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Montag, 16.10.2017

Die Polizei rückt immer auch bei Feueralarm aus

Bild: ZVG

Die bevorstehende Zeit mit kalten Tagen, Weihnachtszeit und Neujahrsfestigkeiten bringen leider auch immer wieder Probleme mich unsachgemässen Verwendungen von Kerzen, Rechaud, Tischgrill und anderen, Hitze erzeugenden Haushaltgeräten.

Pro Jahr werden in der Schweiz ca. 17000 Unfälle mit Feuer verursacht, ein Drittel davon aus Fahrlässigkeit. Die Polizei muss nach einem Brandfall immer ermitteln. Daraus resultiert in den meisten Fällen eine Verzeigung an die zuständige Staatsanwaltschaft.

Es lohnt sich auf jeden Fall vor der Verwendung von Feuer und Flamme einen Sicherheitscheck in Ihrem Haushalt durchzuführen.

Hier die 3 wichtigsten Hinweise:

  • Wenn Feuer und Hitze im Spiel sind: Entfernen Sie sich nicht und sorgen Sie für genügend Sicherheitsabstand zu brennbaren Gegenständen (mindestens 30 cm bei Kerzen)
  • Lassen Sie defekte Haushaltgeräte unverzüglich durch einen Fachmann reparieren
  • Eine Brandlöschdecke oder ein Feuerlöscher gehört in jeden Haushalt. Rauchmelder können Brände frühzeitig anzeigen

Im Notfall
Bei Verbrennungen und Verbrühungen:

  • Verletzungen sofort während mindestens 15 Minuten unter fliessendem Kaltwasser kühlen
  • Mit brennenden Kleidern nicht rennen, sondern sich auf dem Boden legen und wälzen
  • Das Feuer mit einer Decke oder Kleidungsstücken aus Wolle löschen (keine synthetischen Stoffe!)
  • Kleider am Körper lassen, sonst besteht die Gefahr, Haut mitzureissen
  • Um Temperaturschocks zu vermeiden: Opfer zudecken, nicht zu essen und zu trinken geben.
  • Sanität oder Rega anrufen

Bei Bränden:

  • Alarmieren Sie die Feuerwehr und gefährdete Menschen
  • Retten Sie Menschen und Tiere
  • Versuchen Sie wenn möglich, den Brand zu löschen

Die Notrufnummern:

  • Sanität 144
  • Rega 1414
  • Feuerwehr 118
  • Polizei 117

Haben Sie Fragen? Ihre Feuerwehr oder Regionalpolizei gibt gerne Auskunft.
Broschüre: «Feuer und Hitze» bei www.bfu.ch herunterladen, lesen und anwenden.

Freitag, 22.09.2017

Sicher durch den Herbst

Bild: ZVG

Die ersten Nebelbänke sind da. Kürzere Tage und sinkende Temperaturen kündigen wie jedes Jahr die Herbstsaison an. Um Ärgernisse oder Schlimmeres zu vermeiden, machen wir Sie auf mögliche Gefahren aufmerksam.

Tipps für Autofahrer:
Im Oktober die Winterpneus mit mindestens 4 mm Restprofil montieren. Bei über fünfjährigen Pneus werden die Fahreigenschaften markant schlechter (Aushärtung der Gummimischung), über zehnjährige Pneus sollten nicht mehr montiert werden (unabhängig der Profiltiefe).

  • Funktionskontrolle der Beleuchtung
  • Frostsicheres Scheibenwischmittel auffüllen
  • Eiskratzer und Schneebesen mitführen
  • Mehr Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhalten
  • Vorsicht im Bereich von Fussgängerstreifen
  • Vorsicht beim Überholen
  • Tiere auf der Fahrbahn (Licht abblenden und hupen), riskante Ausweichmanöver vermeiden
  • Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen anpassen

Tipps für Velofahrer:
Tragen Sie helle Kleidung und einen Schutzhelm mit reflektierenden Elementen (Leuchtweste). Verwenden Sie hochwertige Beleuchtung (nicht blinkend), vorne weiss und hinten rot. Achten Sie darauf, dass Reflektoren am Fahrrad angebracht sind. Überprüfen Sie periodisch die Bremsen. Fahren Sie nie zu nahe an parkierten Autos vorbei und achten Sie auf den toten Winkel anderer Fahrzeuge. Kalkulieren Sie stets Fehler von anderen Verkehrsteilnehmer ein. Keines Falles den Vortritt erzwingen.

Tipps für Fussgänger:
Besonders gefährdet sind Kinder und Senioren. Machen Sie insbesondere Kinder auf die Risiken des Strassenverkehrs aufmerksam. Planen Sie allgemein genügend Zeit ein. Vor dem Überqueren der Strasse klare Absichten zeigen und den Blickkontakt mit dem Fahrzeuglenker suchen.

Fussgänger haben nicht das Recht, die Strasse zu überqueren, wenn Fahrzeuge so nahe sind, dass sie nicht mehr anhalten können.

Den Fussgängerstreifen erst betreten, wenn das Fahrzeug anhält. Bei Fussgängerstreifen mit Insel gilt jede Hälfe als unabhängiger Fussgängerstreifen. Seien Sie vorsichtig, Fahrzeuge kommen aus verschiedenen Richtungen.

Kommen Sie sicher durch den Herbst.
Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Freitag, 25.08.2017

Die Polizei rückt auch bei Ertrinkungsunfällen aus

Bild: ZVG

2,8 Millionen Schweizerinnen und Schweizer baden, schwimmen und haben Spass im Nass. Jährlich verletzen sich dabei 12 000 Personen, rund 20 ertrinken – davon ca. 16 im offenen Gewässer, 2 im Schwimmbad und einzelne beim Wasserspringen. Die Unfallrate hängt vom Badewetter ab.

Sommerzeit bedeutet Spass. Baden, Schwimmen und Schlauchbootfahren gehören in den warmen Tagen zu den beliebten Freizeitbeschäftigungen. Die Gefahren im Wasser werden aber oftmals unterschätzt.

Gut schwimmen können allein genügt nicht – im Wasser sollten auch Energiereserven und Gesundheit im grünen Bereich liegen. Schätzen Sie deshalb Ihre Fähigkeiten richtig ein, insbesondere beim Baden und Schwimmen in unbeaufsichtigten Gewässern, und benutzen Sie eine Auftriebshilfe.
Mit diesen Tipps schwimmen Sie obenauf:

  • Überprüfen Sie, ob Sie «wasserfit» sind. Lernen Sie schwimmen und schicken Sie Ihre Kinder in Schwimmkurse, wo sie den Wasser-Sicherheits-Check WSC absolvieren und Wasserkompetenz erwerben können. Schauen Sie sich dazu das Video auf wsc.bfu.ch an.
  • Informieren Sie sich über das Gewässer, in dem Sie baden möchten. Bleiben Sie am Meer im freigegebenen Bereich zwischen den Flaggen, am besten an den überwachten Stränden. Schwimmen Sie bei Zweifel an Ihrem Gesundheitszustand nur in einem überwachten Bad.
  • Behalten Sie Kinder am und im Wasser immer im Auge, Kleine in Griffnähe (max. 3 Schritte entfernt) auch wenn diese Schwimmhilfen tragen oder bereits etwas schwimmen können.
  • Beachten Sie die 6 Baderegeln der SLRG.
  • Tragen Sie beim Bootfahren gut sitzende Rettungswesten und verzichten Sie auf Alkohol. Beim Bootfahren gelten die gleichen Alkoholgrenzwerte wie im Strassenverkehr (0,25 mg/l) beachten Sie die Flussregeln der SLRG.

Weitere nützliche Informationen finden Sie immer unter www.bfu.ch

Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Freitag, 14.07.2017

Verhalten in einem Kreisel

Bild: ZVG

Rund, oval, drei oder vier Ausfahrten, doppelspurig, Lichtsignalanlage und Querung der Eisenbahn usw. Wir erklären Ihnen das richtige Verhalten im Kreisverkehr.

Was sagt das Gesetz?
Gemäss Artikel 41b der Verkehrsregelverordnung muss der Führer vor der Einfahrt in einen Kreisverkehrsplatz die Geschwindigkeit mässigen und den im Kreis von links herannahenden Fahrzeugen den Vortritt lassen. Bei der Einfahrt in den Kreisverkehrsplatz und, sofern kein Fahrstreifenwechsel erfolgt, bei der Fahrt im Kreis, muss der Führer die Richtung nicht anzeigen. Das Verlassen des Kreises muss jedoch angezeigt werden. Im Kreisel dürfen Velofahrer vom Gebot des Rechtsfahrens - auch bei Kreiseln mit mehreren Fahrstreifen - abweichen und in der Mitte der Fahrbahn fahren.

In den Kreisel einfahren:

  • Verlangsamen Sie vor dem Kreisel die Geschwindigkeit, seinen Sie bremsbereit.
  • Beim Einfahren in einen Kreisel müssen Sie kein Zeichen geben, da keine Richtungsänderung erfolgt.
  • Schauen Sie primär nach links, ob sich ein vortrittsberechtigtes Fahrzeug nähert. Gewähren Sie den Fahrzeugen von links den Vortritt, auch wenn diese noch nicht im Kreisel sind. Der von links kommende Fahrzeuglenker darf nicht behindert werden.
  • Fürs Einspuren bei Kreiseln mit mehreren Fahrstreifen benützen Sie den rechten Fahrstreifen, wenn Sie den Kreisel an der ersten oder zweiten Ausfahrt verlassen. Für alle anderen Ausfahrten bleiben Sie auf dem linken Fahrstreifen.

Den Kreisel verlassen:

  • Das Verlassen des Kreisels müssen Sie anzeigen.
  • Schneiden Sie anderen Verkehrsteilnehmern, insbesondere Zweiradfahrern, nicht den Weg ab.
  • Wenn Sie im Kreisel den Fahrstreifen wechseln müssen, um den Kreisel zu verlassen, dann haben Sie keinen Vortritt. Zeigen Sie allfällige Fahrstreifenwechsel an.

Wichtig:
Nicht einfach «Chopf abe ond dore», verlangsamen vor dem Kreisel! Nehmen Sie Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer!

Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Freitag, 30.06.2017

Gute Autokindersitze schützen Leben

Bild: ZVG

Die Themen Sicherheitsgurten und Autokindersitze geben immer wieder Anlass für viele Fragen. Zudem müssen wir bei Verkehrskontrollen immer wieder feststellen, dass Führer und Mitfahrer oft nicht angeschnallt und Kinder nicht richtig gesichert sind. Auch auf kurzen Fahrten ist es wichtig, sich und die Mitfahrenden richtig anzuschnallen.

Die Ordnungsbussentatbestände bei Verkehrskontrollen lauten wie folgt:

Ziff. 312.1
Nichttragen der Sicherheitsgurten durch die Fahrzeugführerin oder den Fahrzeugführer

Ziff. 312.2
Mitführen eines nicht gesicherten Kindes unter 12 Jahren

Ziff. 800.1
Nichttragen der Sicherheitsgurten durch die Mitfahrerin oder den Mitfahrer

Die Ordnungsbusse beträgt in allen Fällen Fr. 60.–

Wir verweisen Sie auf die neu erschienene TCSBroschüre: «Auto-Kindersitze 2017». Diese sehr umfassend informative Broschüre können Sie auf jeder Polizeidienststelle gratis beziehen. Bei Möglichkeit informieren Sie sich bitte auch unter folgendem Link:
https://www.tcs.ch/de/testberichte-rat/kindersitze/kinder-richtig-sichern.php. Flyer sind auf dieser Website auch in verschiedenen Sprachen zum Bestellen und zum Herunterladen bereit.

Haben Sie Fragen, melden Sie sich bei ihrem Polizeiposten.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Freitag, 16.06.2017

Lernfahrten: Das müssen Sie wissen

Irgendwann kommt der Tag: Ihre Tochter oder der Sohn möchten Autofahren lernen und Sie sollen sie oder ihn auf Übungsfahrten begleiten. Neben guten Nerven sind dabei noch andere Voraussetzungen und Bedingungen wichtig. Wir geben Ihnen eine Anleitung.

Allgemein:

  • Lernfahren sind grundsätzlich nur innerhalb der Schweiz erlaubt.
  • Bei jeder Lernfahrt muss ein «L» am Fahrzeug sichtbar befestigt sein.
  • Ausserhalb der Familie darf man nur eine Person pro Jahr auf Lernfahrten begleiten.
  • Die Handbremse muss beim Tragen des Sicherheitsgurtes wirksam durch die Begleitperson betätigt werden können.

Anforderungen an den Begleiter:

  • Die Begleitperson muss mindestens 23 Jahre alt sein.
  • Die Begleitperson muss seit wenigstens drei Jahren den entsprechenden Führerausweis besitzen und diesen nicht mehr auf Probe haben.
  • Die Begleitperson muss Fahrausweis und Fahrzeugpapiere mit sich führen.
  • Die Begleitperson darf nicht alkoholisiert sein.

Haftung und Versicherung:

  • Die Begleitpersonen müssen dafür besorgt sein, dass die Lernfahrt gefahrlos durchgeführt wird und die Verkehrsvorschriften eingehalten werden. Sie sind haftbar bei privaten Lernfahrten und können bestraft werden.
  • Für Begleiter von Lernfahrten reicht die normale Haftpflichtversicherung. Allerdings lohnt es sich kurz zu prüfen, ob man bei Versicherungsabschluss – um Prämien zu sparen – Lernfahrten nicht ausgeschlossen hat.

Bei Lernfahrten der Kategorien A1, A, B1 und F ist nicht zwingend eine Begleitperson mitzuführen. Mitfahrende müssen jedoch im Besitz des Führerausweises der entsprechenden Kategorie sein.

Lernfahrer dürfen verkehrsreiche Strassen erst befahren, wenn sie genügend ausgebildet sind, Autobahnen und Autostrassen erst, wenn sie prüfungsreif sind. Auf verkehrsreichen Strassen sind Anfahren in Steigungen, Wenden, Rückwärtsfahren und ähnliche Übungen untersagt.

Wir wünschen Ihnen weiterhin gute Fahrt!

Ihre Regionalpolizei.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Dienstag, 09.05.2017

Verkehrsgrundregel und 3A-Training

Bild: ZVG

Im Strassenverkehrsgesetz (SVG) steht im Artikel 26 als Grundregel:

  1. Jedermann muss sich im Verkehr so verhalten, dass er andere in der ordnungsgemässen Benützung der Strasse weder behindert noch gefährdet.
  2. Besondere Vorsicht ist geboten gegenüber Kindern, Gebrechlichen und alten Leuten, ebenso wenn Anzeichen dafür bestehen, dass sich ein Strassenbenützer nicht richtig verhalten wird.

Damit dieser Grundregel nachgelebt werden kann, ist das sogenannte 3A-Training von Nutzen.

Die drei A bedeuten:

  • Wie ist das Alter?
  • Wie ist die Aufmerksamkeit?
  • Welches ist die Absicht?

Wenn sich Kinder im Bereich der Strasse aufhalten, ist besondere Vorsicht geboten. Besonders die kleinen Kinder sind meist mit sich selber beschäftigt und achten nicht auf den Verkehr. Kinder können plötzlich auf die Strasse rennen oder fahren.

Jugendliche und Erwachsene sind im Strassenverkehr meist aufmerksam. Trotzdem ist auch bei diesen Altersgruppen mit überraschenden Verhaltensweisen zu rechnen, vor allem bei Jugendlichen. Sie gehen oft grössere Risiken ein als Erwachsene.

Ältere Menschen sind in der Regel weniger beweglich als junge und haben oft Mühe, sich in schwierigen Situationen zurecht zu finden. Das Seh- und Hörvermögen ist bei vielen Betagten beeinträchtigt. Die Angst vor Stürzen macht sie zusätzlich unsicher.

Vor allem im Innerortsbereich können mit einer vorausschauenden, beobachtenden Fahrt die verschiedenen Strassenbenützer und ihre Absichten richtig eingeschätzt werden. So kann gewährleistet werden, dass niemand behindert oder gefährdet wird.

Ist der Blick auf das geliebte Smartphone gerichtet, kann der Grundregel nicht oder nur ungenügend Folge geleistet werden. Dabei sind nicht nur Fahrzeuglenker, sondern auch Fussgänger, welche oft Strassenquerungen ohne jeglichen Blick nach links oder rechts vornehmen, gemeint.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Melden Sie sich bei Ihrer Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Donnerstag, 06.04.2017

Atemalkoholprobe

Bild: ZVG

Die vom Parlament im Rahmen von «Via Sicura» beschlossene beweissichere Atemalkoholprobe im Strassenverkehr wurde am 1. Oktober 2016 eingeführt. Neu wird es auch im Kanton Aargau so umgesetzt.

Zur Feststellung der Fahrunfähigkeit kann bereits heute eine Atemalkoholprobe durchgeführt werden. Das Ergebnis genügt aber nur dann als Beweis, wenn der Wert unter 0,80 Promille liegt und die betroffene Person diesen mit ihrer Unterschrift anerkennt. In anderen Fällen war für den Nachweis der Angetrunkenheit eine Blutprobe nötig.

Heute sind auf dem Markt technisch sehr hochentwickelte Geräte erhältlich, die auch im Bereich von 0,80 Promille oder mehr den Atemalkoholwert beweissicher bestimmen können. Diese werden in zahlreichen EU-Staaten und weiteren Ländern bereits seit längerem eingesetzt. Das Parlament hat deshalb im Juni 2012 im Rahmen von «Via Sicura» beschlossen, dass künftig auch in der Schweiz die Angetrunkenheit im Regelfall mit der Atemalkoholprobe bewiesen wird und eine Blutprobe nur noch bei Verdacht auf Betäubungsmittelkonsum auf Verlangen des Betroffenen oder in Ausnahmefällen nötig ist.

Bei einer Atemalkoholprobe wird gemessen, wie viel Alkohol die betroffene Person in ihrer Atemluft hat (Milligramm Alkohol pro Liter Atemluft; mg/l). Bei einer Blutprobe wird ermittelt, wie viel Alkohol jemand im Blut hat (Gramm Alkohol pro Kilo Blut; g/kg = Promille). Für die beiden Messarten werden somit unterschiedliche Messeinheiten verwendet.

Um den Wert einer Atemalkoholprobe in einer Blutalkoholkonzentration auszudrücken, kann das Ergebnis der Atemalkoholprobe einfach verdoppelt werden:

Missachtung des Alkoholverbots:
Atemalkoholkonzentration 0,05 mg/l
Blutalkoholkonzentration 0,10 Promille

Fahren in angetrunkenem Zustand:
Atemalkoholkonzentration 0,25 mg/l
Blutalkoholkonzentration 0,50 Promille

Fahren mit qualifizierter Alkoholkonzentration:
Atemalkoholkonzentration 0,40 mg/l
Blutalkoholkonzentration 0,80 Promille

Bei Fragen zum Thema Alkoholtests wenden Sie sich an den nächsten Polizeiposten.

Gute und sichere Fahrt!
Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Donnerstag, 02.03.2017

Richtig feuern

Bild: Pixabay

Richtig feuern im Freien, im Gartencheminée oder in einer Wohnraumfeuerung – ohne Belästigung der Nachbarn und der Umwelt:

Richtig feuern heisst emissionsarm mit naturbelassenem Stückholz wie Scheiten aus trockenem Nadel- oder Laubholz, die mindestens zwei Jahre an einem geschützten Ort im Freien getrocknet wurden. Im Weiteren dürfen Holzbriketts aus naturbelassenem Holz, welche die DIN-Norm erfüllen, verfeuert werden.

Verboten ist das Verbrennen von allen anderen Materialien. Dazu gehören auch Zeitungen, Zeitschriften, Karton, Verpackungsmaterial, sämtliche Kunststoffe, Hausabfälle usw.

Die Polizei wird oftmals gerufen, wenn im Quartier Geruchs- und Rauchemissionen unerträglich werden. Nach Ermittlung des Verursachers wird das Feuer gelöscht und die Angelegenheit mit einer Ordnungsbusse erledigt. Gemäss Art. 19 des Polizeireglements ist bei Verbrennen von Materialien in kleinen Mengen in bebautem Gebiet eine Ordnungsbusse von Fr. 150.00 fällig.

Deshalb ist es wichtig, möglichst legal, geruchs- und rauchfrei zu feuern, damit die Nachbarschaft nicht gestört und die Umwelt nicht belastet wird.

Leider muss bei Meldungen von Geruchsemissionen immer wieder festgestellt werden, dass Personen ihr Gartencheminée oder ihre Wohnraumfeuerung als kleine Kehrichtverbrennungsanlagen missbrauchen. Dies meistens bewusst zu nächtlichen Zeiten, wobei auch in solchen Fällen der Verursacher ermittelt werden kann. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Feuerungskontrolleuren können Aschenproben zur Untersuchung gesichert werden. Wird festgestellt, dass unerlaubte oder grosse Mengen Materialien verbrannt wurden, kann es zur Anzeige an die Staatsanwaltschaft kommen. Vergehen in Sachen Umweltschutzgesetz bedeuten oftmals sehr hohe Bussen.

Damit ein unliebsamer Besuch der Polizei betreffend widerrechtlichem Feuern vermieden werden kann, informieren Sie sich doch vorher im Internet über folgende Links:

https://www.ag.ch/de/bvu/umwelt_natur_landschaft/umweltschutzmassnahmen/luftreinhaltung/feuern_im_freien/feuern_im_freien_1.jsp

https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/bvu/dokumente_2/umwelt__natur___landschaft/umweltschutzmassnahmen_1/luftreinhaltung_3/Feuern-mit-Holz-gewusst-wie.pdf

www.fairfeuern.ch

Haben Sie weitere Fragen zum Thema? Fragen Sie ihre Regionalpolizei, ihren Kaminfegermeister oder Feuerungskontrolleur.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Donnerstag, 05.01.2017

Unfallstatistik im Strassenverkehr

Bild: ZVG

Einige Zahlen über die Entwicklung des Unfallgeschehens im Strassenverkehr zwischen 1965 und 2015 (Quelle: Status 2016 bfu):

Jahr Unfälle Verletzte Getötete
1965 55 311 29 538 1304
1970 74 709 35 981 1694
1980 67 160 32 326 1246
1990 79 436 29 243 954
2000 75 351 30 056 592
2010 58 928 24 237 327
2014 51 756 21 521 243
2015 53 235 21 538 253

Fazit dieser Statistik ist, dass trotz Mehrverkehr die Anzahl der Unfälle auf gleich hohem Niveau wie vor ca. 50 Jahren geblieben ist. Die Zahl der Leicht- und Schwerverletzten hingegen ist um ca. 1/3 zurückgegangen. Am erfreulichsten ist die Tatsache, dass sich die Zahl der Getöteten im Strassenverkehr um das Mehrfache reduzierte. Diese Zahl konnte nur schon in der Zeitspanne vom Jahr 2000 bis zum heutigen Zeitpunkt mehr als halbiert werden.

Präventionskampagnen, Aufklärung, Informationen, Verkehrsbildung, neue Assistenzsysteme an Fahrzeugen, repressive Kontrolltätigkeit der Polizei und weitere Massnahmen haben dazu beigetragen, dass sich die Zahl der Schwerverletzten und Getöteten im Strassenverkehr zum Besseren gewendet haben.

Es ist wichtig, in Zukunft diese Zahlen nicht nur zu halten, sondern noch weiter zu senken, denn jeder Verletzte oder Getötete ist einer zu viel und bringt den Betroffenen immer grosses Leid.

Für Unfälle im Strassenverkehr sind nach wie vor folgende schlechte Verhaltensweisen verantwortlich: Missbrauch von Alkohol, Drogen und Medikamente am Steuer, Zeitdruck, Ablenkung, ignorieren von Verkehrsregeln, zu schnelles Fahren, zu nahes Auffahren, Handy oder Essen und Trinken am Steuer usw.

Ist der Unfall passiert, gibt es kein Zurück. Deshalb ist es immer wichtig, das eigene Verhalten beim Lenken zu reflektieren, um schlechte Angewohnheiten so bald als möglich zu eliminieren, damit der Fahrstil sicher wird. Wir erwarten ein gutes Verhalten ja auch von den anderen Verkehrsteilnehmern.

Der neue Jahreswechsel steht bevor. Oft nimmt man sich für das neue Jahr gute Vorsätze. Warum nicht einmal beim Autofahren? Wir denken, es lohnt sich nicht nur für uns, sondern auch für die übrigen Verkehrsteilnehmer. Wir wünschen Ihnen ein unfallfreies 2017.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Donnerstag, 08.12.2016

Stalking

Bild: ZVG

Stalken ist heutzutage fast schon ein Modewort für belästigende Verhaltensweisen geworden. Als Fachbegriff wird er jedoch enger gefasst: Der Begriff Stalking stammt aus dem englischen Jägerjargon. To stalk bedeutet sich heranpirschen oder anschleichen und bezieht sich zumeist auf die zu erlegende Beute.

Heute wird unter Stalking das beabsichtigte und wiederholte Verfolgen und Belästigen eines Menschen, so dass dessen Sicherheit bedroht und seine Lebensgestaltung schwerwiegend beeinträchtigt wird verstanden.

Dass Menschen über längere Zeit nachgestellt wird und sie belästigt werden, ist kein neues Phänomen. Dennoch wurde diese Form des Verhaltens erst Ende der 80er-Jahre von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen.

Stalking ist ein heterogenes Phänomen. Die Stalker und Stalkerinnen verfolgen unterschiedliche Zielsetzungen und versuchen diese auf vielfältige Weise zu erreichen. Ausserdem handelt es sich oft um einen dynamischen Prozess. Das Vorgehen und die Motive des Stalkers bzw. der Stalkerin ändern sich häufig im Verlaufe der Zeit. Stalkinghandlungen können jeglichem Schweregrad entsprechen. Sie erstrecken sich von aufdringlichem Werben bis hin zu körperlichen und sexuellen Übergriffen.

Hier einige Beispiele für mögliche Verhaltensweisen eines Stalkers oder einer Stalkerin:

Donnerstag, 03.11.2016

Dämmerungseinbrüche

Bild: ZVG

In den Herbst- und Wintermonaten haben Dämmerungseinbrecher Hochkonjunktur. Sie machen sich die kurzen Tage zunutze und begehen ihre Einbrüche im Schutz der Dunkelheit sowie der Betriebsamkeit am Vorfeierabend.

Hier einige Tipps:

Signalisieren Sie Anwesenheit.
Aktivieren Sie mittels Zeitschaltuhren verschiedene Lichtquellen auf mehreren Etagen. Verhindern Sie den direkten Einblick in den Wohnbereich.

Lassen Sie die Aussenbeleuchtung beim Wohnhaus brennen.
Steuern Sie diese, wenn möglich, mit Bewegungsmeldern.

Pflegen Sie die Nachbarschaftshilfe.
Reden Sie mit den Nachbarn über das Thema Sicherheit. Betreuen Sie gegenseitig ihre Häuser und Wohnungen bei Abwesenheit.

Achten Sie auf verdächtige Personen und Fahrzeuge.
Melden Sie ungewöhnliche Vorkommnisse sofort der Polizei Nr. 117 oder 112

Falls ein Einbruch bereits stattgefunden hat, verhalten Sie sich folgendermassen:

Donnerstag, 06.10.2016

Verkehrsgarten Lenzburg

Bild: ZVG

Der Verkehrsgarten Lenzburg konnte in enger Zusammenarbeit zwischen der TCS-Sektion Aargau, der Ortsbürgergemeinde Lenzburg und der Regionalpolizei Lenzburg realisiert werden.

Die Anlage soll der Bevölkerung ermöglichen, die sichere Teilnahme am Strassenverkehr als Fahrrad- oder E-Bike-Lenker stressfrei zu üben. Dabei ist der Verkehrsgarten nicht bloss für Kinder gedacht. Auch erwachsene Zweiradlenker sind auf der Anlage herzlich willkommen.

Standort

Der Verkehrsgarten befindet sich auf dem Areal des alten Zeughauses an der Ringstrasse West in Lenzburg.

Benutzungs- und Betreuungszeiten

Die Anlage steht der Bevölkerung täglich zur freien Benutzung zur Verfügung.

Hinweise

Um die sichere und geordnete Benutzung der Anlage zu gewährleisten, beachten Sie bitte folgende Hinweise/Regeln:

  • Das Befahren der markierten Verkehrsflächen ist ausschliesslich mit Fahrrädern und E-Bikes gestattet (Ausgenommen Mieter und öffentliche Dienste für die Zufahrt zu den Mietobjekten)
  • Das Tragen von Fahrradhelmen wird empfohlen.
  • Kinder unter 10 Jahren dürfen die Anlage nur unter Aufsicht einer erwachsenen Person benutzen.
  • Die Benutzung des Verkehrsgartens erfolgt auf eigenes Risiko. Bei Unfällen wird jede Haftung abgelehnt.
  • Das Abspielen von Musik und das Verursachen von vermeidbarem Lärm ist verboten.
  • Wir bitten Sie, auf andere Benutzer Rücksicht zu nehmen.

Wir hoffen auf rege Benutzung des Verkehrsgartens. Bei Fragen melden Sie sich bei einem unserer Verkehrsinstruktoren der Regionalpolizei Lenzburg.

Ihre Regionalpolizei.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Mittwoch, 07.09.2016

Gemeinsame Patrouillen der Hallwilersee-Ranger und der Repol

Bild: ZVG

Die Seeanstösser-Gemeinden und die Kantone Aargau und Luzern haben sich im «Verein Hallwilersee für Mensch und Natur» zusammengeschlossen, um den Rangerdienst zu koordinieren und die finanziellen Mittel sicherzustellen.

Die Aufgaben der Ranger am Hallwilersee beinhalten folgende Schwerpunkte:

  • Die Ranger sind Ansprechpartner vor Ort für alle Besucher am Hallwilersee.
  • Sie geben Auskunft über die Landschaft, die Tier- und Pflanzenvielfalt rund um den See.
  • Sie informieren über die geltenden Regeln und sorgen für deren Einhaltung. Sie vermitteln bei Konflikten zwischen den unterschiedlichen Nutzungsgruppen und Erholungsuchenden.
  • Unterstützt werden die Ranger von den Polizeikorps der Kantone Aargau und Luzern.
Montag, 08.08.2016

Zivilcourage – Misch dich ein!

Bild: Pixabay

Zivilcourage heisst, sich für unsere demokratischen und rechtsstaatlichen Grundsätze einzusetzen. Jeder Bürgerin und jedem Bürger in unserem Land muss bewusst sein, welche Rechte und Werte dies sind und ob es sich lohnt, sich für diese einzusetzen. Zivilcourage kann nicht befohlen werden, schon gar nicht von der Polizei. Zivilcourage ist aber lernbar.

Das Wort Zivilcourage entstand im 19. Jahrhundert und setzt sich zusammen aus dem lateinischen civilis (= bürgerlich) und dem französischen courage (= Mut), das wiederum auf das lateinische cor (= Herz) zurückgeht; wir kennen im Deutschen ebenfalls die «Beherztheit». Zivilcourage bedeutet also wörtlich «Bürgermut»: mutiges Verhalten in einer eigentlich friedvollen, zivilen Lebenswelt, ganz im Gegensatz etwa zum Mut eines Soldaten im Krieg. Damit ist gemeint, dass es nicht immer schon grösstmögliche Gefahrensituationen braucht, um Mut zu beweisen – was die meisten Menschen ja auch dann nur notgedrungen tun, wenn überhaupt.

Der couragierte Bürger begibt sich durch sein Verhalten gewissermassen absichtlich, um nicht zu sagen mutwillig, in eine Gefahr, aber er hilft auf diese Weise, die friedliche Ordnung seiner Umwelt zu bewahren. Er geht aufmerksam durchs Leben und mischt sich ein, sobald er merkt, dass jemand ungerecht behandelt wird, auch wenn das mit einem Risiko für ihn selbst verbunden ist. Wenn zwei sich streiten, schaut er nicht weg.

Der nichtcouragierte Bürger hingegen, der sich bei Problemen einfach abwendet, nicht Stellung bezieht, nicht hilft und nicht eingreift, der entgeht zwar vielleicht einer momentanen Gefahr für sich selbst, aber er unterstützt damit indirekt die Kräfte, die schliesslich auch seinen bürgerlichen Frieden bedrohen.

Montag, 06.06.2016

Cybermobbing

Bild: Pixabay

Cybermobbing ist ein Phänomen, das in den letzten Jahren stark zugenommen hat, nicht zuletzt deshalb, weil auch die Verbreitung von Smartphones unter Kindern und Jugendlichen stark zugenommen hat:

Die modernen technischen Möglichkeiten, an jedem Ort, zu jeder Zeit und blitzschnell eine Textmitteilung, ein Foto oder ein Video erstellen, speichern und weiterleiten, auf irgendeiner Website hochladen und massenhaft mit anderen teilen zu können (z. B. mit WhatsApp), haben dem altbekannten Phänomen Mobbing eine neue, digitale Dimension hinzugefügt. Dabei liegen Ursprung und Angriffsziel des Cybermobbing nach wie vor in der realen Lebenswelt der beteiligten Personen: Mobbing nimmt seinen Anfang – und erreicht sein Ziel – auf dem Pausenplatz, in der Klasse, beim Sport.

Was ist Cybermobbing?

Man spricht immer dann von Cybermobbing, wenn mehrere Täter und/oder Täterinnen eine Person im Internet oder mittels Smartphones über einen längeren Zeitraum absichtlich beleidigen, bedrohen, blossstellen oder belästigen.

Was kann getan werden?

Wie kann man Cybermobbing verhindern, und was kann getan werden, wenn jemand vermutlich oder tatsächlich zum Cybermobbing-Opfer geworden ist? Der beste Schutz gegen Cybermobbing ist ein positives Schulklima. Wo sich Kinder und Lehrerschaft wohlfühlen, ist das Risiko von Cybermobbing bereits sehr gering. Denn Cybermobbing lebt immer auch von den Zuschauerinnen und Zuschauern, die sich für die Attacke interessieren, ohne selbst aktiv dabei mitzumachen. Es gilt also, diese mehr oder weniger Unbeteiligten davon zu überzeugen, dass es nötig ist, sich gegen Cybermobbing zu wenden und den Opfern zu helfen. Kinder und Jugendliche, die von einer Cybermobbing-Attacke wissen, sollten über diese Attacke mit einer Vertrauensperson sprechen, damit Eltern, Erziehungsberechtigte, Lehrer oder Lehrerinnen Einfluss nehmen und gegen das Cybermobbing einschreiten können. Stellen Sie sich als Vertrauensperson zur Verfügung!

Sprechen Sie mit ihren Kindern und deren Freunden über Cybermobbing und machen Sie ihnen klar, dass Mobbing immer unfair ist – und ganz schlechter Stil. Denn alles, was man in einer Gruppe und im Schutz dieser Gruppe böswillig gegen einen Einzelnen tut, ist feige.

  1. Beachten Sie Verhaltensveränderungen bei ihrem Kind.
  2. Sprechen Sie es auf die mögliche Ursache Cybermobbing an.
  3. Sichern Sie Beweise für Cybermobbing-Attacken! Drucken Sie Webseiten aus, speichern Sie Chatdialoge, löschen Sie unter keinen Umständen SMS oder MMS, die auf die Täterschaft hinweisen könnten. Dies ist für eine erfolgreiche Strafverfolgung durch die Polizei von grösster Bedeutung!
  4. Nehmen Sie Kontakt mit den Eltern der Cybermobbing-Täter auf und verlangen Sie, dass das Cybermobbing eingestellt wird.
  5. Besprechen Sie den Cybermobbingfall auch mit dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin und wo möglich mit dem Schulsozialdienst. Bestehen Sie darauf, dass sich auch die Schule um diesen Fall kümmert, vor allem, wenn die Cybermobbing-Attacke aus dem Klassenverband kommt.
  6. Wenn die Cybermobbing-Attacke nicht unverzüglich aufhört, informieren Sie auch die Polizei.
  7. Nehmen Sie externe Hilfe, zum Beispiel von einer Opferhilfestelle oder einer Jugendberatungsstelle, in Anspruch.

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich an Ihren nächsten Polizeiposten oder an eine weitere Beratungsstelle.

www.147.ch
www.skppsc.ch/link/jugenddienste
www.opferhilfe-schweiz.ch


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Montag, 09.05.2016

Mit fahrzeugähnlichen Geräten (fäG) unterwegs

Bild: ZVG

Ein wiederholter Aufruf der Polizei an die Vernunft und Verantwortung betreffend Befahren von Strassen, vor allem mit Skateboards.

Trotz wiederholten Hinweisen auf die Gefahren, ist erneut festzustellen, dass Jugendliche mit ihren Skateboards – namentlich in Tempo-30-Zonen, wo dies auch erlaubt ist – die Strassen mit sehr viel Risiko als Abfahrt benützen. Der Frühling mit seinen Gefühlen lässt grüssen. Zudem werden die Akteure immer jünger.

Übrigens, Fahrten mit fäG auf Hauptstrassen sowie verkehrsreichen Nebenstrassen sind verboten. Es sind die für Fussgänger üblichen Verkehrsflächen zu benützen. Bei Querungen wird empfohlen, diese zu Fuss zurückzulegen.

Dieses Tun mit den schnellen Skateboards ist bestimmt eine coole Sache und bringt garantiert den nötigen Kick. Wenn aber unsere Jugendlichen ohne jegliche Schutzbekleidungen, oftmals mit halbnackten Oberkörpern, sich an keine gängigen Verkehrsregeln halten, zudem bei einkehrender Dunkelheit ohne jegliches Licht oder mindestens reflektierenden Bekleidungen unterwegs sind, muss niemand verwundert sein, wenn sich ein tragischer Unfall ereignet. Im Weiteren ist zu beobachten, dass diese oftmals mit Ohrstöpseln versehenen Jugendlichen durch laute Musik abgelenkt werden und in gebückter Haltung – genau auf Höhe des Kühlergrills eines Personenwagens – in beachtlichem Tempo unterwegs sind. Dazu kommt noch, dass diese Abenteurer sich ab und zu auf der falschen Strassenseite befinden und bei Rechtsvortrittskreuzungen weder das Tempo drosseln noch einen Kontrollblick nach rechts werfen. Sie vergessen komplett, dass auch sie zum Rechtsvortritt verpflichtet sind.

Wenn der Schutzengel einmal nicht zur Stelle ist, muss ein unbescholtener Fahrzeuglenker ohne Eigenverschulden sich einem langwierigen Verfahren unterziehen, weil es zu einem Unfall mit einem unvernünftigen Jugendlichen kam.

Es nützt offensichtlich auch nichts, wenn die Polizei mit diesen Jugendlichen über ihr Verhalten spricht und auf die Gefahren aufmerksam macht. Es nützt vermutlich auch von Seiten deren Eltern nicht viel, welche bestimmt zuletzt wollen, dass ihre Sprösslinge einen schweren Unfall erleiden müssen.

Die Polizei empfiehlt deshalb einmal mehr sich dringend an folgende Punkte zu halten:

  1. Beherrschung des Gerätes: im Notfall richtig Bremsen, Ausweichen bei Hindernissen
  2. Sich an die Verkehrsregeln halten und das Tempo anpassen
  3. Strecke kennen: Rechtsvortritte, gefährliche Stellen, Kurven etc.
  4. Gute Schutzbekleidung wie Profis: Helm, Hand-Ellbogen-Knieschutz, Handschuhe
  5. Bei Dunkelheit obligatorisch: weisses Licht vorne, rotes Licht hinten, geeignet angebracht
  6. Unterlassen von Fahrten bei Nacht
  7. Sich nicht ablenken lassen: Musik, fahren in Gruppen etc.
  8. Kein Alkohol oder Drogen im Strassenverkehr

Haben Sie Fragen oder Anregungen, melden Sie sich auf Ihrem Polizeiposten.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Donnerstag, 07.04.2016

Trendfahrzeuge: Balanceboards, Monowheels, Stehroller usw.

Bild: ZVG

Ein neuer Trend aus Amerika und China hat sich derzeit in der Schweiz niedergelassen: Balanceboards, Monowheels oder Kickboards mit Elektromotor. In den Städten sind sie schon seit einiger Zeit verbreitet. Nun sieht man solche «Fahrzeuge» auch häufiger in ländlichen Gegenden. Erhältlich sind solche Trendfahrzeuge auf diversen Plattformen im Internet und Verkaufsgeschäften. Jedoch gibt es einige Tücken, die bei einem Kauf in Betracht gezogen werden müssen.

Die Vorschriften besagen, dass Solowheels und andere Elektrostehroller zur Kategorie der Leichtmotorfahrräder gehören, genau wie E-Bikes. Warum also ist das Herumfahren auf öffentlichem Grund trotzdem nicht erlaubt?

Die Problematik ist die fehlende Typengenehmigung für solche Fahrzeuge. Um sogenannte Trendfahrzeuge auf öffentlichem Grund benützen zu dürfen, bedarf es einer vom ASTRA (Bundesamt für Strassen) ausgestellten Typengenehmigung. Der Importeur oder der Verkäufer des Gerätes sollte die Typengenehmigung beim ASTRA einholen.

Nicht allen Elektrogefährten wird eine solche Genehmigung erteilt, denn sie dürfen maximal 20 km/h schnell sein und ihre Leistung darf 500 Watt nicht übersteigen. Gemäss technischen Anforderungen des Strassenverkehrsgesetzes müssen noch weitere Ausstattungsvorschriften beachtet werden (z. B. Licht, Rückstrahler, Bremsen usw.)

Wenn alle Anforderungen erfüllt sind, eine Typengenehmigung besteht und Jugendliche von 14 bis 16 Jahren über einen Führerausweis der Kategorie M verfügen, steht dem Fahrspass nichts mehr im Wege. Ab 16 Jahren wird für solche typengeprüften Fahrzeuge kein Führerausweis mehr benötigt. Falls keine Typengenehmigung vorhanden ist, dürfen diese Fahrzeuge lediglich auf abgesperrtem Areal / privatem Grund verwendet werden.

Zusammenfassend:

Ein Elektrotrottinett, welches max. 20 km/h fährt und eine maximale Motorenleistung von 500 Watt aufweist sowie den Ausstattungsvorschriften entspricht, gilt als Leichtmotorfahrrad. In diesem konkreten Fall sind keine Typengenehmigung und kein Kontrollschild erforderlich. Im Verkehr ist die Benützung von Radwegen und Radstreifen obligatorisch, da sie den Fahrrädern gleichgestellt sind. Von 14 bis 16 Jahren ist ein Führerausweis der Kat. M erforderlich. Ab 16 Jahren kann ohne Führerausweis gefahren werden.

Bei einem Elektrostehroller mit einer max. Geschwindigkeit von 20 km/h und einer max. Motorenleistung von 2000 Watt sind Typengenehmigung und Kontrollschild erforderlich. Zum Führen eines solchen Fahrzeuges gelten dieselben Altersangaben wie beim Elektrotrottinett.

Bei beiden Beispielen ist das Tragen eines Schutzhelmes nicht obligatorisch, wäre jedoch empfohlen.

Wichtig:

Kommt es zu einem Unfall eines Trendfahrzeuges, das weder den Vorschriften entspricht, noch eine Typengenehmigung vorweist, kann die Versicherung einen Regress geltend machen, und Sie müssen die Unfallkosten selber bezahlen.

Bei Fragen zu diesem Thema geben wir Ihnen gerne weitere Auskunft.

Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Montag, 07.03.2016

Parkschaden festgestellt oder Parkschaden verursacht, was ist zu tun?

Bild: Pixabay

Bei den folgenden Informationen beziehen wir uns nur auf Schäden an ruhenden Objekten, sogenannten Parkschäden, und nicht auf Unfallschäden, welche im Fahrverkehr verursacht werden.

Nach einem Einkauf stellen Sie fest, dass ihr parkiertes Fahrzeug beschädigt ist. Der Schaden kann vom einfachen Lackkratzer bis zur grösseren Beschädigung an den Stossstangen, Kotflügeln oder den Türen mit eingedrücktem Blech sein. Wichtig ist jetzt die Beschädigungen nicht zu berühren (Spurenschutz).

Im besten Fall ist der Verursacher noch vor Ort und hat auf Sie gewartet. Dann kann der Fall mit dem europäischen Unfallprotokoll geregelt werden. Ein solches Protokoll sollte in Ihren Unterlagen im Serviceheft immer vorhanden sein. Die Personalien können ausgetauscht und die entsprechenden Fahrzeugversicherungen anschliessend informiert werden. Die Polizei muss in diesem Fall nur beigezogen werden, wenn sich jemand auffällig benimmt (Fahrfähigkeit), bei Uneinigkeit oder bei verletzten Personen.

Im schlechteren Fall ist der Verursacher nicht mehr vor Ort, hat keine Nachricht hinterlassen oder wurde durch keine Drittperson beobachtet. Somit macht sich der Verursacher strafbar, auch wenn er vorerst nicht bekannt ist. Mittels der Anzeige durch Sie bei der Polizei wird von Amtes wegen ein Strafverfahren eingeleitet (Offizialdelikt; das heisst konkret, dass Sie die Anzeige nicht mehr zurückziehen können). Die Polizei nimmt den Schaden und die Spuren am Fahrzeug auf und versucht den Verursacher zu ermitteln. Dabei kann sie sich allenfalls auf Hinweise von Drittpersonen stützen oder es gehen Hinweise auf eine Pressemeldung ein. Möglich ist auch, dass die Polizei im Rahmen ihrer Tätigkeit ein entsprechend beschädigtes Fahrzeug feststellt. Nach Erstattung der Anzeige bei der Polizei können Sie Ihrer Versicherung den Schaden melden. Diese kann Akteneinsicht verlangen und somit erfahren, ob ein Verursacher ermittelt wurde. Es ist von Vorteil, wenn Sie einen Schaden so bald als möglich bei der Polizei melden (Spurenschutz).

Falls Sie selber aus irgendwelchen Gründen beim Einparken ein anderes parkiertes Fahrzeug anfahren, ist es wichtig, sich sofort um den entstandenen Schaden zu kümmern. Auch nur geringste Parkrempler können schnell zu Lackkratzern, leichten Blechbeulen oder Verschiebungen an Stossstangen führen. Nicht zuletzt müssen Sie damit rechnen, in dieser Situation beobachtet zu werden.

Somit ist es wichtig bei entstandenem Sachschaden den Geschädigten möglichst schnell zu benachrichtigen. Es reicht nicht, nur die Visitenkarte oder ein Zettel am Fahrzeug des Geschädigten anzubringen. Eine solche Nachricht kann zwischenzeitlich verloren gehen. Falls der Geschädigte unter keinen Umständen zu erreichen ist, muss der Vorfall sofort der Polizei gemeldet werden. Diese versucht umgehend den Geschädigten zu ermitteln. Dieser wird dann bei Erreichen mit Ihren Personalien bedient und aufgefordert, sich mit ihnen in Verbindung zu setzen. Im Normalfall ist für die Polizei die Angelegenheit damit erledigt.

Wenn Sie sich nicht wie beschrieben um den Schaden kümmern, müssen Sie mit einem unliebsamen Besuch der Polizei bei Ihnen zu Hause rechnen. Diese muss eine entsprechende Anzeige an die zuständige Staatsanwaltschaft erstellen. Zudem wird eine Kopie des Rapportes an das Strassenverkehrsamt weitergleitet und es muss somit auch noch mit einer administrativen Massnahme gerechnet werden.

Haben sie Fragen zum Thema? Melden Sie sich auf Ihrem Polizeiposten.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Montag, 01.02.2016

Geht Ihnen ein Licht auf?

Bild: Pixabay

Seit einiger Zeit muss das Fahrzeug auch am Tag mit eingeschaltetem Licht im Strassenverkehr unterwegs sein. Die neueren Fahrzeuge verfügen über das sogenannte Tagfahrlicht. Aber auch das Tagfahrlicht hat seine Tücken.

Es war einmal das Tagfahrlicht …

An einem schönen Sommertag steigen Sie in Ihr Fahrzeug, drehen den Zündschlüssel, das Tagfahrlicht geht automatisch an und Sie fahren los. Alles ist so, wie es sein muss. Vor sich hin pfeifend und in Gedanken schwelgend fahren Sie vor sich hin. Jetzt aber eine andere Situation: Gewitterwolken ziehen auf und es beginnt zu regnen! Oder es ist ein Herbsttag mit Nebel! Sie fahren immer noch mit eingeschaltetem Tagfahrlicht umher, die Sicht wird durch die Wetterbedingungen eingeschränkt. Aber was passiert nun …?

Vor lauter Tagfahrlicht …

Ihnen ist gar nicht bewusst, dass Sie bei eingeschaltetem Tagfahrlicht nur von vorne gut wahrgenommen werden. Hinten ist in den meisten Fällen kein Licht eingeschaltet, da es sich lediglich um ein Tagfahrlicht handelt. Dies ist ja auch noch kein Problem. Die Problematik taucht erst auf, wenn sich die Witterung drastisch ändert.

Moderne Fahrzeuge verfügen über Lichtsensoren, welche das Abblendlicht automatisch steuern und ab einer gewissen Dämmerung/Helligkeit einschalten. Regen, Schneefall oder Nebel haben keinen, oder wenn, dann nur wenig Einfluss auf den Lichtsensor und die Lichtsteuerung.

Nun ergibt sich folgende Situation:

Sie fahren immer noch in Gedanken schwelgend, glücklich vor sich hin pfeifend weiter. Sie haben den Lichtschalter auf der Position «automatisch» stehen und fahren natürlich ohne schlechtes Gewissen nur mit Tagfahrlicht umher. Durch den Schneefall ist die Sicht eingeschränkt worden. Aufgrund der hellen Lichtverhältnisse am Tag fehlt nun dem Lichtsensor das Signal: «Ouh, die Sicht ist eingeschränkt … ich muss das Abblendlicht einschalten.»

Polizeiliche Feststellungen:

Vermehrt wird festgestellt, dass viele Automobilisten vergessen, bei schlechter Witterung das Abblendlicht einzuschalten. Nur mit eingeschaltetem Tagfahrlicht werden Sie bei Nebel, Schneefall usw. nicht wahrgenommen.

Fazit:

Selbst wenn Ihr Fahrzeug mit Abblendlichtern ausgerüstet ist, die sich automatisch einschalten (kontrollieren, ob der Lichtschalter wirklich auf «Auto» steht!), müssen Sie das Abblendlicht manchmal manuell einschalten, da die Lichtsensoren nicht unbedingt in allen Fällen reagieren.

Geltende Vorschriften:

Bei starkem Regen, Schnee, Nebel, nachts, bei ungenügender Beleuchtung, schlechter Sicht oder im Tunnel ist unbedingt das Abblendlicht einzuschalten, da die Tagfahrleuchten zu schwach sind und ohne die Rücklichter funktionieren. Bei Fragen zu diesem Thema geben wir ihnen gerne weitere Auskunft. Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Montag, 11.01.2016

So oder so ist im Winter oft Geduld gefragt!

Bild: ZVG

Der Lenker als Gucklochfahrer dieses Fahrzeuges mit einer freigekratzten Frontscheibenfläche von nur ca. 20 x 25 cm wurde bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht. Er muss mit einer hohen Busse und dem Entzug seines Führerausweises rechnen.

Wer nur Sichtlöcher aus der vereisten Scheibe kratzt, handelt fahrlässig und gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Kommt es zu einem Unfall, kann die Versicherung die Leistungen kürzen oder auf den Unfallverursacher zurückgreifen.

Sind die Fahrzeugscheiben vereist, müssen die Frontscheibe und die vorderen Seitenscheiben freigekratzt werden. Zudem müssen für den Blick nach hinten auch der Rückspiegel sowie die Aussenspiegel enteist werden. Vom Warmlaufenlassen des Motors während des Enteisens ist abzusehen, denn dies ist gemäss Strassenverkehrsrecht verboten.

Im Weiteren müssen Front- und Rücklichter, Blinker und Kontrollschilder, Fahrzeugdach und Motorhaube von Schnee und Eis befreit werden. Herunterfallende Schnee- oder Eisstücke während der Fahrt können andere Verkehrsteilnehmer erschrecken, behindern oder zu gefährlichen Fahrmanövern zwingen.

Deshalb bitten wir Sie, besonders jetzt in der Winterszeit genügend Zeit für ein verkehrssicheres Fahrzeug einzuplanen. Eine Viertelstunde früher aufzustehen erspart Stress und Hektik. Handeln Sie richtig und verantwortungsvoll, bevor der Unfall passiert. Nachher ist es zu spät. Bei einer Verkehrskontrolle am frühen Morgen mit sauberen Scheiben und Beleuchtungen können Sie schnell wieder weiterfahren. Eine allfällige Anzeige an die Staatsanwaltschaft wegen vereister oder stark beschlagener Scheiben ist dann mit Umtrieben, grossem Zeitverlust und Nervenstress verbunden.

Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt mit Weitsicht. Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Freitag, 04.12.2015

Wir bringen Licht ins Dunkel

Bild: Pixabay

Nochmals zur Erinnerung: Die Tage werden kürzer und die Morgen- und Abendstunden versinken in der Dunkelheit. Achten Sie darauf, dass nicht Sie in der Dunkelheit versinken. Es liegt in der Natur des Auges, dass wir in der Nacht Farben und Details schlechter erkennen. Das wirkt sich auf die Sicherheit im Strassenverkehr aus. Bei Dunkelheit haben Fussgänger und Radfahrer ein dreimal höheres Unfallrisiko als am Tag. Bei Regen, Schnee und Gegenlicht erhöht es sich sogar bis auf das Zehnfache. Besser, Sie erhöhen Ihre Sichtbarkeit.

Wahrgenommen werden

Die Polizei stellt wieder vermehrt fest, dass zu Morgen- und Abendstunden Fahrradfahrer und Fussgänger zu wenig acht auf ihre Sichtbarkeit legen. Liebe Eltern, seien Sie dafür besorgt, damit Ihr Kind sicher zur Schule gelangt. Kontrollieren Sie, ob das Licht vom Fahrrad funktioniert. Dunkel gekleidete Kinder und Fahrräder mit fehlendem oder ungenügendem Licht sind nachts sehr schwer zu erkennen. Regen vermindert die Sichtbarkeit zusätzlich. Besonders gefährdet sind deshalb Kinder auf dem Schulweg im Winterhalbjahr. Mit dunklen Kleidern nimmt sie eine Autofahrerin oder Autofahrer erst aus einer Entfernung von 25 Metern wahr – die Zeit für eine Reaktion ist zu knapp. Mit guten, lichtreflektierenden Artikeln sind sie bereits aus einer Distanz von 140 Metern sichtbar.

Fussgänger

Bitte tragen Sie deshalb vor allem nachts immer Kleider mit lichtreflektierenden Bändern oder Aufklebern. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Im entsprechenden Handel sind alle diese kleinen «Schutzengel» zu kaufen.

Fahrradfahrer

Bitte stellen Sie frühzeitig sicher, dass an Ihrem Fahrrad, Mofa oder fäG (fahrzeugähnliche Geräte) die gesetzeskonforme Lichtausrüstung angebracht ist und auch funktioniert. Obligatorisch sind fest angebrachte rote Reflektoren hinten und weisse Reflektoren vorne sowie die gelben Pedalrückstrahler. Auch diverse Speichenreflektoren tragen zur Sicherheit bei, sind aber nicht vorgeschrieben. Bei Dunkelheit oder wenn schlechte Sicht es erfordert, ist das Licht einzuschalten.

Handeln Sie, bevor es zum Unfall kommt. Sonst ist es zu spät.

Kontrollen

In nächster Zeit werden auf dem Schulweg wieder vermehrt Lichtkontrollen durchgeführt. Fahrradlenker und Fahrradlenkerinnen, welche bei Dunkelheit ohne erforderliches Licht ein Fahrrad fahren, werden gebüsst (ab 15 Jahren) oder an die Jugendanwaltschaft verzeigt (unter 15 Jahren).

OBV, 604 Abs. 1:
Fahren ohne Licht bei beleuchteter Strasse nachts
CHF 40.–

OBV, 604 Abs. 2:
Fahren ohne Licht bei unbeleuchteter Strasse nachts
CHF 60.–

Bei Fragen zu diesem Thema geben wir Ihnen gerne weitere Auskunft.

Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Freitag, 06.11.2015

Der Schulweg und das Elterntaxi

Wir stellen fest, dass wieder vermehrt Kinder und Schüler in den Unterstufen von ihren Eltern mit dem Auto zum Kindergarten oder zum Schulhaus chauffiert werden (Elterntaxi).

Das Problem dieses Verhaltens besteht darin, dass diese Eltern möglichst nahe beim Kindergarten oder Schulhaus ihre Liebsten ausladen möchten. Dabei werden oft massiv Verkehrsregeln verletzt. Halten auf Halteverbotslinien, Fussgängerstreifen, Trottoirs, Nichtragen der Sicherheitsgurten durch Führer oder Kinder, Laufenlassen des Motors, usw. sind an der Tagesordnung. Die Regionalpolizei ist vor allem bei Schulbeginn nach den Sommerferien mit starker Präsenz jeweils vor Ort, um die Elterntaxichauffeure auf ihr Verhalten anzusprechen. Weitere Kontrollen an Hotspots in unserer ganzen Region werden sporadisch durch unsere Patrouillen durchgeführt. Dabei werden bei Verkehrsübertretungen auch Bussen ausgesprochen. Leider nützen auch diese Massnahmen vielerorts leider nicht viel.

In diesem Zusammenhang appellieren wir einmal mehr an Eltern schulpflichtiger Kinder, sich mit dem Schulweg ihrer Kinder so auseinanderzusetzen, dass der Weg zum Kindergarten oder zur Schule möglichst bald zu Fuss bewältigt werden kann.

Übung macht den Meister. Auch im Strassenverkehr. Kinder, die frühzeitig lernen, mit den Herausforderungen des Strassenverkehrs umzugehen, gewinnen Sicherheit. Der Schulweg eignet sich ideal, um richtiges Verhalten Schritt für Schritt zu trainieren, an der Hand der Eltern und mit Freundinnen und Freunden.

Bewegung ist gesund. Kinder die sich viel bewegen, sind leistungsfähiger und können sich besser konzentrieren. Bewegung und frische Luft beugen gesundheitlichen Problemen vor und sind wichtig für die körperliche Entwicklung. Der Schulweg eignet sich bestens als tägliche Trainingseinheit.

Taxifahrten zur Schule hindern die Kinder daran, die Gefahren des Strassenverkehrs kennenzulernen. Sie schränken ihre Möglichkeiten ein, richtiges Verhalten zu trainieren. Sie gefährden andere Kinder durch gefährliche Manöver im Schulhausbereich.

Wir möchten uns in diesem Zusammenhang bei allen Eltern bedanken, welche sich für einen Schulweg zu Fuss einsetzen und das Wort «Elterntaxi» nur vom Hörensagen kennen. Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Thema. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Freitag, 02.10.2015

Auf den Hund gekommen

Viele unter Ihnen haben einen vierbeinigen Freund zuhause. Es kann vorkommen, dass Ihr Freund mit der kalten Schnauze den Weg in die Freiheit findet und auf eigenen vier Pfoten die Welt auskundschaften möchte. Sie bemerken, dass Ihr geliebtes Haustier nicht mehr zuhause ist, und machen sich auf die Suche nach ihm. Vor lauter Hektik vergessen Sie Ihr Mobiltelefon mitzunehmen. Aber was nun? Wo ist mein Hund? Es wird langsam dunkel. Findet er den Weg wieder nach Hause? Wo soll ich mit der Suche beginnen? Laut schreiend «Fido! Fido!» gehen Sie durchs Quartier ...

Was tun, wenn Ihr Hund sich aus dem Staub macht?

Bevor Sie sich auf die Suche machen, besteht die Möglichkeit, es der Einsatzzentrale der Polizei oder dem nächsten Polizeiposten zu melden. Dies ist ein wesentlicher Vorteil, wenn Ihr Hund irgendwo aufgegriffen wird und es der Polizei gemeldet wird. Anhand der Meldung kann der Hundehalter sofort telefonisch erreicht und über den Auffund informiert werden. Nun ja, telefonisch erreicht werden? Wie zuvor erwähnt, vergessen viele das Mobiltelefon zuhause und sind somit nicht erreichbar. Die Polizei schickt eine Patrouille vor Ort, um den Mikrochip des Hundes auszulesen. Jeder Hund ist seit einiger Zeit obligatorisch mit einem Mikrochip versehen. Auf diesem Chip ist eine 15-stellige Nummer hinterlegt, mit der man in der ANIS-Datenbank den Hundehalter ausfindig machen und kontaktieren kann.

ANIS-Datenbank?

Jeder Hund wird als Welpe gechipt. Diese Chipnummer lautet auf den aktuellen Halter des Tieres. In dieser Datenbank sind sämtliche Halterdaten hinterlegt. Name, Vorname, Adresse, Telefonnummer, Name des Tieres, Rasse usw. Vergessen Sie nicht, bei einem Wohnungswechsel die Daten in der ANIS-Datenbank aktualisieren zu lassen. Informationen für eine solche Änderung finden Sie unter www.anis.ch.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass vielerorts Leinenpflicht herrscht. So zum Beispiel im Wald, Waldrand, am See, im Naturschutzgebiet usw. Nehmen Sie Rücksicht auf andere Tiere und Personen. Unbeaufsichtigtes Laufenlassen eines Hundes ist abhängig von Ihrer Gemeindegesetzgebung verboten. Eine solche Übertretung kann zu einer Ordnungsbusse führen.

Gemäss Hundegesetz müssen nachfolgende Punkte ebenfalls eingehalten werden:

  • Hunde dürfen weder Mensch noch Tier gefährden
  • Hunde jederzeit unter Ihrer Aufsicht und Kontrolle halten
  • Hundekot aufnehmen und entsorgen
  • Hunde nur Dritten anvertrauen, die in der Lage sind, die Hundehalterpflichten zu erfüllen

Weitere Informationen zu Haltervorschriften, Sachkundenachweise usw. finden Sie im Internet.

Falls Sie Ihr Haustier über eine längere Zeit vermissen, sei es Ihr Hund oder Ihre Katze, wenden Sie sich an die Schweizerische Tiermeldezentrale: www.stmz.ch

Bei Fragen zum Thema Tierschutz- oder Hundegesetz wenden Sie sich an Ihren nächsten Polizeiposten.

Wir wünschen Ihnen einen wunderschönen Herbstspaziergang mit Ihrem Vierbeiner.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Freitag, 04.09.2015

Ablenkung im Strassenverkehr

Wir möchten Ihnen die Verkehrsgrundregel im Strassenverkehr in Erinnerung rufen:

«Jedermann muss sich im Strassenverkehr so verhalten, dass er andere in der ordnungsgemässen Benützung der Strasse weder behindert noch gefährdet. Besondere Vorsicht ist geboten gegenüber Kindern, Gebrechlichen und alten Leuten, ebenso wenn Anzeichen dafür bestehen, dass sich ein Strassenbenützer nicht richtig verhalten wird.»

Im Zeitalter der pausenlosen Kommunikation ist leider festzustellen, dass sich viele Fahrzeuglenker, namentlich Fahrradfahrer, sich diesbezüglich um keinerlei Verkehrsregeln kümmern. Auf Schulwegen nimmt die Unart leider rasant zu, sich während der Fahrt mit der ganzen Welt zu unterhalten. Es muss nicht weiter erläutert werden wie gefährlich sich dieses Verhalten auswirken kann. Wir bitten die jungen Fahrzeuglenker, sich beim Fahren so zu verhalten, dass sie sich selber sowie andere Verkehrsteilnehmende nicht gefährden. Nach einem Unfall ist es zu spät, einsichtig zu werden. Wir weisen auf die unzähligen Präventionsfilme auf YouTube, zum Beispiel der Kantonspolizei Lausanne, Solothurn, Zürich, usw. hin. Diese sollten eigentlich allen die Augen öffnen und dazu bewegen, ein schlechtes Verhalten zu ändern. Uns liegen vor allem fahrradfahrenden Schüler und die Fussgänger am Herzen, welche kein Blech um sich haben und am ungeschütztesten unterwegs sind. Deshalb beim Telefonieren und Schreiben mit dem Handy bitte anhalten und absteigen. Fussgänger sollen beim Überqueren der Strasse den Blick auf den Verkehr und nicht auf das Handydisplay halten.

Bei Fragen oder Anregungen wenden Sie sich an Ihre nächste Polizeistation.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Montag, 10.08.2015

Erster Schultag

Die Sommerferien sind vorbei. Für viele beginnt wieder der normale Arbeits- und Schulalltag. Aber Vorsicht! Für einige Kinder ist es der erste Schul- oder Kindergartentag. Machen Sie den Kindern den Schulweg nicht schwerer, als er schon ist. Ob als Eltern oder als Verkehrsteilnehmer, helfen Sie mit und tragen Sie einen Teil zur Verkehrssicherheit bei.

Sorgen Sie als Eltern dafür, dass Ihre Kinder sichtbar im Strassenverkehr teilnehmen. Sichtbare Kleidung ist das A und O für Ihre Kinder. So werden sie frühzeitig von Automobilisten wahrgenommen. Begleiten Sie Ihre Kinder zu Fuss zur Schule oder in den Kindergarten. Helfen Sie mit, damit sich die Kinder auf dem Schulweg sicher fühlen. Auch so fühlen Sie sich als Eltern sicherer. Vermeiden Sie die sogenannten Elterntaxis. Diese stellen eine zusätzliche Gefahr im Strassenverkehr, insbesondere in der Schulzone, dar. Sie parkieren das Fahrzeug nur schnell auf dem Trottoir, um Ihre Kinder aussteigen zu lassen und vergessen dabei völlig alles um sich herum.

Lassen Sie Ihre Kinder gemeinsam zur Schule gehen. Das Miteinander auf dem Schulweg fördert das soziale Umfeld Ihrer Kinder. Helfen Sie Ihren Kindern, wie man sich am Fussgängerstreifen richtig verhält.

Warte, luege, lose, laufe

Als Automobilist haben Sie eine grosse Verantwortung gegenüber unseren kleinsten Verkehrsteilnehmer. Verhalten Sie sich als Fahrzeuglenker ebenfalls richtig am Fussgängerstreifen:

  • Nähern Sie sich behutsam
  • Schliessen Sie zum Fussgängerstreifen auf
  • Halten Sie das Fahrzeug komplett an
  • Geben Sie allenfalls Handzeichen

Kinder überqueren die Strasse erst, wenn das Fahrzeug komplett still steht.

Halt bevor’s knallt

Gemeinsam für die Sicherheit unserer Kinder. Gerne nehmen wir Ihre Anliegen, weitere Themen oder konstruktive Kritik entgegen. Schreiben Sie uns eine Nachricht: info@repolagsued.ch oder regionalpolizei@seengen.ch. Für Fragen und andere Anliegen stehen wir gerne zur Verfügung.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Donnerstag, 02.07.2015

Drohnen und Flugmodelle

Drohnen sind ferngesteuerte, meist kleinere Fluggeräte. Sie sind rechtlich den Flugmodellen gleichgestellt. Bis zu einem Gewicht von 30 Kilogramm dürfen sie grundsätzlich ohne Bewilligung eingesetzt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass der «Pilot» jederzeit Sichtkontakt zu seiner Drohne hat. Zudem dürfen keine Drohnen über Menschenansammlungen betrieben werden.

Drohnen sind ferngesteuerte, meist kleinere Fluggeräte. Sie sind rechtlich den Flugmodellen gleichgestellt. Bis zu einem Gewicht von 30 Kilogramm dürfen sie grundsätzlich ohne Bewilligung eingesetzt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass der «Pilot» jederzeit Sichtkontakt zu seiner Drohne hat. Zudem dürfen keine Drohnen über Menschenansammlungen betrieben werden.

Drohnen werden ferngesteuert für bestimmte Zwecke wie Bildaufnahmen, Vermessungen, Transporte, wissenschaftliche Untersuchungen usw. eingesetzt. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Einsatz gewerbsmässig, privat, beruflich oder wissenschaftlich erfolgt. Im Gegensatz dazu stehen Flugmodelle wie Modelflugzeuge, Modelhelikopter usw., die für Freizeitaktivitäten genutzt werden. Hier steht die Ausführung des Fluges und die Freude daran im Vordergrund.

Zu beachten gelten im Weiteren folgende Regeln:

  • Sofern der «Pilot» jederzeit direkten Augenkontakt zu seinem Flugobjekt hat, dürfen Drohnen und Flugmodelle ohne Bewilligung betrieben werden.
  • Will jemand technische Hilfsmittel wie Feldstecher oder Videobrillen einsetzen, um die natürliche Sichtweite der Augen zu erweitern, ist dafür eine Bewilligung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) erforderlich.
  • Lärmschutz gemäss den Gemeindereglementen
  • Haftpflichtversicherung im Umfang von mindestens 1 Million Franken bei Drohnen über 500 Gramm Gewicht

Alle weiteren wichtigen Regelungen und Bewilligungsverfahren können auf der Homepage des BAZL, eingesehen werden.

Kantone und Gemeinden können ergänzende Einschränkungen für den Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugen erlassen.

Falls sich jemand durch Drohnen oder Flugmodelle in irgendeiner Form gestört fühlt, hat die Möglichkeit, mit dem «Piloten» über dessen Absichten mit dem Fluggerät selber Kontakt aufzunehmen. Er muss sich ja immer in Sichtweite seines Flugobjektes aufhalten. Ist dies jedoch nicht möglich oder ist kein verantwortlicher «Pilot» anzutreffen, melden Sie sich für Weiterungen bei Ihrer Polizei.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Freitag, 05.06.2015

Platzierung von Wahl- und Abstimmungsplakaten

Bald stehen wieder Wahlen/Abstimmungen vor der Türe. Dies ist der Beginn der vielen lächelnden Köpfe ab den überall hängenden Plakate. Es wird Propaganda gemacht, wo es nur geht. Vor lauter Plakatwälder sieht man den Baum nicht mehr. Oder anders gesagt, verringert sich die Aufmerksamkeit im Strassenverkehr.

Für Wahl- und Abstimmungsplakate und andere Strassenreklamen gibt es diverse Vorschriften, die eingehalten werden müssen. Nach § 49 Abs. 3 der Bauverordnung dürfen Wahl- und Abstimmungsplakate während einer gewissen Zeit im Strassenrandbereich grundsätzlich bewilligungsfrei aufgestellt werden. Einzige Voraussetzung ist, dass der Grundstückeigentümer sein Einverständnis dazu gibt. Bei Kandelabern ist dies die Gemeinde.

Hier ein kleiner Auszug für die Einhaltung zur Platzierung von Wahl- und Abstimmungsplakaten:

Für Strassenreklamen (Werbeformen/Ankündigungen in Schrift, Bild, Licht, Ton usw.) gelten auch diverse Richtlinien, welche eingehalten werden müssen.

Strassenreklamen benötigen die Erteilung einer Bewilligung vom zuständigen Gemeinderat. Weiter müssen diverse Vorschriften in Sachen Verkehrssicherheit eingehalten werden:

  • Sichtzonen
  • Bei Kreiseln und Verzweigungen
  • An Signalen oder in unmittelbarer Nähe
  • Bei Fussgängerstreifen
  • Behinderung der Fussgänger (Trottoire usw.)
  • Ausserhalb der Bauzonen nicht zulässig

Weiterführende Erläuterungen finden Sie im Internet auf der Seite des Kantons Aargau beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt.

Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren nächsten Polizeiposten oder die Gemeindeverwaltung.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Freitag, 01.05.2015

Fahrradtest

Wie jedes Jahr führen die Regionalpolizeien mit den Schülern der 4. oder 5. Klassen den Fahrradtest durch. So auch dieses Jahr in Menziken mit den 4. Klässlern aus Menziken und Burg.

Mit den neuen Kreiseln in Beinwil Löwenplatz sowie Menziken Oberdorf wurden die Teststrecken in der Region aargauSüd neu bestimmt. Die Schüler lernten auch, wie sie sich im Kreisel verhalten müssen und worauf zu achten ist.

Einige Schüler fuhren anlässlich der Fahrschulen mit ihrem Fahrrad zum ersten Mal durch einen Kreisel und waren erstaunt, wie problemlos diese Erfahrung war, obwohl sich einige eilige Automobilisten nicht darum kümmerten, den bereits im Kreisel fahrenden Velos den Vortritt zu gewähren. Oft sind leider Eigeninteressen wichtiger als die Sicherheit von anderen Verkehrsteilnehmern. Es konnte beobachtet werden, dass viele Fahrzeuglenker viel zu schnell durch den Kreisel fahren. Dank der guten Aufmerksamkeit aller Schüler kam es während den ganzen Vorbereitungszeiten und am Testtag jedoch zu keinen heiklen Situationen.

Die Schüler haben gelernt, sich im Kreisel richtig zu verhalten. Die folgenden Ratschläge betreffend Kreiselfahren aus dem Lehrmittel «Fit fürs Velo» gelten weitgehend für alle Verkehrsteilnehmenden:

  • Ich mässige vor dem Einfahren die Geschwindigkeit.
  • Ich beachte das Vortrittsrecht (Die Fahrzeuge von links sind vortrittsberechtigt).
  • Ich fahre rechts, wenn ich den Kreisel bereits bei der nächsten Ausfahrt verlassen möchte. • Ich fahre gegen die Mitte der Kreisfahrbahn, wenn ich den Kreisel später als bei der nächsten Ausfahrt verlassen möchte.
  • Ich halte Abstand zu den vor mir fahrenden Fahrzeugen und überhole im Kreisel nie.
  • Ich gebe vor dem Verlassen des Kreisels rechtzeitig ein deutliches Armzeichen nach rechts.
  • Ich achte beim Verlassen des Kreisels auf Fussgängerinnen und Fussgänger.

Der Fahrradtest soll die Schüler motivieren, sich im Strassenverkehr richtig zu verhalten. Trotz dem heutigen Verkehr sollen die Zweiradlenker nicht von den Strassen verbannt werden. Selbstverständlich sind Radwege und fahrradfreundliche Strassen anzustreben. Ungeübte Zweiradlenker bewegen sich oft aus zu grossem Respekt und nicht zuletzt auch durch Bequemlichkeit auf verbotenen Verkehrsflächen. Damit ist vor allem das verbotene Fahren auf dem Trottoir gemeint. Bei diesem Verhalten kann oft beobachtet werden, dass sich die Zweiradlenker in falscher Sicherheit wiegen und es dabei öfter zu gefährlichen Situationen, vor allem bei Querungen, kommt. Haben Sie Fragen?
Melden Sie sich bei Ihrer Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Dienstag, 07.04.2015

Der Frühling weckt die E-Bikes aus dem Winterschlaf

Vor einem Jahr hatten wir das Thema «Radweg». Das Signal «Radweg» verpflichtet die Führer von einspurigen Fahrrädern und Motorfahrrädern, den für sie gekennzeichneten Weg zu benützen. Was heisst das für diejenigen, welche mit einem E-Bike unterwegs sind? Haben Sie sich schon gefragt, ob Sie mit Ihrem E-Bike den Radweg benützen dürfen?

Elektrovelos gehören zu der Kategorie der Motorfahrräder. Das Mindestalter zur Benützung von E-Bikes liegt bei 14 Jahren. Jugendliche bis 16 Jahren benötigen einen Führerausweis der Kategorie M oder G. Ab 16 Jahren ist je nach Leistung kein Führerausweis mehr notwendig. Elektrofahrräder müssen auf Radwegen fahren. E-Bikes werden in 3 Kategorien unterteilt:

Langsame E-Bikes (Kategorie Leicht- Motorfahrräder):

  • Leistung bis 500 W und Unterstützung bis 25 km/h
  • Keine Nummer / obligatorische Haftpflichtversicherung nötig
  • Keine Helmtragpflicht
  • Befahren von Radwegen ist obligatorisch (analog Fahrrad)
  • Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren benötigen Kat. M oder G
  • Fahrverbot für Motorfahrräder hat keine Gültigkeit

Schnelle E-Bikes (Kategorie Motorfahrräder):

  • Leistung bis 1000 W und Unterstützung bis 45 km/h
  • Gelbe Nummer und obligatorische Haftpflicht- versicherung erforderlich
  • Helmtragpflicht
  • Befahren von Radwegen ist obligatorisch
  • Mindestens Führerausweis Kat. M (ab 14 Jahren) erforderlich
  • Das Durchfahren des Fahrverbotes für Motorfahrräder und das Befahren von Fussgängerflächen ist nur mit abgestelltem Motor erlaubt

E-Bikes mit einer höheren Leistung und einer Geschwindigkeit von über 45 km/h gehören zur Kategorie Motorrad/Kleinmotorrad!

Vorsicht:
Bei E-Bikes besteht keine Pflicht einen Tacho anzubringen. Es gelten für alle Fahrzeuge die signalisierten Höchstgeschwindigkeiten. Also aufgepasst in Tempo- 30-Zonen! Die Geschwindigkeit ist der Witterung und den Strassenverhältnissen anzupassen.

Bei Fragen wenden Sie sich an den nächsten Polizeiposten. Wir wünschen eine gute Fahrt! Ihre Regionalpolizei.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Mittwoch, 04.03.2015

Das Gastgewerbegesetz

Die Polizei ist nebst der jeweiligen Gemeindebehörde Aufsichts- und Kontrollorgan über gastgewerbliche Betriebe jeglicher Art.

Dabei werden Kontrollen und allfällige Verzeigungen oder Bussen nicht willkürlich vorgenommen. Wie bei all unseren Vollzugstätigkeiten liegen auch hier gesetzliche Grundlagen vor. So sind dies zum einen das Gastgewerbegesetz (GGG) vom 25.11.1997 und zum anderen die Gastgewerbeverordnung (GGV) vom 25.03.1998.

Unter § 4 Abs. 1 des GGG sind die Öffnungszeiten geregelt. Die Gastwirtschaftsbetriebe sind von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 00.15 Uhr und 05.00 Uhr, am Samstag zwischen 02.00 Uhr und 05.00 Uhr und an Sonn- sowie Feiertagen zwischen 02.00 Uhr und 07.00 Uhr geschlossen zu halten.

Will ein Betreiber eines gastgewerblichen Betriebes bei einem besonderen Anlass sein Lokal länger als zu den erwähnten Zeiten offenhalten, muss er bei der zuständigen Gemeindebehörde ein Gesuch stellen. Gleich verhält es sich, wenn ein Verein seinen Vereinsanlass bis in die frühen Morgenstunden durchführen will.

Sind dauerhaft längere Öffnungszeiten vorgesehen (zum Beispiel bei einer Disco), ist dies von diversen Faktoren abhängig, so muss unter anderem ein Umnutzungsgesuch gestellt werden. Das Raumplanungsgesetz, das Umweltschutzgesetz sowie die Lärmschutzverordnung müssen beachtet werden.

Es gibt bestimmte Tage, an denen keine Verlängerung eingereicht werden kann. An hohen Feiertagen, namentlich an Karfreitag, Ostersonntag, Pfingstsonntag, am Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag, am Weihnachtstag sowie am jeweils darauf folgenden Tag sind die Gastwirtschaftsbetriebe um 00.15 Uhr zu schliessen.

Werden Öffnungszeiten nicht eingehalten, wird dies mit einer Ordnungsbusse von Fr. 100.00 zu Lasten des Wirtes geahndet. Noch anwesende Gäste können im Gegensatz zu früheren Jahren (die älteren Semester erinnern sich sicherlich noch daran) nicht mehr gebüsst werden.

Im Gegensatz zu früher muss der Inhaber des Fähigkeitsausweises, welcher nur bei Bestehen der Prüfung an der Wirtefachschule erteilt wird, nicht mehr am selben Ort wohnen, wo sich das Lokal befindet. Oftmals wird auch ein Geschäftsführer eingesetzt, welcher nach Gesetz zu den Hauptöffnungszeiten im Lokal anwesend sein muss.

Ein Fähigkeitsausweis ist nicht in jedem Fall erforderlich, so zum Beispiel wenn eingeschränkte Öffnungszeiten oder ein eingeschränktes Speise- und Getränkesortiment vorhanden sind. Dies ist in der Gastgewerbeverordnung geregelt.

Sämtliche Änderungen im Bereiche des Gastgewerbes (z.B. Namensänderung Lokal, Wechsel Geschäftsführer) sind der Gemeinde 30 Tage im Voraus zu melden. Widerhandlungen in diesem Bereich werden ebenfalls mit einer Ordnungsbusse von Fr. 100.00 geahndet.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Freitag, 30.01.2015

Was hat das Januarloch mit der Polizei zu tun?

Es ist Anfang Jahr und diverse Rechnungen flattern ins Haus. Das Geld ist knapp und die Rechnungen lassen sich nicht bezahlen. Schieben Sie anstehende Rechnungen nicht auf die lange Bank, auch nicht, wenn Sie knapp bei Kasse sind.

Autoversicherungen/Verkehrssteuern:
Wenn Sie von Ihrer Versicherungsagentur eine Rechnung erhalten und diese nicht bezahlen, verfällt der Versicherungsschutz Ihres Fahrzeuges. Das Strassenverkehrsamt wird Sie auffordern, innert der nützlichen Frist diese Rechnung zu begleichen oder die Kontrollschilder beim Strassenverkehrsamt zu deponieren. Andernfalls wird die Polizei damit beauftragt, Ihre Kontrollschilder einzuziehen. Dies hat eine Verzeigung zur Folge, welche noch mehr Kosten verursacht.

Ausstehende Rechnungen und Betreibungen:
Werden Rechnungen oder eingehende Mahnungen nicht bezahlt, wird eine Betreibung eingeleitet. Werden Sie vom Betreibungsamt vorgeladen, sind Sie verpflichtet, dort zu erscheinen oder andernfalls sich vertreten zu lassen. Reagieren Sie nicht auf eine betreibungsamtliche Vorladung, wird wiederum die Polizei damit beauftragt, Sie als Schuldner beim Betreibungsamt vorzuführen. Diese zieht wiederum eine Verzeigung mit sich und die Kosten steigen erneut.

Fazit:
Verhindern Sie, dass es so weit kommt. Zahlen Sie Ihre Rechnungen womöglich gleich bei Erhalt. Sind Sie knapp bei Kasse, rufen Sie frühzeitig beim Rechnungssteller an und klären Sie die Situation ab. In den meisten Fällen lässt sich eine Lösung finden.

Nehmen Sie Ihre Pflichten wahr, nicht das noch mehr Kosten entstehen, die nicht nötig wären.

Bei Fragen wenden Sie sich an Ihre Versicherung oder Rechnungssteller.

Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Freitag, 09.01.2015

Nachts sind alle Katzen grau

Es liegt in der Natur des Auges, dass wir in der Nacht Farben und Details schlechter erkennen. Das wirkt sich auf die Sicherheit im Strassenverkehr aus. Nachts haben Fussgänger und Radfahrer ein dreimal höheres Unfallrisiko als am Tag. Bei Regen, Schnee und Gegenlicht erhöht es sich sogar bis auf das Zehnfache. Besser, Sie erhöhen Ihre Sichtbarkeit.

Wahrgenommen werden
Dunkel gekleidete Personen und Fahrräder mit fehlendem oder ungenügendem Licht sind nachts schwer zu erkennen. Regen vermindert die Sichtbarkeit zusätzlich. Besonders gefährdet sind Kinder auf dem Schulweg im Winterhalbjahr, Zweiradfahrer und Jogger auf schlecht beleuchteten Strassen. Mit dunklen Kleidern nimmt sie eine Autofahrerin oder Autofahrer erst aus einer Entfernung von 25 Metern wahr – die Zeit für eine Reaktion ist zu knapp. Mit guten, lichtreflektierenden Artikeln sind sie bereits aus einer Distanz von 140 Metern sichtbar.

Fussgänger
Bitte tragen Sie deshalb vor allem nachts immer Kleider mit lichtreflektierenden Bändern oder Aufklebern. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Im entsprechenden Handel sind alle diese kleinen «Schutzengel» zu kaufen.

Fahrradfahrer
Bitte stellen Sie frühzeitig sicher, dass an Ihrem Fahrrad, Mofa oder fäG, (fahrzeugähnliche Geräte) die gesetzeskonforme Lichtausrüstung angebracht ist und auch funktioniert. Obligatorisch sind fest angebrachte rote Reflektoren hinten und weisse Reflektoren vorne, sowie die gelben Pedalrückstrahler. Auch diverse Speichen-Reflektoren tragen zur Sicherheit bei, sind aber nicht vorgeschrieben. Bei Dunkelheit oder wenn schlechte Sicht es erfordert, ist das Licht einzuschalten.

Handeln Sie, bevor es zum Unfall kommt. Nach diesem ist es zu spät. Sorgen Sie also vor.

Bei Fragen zu diesem Thema geben wir ihnen gerne weitere Auskunft.

Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Donnerstag, 27.11.2014

Leichtsinn, Unsinn oder Verkehrssinn, das ist die Frage!

Schon im Kindergarten werden unsere Kinder geschult, wie man richtig die Strasse überquert. «Warte, luege, lose ond laufe». Später wird ihnen beigebracht, wie man sich mit dem Fahrrad im Strassenverkehr verhält. Mit dem Beginn des 18. Altersjahres ist Mann und Frau befugt, die Autoprüfung zu absolvieren. Man lernt nie aus. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen verinnerlichen, auf welche Grundsätze es im Fahrverkehr ankommt.

Beim Verkehrssinn treffen drei wesentliche Faktoren aufeinander, welche für Ihre Sicherheit und deren anderer verantwortlich sind:

  • Mensch (Zustand, Wahrnehmung, Reaktion)
  • Fahrzeug (Bremsen, Reifen, Lichter, Stossdämpfer)
  • Umwelt (Andere Fahrzeuge, Nacht, Nebel, Regen)

Mensch:
Fühlen Sie sich jedes Mal fahrfähig, wenn Sie Ihr Fahrzeug starten? Fahren Sie vorausschauend und schätzen Sie Situationen im Vorfeld ein? Keine Gefahr in Sicht? Kein Rechtsvortritt? Fahrbahnzustand gut? Wurde ich vom anderen gesehen? Reicht der Abstand? Bin ich abgelenkt? Bin ich gestresst? Wurde ich vom anderen Verkehrsteilnehmer wahrgenommen? Kann ich auf diese Distanz bremsen oder anhalten? Sie brauchen vollste Konzentration im Strassenverkehr.

«Eine Sekunde Abklenkung»
... telefonieren, SMS, Radio oder Navigationsgerät kann zum Tod führen!

Fahrzeug:
Kontrollieren Sie regelmässig Ihr Fahrzeug? Luftdruck, Reifenprofil, Lichter, Lenkung usw? Ist die Ladung gesichert und nicht sichthemmend? Als Halter/Lenker sind Sie verantwortlich für Ihr Fahrzeug und dessen Ausrüstung. Was ist schon eine Minute «Fahrzeugcheck» im Vergleich zum ganzen Leben ..? Nehmen Sie sich die Zeit!

Umwelt:
Wie eingangs erwähnt, spielen einige Faktoren eine wesentliche Rolle. Ist die Sicht eingeschränkt? Kann ich innerhalb der überblickbaren Distanz zum Stillstand kommen? Rechtsvortritt? Schulzone? Sind die Scheinwerfer an Ihrem Fahrzeug richtig eingestellt?

Aufgrund der Bauart des Fahrzeuges, des Gewichts, der Gewichtsverteilung, der Ladung, der Streckenführung oder der Witterung (Schneefall/Nebel) muss die Geschwindigkeit den Verhältnissen angepasst werden.

Führen Sie sich all diese Fragen wieder einmal vors Auge. Denken Sie an sich und die anderen Verkehrsteilnehmer.

«Ihre Sicherheit liegt uns sehr am Herzen»
Wir wünschen Ihnen besinnliche Festtage und weiterhin eine gute Fahrt.

Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Mittwoch, 01.10.2014

Verkehrsunfall, was tun?

Ein Strassenverkehrsunfall ist ein unvorhergesehenes Ereignis auf einer öffentlichen Verkehrsfläche im Sinne des Strassenverkehrsrechts, das in ursächlichem Zusammenhang mit dem Strassenverkehr und seinen Gefahren steht, das einen Sachschaden und/oder Personenschaden zur Folge hat und an dem mindestens ein Fahrzeug oder ein fahrzeugähnliches Gerät beteiligt ist.

Wildschaden, Parkschaden, die Kollision mit einem Verkehrssignal oder eine Streifkollision usw. sind alles Ereignisse, die in die Definition eines Verkehrsunfalles fallen.

Welche Pflichten sind einzuhalten nach einem solchen Ereignis? Die beteiligten Personen haben bei bestimmten Unfällen unter anderem die Pflicht, der Polizei Unfälle zu melden (Art. 51 SVG und Art. 54-56 VRV). Meldepflichtig sind Unfälle, bei denen

  • Personen verletzt wurden (Art. 51 Abs. 2 SVG)
  • eine Gefahr nicht unverzüglich beseitigt werden kann, namentlich auch, wenn ausfliessende Flüssigkeiten offene Gewässer oder Grundwasser verunreinigen könnten (Art. 54 Abs. 2 VRV)
  • keine Meldepflicht besteht, aber eine beteiligte Person die Aufnahme des Tatbestandes verlangt

Falls nur Sachschaden entstanden ist, so hat der Verursacher sofort den Geschädigten zu benachrichtigen und Namen und Adresse anzugeben. Wenn dies nicht möglich ist, hat er unverzüglich die Polizei zu verständigen.

Die Meldepflicht gilt ebenso bei Kollisionen mit Tieren. Sei es ein Wildtier oder ein Haustier. Unverzüglich muss angehalten und die Unfallstelle gesichert werden (Leuchtweste/Warndreieck/Pannenblinker). Anschliessend muss zwingend die Polizei oder der Wildhüter über die Kollision informiert werden. Über die Notrufnummer 117 oder 112 können die weiteren Aufgebote erlassen und die Personalien hinterlegt werden. Wer sich nach einer Kollision vom Unfallort entfernt, macht sich gemäss Strassenverkehrsgesetz, Artikel 92 strafbar. Bei Schäden mit Tieren kann der Tatbestand der Tierquälerei miteinbezogen werden. In vielen Fällen kann der Verursacher ermittelt und verzeigt werden.

Merken Sie sich:
«Anhalten, Unfallstelle sichern und im Zweifel die Notrufnummer 117 oder 112 wählen und den Sachverhalt schildern».

Unter folgendem Link finden Sie eine Checkliste:
https://www.ch.ch/de/verkehrsunfall/

Bei Fragen oder Anregungen wenden Sie sich an Ihren nächsten Polizeiposten.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Dienstag, 09.09.2014

Parkieren mit Parkscheibe und Parkieren gegen Gebühr

Beim Parkieren nach der Zonentafel «Parkieren mit Parkscheibe» ist die Parkscheibe gut sichtbar hinter der Frontscheibe zu deponieren. Wie Sie die Parkscheibe richtig einstellen, steht immer auf deren Rückseite.

Parkscheiben können Sie gratis bei jeder Polizeistelle beziehen. Das Parkieren in der «Blauen Zone» ist normalerweise werktags (also auch samstags) zwischen 8. und 19. Uhr zeitlich beschränkt. Weiter gehende Bestimmungen sind immer auf einer Zusatztafel aufgeführt und deshalb zu beachten.

Beim Parkieren nach der Zonentafel «Parkieren gegen Gebühr» ist der Parkzettel gut sichtbar hinter der Frontscheibe zu deponieren. Auf jeden Fall sind immer die Bestimmungen auf den vorhandenen oder zentralen Parkuhren und auf den gelösten Parkzetteln genau zu lesen. Oftmals muss nach Eingabe einer entsprechenden Parkplatznummer nicht zwingend ein Parkzettel deponiert werden.

Ist bei einer Kontrolle die Parkscheibe oder der Parkzettel nicht oder nicht gut sichtbar angebracht worden, muss mit einer Busse von mindestens Fr. 40.– gerechnet werden.

Falls Sie sich noch genauer über das Parkieren in Zonen informieren möchten, können Sie dies unter folgendem Link im Internet tun: Via Google: SSV admin / SR 721.21 Signalisationsverordnung anklicken. Das Thema Parkieren ist unter Artikel 48 beschrieben.

Im Weiteren finden Sie auf diesen Seiten über alle Signalisationen weitere, auch neue, interessante Informationen. Ein Besuch zur Auffrischung lohnt sich bestimmt.

Wir beantworten Ihre Fragen zum Thema aber auch gerne auf Ihrem Polizeiposten.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Freitag, 08.08.2014

Fahren unter Alkoholeinfluss / Fahren ohne Licht

Seit Anfang Jahr gelten in der Schweiz neue Gesetze in Sachen Strassenverkehrsrecht. Wir möchten Sie hiermit noch einmal darauf aufmerksam machen und sensibilisieren, um welche Neuerungen es sich dabei handelt.

Stellen Sie sich vor, Sie geniessen einen schönen Sonntag im Sommer. Das Wetter stimmt, der Grill läuft und das kühle Blonde steht griffbereit. Sie genehmigen sich eins und weil es so schön kühl und erfrischend ist, noch eines und noch eines. Nun, um 24.00 Uhr gehen Sie ins Bett, da Sie am Montagmorgen wieder zur Arbeit erscheinen dürfen. Um 06.00 Uhr klingelt Ihr Wecker. Sie fühlen sich gut und starten mit einem Kaffee in den Tag. Danach machen Sie sich auf zur Arbeitsstelle. Sie sind berufsmässiger Lastwagenchauffeur und immer auf Achse. Dann um 08.00 Uhr kommen Sie in eine Polizeikontrolle. Bei der Kontrolle wird vom Polizisten ein leichter Alkoholgeruch festgestellt. Ein durchgeführter Alkoholtest zeigt einen Wert von 0,13 Promille an. Das ist zuviel.

Erinnern Sie sich:
Seit dem 1. Januar 2014 ist das Fahren unter Alkoholeinfluss (≥ 0,10 Promille) für bestimmte Personengruppen verboten. Zu diesen Personengruppen gehören, Neulenkende (Inhaber Führerausweis auf Probe), Fahrschülerinnen und -schüler, Fahrlehrerinnen und -lehrer, Begleitpersonen von Lernfahrten sowie Berufschauffeure (Lastwagen, Car, Gefahrguttransport).

Im Anschluss müssen Sie mit einer Verzeigung an die Staatsanwaltschaft rechnen. Eine Kopie erhält das Strassenverkehrsamt (Abteiung Massnahmen). Dies kann zu einschneidenden Konsequenzen betreffend Führerausweisentzug führen. Seien Sie sich stets bewusst, was und wie viel Sie trinken.

Eine weitere Neuerung: das Fahren mit Licht am Tag
Sobald Sie im Auto sitzen, sich angeschnallt, den Zündungsschlüssel gedreht haben, vergewissern Sie sich, dass Sie abschliessend noch das Licht einschalten. Dies ist ebenfalls seit Anfang 2014 obligatorisch. Falls Sie trotzdem ohne Licht unterwegs sein sollten und von der Polizei angehalten werden, können Sie mit einer Ordnungsbusse von 40 Franken rechnen.

Also: Anschnallen, Motor an, Licht ein

Bei Fragen oder Anregungen, wenden Sie sich an Ihre Regionalpolizei.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Mittwoch, 02.07.2014

Verlassen des Fahrzeuges / Laufenlassen des Motors

Wir stellen immer wieder fest, dass Fahrzeuglenker, insbesondere vor einem Kiosk, Bancomaten oder einer Poststelle, für Kurzbesorgungen etc. das Fahrzeug verlassen, ohne den Zündungsschlüssel wegzunehmen. Genau auf ein solches Verhalten haben es Fahrzeugdiebe abgesehen. Einsteigen, losfahren und weg ist das Fahrzeug.

Bei Feststellen eines abgestellten Fahrzeuges mit vorhandenem Zündungsschlüssel kann die Polizei eine Busse aussprechen.

OB-Ziffer 317: «Verlassen des Fahrzeuges ohne den Zündungsschlüssel wegzunehmen.»

In dieselbe Thematik gehört das sichtbare Liegenlassen von Wertsachen im Fahrzeug. Autoaufbrüche sind heutzutage leider an der Tagesordnung. Vergewissern Sie sich deshalb unbedingt beim Verlassen des Fahrzeuges, dass keine Wertsachen aller Art herumliegen oder von aussen eingesehen werden können. Ein aufgeräumtes Cockpit ist eindeutig weniger anfällig gegen Fahrzeugaufbrüche. Im Weiteren gilt zu beachten, dass stillstehende Fahrzeuge durch Laufenlassen des Motors nicht vorgewärmt oder gekühlt werden dürfen. Dieses Verhalten ist oft zu beobachten in den Wintermonaten oder bei sommerlicher Hitze. Auch das Laufenlassen des Motors eines stillstehenden Fahrzeuges, z.B. an einem Rotlicht oder bei einem Bahnübergang ist nicht erlaubt.

OB-Ziffer 326.1: «Unnötiges Vorwärmen eines stillstehendes Fahrzeuges.»

OB-Ziffer 326.2: «Unnötiges Laufenlassen des Motors eines stillstehenden Fahrzeuges.»

Die Busse aller obenstehend erwähnten Übertretungen beträgt Fr. 60.–.

Nicht selten kommt es auch vor, dass Kurzparkierer nebst dem steckenden Zündungsschlüssel auch noch den Motor laufen lassen. Dieses Verhalten ist für Fahrzeugdiebe natürlich noch vorteilhafter. Der kontrollierende Polizist hat bei einer solchen Feststellung die Möglichkeit zu kumulieren und eine Busse von Fr. 120.– auszusprechen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen, melden Sie sich bei Ihrer Polizei.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Mittwoch, 11.06.2014

Das Mobiltelefon und Gefahren im Internet

Wir leben im Wandel der Zeit. In den letzten 20 Jahren hat sich die Technik massgebend weiterentwickelt. Somit kann sich die Jugend von heute kaum vorstellen, ohne Computer, Internet und Handy aufzuwachsen. Genau diese Medien verbergen gewisse Gefahren, bei denen die jungen Benutzer kaum etwas zu verstehen vermögen.

Viele Kurzfilme oder Bilder kursieren auf den Handys der Jugendlichen, welche sie sich gegenseitig zuschicken. Einige Inhalte bei solchen Videos sind gemäss Strafgesetzbuch verboten. Sobald es um Pornographie oder Gewaltdarstellungen geht, bewegt man sich im strafbaren Bereich.

Liebe Eltern, haben Sie Kenntnis davon, welche Fotos und Videos bei Ihren Kindern auf ihren Handys kursieren? Schützen Sie Ihre Kinder und sprechen Sie sie darauf an.

Ein weiteres Thema ist das Internet. Was wäre das Internet ohne Facebook, Flickr und viele andere sozialen Netzwerke …? Eine Vielzahl von Jugendlichen tummelt sich in solchen sozialen Netzwerken, um Bilder und Nachrichten zu posten, zu chatten usw. Den Jugendlichen ist es meist nicht bewusst, was sie auf solchen Plattformen anrichten können. Beispielsweise postet X wiederholt beleidigende/ehrverletzende Nachrichten auf der Facebookseite von Y. Hunderte von Freunden können dies lesen und der Betroffene wird vor all seinen Freunden blossgestellt. Er wird stetig von X auf diese Art und Weise beleidigt und gemobbt. Solche Aktionen tragen meist eine grosse Reaktion mit sich, sei es in psychischer oder sozialer Hinsicht und kann schlussendlich bis zu Suizidabsichten führen.

Helfen Sie mit! Schauen Sie hin! Sprechen Sie an! Holen Sie sich Hilfe von Dritten!

Hier finden Sie weitere nützliche Informationen bezüglich des Themas Cybermobbing:

Bei Fragen wenden Sie sich an eine Beratungsstelle oder Ihren nächsten Polizeiposten.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Montag, 05.05.2014

Lichtsignale und Signale am Bahnübergang

Ein Lichtsignal im Strassenverkehr auf Rot geschaltet bedeutet «Halt»! Geschlossene oder sich schliessende Schranken, Halbschranken, rotes Blinklicht, rotes Licht sowie akustische Signale bedeuten «Halt»!

Es muss leider immer wieder festgestellt werden, dass Fahrzeuglenker eingeschaltetes Rotlicht nicht beachten. Besonders verheerend kann sich dieses Verhalten bei Bahnquerungen ohne Schranken in Kreiseln auswirken. Solche Fahrzeuglenker sind sich nicht bewusst, dass bei einer Kollision mit einer Zugskomposition oft schwere Unfälle mit tödlichen Folgen unvermeidbar sind. Warum Fahrzeuglenkende bei Rotlicht nicht anhalten, ist auf verschiedene schlechte Verhaltensweisen zurückzuführen. Zeitdruck, Ablenkung, Nichtbeachten oder ignorieren der Signale werden, wie so oft auch bei anderen Verkehrssituationen, die Hauptursachen sein. Deshalb bitten wir Sie, sich auch im Namen aller Zugführer, vor allem bei Bahnübergängen jeglicher Art, dringend an die Regeln zu halten und bei Rotlicht oder Wechselblinklicht anzuhalten.

Bei Kontrollen der Polizei betreffend Lichtsignalen ist mit einer Ordnungsbusse von Fr. 250.– zu rechnen. Bei krassen Verstössen, wie zum Beispiel das Missachten eines Rotlichtes bei sich bereits senkenden Schranken, muss mit einer Anzeige an die Staatsanwaltschaft gerechnet werden.

Übrigens darf nach Rot erst wieder angefahren werden, wenn das Lichtsignal wieder auf Grün wechselt oder das Wechselblinklicht bei Bahnübergängen wieder ausschaltet. Denken sie an ihre Autofahrschule zurück und stellen Sie sich den Prüfungsexperten auf Ihrem Beifahrersitz vor. Niemandem käme es in den Sinn an einer Fahrprüfung noch bei Rot bereits anzufahren, wenn der Zug vorbei ist oder sich die Schranken bei Blinklicht wieder öffnen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Wenden Sie sich an Ihre Polizei.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Donnerstag, 27.03.2014

Nach Garten-Frühlingsputz: Vorsicht beim Verbrennen des Grünguts

Der Vorfrühling hat uns im März bereits wieder einige traumhafte Tage beschert. Die Natur erwacht zu neuem Leben, alles beginnt zu blühen und zu gedeihen. Viele haben die angenehmen Temperaturen bereits dazu genutzt, ihren Garten oder die Terrasse auf Vordermann zu bringen, um dort bereits die ersten warmen Sonnenstrahlen zu geniessen. Dafür müssen aber Bäume gestutzt, Sträucher geschnitten oder Laub zusammengekehrt werden.

Aber das Ganze muss ja auch entsorgt werden. Um ein paar Franken Entsorgungsgebühr zu sparen, nutzen viele Hobbygärtner nicht die öffentliche Grünabfuhr der Gemeinden, sondern verbrennen die Abfälle. Und hier besteht Konfliktpotential, denn die Rauch-emissionen können den Nachbarn ganz schön in die Nase stechen. Dazu ist einerseits Rücksichtnahme wichtig, andererseits aber auch Kenntnisse über die Legalität dieser Aktionen. Unschön ist es auf alle Fälle, wenn ein an und für sich «harmloses Feuerchen» in einen handfesten Nachbarschaftsstreit mit Polizei-präsenz ausartet – was leider häufiger vorkommt, als man sich das vorstellen mag ...

Der Gesetzgeber regelt hier – einmal mehr – das Vorgehen klar und eindeutig. Vorneweg: Das Verbrennen von Siedlungsabfällen, Pneus oder sonstigen Gegenständen aus Ihrem Haushalt ist verboten. Dazu gibt es die Müllabfuhr! Das private Verbrennen von Abfällen führt bei gewissen toxischen Substanzen zu 1000 Mal höheren Emissionen als das Verbrennen der Abfälle in einer Kehrichtverbrennungsanlage.

Aber auch Gartenabfälle dürfen generell nicht in einem Wohngebiet verbrannt werden. Ausnahme: Das geschnittene Holz wird zum Grillieren benutzt. Achten Sie aber darauf, dass das Holz trocken ist, dadurch kann übermässige Rauchentwicklung – und verärgerte Nachbarn – weitestgehend verhindert werden.

Ausserhalb von Ihrem Wohngebiet dürfen Sie Gartenabfälle verbrennen, aber auch hier gibt es Einschränkungen: Es darf sich nur um geringe Mengen handeln und Sie müssen sicher sein, dass sich niemand durch den entstehenden Rauch und den möglichen Gestank belästigt fühlen könnte.

Auf der Website des Kantons Aargau (www.ag.ch – Umwelt, Natur und Landschaft) finden Sie die detaillierten Informationen, was erlaubt ist und was nicht. Informieren Sie sich bitte vorgängig darüber.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen wunderschönen Frühling, geniessen Sie die Sonne und Ihren Garten – am besten gemeinsam mit Ihren Nachbarn ...


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Donnerstag, 27.02.2014

Radwege

Das Signal «Radweg» verpflichtet die Führer von einspurigen Fahrrädern und Motorfahrrädern, den für sie gekennzeichneten Weg zu benützen. Somit ist klar, dass Motorfahrräder, sogenannte «Mofas», den Radweg zwingend benützen müssen. Am Ende des Radweges kann ein entsprechendes Signal aufgestellt werden, Art. 33, SSV (Signalisationsverordnung).

Roller, Kleinmotorräder und alle anderen Motorfahrzeuge dürfen den Radweg nicht benützen. Das Signal gemeinsamer Rad- und Fussweg (siehe Bild) bedeutet für die Rad- und Motorfahrradfahrer auf allfällige Fussgänger Rücksicht zu nehmen und, wo die Sicherheit es erfordert, diese zu warnen und nötigenfalls anzuhalten.

Nichtbeachten des Vorschriftssignals «Radweg» wird bei Kontrollen durch die Polizei mit einer Ordnungsbusse von Fr. 30.– geahndet. Bei Jugendlichen unter 15 Jahren ist eine Strafanzeige an die Jugendanwaltschaft fällig. Auf Hauptstrassen dürfen Führer von fäG, (fahrzeugähnlichen Geräten wie Trottinettes, Rollschuhen, Skatboards etc.) nicht fahren, jedoch dürfen auch sie, mit der nötigen Vorsicht gegenüber den Fussgängern, einen vorhandenen Radweg benützen.

Auf Radwegen dürfen Fahrradfahrer nebeneinander fahren. Jedoch ist es auch auf Radwegen nicht erlaubt, sich durch Motorfahrradlenker ziehen, schleppen oder stossen zu lassen.

Nach Ende eines Radweges kommt es durch die Rad- und Motorfahrradlenker oft zu heiklen Situationen, weil diese sich wieder in den Verkehr einfügen oder eine Hauptstrasse überqueren müssen. Bei diesen Manövern ist es wichtig, dass durch alle Verkehrsteilnehmenden Aufmerksamkeit herrscht und sich niemand durch nichts ablenken lässt. Die meisten Verkehrsunfälle zwischen Personenwagen und einspurigen Fahrzeugen (Velo, Mofa, Roller etc.) ereignen sich im Querverkehr.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Ihre Regionalpolizei gibt gerne Auskunft.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Dienstag, 21.01.2014

«Hallöchen Tante Emma, wie geht’s ...?»

Es ist Montagmorgen und Ihr Telefon klingelt. Ein vermeintlicher Neffe ruft Sie an. «Hallo Tante, wie geht’s? Mir geht es nicht gut, bin schwerstkrank und brauche dringend deine Hilfe. Du hast mir damals angeboten, falls ich Hilfe bräuchte, könnte ich auf dich zählen?! Ich bin leider unter Zeitdruck wegen der bevorstehenden Operation und bräuchte das Geld dringend!»

So oder ähnlich könnte es sich, meist in gebrochenem Deutsch, anhören. Bei sogenannten Enkeltrickbetrügern handelt es sich in den meisten Fällen um die gleiche Masche. Oft sind die Opfer von solchen betrügerischen Personen hohen Alters. Die Gutmütigkeit und Ängste der Senioren werden durch die Täter schamlos ausgenutzt. Die Täter geben sich als Verwandte aus und erzählen eine verworrene, komplizierte Geschichte, so dass das Opfer verängstigt wird und sich schlussendlich Sorgen macht. In einem weiteren Schritt wird durch den Täter in cleverer Art und Weise in Erfahrung gebracht, wie viel Geld das Opfer aufbringen kann. Weiter wird eine Geschichte erfunden, damit nicht er selbst, sondern ein Mittelsmann das Geld entgegen nimmt. Und zu guter Letzt wird noch mehr Druck aufgesetzt, damit nur eine sofortige Übergabe von Bargeld in Frage kommt.

Seien Sie skeptisch und stellen Sie kritische Fragen! NIE Geld an Fremde verschenken oder leihen!

Ein anderer Stil von Betrug sind die Unterschriftensammler aus dem Osten. Sie tummeln sich meistens in den Tiefgaragen von grösseren Einkaufszentren und sprechen wahllos Leute an. Diese Betrüger geben sich als Spendensammler für eine Organisation aus. Auf ihrem vorgefertigten Unterschriftenformular haben sie einige Spendengelder notiert, damit die angesprochenen Personen den Eindruck erhalten, dass schon einige Leute gespendet haben und somit ein «seriöser» Eindruck entsteht. Bei den erwähnten Unterschriften handelt es sich um «gefälschte» Unterschriften und Spendenbeträge, die von den Betrügern vorgetäuscht wurden.

Falls Sie auf diese Art und Weise angesprochen werden, achten Sie sich besonders auf Ihre Wertsachen. Solche Situationen können von den sogenannten «Bettlern» ausgenützt werden um in einer unaufmerksamen Sekunde Ihr Geld zu entwenden.

Zu Ihrer Sicherheit fragen Sie die Spendensammler nach einem Personalausweis derer Organisation, sprechen Sie mit diesen Leuten und seien Sie skeptisch mit ausländischen Staatsangehörigen.

Bei Fragen, verdächtigen Feststellungen oder Betrügereien wählen Sie den Polizeinotruf 117 oder Ihren nächsten Polizeiposten.

Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Mittwoch, 18.12.2013

Beleuchtung der «fahrzeugähnlichen Geräte» (fäG) bei Dunkelheit

Als fahrzeugähnliche Geräte (fäG) werden alle mit Räder oder Rollen ausgestatteten Fortbewegungsmittel bezeichnet, die ausschliesslich durch eigene Körperkraft angetrieben werden. Dazu gehören Rollschuhe, Inline-Skates, Skateboards, Trottinette sowie Einräder, Laufräder und Kinderräder. Fahrräder und Invalidenfahrstühle gelten nicht als fäG.


Anlässlich von Lichtkontrollen stellt die Regionalpolizei immer wieder fest, dass Schüler mit fäG auf ihrem Schulweg bei Dunkelheit oft ohne das erforderliche Licht unterwegs sind. Alle Eltern der Erstklässler erhalten jedes Jahr vom Verkehrsinstruktor die Broschüre «Fahrzeugähnliche Geräte» der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu, mit Informationen zum Thema. Dabei kann man nachlesen, dass Licht an fäG vorgeschrieben ist.

Das Gesetz sagt: Verwendung von fäG als Verkehrsmittel, Art. 50a Abs. 4 VRV:
«Nachts und wenn die Sichtverhältnisse es erfordern, sind fahrzeugähnliche Geräte oder ihre Benützer auf der Fahrbahn und auf Radwegen mit einem nach vorne weiss und nach hinten rot leuchtenden, gut erkennbaren Licht zu versehen.»

Vor allem in dieser Jahreszeit – unser Tipp dazu:

An die beliebten Minitrottinette vorne an der Stange ein weisses Fahrradlicht, hinten am Schulsack, an der Jacke oder am Helm ein rotes Fahrradlicht montieren. Dazu am besten eine gelbe Sicherheitsweste oder mindestens helle, gut sichtbare Kleidung tragen. Nach Schulbeginn letzten Herbst erhielten alle Erstklässler in der ganzen Region je eine Sicherheitsweste!

Übrigens:
Die Polizei und die Schulleitungen empfehlen, dass Kindergärter und Schüler der Unterstufen den Schulweg nicht mit fäG, sondern zu Fuss zurücklegen sollen.

Wo darf man mit fäG fahren und wo nicht?
Diese und weitere Informationen dazu finden Sie unter: www.bfu.ch/Strassenverkehr/Kinder/fahrzeugähnlicheGeräte

Oder wenden Sie sich an Ihren Polizeiposten.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Donnerstag, 05.12.2013

Verdacht – RUF AN – Polizeinotruf 117

Kampagne gegen Einbrecher in Wohnbereiche: Einbrüche in Einfamilienhäuser und Wohnungen verhindern – dies ist das Ziel der gestarteten Kampagne der Regionalpolizei.


Dazu setzt die Polizei auf eine erhöhte Patrouillen- und Kontrolltätigkeit sowie die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger. Über die Notrufnummer 117 sollen verdächtige Wahrnehmungen sofort der Polizei mitgeteilt werden. Nur so kann diese ohne Zeitverzug intervenieren.

Mit der Umstellung der Uhren auf die Winterzeit nehmen die Einbruchszahlen erfahrungsgemäss zu. Einbrecher nutzen die düsteren Tage sowie die früh einsetzende Dämmerung aus und dringen vorzugsweise in Einfamilienhäuser sowie Parterrewohnungen von Mehrfamilienhäusern ein. Die Regionalpolizei wirkt mit der Kampagne diesen Einbrüchen flächendeckend entgegen. Mit der Botschaft Verdacht – RUF AN – Polizeinotruf 117 – gemeinsam gegen Einbrecher soll die Bevölkerung dazu motiviert werden, bei verdächtigen Wahrnehmungen ohne zu zögern die Polizei zu benachrichtigen.

Die Polizeifahrzeuge sind für die Dauer der Kampagne mit dieser Botschaft beschriftet worden. Ergänzend zu dieser «mobilen Botschaft» wird die Bevölkerung an öffentlichen Standorten mit Plakaten auf die Thematik aufmerksam gemacht. Begleitet werden die präventiven Massnahmen durch verstärkte polizeiliche Fusspatrouillen. Dauern wird die Kampagne voraussichtlich bis Ende März 2014.

Benachrichtigen Sie umgehend über Telefon 117 die Polizei (auch tagsüber), wenn

  • sich unbekannte Personen in verdächtiger Weise in Ihrem Haus oder Ihrem Quartier aufhalten
  • Fahrzeuge auffällig langsam durch Ihr Quartier unterwegs oder parkiert sind
  • unüblicher Lärm oder unübliche Geräusche in Ihrem Haus oder aus der Nachbarschaft hörbar sind

Greifen Sie dabei niemals selber ein. Merken Sie sich die Signalemente von Verdächtigen sowie Marke, Farbe und Kontrollschilder von verdächtigen Fahrzeugen.

Die Regionalpolizei dankt der Bevölkerung für Ihre Mithilfe.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Mittwoch, 23.10.2013

«FiaZ» (Fahren in angetrunkenem Zustand)

Die Atem-Alkoholprobe (Alcotest)

Bei Verkehrskontrollen sowie bei Unfällen kann die Polizei bei den Fahrzeuglenkern eine Atem-Alkoholprobe, einen sogenannten Alco-Test, anordnen. Diese kann ohne Verdachtsgründe erfolgen.

Die Atem-Alkoholprobe darf frühestens 20 Minuten nach dem angeblichen Trinkende durchgeführt werden. Es sind jeweils zwei Messungen erforderlich. Die Differenz der beiden Messungen darf nicht mehr als 0.10 Promille betragen. Wird dieser Wert nicht überschritten, ist das Ergebnis gültig und für das weitere Vorgehen der tiefere Wert massgebend. Ist die Differenz der beiden Proben grösser als 0.10 Promille, müssen nochmals zwei Messungen durchgeführt werden. Liegt der tiefere Wert der Probe unter 0.5 Promille und bestehen keine Anzeichen von Fahrunfähigkeit aus einem anderen Grund als Alkohol, so liegt grundsätzlich keine strafbare Handlung vor. Bei schweren Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz und bei Unfällen mit schwerer Körperverletzung oder Tötung kann es aber sein, dass es bei der Strafzumessung trotzdem zum Tragen kommt. Dies gilt auch für den Bereich der administrativen Massnahmen (Führerausweisentzug)

Liegt der tiefere Wert der Probe zwischen 0.5 und 0.79 Promille und der Beschuldigte anerkennt diesen Wert unterschriftlich, wird keine Blutprobe durchgeführt. Eine solche wird in diesem Falle nur angeordnet, wenn der Beschuldigte den Wert nicht anerkennt oder Anzeichen von Fahrunfähigkeit aus einem anderen Grund als Alkohol bestehen. Liegt der tiefere Wert der Probe bei 0.8 Promille und mehr, wird gemäss Weisung der Strafuntersuchungsbehörden (Staatsanwaltschaft oder Jugendanwaltschaft) eine Blutprobe angeordnet. Verweigert eine betroffene Person die Durchführung der Blutprobe oder vereitelt jemand die Durchführung derselben, muss auf die straf- und administrativrechtlichen Folgen aufmerksam gemacht werden. Die zuständige Strafuntersuchungsbehörde wird für das weitere Vorgehen informiert. Unter Umständen kann eine zwangsweise Blutentnahme angeordnet werden. Bei Motorfahrzeuglenkern ist in solchen Fällen mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe und Führerausweisentzug zu rechnen.

Informieren Sie sich weiter über die strafrechtlichen Folgen bei «FiaZ» unter www.bfu.ch: Politik und Recht / Juristischer Ratgeber / Strassenverkehr / Alkohol, oder Fragen Sie bei Ihrer nächsten Polizeidienststelle nach.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Dienstag, 01.10.2013

Zustand von Fahrzeugen

Autos, Motorräder, Töffli: vorschriftsgemäss und betriebssicher

Jedes Fahrzeug, welches in den Verkehr gebracht wird, muss bestimmte Bedingungen erfüllen. Zum einem müssen die Vorschriften und zum andern die Betriebssicherheit gewährleistet sein. In der Folge zeigen wir die häufigsten Missachtungen auf. Die Aufzählungen sind nicht abschliessend.

Vorschriftsgemäss:

  • Beleuchtung (Einäuger)
  • Scheiben (freie Sicht)
  • Räder / Reifen
  • Seitenspiegel

Betriebssicher:

  • Bremsen
  • Abänderungen / Tuning

Leider sind sich viele Lenker nicht bewusst, dass die Räder am Fahrzeug ein elementar wichtiges Teil sind. Zu wenig Beachtung wird der jeweiligen Tragfähigkeit, den passenden Felgen und leider auch dem Luftdruck geschenkt. Die Bauart aller vier Reifen muss vom gleichen Typ sein, radial oder diagonal. Nur so kann die Verbindung zum jeweiligen Boden, worauf man fährt optimal hergestellt werden.

Das Strassenverkehrsgesetz (Art. 29) schreibt vor, dass Fahrzeuge nur im betriebssicheren und vorschriftsgemässen Zustand in den Verkehr gebracht werden dürfen.

Bei Nichtbeachtung sieht das Strassenverkehrsgesetz (Art. 93) eine hohe Strafe vor. Es wird bei vorsätzlicher Missachtung als Vergehen mit einer Strafandrohung bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe geahndet.

Wir alle möchten möglichst Unfälle verhindern und daher wird die Polizei bei Fahrzeugen gerade jetzt im Wechsel auf die Winterzeit bezüglich Reifen und Beleuchtung eine grosse Beachtung schenken.

Ihr Fachhändler des Vertrauens berät sie sicher und professionell und findet auch ihrem Budget angepasst eine perfekte Lösung für den bevorstehenden Winter.

Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Donnerstag, 29.08.2013

bfu-Sicherheitsdelegierte

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die Regionalpolizei hat auch auf dem Gebiet der Sicherheit im Arbeitsbereich und im Privatbereich wie Haushalt, Freizeit und Sport Aufgaben zu erledigen. Bei der Regionalpolizei sind 4 Mitarbeiter auch als Sicherheitsdelegierte der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu Bern engagiert. Die zugeteilten Mitarbeiter für die verschiedenen Gemeinden können auf www.bfu.ch eingesehen werden.

Bei Fragen, zum Beispiel über Gefahrenstellen im Hochbau bei Treppen, Geländer oder Spielplätzen im öffentlichen oder privaten Bereich, kann der entsprechende Sicherheitsdelegierte für eine unverbindliche Gefahrenermittlung angefordert werden. In Zusammenarbeit mit dem Chef-Sicherheitsdelegierten der bfu Bern treten wir jedoch nur in beratender Funktion auf. Diese Dienstleistung wird in anderen Gemeinden oder Regionen auch durch Personen aus dem öffentlichen Dienst wie Gemeinderat, Gemeinde- oder Gemeindewerkangestellten oder sogar durch Privatpersonen ausgeführt. Der jeweilige Gemeinderat wählt je nach Bedarf einen entsprechend motivierten Sicherheitsdelegierten. Dieser wird in Bern an einem Kurs auf seine Aufgabe entsprechend vorbereitet.

Im Weiteren werden unsere Gemeindeverwaltungen in Sachen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Zusammenarbeit mit der bfu und auch mit der Suva durch uns beraten. Uns ist wichtig, dass die Arbeitgeber und Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst die Vorschriften der Arbeitssicherheit kennen und auch danach handeln. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, die Arbeitnehmer über die Gefahren am Arbeitsplatz zu informieren, und müssen dafür sorgen, dass nötige Massnahmen für die Arbeitssicherheit gewährleistet sind. Im Gegenzug müssen die Arbeitnehmer die Weisungen zur Arbeitssicherheit auch befolgen. Nebst anderen Weiterbildungen werden bei uns jährlich Schulungs- und Motivationsnachmittage mit den Arbeitnehmern der Gemeinden organisiert. Mitarbeiter der Gemeinden wie Bauamtsangestellte, Abwarte etc. sind dabei eingeladen sich über verschiedene Themen, welche laufend den heutigen Bedürfnissen angepasst sind, zu informieren.

Informationen zum Thema:
www.bfu.ch
www.suva.ch
www.arbeitssicherheitschweiz.ch
www.ekas.admin.ch


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Dienstag, 02.07.2013

Der Anhalteweg ...

… dauert bis zum Stillstand und nicht nur bis zur Kollision.

Der Weg, den ein Fahrzeug zurücklegt, um zum Halten zu kommen, wird als Anhalteweg bezeichnet und lässt sich in verschiedene Wege unterteilen. Der Anhalteweg setzt sich aus dem Reaktionsweg und dem Bremsweg zusammen.

Der Reaktionsweg ...
Zwischen dem Erkennen eines Sachverhaltes, der ein Bremsen erforderlich macht und dem Wirksamwerden der Bremsen, vergeht in der Regel eine Zeitspanne von 1 Sekunde. Während dieser Zeit bewegt sich das Fahrzeug mit unverminderter Geschwindigkeit fort. Der Weg, den das Fahrzeug in dieser Zeitspanne zurücklegt, ist der Reaktionsweg.

... und der Bremsweg ...
Der Bremsweg beginnt in dem Moment, in dem die Bremse anspricht. Erst jetzt setzt die Verzögerung ein (die mittlere Bremsverzögerung beträgt 7 m/s²). Welche Wegstrecke jetzt noch bis zum Stillstand zurückgelegt wird, hängt von der Geschwindigkeit, dem Reibungswiderstand zwischen Reifen und Fahrbahn und dem Pedaldruck ab.

... ergeben den Anhalteweg
Wir nehmen an, Sie fahren mit ihrem Fahrzeug an einem schönen Sommermorgen die Strasse entlang. Die Sonne scheint durch die Windschutzscheibe und erwärmt Sie und Ihr Gemüt. Aus dem Radio entnehmen Sie die Aktualitäten des Tages. Am Strassenrand steht ein Erstklässler und beabsichtigt die Strasse zu überqueren, an welchem es keinen Fussgängerstreifen hat.

Ja, sicherlich, der Schüler hat keinen Vortritt. Ihre Geschwindigkeit beträgt «lediglich» 60 km/h im Innerortsbereich. Weil Kinder in diesem Alter noch nicht in der Lage sind, die Geschwindigkeit anderer Verkehrsteilnehmer einzuschätzen, entschliesst er sich, die Strasse zu überqueren. Für Sie so überraschend, dass Sie eine Notbremsung einleiten. Wäre ein Halten mit 50 km/h noch möglich gewesen, so könnte es geschehen, dass ihr Auto mit 60 km/h den Erstklässler mit 40.5 km/h anfährt und erst 8.44 Meter nach der Kollision zum Stillstand kommt ... nun steht ihr Fahrzeug still.

Nach den Sommerferien treten die Kindergärtler in die Schule über, und somit erhalten viele Kinder einen neuen Schulweg. Bitte helfen Sie uns mit, die Sicherheit auf den Strassen zu erhöhen und achten Sie öfters auf Ihre Geschwindigkeit. Fragen Sie sich auch gelegentlich, muss ich die zulässige Geschwindigkeit stets ausnützen?

Eine unfallfreie, sichere Fahrt wünscht Ihnen Ihre Regionalpolizei.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Dienstag, 14.05.2013

Fussgängerstreifen und Fussgängerschutzinseln – Teil 2

Ein oft gefordertes Zurückkommen auf die ursprüngliche Handzeichenregelung würde die Sicherheit kaum erhöhen. Die heutigen Vorschriften verbieten das Handzeichen ja nicht. Zudem dürfen Zufussgehende den Streifen nicht überraschend betreten. Die Absicht muss für die Lenkerinnen und Lenker erkennbar sein.

Somit sollte das Sprüchlein, welches bereits die Kindergärtler im Verkehrsunterricht lernen, eigentlich für alle Fussgänger die gleiche Gültigkeit haben:

«Warte, luege, lose, wenn’s guet isch, laufe, i de Mitti no einisch luege»

Gute Sicherheit bringt ein kurzes Warten, also stillstehen ganz am Strassenrand. Dies gibt die nötige Zeit zu schauen und zu hören und mit herannahenden Fahrzeuglenkern Blickkontakt aufzunehmen. Mit diesem einfachen Verhalten sind Fussgänger/-innen sicherer, falls sich Fahrzeuglenker nicht an ihre Pflichten halten. In der Mitte während des Gehens noch einmal auf beide Seiten schauen bringt dem Fussgänger die Sicherheit, auf weitere unvorhergesehene Situationen zu achten, um dann richtig reagieren zu können. Damit alle Lenkerinnen und Lenker von Fahrzeugen ihrer Pflicht vor Fussgängerstreifen nachkommen können, gilt für diese im Weiteren dringend folgendes:

Tempo anpassen, Abstand halten, keinerlei Ablenkungen durch telefonieren oder SMS schreiben sowie essen, trinken, rauchen usw. während der Fahrt. Also Zeit haben zum Blickkontakt aufnehmen. Wenn sich alle Verkehrsteilnehmenden an die obenstehenden einfachen Regeln halten würden, könnten folgenschwere Unfälle am Fussgängerstreifen vermieden werden.

Haben Sie Fragen oder Anregungen, melden Sie sich bei Ihrer Regionalpolizei.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Dienstag, 16.04.2013

Fussgängerstreifen und Fussgängerschutzinseln – Teil 1

Immer wieder gibt es Diskussionen über Fussgänger sowie Fahrzeuglenker betreffs des Verhaltens am Fussgängerstreifen.

Das Gesetz sagt zu den Fussgängern:

SVG Art. 49 Abs. 1
«Die Fussgänger haben die Fahrbahn vorsichtig und auf dem kürzesten Weg zu überschreiten, nach Möglichkeit auf einem Fussgängerstreifen. Sie haben den Vortritt auf diesem Streifen, dürfen ihn aber nicht überraschend betreten.»

VRV Art. 47 Abs. 1
«Die Fussgänger müssen, besonders vor und hinter haltenden Wagen, behutsam auf die Fahrbahn treten, sie haben die Strasse ungesäumt zu überschreiten. Sie müssen Fussgängerstreifen, Über- und Unterführungen benützen, wenn diese weniger als 50 m entfernt sind.»

VRV Art. 47 Abs. 2
«Auf Fussgängerstreifen ohne Verkehrsregelung haben die Fussgänger den Vortritt, ausser gegenüber der Strassenbahn. Sie dürfen jedoch vom Vortrittsrecht nicht Gebrauch machen, wenn das Fahrzeug bereits so nahe ist, dass es nicht mehr rechtzeitig anhalten könnte.»


Das Gesetz sagt zu den Fahrzeuglenkern:

VRV Art. 6 Abs. 1
«Vor Fussgängerstreifen ohne Verkehrsregelung muss der Fahrzeugführer jedem Fussgänger den Vortritt gewähren, der sich bereits auf dem Streifen befindet oder davor wartet und ersichtlich die Fahrbahn überqueren will. Er muss die Geschwindigkeit rechtzeitig mässigen und nötigenfalls anhalten, dass er dieser Pflicht nachkommen kann».

Verhalten bei Fussgängerschutzinseln (Mittelinseln)
Der Fussgängervortritt wird durch die Mittelinsel unterbrochen. Der Fussgänger hat damit, wenn er die Verkehrsinsel erreicht hat, seinen Vortritt erneut zu prüfen. Dies heisst auch, dass die Fahrzeuglenker die Insel noch passieren dürfen, wenn bereits ein Fussgänger den Streifen auf der Gegenfahrbahn betritt. Der Fahrzeuglenker hat seine Aufmerksamkeit jedoch nicht nur dem rechtsseitigen Trottoir und der Insel zu widmen, vielmehr muss er auch das Geschehen auf der Gegenfahrbahn beobachten. Sind Anzeichen dafür erkennbar, dass Fussgänger/-innen in Missachtung ihrer Pflichten die Strasse in einem Zug überqueren könnten, so muss er gegebenenfalls ein Bremsmanöver einleiten (gemäss SVG Art. 26, Abs.2).


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Donnerstag, 28.03.2013

Wenige Spielregeln für grossen Genuss

Der Hallwilersee gehört zu den schönsten, vielseitigsten und grössten Naherholungs- und Naturschutzgebieten im Kanton Aargau. Damit alle Spass daran haben, braucht es aber Spielregeln.

Wir sind uns wohl alle einig: Das Seetal gehört zu den schönsten Flecken im Kanton Aargau – viele behaupten sogar, hier am schönsten See der Schweiz zu wohnen. Unbestritten ist die Tatsache, dass wir Seetaler mit dem Hallwilersee ein wunderschönes Naherholungs- und Naturschutzgebiet besitzen. Während eines Spaziergangs die Vegetation und die Tiere zu beobachten oder auf einer Schiffstour die frische Luft zu atmen – das erfüllt so manches Herz mit Wärme.

Damit dies so bleibt und sich alle auch weiterhin daran erfreuen können, braucht es ein paar Regeln und Bestimmungen. In den letzten Jahren ist es leider immer wieder zu polizeilichen Einsätzen gekommen, weil Hundehalter ihre Vierbeiner nicht wie gefordert an der Leine hielten. Deshalb sei hier nochmals daran erinnert, dass rund um den Hallwilersee eine Leinenpflicht für Hunde gilt und ein Zuwiderhandeln mit Fr. 100.– gebüsst wird (§ 29 Abs. 2 Polizeireglement). Nur mit Hunden an der Leine können wir die wilden Tiere in Ufernähe schützen, können wir die Versäuberungen kontrollieren und auch diejenigen Menschen beruhigen, die sich in der Gegenwart von frei herumlaufenden Hunden unwohl fühlen.

Dies ist nur eine von verschiedenen Spielregeln, die rund um den Hallwilersee gelten. Alle umliegenden Gemeinden haben sich vor kurzem an einen Tisch gesetzt und diese Spielregeln gemeinsam erarbeitet und abgesegnet; unabhängig von eventuell geltenden Kantonsvorschriften. Seitdem stehen an markanten Orten rund um den See Tafeln mit sehr klar erkennbaren Symbolen. So ist allen ersichtlich – egal, ob Tourist und der hiesigen Sprache mächtig oder nicht – was erlaubt, geduldet oder eben sogar verboten ist. Halten sich alle an diese Vorgaben, ist uneingeschränkter Genuss der Natur und Entspannung für alle garantiert.

In diesem Sinne wünschen wir allen einen schönen Sommer und viel frische Luft im wunderschönen Naherholungsgebiet rund um den Hallwilersee.

Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Mittwoch, 27.02.2013

Häusliche Gewalt

Die Regionalpolizei wie auch die Kantonspolizei müssen immer wieder wegen Häuslicher Gewalt (HG) ausrücken. Im letzten Jahr erfolgten rund 1100 Interventionen.

Was bedeutet aber überhaupt Häusliche Gewalt? Die Polizei definiert diese folgendermassen «Unter häuslicher Gewalt versteht man die Ausübung oder Androhung von Gewalt (physisch und psychisch) zwischen Personen, die in einer bestehenden oder aufgelösten familiären, ehelichen, eheähnlichen oder partnerschaftlichen Beziehung zu einander stehen». Betrachtet man die Definition genau, so fällt auf, dass Häusliche Gewalt keine örtliche Beschränkung kennt (der Begriff «Häuslich» suggeriert dies nur) und somit überall vorkommen kann, sobald die beschriebene Definition erfüllt ist.

Sobald die Polizei Kenntnis von einer möglichen HG erhält, ist sie verpflichtet der Sache detailliert auf den Grund zu gehen. Das heisst konkret, dass sie vor Ort ausrückt und die erforderlichen Massnahmen trifft.

Wir haben folgenden Grundauftrag:

  • Gewalt sofort stoppen (allenfalls mit Zwangsmitteln)
  • Opfer schützen
  • Täterschaft zur Verantwortung ziehen (Strafverfahren)
  • wo nötig Wegweisung

Nach jeder polizeilichen Intervention wegen HG wird ein Rapport erstellt. Stellt sich heraus, dass kein Tatbestand gemäss Strafgesetzbuch (StGB) tangiert wurde, so wird lediglich ein Bericht erstellt. Dafür ist in aller Regel die Regionalpolizei zuständig. Kommt aber ein Tatbestand gemäss StGB zum Tragen und es werden somit umfangreichere Ermittlungen nötig, so wird ein Anzeigerapport durch die Kapo erstellt. Bei gewissen StGB-Tatbeständen (wiederholte Tätlichkeit, Körperverletzung und Drohung) und in einigen Formen des Zusammenlebens (z.B. Ehe/Konkubinat und bis zu einem Jahr nach der Scheidung/Auflösung) handelt es sich um ein Offizialdelikt. Das heisst konkret, dass ein Anzeigerapport erstellt werden muss, auch wenn dies das Opfer explizit nicht will!

Beide Formen der Rapportierung werden an die zuständige Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Kann die Sicherheit der Mitbewohner nicht gewährleistet werden, so kann es zu einer Wegweisung der Aggressorin oder des Aggressors bis zu 20 Tagen kommen. Die Haus-/Mietverhältnisse spielen dabei keine Rolle. Wird die Wegweisung missachtet, erfolgt automatisch eine Strafanzeige.

Bei einem schweren Fall von Häuslicher Gewalt ist es durchaus möglich, dass die Aggressorin oder der Aggressor inhaftiert wird.

Nach erfolgter Intervention wegen HG wird in den meisten Fällen auch die Beratungsstelle AHG (Anlaufstelle für Häusliche Gewalt) von der Polizei informiert. Diese nimmt dann mit den Betroffenen Kontakt auf und auf Wunsch werden entsprechende Beratungen durchgeführt. Nebst der AHG gibt es aber auch die Beratungsstelle BHG (Betroffene Häusliche Gewalt). Diese Beratungsstelle wird von der Polizei nicht offensiv «vermittelt», vielmehr können sich dort Personen melden, welche von HG betroffen sind, die der Polizei noch nicht bekannt ist.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Mittwoch, 13.02.2013

Das duale Polizeisystem

Im Mai 2006 stimmte das Volk dem Aargauer Polizeigesetz und somit dem dualen Polizeisystem mit grosser Mehrheit zu.

Das Gesetz trat per 01.01.2007 in Kraft. Dies war der Anfang zur Reorganisation und der Bildung von 18 Regional- und Stadtpolizeien im Kanton Aargau. Die Sicherheitsarchitektur, wie wir sie heute kennen, besteht aus der Kantonspolizei und den Regional- und Stadtpolizeien. In der Zwischenzeit sind fünf Jahre vergangen und diverse Anpassungen bei den Regionalpolizeikorps (Zusammenarbeitsverträge, Zusammenlegungen) sind vorgenommen worden. Diese Korps der Regional- und Stadtpolizeien organisieren sich im Verband Aargauer Gemeindepolizeien VAG. Zurzeit sind rund 270 Polizistinnen und Polizisten und ca. 35 Zivilangestellte bei den Regional- und Stadtpolizeien angestellt. Der Grundauftrag der Repols besteht darin, für Sicherheit, Ruhe und Ordnung in ihren Einsatzgebieten zu sorgen.

Die Regionalpolizei ist durch die lokale Verbundenheit die Anlaufstelle für alle Fragen und Anliegen der Bevölkerung. Sie ist die Schnittstelle im dualen Polizeisystem, nimmt Aufträge entgegen und leitet diese an die zuständige Polizeistelle weiter – sofern die Aufträge nicht im eigenen Zuständigkeitsbereich liegen.

Im Dekret über die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit (Polizeidekret PolD, SAR 531.210) ist aufgeführt, welche Aufgaben den Regional- und Stadtpolizeien zugeteilt worden sind. Es würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen, wenn diese Aufgaben aufgeführt würden. Für alle anderen Aufgaben ist die Kantonspolizei zuständig. Selbstverständlich ist, dass im Notfall die Regional- und Stadtpolizeien in allen Bereichen der Polizeiarbeit eingreifen, da sie örtlich stationiert und somit mehrheitlich mit ersten Patrouillen vor Ort sind.

Gemäss Evaluation des dualen Polizeisystems und der Bevölkerungsumfrage funktioniert das duale Polizeisystem im Aargau sehr gut. Ebenfalls fühlt sich die Bevölkerung im ganzen Kantonsgebiet überdurchschnittlich sicher. Die sichtbare Präsenz der Regional- und Stadtpolizeien trägt wesentlich dazu bei, dass sich die Bevölkerung sicherer fühlt als noch vor fünf Jahren. Auch die kurzen Interventionszeiten der Regional- und Stadtpolizeien tragen das ihre dazu bei.

Nun heisst es, das Resultat der Bevölkerungsumfrage zu halten und auf keinen Fall auf den Lorbeeren auszuruhen.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Mittwoch, 12.12.2012

Eiszeit im Strassenverkehr

Es ist morgens um 06.00 Uhr, der Wecker klingelt, Sie öffnen langsam Ihre Augen und machen sich für den bevorstehenden Tag bereit.

Als Sie dann die Wohnung verlassen, stellen Sie mit Schrecken fest, dass vorige Nacht 20 Zentimeter Neuschnee vom Himmel gefallen sind und vor lauter Schnee ist Ihr Auto nicht mehr zu finden. Glücklich können sich diejenigen schätzen, die eine Garage besitzen. Für diejenigen, welche keine Garage besitzen und sowieso schon zu spät dran sind ...

«Befreien Sie ihr Fahrzeug komplett vom Schnee»

Die Regionalpolizei möchte Sie darauf aufmerksam machen, Ihr Fahrzeug säuberlich vom Schnee zu befreien und die Front- und Seitenscheiben komplett zu enteisen. Falls die Polizei im Strassenverkehr vereiste Scheiben feststellt, erfolgt eine Verzeigung an die zuständige Staatsanwaltschaft betreffend «In Verkehr bringen Motorfahrzeug in nicht vorschriftgemässem/ betriebssicherem Zustand». Eine Kopie des Rapportes erfolgt an das Strassenverkehrsamt. Je nach Strafbestimmung können eine Busse von mehreren hundert Franken und ein Ausweisentzug daraus resultieren.

Widerhandlung des Strassenverkehrsgesetzes:

  • Art. 93, Abs. 2
    Wer ein Motorfahrzeug führt, von dem er weiss oder bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit wissen kann, dass es den Vorschriften nicht entspricht, wird mit Busse bestraft.
  • Art. 93, Abs. 1
    Wer vorsätzlich die Betriebssicherheit eines Fahrzeuges beeinträchtigt, sodass die Gefahr eines Unfalles entsteht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Busse.

Gemäss Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge müssen Scheiben, die für die Sicht des Führers oder der Führerin nötig sind, eine klare, verzerrungsfreie Durchsicht gestatten und witterungsfest sein. Der Führer oder die Führerin muss bei einer Augenhöhe von 0.75 m über der Sitzfläche ausserhalb eines Halbkreises von 12 m Radius die Fahrbahn frei überblicken können (VTS, Art. 71a).

Ein weiteres Augenmerk gilt der Bereifung von Fahrzeugen. In der Schweiz sind Winterreifen nicht obligatorisch. Wer jedoch im Winter ein Verkehrsunfall (mit Sommerreifen) verursacht oder daran beteiligt ist, wird allenfalls mit einem Regress seiner Versicherung rechnen müssen. Im Gesetz ist jedoch die minimale Profiltiefe der Reifen vorgegeben. Gemäss der Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS) Artikel 58 Abs. 4 ist vermerkt, dass bei Luftreifen das Gewebe nicht verletzt oder blossgelegt sein darf. Weiter müssen die Reifen auf der ganzen Lauffläche mindesten 1.6 mm tiefe Profilrillen aufweisen. Bei nur einem mangelhaften Reifen kann eine Ordnungsbusse von 100 Franken ausgesprochen werden (OBV Ziff. 402.1). Falls aber mehrere Reifen abgefahren oder nicht den Vorschriften entsprechen, erfolgt wiederum eine Verzeigung an die zuständige Staatsanwaltschaft.

Wir wünschen Ihnen eine sichere Fahrt durch den Winter. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihre zuständige Regionalpolizei.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Freitag, 23.11.2012

Längsstreifen für Fussgänger

Fussgängerlängsstreifen werden auf der Fahrbahn durch gelbe, ununterbrochene Linien abgegrenzt und mit Schrägbalken gekennzeichnet. Diese Streifen werden in unserer Region oft auch als «Aargauer Trottoir» beschrieben. Dies ist jedoch nicht die offizielle Benennung. Beschreibung des Längsstreifen für Fussgänger gemäss Quelle: bfu-Dokumentation 2.023 «Schulweg»:

«Mit solchen Fussgängerlängsstreifen können fehlende Fussgängerverbindungen durch Markierung erstellt werden. Fussgängerlängsstreifen dienen als Not- oder Übergangslösungen, wo eine bauliche Trennung der Fussgängerbereiche von der Fahrbahn nicht möglich ist. Die Dimensionierung richtet sich nach den Fussgängerfrequenzen. Da der Fussgängerlängsstreifen keinen physischen Schutz bietet, werden zum besseren Schutz des Fussverkehrs in sinnvollen Abständen Pfosten angeordnet (Absicherung von heiklen Stellen wie z.B. in Kurven). Dort, wo das Kreuzen zweier Motorfahrzeuge nicht möglich ist, kann der Pfostenabstand vergrössert werden. Im Bereich der Pfosten muss eine minimale Durchgangsbreite von 1.20 m gewährleistet sein. Die negativen Aspekte der Pfosten bei der Schneeräumung müssen gegenüber dem Sicherheitsgewinn abgewogen werden.»

Die Längsstreifen für Fussgänger sind für den Fussverkehr bestimmt und müssen somit dem Trottoir entsprechend benützt werden. Die Längsstreifen dürfen im Gegensatz zu den Trottoirs von den Fahrzeugen befahren werden, wenn der Fussgängerverkehr dabei nicht behindert wird. Wenn der Fussgängerverkehr durch haltende oder parkierende Fahrzeuge auf dem Fussgängerlängsstreifen behindert wird, muss mit Ordnungsbussen bis Fr. 120.– gerechnet werden. Bei Behinderungen über 60 Minuten sogar mit einer Anzeige an die Staatsanwaltschaft.

Wie anfänglich beschrieben sollten Fussgängerlängsstreifen nur als Not- oder Übergangslösung dienen. Anzustreben sind baulich abgetrennte Flächen wie Trottoirs, Fusswege oder Trampelpfade.

In Tempo-30-Zonen sollten Längsstreifen genauso wie Fussgängerstreifen entfernt werden. Sie können jedoch ausnahmsweise in unmittelbarer Nähe von Schulhäusern, Kindergärten oder Altersheimen belassen werden.

Haben Sie Fragen zu Trottoirs oder Längsstreifen für Fussgänger? Melden Sie sich bei Ihrer Regionalpolizei.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Mittwoch, 24.10.2012

Wenn es draussen dämmert ...

Am Morgen und am Abend ist es zu dieser Jahreszeit jeweils wieder dunkel draussen. Was heisst das für Sie im Alltag …? Zu dieser Jahreszeit ist auf unseren Strassen äusserste Vorsicht geboten.

Die Herbstferien der Schüler/-innen sind vorbei. Die kleinsten Verkehrsteilnehmer sind wieder zu Fuss oder mit ihrem Fahrrad unterwegs zur Schule. Liebe Eltern, achten Sie auf die Kleidung Ihrer Schützlinge. Denn nur mit gut sichtbaren, leuchtenden Kleidern oder daran angebrachten Reflektoren sind Ihre Kinder sicher unterwegs. Kontrollieren Sie die Fahrradlichter Ihrer Kinder, denn nur mit funktionsfähigen Lichtern werden sie von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen. Zur gegebenen Zeit werden durch Ihre zuständige Regionalpolizei sogenannte «Lichtkontrollen» durchgeführt. Diese Verkehrskontrollen werden an neuralgischen Punkten durchgeführt. Zum einen werden die Kinder und Jugendlichen über die Gefahren im Strassenverkehr aufgeklärt und zum andern die fehlbaren Fahrradlenker/-innen geahndet.

An die Autofahrer/-innen unter Ihnen:
Geben Sie acht an Fussgängerstreifen. Bei leichtem Nieselregen und Dunkelheit sind die vortrittsberechtigten Fussgänger leicht übersehbar. Kontrollieren Sie regelmässig die Lichter Ihres Motorfahrzeuges. Bei einem einseitigen Totalausfall der Lichter, wird die Weiterfahrt verhindert.

Etwas in anderer Sache:
Es ist wieder Zeit für Dämmerungseinbrüche. Lassen Sie zuhause Ihr Licht brennen, wenn Sie das Haus verlassen. Vorbeugen ist besser als heilen. Falls Ihnen im Quartier etwas verdächtig vorkommt, nicht zögern, sondern die 117 wählen. Für Fragen oder weitere Informationen wenden Sie sich an die zuständige Regionalpolizei Ihrer Gemeinde.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Mittwoch, 26.09.2012

Parkieren im Allgemeinen

Wir stellen immer wieder fest, dass Fahrzeuglenker, meistens aus Bequemlichkeit oder Zeitdruck, ihre Fahrzeuge teilweise oder ganz auf dem Trottoir parkieren. Als Begründung wird dabei oftmals angegeben, die Fahrzeuge auf der Strasse nicht behindern zu wollen. Dass dabei die schwächsten Verkehrsteilnehmer, nämlich die Fussgänger, behindert werden, wird jedes Mal sträflich ausser Acht gelassen. Oftmals müssen Fussgänger auf die Strasse ausweichen. Die Trottoirs gehören aber den Fussgängern, namentlich den Kindern und Schülern.

Ist es überhaupt erlaubt auf einer Nebenstrasse innerorts das Fahrzeug auf der Strasse abzustellen?

Dazu einige Informationen:
Normalerweise müssen, wenn vorhanden, öffentliche, markierte Parkplätze benützt werden. Diese zur Verfügung gestellten Parkplätze sind oftmals gebührenpflichtig oder mittels «blauer Zone» zeitlich beschränkt. Gelb markierte Parkplätze sind für einen bestimmten Personenkreis vorgesehen und jeweils entsprechend beschriftet. Die Regelung von Privatparkplätzen unterliegt den Bestimmungen der jeweiligen Besitzer. Im Weiteren ist zu beachten, dass beim Parkieren ausserhalb von markierten Parkfeldern oder einem deutlich gekennzeichneten Belag mit einer Ordnungsbusse gerechnet werden muss. Wenn keine markierten Parkplätze zur Verfügung stehen, ist das Halten und Parkieren auf Nebenstrassen innerorts erlaubt, ausser ein signalisiertes Halte- oder Parkverbot verbietet dies. Wenn auf der Strasse parkiert wird, so müssen für den Gegenverkehr noch mindestens 3 Meter von der Gesamtfahrbahnbreite frei bleiben. Wer jedoch sein Fahrzeug auf öffentlichen Strassen und Parkplätzen nachts regelmässig an gleicher Stelle parkiert, bedarf einer Bewilligung, sofern die zuständige Behörde auf dieses Erfordernis nicht verzichtet.

Das Parkieren auf Hauptstrassen innerorts ist erlaubt, wenn für das Kreuzen von zwei Motorwagen genügend Raum bleibt.

Das Halten und Parkieren vor und nach Strassenverzweigungen weniger als 5 m vor und nach diesen Verzweigungen ist nicht erlaubt. Diese Informationen sind wie immer nicht abschliessend. Deshalb informieren sie sich im Internet (Orndungsbussenliste)oder beim nächsten Polizeiposten über die unzähligen Regelungen im ruhenden Verkehr. Vielleicht können sie beim nächsten Halten oder Parkieren einer unliebsamen Konfrontation mit der Polizei aus dem Wege gehen.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Freitag, 17.08.2012

Bodenmarkierungen im Strassenverkehr

Fussgängerstreifen und Halteverbotslinie

Im Zusammenhang mit dem Schulbeginn verlangen bestimmte Bodenmarkierungen im Strassenverkehr immer wieder nach besonderer Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer. Bei den Kontrollen der Polizei vor Schulanlagen und Kindergärten wird besonders darauf geachtet, dass weder der Fussgängerstreifen noch die Halteverbotslinie für das Parkieren oder das Ein- und Aussteigenlassen von Personen missbraucht werden. Es wird immer wieder festgestellt, dass viele FahrzeuglenkerInnen die Bedeutung dieser gelben Markierungen nicht mehr kennen und auch nicht mehr wissen, dass das Halten oder Parkieren darauf verboten ist.

Die Halteverbotslinie ist vor Fussgängerstreifen angebracht. Sie ist mindestens 10 m lang und im Abstand von ca. 50 – 100 cm vom rechten Fahrbahnrand angebracht. Sie soll bewirken, dass die Sicht zum Fussgängerstreifen und dessen Warteraum gewährleistet ist. Fussgänger, welche die Strasse auf dem Streifen queren wollen, müssen von den Fahrzeuglenkern frühzeitig erkannt werden können.

Dazu einige Beispiele aus der Ordnungsbussenliste zu Verkehrsregeln im ruhenden Verkehr:

214.1 | Parkieren auf einem Fussgängerstreifen bis 60 Min.  120.–
214.2 | Halten auf einem Fussgängerstreifen  80.–
234.1 | Parkieren auf der Halteverbotslinie vor einem Fussgängerstreifen bis 60 Min.  120.–
234.2 | Halten auf der Halteverbotslinie vor einem Fussgängerstreifen  80.–

Die Aufzählung ist nicht abschliessend. Vor allem auch das Halten oder Parkieren auf dem Trottoir ist nicht gestattet und wird mit ähnlichen Bussenbeträgen geahndet. Informieren Sie sich im Internet via «Ordnungsbussenliste» oder fragen Sie Ihre Regionalpolizei.

Um Unfälle zu vermeiden bitten wir Sie besonders vor Schulanlagen und Kindergärten aufmerksam und bremsbereit zu sein. Halten oder Parkieren Sie Ihre Fahrzeuge immer an sicheren und legalen Orten. Falls sie Kinder in die Schule fahren müssen, informieren Sie sich vorher wo Sie Ihr Fahrzeug an einem geeigneten Ort halten oder parkieren können. So können Sie nicht nur die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer erhöhen sondern auch unliebsame Kontakte mit der Polizei vermeiden.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Freitag, 20.07.2012

Jugendsachbearbeiter / Jugendstrafrecht

Die Regionalpolizeien im Kanton Aargau verfügen seit 2010 über mindestens einen zum Jugendsachbearbeiter ausgebildeten Polizisten. Wir sind Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche sowie für Eltern, Lehrer, Institutionen und andere Amtsstellen.

Bei Konflikten unter Jugendlichen vermitteln oder schlichten wir. Wir fördern das gegenseitige Verständnis für Anliegen und Bedürfnisse und streben ein konfliktfreies Zusammenleben aller Altersstufen an. Weiter möchten wir ein Vertrauensverhältnis zwischen den Jugendlichen und der Polizei durch faires und konsequentes Auftreten aufbauen. Wir sind meistens in zivil unterwegs um einfacher an die Jugendlichen heranzutreten. Bei diesen Patrouillen, werden Hot Spots aufgesucht, wo sich die Jugendlichen aufhalten. Darüber hinaus geht es in erster Linie darum, die jungen Erwachsenen zu sensibilisieren und präventiv auf sie einzuwirken, sowie Intensivtäter frühzeitig zu erkennen.

Jugendstrafrecht
Seit der Einführung der neuen Strafprozess- und Jugendstrafprozessordnung gilt in der ganzen Schweiz eine Strafmündigkeit ab dem 10. Altersjahr bis zum 18. Altersjahr. Wer sich in diesem Alter strafbar macht, wird an die Jugendanwaltschaft zur Anzeige gebracht.

«Schläger von Hedingen»
Der Fall hat landesweit für Schlagzeilen gesorgt: 2007 schlug ein 16-jähriger Junge, im zürcherischen Hedingen einen Mann tot. Der Mann stürzte so unglücklich mit dem Kopf auf die Strasse, dass er tags darauf im Spital starb. Der Jugendliche liess den schwer Verletzten einfach liegen. Im Oktober 2007 war der Jugendliche erneut in eine Schlägerei verwickelt. In einem Zürcher Club prügelten er und zwei Mittäter mit Faustschlägen und Fusstritten erbarmungslos auf eine andere Gruppe ein. Zwei Personen blieben mit lebensgefährlichen Kopf- und Halsverletzungen liegen.

Folgen für den Schläger
Festnahme, Untersuchungshaft und Einleitung einer Strafuntersuchung wegen fahrlässiger Tötung, schwerer Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung.

Strafrechtliche Folgen
Wegen fahrlässiger Tötung, schwerer Körperverletzung und unterlassener Nothilfe hat das Jugendgericht des Bezirks Affoltern (ZH) den heute 18-jährigen Mann zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Der Haupttäter und einer der Mittäter bleiben auf Geheiss des Gerichts in der Erziehungseinrichtung, in der sie schon sind. Der Bruder des Haupttäters wurde unter persönliche Begleitung gestellt. Alle drei müssen eine ambulante therapeutische Behandlung absolvieren.

Finanzielle Folgen
Die Taten haben zudem einschneidende finanzielle Konsequenzen für die drei jungen Männer. Sie müssen drei Opfern solidarisch Genugtuungszahlungen, Schadenersatz und Prozessentschädigungen von total 25'000 Franken zahlen. Der Haupttäter hat darüber hinaus Genugtuungszahlungen, Schadenersatz und Prozessentschädigungen von total 105'000 Franken an die Eltern, die Lebensgefährtin und die Schwester des Hedinger Opfers zu entrichten.

Fazit
Der Haupttäter muss einen Betrag von rund 113‘300.– Schadenersatz, Genugtuung, Prozessentschädigung usw. entrichten. Dies bei einem Lehrlingslohn von ca. 600 bis 1200.–.

Quelle: http://www.tagesschau.sf.tv

«Überlege bevor du handelst!»


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Mittwoch, 27.06.2012

Tempo-30-Zonen

In Tempo-30-Zonen beträgt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit für Motorfahrzeuge 30 km/h. Mofas und Fahrräder sind im Sinne des Gesetzes keine Motorfahrzeuge und können somit nicht wegen Überschreiten der signalisierten Höchstgeschwindigkeit belangt werden. Sie haben aber ihre Geschwindigkeit den Verhältnissen anzupassen.

Die Tempo-30-Zonen werden in der Regel in zusammenhängenden Wohnquartieren erstellt. Die Ziele von Tempo-30-Zonen sind hinlänglich bekannt:

  • Sicherheit und Wohnqualität in Quartieren erhöhen.
  • Durch geringere Geschwindigkeit weniger Gefährdung/ schwere Unfälle.
  • Ruhiger Verkehrsfluss.
  • Reduzieren von Schleichverkehr, etc.

In der Tempo-30-Zone gilt generell Rechtsvortritt. Der motorisierte Verkehr ist gegenüber dem Fussverkehr vortrittsberechtigt, muss aber vorsichtig und rücksichtsvoll fahren. Fussgänger können mit der erforderlichen Vorsicht auf der ganzen Fläche die Strasse queren. Bei Schulanlagen und Altersheimen können Fussgängerstreifen markiert sein.

Nach einer gewissen Einführungszeit von Tempo-30-Zonen müssen die gesteckten Ziele überprüft werden. Der Richtwert von V85%, 38 km/h, sollte nicht überschritten werden. Das heisst die Richtgeschwindigkeit von 38 km/h oder weniger muss von 85% der Motorfahrzeuglenker eingehalten werden. Werden diese Richtwerte überschritten, müssen weitere Massnahmen zur Senkung der Durchschnittsgeschwindigkeit unternommen werden. Es liegt also am Verhalten jedes einzelnen Motorfahrzeuglenkers ob in einer Tempo-30-Zone weitere, auch bauliche Massnahmen erforderlich sind. Unter verschiedenen, weiteren Massnahmen zur Reduzierung des Geschwindigkeitsdurchschnittes müssen an neuralgischen Orten in der Zone auch gezielt Radarkontrollen durchgeführt werden. Dazu einige Angaben gemäss Bussenliste der Ordnungsbussenverordnung vom 4. März 1996 (Stand am 1. Mai 2012) über die Bussenpraxis. (Ordnungsbussenliste unter www.admin.ch einzusehen) Artikel 303.1: Überschreiten allgemeiner, fahrzeugbedingter oder signalisierter Höchstgeschwindigkeit nach Abzug der vom ASTRA festgelegten Geräte- und Messunsicherheit innerorts (Art. 27 Abs. 1 SVG; Art. 4a Abs. 1 und Art. 5 VRV; Art. 22 Abs. 1, 22a, 22b Abs. 2 und 22c Abs. 1 SSV)

  • 1–5 km/h Fr. 40.– also zwischen 36 und 40 km/h
  • 6–10 km/h Fr. 120.- also zwischen 41 und 45 km/h
  • 11–15 km/h Fr. 250.- also zwischen 46 und 50 km/h

Die Regionalpolizeien der Region messen mit Radargeräten, welche eine Toleranz von 5 km/h aufweisen. Die erste strafbare Geschwindigkeitsübertretung beginnt also ab 36 km/h. Höher gefahrene Geschwindigkeiten als 50 km/h (somit ab 51 km/h) in der Tempo-30-Zone können nicht mehr im Ordnungsbussenverfahren erledigt werden. Es erfolgt eine Verzeigung an die zuständige Staatsanwaltschaft, welche die Bussenhöhe festlegt.

Haben Sie weitere Fragen zur Tempo-30-Zone oder anderen Themen?

Wenden Sie sich an Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

Donnerstag, 24.05.2012

Ruhestörung/Littering

In den wärmeren Monaten nehmen die Aktivitäten ausserhalb der geschlossenen Räume zu. Mit diesen Aktivitäten nehmen aber auch die Meldungen über Ruhestörungen, Littering etc. zu.

Die Regionalpolizei verweist in diesem Zusammenhang auf die geltenden Polizeireglemente der Gemeinden oder Polizeiorganisationen. In diesen Polizeireglementen sind unter Punkt B «Immissionsschutz» die Zeiten geregelt, wann die lärmigen Arbeiten verrichtet werden dürfen und ab wann die Nachtruhe einzuhalten ist. Nachfolgend ein Auszug aus diesem Reglement:


Ruhestörung

Es ist untersagt, die Ruhe der Öffentlichkeit und der Nachbarschaft übermässig zu stören.

Rasenmähen, lärmige Maschinen:
Sämtliche lärmintensiven Verrichtungen, insbesondere das Rasenmähen sowie der Einsatz andererlärmiger Maschinen und Werkzeugen im Freien, sind wie folgt verboten:

Montag bis Freitag
12.00 bis 13.00 Uhr, ab 20.00 bis 07.00 Uhr

Samstag
bis 07.00 Uhr, 12.00 bis 13.00 Uhr, ab 18.00 Uhr

Sonn- und Feiertage
ganztags (ausgenommen Berchtoldstag, Oster- und Pfingstmontag, Stephanstag)

Dringende landwirtschaftliche Arbeiten sowie kurzfristige Arbeiten zur Behebung von Notständen sind gestattet.

In der Zeit von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr ist, insbesondere auch im Innern von Gebäuden, jeder Lärm verboten, der die Nachtruhe stört. Ausgenommen sind Arbeiten zur kurzfristigen Behebung eines Notstandes sowie dringende oder wetterabhängige landwirtschaftliche Arbeiten.

Die Regionalpolizei bittet die Bevölkerung, das Polizeireglement zu beachten und gegenseitig Rücksicht zu nehmen, damit ein gemeinsames Miteinander möglich ist.


Littering

In den warmen Monaten stellen wir fest, dass auch vermehrt der Kleinabfall (Flaschen, Büchsen Essensverpackungen etc.) nicht in den dafür vorgesehen Abfallkübel entsorgt, sondern einfach liegengelassen oder aus dem Fahrzeug geworfen wird. Abgesehen davon, dass dies nicht schön aussieht, muss dieser Abfall von Mitarbeitern der Gemeindewerke eingesammelt und entsorgt werden. Diese Arbeit wäre nicht nötig, wenn alle ihren Abfall richtig entsorgen würden. In diesem Zusammenhang bittet die Regionalpolizei die Bevölkerung, den Abfall in den dafür vorgesehen Abfalleimer zu entsorgen und somit mitzuhelfen, unsere schöne Landschaft sauber zu halten.

Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Seetal

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