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Freitag, 18.08.2017

Kennen Sie Christian Peter ... das Schulpflegemitglied?

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Die Schulpflege ist die Aufsichtsbehörde über die Schule. Sie überwacht nach Weisungen des Schulgesetzes den Unterricht, den Schulbetrieb und die Organisation der Schule. Es ist schwierig geworden, Leute zu motivieren, ihre Zeit und Kraft für diese Themen einzusetzen. Christian Peter ist seit einem guten halben Jahr Mitglied der Schulpflege Gontenschwil.

Christian, was hat dich bewogen, dich für dieses nicht ganz einfache Amt zur Verfügung zu stellen?
Ich hatte mich für die letzten Grossratswahlen aufstellen lassen und offenbar konnten sich einige an mich erinnern und fragten mich, ob ich nicht Interesse an einem Schulpflegeamt hätte. Ich entschied mich dann dafür. Allerdings mehr aus dem Gedanken heraus, dass es ja irgendjemand machen muss. Ausser mir war in diesem Moment keiner da, der sich zur Verfügung stellte.

Was sind deine Aufgaben, deine Ressorts?

Ich bin für das Ressort Kommunikation verantwortlich. Darunter fällt in erster Linie die Öffentlichkeitsarbeit. Ich sehe mich daher als eine Schnittstelle zwischen Öffentlichkeit und Schule. Als ich neu dabei war, veranstalteten wir z.B. einen Informationsabend für Eltern, wo über die aktuellen Vorgänge in der Schule berichtet wurde. Zudem umfasst mein Ressort auch die Organisation des nächsten Jugendfests.

Welches sind schwierigere Entscheide, die du mittragen musst?

Beschlüsse, bei denen es um finanzielle Aufwände für ein Kind und um das Kindswohl geht. Das sind schwierige Entscheide und Abwägungen. Dabei geht es ja auch immer um Gelder der öffentlichen Hand.

Welches sind die erfreulichen Momente deiner Arbeit?
Das kürzlich stattgefundene Schulschlussessen mit den Schulen Leimbach und Zetzwil. Ein paar Kinder haben an diesem Anlass für Lehrer und Behörden musiziert. Darüber habe ich mich sehr gefreut, weil ich spürte wie unglaublich viel Lebensfreude in diesen Kindern steckt.

Wo kannst du Hilfe holen, wenn du mal nicht weiter weisst?
Bisher gab es noch keine unlösbaren Schwierigkeiten. Sollte es aber mal soweit kommen, könnte ich mich natürlich mit den anderen Schulpflegemitgliedern austauschen.

Was lernst du für dich persönlich dabei?
Ich merke, dass in einer Gemeinde nichts einfach von selbst läuft. Es braucht immer jemanden, der sich dafür einsetzt. Ich bekomme einen tieferen Einblick in unser Schulsystem, was als Aussenstehender so nicht möglich wäre.

Wie hat sich die Schule seit deiner eigenen Schulzeit verändert?
Von meinem Alter her, bin ich der Schule noch relativ nah. Meine Schulzeit war geprägt durch reine Wissensvermittlung. Heute wird zusätzlich Wert auf die Förderung von sozialen Fähigkeiten und Integration gelegt.

Fahre fort:« In Zukunft wird die Schulpflege …
… genau den Job machen, den sie bis anhin machte».

Was wünschst du dir von den Gontenschwiler Eltern?
Ich wünsche mir als Mensch, nicht als Schulpflegemitglied, dass sich die Kinder geliebt fühlen dürfen. Das schaffen die meisten Eltern. Manchmal hindern Stress im Alltag oder sonstige Umstände die Eltern, dies ihren Kindern zu vermitteln. Schön wäre, wenn sie sich dann jeweils besinnen könnten, dass ihre Kinder ein Geschenk sind und nicht nur zusätzlicher Aufwand. Und dass sie in diesem Bewusstsein neue Energie für ihre Aufgabe als Eltern schöpfen könnten.

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