Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 08.00 Uhr

zetzwil

Ortsbürger wollen keine Fusion

Text und Bild: Eing.

Die Ortsbürgerversammlung hat im vergangenen Jahr den Budgetposten für die Abklärung betreffend Auflösung der Ortsbürgergemeinde abgewiesen. Dies nahm der Gemeinderat zum Anlass, das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern zu suchen.

Der Gemeindeamman, Daniel Heggli, durfte 45 Ortsbürgerinnen und Ortsbürger begrüssen, was 26,5% aller Stimmberechtigten entspricht. Organisiert wurde der Anlass durch die Gemeinderäte Thomas Haller und Lilo Henkel, beides Ortsbürger.

Lilo Henkel bot den Anwesenden einen Einblick in das Kantonale Gesetz und Entstehung der Ortsbürgergemeinden. «Ortsbürgergemeinden haben keine politischen Aufgaben mehr, diese beschränken sich auf die Verwaltung des vorhandenen Vermögens». Jedoch durfte sich die Gemeinde Zetzwil in der Vergangenheit immer wieder auf die materielle Unterstützung der Ortsbürgergemeinde verlassen. Eine Ortsbürgergemeinde kann, im Gegensatz zur Einwohnergemeinde, Reserven bilden. Die Vermögensverhältnisse wurden aufgezeigt und es wurde darauf hingewiesen, dass per Ende 2019, die gesetzliche Forstreserve aufgelöst oder ein neuer Reservefond mit Reglement über die Verwendung gebildet werden kann.

Aus aktuellem Anlass wurde auch über den Stand der Sanierung der Wuhrhütte informiert. Thomas Haller zeigte auf, wie viele Fronstunden, vor allem vom Natur- und Vogelschutzverein, bisher geleistet wurden. Noch nicht erledigt ist die Sanierung der Stützmauer. Hier sind mehrere Varianten zu unterschiedlichen Kosten möglich. Die Diskussion und anschliessende Priorisierung ergab, dass die Anwesenden die günstigste Variante bevorzugen.

Die Ortsbürgerinnen und Ortsbürger hatten Gelegenheit, in kleinem Rahmen die Vor- und Nachteile einer Auflösung der Ortsbürgergemeinde zu diskutieren. Die Konsultativ-Abfrage ergab ein klares Ergebnis: 40 von 45 Anwesenden wünschen zum heutigen Zeitpunkt keine Auflösung der Ortsbürgergemeinde.

Lilo Henkel konnte den Anwesenden versprechen, dass die Ergebnisse dieses Workshops im Gemeinderat eingebracht werden und auch der mehrheitliche Wunsch nach einer Bürgerkommission dort besprochen wird.

Der Gemeindeammann, Daniel Heggli, durfte sich für die engagierte Mitarbeit bedanken und nahm auch mit, dass die Zetzwiler Bürgerinnen und Bürger den Kontakt mit der Exekutive in dieser Form sehr schätzen.