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Dienstag, 09.05.2017

Ich sött uf’s Aabee!

Aabee

Ich weiss nicht ob der Ausdruck Aabee nur in der Schweiz üblich ist, egal, die korrekte Beschreibung? Eine sanitäre Einrichtung zur Aufnahme von Körperausscheidungen. AB als Abkürzung, ausgesprochen Aabee, steht für Abort, einen Ab-Ort. Das ist ganz einfach ein abgelegener Ort, eine Stelle fern der Stras­se gelegen, was ja auch irgendwie Sinn macht.

Weecee

Etwas moderner als der Abort tönt Weecee, WC, die Abkürzung aus dem englischen water closet (mit dem closet ist ganz einfach ein begehbarer Schrank gemeint, in unserem Fall Wasserklosett, sogar mit einem Wasseranschluss). Ganz ehrlich, ich habe mir bis jetzt noch nie Gedanken über begehbare Schränke gemacht, wenn ich mich aber so an früher erinnere, es Schiissihüüsli war ja nicht wirklich grösser als ein Schrank und die moderne Variante, das ToiToi, ergibt für mich das gleiche Bild. Immerhin wissen wir jetzt, woher die im Deutschen übliche Abkürzung Klo kommt. Und als Ergänzung: D’Tualette kommt vom französischen toilette, was ganz einfach ein Tüchlein meint – auch das macht Sinn, oder?

Glungge

Noch heute freue ich mich jedes Mal, wenn ich eine Glungge sehe, und am liebsten würde ich sofort reinspringen, aber ich weiss es ja, hör uuf so chindisch z’tue, das gehört sich nicht. Genau, die Pfütze oder Wasserlache ist damit gemeint. Ich war doch ordelig überrascht als ich im Idiotikon folgende Beschreibung dazu fand: glunggen bedeutet schallen, vom klatschenden, schluckenden, hohlen, dumpfen Ton, der entsteht, wenn schwere Körper ins Wasser plumpsen. Nun ja, ich bin verblüfft und ich werde mich bei der nächsten Glungge extrem auf den Ton achten, und damit, denke ich, ist alles Wichtige dazu gesagt.

Güue

Mit Güue, Gülle geschrieben, meinte man früher eine Wasserlache, einen kleinen Tümpel, eine Pfütze, en Glungge ebe. Nach der Einführung der Stallfütterung im 15. Jahrhundert bekam die Gülle einen neuen Sinn. Da nun neben dem Mist der Haustiere neu auch die Exkremente anfielen, wurden diese mit Wasser vermengt und so zur Gülle vermischt. Und noch immer wird diese Mischung als wertvolles Düngemittel auf die Felder geschüttet (von da kommt auch der Ausdruck B’schütti). Göl oder Gole war der Ursprung von Güue, damit war eine sehr feuchte Wiese, ein Sumpfgebiet gemeint. Gülle scheint ein urschweizerischerischer Ausdruck zu sein, der sich vom hiesige Mittelland aus nach ganz Europa verbreitet hat.

Wau, ich wirde das Bild nie meh los wärde: Ich g’sehne en grosse, schwäre Körper, wo mit A’lauf büchligs ine grossi Glungge ine gumpet. Meine Güte, und wie das tönt! Ganz eifach: glungg …
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