten Platz. Rita Fischer strahlte übers ganze Gesicht. «Auf diese Weise überrascht zu werden ist einfach unglaublich.»

Die Lehrerin, die auch einige Jahre das Rektorat der Schule übernommen und sich um die Bibliothek gekümmert hatte, bat entgegen ihrer sonstigen Gewohnheiten ums Mikrofon. «Ich danke allen, die den heutigen Anlass auf die Beine gestellt haben und allen, die gekommen sind. Ich entschuldige mich jetzt schon, dass ich wohl nachher öfter nach den Namen fragen muss.» Dabei wolle sie schon betonen, dass sie immer gute und liebe Klassen unterrichtet habe. «Es ist mir nie verleidet, ich bin immer gern zur Arbeit gekommen.» Der Applaus brandete auf, bevor Rita Fischer fortfahren konnte: «Ich hoffe, dass mir auch meine Fehler verziehen werden können und bin gespannt auf die Zukunft.» Es wurde ein entspanntes Fest voller interessanter Begegnungen.

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