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Freitag, 30.11.2018

Abschluss des Feuerwehrjahres 2018

Text und Bild: Eing.

Ende Oktober wird das Feuerwehrjahr buchhalterisch abgeschlossen. Der Abschluss wird markiert durch das alljährliche Feuerwehrreisli und die Soldauszahlung.

Erwartungsfroh bestiegen wir nacheinander vor beiden Feuerwehrmagazinen den Car. Nachdem wir auch unsere letzte Kollegin aus dem Bett geklingelt hatten, konnte es definitiv losgehen. Da Fipu letztes Jahr verpennte, spendete er den ersten Apéro auf der langen Fahrt in die Ostschweiz.

In einer uns nicht ganz unbekannten Landbeiz irgendwo bei Wil SG hatte unser Aktuar und Reiseleiter das Kafi bestellt. Derart gestärkt erreichten wir Arbon am Bodensee und besuchten dort das Saurer-Museum. Ein kundiger Führer zeigte uns die interessantesten Exponate der legendären Schweizer LKW-, Motoren- und Maschinenschmitte. Das Museum ist wortwörtlich zum Anfassen: es darf hier gerne zu Fotozwecken auf einem der Veteranen hinter dem Lenkrad Platz genommen werden.

Als am Schluss noch ein Experte für die Webmaschinen desselben Herstellers auftauchte, staunten wir nicht schlecht, als er uns eine laute Webmaschine mit riesiger Endloslochkarte zur Herstellung von Handtüchern vorführte. Dass nicht nur diese Maschine voll funktionstüchtig war, sondern auch alle Lastwagen und Busse fahrfähig sind, ist umso eindrücklicher, wenn man erfährt, dass hier alles von Freiwilligen in ihrer Freizeit unterhalten wird!

Das Mittagessen fand in einer ebenso abgelegenen Wirtschaft statt, keine Ahnung, wie unser Reiseleiter diese Beizen jeweils findet!

Am Nachmittag besuchten wir die Mosterei Möhl, ihres Zeichen Herstellerin des bekannten «Saft vom Fass». Vor dem Infofilm begrüsste uns der Seniorchef höchstpersönlich und gab uns einige Infos zur Traditionsfirma, die erst vor wenigen Wochen das neue Besucherzentrum eröffnete und nach einer mageren Saison 2017 für dieses Jahr eine Rekordernte erwartete. Darum lief die Produktion auch am Samstag auf Hochtouren. Eindrücklich, mit welch raffinierter Technik die «Big Mama»-Presse auch den letzten Tropfen aus dem Mostobst holt. Die Firma beschäftigt unter anderem 5 Lehrlinge: Bevor diese den Lehrvertrag erhalten, müssen sie beweisen, dass sie sich zu Reiniungszwecken durch die enge Öffnung in die riesigen Holzfässer getrauen.

Nach der abschliessenden Degustation und mit vielen neuen Erkenntnissen machten wir uns wieder auf in die Heimat. Der harte Kern liess den Tag traditionsgemäss auf dem Homberg ausklingen.

Noch gemütlicher war es eine Woche später bei der Soldauszahlung in der Zetzbuer Homberghütte. Shuttlebusse erleichterten die An- und Rückreise ab den Magazinen. Vor Ort gab es wie immer Koteletts, Crèmeschnitten und allerlei Flüssiges, bis wirklich jeder genug hatte. Auch das legendäre Chessikafi nach alt überliefertem Rezept fehlte nicht. Vielen Dank den fleissigen Helfern, die uns diesen Abend jedes Jahr ermöglichen!

Nach dem Mättu die Soldlisten verteilt hatte, füllten alle AdF (wie wir ja seit einigen Jahren heissen) auch wieder das aufgestellte Kässeli, so dass wir auch nächstes Jahr diesen Anlass wieder «vermögen».

Wer sich für die Tätigkeiten der Feuerwehr interessiert, kann sich jederzeit bei unserem Kommandanten Roman Soland melden. Wie man sieht, kommt neben den gewissentlichen Übungen auch das Gesellige bei uns nicht zu kurz. Wir freuen uns immer über neue Kameraden!

Freitag, 30.11.2018

FC Gontenschwil: Grossartiges Advenstkranz-Jubiläum

Text und Bild: Thomas Moor

Die Fussballer des FC Gontenschwil haben nicht nur flinke Füsse, sie haben auch flinke Hände. Das beweisen sie jeweils speziell vor dem 1. Advent. Dann findet nämlich die traditionelle Kranzbindeaktion im Gasthof Löwen statt. In diesem Jahr konnte bereits das 50-Jahr-Jubiläum gefeiert werden.

Die Aktion Adventskranzbinden läuft auf Hochtouren. Im Saal im ersten Stock des Gasthof Löwen in Gontenschwil fühlt man sich einmal mehr wie in einem Wald. Nicht nur geruchsmässig, sondern auch optisch. Berge von Weisstannenzweigen, die ein Schneidekommando zuvor von den Ästen schneidet, liegen auf dem grossen Tisch im Saal und werden von über 50 Akteuren aus der 1. und 2. Mannschaft sowie Mitgliedern des Seniorenteams zu wunderschönen Adventskränzen gebunden. Im Vorfeld standen neben den B-Junioren ganz viele Kräfte (Forstamt, Baumt, Einwohnerkontrolle etc.) im Einsatz. Jetzt läuft die Produktion auf Hochtouren und alles ist generalstabsmässig geplant. «Früher hat sich jeder einen Ast geschnappt und seinen Adventskranz von A bis Z produziert», wie Heini Steiner erzählt. Unlängst wurde das Produktionsverfahren auf die rationelle Fliessbandtechnik umgestellt. Da gibt es neben Zweigschneider vor allem die Kränzler. Und wieder an einer anderen Station sitzen die Kranzfriseure, die überstehende Ästchen schneiden und dem Kranz die wunderschöne runde Form mit grösster Sorgfalt verpassen. Abschliessend wird der Kranz zur Veredelungstruppe weitergereicht. Diese spendiert den Kränzen die grossen Kerzen und die Föhrenzapfen. Das Tüpfchen aufs «i» setzt dann Rita Reinhard, welche mit dem roten Mäscheli das optische Schlussbouquet setzt. Danach tritt Kranzträger Benno Gautschi in Aktion. Auf einem Brett transportiert er die Kränze in den kühlen Lagerraum in der Löwenscheune. Zurück zu Rita Reinhard: Sie ist die Frau der ersten Stunde. Seit 50 Jahren hat sie kein Kranzbinden des FC Gontenschwil verpasst. Gleiches gilt auch für Heini Steiner. Er ist ebenfalls seit 50 Jahren dabei und als Organisator natürlich das Urgestein dieser Aktion – heute unterstützt von Namensvetter Beat Steiner.

FCG-Präsident Adi Joller bedankte sich speziell bei den Jubilaren für ihren grossartigen Einsatz. 5200 Kränze mit 20 800 Kerzen wurden seit 1969 produziert und jeweils am Samstag vor dem 1. Advent den über 75-Jährigen in Gontenschwil überreicht. Auch die Alterszentren in der Region und das Spital kommen jeweils in den Genuss eines Adventskranzes. Welch sympathische Aktion! «Ein einzigartiger kultureller Beitrag», wie es Gemeindeammann Renate Gautschy auf den Punkt bringt. In der Tat! Wenn Fussballer Kränze binden, kann man ihnen wirklich ein Kränzlein winden. Und die traditionelle Mehlsuppe, die ihnen von Yvonne und Alfred Bolliger offeriert wird, haben sie sich nach getaner Arbeit redlich verdient.

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Mittwoch, 28.11.2018

Weihnachtsbäume vom Geissenkragen 483

Text: Eing., Bild: Pixabay

Jedes Jahr werden in der Schweiz rund 1,2 Mio. Christbäume verkauft. Ca. 500‘000 Bäume pro Jahr werden in der Schweiz produziert, der Rest kommt vorwiegend aus Dänemark und Deutschland.

Schweizer Christbäume sind im Trend und erfreuen sich einer immer grösserer Beliebtheit, trotz der zum Teil widrigen Umständen und dem Preisdruck vom Ausland.

In der eigenen Kultur von Andreas Lüscher in Gontenschwil wachsen die Bäume und werden von ihm und seinen Helfern gepflegt. Er produziert mit grosser Sorgfalt und nur für regionale Abnehmer. Andreas Lüscher ist zudem Mitglied der «IG Suisse Christbaum», der Dachorganisation der schweizerischen Christbaumproduzenten.

Ganz wichtig für ihn ist der alljährliche Verkauf bei ihm zu Hause im Geissenkragen 483 in Gontenschwil. Dieses Jahr findet der Verkauf an den beiden Samstagen des 15. und 22. Dezember von 9 bis 16 Uhr sowie am Donnerstag, 20. und Freitag, 21. Dezember 2018 von 13 bis 17 Uhr, oder nach telefonischer Absprache (079 760 69 45 oder 062 773 11 07) statt. Im Angebot sind Nordmann-, Weiss- und Rottannen, sowie Blaufichten. Sie finden hier bestimmt Ihren passenden Baum! Auch Bunde mit Kranz-, Zier- und Deckästen können Sie kaufen.

Familie Lüscher und ihr Team freuen sich, Sie beraten und bedienen zu dürfen.

Mittwoch, 21.11.2018

«Räbeliechtli, Räbeliechtli, wo gohsch hi?»

Text und Bild: Fabienne Hunziker

Die Strassenbeleuchtung wurde ausgeschaltet und es konnte los gehen. Die Kinder trugen ihre schön geschnitzten Räbeliechtli durch die Strassen. Die fröhlichen Kinder sorgten mit den traditionellen Liedern und den warmen Lichtern für eine besinnliche und herzerwärmende Atmosphäre.

Für eine zauberhafte Stimmung in Gontenschwils Strassen sorgten auch in diesem Jahr die zahlreichen Räbeliechtli. Bereits etwas ungeduldig vom Warten, freuten sich die Kinder schliesslich, als der Umzug starten konnte. Man spürte ihre Vorfreude, endlich die geschnitzten Räben durch den dunklen Abend tragen zu dürfen. Am Umzug nahmen die Kinder des Kindergartens, des heilpädagogischen Kindergartens und der ersten und zweiten Primarschulklasse teil. Voller Freude wurden die eingeübten Melodien der bekannten Räbelichtli-Lieder zum Besten gegeben. Die Verwandten und Bekannten waren zahlreich erschienen, um dieses schöne, alljährliche Ereignis zu bestaunen. Stolz wurden die selbst geschnitzten, leuchtenden Unikate schliesslich präsentiert. Nach ursprünglicher Tradition wird die letzte Räbenernte mit einem Umzug durch die Dorfgassen gefeiert. Der Duft der leicht angebrannten Räben erinnerte wohl so manchen Zuschauer an seine eigene Kindheit. Obwohl heute vermehrt keine echten brennenden Kerzen mehr eingesetzt werden, blieb der glanzvolle Effekt stets derselbe. Ein schönes Finale boten die gemeinsam gesungenen Lieder in der Arena beim Schulhaus. Zum Abschluss des Abends genossen die Kinder einen feinen Hot Dog. Bei einer Grillbratwurst und heissen Getränken konnten auch die Erwachsenen den stimmungsvollen Abend in vollen Zügen geniessen.

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Mittwoch, 21.11.2018

Party bis zum Abwinken – mit dem STV

Text und Bild: Fabienne Hunziker

Ein bewährtes Rezept für eine richtig gute Party? Fetzige Musik, viel gute Laune, etwas Feines zu Essen und Getränke mit Schuss! Mit diesem gelungenen Menü lud der STV Gontenschwil bereits zum dritten Mal zur Hüttengaudi in die Mehrzweckhalle ein.

Die Vereinsmitglieder verwandelten die Mehrzweckhalle mit viel Herzblut und Liebe zum Detail in eine heimelige Alphütte. Super Stimmung war an diesem Wochenende garantiert. Nach dem Raclette-Plausch am Freitag stand für den Samstag die Hüttengaudi und Party bis zum Abwinken auf dem Programm. Die unzähligen bekannten Après-Ski-Hits, die eingängigen Schlager und Evergreens, welche die Coverband Indigo zum Besten gab, animierten die Besucher sofort zum Mitsingen und Mitfeiern. Die feschen Herren in Lederhosen und die Damen in den hübschen Dirndl und Blusen liessen es sich nicht nehmen, das Tanzbein zu den bekannten fröhlichen Melodien zu schwingen. Für das kulinarische Wohl sorgte das Küchenteam mit Älplermagronen und Raclettebrot. Spontan legten die Damen des STV einen fetzigen Tanz inklusive Schuhplattler aufs Parkett, welcher für grossen Jubel im Saal sorgte und den einen oder anderen freudigen Juchzer auslöste. Die gute Energie des Vereins war definitiv ansteckend. Hoch im Kurs an diesem kalten Abend war das «MüZwä» (Minzentee mit Zwetschgenschnaps), welches sogar «am Meter» bestellt werden konnte.

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Dienstag, 20.11.2018

Stahl, Stein und Holz aus Schweizer Handarbeit

Text und Bild: Jennifer Loosli

Frey Garten- und Metallbau in Gontenschwil erstellt Ihnen massgefertigte Metallelemente für Ihren Garten. Aber auch für komplette Umgestaltungen, Unterhaltsarbeiten und Neuanlagen steht der kompetente Ansprechpartner seinen Kunden zur Verfügung.

Als gelernter Forstwart weiss Andy Frey, wie mit der Materie Holz fachlich genau gearbeitet wird. Durch Weiterbildungen und diverse Arbeitgeber entwickelte er sich auch in den Bereichen Garten- und Metallbau weiter. Der Gontenschwiler bietet seinen Kunden keine 0815-Lösungen, sondern individuell und massgefertigte Produkte an. Bei einem umfassenden Beratungsgespräch nimmt sich der 37-jährige gerne Zeit für seine Kunden und geht auf ihre einzigartigen Ideen ein. Durch seine langjährige Erfahrung und seine Zielstrebigkeit konnte Andy schon viele Kundenwünsche perfekt umsetzen. Von der Blumenkiste bis zur Treppe, vom Lattenzaun bis zur Gartenbank, alles wird bei Andy Frey nach Mass gefertigt. So gehören auch Plätze, Pergolen und Bepflanzungen, wie auch Grünpflege und Grundstücksunterhalt zu seinem Angebot. Er übernimmt auch den Winterdienst für betagte Menschen in der kalten Winterzeit. «Ich komme gerne um fünf Uhr Morgens und beseitige den schweren Schnee für solche, die es selber nicht mehr können», so der Gartenbauer. Ein sympathischer und zuverlässiger Ansprechpartner, der bei grösseren Projekten auch auf Partnerfirmen zurückgreifen kann.

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Mittwoch, 14.11.2018

Im Büro – «Mäid in Schwiizerländ»

Text und Bild: Fabienne Hunziker

Mit dem gemischten Chor konnte man beim diesjährigen Konzert einen Tag im Büro verbringen. Unter der Leitung von Sylvia Furrer Schätti und der Zusammenarbeit mit dem Ensemble VOICE MAIL gelang es dem Chor, ein humorvolles und sehr unterhaltsames Programm zusammenzustellen.

Bravourös zeigte das Theaterensemble, dass Humor im hektischen Büroalltag durchaus Platz haben sollte. Mit witzigen Pointen führte es charmant durch das Programm. Nicht alle Angestellten waren gleich effizient und vom neuen Chef war das Büroteam auch nur mässig begeistert. Um die Pensionierung des Chefs musikalisch zu untermalen, durfte der bekannte Hit «Mit 66 Jahren» nicht fehlen. «Aber dich gibt’s nur einmal für mich», waren die Worte des untreuen Ehemannes der Angestellten Marga. «Dini Seel ächli lo bambälä» war dann schliesslich das Motto zum Feierabend. Der zweite Teils des Programms wurde vom Ensemble VOICE MAIL gestaltet. Mit «Mäid in Schwiizerländ» gelang der bünzligen Schweizer Familie, mit tollen Choreografien und einer riesigen Vielfalt an Schweizer Hits, ein feudales Feuerwerk zu zünden. Beliebte Hits von Polo Hofer, Mani Matter oder auch DJ Bobo wurden ebenso gelungen in das Stück eingebunden wie Volkslieder, die «Swiss Lady» oder «Gigi vo Arosa», von welchem das Grosi schwärmte. Das Publikum war vom Mix aus Tanz, Comedy und Gesang durchwegs begeistert. Es konnte herzhaft gelacht und mitgesungen werden. Zum Schluss wurde das Lied «Time To Say Goodbye» gemeinsam vom Chor und VOICE MAIL vorgetragen. Zum Mitsingen luden die Textblätter auf den Tischen ein, und so bildete «Alls was bruuchsch», gesungen in einem grossen Gesamtchor, ein tolles Finale.

Freitag, 02.11.2018

Kennen Sie Bruno Wiederkehr … den Jagdaufseher?

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Die Jagdsaison steht wieder vor der Tür und im Wald trifft man hie und da auf Warnschilder, die auf die Jagd aufmerksam machen. Bruno Wiederkehr ist seit vielen Jahren als Jagdaufseher und Hundeausbildner auf den Spuren unseres Wildes unterwegs. Die Bevölkerung ist gespalten in Jagdbefürworter und in jene, die diese konsequent ablehnen. Stichworte wie Treibjagd, Jägersprache und Ethik sind Themen, die uns interessieren.

Bruno, was ist die Jagd für dich?
Es ist eine Aufgabe und mein Beitrag an die Öffentlichkeit, den Wald und das Wild. Für mich ist es inzwischen nicht mehr wichtig zum Abschuss zu kommen und dafür den ganzen Tag hinter einem Baum zu stehen und zu frieren. Ich bin gerne mit meinem Schweisshund unterwegs, um anderen Jägern zu helfen, verletzte Tiere zu finden und dann eventuell zu erlösen.

Wie muss man sich einen Jagdtag vorstellen?
Es gibt die Einzeljagd im Sommer, bei der man alleine auf dem «Ansitz» oder auf der Pirsch ist. Bei dieser Jagd geht es um den Sommerbock, den Fuchs und den Dachs. Und im Winter gibt es die Jagd für die ganze Jagdgesellschaft, zu der man Treiber und Gäste einlädt.

Was genau ist die Bewegungsjagd oder Treibjagd?
Das ist die Jagd von Oktober bis Dezember mit Hunden und Treibern, bei welcher das Wild durch Stöberhunde aus seinen Einständen «gedrückt» wird. Der Jäger steht auf seinen markierten Ständen und versucht, «anzuwechselndes» Wild zu erlegen, wobei das Schiessen den kleinsten Teil der Jagd ausmacht.

Welches sind die Kriterien, dass ein Reh vom Jäger erlegt wird?
Vor dem Abschuss müssen viele Kriterien stimmen. Der Abstand zum Tier darf nicht grösser als dreissig Meter sein. Zu nah geht auch nicht, weil die Verteilung der Schrotgarbe nicht optimal wäre. Gelände, Strassen oder eventuelle Spaziergänger müssen ebenfalls genau abgewogen werden. Wenn eine Geiss mit ihrem Kitz kommt, schiesst man sicher nie auf das Muttertier.

Hat das Reh überhaupt eine Chance davon zu kommen?
Rehe sind sehr schlau und wendig. Sie rennen nicht kopflos weg, sondern bleiben stehen und schätzen die Situation ein, bevor sie die Flucht ergreifen. Wenn der Hund auf der Spur bellt, wie das den Hunden anerzogen wird, hat es gute Chancen davon zu kommen.

Hunde, die im Wald Rehe reissen sind immer wieder ein Thema. Was kannst du dazu sagen?
Wir haben hin und wieder Hunde die wildern. Das Reh wird von diesen stummjagenden Hunden überrascht und flieht nicht, weil es ihr Kommen nicht hört. Hofhunde sind oft gross und zu schnell für ein Reh. Von April bis Juli müssen die Hunde auch auf Waldstrassen und Waldrändern an der Leine sein. Da müssten wir Jäger natürlich mit unseren Hunden manchmal mehr Vorbild sein.

Was lernt ein Jagdhund bei der Ausbildung?
Für die Bewegungsjagd lernt er das «Stöbern», das bedeutet die Spur des Wildes am Boden zu verfolgen. Sobald er die Spur hat, muss er Laut (Spurlaut) geben. Stumm jagende Hunde sind auf der Jagd nicht zugelassen. Der Schweisshund hingegen lernt, Blutspuren von verletzten Tieren zu finden. «Schweiss» bedeutet in der Jägersprache das Blut, welches den Körper verlassen hat.

Was hat es mit der Jägersprache auf sich?
Die Jägersprache ist keine Verniedlichung, wie sie manchmal bezeichnet wird. Es ist überliefertes Kulturgut, wie auch das Blasen des Jagdhorns.

Welche Pflichten und Aufgaben hat der Jäger nebst der Jagd im Wald?
Das beginnt mit Kitzrettungen im Frühling. Meistens ruft der Bauer einen Tag vor dem Mähen an, damit wir die Wiese mit Fähnchen «verblenden» und die Geiss ihre Jungen rausholt. Wir helfen bei der Wildschadensverhütung mittels Zäunen oder Einzelschützen. Wir suchen nach Unfalltieren, helfen mit beim Heckenpflanzen und beim Aufwerten der Lebensräume des Wildes. Das Entsorgen von Füchsen, Dachsen, etc. nach Verkehrsunfällen gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Jäger.

Wie sieht es aus mit der Jägerethik während einer Jagd?
Am Ende des Tages bettet man die erlegten Tiere auf die «Strecke», auf ein Bett aus Tannästen. Jedes geschossene Tier wird geehrt, indem man es mit dem Jagdhorn «verbläst» und ihm, als «letzten Biss», einen kleinen Tannast in den «Äser» steckt. Die ganze Jagdgesellschaft ist anwesend, rekapituliert den Tag und schliesst die Jagd ab.

Wie sieht es mit dem Nachwuchs aus in Jägerkreisen?
In Gontenschwil haben wir keine Nachwuchsprobleme. Wir müssten fünf Jäger sein, sind aber momentan zehn. Ich bin der Älteste. Wir haben auch eine ausgebildete Jägerin.

Gibt es etwas, das du den Lesern mitgeben möchtest?
Ja, die Jagdgegner sollen doch bitte sachlich diskutieren und vielleicht auch einmal an einen Jagdtag mitgehen, um zu sehen, wie es wirklich zu und her geht.

Mittwoch, 31.10.2018

Kulturkommission: Rezitation mit Musik

Text und Bild: Eing.

Eine überaus grosse Zuhörerschaft fand am 25. Oktober 2018 den Weg ins Schulhaus Husmatt in Gontenschwil und lauschte den virtuos vorgetragenen Texten von Schauspieler und Dichter Hanspeter Müller-Drossaart, musikalisch begleitet vom Musikerehepaar Bachmann-Frey.

Nach einer kurzen Begrüssung durch die Präsidentin der Kulturkommission, Frau Ursula Kaufmann, eröffnete das Musikerehepaar Sabine und Sven Frey-Bachmann den Abend. Die Zuhörer merkten bald: Da sind leidenschaftliche Musiker am Werk.

Schon bald zog Hanspeter Müller-Drossaart die Zuhörer mit seinen Schilderungen und seinen meist kurzen Gedichten und Geschichten in seinen Bann. In seiner Reise durch die Schweiz brachte er mit seiner markanten Stimme die Zuhörer immer wieder zum Schmunzeln. Heitere und berührende Texte, Menschliches, ja gar Allzumenschliches wusste er meisterhaft vorzutragen. Schrullige Menschenportraits und Wort- und Klangspielereien wechselten sich immer wieder ab. Das Publikum spendete Applaus und erfreute sich an Müller-Drossaarts Wortwitz. Einige Geschichten regten sicher den einen oder anderen Zuhörer auch zum Nachdenken über das eigene Leben nach.

Hanspeter Müller Drossaart ist in einigen Literatursendungen meist in Hochdeutsch zu hören. In seiner Lesung zeigte er, dass er sich auch in Mundart prägnant ausdrücken kann.

Im Anschluss an den Anlass lud die Kulturkommission zu einem Apéro im Foyer ein. Die drei Künstler mischten sich unter die Gäste. Mit vielen anregenden Gesprächen fand der Abend seinen Ausklang.

Mittwoch, 24.10.2018

JONA – ein Prophet geht baden

Text und Bild: FABIENNE hUNZIKER

Am Kinderspieltag der ref. Kirchgemeinde Gontenschwil-Zetzwil wurde gesungen, getanzt, gebastelt und gespielt. Sozialdiakonin Rahel Fritschi nahm die 15 Kinder mit auf die spannende Reise von Jona, dem Propheten.

Rahel Fritschi gestaltete gemeinsam mit ihrem Praktikanten Joel Büchli, Nicole Widmer und zwei Konfirmandinnen einen gelungenen Spieltag für die Kinder, welche im Alter von 5 bis 11 Jahren teilnehmen konnten. Als ein kleines Theaterstück gestaltet, wurde den Kindern die Geschichte über den Propheten erzählt. Jona, welcher sich als etwas stur erwies und schliesslich im Trotz den falschen Weg einschlug, geriet auf seiner Schiffsreise in einen heftigen Sturm. Der nette grosse Fisch, den Gott zu Jona schickte, um ihn zu retten, wurde anschliessend von den Kindern gebastelt. Fröhlich wurden die Pet-Flaschen geschnitten und nach genauen individuellen Vorstellungen bemalt. Nach feinen Spaghetti zum Zmittag, viel Spass, Bewegung und Gesang nach der Mittagspause, lauschten die Kinder der Fortsetzung der Geschichte gespannt. Auch biblische Geschichten haben Happy Ends, die Kinder erfuhren, dass Gott viel Geduld und Humor hat, und mit seiner Barmherzigkeit Fehler vergeben kann. Weitere Kinderspieltage sind bereits geplant und werden rechtzeitig kommuniziert.

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Dienstag, 23.10.2018

Die feine Chässchnette vom Bänz

Text und Bild: FABIENNE hUNZIKER

Die «Militär-Chässchnetten» sind beliebt, wie beliebt zeigten die zahlreichen Besucher, welche sich diesen Gaumenschmaus auf keinen Fall entgehen lassen wollten. Die Vereinigung Schüeli hat auch dieses Jahr zum «Chässchnette-Ässe» eingeladen.

Es brutzelte in der Pfanne und die Produktion lief auf Hochtouren. Die Zeit für eine Stumpenpause oder zum Flirten mit den charmanten Damen fehlte da leider, scherzte Bänz Wiederkehr. Präsident Walter Forrer ist froh über seinen guten Draht zu Petrus, sei doch das Wetter für diesen Anlass in den letzten Jahren immer wieder wunderbar gewesen. Von den vorbereiteten 220 Portionen, bestehend aus Chässchnette und Salat, wurden bis auf drei Stück alle verkauft, so Claudia Forrer. Einige Besucher verzichteten auch gerne auf den Salat, und haben sich dafür lieber eine herrlich duftende Chässchnette mehr gegönnt. Mit geschätzten 180 Besuchern war dieser Anlass an diesem wunderschönen Herbsttag einmal mehr ein voller Erfolg.

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Mittwoch, 17.10.2018

Waldumgang des Forstbetriebs Buholz

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Der Forstbetrieb der Gemeinden Gontenschwil, Leutwil und Zetzwil führte, vor einer grossen Besucherschar aus allen drei Gemeinden, einen bemerkenswerten Waldumgang durch. Bilderbuchwetter und Interesse führte gegen hundert Leute auf den Wandfluhparkplatz, wo sich bereits Vertreter aller Gemeindebehörden und der gemeinsamen Forstkommission eingefunden hatten.

Zetzwils Gemeindeammann Daniel Heggli ergriff als erster das Wort und begrüsste die Gäste sowie die Verantwortlichen des Anlasses, Förster Peter Gautschi und Forstwart Dani Flückiger. Er erklärte, dass der Wald früher ein wichtiger Wirtschaftszweig gewesen sein. Heute habe der Wald, neben der Schutzfunktion für Luft und Boden auch eine grosse Bedeutung als Naherholungsgebiet. Gleichzeitig machte er Werbung für die Abstimmungsvorlage «Waldinitiative», welche nicht viel Geld koste, dieses aber wert sei, um die vielfältigen Leistungen, welche der Wald erbringen müsse, sicherzustellen.

Forstverantwortlicher Peter Gautschi wandte sich anschliessend mit einem Schmunzeln an die grosse Gästeschar. Er habe erwartet, «dass die Leute bei diesem Wetter etwas anderes zu tun hätten, als am Waldumgang teilzunehmen». Er erklärte, dass der Wald von der Arbeit früherer Generationen profitiere und dass das heutige Schaffen auf die nachkommenden Generationen ausgerichtet sei. Gleichzeitig informierte er kurz über den Ablauf des Nachmittags, welcher zu drei Posten im Wald führe.

Der ebenfalls anwesende Kreisförster-Stv. Philipp Hug erläuterte die Auswirkungen von Stickstoff, welcher zusammen mit anderen Nährstoffen wichtig für den Wald sei. Im Übermass verwendet bleibe er grossflächig im Wald hängen und belaste schleichend das Ökosystem und behindere die Vegetation. Er sprach von vermehrtem Parasiten- und Pilzbefall der Bäume. Handlungsbedarf sei vor allem in der Landwirtschaft. Das konsequente Ausbringen der Gülle mit Schleppschläuchen würde bereits eine Reduktion der Schadstoffe bewirken. Hug erklärte ebenfalls, dass der Laubwald in den letzten Jahren, im Vergleich zum Nadelwald, zugenommen habe und somit naturnaher aufgebaut werde. Mittels Waldinventar und Stichproben werden die 49‘000 ha Wald unseres Kantons regelmässig erfasst.

Der anschliessende Waldumgang, angeführt von Peter Gautschi, brachte den Teilnehmern Erkenntnisse über die Waldstrassenbewirtschaftung. Die Wege müssten immer wieder dem Wald abgerungen werden. So machte auch die Erklärung zum etwas befremdlich wirkenden, herbstlichen Laubblasen auf Waldwegen Sinn. Die Wege würden nämlich «verhumussieren», wenn man das Laub nicht entferne. Informationen über wirtschaftliche Probleme und das Überangebot an Chäberholz und Sturmholz in diesem Jahr brachten die Waldbesucher weiter zum nächsten Posten. Dort warteten Beni Sager und Fredy Hirter, von Hirter und Tschanz, mit einer ihrer grossen Maschinen, zu welcher sie Erklärungen rund um Holzschnitzel gaben. Eine eindrückliche Holzhackaktion vor Ort liess die Besucher staunen und weitere Fragen stellen.

Den Waldumgang rundete am nächsten Posten Forstwart Dani Flückiger mit einer Holzfällaktion ab. Er erklärte anschaulich, worauf es beim Fällen einer hohen Tanne ankomme und führte die Aktion danach gleich zielsicher und gekonnt durch. Das heftige Donnern des auf den Boden aufschlagenden Baumes ging manchem Besucher durch Mark und Bein. Zurück auf dem Wandfluhparkplatz warteten Festbänke, Getränke und Würste auf die Besucher. Kaum jemand hatte es eilig nach Hause zu kommen. Gerne schloss man diesen eindrucksvollen Nachmittag mit dem Forstamt Buholz im Austausch untereinander ab.

Dienstag, 16.10.2018

Der Fachexperte für Wasser und Wärme in Gontenschwil

Text und Bild: Jennifer Loosli

Sowohl planen als auch installieren, dies ist die Schnittstelle zwischen beiden Bereichen, die durch die Firma Wasser und Wärme GmbH aus Gontenschwil optimal gewährleistet wird. Ein junges und dynamisches Unternehmen, das sich der Heizung, Sanitär, Lüftung und Planung verschrieben hat.

Wer schon mal sein eigenes Haus umgebaut oder einen Neubau auf die Beine gestellt hat, weiss, mit wie vielen Unternehmen und Personen man zu tun hat. Nelson Lopes und Cedric Franek bieten von der Projektphase über die Energieausweisung bis hin zur Abnahme alles aus einer Hand an, und dies schätzen ihre Kunden sehr. Auch bei der Energieberatung eines alten Gebäudes, Badsanierungen bei Um- und Neubauten oder Kontrollen von Wohnungslüftungen steht die Wasser und Wärme GmbH ihren Kunden mit Rat und Tat zur Seite. Mit vielen modernen Ideen und Lösungen im Sanitärbereich konnten sie so schon viele schöne Projekte realisieren. Seit September 2018 trifft man die beiden im Schwarzenberg 307 in Gontenschwil an. Man trifft hier aber auch auf ein junges, aufgestelltes, flexibles und sehr eingespieltes Team. «Zu zweit sind wir viel effizienter, als wenn es über mehrere Schnittstellen geführt werden müsste. Da wir Planungen miteinander besprechen, können Fehler sofort minimiert und behoben werden» so Nelson Lopes, Geschäftsinhaber der Wasser und Wärme GmbH. Somit kann viel Zeit eingespart und dementsprechend auch mit weniger Kosten gerechnet werden.

Freitag, 12.10.2018

Liebi + Schmid AG: Haushaltsgeräte und Küchenbau

Text und Bild: Jennifer Loosli

Bei Liebi + Schmid AG finden Kunden alles rund um Haushaltsgeräte der Hersteller Schulthess, Miele, Bauknecht und vielen mehr. In den Ausstellungen in Schinznach-Dorf und Frick können sich interessierte Kunden beraten und inspirieren lassen.

Rund 35 Mitarbeiter im Bereich Montage, Service und Küchenbau, im Verkauf Innendienst, Buchhaltung, Büro/Dispo und Lernende kümmern sich Tag für Tag um die Anliegen und Wünsche der Kundschaft. Die Liebi + Schmid AG mit Hauptsitz in Schinznach-Dorf und einem Zweitsitz in Frick überzeugt mit schnellem, effizientem Service und vielen kompetenten Mitarbeitern, die mehrmals im Jahr geschult werden. Als Servicepartner von führenden Haushaltsgerätehersteller wie V-Zug, Bosch und Siemens, werden Reparaturen an sämtlichen Geräten vorgenommen, auch solchen, die nicht bei der Liebi + Schmid AG bezogen wurden. In Frick findet man eines der 50 Miele-Kompetenz-Zentren, die in der ganzen Schweiz bei ausgewählten Unternehmen anzutreffen sind. Auf einer Ausstellungsfläche von rund 200 m² finden Kunden jegliche Haushaltsgeräte, sowie vorgefertigte Küchen. Von der Planung bis zur Realisierung werden Kunden bei einer neuen Küchenidee bestens betreut. Mit einem Planungsprogramm kann die zukünftige Küche mit einer 3D-Ansicht aus jedem Blickwinkel betrachtet werden. Sanitäre Anpassungen, Kernbohrungen, Zentralstaubsauger und Küchenbauten gehören zu den weiteren Spezialbereichen der Liebi + Schmid AG.

Dienstag, 09.10.2018

Kennen Sie Rahel Fritschi ... die neue Sozialdiakonin?

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Rahel lebt seit Anfang Jahr mit ihren drei Kindern im Gontenschwiler Pfarrhaus und unterrichtet die Gontenschwiler und Zetzwiler Kinder in Sachen Religion und christlichen Glauben. Mit offenem und herzlichem Wesen geht sie auf alt und jung zu und ihr Händedruck bezeugt, dass jedermann ohne Voreingenommenheit willkommen und wahrgenommen ist.

Rahel, was genau sind deine Aufgaben in unserer Gemeinde?
Ich bin für den Religionsunterricht von der dritten bis zur neunten Klasse, inklusive Konfirmation, zuständig. Dazu gehören der Aufbau des Freizeitangebots im Bereich Kinder und Jugendliche, wie auch Gottesdienste und Seelsorge zu meinen Aufgaben.

Wie sah deine Ausbildung zur Sozialdiakonin aus?
Ich habe vier Jahre lang ein Vollzeitstudium am theologisch-diakonischen Seminar (TDS) in Aarau absolviert. Danach schloss ich mit dem Bachelor in Theologie und Soziale Arbeit in der Kirche ab. Dazu gehörten drei Praktika in Gemeinden und sozialen Institutionen. Begonnen habe ich meinen beruflichen Werdegang aber mit dem KV. Danach arbeitete ich während zwei Jahren in Zürich für eine Menschenrechtsorganisation.

Welches ist im beruflichen Alltag deine grösste Herausforderung?
Da gibt es zwei Sachen: Zum einen wirklich neue Leute für die Kirche zu begeistern und zu gewinnen. Zum anderen die Sozialdiakonie zu leben. Mein Beruf ist Berufung. Berufliche und private Beziehungen vermischen sich, was sehr schön ist. Man ist allerdings nie mehr bloss Privatperson.

Was kannst du uns zum Kinderspieltag sagen, der am Sonntag, 21. Oktober, stattfinden wird?
Das Konzept sieht vor, dass Kinder zwischen fünf und elf Jahren einen Tag lang Kirche auf lustige und spannende Art kennen lernen. Für die Kinder bietet sich so die Möglichkeit, biblische Geschichten zu erleben, was früher die Aufgabe der Sonntagsschule unserer Kirche war. Diesen Spieltag wollen wir dreimal pro Jahr durchführen. Weitere Informationen zum Anlass am 21. Oktober können im Inserat dieses Dorfheftlis entnommen werden.

Ist dieser Tag ausschliesslich für reformierte Kirchgemeindemitglieder bestimmt?

Nein, alle sind willkommen!

Hast du noch weitere Pläne, wie du Eltern und Kinder vermehrt in der Kirchgemeinde einbinden möchtest?

Ja, ich möchte mich vermehrt mit dem Team, welches das «Fiire met de Chliine» leitet, vernetzen. Und ich werde regelmässig generationsübergreifende Familiengottesdienste veranstalten.

Was ist deine Überzeugung, wenn es um die Begleitung von Kindern zum christlichen Glauben geht?
Ich freue mich, mit den Kindern ein Stück ihres Weges unterwegs zu sein und ihnen zu zeigen, dass sie bedingungslos geliebt werden und wertvoll sind. Sie dürfen so auch Gott als Vater kennenlernen, der für uns da ist. Schlussendlich und zusammenfassend versuche ich ihnen zu vermitteln, dass wir untereinander diese Nächstenliebe leben sollen.

Wie erklärst du deinen Kindern die Bibel?
Für mich ist die Bibel voller Geschichten über Menschen, die auf unterschiedlichste Art mit Gott unterwegs gewesen sind. Das ist es, was ich meinen Kindern aufzeige.

Welche Eigenschaft schätzt du an dir am meisten?
Meine positive und fröhliche Art. Ich gehe aufs Leben und die Menschen zu, ohne grosse Erwartungen.

Worauf freust du dich, wenn du in die Zukunft schaust?
Ich freue mich auf viele spannende Begegnungen mit Menschen aus unseren Dörfern und, dass die Kirche wieder ein Ort wird, wo man Freundschaft pflegt und füreinander da ist.

Mittwoch, 26.09.2018

20 Jahre: Jetzt kann der HUWA-Chef jubilieren

Text und Bild: Thomas Moor

Meistens sind es ja die Mitarbeiter, die für ihre langjährige Firmentreue geehrt werden und so den Sprung in die lokale Presse schaffen. Für einmal gibt es ein erfreuliches Jubiläum aus der Chef-Etage zu vermelden. Sämi Hunziker, Patron der Firma HUWA, feiert sein 20-Jähriges.

Die Zeit vergeht wie im Flug. Das kann niemand besser beurteilen, als der Inhaber der R. Hunziker AG in Gontenschwil, Samuel Hunziker. Und wenn von der Gontenschwiler Firma die Rede ist, spricht man im Volksmund kurz und bündig von der HUWA. Ein Name, der schweizweit in vieler Leute Munde, oder besser gesagt in vieler Leute Waschküchen ist. Seit über 100 Jahren werden in Gontenschwil Waschmaschinen der Marke HUWA produziert. Qualität und Langlebigkeit, verbunden mit Bedienerfreundlichkeit, sind die Markenzeichen der HUWA-Waschmaschinen und -Wäschetrockner. Werte, denen Samuel Hunziker als Firmeninhaber in dritter Generation ebenfalls verpflichtet ist.

Sein handwerkliches Rüstzeug holte sich Hunziker bei der Firma Erowa AG in Reinach. Dort machte er die Lehre als Maschinenmechaniker in Fachrichtung Werkzeugbau. «Ein genialer Lehrbetrieb», wie Samuel Hunziker zurückblickt. Nach der Lehrer besuchte er die Handelsschule und schloss diese mit Erfolg ab. Weiter folgten diverse Verkaufsschulen, um für den Einstieg in den Familienbetrieb gerüstet zu sein. Auf den Lorbeeren ausruhen kam für den jungen Berufsmann nicht in Frage. Innovativ, zielstrebig, offen für Neues und der in die Zukunft gerichtete Blick, sind ganz offensichtlich Gene, die dem heutigen Geschäftsführer damals schon in die Wiege gelegt wurden.

Am 1. Oktober 1998 war es dann soweit: Samuel Hunziker trat in den Familienbetrieb ein. «Tätig war ich in der Blechbearbeitung», wie er erklärt. Zudem war er zuständig für das Programmieren der Maschinen. Mit modernen CNC-Stanzmaschinen und -Abkanntpressen war man auf dem modernsten Stand der Technik und auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Etwas, was auch heute noch Gültigkeit hat. Will man im hartumkämpften Orchester der Waschmaschinenanbieter eine der ersten Geigen spielen, ist stehenbleiben nämlich strengstens verboten. Und so gesehen stand der Gontenschwiler Betrieb immer wieder für Investitionen und Innovationen. Aber auch Offenheit für Neues. So wie Samuel Hunziker, als er 2001 in einen Blitz-Serviceeinsatz musste. «Von der Elektronik hatte ich damals noch keine grosse Ahnung», wie er zugibt. Dieses Blatt hat sich in der Zwischenzeit längstens geändert. Mit learning by doing hat er sich ein fundiertes Fachwissen angeeignet, das ihn heute zu einem kompetenten Servicetechniker macht. Und so ist der Chef für Ferienablösungen und wenn das Arbeitsvolumen extrem hoch ist, immer wieder im Aussendienst anzutreffen. Der Service und die hohe Verfügbarkeit sind ebenfalls ein typisches HUWA-Markenzeichen. Die Servicedienstleistungen wurden sogar im Konsumentenmagazin K-Tipp gelobt. Apropos Lob: Damit geizt Samuel Hunziker, der zusammen mit seiner Frau Sarah die Firma 2011 übernommen hat, ebenfalls nicht. Als Gründe für den Firmenerfolg sieht er unter anderem nämlich die vielen langjährigen Mitarbeiter. Heute besteht die Belegschaft aus 15 Fachkräften inklusive Teilzeitangestellten. Pro Jahr verlassen rund 800 bis 1000 Waschmaschinen und Wäschetrockner den Hauptsitz im Gontenschwiler Industriegebiet. Unter anderem auch die sparsamste bodenbefestigte HUWA-Waschmaschine, die 2012 als Weltneuheit gefeiert werden konnte.

Freitag, 21.09.2018

Erzähltal: Pilotenleben

Text und Bild: Eing.

Der Begriff Erzähltag machte auch an diesem Anlass seinem Namen alle Ehre: Zwei erfahrene Piloten – Werner Frey und Dominik Simmen – erzählten auf unterhaltsame Weise aus ihrem Berufsalltag. Ein rundum gelungener Anlass.

Ursula Kaufmann, Präsidentin der Kulturkommission Gontenschwil, konnte im Saal des Restaurants Geisshof rund 80 Personen begrüssen. Sie führte ausgezeichnet und auf lockere Art und Weise durch den Anlass.

Am Tisch sassen zwei erfahrene Berufspiloten: Auf der einen Seite Werner Frey, ein ehemaliger Gontenschwiler. Er hat sein ganzes Berufsleben in der Fliegerei verbracht. Er arbeitete als Helikopterpilot und anschliessend war er als Linienpilot auf der ganzen Welt unterwegs. Heute ist er 69-jährig und pensioniert. Auf der anderen Seite sass der erst 28-jährige Dominik Simmen, ebenfalls ein Gontenschwiler. Er ist sehr jung in die Fliegerei eingestiegen und arbeitet heute als Basisleiter und Instruktor bei der Airport Helicopter AHB AG in Neudorf LU. Dominik hat seine vielversprechende berufliche Karriere noch vor sich. Bei beiden Piloten wurde der faszinierende Traum vom Fliegen Wirklichkeit. So erzählten die beiden spannenden Persönlichkeiten ausführlich aus ihrem Pilotenleben.

Die Zuhörer vernahmen wie ihre fliegerische Vorschulung verlief, wie sie mit sichtlichem Stolz ihren ersten Alleinflug unternahmen und ihr Pilotenbrevet in Empfang nehmen durften. So konnten sie ihre spannende Pilotenlaufbahn starten. Dazu gehört natürlich nicht nur die eigentliche Flugzeit, sondern auch die minutiösen Vorbereitungen auf jeden einzelnen Flug. Der aufmerksame Zuhörer merkte sofort, in der Fliegerei wird nichts dem Zufall überlassen. Mit einem Schmunzeln erzählten die beiden Piloten auch die eine oder andere spannende Reminiszenz aus ihrem Flugalltag. Schliesslich konnten auch die Zuhörer ihre eigenen Frage stellen und erhielten natürlich aus berufenem Munde eine fundierte Antwort.

«Würden Sie die Pilotenlaufbahn wiederum ergreifen?», fragte Ursula Kaufmann zum Schluss der Erzählrunde. Beide Piloten waren sich einig. Sie würden sofort und ohne zu Zögern wieder diese Laufbahn einschlagen. Fliegen fasziniert halt.

Beim anschliessenden Apéro, den die Kulturkommission offerierte, nutzten viele Besucher die Gelegenheit, die beiden Piloten auch persönlich kennenzulernen. Bald lockte der auf der nahen Wiese des benachbarten Landwirtschaftsbetriebs stationierte Helikopter Robinson RH22 die Besucher ins Freie. Da durfte natürlich das eine oder andere Erinnerungsfoto nicht fehlen.

Dienstag, 18.09.2018

Supermoto: Eine grosse Kiste erfolgreich gestemmt

Text und Bild: Thomas Moor

Für jeden etwas dabei – ob für Fahrer oder für Zuschauer: Die Schweizer Supermoto-Szene sorgte Mitte September für Action und spektakulären Motorsport. Gontenschwil wurde zu einem Mekka für Motorsportbegeisterte. Die insgesamt rund 4000 Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Ihnen wurde packender Rennsport auf der anspruchsvollen Strecke im Industriegebiet Mättenfeld praktisch nonstop geboten. Dass die Schweizer Supermoto-Szene überhaupt in Gontenschwil gastieren konnte, lag zum einen an den Firmeninhabern, die geschlossen grünes Licht für diesen Sportanlass gegeben haben. Nicht zu vergessen der GS-Club Oberwynental, der mit rund 100 Freiwilligen (inkl. Gastro-Team) eine grosse Kiste bravourös gestemmt und viel Schweiss und Herzblut in den Anlass investiert hat. «Die Rückmeldungen waren bisher alle positiv», wie OK-Präsident Ruedi Märki einen Tag nach der Veranstaltung sagte. Und auch Schweizer Supermoto-Crack Daniel Müller aus Muri sprach – stellvertretend für wohl alle Fahrer – von einer Topveranstaltung. «Das Fazit unmittelbar nach den zwei Renntagen fällt positiv aus», wie Ruedi Märki betont. Ob es eine Zweitauflage geben wird, liess er noch offen. Zuerst müsse alles sauber abgeschlossen sein und alle Zahlen auf dem Tisch liegen, wie er realistisch und richtig sagte.

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Donnerstag, 06.09.2018

In Gontenschwil waren die Cowboys und Countrygirls los

Text und Bild: Jennifer Loosli

Michèle Hennig ist begeistert von dieser neuen Methode, welche den Kundinnen und Kunden dauerhaft zu gesundem und glänzendem Haar verhilft. Mit Inhaltsstoffen aus der Natur, der bereits im Haar vorhandenen Substanz Keratin und der richtigen Anwendung, ist es möglich, fantastische Ergebnisse zu erzielen.

Botox für ihr Haar? Die revolutionäre Weltneuheit in der Coiffeurbranche macht dasselbe für das Haar, was Botox für die Haut macht. Durch den Anti-Aging-Effekt wird die Struktur geglättet. Die tierversuchsfreie und natürliche Produktelinie beinhaltet Granatapfelextrakt, Moringa (afrik. Baum) und die Haareigensubstanz Keratin. Mit einem Vorbereitungshampoo wird die Cuticula (oberste Schicht) des Haares geöffnet, der ph-Wert des Haares angepasst und somit gezielt dafür vorbereitet, die darauffolgenden Wirkstoffe optimal aufnehmen zu können. Ausserdem wird von Michèle Hennig und ihrem, für diese Technik ebenfalls ausgebildetem Team, im Vorfeld eine Haarmessung durchgeführt, um den Vorher-Nachhereffekt noch besser zu dokumentieren. Der «Keratin Filler» der Schweizer Firma Trinity Haircare, stärkt das Haar von innen heraus, schützt es vor UV-Strahlen, verleiht ihm Glanz und eine bessere Stabilität. Mit einer Air-Brush-Pistole wird der Wirkstoff aufgetragen und vorsichtig in die geöffnete Haaroberfläche einmassiert. Die Abschlussbehandlung, welche die selben natürlichen Inhaltsstoffe aufweist und zusätzlich mit pflegender Sheabutter ergänzt wurde, erfolgt in Form einer Haarmaske. Durch das «Auffüllen» des haareigenen Keratins, kann von Umwelteinflüssen, Meerwasser oder Färbemitteln strapaziertem Haar, neue Energie, Kraft und Volumen verliehen werden. Um ein spürbares Ergebnis über Monate hinweg zu erzielen, sind ca. drei bis vier Sitzungen notwendig. Für detaillierte Auskünfte und Informationen zu dieser Neuheit steht das kompetente Coiffure-Peter-Team gerne zur Verfügung.

Donnerstag, 06.09.2018

Eine neue Haartherapie – Jetzt bei Coiffure Peter

Text und Bild: Fabienne Hunziker

Michèle Hennig ist begeistert von dieser neuen Methode, welche den Kundinnen und Kunden dauerhaft zu gesundem und glänzendem Haar verhilft. Mit Inhaltsstoffen aus der Natur, der bereits im Haar vorhandenen Substanz Keratin und der richtigen Anwendung, ist es möglich, fantastische Ergebnisse zu erzielen.

Botox für ihr Haar? Die revolutionäre Weltneuheit in der Coiffeurbranche macht dasselbe für das Haar, was Botox für die Haut macht. Durch den Anti-Aging-Effekt wird die Struktur geglättet. Die tierversuchsfreie und natürliche Produktelinie beinhaltet Granatapfelextrakt, Moringa (afrik. Baum) und die Haareigensubstanz Keratin. Mit einem Vorbereitungshampoo wird die Cuticula (oberste Schicht) des Haares geöffnet, der ph-Wert des Haares angepasst und somit gezielt dafür vorbereitet, die darauffolgenden Wirkstoffe optimal aufnehmen zu können. Ausserdem wird von Michèle Hennig und ihrem, für diese Technik ebenfalls ausgebildetem Team, im Vorfeld eine Haarmessung durchgeführt, um den Vorher-Nachhereffekt noch besser zu dokumentieren. Der «Keratin Filler» der Schweizer Firma Trinity Haircare, stärkt das Haar von innen heraus, schützt es vor UV-Strahlen, verleiht ihm Glanz und eine bessere Stabilität. Mit einer Air-Brush-Pistole wird der Wirkstoff aufgetragen und vorsichtig in die geöffnete Haaroberfläche einmassiert. Die Abschlussbehandlung, welche die selben natürlichen Inhaltsstoffe aufweist und zusätzlich mit pflegender Sheabutter ergänzt wurde, erfolgt in Form einer Haarmaske. Durch das «Auffüllen» des haareigenen Keratins, kann von Umwelteinflüssen, Meerwasser oder Färbemitteln strapaziertem Haar, neue Energie, Kraft und Volumen verliehen werden. Um ein spürbares Ergebnis über Monate hinweg zu erzielen, sind ca. drei bis vier Sitzungen notwendig. Für detaillierte Auskünfte und Informationen zu dieser Neuheit steht das kompetente Coiffure-Peter-Team gerne zur Verfügung.

Montag, 03.09.2018

Kennen Sie René Bolliger ... den Schiedsrichter?

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

René, was ist Fussball für dich?
Fussball nimmt in meinem Leben einen grossen Stellenwert ein. Dieses Hobby begleitet meine Familie und mich schon seit Langem. Die Kinder sind mit Fussball gross geworden und meine Frau hat sich auch immer dafür interessiert. Während eines Spiels schaue ich aber jeweils mehr auf den Schiri, als auf die Spieler. Fussball bedeutet für mich seit fünfzehn Jahren, als Schiedsrichter aktiv zu sein.

Gibt es etwas, das dich an der diesjährigen WM speziell gefreut hat?
Das waren vor allem die tollen Schiedsrichterleistungen. Aber auch, dass die WM gut organisiert war.

Was hat dich eher gestört oder befremdet?
Die vorgetäuschten Verletzungen der Spieler. Aber auch der VAR (video assistant referee), welcher während dem Spiel eingesetzt wird, um die Fehlentscheide des Schiris zu korrigieren. Diese minimieren sich somit, was natürlich wichtig ist, weil es ja bekanntlich um sehr viel Geld geht. Anderseits verlieren die Schiedsrichter dadurch an Autorität, was nicht nur Vorteile hat.

Wäre an einer WM dabei zu sein, der absolute Wunschtraum eines Schiedsrichters?
Für einen jungen, ambitionierten Spitzenschiri sicher. Bei mir ist dieser Zug jedoch längst abgefahren.

Welche Schiedsrichterpersönlichkeit beeindruckt dich speziell und weshalb?
Pierluigi Collina und Massimo Busacca waren früher meine Idole. Die beiden haben mich absolut beeindruckt mit ihren meist fehlerlosen Leitungen der Spiele.

Womit motivierst du junge Leute, eine Schiedsrichterausbildung anzustreben?
Die meisten Junioren wollen natürlich lieber Fussballspielen als Schiedsrichtern. Als Verein muss man aber pro zwei Mannschaften einen Schiedsrichter stellen. So müssen wir regelmässig Junge motivieren, sich ausbilden zu lassen. Mit Argumenten wie «Lebensschule» und «Persönlichkeitsentwicklung» kann man sie in diesem Alter nicht wirklich begeistern. Was zählt sind dann schon eher die finanziellen Aussichten. Die Entschädigung pro Spiel liegt zwischen achtzig und hundert Franken, was natürlich neben dem Lehrlingslohn einen schönen Zustupf bedeutet.

Wie aufwändig ist die Ausbildung?
Nach einem dreitägigen Kurs ist man bereits offizieller Schiedsrichter. Dann fängt der junge Schiedsrichter bereits mit dem Leiten der Spiele von C-Junioren an. Während der ersten Partien ist jeweils ein Coach anwesend, der den Neuschiedsrichter betreut. Es werden auch regelmässig obligatorische Kursabende veranstaltet, die Wissen und neue Regeln vermitteln.

Gibt es eine wichtige Lebenserfahrung, die du vor allem dank deinem Amt als Schiedsrichter gelernt hast?
Als Schiedsrichter musst du zweiundzwanzig Charaktere unter einen Hut bringen, was nicht immer einfach ist. Am Ende des Spiels sind elf davon glücklich und die restlichen elf enttäuscht. Vor allem habe ich gelernt, in hektischen Situationen ruhig zu bleiben und ohne Vorurteile auf die Menschen zuzugehen.

Was kannst du uns über Gewalt gegen Schiedsrichter sagen?
In seltenen Fällen sind Schiris im Aargau körperlich attackiert worden. Diese Vergehen werden mit hohen Bussen und langen Sperren bestraft. Verbal muss man sich allerdings einiges anhören. Geht es unter die Gürtellinie, wehre ich mich mit gelben und roten Karten. Junge Schiedsrichter müssen sich jeweils mehr gefallen lassen, weil ihnen die Routine fehlt und sie sich noch nicht so gut durchsetzen können.

Der FC Gontenschwil will sich ab nächster Saison vermehrt der Nachwuchsförderung widmen. Wie sieht das konkret aus?
Wir sind mit zehn Juniorenteams (A- bis G-Junioren) in die neue Saison gestartet. Ziel ist es auch, ältere Junioren in die erste Mannschaft einzubauen, da viele Spieler im aktuellen 2.-Liga-Kader im Seniorenalter, also über dreissig Jahre alt sind.

Wie sieht für dich ein perfekter Sommertag aus?
Einen Match anschauen oder selber leiten. Ich bin aber auch sehr gerne mit offenen Augen in der Natur unterwegs und erfreue mich an neu entdeckten Vogelarten und Schmetterlingen.

Mittwoch, 22.08.2018

Ein Trio für alle Fälle

Text und Bild: fabienne Hunziker

In den kleineren Dörfern kennt sie meist jeder, in den grösseren Gemeinden werden sie oft weniger persönlich wahrgenommen: die guten Seelen für (fast) alle Fälle der Werkdienste und Bauämter. Gemeinsam mit der Unterstützung von Martin Haller und Matthias Richner leitet Markus Gloor das Bauamt seit über 4 Jahren.

Zu tun gibt es für die Mitarbeiter der Gemeindewerkdienste immer etwas. Die verschiedenen Jahreszeiten machen diesen Beruf sehr abwechslungsreich. Unterhaltsarbeiten rund um die öffentlichen Gebäude, der Gewässerunterhalt oder auch die Mithilfe bei Erdbestattungen erfordern den Einsatz des Bauamtes das ganze Jahr. Je nach Saison ist oft das Wetter der Taktgeber. Bei heftigen Gewittern oder Schneefällen muss schnell reagiert werden. Nicht alle Aufgaben sind exakt planbar, jedoch mache dies den Beruf immer wieder spannend, so der Bauamtsvorsteher und gelernte Maurer, Markus Gloor. Rund 40 Stunden beträgt der Aufwand, die 53 km Gemeinde- und Kantonsstrassen mit der Wischmaschine zu reinigen. Während diese Aufgabe meist recht gut planbar ist, erfordert der Winterdienst natürlich mehr spontanen Einsatz. Die Herausforderung darin besteht in den über 200 Metern Höhendifferenz des höchsten Punktes im Brünnelichrüz und des tiefsten bei der Kläranlage. Dass da die Schneeverhältnisse variieren können, liegt auf der Hand. Da die Vorgaben des reduzierten Winterdienstes eingehalten werden müssen, ist es nicht immer einfach, allen Bürgern auf die Schnelle gerecht zu werden. Nach den Sommerferien stand die Unkrautvernichtung an Strassen und Wegrändern an. Die Mischung aus Heisswasser, Essig und Kokosfettsäure ermöglicht den Bauämtern eine umweltfreundliche und effektive Bekämpfung ohne Chemie. Nach dem Informationsaustausch mit benachbarten Bauämtern und Gärtnern sowie Besichtigungen und Vorführungen dieses Geräts, wird dieses nun in diversen Gemeinden erfolgreich eingesetzt.

Mittwoch, 22.08.2018

Rein ins kühle Nass: Gutenberg-Jüngerinnen getauft

Text und Bild: Thomas Moor

Die Druckerbranche ist einem steten Wandel unterzogen. Eine schöne Tradition bleibt gottseidank unverändert: die Gautschete. Kürzlich wurde der alte Buchdrucker- und Schriftsetzerbrauch beim Drucksachenexpress/Schüch-Verlag AG in Gontenschwil feierlich zelebriert.

Die Kirchturmuhr schlug vier Uhr nachmittags, als die Packer im Drucksachenexpress und in der Schüch-Verlag AG ihres Amtes walteten. Im Visier hatten sie die beiden Lehrabgänger, Polygrafin Carolina Schöpfer und Printmedien-Verarbeiterin Jennifer Ortiz Buitrago. Nein, für sie gab es kein Entkommen. Sie wurden in einen Postpäckliwagen verfrachtet und dann ging es zum Ort des Geschehens. Genauer: Zu einem wunderschön blauen Kinderpool, wo ein kühles Bad – oder eben die Gautschete – auf die beiden wartete. Nachdem die Packer die beiden Damen ins kühle Nass befördert hatten, waltet Hanspeter Hagmann als Gautschmeister seines Amtes. «Packt an! Lasst seinen Corpus Posteriorum fallen auf diesen nassen Schwamm, bis triefen seine beiden Ballen. Der durstigen Seele gebt ein Sturzbad obendrauf. Das ist dem Sohne Gutenbergs die beste Tauf», wie er vor versammelter Schar verlauten liess. Mit der Gautschete werden den Lehrlingen die schlechten Gewohnheiten aus der Lehrzeit abgewaschen, wie es eine Überlieferung besagt. Die Gewohnheiten von Carolina Schöpfer und Jennifer Ortiz Buitrago dürften so schlecht nicht sein. Beide bleiben dem Drucksachenexpress und der Schüch-Verlag AG nämlich weiterhin erhalten.

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