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Freitag, 08.05.2015

Lustenbergers Recycling-Tipp: Sonderabfall

Im Haushalt können viele Sonderabfälle anfallen. Abfälle, die aber weder in den Kehricht noch ins Abwasser gehören. Unklarheiten herrschen vielerorts und die grundsätzliche Frage taucht deshalb immer wieder auf: Was gehört eigentlich in den Sonderabfall?

Am Anfang aller Fragen steht aber: Was sind denn überhaupt Sonderabfälle? Nun: Bei Sonderabfällen handelt es sich um Abfälle, für deren Entsorgung besondere technische und organisatorische Massnahmen erforderlich sind. Diese sind unter anderem abhängig von der Zusammensetzung dieser Abfälle, deren chemischen, physikalischen oder biologischen Eigenschaften. Das mag ja für Fachleute Alltag sein und ganz normal klingen, für Otto Normalverbraucher dürften aber da und dort Fragezeichen auftauchen. Dürften: Denn Produkte und deren Verpackungen, die als Sonderabfall gelten, müssen entsprechend gezeichnet und demnach sofort in die entsprechende Abfallkategorie einzuordnen sein.

Symbole wie «giftig», «brandfördernd», «umweltgefährlich», «gesundheitsschädlich», «ätzend», «entzündlich», «explosionsgefährlich» sowie Giftklassenkategorien geben Auskunft über die Gefährlichkeit des Inhalts. Zusätzlich Symbole wie «Sonderabfälle» oder «nicht in die Kanalisation» geben zudem weiter Auskunft darüber, wo die Verpackung oder allfällige Produktereste hingehören. Grundsätzlich gilt die Regel «Wo Sie die Produkte gekauft haben, können sie daraus entstandenen Sonderabfall auch wieder zur Entsorgung zurück bringen». Sonderabfall kann man auch in dafür vorgesehene Sammelstellen entsorgen. Informieren Sie sich, welche Möglichkeiten in Ihrer Gemeinde diesbezüglich zur Verfügungen stehen.

Sonderabfall: Das gehört in diese Kategorie

Entscheiden Sie sich bereits beim Einkauf für giftfreie und biologisch abbaubare Produkte. Vermischen Sie nie Produkte, die sich in verschiedenen Behältern befinden. Es könnten chemische Reaktionen auftreten. Lagern Sie Sonderabfälle getrennt an einem trockenen und sicheren Ort sowie ausser Reichweite von Kindern.

Als Sonderabfall gelten zum Beispiel:

  • Farben, Lacke, Klebstoffe
  • Säuren, Laugen, Abflussreiniger, Entkalker
  • Lösungsmittel, Verdünner, Brennsprit
  • Medikamente
  • Quecksilber, Thermometer
  • Chemikalien, Gifte, Javel-Wasser
  • Spraydosen, Druckgaspatronen
  • Pflanzenschutz- und Holzschutzmittel, Unkrautvertilger, Dünger, Schädlingsbekämpfungsmittel

Diese bringt man zurück in den Handel oder zu kantonalen Sonderabfall-Sammelstellen.

Nutzen Sie Ihre lokale Abfallsammelstelle oder fragen Sie Ihren regionalen Spezialisten.

Der Recycling-Tipp ist eine Zusammenarbeit mit Recyclingspezialist LUSTENBERGER Menziken GmbH

Dienstag, 07.04.2015

Lustenbergers Recycling-Tipp: Getränkekartons

Wir sind ein Volk von Sammlern und weltmeisterlich, was das Recycling betrifft. Bei den Getränkekartons (Milch, Fruchtsäfte etc.) happert es allerdings noch. Jährlich werden mehr als 700 Millionen dieser Verpackungen über den Haushalt entsorgt und verbrannt. Diese Menge entspricht rund 20 000 Tonnen.

Dabei gehen wertvolle Sekundärrohstoffe flöten. Schade. Diesem Umstand will die AG für Abfallverwertung AVAG den Riegel schieben. Bisher wurden diese Verpackungen gemischt zusammen mit Kunststoffflaschen und Getränkekartons gesammelt. Am 1. Januar 2015 erfolgte der Startschuss zur separaten Sammlung der Getränkekartons. «Die Umstellung verlief sehr gut und wir sind auf die Enwicklung der gesammelten Menge gespannt», wie Werner Grossen, Marketingleiter der AVAG, auf Anfrage sagte. Die Sammlung an und für sich sowie die Sammel- und Transportlogistik seien erprobt und funktionieren. «Zu wünschen übrig lässt die finanzielle Situation. Der Wert der Sekundärrohstoffe ist leider noch zu tief», so Grossen weiter.

Im Gegensatz zu PET-Flaschen wird auf Getränkekartons (noch) kein vorgezogener Recyclingbetrag erhoben, was den Anreiz zur separaten Sammlung nicht gerade fördert. Ein Blick in die Sammelstellenkarte zeigt, dass sich die AVAG-Sammelstellen vorwiegend im westlichen Landesteil befinden. Der Verein Getränkekartons Schweiz arbeitet aber an einem entsprechenden Projekt, das die schweizweite Sammlung vorsieht. «Zur Zeit sind 80 Sammelstellen in Betrieb und es kommen laufend weitere dazu», erklärt Werner Grossen. Wo keine Sammelstellen zu Verfügung stehen, sei eine thermische Verwertung sicher (und leider) die naheliegendste Lösung.

Gestatten – ich bin der Getränkekarton!

Orangensaft, Multivitaminsaft, Apfelsaft, Eistee, Schoggidrink, Milch: Nicht alles, aber vieles was flüssig ist, wird auch eingetütet. Und der Getränkekarton muss dabei einiges leisten. Allrounderqualitäten sind gefragt. Er muss stabil und belastbar sein, den Inhalt sicher schützen und möglichst wenig wiegen. Um diesen Vorgaben gerecht zu werden besteht der Getränkekarton aus einer Gemeinschaft verschiedener Materialien. Als da wären: Aluminium (4%), Polyethylen (21%) und Karton (75%). Beim Recyclingprozess gelangen die Verpackungen in eine Waschmaschine, wo sie unter ständigem Rühren aufgeweicht werden, um danach die Kartonfasern zurückgewinnen zu können. Über eine Sortiertrommel werden die Kartonfasern von Reststoffen Polyethylen- und Aluminiumfolie getrennt. Die Faserstoffe werden dabei abgeschwemmt, gereinigt, eingedickt und schliesslich in der Papiermaschine weiter verarbeitet.

Nutzen Sie Ihre lokale Abfallsammelstelle oder fragen Sie Ihren regionalen Spezialisten.

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Mittwoch, 04.03.2015

Lustenbergers Recycling-Tipp: Leuchten und Leuchtmittel

Allen geht – solange man sie anzündet und sie dann auch brennen – ein Licht an. Anders sieht es aus, wenn die Glühbirnen, Leuchtstoffröhren und LED-Leuchten das Zeitliche gesegnet haben. Spätestens dann könnte bei einigen Konsumenten die Erleuchtung nicht mehr so gross sein. Denn rund um das korrekte Entsorgen drängen sich da und dort Fragen auf. Bringen wir es auf den Punkt: Glühlampen und Leuchtstoffröhren gehören nicht ins Altglas.

Leuchten und Leuchtmittel (mit Ausnahme gewöhnlicher Glühbirnen und Halogenlampen) müssen gemäss den Vorschriften des Bundes vom entsprechenden Handel zurückgenommen und zur Verwertung weitergegeben werden. Bieten Sammelstellen eine Rückgabemöglichkeit an, soll diese nur an betreuten Sammelstellen entgegengenommen werden, damit eine bruchfreie Lagerung sichergestellt ist. Hier hat das Sprichwort «Scherben bringen Glück» nämlich keine Gültigkeit. Weil Quecksilberdämpfe freigesetzt werden, sollte ein Lampenbruch vermieden werden.

In verschiedenen speziellen Verfahren werden die Lampen in ihre Einzelbestandteile zerlegt. Dabei wird Leuchtmittel abgesaugt und Glas sowie Metall getrennt. Dieser Prozess kann zum Beispiel in einem Zentrifugal-Separationsverfahren erfolgen. Bei Leuchtstoffröhren werden die Lampenenden abgetrennt, Metall- und Bleiglasbestandteile separiert und der quecksilberhaltige Leuchtstoff abgesaugt. Die verwertbaren Bestandteile von Altlampen setzen sich vorwiegend aus Glas, metallischen Komponenten und Kunststoffen sowie Leuchtmittel (z.B. Quecksilber) zusammen.

Energiesparlampe: So funktioniert sie

Wer gemeint hat, sie sei nie und nimmer aus der Fassung zu bringen, täuscht sich. Das Lichterlöschen bei der traditionellen Glühbirne hat bereits seit mehr als einem Jahr stattgefunden. Ihren Platz unter dem Lampenschirm hat die Stromsparlampe eingenommen.

Energiesparlampen bestehen aus einer kompakten, gasgefüllten Leuchtstoffröhre und einem elektronischen Vorschaltgerät. Dieses wandelt den niederfrequenten Wechselstrom in einen mittelfrequenten Wechselstrom um. Energiesparlampen enthalten eine geringe Menge an Quecksilber. Falls eine Lampe zerbricht und Quecksilber frei wird, ist es ratsam, die Bruchstücke mit Hilfe eines Klebebandes aufzunehmen und bei einer Verkaufsstelle zu entsorgen. Lüften Sie zudem den entsprechenden Raum gut durch. Eine Gefahr für die Gesundheit besteht auf Grund der kleinen Quecksilbermenge jedoch nicht.

Nutzen Sie Ihre lokale Abfallsammelstelle oder fragen Sie Ihren regionalen Spezialisten.

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Freitag, 30.01.2015

Lustenbergers Recycling-Tipp: CDs und DVDs

Als Datenträger sind CDs und DVDs eine runde Sache und nach wie vor weit verbreitet. Allerdings werden die runden Scheiben für den Datentransport und als Archivierungsmöglichkeit langsam aber sicher ins zweite Glied verbannt. USB-Stick, mobile Festplatte, Cloud etc. haben die Vormachtstellung eingenommen. Und wenn die Zeit der CDs und DVDs zu Hause oder im Büro abgelaufen ist, stellt sich bei Herr und Frau Schweizer oftmals die Frage: Wohin eigentlich damit und was passiert mit diesen Datenträgern nachher?

Nun gut: Man begegnet ihnen da und dort noch am Strassenrand – vorwiegend in waldnahen Gebieten, dort wo das Wild die Strasse überquert. Nicht etwa achtlos weggeworfen oder entsorgt in einer Nacht- und Nebelaktion. Aufgehängt an Pfosten tanzen sie im Wind, reflektieren und offenbaren dank der hauchdünnen Aluminiumschicht ein frohes Spektakel in bunten Regenbogenfarben und machen im Scheinwerfer- oder Sonnenlicht auf mögliche Gefahren aufmerksam. Sollen die CDs und DVDs entsorgt werden, bieten Recyclingunternehmen, Werkhöfe, Einkaufscenter und Elektrofachgeschäfte entsprechende Sammelstellen an. Bitte erkundigen Sie sich in ihrer Region, in Ihrer Gemeinde oder bei Ihrem Recyclingunternehmer über entsprechende Möglichkeiten.

Gut zu wissen: Die Rücknahme finanziert sich seit 1994 aus der vorgezogenen ­Recyclinggebühr. Da in der Schweiz keine Recyclinganlage ist, werden grössere Mengen nach Deutschland exportiert. Dort werden sie zu Polycarbonat-Regranulat verarbeitet und wieder in der Industrie eingesetzt. Daraus entstehen hochwertige Gegenstände wie medizinische Geräte, Motorradhelme, Stossstangen etc.

Was wird gesammelt, was gilt es zu beachten?

Hat Ihre Daten-CD ausgedient und ist sie dem Recyclingprozess geweiht, ist es von Vorteil, den Inhalt mit persönlichen Daten der CD unlesbar zu machen. Sicher ist sicher. Das geschieht ganz einfach, in dem die Oberfläche der CD oder DVD mit einem Messer, einer Schere oder mit Schleifpapier zerkratzt wird. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die CD zu zerbrechen. Hier ist aber besondere Vorsicht geboten.

Dem Recyclingprozess können sowohl CDs und DVDs als auch Blu-ray-Discs zugeführt werden. Bitte beachten Sie aber, dass sie Verpackungen, Hüllen und Booklets separat entsorgen und den entsprechenden Stellen zuführen. Mit dem fachgerechten Entsorgen tragen Sie zur Schonung der Umwelt und der Ressourcen – insbesondere der Erdölvorkommnisse – bei.

Nutzen Sie Ihre lokale Abfallsammelstelle oder fragen Sie Ihren regionalen Spezialisten.

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Freitag, 09.01.2015

Lustenbergers Recycling-Tipp: Korkzapfen

Lasst die Korken knallen! Dieser Aufforderung kommen wir speziell dann gerne nach, wenn ein freudiges Ereignis entsprechend gefeiert werden soll und ein Grund zum Anstossen besteht. Beim Familienfest genauso wie bei Geburtstagen, Jubiläen, beim Jahreswechsel oder bei sportlichen Erfolgen. Während die Flasche, nachdem sie geleert wurde, ins Altglas wandert, taucht auch immer wieder folgende Frage auf: Wohin gehört eigentlich der Korkzapfen?

Wir wissen: Korkzapfen waren schon seit jeher ein beliebtes Bastelutensil. Daheim, in Spielgruppen oder im Kindergarten. Kinder haben ihnen mit viel Fantasie und Kreativität in Form von lustigen Figuren, Mobiles etc. schon zighundertfach zu einem zweiten Leben verholfen. Ihnen neues Leben einhauchen kann aber auch ein gezieltes Recycling (siehe rechte Spalte). Merke deshalb: Es gibt überhaupt keinen Grund, die Korkzapfen in den Abfall zu werfen. Die ursprünglichste aller Aufgaben des Korkzapfens liegt im Verschliessen von Flaschen – vornehmlich bei der Abfüllung von Wein. Und als Flaschenverschluss ist er auch heute nach wie vor in der Rolle des Platzhirschen. Drehverschlüsse hin, Kronkorken her. Auch die Kunststoffzapfen, die vermehrt zum Einsatz kommen, konnten ihm bisher noch nicht den Rang ablaufen.

Kork ist ein natürlicher Rohstoff, der aus der Baumrinde der Korkeiche im Mittelmeerraum gewonnen wird. Die hervorragenden Eigenschaften dieses Materials sind das geringe Gewicht, die Elastizität und die Undurchlässigkeit für Gas und Flüssigkeiten. Kork ist zudem ein Werkstoff, der seine Stärken auch als Wärme- und Kältedämmer ausspielen kann.

Recycling: Was passiert mit einem Korkzapfen?

Die einzige Korkmühle und Pressfabrik in der Schweiz steht in Näfels. Dort werden neben Korkabfällen aus der Naturproduktion auch recycelbare Altkorken zu Korkschrot vermahlen. Korkschrot wiederum dient beim biologischen Bau als Schüttisolation. Ein weiteres Halbfabrikat aus Schrot ist Presskork, der vornehmlich in der Baubranche (ökologischer Dämmstoff), als Bodenbelag und in der Orthopädie (Schuhe) zur Anwendung gelangt.

Sammelstellen gibt es in allen Schweizer Kantonen (Gemeindewerke, Hotels, Restaurants, Volgfilialen, Lebensmittelgeschäfte, Recyclingbetriebe etc.). Falls sich in Ihrer näheren Umgebung keine Sammelstelle befindet, können die Korken auch per Post an die Gebr. E. & H. Schlittler AG, Korkmühle Näfels, Schwärzistrasse 2, 8752 Näfels gesendet werden.

Nutzen Sie Ihre lokale Abfallsammelstelle oder fragen Sie Ihren regionalen Spezialisten.

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Freitag, 05.12.2014

Lustenbergers Recycling-Tipp: Kleider und Schuhe

Heute neu, morgen alt und vor allem bereits nicht mehr im Trend. Das ist Fakt, weil es von der Modebranche so diktiert wird. Was heute auf den Laufstegen präsentiert wird (wobei nicht alles tragbar ist, aber das ist eine andere Sache) oder was von den tapferen Schneiderlein oder Industriemaschinen gefertigt wird, sollte morgen schon in den Verkaufsregalen liegen und um die Gunst der Käuferschaft buhlen. Schliesslich muss Frau und Mann «in» sein.

Folge: Vieles, was sich zu Haus im Kleiderschrank stapelt, noch lange tragbar wäre und sich in einem qualitativ guten Zustand befindet, muss weichen und neuen Klamotten Platz machen. Das gleiche Szenario spielt sich übrigens auch im Schuhregal ab. Tatsache ist, dass es sich bei Kleidern und Schuhen um ein Sammelgut handelt, das gemäss Angaben von Swiss Recycling zu rund 60% unverändert wiederverwendet werden kann. 35% gelangen in einen Wiederverwertungsprozess.

Bei Textilien und Schuhen handelt es sich in den meisten Fällen um eine Separatsammlung. Das heisst, um Sammlungen, die sich ausserhalb von Werk- und Recyclinghöfen befinden. Entsprechende Kleidersammelcontainer stehen bei Einkaufszentren, in Wohnquartieren etc. Je nach Gemeinden werden aber auch Strassensammlungen durchgeführt.

Durch das Sammeln können gut erhaltene Textilien und Schuhe wieder getragen werden. Was der Weiterverwertung zugeführt wird, wird zu neuen Textilien oder zu Isolationsmaterial verarbeitet. Mit der Wiederverwertung können Ressourcen geschont werden. Der Wasserverbrauch und die Umweltbelastung durch Pestizide können ebenfalls verringert werden.

Was gesammelt wird und was nicht

Zu den Organisationen, welche sich um das Sammeln von Textilien kümmern, gehören TEXAID (gegründet 1978) und Tell-Tex (gegründet 1996). Beide Hilfswerke unterstützen das Engagement von Swiss Recycling. Gesammelt werden: saubere, möglichst noch tragbare Damen-, Herren- und Kinderkleider, Leder- und Pelzbekleidung, saubere Unterwäsche und Socken, Kappen, Hüte, Gürtel, Taschen, Tisch-, Bett- und Haushaltswäsche, Daunenduvets und -kissen, saubere und noch tragbare Schuhe (paarweise zusammengebunden).

Nicht in die Sammlung gehören: textilfremde Materialien, verschmutze Kleider und Haushaltstextilien, Textilabfälle und Schnittreste, Matratzen, Sitzkissen, Teppiche, Dämmstoffe, einzelne Schuhe, Skischuhe, Schlittschuhe, Inlineskates, Gummistiefel und Spielzeuge.

Quelle: Swiss Recycling

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Dienstag, 11.11.2014

Lustenbergers Recycling-Tipp: Bauschutt

Sind Sie als Heimwerker am Umbauen und bleibt dabei kein Stein auf dem anderen? Brechen Sie Wände raus oder muss der Hartplatzbelag vor dem Haus einer neuen Gestaltung weichen? Kurz: Hauen Sie auf den Putz und fällt bei Ihrem Vorhaben Bauschutt an? Dabei wissen Sie aber nicht, wie dieser ordnungsgemäss entsorgt werden kann? Dann lohnt es sich, den Rat eines Recyclingfachmanns zu holen oder sich bei der Gemeinde die nötigen Infos zu besorgen. Denn: Nicht überall herrschen die gleichen Vorschriften und Spielregeln.

In vielen Gemeinden ist die Entsorgung bis zu einem gewissen Gewicht kostenlos. Bei grösseren Mengen sollt man sich in jedem Fall mit einem Muldenservice in Kontakt setzen. Gerne stellen regionale Recyclingunternehmen Mulden in verschiedenen Grössen bereit. «Dabei handelt es sich meistens um gemischte Mulden, auch Inert-Mulden genannt», wie Recyclingspezialist Bruno Lustenberger aus Menziken sagt. Inert bedeutet, dass es sich um träge und unbewegliche Materialien handelt. Inertstoffe sind Materialien, die ohne weitere Verarbeitung chemisch und biologisch stabil sind. Sie enthalten einen geringen Schadstoffgehalt und weisen eine geringe Löslichkeit auf. Zu den Inertstoffen zählen zum Beispiel Materialien wie Beton, Betonabbruch, Mischabbruch von Gebäuderückbauten (Ton, Zement), Plättli, aber auch Tonmaterialien wie etwa Ziegel oder Pflanzenkübel. Sie werden in den allermeisten Fällen einer Inert-Deponie zugeführt, wo das Material von ausgebildetem und qualifiziertem Personal in Empfang genommen wird. Mulden gibt es aber auch für Aushubmaterial, das sich grösstenteils aus Erdreich zusammensetzt.

Aus Bauschutt werden Recycling-Kiesprodukte

Bauschutt landete früher oftmals auf wilden Deponien, irgendwo zwischen Wohnquartieren und Waldrändern. Dieses Vorgehen gehört zum Glück nicht mehr zur Tagesordnung. Aus den Augen, aus dem Sinn, kommt zwar da und dort immer wieder vor, salonfähig ist solches Handeln längst nicht mehr. Kommt hinzu, dass ein wildes Entsorgen von Bauschutt auch strafbar ist. Heute wird recyclet was nur geht und auch möglich ist, damit Umwelt und Ressourcen geschont werden können.

Auf unzähligen Bauschuttaufbereitungsanlagen in unserem Land werden die verschiedenen Bauschutte sortiert und zu Recycling-Kiesprodukten aufbereitet. So entsteht aus einem Abbruch wiederverwertbares Auffüllmaterial. Klar ist: Je sortenreiner der Bauschutt ist, desto einfacher ist der nachfolgende Verarbeitungsprozess.

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Mittwoch, 01.10.2014

Lustenbergers Recycling-Tipp: Styropor

Es quitscht, es ist sperrig, es ist weiss. Es ist Styropor! Im Volksmund ganz allgemein geläufig unter dem Namen Sagex. Kaum ein Gegenstand, der heute auf dem Post-, Versand- und Speditionsweg nicht in irgendeiner Form von diesem schützenden Material umgeben ist. Ganz praktisch eigentlich. Fragen tauchen aber immer wieder auf, wenn es um das Entsorgen geht.

Eines aber vorweg: Styropor sollte man auf jeden Fall der Wiederverwertung zuführen. Dieses weisse Material ist ein wahres Multitalent – ein Allrounder. Die Schutzfunktion als Polster haben wir eingangs bereits erwähnt. Auch als Isolationsmaterial – ob gegen Wärme oder Kälte – ist Styropor ein wahrer Alleskönner. Im Baubereich gleichermassen wie in der Lebensmittelbranche. Styropor glänzt zudem mit Eigenschaften wie dem geringen Gewicht und der hohen Druckfestigkeit. Heute werden zwar noch immer Berge dieses Materials der Verbrennung zugeführt. Das muss nicht sein. Styropor, das auch als expandierendes Polystyrol (EPS) bezeichnet wird, wurde im Jahr 1951 erfunden und ist ein Klassiker unter den Rohstoffen für die vielfältigsten Anwendungen. Styropor ist ein begehrter Wertstoff, der zu 100% recyclet werden kann (siehe auch Box unten).

Für die Herstellung von Styropor wird ausserordentlich wenig Rohstoff verwendet. Styropor besteht aus 98% aus Luft und zu 2% aus Polystyrol. Auch das Herstellverfahren ist sehr sparsam. Zudem verfügt Styropor über hervorragende Ökowerte und ist auch schwer brennbar.

Seit 1998 betreibt die EPS-Recycling-Schweiz ein flächendeckendes EPS-Rückführungskonzept.

Gemahlen und entstaubt zurück in den Kreislauf

Wichtig: Für das Rezyklieren eignen sich nur saubere, weisse Formteile (Sagex, Styropor). Oder anders gesagt: sortenreines EPS (Styropor). Die losen Chips, die heute vielfach als Polsterung eingesetzt werden, sind aus einem anderen Material hergestellt und eignen sich nicht für den Recyclingprozess.

Die Styroporteile werden in speziell dafür entwickelten Anlagen mechanisch gemahlen, entstaubt und anschliesssend zu Ballen verdichtet. Danach kann das rezyklierte Material wieder dem Produktionskreislauf zugeführt werden. Die neuen, mit dem rezyklierten Material hergestellten Produkte, stehen dem Ursprungsmaterial in nichts nach und können in den verschiedensten Einsatzgebieten bedenkenlos eingesetzt werden.

Und ein ganz wichtiger Aspekt ganz allgemein: Was nicht zu Abfall wird, fällt auch niemandem zur Last.

Nutzen Sie Ihre lokale Abfallsammelstelle oder fragen Sie Ihren regionalen Spezialisten.

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Dienstag, 09.09.2014

Lustenbergers Recycling-Tipp: PET

PET ist praktisch, leicht, beliebt, hygienisch – und vor allem: PET ist wieder verwertbar. Grund genug, die leeren PET-Flaschen den entsprechenden Sammelstellen zuzuführen und damit der Umwelt etwas Gutes zu tun. Mit dieser guten Tat kann man nicht zuletzt auch bei den Sack- und Kehrichtgebühren sparen.

PET zu sammeln und zu rezyklieren ist Umweltschutz wie er besser nicht sein könnte. Und da sind wir Schweizerinnen und Schweizer weiss Gott keine Flaschen. Im Gegenteil: Wir sind Spitze! In der Disziplin PET-Recyling nehmen wir nämlich weltweit eine Leaderposition und Vorbildfunktion ein. Über 1,3 Milliarden PET-Getränkeflaschen oder umgerechnet 37 571 Tonnen PET gelangen bei uns pro Jahr in die Wiederverwertung. Das bedeutet konkret, dass Energie gespart, der Co2-Ausstoss reduziert, Ressourcen geschont und Abfall gemindert werden.

PET oder Polyethylenterephthalat besteht aus Erdöl und Erdgas und kann zu 100 Prozent wiederverwertet werden. Der Wertstoff verliert seine Eigenschaft nicht und kann wiederholt zu hochwertigen Produkten verarbeitet werden. Wichtig ist, dass nur jene Flaschen der PET-Sammlung zugeführt werden, welche mit dem bekanntesten Umweltsignet der Schweiz mit der abgebildeten Getränkeflasche (kleines Bild) auf der Etikette gekennzeichnet sind.
Quelle: petrecycling.ch

Aus alt mach neu: So wird aus PET eine Flasche!

Als eines der ersten Länder weltweit hat es die Schweiz geschafft, den PET-Kreislauf zu schliessen. Das heisst: Aus leeren PET-Getränkeflaschen wieder neue zu produzieren. Das Leergut wird in den Sammelstellen abgeholt und der Rückgewinnungsanlage zugeführt. In Schredderanlagen werden die Flachen zerkleinert und anschliessend von den Flaschenbestandteilen wie Verschlüssen und Etiketten getrennt. Das PET wird in einem mehrstufigen und ressourcenschonenden Recyclingprozess zu PET-Flakes oder -Granulat aufbereitet. Dank seiner hohen Reinheit kann das PET wieder für neue Flaschen verwendet werden. Mit dem besonders umweltfreundlichen Recycling können jährlich rund 36 Millionen Liter Erdöl eingespart werden. Eine Menge, mit welcher alle Haushaltungen im Kanton Appenzell während eines Jahres geheizt werden können.

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Freitag, 08.08.2014

Lustenbergers Recycling-Tipp: Altglas

Scherben bringen Glück – und auch wieder neues Glas. Vorausgesetzt natürlich man sammelt sie. Auch beim Glasrecycling gehören wir Schweizer zur Weltspitze. Praktisch alle Gemeinden verfügen über entsprechende Sammelstellen. Aber auch Recyclingbetriebe nehmen Altglas entgegen und führen es dem Recycling zu, weil sich Glas unbegrenzt wiederverwerten lässt.

Weiss, grün, braun: Welche Farbe hat Ihr Glas? Diese Frage ist dann von ganz zentraler Bedeutung, wenn Herr und Frau Schweizer (als stolze Rekordsammler) die Altglassammelstellen ihrer Wohngemeinde ansteuern, um die mit Glas gefüllten Sammelbehälter, welche im heimischen Keller lagern, zu entleeren und den entsprechenden Behältern in der Sammelstelle zuzuführen. Feinsäuberlich nach Glasfarbe getrennt, wie es schon die Kinder lernen. Logisch! Und nur Verpackungshohlglas. Also keine Fensterscheiben, Spiegelglas, Trinkgläser und dergleichen. Die haben eine andere chemische Zusammensetzung und einen anderen Schmelzpunkt.

Das Sortieren von Glas nach Farben hat natürlich einen tieferen Sinn. Für die Herstellung von neuen Glasverpackungen kann jeweils nur eine entsprechende Farbe geschmolzen werden. Ausnahme bildet Grünglas. Für diese Produktion kann gemischtes Glas wie etwa rote und blaue Glassorten verwendet werden. Flaschen in dieser Farbe können in den Sammelstellen bedenkenlos beim Grünglas deponiert werden. Der grösste Teil des gesammelten Glases wird in die Westschweiz nach St. Prex transportiert. Dort befindet sich eine traditionelle Glashütte, die 2011 den 100. Geburtstag feiern konnte. Jährlich werden dort rund 330 Millionen Flaschen produziert.

Altglas korrekt entsorgen: So wirds richtig gemacht!

Entsorgen – aber richtig! Das gilt für alle Materialien, die der Wiederverwertung zugeführt werden – Glas inklusive. Natürlich taucht da schnell einmal die Frage auf, wie es denn um die Etiketten auf Flaschen und anderen Glashohlkörpern steht: Müssen diese entfernt werden. Nun: Die Mühe vom mühsamen Schrubben und Rubbeln kann man sich getrost ersparen. Denn beim Schmelzvorgang bei 1500 Grad verbrennt das Papier. Es reicht also völlig aus, wenn die Weinflasche, das Konfi- oder Gurkenglas nur im Abwaschwasser kurz gespült wird. Korkzapfen, Metall- und Kunststoffteile haben im Altglas indes nichts verloren und müssten sonst in mühsamer Handarbeit entfernt werden. Der grösste Feind im Weissglas ist Porzellan, im Braunglas sind es Tonscherben. Wer also beim Entsorgen die Spielregeln beachtet, hilft mit, dass sich die Glasentsorgung nicht unnötig verteuert.

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Freitag, 27.06.2014

Lustenbergers Recycling-Tipp: Altpapier

Die Herstellung von Papier basiert auf dem Rohstoff Holz. Wichtig deshalb, dass wir mit dieser Ressource haushälterisch umgehen. Eine wirkungsvolle Massnahme ist deshalb das Sammeln von Altpapier und Karton.

In dieser «Disziplin» sind wir Schweizer Jahr für Jahr mit über weit über 1 Million Tonnen gesammeltem Papier immer wieder auf Rekordkurs. Papier wird vielerorts auf Gemeindeebene oder durch die Schule gesammelt. Aber auch private Recyclingbetriebe oder von Gemeinden betriebene Sammelstellen nehmen Papier und Karton entgegen.

Während in Europa der grösste Teil des Altpapiers für die Herstellung von Verpackungsmaterialien verwendet wird, gelangen in der Schweiz mehr als 60 Prozent des gesammelten Altpapiers in die Herstellung von Zeitungs- und Magazinpapier. Altpapier wird nur dann verbrannt, wenn es in den Kehricht geworfen wird und entsprechende Verschmutzungen aufweist. Eine Untersuchung hat gezeigt, dass sich zwischen zehn und zwanzig Prozent Papier und Karton im Kehricht befindet, wie aus einer Mitteilung vom Verein Recycling Papier + Karton aus Bern zu entnehmen ist.

Klar ist, dass von Anfang an richtig gesammeltes Papier die Effizienz steigert. Papierfremde Inhaltsstoffe wie Klebestoffe, Plastikfolien, Metallklammern etc. verursachen im Verarbeitungsprozess hohe Kosten. Für das Recycling eignen sich Zeitungen, Zeitungsbeilagen, Magazine und Illustrierte, helle Papiertragtaschen, weisses Schreibpapier, Recyclingpapier, Werbedrucksachen, Fotokopien, Bücher ohne Einband, Computerlisten etc.

Stop! Kuverts gehören nicht ins Altpapier!

Eine Weisheit sagt, dass man im Leben nie ausgelernt hat. Stimmt! Oder haben Sie gewusst, dass Kuverts nicht ins Altpapier gehören?

Dabei liegt der Hund nicht – wie wahrscheinlich vielfach angenommen – in den Sichtfenstern begraben. Vielmehr sind es die Haftkleber von Kuverts und Etiketten, die nicht vom Kuvert getrennt werden können, und somit den Recyclingprozess in der Papierindustrie behindern. Kuverts kann man, so der Ratschlag der Papierindustrie, der Kartonsammlung mitgeben.

Was in keine Papier- oder Kartonsammlung gehört und Ihnen niemand abnimmt (ausser die Kehrichtverbrennung) sind zum Beispiel Milch- und Fruchtsaftverpackungen, Suppenbeutel, Blumenpapier, kunststoffbeschichtetes Papier, Etiketten und andere Selbstkleber, Biskuitverpackungen, Tiefkühlprodukte-Schachteln etc.

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Mittwoch, 11.06.2014

Lustenbergers Recycling-Tipp: Batterien

Ohne Batterien und Akkus geht in der heutigen Zeit praktisch gar nichts mehr. Handys, Digitalkameras, TV-Fernbedienung, Thermometer, Fiebermesser, Zahnbürste, Computermaus, Hörgeräte etc.: Die Geräte, die nach einer Stromversorgung dieser Sorte verlangen, liesse sich an dieser Stelle natürlich noch beliebig erweitern. Wenn die Batterie einmal leer ist, ist es wichtig, diese Energielieferanten auch richtig zu entsorgen, und damit eine aktiven Beitrag zum Schutz der Umwelt und zum Erhalt wertvoller Ressourcen zu leisten.

In der Schweiz werden laut Entsorgungsspezialist INOBAT durchschnittlich rund 3600 Tonnen verkauft. Meistens im runden, länglichen Standardformat oder als Knopfzellen. Gut zu wissen: Überall dort, wo Batterien gekauft werden können, ist auch eine kostenlose Entsorgung möglich. Im Detailhandel, in Warenhäusern, in Elektronikfachgeschäften etc. Selbstverständlich können Batterien auch in Gemeindesammelstellen und Recyclingunternehmen entsorgt werden. Eine vorgezogene Entsorgungsgebühr (VEG) entrichtet der Konsument bereits beim Kauf der Batterien.

Diese gelten wegen ihres Schwermetallgehalts als Sonderabfall, der wiederum nach einer richtigen Entsorgung verlangt. Werden Batterien nämlich nicht richtig entsorgt, können Schadstoffe auf einer Deponie in das Sickerwasser, oder bei einer Kehrichtverbrennungsanlage in die Umwelt gelangen und diese belasten. Batterien und Akkus werden fast ausnahmslos im Recyclingwerk der Batrec SA in Wimmis fachgerecht mechanisch und chemisch zerlegt.

So werden Batterien und Akkus fachgerecht recyclet

Die einzige Schweizer Batterierecyclerin ist die Firma Batrec Industrie AG in Wimmis. Nach dem neuesten Stand der Technik werden dort Batterien und Akkus nach mechanischer und chemischer Zusammensetzung zerlegt und allfällige Fremdstoffe und Verunreinigungen entfernt. Die Batterien werden bei Temperaturen von ca. 700° Celsius erhitzt. Dabei verdampfen Wasser und – sofern vorhanden – Quecksilber. Alle organischen Bestandteile (Papier, Plastik, Karton etc.) verkohlen. Die hochgiftigen Gase (Dioxin und Furan) werden in Nachbrennern bei über 1000° Celsius verbrannt.

Anschliessend gelangen die Abgase in die Abgasreinigung, wo sie neutralisiert und gereinigt werden. Die metallischen Bestandteile werden im Lichtbogenofen bei einer Temperatur von 1500 Grad Celsius geschmolzen. Eisen und Mangan bleiben in der Schmelze und bilden das Ferromangan. Zink verdampft und wird im Zinkkondensator zurückgewonnen.

Quelle: inobat.ch

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Montag, 05.05.2014

Lustenbergers Recycling-Tipp: Elektronik- und Elektrogeräte

Wenn man das gekaufte Elektrogerät zu Hause auspackt, ist es schon veraltet. Dieser saloppe Spruch ist heute immer wieder zu hören.

Gut: Den Tatsachen entspricht er nicht. Unbestritten ist jedoch, dass Geräte aus der Computer- und Unterhaltungsecke fast monatlich mit neuen Innovationen und Verbesserungen (und sind sie noch so klein) aufwarten und damit um die Gunst der Käuferschaft buhlen. Kommt dazu, dass die hohen Reparaturkosten der alten Geräte und die vergleichsweise tiefen Anschaffungskosten von Neugeräten dazu geführt haben, dass wir uns auch hier zur klassischen Wegwerfgesellschaft entwickelt haben. E-Recycling ist deshalb längst kein Fremdwort mehr, was auch der Blick in die Sammelbehälter der verschiedenen Sammelstellen nur bestätigt.

Hier lagern sie: Die Computer-, Monitor- und HiFi-Leichen, die zum Abtransport warten, um fachgerecht entsorgt zu werden. Fachgerecht heisst, dass Schadstoffe umweltverträglich entsorgt und Wertstoffe zurückgewonnen werden. Obwohl das eine oder andere Gerät noch durchaus seinen Dienst erfüllen würde. Aber eben: Man muss ja up to date sein. Elektroschrott ist weit gefasst und beinhaltet nicht nur Geräte und Zubehör aus der Büro- und Computerwelt. Zum Elektroschrott zählen auch Geräte aus dem Haushalt (z.B. Kühlschrank, Backofen etc.), aus dem Freizeit- und Handwerkerbereich (Geräte wie z.B. Bohrmaschinen, Winkelschleifer etc.) oder Spielwaren mit elektronischen Komponenten. Mit der vorgezogenen Recyclinggebühr ist die Entsorgung der elektronischen Geräte kostenlos.

SENS-Sammelstellen: Hier sind Sie genau richtig!

SENS ist die Abkürzung für Stiftung Entsorgung Schweiz und gilt als offizielle Rücknahmestelle für elektrische und elektronische Gross- und Kleingeräte. Über 450 Sammelstellen gibt es in der ganzen Schweiz, welche die im Handel erstandenen Geräte kostenlos zurücknehmen. SENS eRecycling leistet mit seinem Engagement einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Umwelbelastung, indem die Geräte fachgerecht entsorgt werden. Mit dem Slogan «Bringen Sie es zurück» animiert man die Konsumenten, ihre ausgedienten Elektrogeräte an die dafür vorgesehenen Stellen zurückzubringen.

Im europäischen Raum herrscht eine Vielfalt an gesetzlichen Richtlinien in Bezug auf das Recycling von elektronischen und elektrischen Geräten: Eine Herausforderung für international tätige Hersteller und Importeure. Mit WEEE Europe haben nun neun führende europäische Rücknahmesysteme ein Joint Venture gegründet, dass sich dieser Thematik annimmt. Die Schweizer Rücknahmesysteme Swico Recycling und SENS gehören zu den Gründungsmitgliedern.

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Der Recycling-Tipp ist eine Zusammenarbeit mit Recyclingspezialist LUSTENBERGER Menziken GmbH

Mittwoch, 02.04.2014

Lustenbergers Recycling-Tipp: Metallrecycling

Zu Schrott wird landläufig all das abgestempelt, was zu nichts mehr taugt und was man nicht mehr haben möchte. Als Schrott wird auch Altmetall bezeichnet. Ein Werkstoff aber, der sehr wohl zu etwas taugt und mit entsprechenden Mitteln und Verfahren wiederverwertet und eingeschmolzen werden kann. Und dies erst noch ohne Qualitätsverlust, versteht sich. Altmetall nimmt fast jede örtliche Sammelstelle entgegen. Bei Fragen und Unklarheiten gibt man dort gerne Auskunft.

Metallrecyling ist nämlich zu einer Wissenschaft und zu einem wichtigen Bestandteil eines nachhaltigen Recylingkreislaufes geworden. Rund 50 Millionen Tonnen jährlich werden weltweit verarbeitet. Wichtig dabei ist, dass die verschiedenen Metalle bereits im Vorfeld nach bestimmten Kriterien entgegengenommen und gesammelt werden. In Recyclinghallen meistens in den extra dafür bereitgestellten und beschrifteten Mulden.

In die Kategorie der Metalle gehören zum Beispiel Kupfer, Messing, Bronze, Zinn, Aluminium, Stahl, Eisen etc. Und so werden in den meisten Sammelstellen Gegenstände aus dem privaten Haushalt wie etwa Pfannen, Backbleche, Eisenstangen, Drahtgeflechte, Gestelle, Wäscheständer, Fahrradrahmen ohne Pneus usw. entgegengenommen. Stahl- und Weissblech sowie Aluminium werden separat gesammelt.

Natürlich können auch Firmen ihren Metallabfall bei vielen spezialisierten Recyclingbetrieben entsorgen oder sie können ausgediente Industrieanlagen von Fachspezialisten demontieren lassen. Diese sind dann auch für eine fachgerechte Entsorgung der verschiedenen Materialien zuständig (siehe Box).

Altmetallrückbau auch bei Auftraggebern vor Ort

Anruf genügt! Das trifft beim Recyclingspezialisten Lustenberger aus Menziken zu. Bruno Lustenberger und sein Team sind nämlich auch auf grobes Geschütz eingeschossen. Das heisst auf den Rückbau von grossen Industrieanlagen wie etwa Personen- und Warenlifte sowie diverser grosser Anlagen. Einen grossen Auftrag erhielt die Menziker Firma kürzlich von der EMS-Chemie in Dottikon und auch die JOWA-Bäckerei in Gränichen setzte beim Rückbau und der Entsorgung auf das Know-how des Menziker Unternehmens.

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Donnerstag, 27.02.2014

Lustenbergers Recycling-Tipp: Mulden

Der Zügeltermin steht vor der Tür und mit ihm der Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Auf zu neuen Ufern heisst in diesem Zusammenhang auch oft, sich von persönlichen, in Vergessenheit geratenen und im Estrich schlummernden Gegenständen, alten Möbelstücken, Gerätschaften und anderen Ladenhütern und Staubfängern zu trennen.

Ein Umzug in eine neue Wohnung bedeutet bei vielen punkto Hausrat deshalb speziell, «über die Bücher gehen», aussortieren und ausrangieren. Die Gelegenheit dazu ist günstig wie nie. Für die Entrümpelungsaktion im grossen Rahmen bieten Mulden, wie diejenigen von Recyclingspezialist Lustenberger aus Menziken, gute Dienste.

Die Checkliste für den bevorstehenden Umzug ist gemacht. Was in der alten Wohnung und was in der neuen Wohnung zu tun ist, wurde fein säuberlich auf einer Checkliste festgehalten. Auch nicht vergessen ging dabei der Punkt «beim Recyclingspezialisten frühzeitig eine Mulde bestellen». Und da lohnt es sich wirklich, rechtzeitig eine Mulde zu reservieren. «Gerade in diesen Zeiten sind unsere Mulden sehr gefragt», wie Bruno Lustenberger aus Erfahrung sagt. Man ist also gut beraten, frühzeitig einen Reservierungsantrag mit Liefer- und Abholtermin zu vereinbaren. Denn neben privaten Kunden nehmen auch Firmen gerne den Muldenservice mit dem umfassenden Entsorgungsmanagement der Firma Lustenberger Menziken GmbH in Anspruch. Kleinmulden sind bei Bruno Lustenberger in verschiedenen Grössen bis zu 7 m3 erhältlich. Damit das Fassungsvermögen optimal ausgenutzt werden kann, gilt es die Mulden mit Köpfchen zu befüllen.

Die Mulde mit Köpfchen befüllen: Das zahlt sich aus

Auch wenn der Zügeltermin da ist, sich Stress und Hektik breitmachen und einem die Arbeit vielleicht dann und wann über den Kopf hinauszuwachsen droht, lohnt es sich, wenn man beim Wegwerfen von Gegenständen gleich welcher Art mit Köpfchen arbeitet und die Mulde nicht einfach nach dem Motto «aus den Augen, aus dem Sinn» befüllt. Das Portemonnaie wird es Ihnen danken.

Das heisst konkret, dass man überlegt vorgehen und zum Beispiel sperrige Güter wie Möbelstücke, Kästen, Stühle etc. zuerst zerkleinern sollte. Damit erhöht man die Ladekapazität der Mulde erheblich. Das Wegwerfgut bereits beim Füllen der Mulde nach den verschiedenen Kriterien trennen – zum Beispiel brennbares Material unten, Elektrogeräte und Metall oben.

Klären Sie vorgängig beim Muldenlieferanten, mit welchen Materialien die Mulde befüllt werden darf und welche Materialien man gegebenenfalls separat entsorgen muss. Ein klärendes Gespräch mit dem Muldenlieferanten im Vorfeld erspart viele böse Überraschungen.

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Dienstag, 28.01.2014

Lustenbergers Recycling-Tipp: Kaffeekapseln

Der schonende Umgang mit der Umwelt geht uns alle an. Da gibt es kein Abkapseln. Schon gar nicht beim Thema Kaffeekapseln. Die farbigen, den Kaffeerahmportionen ähnlich sehenden Kapseln, sind ein weiteres Abfallproblem unserer Gesellschaft und lassen die Müllberge weiter anwachsen. Vorausgesetzt man führt sie nicht den entsprechenden Annahmestellen in den verschiedenen regionalen Recyclingbetrieben und Sammelstationen zu, oder stellt, wie es findige Künstler bereits tun, Recyclingschmuck her.

Das komfortable Zubereiten von Kaffee mittels der Kapseln hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Ein Millionengeschäft, welches aber auch Abfall verursacht. Klar ist: Im normalen Haushaltabfall haben diese Kapseln nichts verloren. Diejenigen, welche aus Aluminium hergestellt sind, sollten der Aluminiumsammelstelle zugeführt werden. Sie können in Recyclingbetrieben und allgemeinen Sammelstellen in meistens speziell dafür gekennzeichneten Sammelbehältern entsorgt werden. Nicht in diese Kategorie gehören natürlich Kapseln, die aus anderen Materialien wie etwa Kunststoff hergestellt sind.

Gemäss einer Berechnungsgrundlage produziert ein Kilo Kapselkaffee 150 Gramm Abfall in Form von Aluminium. Wie längst bekannt, ist die Schweiz Spitze, wenn es um den Konsum von Kaffee geht. Hat sie auch die Nase vorn, wenn es um das Sammeln und Rückführen der Kaffeekapseln geht? Noch nicht ganz. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat in einer Untersuchung festgestellt, dass immer noch viele Kaffeekapseln aus Aluminium im Haushaltskehricht landen.

Gebrauchte Kaffeekapseln: 2 Fliegen auf einen Schlag

Die Rückführung von Kaffeekapseln lohnt sich. Alle Bestandteile sind wiederverwertbar. Das Aluminium wie auch der Kaffeesatz. Von den Sammelstellen gelangen die gesammelten Kapseln in ein Sortierwerk. Moderne Anlagen zerkleinern sie in einem Schredder und trennen mittels Sieben das Aluminium vom Kaffeesatz. Das zerkleinerte und von Fremdmaterialien getrennte Aluminium bereiten Schmelzwerke mit modernster Technologie und minimalen Emissionen auf. Der Kaffeesatz wird als Kompost oder als ökologische Energiequelle in Briketts oder Pellets wiederverwertet.

Immer mehr Gemeinden stellen einen Container für die Sammlung von Kapseln aus Aluminium zur Verfügung. Die Kapseln können aber auch in den Nespresso-Boutiquen oder deren Partnergeschäften abgegeben werden. Zudem gibt es für gewisse Städte Nespresso-Recyclingtaschen, die man dem Postboten bei der Bestellungsauslieferung mitgeben kann.

Quelle: swissrecycling.ch

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Mittwoch, 11.12.2013

Lustenbergers Recycling-Tipp: Aluminium

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Gilt übrigens auch für Aluminium. Nicht alles, was glänzt, ist aus diesem Leichtmetall gefertigt. Aber vieles, sehr vieles. Es vergeht wohl kein Tag, an welchem wir speziell im Haushalt nicht mit Aluminium in Berührung kommen.

Tuben (z.B. Senf und Mayonnaise), Dosen, die Backschale des Fertigflunderfilets nach Pariser Art, die Alufolie, der Deckel des fruchtig exotischen Mangoyoghurts, aber auch viel Getränke (von Energy bis Bier) – der Werkstoff Aluminium ist beinahe unser täglicher Begleiter. Und Aluminium ist gerade in der Lebensmittelbranche deshalb so interessant, weil es als Verpackung dünn und leicht ist und bezüglich Sauerstoff, Licht und verschiedenen Umwelteinflüssen gegenüber eine gute Schutzfunktion aufweist. Kommt hinzu: Aluminium kann x-fach recycelt werden – ohne Qualitätseinbusse.

Die Nachhaltigkeit des Recycelns schlägt sich speziell auch beim Energieverbrauch nieder, der für das Aufbereiten von gebrauchtem Aluminium laut Studien um 95% geringer ist als für die Herstellung von neuem Aluminium. Mit dem Recyceln von Aluminium wird ein wichtiger Beitrag zur Schonung natürlicher Rohstoffe geleistet. Deshalb ist wichtig, dass Aluminium gesammelt und dem Recyclingprozess wieder zugeführt wird. Und zwar nicht gesammelt nach dem achtlosen Wegwerfprinzip «aus den Augen, aus dem Sinn», sondern ganz gezielt, indem man die Aluabfälle in einer Sammelstelle abgibt. Der gelebte Umweltgedanke hat dazu geführt, dass in der Schweiz jährlich 10 000 Tonnen Aluverpackungen recycelt werden, und damit Rohstoffe und Energie gespart werden.

Drücken Sie auf die Tube und sammeln Sie richtig!

Noch viel zu oft wandert die Senf- oder Mayonnaisetube in den Abfallsack. Falsch. Denn auch die Alutube kann, neben Dosen und Schalen, wiederverwertet werden. Also: Tube gut ausdrücken und zur Sammelstelle bringen. Nicht geeignet sind zum Beispiel aluminiumbeschichteter Kunststoff, Suppenbeutel, Kartoffelstockbeutel oder auch Spraydosen. Letztere werden, wie auch Kaffeekapseln, separat gesammelt.

Wichtig: Beachten Sie die Piktogramme auf den Verpackungen. Sie geben Auskunft darüber, ob die Verpackung recycelt werden kann.

Piktogramme

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