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Freitag, 29.09.2017

Oktoberfest im Restaurant Pinte

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Grosse Bierhumpen, fesche Dirndl und Lederhosen sowie Partymusik verbreiteten im kleinen Zelt vor der Pinte ein bisschen Münchner Oktoberfeststimmung. Wirtin Käthy Gütiger hatte zusammen mit dem Einlegerverein zu diesem Anlass eingeladen.

Wenn die Pinte einen Spezialanlass initiiert, dann strömen die Gäste herbei. Diesmal war der Andrang zwar eher bescheiden, die Stimmung aber trotzdem fröhlich und ausgelassen. Die, dem Thema entsprechend kostümierten Gäste, tanzten und genossen den stimmungsvollen Abend im und ums Zelt. Die kulinarische Seite bot traditioneller Weise Haxen, Weisswürste und knusprige Semmeln.
Die Pinte, seit vierzehn Jahren im Besitz von Käthy Gütiger, ist ein beliebter Treffpunkt für einheimische Gäste, wie eben den Einlegerverein. Dieser hat das Oktoberfest nun zum zweiten Mal organisiert. Als nächster Anlass wird die Metzgete am Wochenende des 25., 26. und 27. Oktober stattfinden.

Mittwoch, 27.09.2017

Kennen Sie Christine Knuchel ... die Künstlerin?

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Christine Knuchel ist eine bekannte Künstlerin mit Ausstellungen im In- und Ausland. Mit ihrer Malerei interpretiert sie die Fotografie, lässt weg und ergänzt zugunsten ihrer Wirkung. Werden, Sein und Vergehen sind die Themen, welche sie in ihren Bildern und Bildteppichen feiert. Daneben führt sie einen eigenwilligen und eigenständigen Lebensstil.

Frau Knuchel, wie lange malen Sie schon?

Eigentlich seit meiner Geburt. Beruflich seit siebenundvierzig Jahren.

Die Wintermonate verbringen Sie jeweils im Bündnerland. Wie unterscheidet sich Ihre Arbeit hier und dort?

Das Arbeiten dort unterscheidet sich stark von meinem hiesigen Wirken. Ich bewohne einen ehemaligen Stall. Alles geschieht in einem einzigen Raum: arbeiten, schlafen, kochen, wohnen. Das Dorf hat bloss sechsundvierzig Einwohner. Man kann nirgends hin und es läuft auch überhaupt nichts. Das ist wahnsinnig angenehm. Wenn man älter wird, schrumpft die Zeit. Man braucht für alles viel länger und so kann ich in diesem abgelegenen und ruhigen Bündner Dorf richtig gut arbeiten ohne abgelenkt zu werden.

Was bedeuten Ihnen die langen Reisen, die Sie unternommen haben?

Ich reise immer ohne Vorsatz. Man lernt einfach ganz viel unterwegs. Man vergleicht und toleriert. Ich kann dann jeweils zuhause auch wieder viel toleranter sein.

Wohin würden Sie nie reisen?
Ich hege keine Vorurteile gegen andere Länder. Am liebsten reise ich inzwischen in der Schweiz. Meinen Sohn besuche ich alle zwei Jahre in New York. Ich fliege überhaupt nicht gern.

Wie geht es Ihnen, wenn Sie im Wynentaler in einem Abteil voller farbiger Menschen sitzen?

Das gefällt mir sehr. Dann fühle ich mich in den Ferien, zum Beispiel im Orientexpress. Es ist spannend, anders und schön, ohne dass ich weit reisen muss. Eine Bereicherung, etwa wie in den Sechzigerjahren, als die ersten Italiener in die Schweiz kamen und uns ihre Pizza, Pasta, die Pullover und Goldkettelis brachten. Wir könnten, wie damals, viel von den verschiedenen Kulturen profitieren, wenn wir uns ihnen öffnen würden.

Wie entstand Ihr witzig-freches Video «Ausgehset» für die reife Frau, welches man im Internet anschauen kann?

Die Szenen habe ich dem Leben, Begebenheiten und Erlebnissen entnommen. Das Blatt vor dem Mund entstand, weil es mir oft an Diplomatie fehlt und ich zu kritisch und direkt bin. Für das männliche Ausgeh-Accessoire gab es nirgends ein Strickmuster. An diesem habe ich dann auch nicht in der Öffentlichkeit gestrickt. Die Gabel wurde zum Gesprächsgegenstand gegen anstrengendes langes Sitzen. Mit den Uhren, dargestellt als Gefühlszeit, kann man dann auch mal einen langweiligen Abend abbrechen und nach Hause gehen. Ich entwarf Situationen, wie sie alle schon mal erlebt haben.

Wie gross ist das Blatt, welches Sie sich vor den Mund halten, wenn Sie sich ärgern?
Ich bin leider sehr impulsiv und verbaue mir wahrscheinlich Vieles mit meiner impulsiven Art. Ich glaube, wenn ich ein Mann wäre, würde diese Eigenschaft eher geschätzt.

Was könnten Sie in Ihrem Leben am ehesten entbehren?

Zucker.

Eines Ihrer Bilder zeigt einen Wald und trägt den Titel «meine Kirche». Was meinen Sie damit?
Bäume stellen manchmal mit ihren Stämmen und Kronen im Gontenschwiler Wald Kathedralen dar. Dann fühle ich mich zu Gast bei den Tieren und Pflanzen. Man trifft dort auch kaum Menschen an. Meine Stimmung an einem solchen Ort kann ich mit der Ergriffenheit, welche mich in einem grossen Dom überkommt, vergleichen.

Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?

Das chinesische Epos «Der Traum der roten Kammer». Es ist dick, ausführlich, fremd und spannend.

Was ist Gontenschwil für Sie?
Wir wählten Gontenschwil vor vielen Jahren als Wohnort, weil es einen Bahnhof hat. Es ist ein angenehmer Ort mit wenig Industrie und komfortablen Zugsverbindungen. Ich bin gerne hier. Es ist meine Heimat.

Freitag, 22.09.2017

Nünü begeisterte Kids mit «7 kleine blaue Wunder»

Text und Bild: Jennifer Loosli

So erlebt man doch blaue Wunder gerne! Silvia und Stefan Roos Humbel spielen das süsse Stück «7 kleine blaue Wunder». Ein Theaterstück, das auch die Allerkleinsten in der Schulanlage Husmatt Gontenschwil begeisterte.

Wünsche sollen erfüllt werden – so auch der Wunsch von Nünü nach der Farbe Blau. Blau: Die Farbe der Weite, des Unbekannten. Eine Farbe die viele Künstler wie Yves Klein, Paul Klee oder Henri Matisse schon früher inspiriert hat und jetzt auch das Künstler Duo Silvia & Stefan Roos Humbel. 1995 gründeten sie als Wanderbühne das «Puppentheater Roosaroos». Die beiden geben Materialien Gesichter und erwecken sie somit zum Leben, erschaffen noch nie gesehene Welten und erzählen wunderbare Kindergeschichten.
Silvia und Stefan Roos Humbel spielen das süsse Stück «7 kleine blaue Wunder». Ein Theaterstück das auch die Allerkleinsten unter uns begeistert. Das Theater wurde von der Kultur- und Bibliothekkommission Gontenschwil, Frau Ursula Erismann und Frau Ursula Kaufmann, organisiert und ausgeführt. Das Theaterstück «7 kleine blaue Wunder» setzt sich intensiv mit der Farbe Blau und deren Wirkung und Bedeutung in Psychologie und Philosophie auseinander. Herr und Frau Braun spielen Blaulichtfussball, lassen Blaufontänen spritzen und bezwingen gemeinsam blaue Skizzenmonster – dies sind nur drei der kleinen blauen Wunder die Herr und Frau Braun mit Nünü erleben. Die Mundharmonika ist ein stetiger Begleiter des Theaterstückes, damit werden Gefühle, schöne aber auch brenzlige Situationen melodisch wiedergegeben. Während dem Stück wird nicht viel gesprochen, dafür mehr gesungen und musiziert. Das Stück ist die erste deutschschweizer Produktion für Publikum ab zwei Jahren, bietet demnach Spass und Spannung für die ganze Familie. Die Augen Ihrer Kinder werden glänzen wenn sie den kleinen Nünü sehen.

Montag, 11.09.2017

Obere Egg gesperrt wegen Autounfall und Hausbrand

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Ein alkoholisierter Autofahrer verursachte den mittelschweren Unfall, welcher eine Familie mit drei verletzten Kindern und den Brand einer Holzscheune zur Folge hatte. Was täuschend echt aussah, war in Wirklichkeit die Hauptübung der Feuerwehr Gontenschwil-Zetzwil.

Kommandant Roman Soland hatte sich eine knifflige Übung für seine Leute ausgedacht. Sie hatten mit engen Strassenverhältnissen, steilem Gelände und überzeugenden Figuranten fertig zu werden. Die Situation zeigte drei ineinander verkeilte Autos, aus welchen verletzte Kinder und ihre hysterische Mutter geborgen werden mussten. Gleichzeitig musste das Löschen der schwelenden Holzwand des betroffenen Wohnhauses sowie die Verkehrsregelung koordiniert werden.

Einsatzleiter, Offiziere und Gruppenleiter hatten sich innerhalb nützlicher Frist eine gute Übersicht geschaffen und teilten ihre Truppen effizient ein. So war die Kontrolle über die Situation bald hergestellt. Dies bestätigte der Kommandant während seiner Auswertung am Schluss der Übung. Er lobte seine topmotivierten Leute und wies vereinzelt auf Verbesserungspotential für den Ernstfall hin. Für den gemütlichen Teil des Abends durften sich die Feuerwehrleute zu einem Essen ins Bad Schwarzenberg verschieben. Dort konnten vom Kommandanten Soland Sdt Bruno Wiederkehr für fünfundzwanzig Jahre, Wm Marc Weber für einundzwanzig Jahre und Sdt Karin Stauber für neun Jahre Feuerwehr geehrt und entlassen werden. Im Rückblick auf das letzte Jahr begrüsste er zwölf Neueintritte und wies gleich auf Aktivitäten und Kurse des nächsten Jahres hin. Die Werbung auf der eigenen Facebook-Seite und die fabelhafte Kameradschaft brachten in den letzten Jahren eine neue Generation und erfreulichen Aufschwung in die Reihen der Feuerwehr Gontenschwil-Zetzwil, was während der Übung für die Zuschauer gut ersichtlich war.

Mittwoch, 30.08.2017

Chörli-Fescht des gemischten Chors Gontenschwil

Text und Bild: Elsbeth HAefeli

Es war ein äusserst gemütlicher Sonntag mit «Älperlermagrone usem Chessi» und «dezwösche Gsangsilage». So lautete die Ankündigung des Chörlifestes, welches alle zwei Jahre beim Restaurant Helvetia stattfindet.

Singen befreit und öffnet die Seele. Dies ist das Motto des fröhlichen Chors, der nicht nur singen sondern auch noch wirten kann. Das bewiesen die Mitglieder zusammen mit der Vezi-Wirtin Maria Joller. Nachdem alle Gäste kulinarisch aufs Beste versorgt waren, stimmten die Sängerinnen und Sänger als erstes das Happy Birthday an. Trotz aller Vorsichtsmassnahmen hatte sich herum gesprochen, dass das anwesende Gemeindeoberhaupt Renate Gautschy genau an diesem Sonntag Geburtstag hatte. Zum frohen Mitsingen luden anschliessend unter anderem «Ganz de Pape», «Alperose» und «Sierra Madre» ein. Das beliebte «Itsi bitsi Strandbikini» vertrieb dann nicht nur die dunklen Wolken am Himmel, sondern garantiert auch für eine Weile alle Sorgen der zahlreichen Sonntagsgäste.

Montag, 28.08.2017

Kunterbuntes Spielplatzfest

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Begeistert bastelten und spielten kleinere und grössere Piraten unter schattenspendenden Sonnenschirmen auf dem Gelände des Piratenspielplatzes. Die Spielplatzkommission hatte ein vielfältiges Angebot zusammengestellt, welches auch die wilderen unter den jungen Seeräubern ansprach.

Farbenfrohe Vogelhäuschen, wilde Steckenpferde, geniale PET-Vasen und etwas gruselige Spinnenmagnete entstanden an diesem Samstagnachmittag zum Thema «bunte Tierwelt». Wem dies alles zu wenig Bewegung bot, konnte sich daneben an einem Postenlauf oder im Pool bei Wasserballonspielen austoben. Als Spezialgast fand sich Manuela Lanz mit einer ihrer Bernhardinerhündinnen und deren zehnwöchigem Welpen ein. Beide Tiere liessen sich von den Kindern bereitwillig das Fell zerzausen.

Die Spielplatzkommission hat sich vor kurzem neu gebildet. Sie besteht aus fünf innovativen jungen Frauen, welche die Obhut über den beliebten Treffpunkt für Kinder und Eltern aus Gontenschwil, aber auch aus umliegenden Gemeinden, haben. Präsidentin Andrea Bilgerig berichtet, dass der Spielplatz erneuert werden soll. Die Gemeinde zieht mit und die Budgetverhandlungen laufen. Man träumt von einem neuen, prächtigen, grossen Schiff. Das alte Piratenschiff, welches vor Jahren in der Holzwerkstatt Murimoos entstand, ist, wie auch die anderen Geräte auf dem Platz, in die Jahre gekommen. Leider wird der Platz auch hin und wieder von jugendlichen Vandalen heimgesucht. Diese haben vergessen, dass sie vor Jahren selber auch gerne dort spielten. Aber die Spiele und die Interessen verändern sich. Man trifft sich immer noch dort, weil es leider keine andere, passendere Lösung gibt.
Sponsor war dieses Jahr die Schreinerei Bolliger. Sie spendete grosszügigerweise Holzbrettchen für die Bastelarbeiten.

Freitag, 25.08.2017

Im Universum der Ponys zu Hause

Text und Bild: Graziella Jämsä

Vor mehr als 30 Jahren haben Doris Unselds Eltern den Ponyhof Schwarzenberg eröffnet. Heute sorgt sie zusammen mit ihrem Team dafür, dass Kinder, Erwachsene, Behinderte und Nichtbehinderte diesen Ort der Begegnung geniessen können.

«Die einen Kinder besuchen bei uns Kurse, die anderen sind hier in den Ferien. Wir bieten therapeutisches Reiten für alle Altersgruppen. Und wir bilden aus.» Hinter jedem einzelnen Aspekt, den die Heilpädagogin und Leiterin Doris Unseld so knapp zusammenfasst, stehen ganze Welten. Gilt es doch zuallererst einmal die 20 Ponys zu versorgen, die auf dem Hof Schwarzenberg leben. Damit sich die Tiere bei schönem Wetter in der heissen Mittagszeit ausruhen können, beginnt der Arbeitstag schon um 6 Uhr. Kein Problem für Magali Frigerio und Angelika Isch, die auf dem Ponyhof eine Ausbildung absolvieren. Doris Unseld hat massgeblich an der Entwicklung des Berufsbildes Pferdewart mitgewirkt. Diese dauert zwei Jahre. Während dieser Zeit lernt man alles über die Pflege der Pferde und deren Gesunderhaltung, wozu selbstverständlich auch Stall- und Umgebungsarbeiten gehören. Eine Grundausbildung im Reiten selbst sei natürlich auch wünschenswert. «Wir verbinden die aktuellen Ereignisse auf dem Hof mit dem Lernstoff», erklärt Pädagogin Nina Hunziker. Würden beispielsweise Fohlen geboren, behandle man die biologischen Abläufe. Müssten Ponys für einen Transport verladen werden, gehe es um Verhaltensformen. «Einige unserer Auszubildenden besuchen auch die Kurse im Strickhof.» Mehr als 30 IV-Lehrlinge haben in den vergangenen Jahren auf dem Ponyhof ihr Ausbildungsglück gefunden und sind heute im Arbeitsmarkt integriert. Mit einem Lächeln fügt Doris Unseld hinzu: «Im Moment hätten wir noch einen Platz frei. Wer also Pferde liebt und sich im Miteinander von Mensch und Natur einbringen möchte, kann sich melden.» Gibt es noch andere Wünsche? «Dass wir so weiterarbeiten können, um als Ort der Begegnung erhalten zu bleiben.»

Freitag, 18.08.2017

Firobe-Chile mit den zwei wandernden Flüchtlingen

Text: Elsbeth Haefeli, Bild: ZVG:

Die Gottesdienstbegleitgruppe der Kirchgemeinde Gontenschwil-Zetzwil hat auch für die nächste Ausgabe der «Firobe-Chile» interessanten Besuch eingeladen. Sie empfängt am Freitag, 15. September um 19 Uhr die beiden afghanischen Flüchtlinge Hamid Jafari und Mohammed Rasuli, bekannt aus Presse und Fernsehen, in der Kirche Gontenschwil.

Etwas Sinnvolles tun und aktiv an der Integration zu arbeiten, während sie auf ihren Visumsentscheid warten. Das war die Idee der beiden sympathischen jungen Männer. Einen Monat lang waren sie auf rund 1000 km durch alle Regionen der Schweiz unterwegs. Sie erzählen von ihrem Leben in der Heimat, von ihrer Flucht und den Schwierigkeiten und Erlebnissen während ihrer Wanderschaft.

Die musikalische Begleitung erfolgt durch das neu gegründete Klarinetten-Trio ZAARGO. Ein kleiner Imbiss im Zetzwiler Pfarrhaus wird anschliessend Gelegenheit geben, alle Beteiligten kennenzulernen. Einblick in die Wanderroute der zwei Wanderer auf www.aufgehen.ch

Freitag, 18.08.2017

Kennen Sie Christian Peter ... das Schulpflegemitglied?

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Die Schulpflege ist die Aufsichtsbehörde über die Schule. Sie überwacht nach Weisungen des Schulgesetzes den Unterricht, den Schulbetrieb und die Organisation der Schule. Es ist schwierig geworden, Leute zu motivieren, ihre Zeit und Kraft für diese Themen einzusetzen. Christian Peter ist seit einem guten halben Jahr Mitglied der Schulpflege Gontenschwil.

Christian, was hat dich bewogen, dich für dieses nicht ganz einfache Amt zur Verfügung zu stellen?
Ich hatte mich für die letzten Grossratswahlen aufstellen lassen und offenbar konnten sich einige an mich erinnern und fragten mich, ob ich nicht Interesse an einem Schulpflegeamt hätte. Ich entschied mich dann dafür. Allerdings mehr aus dem Gedanken heraus, dass es ja irgendjemand machen muss. Ausser mir war in diesem Moment keiner da, der sich zur Verfügung stellte.

Was sind deine Aufgaben, deine Ressorts?

Ich bin für das Ressort Kommunikation verantwortlich. Darunter fällt in erster Linie die Öffentlichkeitsarbeit. Ich sehe mich daher als eine Schnittstelle zwischen Öffentlichkeit und Schule. Als ich neu dabei war, veranstalteten wir z.B. einen Informationsabend für Eltern, wo über die aktuellen Vorgänge in der Schule berichtet wurde. Zudem umfasst mein Ressort auch die Organisation des nächsten Jugendfests.

Welches sind schwierigere Entscheide, die du mittragen musst?

Beschlüsse, bei denen es um finanzielle Aufwände für ein Kind und um das Kindswohl geht. Das sind schwierige Entscheide und Abwägungen. Dabei geht es ja auch immer um Gelder der öffentlichen Hand.

Welches sind die erfreulichen Momente deiner Arbeit?
Das kürzlich stattgefundene Schulschlussessen mit den Schulen Leimbach und Zetzwil. Ein paar Kinder haben an diesem Anlass für Lehrer und Behörden musiziert. Darüber habe ich mich sehr gefreut, weil ich spürte wie unglaublich viel Lebensfreude in diesen Kindern steckt.

Wo kannst du Hilfe holen, wenn du mal nicht weiter weisst?
Bisher gab es noch keine unlösbaren Schwierigkeiten. Sollte es aber mal soweit kommen, könnte ich mich natürlich mit den anderen Schulpflegemitgliedern austauschen.

Was lernst du für dich persönlich dabei?
Ich merke, dass in einer Gemeinde nichts einfach von selbst läuft. Es braucht immer jemanden, der sich dafür einsetzt. Ich bekomme einen tieferen Einblick in unser Schulsystem, was als Aussenstehender so nicht möglich wäre.

Wie hat sich die Schule seit deiner eigenen Schulzeit verändert?
Von meinem Alter her, bin ich der Schule noch relativ nah. Meine Schulzeit war geprägt durch reine Wissensvermittlung. Heute wird zusätzlich Wert auf die Förderung von sozialen Fähigkeiten und Integration gelegt.

Fahre fort:« In Zukunft wird die Schulpflege …
… genau den Job machen, den sie bis anhin machte».

Was wünschst du dir von den Gontenschwiler Eltern?
Ich wünsche mir als Mensch, nicht als Schulpflegemitglied, dass sich die Kinder geliebt fühlen dürfen. Das schaffen die meisten Eltern. Manchmal hindern Stress im Alltag oder sonstige Umstände die Eltern, dies ihren Kindern zu vermitteln. Schön wäre, wenn sie sich dann jeweils besinnen könnten, dass ihre Kinder ein Geschenk sind und nicht nur zusätzlicher Aufwand. Und dass sie in diesem Bewusstsein neue Energie für ihre Aufgabe als Eltern schöpfen könnten.

Mittwoch, 16.08.2017

Ein klangvolles Waldfest im Brünnelichrüz

Text und Bild: Graziella Jämsä

Seit bald 60 Jahren lädt die MG Gontenschwil zum Traditionsanlass im Grünen. Speis, Trank und geselliges Beisammensein kombiniert mit viel Musik in strahlendem Sonnenschein begeisterte die zahlreichen Gäste.

Peterli und sein Grossvater gingen gemeinsam spazieren. Der Opa erklärte dem Kleinen verschiedenes über die Natur und schnappte sich ganz in Gedanken einen Grashalm, um darauf herumzukauen. «Jetzt kriegen wir ein neues Auto», freute sich Peterli. Der Grossvater verstand dies nicht. So erklärte der Bub: «Mama hat gesagt, wenn der Opa ins Gras beisst, gibts ein neues Auto.» Pfarrer Stefan Lobsiger erntete fröhliches Gelächter für seinen Einstiegswitz. Nicht nur die Gäste im Festzelt lauschten aufmerksam der Predigt zum Thema «Lass Gras drüberwachsen», auch die Helfer an Getränketresen und Kochtopf hörten mit. Die Musikgesellschaft verkürzte mit ihrem Frühschoppenkonzert die Wartezeit bis zu Suppe und Spatz. Mit rund 300 Portionen Suppe, Grillgut und Dessertbuffet sorgte man dafür, dass niemand hungrig nach Hause gehen musste. Und selbstverständlich mussten die Gäste auch beim Essen nicht auf Musik verzichten. Als die Mitglieder der MG Gontenschwil mit Servieren beschäftigt waren, spielte die Musikgesellschaft Zetzwil auf.

Mittwoch, 02.08.2017

Bundesfeier in der grossen Arena

Text und Bild: EIng.

Traditionell konnte Frau Gemeindeammann Renate Gautschy bei strahlendem Sonnenschein zahlreiche Gontenschwilerinnen und Gontenschwiler in der grossen Arena begrüssen.

Gespannt lauschten die Besucher anschliessend dem Festredner, Michael Lipp, war er doch vielen Einheimischen unbekannt, obwohl er seit vielen Jahren als Deutscher in Gontenschwil lebt. Er sei aber angekommen, wie er sagt und auch unseren Dialekt verstehe er ausgezeichnet, man brauche also nicht hochdeutsch mit ihm zu sprechen, betonte er.

Jazzig untermalten die Musiker «Echo vom Hündler» und die Musikgesellschaft Gontenschwil die Feierlichkeiten.

Für das leibliche Wohl sorgte der Gemischtenchor Gontenschwil.

Mittwoch, 02.08.2017

Kennen Sie Markus Müller ... den Ratskandidaten?

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

In Gontenschwil kommt Bewegung in die Gesamterneuerungswahl vom 24. September 2017. Markus Müller stellt sich als Sprengkandidat zur Wahl in den Gemeinderat. Er ist 51 Jahre alt und in Gontenschwil geboren. Beruflich hat er sich vor kurzem selbständig gemacht. Er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. Seine Partei ist die SVP.

Markus, was ist deine Motivation für dieses Amt?
Ich bin seit 32 Jahren aktiv in unserer Gemeinde. Feuerwehr, Finanzkommission und RFO aargauSüd waren meine Wirkungskreise. Eigentlich wollte ich mich nun zurückziehen. Nach etlichen Gesprächen mit der Bevölkerung in denen ich mehrmals gefragt wurde, ob ich mich nicht als Gemeinderat aufstellen lassen möchte, habe ich mich, nach längeren Überlegungen und Rücksprachen mit meiner Familie, zu diesem Schritt entschieden.

Welche Kompetenzen und wie viel Zeit bringst du mit?
Ich habe einen grossen Bezug zur Dorfbevölkerung und gute Kenntnis über die Gemeinderechnung. Beruflich und zeitlich bin ich, als selbständiger Gebäudemanager, sehr flexibel und immer in der Nähe.

Wie würdest du deinen Charakter beschreiben?

Ich bin geduldig, humorvoll, zuverlässig und zielorientiert. Das sind meine Stärken.

Was verkörpert in deinen Augen ein ausgezeichneter Gemeinderat?
Ressortkenntnis, Einsatz und Interesse an der Gemeinde. Zügig Lösungen zu suchen, sowie Teamfähigkeit und zukunftsorientiertes Denken.

Wie kritikfähig bist du?
Sehr! Auf Grund von Kritik kann sich der Mensch verbessern.

Was zeichnet in deinen Augen eine gesunde Gemeinde aus?
Finanzielle Stärke, intakte Infrastruktur (Schulen, Läden, Restaurants, usw.) und vernünftig wachsende Einwohnerzahlen. Solide Industrie mit attraktiven Arbeitsplätzen und die Anbindung an den öffentlichen Verkehr gehören dazu.

Wie hat sich deine Sicht auf die Menschen im Laufe deiner bisherigen Tätigkeiten verändert?

Ich habe heute mehr Verständnis für die Menschen und ihre Schwächen.

Was ist deine wichtigste Lebenserfahrung?
In meiner Jugend war ich nie ein Superschüler. Später habe ich begriffen, dass man im Leben ganz viel erreichen kann, wenn man den Willen und die Begeisterung dafür mitbringt.

Womit beschäftigt sich der private Markus Müller?
Gartenarbeit, meine alte Vespa, jodeln und singen sind mein Ausgleich. Früher habe ich noch Theater gespielt. Da die Kinder inzwischen gerne ihre eigenen Wege gehen, haben meine Frau und ich wieder mehr Zeit für gemeinsame Unternehmungen, was wir sehr schätzen.

Worüber kannst du dich so richtig freuen?
Ich freue mich über alltägliche Kleinigkeiten und Begegnungen, die mir ans Herz gehen. Auch, dass ich jeden Tag aufstehen und arbeiten kann. Ich freue mich auch über Tage, an denen ich nichts tun muss.

Setze fort: Wenn Gontenschwil mich in den Gemeinderat wählt, werde ich ...
... mich mit aller Energie einsetzen, meine Ressorts pflichtbewusst ausführen und immer ein offenes Ohr für die Dorfbevölkerung haben. Ich werde mich zusammen mit Behörden und Abteilungen gemeinsam engagieren, um bei Problemen gute Lösungen zu finden. Ich möchte in der Gemeinde das eine oder andere bewegen.

Mittwoch, 02.08.2017

Erlebnisreiche Sommerferien mit dem Ferienspass

Text und Bild: Eing.

Schon sind die letzten Kurse des Ferienspass Homberg 2017 zu Ende. Zurück bleiben viele Erinnerungen und Eindrücke und natürlich die Vorfreude auf den nächsten Sommer! Auch in diesen Sommerferien haben viele Kurse, Ausflüge und Events die schulfreien Tage zu einem besonderen Erlebnis werden lassen.

Danke allen, die teilgenommen haben. Es hat Spass gemacht mit euch!

Herzlichen Dank auch an alle Kursleiter/-innen, Helfer/-innen und an unsere treuen und grosszügigen Sponsoren, die den Kindern diese vielseitigen und tollen Erlebnisse möglich gemacht haben!

Montag, 31.07.2017

Dorfmuseum Gontenschwil

Text und Bild: Eing.

Nach den Sommerferien beginnt am 03. September der zweite Teil der Ausstellungssaison 2017. Nach wie vor ist die Sonderausstellung «Puppenstuben und Modelltraktoren» zu sehen. Bis vor den Sommerferien war diese Ausstellung sehr gut besucht. Der Höhepunkt war natürlich am der Internationale Museumstag am 21. Mai, mit 55 echten Traktoren zum Bestaunen und ca. 200 Besuchern.

Am 3. September haben wir wieder Grund zum Feiern.

Im Jahre 2015 wurde bei Grabarbeiten im Zusammenhang mit den Gleisanpassungen der WSB bei der Endmoräne ein Gletschermühlestein aus der letzten Eiszeit gefunden. Dank der grossen Umsicht eines Angestellten konnte dieser vor dem Abtransport in eine Deponie gerettet werden. Nach einer Besichtigung und Abklärungen durch einen Fachmann war klar, dass dieser Stein Seltenheitswert hat und einen besonderen Platz verdient. Die Museumskommission hat beschlossen, diesen Stein vor dem Museum zu platzieren. Die Vorbereitungsarbeiten sind soweit abgeschlossen, dass er kurz vor der Einweihung am Sonntag, 03. September versetzt werden kann. Zur Einweihungsfeier werden Frau Gemeindeammann Renate Gautschy und Max Zurbuchen von der Steinzeit Werkstatt in Boniswil anwesend sein und mit ihren Ansprachen dem Anlass einen würdigen Rahmen verleihen. Die Bevölkerung ist zu diesem Anlass herzlich eingeladen.

Die Museumskommission führt eine kleine Festwirtschaft mit verschiedenen Getränken, Wurst und Brot, sowie Kaffee und Kuchen und freut sich auf eine grosse Besucherzahl.

Voranzeige:
Nachdem nun im zweiten Jahr das Museum im Sommer 2 Monate nicht geöffnet ist, haben wir uns entschlossen die Saison nicht schon im November zu beenden. Deshalb wird das Museum auch am Samstag 02. Dezember 2017 offen sein. Gleichzeitig organisiert die Museumskommission zum ersten Mal beim Museum einen Adventsmarkt mit mehreren Ausstellern. Ab 16.00 bis ca. 21.00 Uhr wird Marktbetrieb und das Museum geöffnet sein.

Freitag, 07.07.2017

Die fünfte Generation des Geisshofs feiert Jubiläum

Text und Bild: Graziella Jämsä

Vor zwanzig Jahren hat Thomas Hunziker das Restaurant Geisshof in Gontenschwil von seinen Eltern übernommen. Aus diesem Anlass hat der gelernte Koch ein besonderes Menü kreiert, das die Gäste den ganzen August über geniessen können.

«Die erste Generation der Hunzikers betrieb im Sommer auf dem Bauernhof Landwirtschaft und führte im Winter das Restaurant», schildert Thomas Hunziker, der den Geisshof in fünfter Generation übernommen hat. Später habe man den Besitz aufgeteilt. «Mein Onkel bekam den Hof, meine Eltern das Restaurant.» Und sie führten den Geisshof mit grosser Leidenschaft. Regelmässig wurden die baulichen Gegebenheiten weiterentwickelt. Thomas Hunziker zählt auf: «Eingang, Toilettenanlage, Gartenrestaurant, Küche, Heizung, das Restaurant selbst – es ist alles auf dem neusten Stand.» Mit dem Entschluss nach der Schule eine Kochlehre zu absolvieren, war für den jungen Mann auch klar, dass er in die Fussstapfen der Eltern treten wollte.

Wie würde er das Lokal einem Neugierigen beschreiben? «Es ist ein Ausflugsrestaurant im Grünen mit einer Speisekarte, auf der sich klassische Gerichte neben saisonalen Genüssen und Fischspezialitäten finden.» Äusserst beliebt sei beispielsweise der Geisshofteller: Drei Schweinefilets mit unterschiedlichen Sossen, Gemüse und nach Wunsch Pommes frites oder Nudeln.

Für das aktuelle Jubiläum hat Thomas Hunziker ein besonderes Menü kreiert. «Denn legt man die Feier auf einen bestimmten Tag, ist immer jemand enttäuscht, weil er nicht dabei sein kann. So haben die Gäste vom 3. bis zum 28. August die Möglichkeit, sich Zeit für den feierlichen Genuss zu nehmen.» Den Auftakt machen ein Prosecco oder ein alkoholfreier Hugo, und auch für Vorspeise, Hauptgang und Dessert stehen immer zwei Varianten zur Auswahl. Was würde sich Thomas Hunziker für die Zukunft des Geisshofs wünschen? «Heute sind meine Mutter Margrit, meine Schwester Esther und ich im Betrieb. Mein Neffe befindet sich in der Ausbildung zum Koch – er könnte also die sechste Generation Hunzikers im Restaurant stellen.» Darum wünsche er sich weiterhin so viele freundliche Gäste, wie er sie in den vergangenen Jahren habe bewirten dürfen. «Auf dass sich die Tradition der Gastfreundschaft fortsetze.»

Freitag, 07.07.2017

Neuvermessung und Katastererneuerung

Text und Bild: EIng.

Die Grundbuchvermessung der Gemeinde Gontenschwil wurde in den Jahren 1907 bis 1912 erstellt. Damit verfügte Gontenschwil als erste Gemeinde im Wynental über eine rechtsverbindliche und anerkannte Vermessung – noch vor Einführung des schweizerischen Zivilgesetzbuches ZGB.

In den folgenden Jahrzehnten wurden sämtliche Änderungen an den Eigentumsgrenzen sowie an Gebäude- und Infrastrukturanlagen im Grundbuchplan eingetragen und nachgeführt. Auf der auf Karton aufgezogenen Leinwand wurde mit Tusche und Reisfeder gezeichnet, radiert, koloriert und Flächenberechnungen durchgeführt. Dabei war der Grundbuchplan aber nicht nur Zeichnungsträger, sondern er hatte auch rechtsverbindlichen Charakter. Der auf dem Grundbuchplan dargestellte Grenzverlauf wurde als richtig vermutet und hatte Rechtskraft. Entsprechend hoch waren bereits damals die Anforderungen an die zeichnerischen Qualitäten der Vermessungszeichner und an das exakte und korrekte Arbeiten des Geometers und seiner Mitarbeitenden. Von der Einführung der EDV in den 1990er Jahren und der damit verbundenen Digitalisierung war natürlich auch die Grundbuchvermessung betroffen.

Mit der Reform der amtlichen Vermessung (RAV93) wurden auf Stufe Bund die rechtlichen Grundlagen sowie der Standard AV93 definiert und das Ziel formuliert, dass die amtliche Vermessung der gesamten Schweiz innert nützlicher Frist flächendeckend digital zur Verfügung stehen muss. Auch hier übernahm Gontenschwil wieder eine Vorreiterrolle im Wynental. Rund neunzig Jahre nach der Erstvermessung verfügte Gontenschwil 2001 als eine der Ersten über eine digitale Vermessung. Um möglichst rasch und kostengünstig zu digitalen Daten zu kommen, wurden die aktuellen Grundbuchpläne mit einer einfachen Katastererneuerung (EKE) in den digitalen Zustand überführt. Eine korrekte Entzerrung und Bereinigung der alten Vermessungsgrundlagen war beim EKE-Verfahren aber nicht vorgesehen. Die im Grundbuch eingetragen Liegenschaftsflächen blieben folglich bestehen und konnten sich von den technischen Flächen der amtlichen Vermessung unterscheiden.

Mit der aktuell laufenden Vermarkungsrevision (VR) und Neuvermessung (NV) im erweiterten Baugebiet wird die korrekte Entzerrung des alten Vermessungswerkes nachgeholt und die vollständige Digitalisierung nach dem Standard AV93 abgeschlossen. Hierzu werden sämtliche Eigentumsgrenzen festgelegt und die Grenzzeichen neu aufgenommen. Damit verfügt jeder Grenzpunkt über einen exakten Koordinatenwert und die Situation vor Ort deckt sich im cm-Bereich mit den berechneten Daten der amtlichen Vermessung. Da eine Neuvermessung (NV) mit vorgängiger Vermarkungsrevision (VR) sehr aufwendig und kostenintensiv ist, wird die amtliche Vermessung ausserhalb der Bauzone mit einer Katastererneuerung (KE) bearbeitet. Die Arbeiten der Vermarkungsrevision und Neuvermessung sind weitgehend abgeschlossen. Die Arbeiten für die Katastererneuerung müssen bis 2019 beendet sein. Nach der kantonalen Genehmigung und der Anerkennung durch den Bund werden die neuen Grundstücksflächen im Grundbuch eingetragen.

Freitag, 07.07.20107

Rocknacht Tennwil: Drei Festivaltage zum Jubiläum

Text und Bild: Eing.

Das Festival Rocknacht Tennwil feiert dieses Jahr sein 10-Jahr-Jubiläum. Grund genug, dieses Jubiläum an drei Festivaltagen zu zelebrieren. Vom 21. bis 23. September 2017 heisst es wieder «Let’s Rock» in Tennwil. Dabei kommen nicht nur Fans aus der rockigen Ecke voll auf ihre Kosten .

Der Donnerstag, 21. September 2017 gilt als der offizielle Jubiläums-Abend der 10. Ausgabe der Rocknacht Tennwil. Die Musikgesellschaft Meisterschwanden wird das Festwochenende eröffnen. Die Musikantinnen und Musikanten werden sicherlich Notenblätter mit rockigen Melodien aufschlagen. Lassen wir uns überraschen. Ebenfalls mit von der Partie sind GRUUF DIGGER, eine absolute Newcomer-Band. Sie wird an der Rocknacht zum ersten Mal auf einer professionellen Bühne auftreten und ihre Songs zum Besten geben. Schlager mit Stromgitarren liefert SCHLAGRAHM zum Abschluss des ersten Abends. Kompromisslose Gitarrenwände und Evergreens aus dem Schlager-Himmel lassen jedes Rocker- und Schlagerherz höher schlagen.

Der 2. Festival-Tag, der Freitag, 22. September 2017, steht ganz im Zeichen der Schweizer Rock- und Metalszene. MAD SOX aus Solothurn und SILENT CIRCUS aus Neuenhof machen den Auftakt und geben mit Crossover, Metalcore und melodisch harter Rockmusik den musikalischen Steilpass an die alt bekannten Gesichter von THE ORDER, welche den Wasen bereits 2012 und 2013 gerockt haben. Die Luke dicht machen zum Abschluss MAXXWELL aus Luzern, die ihr erstes Gastspiel in Tennwil 2011 gaben.

Der Samstag, 23. September 2017, startet mit WIELANDER aus dem Kanton Obwalden. WIELANDER ist die neue Band um Sänger Martin Wieland. Stil: moderner Heavy Metal. Weiter gehts mit MAVERICK. Das ist grandioser Kick-Ass-Rock aus Belfast (Nordirland). Zum ersten Mal in der Schweiz und im Gepäck ihr zweites Album «Big Red», welches am 26. August 2016 veröffentlicht wurde. Danach übernimmt die Band HARTMANN das Zepter. Nach 2012 dürfen sich die Fans wieder auf einen unvergesslichen Gig freuen. Als Headliner der 10. Rocknacht Tennwil steht ECLIPSE auf der Bühne. Die schwedische Band um Sänger Erik Martensson zelebriert klassischen Hardrock mit starker AOR-Schlagseite. Das Schlussfeuerwerk zündet XII GALLON OVERDOSE mit einer grandiosen Show und Hardrock pur.
Infos unter www.rocknacht-tennwil.ch

Freitag, 07.07.2017

Discountfit Fitnesscenter in Reinach eröffnet

Text und Bild: Thomas Moor

Zwanzig Standorte in der Schweiz, weit über 25 000 begeisterte Mitglieder, 365 Tage im Jahr und 17 Stunden am Tag offen. Das alles tönt beeindruckend. Jetzt hat die Fitnesscenterkette Discountfit in Reinach eine weitere Filiale nach dem Selbstbedienungskonzept eröffnet.

Unten günstig, oben günstig. An der Aarauerstrastrasse 28, dort wo auch Detailhandelsunternehmer Otto’s eine von über 100 Filialen betreibt, hat das Fitnesscenter Discountfit im ersten Obergeschoss sein gesamtschweizerisch 20. Trainingscenter eröffnet. Für sensationelle 39 Franken im Monat (bei einer Mindestdauer von 12 Monaten) gibt es im neueröffneten Center Fitness und Lifestyle quasi à discrétion. «Diesen unschlagbaren Preis können wir unseren Mitgliedern deshalb bieten, weil wir bewusst auf betreutes Trainieren und teure Zusatzangebote wie Wellness, Sauna und Kurse verzichten», wie Inhaber René Ruch erklärt. Bei den Gerätschaften werden allerdings keine Abstriche gemacht. Zur Top-Ausstattung gehören deshalb nur Trainingsgeräte der neuesten Generation der Marken Technogym und Paramount direkt aus Los Angeles.

Rund 100 Maschinen stehen auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern und sind in Gruppen angeordnet. Quasi Inseln, bei welchen eine Palme in der Mitte steht. Der Wohlfühleffekt habe in seinen Studios einen hohen Stellenwert, wie Reto Ruch, der schon 25 Jahre in der Fitnessbranche tätig ist, ergänzt. Der mediterrane Touch auch mit der warmen Farbgebung zieht sich deshalb durch alle Studios und das Selbstbedienungskonzept liege im Trend. Der Grossteil der Mitglieder sei sowieso keine Anfänger mehr. Und wenn dann doch jemand eine Einführung beansprucht, kann man einen ausgebildeten Personaltrainer buchen. Dieser ist für eine Stunde mit 49 Franken bar zu zahlen. Als Mitglied erhält man einen Badge, mit welchem man täglich von 6 Uhr morgens bis 23 Uhr abends Zutritt zum Studio hat. Für Infos und Aboeinschreibung steht Personal jeweils montags von 18 bis 19 Uhr, mittwochs 19 bis 20 Uhr und samstags von 11 bis 12 Uhr im Einsatz.

Freitag, 07.07.2017

Kennen Sie Javier Conde … den FiKo-Kandidaten?

Text und Bild: Elsbeth Haefeli.

Eine Finanzkommission besteht aus fünf stimmberechtigten Personen mit Wohnsitz in der betreffenden Gemeinde. Ihre Aufgaben sind die sachliche Kenntnisnahme mit Diskussion des vom Gemeinderat vorgeschlagenen Budgets und sie prüft den Rechnungsabschluss mit Externen. In Gontenschwil haben bereits vor einiger Zeit die FiKo-Mitglieder angekündigt, dass sie nach zwei Amtsperioden nicht mehr kandidieren werden. Javier Conde stellt sich, momentan als einzige Person, für die nächste Amtsperiode zur Wahl.

Javier, was sind deine Kompetenzen in Sachen Finanzen?
Zu Beginn meiner Berufsjahre habe ich das KV mit Berufsmatur absolviert. Später kam die Ausbildung zum Versicherungsfachmann mit eidg. FA dazu. Momentan schliesse ich gerade das Studium zum Versicherungswirtschafter HF ab. Zudem habe ich Erfahrung in Unternehmens- und Vorsorgeberatung.

Was ist deine Motivation für dieses Amt?
Ich bin im Oberwynental aufgewachsen und vor einigen Jahren mit meiner Partnerin hierher gezogen. Wir haben ein Haus gekauft und eine Familie gegründet. Vor drei Jahren wurde ich hier in Gontenschwil eingebürgert. Ich möchte jetzt meinen Beitrag leisten und etwas zurückgeben. Ich freue mich darauf neue Kontakte zu knüpfen und hier Wurzeln zu schlagen.

Wie viel Einfluss hat deiner Meinung nach die Höhe des Steuerfusses auf den Zuzug neuer Einwohner?
Dieser spielt sicher eine Rolle als Entscheidungskomponente. Wichtiger sind aber die Infrastruktur einer Gemeinde. Das Gesamtpaket muss stimmen.

Welche Gedanken gehen dir durch den Kopf, wenn du deine Steuerrechnung erhältst?
Natürlich mache ich auch keine Freudensprünge. Aber alles, was wir haben, muss finanziert werden. Ich denke da an Strassenunterhalt, Schule, Gesundheit, Verkehr und Sicherheit.

Das Rechnungsbüchlein der Gemeinde ist für viele Menschen ein Buch mit sieben Siegeln. Wie kann sich ein Bürger ohne Vorwissen in diesen Zahlen zurecht finden?
(lacht) Das ist wirklich nicht ganz einfach. Wenn man sich dafür interessiert, muss man sich intensiv damit auseinandersetzen. An der Gemeindeversammlung hat man auch Gelegenheit Fragen zu stellen. Da steht der Gemeinderat gerne Rede und Antwort.
Die gesamte Finanzkommission hat demissioniert. Welche Fähigkeiten braucht, deiner Meinung nach, ein Finanzkommissionsmitglied?
Es braucht dazu weder einen Finanzcrack noch eine Parteizugehörigkeit. Es braucht einfach Neugierde und die Freude sich in der Gemeinde einzubringen. Ich möchte Leute jeden Alters ermutigen, sich zur Verfügung zu stellen.

Wie stellst du dir die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat vor?
Ich setze auf Konstruktivität und auf lösungsorientierte Diskussionen. Das ist für mich das A und O einer Zusammenarbeit. Auch die Zusammenarbeit mit den Fachleuten der Verwaltung stelle ich mir so vor.

Könntest du dir vorstellen selber einmal Gemeinderat zu werden?
Momentan habe ich andere Ziele im Leben. Die berufliche Karriere steht im Vordergrund und familiär bin ich inzwischen auch gut versorgt. Aber, sag niemals nie!

Welche Angebote der Gemeinde schätzt du speziell?
Für Kinder und Familien finde ich Sportplatz, Piratenspielplatz und die Spazierwege sensationell. Auch Neujahrsapéro, SBB-Tageskarten und Recyclinghof überzeugen mich. Sinnvoll finde ich auch die beiden Kindergärten in unserem langgezogenen Dorf. Das gewährt den Kindern einen kurzen und sicheren Weg.

Was müsste von der Gemeinde noch vermehrt geboten werden?
Da kommt mir höchstens der Internetauftritt in den Sinn. Dieser scheint mir etwas in die Jahre gekommen zu sein. Allerdings müssten natürlich auch die Nachfrage und die Mittel dafür da sein. Ich finde, dass im Rahmen des Möglichen in unserer Gemeinde wirklich viel geschieht.

Was ist Gontenschwil für dich?
Die Heimat. Ich freue mich, hier ein Haus gefunden zu haben, in dem wir als Familie fernab der hektischen Welt leben können.

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