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Freitag, 21.09.2018Polizei

«LOVE SCAM» Tatort - Internet

Text: ZVG., Bild: Pixabay

Betrügerinnen und Betrüger legen immer wieder grosse Kreativität an den Tag und es werden ständig neue Betrugsmaschen und Tricks erfunden.

Aus rechtlicher Sicht spricht man von Betrug, wenn jemand in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigt. Die rechtliche Definition gilt für die unterschiedlichsten Anwendungen von Betrug: auf der Strasse, an der Haustüre, per Post oder am Telefon aber auch mit Hilfe von E-Mails und generell im Internet.

Viele Betrüger und Betrügerinnen nutzen das Internet für ihre kriminellen Taten – immer öfter und mit Erfolg. Das Internet hilft ihnen dabei, ähnlich wie beim Phishing, effizient über die Landesgrenzen hinweg zu handeln, an mögliche Opfer zu gelangen und gleichzeitig die Spuren zu verwischen.

Love Scam / Romance Scam:
Betrüger und Betrügerinnen geben sich unter falschen Identitäten in Partnerbörsen und in sozialen Netzwerken als verliebte Verehrerinnen und Verehrer aus. Sie umwerben die Opfer mit Komplimenten und Liebesschwüren und versuchen anschliessend, ihnen mit rührseligen Geschichten Geld aus der Tasche zu ziehen.

  • Zahlen Sie niemals Geld an Menschen, die Sie nicht persönlich – d.h. aus dem Offline-Leben kennen
  • Stellen Sie kritische Fragen
  • Bleiben Sie so anonym wie möglich
  • Verschicken Sie keine intimen Bilder oder Videos von sich

Typische Opfermerkmale: Betrügerinnen und Betrüger nutzen gezielt menschliche Schwächen aus, und Schwächen hat bekanntlich jeder einmal! Dazu gehören im Besonderen Gier, Naivität, Ignoranz, Dickköpfigkeit, Arroganz oder Liebesbedürftigkeit.

Typische Betrugssituationen: Wer sich gerade in einer persönliche Krise befindet, unter Stress oder Zeitdruck steht, gerade euphorisch vor Glück oder über etwas sehr betrübt ist, unbedingt Geld braucht oder ein grosses Bedürfnis nach Liebe, Zuwendung und Anerkennung hat, sollte sich vor Betrügerinnen und Betrügern in Acht nehmen und Angebote oder Kontakte besonders kritisch prüfen.

Falls Sie Opfer eines Betrugs wurden:
Schämen Sie sich nicht! Sammeln Sie Beweismittel und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Bleiben Sie sicher – auch im Internet.
Ihre Regionalpolizei.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Montag, 03.09.2018Gesundheit

Die Knochenbruchheilung

Bild: ZVG.

Ein Knochen besteht aus einer sehr festen Aussenschicht, der Kortikalis. Das innere des Knochens besteht aus Knochenbälkchen, der Spongiosa, die nach Zug- und Druckkräften ausgerichtet sind. Es ist gut von der Natur eingerichtet, dass Knochen heilen kann. Für andere Gewebe wie Nervenfasern oder Knorpel trifft dies leider nicht vollumfänglich zu.

Es gibt 2 Arten der Knochenbruchheilung. Die primäre gibt es quasi nur als Folge einer operativen perfekten Annäherung der beiden Knochenbruchenden. Die Knochenbälkchen und die Kortikalis verbinden sich und mit der Zeit richten sich die Bälkchen auch wieder nach den Zug- und Druckkräften aus.

Bei der sekundären Knochenbruchheilung liegt noch ein kleiner Spalt zwischen den Bruchenden vor oder es ist anfangs noch etwas Bewegung zwischen den gebrochenen Anteilen möglich. Dann resultiert ein sogenannter Kallus. Dieser ist eine Art die Knochenenden umgebende Manschette, erst aus Bluterguss, später aus Knochen. Schliesslich richten sich auch bei dieser Form der Bruchheilung die Knochenbälkchen wieder entsprechend der von aussen wirkenden Kräfte aus und der Kallus baut sich ab. Es dauert meist nur etwas länger.

Keinesfalls heisst das, dass die primäre Knochenheilung immer «besser» sein muss als die sekundäre. In vielen Fällen – so bei Trümmerbrüchen oder im Schaftbereich von Knochen – ist eine sekundäre Heilung der primären sogar überlegen.

Wichtig für den Traumatologen ist, dass er eine verzögerte Knochenbruchheilung wahrnimmt und auch ihre Ursache erkennt. Ursache kann z.B. eine verminderte Durchblutung der Knochenbruchenden sein oder zuviel Bewegung zwischen denselben. Im ersten Fall besteht die Therapie beispielsweise in einer «Anfrischung» des Knochens, evtl. kombiniert mit einer Transplantation von körpereigenen Knochenbälkchen aus dem Beckenknochen, im zweiten Fall in einer besseren Fixierung der Knochenbruchenden, meist durch eine nochmalige Verplattung oder Verschraubung.

Um diese Verzögerungen oder Probleme während der Knochenbruchheilung zu erkennen und entsprechende Konsequenzen zu ziehen, müssen regelmässige Röntgenkontrollen durchgeführt werden. Zudem heilt nicht nur jeder Knochen unterschiedlich schnell, sondern auch die verschiedenen Teile desselben Knochens heilen verschieden.

Dr. Michael Kettenring

Montag, 03.09.2018Kinderapotheke

Was juckt denn da?

Bild: ZVG

Die lauen Sommernächte sind vorbei, doch noch immer ärgern uns verschiedene Plagegeister. Wenn uns Mücken überfallen oder die Wespen uns feine Frühherbstfrüchte streitig machen wollen, wissen wir was zu tun ist. Liegt keine Allergie vor, bei der bereits ein einzelner Stich lebensgefährlich werden kann, lindern juckreizstillende, abschwellende Crèmes und Tabletten oder auch homöopathische Globuli unser Leiden.

Doch nicht immer sind es obige Insekten, die unangenehmen Juckreiz hinterlassen. Es kommt durchaus vor, dass wir von Tierchen befallen werden, die eigentlich lieber auf einem anderen Lebewesen, z.B. auf Enten, Katzen oder Hunden gelandet wären.

Sind es die sogenannten Entenflöhe, die man sich leicht beim Schwimmen oder Plantschen im nächsten See einfangen kann, ist dies zwar unangenehm, aber nicht weiter schlimm, da der Mensch kein geeigneter Wirt für die Larven ist. Diese sterben schnell ab, doch die juckenden Papeln plagen vor allem Kinder sehr. Eine simple, aber wirksame Massnahme ist, die Haut nach dem Bad gut mit einem Frotteetuch abzurubbeln. So entfernt man schon die meisten dieser Parasiten. Haben sich dennoch ein paar festgesetzt, hilft Ihnen Ihre kinderapotheke, die Symptome zu lindern.

Allerdings sind es auch manchmal unsere herzigen Vierbeiner, die uns unliebsame Gäste ins Haus bringen. Gerade Kinder nehmen Hund und Katze beim Streicheln und Kuscheln gerne auf den Schoss oder lassen sie gar zum Füssewärmen ins Bett. Sind die Haustiere nicht vorbeugend mit einem Antiflohmittel behandelt, wie es sie in der Apotheke gibt, hinterlassen sie durchaus auch einmal Flöhe, die auf der Suche nach Nahrung auch das Blut des Menschen nicht verschmähen.

Dann ist wichtig, die Haustiere zu entflohen und alle Orte, an denen sie sich gerne aufhalten, zu säubern und mit einem Antiparasitenspray zu behandeln.

Sind Sie gebissen oder gestochen worden, wenden Sie sich wieder am besten an Ihre kinderapotheke. Dort beraten wir Sie gerne und helfen Ihnen, rasch beschwerdefrei zu werden.

Sabine Brentrup, Apothekerin
TopPharm Homberg Apotheke
zertifizierte medinform-kinderapotheke

Montag, 27.08.2018Polizei

Geisterfahrer

Text und Bild: Zvg.

Geisterfahrer sind Lenkende, die auf Autobahnen oder anderen richtungsgetrennten Strassen entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung fahren. Pro Jahr ereignen sich in der Schweiz rund 14 Unfälle mit sieben Schwerverletzten und zwei Getöteten (Durchschnitt 2011 bis 2015).

Unfälle sind also selten, deren Folgen jedoch sehr schwer. Unfälle sowie Meldungen über Geisterfahrten sind über das gesamte Autobahnnetz verteilt, es gibt kaum Häufungen.

Ursache einer Geisterfahrt ist nicht nur, wie gemeinhin angenommen, eine Verwechslung einer Autobahn-Einfahrt/-Ausfahrt. Die Statistik zeigt, dass ebenso viele Geisterfahrten durch ein Wendemanöver auf der Autobahn beginnen. Die bauliche Sicherheit aller Ein- und Ausfahrten von Autobahnen hat demnach nur eine beschränkte Wirkung.

Das Problem von Geisterfahrern wird vermutlich überschätzt. Dazu beitragen dürfte unter anderem, dass am Radio viel häufiger vor Geisterfahrern gewarnt wird, als tatsächlich Unfälle geschehen (etwa im Verhältnis 11:1). Darüber hinaus zeigt sich, dass gemeldete Geisterfahrten sehr selten zu Unfällen führen, beziehungsweise selten einem Geisterfahrer-Unfall eine Meldung vorausgegangen ist.

Tipps:

  • Hören Sie Radio und schalten Sie die Verkehrsmeldungen immer ein.
  • Falls eine Meldung über einen Geisterfahrer erfolgt, befolgen Sie die Empfehlungen (rechts fahren, nicht überholen).
  • Melden Sie unverzüglich der Polizei (117), falls Sie einen Geisterfahrer sichten.

Haben Sie Fragen zu diesem oder einem anderen Thema? Melden Sie sich auf Ihrem Polizeiposten.

Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Mittwoch, 22.08.2018Haustier

«Happy Frido»

Bild: Zvg.

Auf der Strasse im benachbarten Seetal sehen die drei jungen Leute beim Vorbeifahren ein schwarzes Kätzchen davon humpeln. Ihr Gewissen verbietet es Ihnen, einfach weiterzufahren und sie können den kleinen schwarzen Kater gut in die Hand nehmen. Per Notfalldienstorganisation (die benachbarten Praxen leisten füreinander abwechslungsweise Notfalldienst) rufen sie bei uns an und bringen das herzige, 600 Gramm leichte Katerli in die Praxis.

Das linke Vorderbein ist gelähmt und hängt schlaff am Körper. Ausser Zeckenbefall sieht der Kleine gesund aus und auch der Leukosetest ist o.k. Das Bein scheint nicht gebrochen, trotzdem machen wir ein Röntgenbild, um uns abzusichern. Für die Lähmung ist vermutlich ein Abriss der Nervenwurzel, welche das gesamte Bein versorgt, verantwortlich (Abriss des Plexus brachialis). Dies geschieht bei Unfällen, wenn das Vorderbein vom Körper gegen aussen gerissen wird. Die Zecke am Schwanz schmerzt mehr als das Bein und nach Zeckenentfernung wird der Kleine vorerst mal mit Entzündungshemmern und Vitaminen versorgt.

Da wir nicht wissen, worher das Katerli stammt, ob er überhaupt ein zu Hause bei Menschen hat, telefonieren wir mit der Tierärztin aus der Ortschaft, wo er gefunden wurde und tragen ihn auf der offiziellen Homepage für gefundene oder vermisste Tiere ein (www.stmz.ch). Eine kleine Chance besteht, dass die Nervenverletzung heilen könnte, und wir finden im Tierheim einen Platz, wo für «Fridolin» (so wird er im Tierheim getauft) gesorgt wird. Fridolin entwickelt sich prächtig und gewöhnt sich immer mehr an die gelähmte Gliedmasse. Er klettert und springt umher und hat einen gesunden Appetit. Als sich trotz Behandlung aber beim Bein kein Fortschritt zeigt und sich kein Besitzer meldet, planen wir gemeinsam mit dem Tierheim, einen neue/-n Besitzer/-in zu finden, welche/-r mit Fridolins Handicap leben kann, und wenn diese/-r gefunden ist, das gelähmte Bein von einem Chirurgen amputieren zu lassen. Im Allgemeinen sind wir sonst eher zurückhaltend mit Amputationen der Vordergliedmasse, weil auf den Vorderbeinen 2/3 des Gewichtes lasten. In diesem Fall aber sind wir zuversichtlich, dass der Kater mit diesem Handicap eine gute Lebensqualität haben wird, weil er leicht ist, mit der Behinderung aufwachsen und es als normal erleben wird. Das hängende Bein wäre nur im Weg und würde das verbleibende Bein mit mehr Gewicht belasten, weshalb eine Amputation von Vorteil ist.

Letzte Woche haben wir nun «Happy Frido» die Fäden gezogen und er ist in seinem neuen Zuhause eingezogen, wo er auch mit drei Beinen 100% Katze sein darf.

Autor: Patrick Curschellas, Kleintierpraxis Küng, 6215 Beromünster

Montag, 06.08.2018Polizei

Schulbeginn

Text und Bild: Zvg.

Für viele beginnt wieder der normale Arbeits- oder Schulalltag. Aber Vorsicht! Für einige Kinder ist es der erste Schul- oder Kindergartentag. Jedes Kind, das bei Schulanfang 2018 zum ersten Mal den Weg zur Schule oder in den Kindergarten unter die Füsse nimmt, wird vom TCS oder der Polizei kostenlos eine Sicherheitsweste erhalten. So werden auch dieses Jahr mehr als 80 000 Kinder das gelbe Gilet anziehen. Ziel dieser Aktion: Die Kinder sollen auf dem Schulweg sichtbarer werden und damit ihre eigene Sicherheit erhöhen.

Jedes Jahr verunfallen 530 Kinder als Fussgänger im Strassenverkehr – 6 davon tödlich. Als Fahrer müssen Sie am Fussgängerstreifen ganz anhalten. Um die Sicherheit der Kinder zu erhöhen, verteilt der TCS in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Polizeikorps jährlich 80000 gelbe Leuchtwesten.

Am Fussgängerstreifen immer ganz anhalten
Weil Kinder Distanzen und Geschwindigkeiten von Fahrzeugen schwerer abschätzen können, lernen sie in der Schule, dass sie einen Fussgängerstreifen nicht betreten sollen, bevor die Räder eines Fahrzeuges völlig still stehen. Viele Fahrzeuglenker wissen das nicht und halten nicht ganz an. Manche machen ein Handzeichen oder betätigen die Lichthupe, was von den Kindern falsch verstanden werden kann und sie unvorsichtig werden lässt.

Richtiges Verhalten
Wenn ein Fahrzeuglenker ein Kind sieht, das die Strasse überqueren will, muss er ganz anhalten und nicht nur abbremsen. Wussten Sie, dass Kinder, die jünger als siebenjährig sind, 3 bis 4 Sekunden benötigen, um ein stehendes Auto von einem langsam fahrenden zu unterscheiden? Dass das Unfallrisiko für Kinder zwischen 6 und 9 Jahren doppelt so hoch ist, wie für Erwachsene? Oder dass Kinder in Begleitung von Kameraden sich auf dem Schulweg risikofreudiger verhalten, als wenn sie allein unterwegs sind?

Gefahren von Elterntaxis
In diesem Zusammenhang appellieren wir einmal mehr an die Eltern schulpflichtiger Kinder, sich mit dem Schulweg ihrer Kinder so auseinanderzusetzen, dass der Weg zum Kindergarten oder zur Schule möglichst zu Fuss bewältigt werden kann. «Taxifahrten» zur Schule hindern die Kinder daran, die Gefahren des Strassenverkehrs kennenzulernen. Sie schränken ihre Möglichkeiten ein, richtiges Verhalten zu trainieren. Zudem gefährden sie andere Kinder durch gefährliche Manöver im Schulhausbereich.

Einen sicheren und guten Start ins neue Schuljahr – Ihre Regionalpolizei.

Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Dienstag, 31.07.2018Gesundheit

Physiotherapie

Bild: Zvg

Hüpfen und Anderes macht wieder Spass: Die Physiotherapeuten des Spitals Menziken betreuen, begleiten und beraten Patienten fachkompetent, welche an Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Nervensystems oder an Krankheiten der inneren Organe leiden. Weiter spezialisieren sie sich durch jährliche Weiterbildungen in verschiedenen Fachbereichen, um das Therapieangebot einerseits zu erweitern und andererseits stets auf dem neusten wissenschaftlichen Stand zu bleiben.

Beckenbodentraining nach dem bewährten BeBo® Konzept - in der Gruppe oder in Einzeltherapie
Für viele Frauen und Männer ist ihr Beckenboden ein eher unbekanntes Körpergebiet. Wussten Sie, dass der Beckenboden mitverantwortlich ist für unser Körpergefühl, unsere Haltung, unsere Figur und somit auch für unser inneres und äusseres Erscheinungsbild? Die meisten wissen, wie sie z. B. ihre Bauchmuskeln trainieren können. Eher unbekannt ist dagegen, wo der Beckenboden liegt oder wie er trainiert werden kann. Der Beckenboden ist der muskulöse Boden der Beckenhöhle beim Menschen. Das Beckenbodentraining richtet sich an Frauen, die nach einer Geburt oder im Alter Probleme mit einer Inkontinenz haben. Durch das richtige Alltagsverhalten und gezieltes Beckenbodentraining kann diese Problematik angegangen werden. Ein «gesunder» Beckenboden wirkt sich ausserdem positiv auf den Rücken, die Haltung und das Sexualleben aus. Somit kann das Beckenbodentraining auch präventiv angewendet werden. Der Vorteil einer Gruppentherapie liegt weiter auch darin, dass die Teilnehmenden nicht nur von den Anregungen des Physiotherapeuten profitieren, sondern gemachte Erfahrungen im vertrauten Rahmen gegenseitig ausgetauscht werden können.

Auch für Männer
Die Einzeltherapie für den Beckenboden richtet sich gleichermassen an Männer, wie auch an Frauen. Neben diversen Übungen haben Sie im Spital Menziken die Möglichkeit sich mit Biofeedback- und Elektrostimulationsmethode behandeln zu lassen. Hierbei wird eine Sonde eingeführt, welche die Aktivität der Beckenbodenmuskulatur misst und visuell darstellt. Dabei kann die eigene Muskelanspannung auf dem Bildschirm beobachtet werden, was den Lernprozess beschleunigt. Bei der Methode durch Elektrostimulation wird ein kleiner Impuls abgegeben, wodurch wahrgenommen werden kann, wie sich das richtige Anspannen vom Beckenboden anfühlt.

Kontakt und Anmeldung über das Sekretariat der Physiotherapie: 062 765 31 91 oder angela.afonso@spitalmenziken.ch, bei Fragen werden Sie an einen Physiotherapeuten vermittelt.

Asana Gruppe
Spital Menziken
5737 Menziken
Telefon 062 765 31 31
www.spitalmenziken.ch

Dienstag, 31.07.2018Kinderapotheke

Wenn das Verdauungssystem aus dem Lot gerät

Bild: ZVG

Gerade noch ist das Kind quietschfidel, in der nächsten Sekunde erbricht es, hat Durchfall oder gar beides zusammen. Für das Kind ist das oft eine erschreckende Situation. Für die Eltern bedeutet dies trösten und sich kümmern, aber auch Wäsche und Hände waschen im Dauertakt. Dazu kommt die Sorge um das Kind. So unangenehm der Brechdurchfall ist, in den meisten Fällen ist die Erkrankung unproblematisch und hört nach ein paar Tagen von selbst wieder auf. Erbrechen und Durchfall kommen bei Kindern in jedem Alter häufig vor. Sie reagieren oft bereits auf Kleinigkeiten, denn der kindliche Magen ist noch sehr empfindlich. Ein zu kaltes Getränk, verdorbene Lebensmittel, zu viel durcheinander gegessen, Vorfreude und besondere Erlebnisse gehören zu den oft harmlosen Ursachen der Erbrechen. Der Verzehr von zu viel Obst kann Durchfall auslösen.

Durchfall kann aber auch eine typische Begleiterscheinung beim Zahnen, bei Erkältungen, z.B. einer Mittelohrentzündung, oder anderen fieberhaften Infekten sein. Der Brechdurchfall wird meist durch Viren ausgelöst. In der Regel dauert das Erbrechen 1 bis 2 Tage, während der Durchfall noch einige Tage länger anhält. Dabei birgt das Erbrechen wegen des hohen Flüssigkeitsverlustes meist das grösste Risiko. Durch fehlende Flüssigkeitsaufnahme kann es zur Austrocknung des Körpers kommen, was besonders bei Kleinkindern schnell lebensbedrohlich werden kann. Daher ist die wichtigste Massnahme der Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes. Das Kind muss viel trinken, am besten immer wieder in kleinen Mengen. In der kinderapotheke sind fertige Trinklösungen erhältlich, die alle wichtigen Mineralstoffe, Wasser und Zucker enthalten. Wenn das Kind nicht trinken will, verabreichen Sie die Lösung mit dem Löffel oder mit einer Spritze (ohne Nadel) in den Mund. Nach 3 bis 4 Stunden ist der Körper des Kindes in der Regel wieder mit Flüssigkeit versorgt. Säuglinge sollen weiter gestillt werden. Wegen der hohen Ansteckungsgefahr ist häufiges Händewaschen und besondere Sauberkeit oberstes Gebot. Und: Kinder mit Brechdurchfall müssen zu Hause bleiben. Beobachten Sie das Kind gut, denn Verschlechterungen können schnell gehen. Lassen Sie sich in der kinderapotheke beraten und begleiten. Oder suchen Sie gegebenenfalls einen Arzt auf.

Barbara Kursawe, Apothekerin
TopPharm Homberg Apotheke
zertifizierte medinform-kinderapotheke

Montag, 30.07.2018Gesundheit

Die chirurgische Ausbildung

Bild: Archiv Dorfheftli

Operieren ist ein Handwerk. Um dieses zu erlernen, braucht es eine lange intensive Ausbildung, gute Lehrer und auch etwas Talent. Die Ausbildung beginnt mit dem Erwerb der theoretischen Grundlagen im mindestens sechs Jahre dauernden Medizinstudium, wobei die ersten beiden Jahre hauptsächlich die naturwissenschaftlichen Grundlagen gelehrt, danach alle Teilbereiche der Medizin angeschnitten werden. Im letzten Jahr des Studiums absolviert man ein Praktikum an einem Spital mit den Fächern Chirurgie, Innere Medizin und einem Wahlfach.

Nach dem Abschlussexamen ist man zwar Arzt, hat aber bisher chirurgisch-handwerklich allenfalls mal einen Wundhaken gehalten und steht erst am Anfang einer Ausbildung, die noch viele – zum Facharzt mindestens sechs – Jahre dauert, ohne eine sich danach noch anschliessende Spezialisierung von mehreren Jahren.

Dies gilt natürlich auch für fast alle anderen Facharztausbildungen in der Medizin. In dieser Facharztausbildung wird man in der Chirurgie durch viele Assistenzen langsam ans eigene Operieren herangeführt, welches man dann mit leichten Eingriffen, natürlich immer unter Anleitung eines erfahrenen Chirurgen, beginnt. Hat man den für die Facharztreife geforderten «Katalog» durchoperiert, kann man frühestens nach sechs Jahren die Prüfung ablegen und darf fortan ohne Aufsicht durch einen erfahrenen Chirurg eigenständig operieren.

Meist erfolgt jedoch noch eine Spezialisierung von mehreren Jahren, z.B. in der Traumatologie, mit gleichem Prozedere: anschauen, mitmachen, unter Aufsicht selbst operieren. Auch danach erfolgt wiederum eine Prüfung.

Durch den Erwerb der handwerklichen Fertigkeiten hat man jedoch nur eine Teilkompetenz der Chirurgie erlangt. Die viel schwieriger zu erreichende ist die richtige «Indikationsstellung». Das heisst, zu entscheiden, wer von einer Operation profitiert und wer nicht. Und bei welchem Patienten welches Operationsverfahren anzuwenden ist, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Das Erlangen dieser Kompetenz ist ein Prozess, der viel länger dauert als die handwerklichen Fähigkeiten aufzubauen und der viel mit Erfahrung zu tun hat.

Eigentlich wie in vielen anderen Berufssparten auch.

Leider finden heute immer weniger junge Studienabsolventen in die Chirurgie. Es ist immer noch wenig vereinbar mit Teilzeitarbeit, vor allem während der Facharztausbildung, aber auch danach.

Hier ist es an den grossen Ausbildungskliniken, Arbeitszeitmodelle zu etablieren, die es z.B. auch Frauen ermöglichen – 70 % der Medizinabsolventen sind heute Frauen – in die Chirurgie zu gehen.

Dr. Michael Kettenring

Montag, 30.07.2018Haustier

Zecken-Alarm!

Bild: Pixelio.de

Dieses Jahr sind Zecken besonders aktiv. Wie das Bundesamt für Gesundheit BAG meldet, sind auch im Kanton Aargau die Ansteckungen mit dem gefährlichen Enzephalitis-Virus (FSME), der von Zecken übertragen wird, auf dem Vormarsch!

Zecken sind blutsaugende Parasiten, welche Menschen und Tiere befallen können. Sie gehören zu den Spinnentieren und leben in Bodennähe. Sie «lauern» im Unterholz, auf Gräsern, Büschen und Sträuchern. Zwischen März und November sind sie besonders aktiv.

In Europa gibt es vor allem drei Zeckenarten:

  • Der gemeine Holzbock: lebt als Freilandzecke in Wäldern, Parks, hohen Wiesen und Wegrändern und kann sowohl Kleintiere wie auch Menschen befallen
  • Die braune Hundezecke: befällt bevorzugt den Hund
  • Die Auwaldzecke: befällt vor allem grosse Haus- und Wildsäugetiere, aber auch Hunde.

Der eigentliche Zeckenstich ist relativ harmlos und kann zu Rötung, Juckreiz und Schwellung führen. Gefährlich sind die Erkrankungen, die von infizierten (!) Zecken übertragen werden. Dazu gehören:

  • Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine durch das FSME-Virus ausgelöste Krankheit, die bei Patienten zu einer Hirnhaut- oder Gehirn-Entzündung führen und tödlich enden kann.
  • Borreliose, eine durch das Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöste Infektionskrankheit. Die Bakterien können bei Infizierten jedes Organ, das Nervensystem und die Gelenke sowie das Gewebe befallen.
  • weitere Krankheiten: es gibt noch viele weitere Krankheiten, die von Zecken übertragen werden können, dazu gehören Babesiose, Ehrlichiose und Anaplasmose.

Schutz vor Zecken
Schützen Sie sich und Ihren Liebling vor Zeckenbefall:

  • Impfung: der Mensch kann sich gegen FSME impfen lassen, nicht aber gegen Borreliose. Beim Hund ist es gerade umgekehrt: für den Hund gibt es eine Impfung gegen Borreliose, nicht aber eine gegen FSME.
  • Geschlossene und deckende Kleidung, v.a. lange Hosen und geschlossene Schuhe tragen
  • Auftragen eines Antizeckenmittels (verleiht einen vorübergehenden Schutz)
  • Meiden von hohem Gras, Gebüsch und Unterholz (insbesondere feuchte Stellen)
  • Nach jedem Aufenthalt in der Natur den Körper nach Zecken absuchen
  • Haustiere regelmässig mit entsprechenden Mitteln gegen Parasitenbefall behandeln

Was tun bei Zeckenbefall?
Entfernen Sie die Zecke so schnell als möglich, denn Keime überträgt sie erst nach mehreren Stunden des Blutsaugens. Je früher sie aus der Haut kommt, desto geringer ist also die Gefahr zu erkranken. Fassen Sie die Zecke mit einer Pinzette, Zeckenzange oder einem Zeckenhaken möglichst nahe der Bissstelle und ziehen Sie sie langsam nach oben heraus.

Vorsicht: niemals Öl oder ähnliches verwenden, denn dadurch erhöht sich die Gefahr einer Erregerübertragung. Aber vor allem: keine Panik! Nicht alle Zecken sind Krankheitsträger! Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Tierarzt, wenn Sie nach einem Zeckenbiss ungewöhnliche Symptome feststellen.

Tierarztpraxis Opher Berger, Schorenstrasse 11a, 5734 Reinach

Montag, 09.07.2018Gesundheit

Gallensteine – was nun?

Bild: ZVG.

Wenn die Steine keine Beschwerden verursachen, ist keine spezielle Therapie erforderlich. Falls jedoch Beschwerden bestehen, sollte nach eingehender Aufklärung über Krankheitsbild und Operation die steinhaltige Gallenblase entfernt werden.

Zum Verständnis: Die Galle wird in der Leber gebildet und dient der Fettverdauung. Sie wird in der Gallenblase nur gespeichert und im Falle der Nahrungsaufnahme über einen hormonellen Reflex über den grossen Gallengang in den Zwölffingerdarm abgegeben.

Bilden sich durch ein Missverhältnis von Gallensäuren, Cholesterin und Fett Steine in der Gallenblase, verursacht dies meist keine Beschwerden. Legen sich jedoch die Steine vor den Gallenblasenausgang, kann die Galle bei Nahrungsaufnahme nicht mehr entsprechend in den grossen Gallengang befördert werden, es resultieren Schmerzen, im schlimmsten Fall eine Kolik.

Des weiteren kann die Gallenblase entzünden oder kleinere Steine aus der Gallenblase in den grossen Gallengang geschwemmt werden, wo sie hängenbleiben können, was in einem Gallestau (Gelbsucht) oder in einer Bauchspeicheldrüsenentzündung münden kann. Man sieht also: Bestehen Schmerzen aufgrund von Gallensteinen, sollte man einen Arzt aufsuchen. Die Diagnose ist mittels Untersuchung, Blutwerten und Ultraschall relativ leicht zu stellen. Ist eine Gallenblasenentfernung bei Beschwerden oder einer Entzündung notwendig, kann diese heute in den allermeisten Fällen per Schlüssellochtechnik durchgeführt werden. Ueber 4 kleine Schnitte werden lange, stabförmige Instrumente unter Sicht mit einer ebenfalls stabförmigen Kamera in den Bauchraum eingebracht und mit diesen Instrumenten die Gallenblase samt der Steine entfernt. Nur in Ausnahmenfällen ist ein sogenanntes Umsteigen auf eine offene Operation noch notwendig.

Nach der Operation ist keine spezielle Diät einzuhalten, nach einer gewissen Anpassungszeit kann der grosse Gallengang die Reservoirfunktion der Gallenblase vollständig übernehmen. Bis dahin ist allenfalls am Anfang darauf zu achten, nicht zu fettreich zu essen.

Sollten Sie Probleme mit der Gallenblase haben, kann Ihr Hausarzt Sie jederzeit anmelden. Bei akuten Entzündungen ist eine schnelle Versorgung notwendig, wenn möglich innerhalb von 48 Stunden ab Auftreten der Symptome. Diesbezüglich bin ich über die Woche immer über die Praxis erreichbar, an den Wochenenden über die Zentrale des Spitals.

Dr. Michael Kettenring

Montag, 25.06.2018Haustier

Der Abschied

Bild: ZVG.

Die Tränen kullern der jungen Mutter über die Wangen und ihre kleine Tochter schaut sie fragend an. Eben haben sie gemeinsam Abschied genommen von ihrer Katze, die sie fast zwei Jahrzehnte begleitet hat. Schon lange vor der Geburt des kleinen Mädchens war die Katze in der Familie und hat vieles miterlebt, war da um zu trösten oder hat einfach nur zugehört.

Als Kätzchen konnte man mit ihr spielen und schnurrend genoss sie die Streicheleinheiten auf dem Sofa. In den letzten Monaten ist sie aber immer schwächer geworden, hat kaum mehr gefressen und beim Tierarzt wurde dann mit einer Blutuntersuchung eine ungenügende Nierenfunktion festgestellt. Die Niereninsuffizienz ist eine häufige und bekannte Alterserkrankung und kann, wenn frühzeitig entdeckt, bis zu einem gewissen Masse behandelt werden, bzw. das Fortschreiten der Erkrankung kann gebremst werden. Auf Grund des hohen Alters (eine 20-jährige Katze kann mit einem 100-jährigen Mensch verglichen werden), und der in diesem Fall schlechten Prognose, hatten wir uns gemeinsam entschieden, keine Therapie mehr einzuleiten. Die Katze hatte ein gesundes und sorgenfreies Leben gehabt und sollte dieses in Würde und friedlich beenden dürfen. Einfach abzuwarten, bis das Tier auf Grund der Fressunlust und inneren Vergiftung immer schwächer wird und sterben würde, wäre für Tier und Besitzer unzumutbar.

Für Tierärzte ist die Euthanasie weit weniger schlimm als für Tierbesitzer. Denn wir verlieren damit nicht unsere langjährigen Begleiter. Nein, es ist sogar eine sehr würdevolle und dankbare Aufgabe, Tier und Besitzer auf diesem letzten Weg begleiten zu dürfen und den Abschied schmerzlos, ruhig und friedlich zu gestalten. Ob ein eingeschläfertes Tier danach kremiert/begraben oder durch die Tierarztpraxis zur Tierkörpersammelstelle gebracht wird, bleibt einzig und allein Entscheidung der Besitzer. Hier ist nicht die Tierliebe entscheidend, sondern der eigene individuelle Trauerprozess. Auf Wunsch kann eine geplante Euthanasie auch zu Hause angeboten werden. Das empfiehlt sich vor allem bei sehr ängstlichen oder nicht transportfähigen Tieren. Manchmal ist es auch das Anliegen der Besitzer, in vertrauter Umgebung den letzten Weg zusammen zu gehen. Andere wiederum möchten das traurige letzte Kapitel lieber nicht zu Hause schreiben, sondern in der Praxis. Nicht selten verlassen die Kunden die Praxis erleichtert, weil die sorgenvolle, lang hinausgezögerte Aufgabe nun getan ist. Im Wissen, das Richtige getan zu haben für die langjährigen, treuen Begleiter, welche immer da waren, wenn man sie brauchte.

Patrick Curschellas, Kleintierpraxis Dr. Küng AG, 6215 Beromünster, www.kleintierpraxiskueng.ch

Montag, 25.06.2018Polizei

Medikamente am Steuer

Text und Bild: Zvg.

Nehmen Sie Medikamente ein? Denken Sie an mögliche Konsequenzen beim Fahren. Medikamente und Fahren vertragen sich nicht immer. In der Schweiz werden bei Strassenverkehrsunfällen, die auf die Einnahme von Medikamenten oder Drogen zurückzuführen sind, jährlich rund 150 Personen schwer verletzt oder getötet. Mehrere Studien kommen zum Schluss, dass dies Zahl in Wirklichkeit sogar noch höher liegt.

Jeder Lenker, jede Lenkerin eines Fahrzeugs muss über die erforderliche körperliche und geistige Leistungsfähigkeit verfügen (Art. 31 Abs. 2 und Art. 91 des Strassenverkehrsgesetzes SVG). Die Einnahme von Medikamenten kann diese Fähigkeit beeinträchtigen und rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen (z. B. Entzug des Führerausweises für mindestens drei Monate).

Seien Sie darum vorsichtig und erkundigen Sie sich bei ihrem Arzt, Apotheker oder Drogist über Nebenwirkungen, bevor Sie sich unter Medikamenteneinfluss ans Steuer setzen. Sie schützen damit sich selbst ebenso, wie die anderen Fahrzeuginsassen und Verkehrsteilnehmenden.

Tipps zu Ihrer eigenen Sicherheit

  • Informieren Sie sich bei einer Fachperson über mögliche Nebenwirkungen einer Arznei. Oft gibt es andere Medikamente mit gleicher Wirkung, welche die Fahrfähigkeit nicht beeinträchtigen.
  • Seien Sie vorsichtig bei der Einnahme von Schlafmitteln: Sie können auch am Folgetag noch Wirkung zeigen.
  • Verändern Sie die vorgeschriebene Dosis nur auf Rat einer Fachperson.
  • Vermeiden Sie Alkohol, wenn Sie Medikamente einnehmen: Er kann die Wirkung verstärken oder aufheben.
  • Setzen Sie sich nur ans Steuer, wenn Sie im Vollbesitz ihrer Kräfte sind.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf www.fragen-dann-fahren.ch oder www.bfu.ch und auch auf Ihrem Polizeiposten.

Ihre Regionalpolizei

Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Dienstag, 19.06.2018Kinderapotheke

Wenn grosse Veränderungen anstehen ...

Bild: ZVG

Die Sommerferien haben endlich begonnen und Ihre Kinder können sich nun während 5 Wochen vielem anderem widmen, als der Schule. Doch die Zeit rinnt uns ja bekanntlich durch die Hände und bald stehen für die Schüler grosse Veränderungen an. Sei es der Wechsel von zu Hause in den Kindergarten, von der Unter- in die Oberstufe oder von der Schule in die Lehre; dies sind grosse Schritte im Leben ihrer Kinder. Man lernt neue Freunde kennen, muss sich aber auch mit anderen Tagesstrukturen bekannt machen und sich anders organisieren. Dies ist nicht für jeden Schüler ein Klacks. Verständlicherweise lösen diese Veränderungen bei einigen Nervosität aus, oft schlafen die Kinder schlecht, sind den ganzen Tag müde. Manche reagieren auch mit körperlichen Symptomen wie z.B. undefinierbarem Bauchweh oder Kopfschmerzen auf Umstellungen.

Es ist sehr wichtig, den Kindern in diesen Phasen Halt und Unterstützung zu geben. Manchmal reicht aber das nicht aus. Um die Beschwerden zu lindern, kann man mit verschiedenen Mitteln aus der Komplementärmedizin arbeiten. Sehr geeignet sind in diesem Falle Kombinationen mit Schüsslersalzen, Spagyrik- und Gemmosprays sowie Bachblüten. Bei allen Behandlungen kann man gezielt auf die Symptome des Kindes eingehen und die entsprechende Mischung zusammenstellen.

Um eine optimale Wirkung zu erhalten, sollte bereits vor der grossen Umstellung mit der Behandlung begonnen werden, so können sich die Kinder dann bei Schulbeginn voll auf ihre neue Aufgabe konzentrieren und den neuen Abschnitt geniessen.

Kommen Sie zu uns in die kinderapotheke, wir beraten Sie gerne! Bis dahin wünschen wir Ihnen schöne und erholsame Sommerferien; bis bald!

Heidi Roos, Pharma-Betriebsassistentin
TopPharm Homberg Apotheke
zertifizierte medinform-kinderapotheke

Donnerstag, 31.05.2018Gesundheit

«Mehr Zeit für unsere Patienten/-innen»: Im Fokus stehen der Patient und sein Wohlbefinden

Bild: ZVG.

Lean Management gilt als «schlankes Management». Das heisst, das Konzept ist prioritär auf die fachlichen und menschlichen Komponenten ausgerichtet. Abläufe werden optimiert, um sogenannte Verschwendungen möglichst zu vermieden. Die neuen Methoden und Denkweisen dienen gezielt den Prozessoptimierungen sowie der erhöhten Kundenorientierung. Ärzte, Pflegende, wie auch Patienten/-innen werden im täglichen Geschehen des Spitalablaufs und der Behandlungen direkt in den Prozess mit einbezogen. Die hoch gehaltenen Prinzipien sind Kundenorientierung, Qualitätsverbesserung, Eigenverantwortung, Teamwork, Führungsverantwortlichkeit, flache Hierarchie, Rückmeldungsprozesse und Optimierung der Geschäftsprozesse.

Das diplomierte Pflegefachpersonal, die Fachangestellten Gesundheit, sowie die Auszubildenden arbeiten im Tandem, mit klar geregelten Zuständigkeiten zusammen. Dabei sind sie mit einem standardisierten Pflegewagen unterwegs, um gebräuchliche Utensilien griffbereit zu haben. Zusätzlich können Informationen und Verordnungen am PC direkt abgerufen und die Eintragungen vor Ort erledigt werden. Somit ist die Nähe zu den Patienten/-innen stets gewährleistet. In jedem Patientenzimmer sind Patiententafeln mit den Ansprechpartnern und wichtigen Informationen angebracht.

Versammlungstafel (Huddle Board)
Dreimal täglich treffen sich alle Fachpersonen, welche am Patientenprozess beteiligt sind, zur Besprechung über die tagesaktuellen Geschehnisse. Die aktive und transparente Kommunikation verbessert das gegenseitige Verständnis und hilft, auf Probleme und Arbeitsaufkommen unmittelbar zu reagieren. Das Behandlungsteam erhält unmittelbar Feedback zu seiner Arbeit, erkennt Probleme frühzeitig und kann gemeinsam Lösungen erarbeiten.

Selbstlernende Organisation
Die Umwandlung von der starren Gesundheitsorganisation hin zu einer selbstlernenden Unternehmung, welche den Patienten mit seinen Bedürfnissen stets an die erste Stelle nimmt und das standardisierte Einbeziehen der Mitarbeitenden in die Entwicklung trägt Früchte und erfreut sich bereits grosser Beliebtheit. Dies beweisen auch die vielen guten Rückmeldungen von Seiten der Patienten betreffs der Philosophie und neuen Organisation.

Asana Gruppe
Spital Menziken, 5737 Menziken
Telefon 062 765 31 31, www.spitalmenziken.ch

Mittwoch, 30.05.2018Gesundheit

Knieschmerzen – was nun?

Bild: ZVG.

Wer kennt es nicht? Schmerzende Kniegelenke, eines oder gar beide. Je älter man wird, desto häufiger treten diese auf. Nach Schätzungen ist in den Industrieländern etwa 20% der Bevölkerung von Knieschmerzen betroffen.

In jüngeren Jahren sind häufig Unfälle oder Fehlbelastungen mit Knieschmerzen verbunden. Durch ein Trauma beim Sport oder einem einfachen «Verknicken», kommt es zu einer Schädigung von bestimmten Strukturen, z.B. dem Meniskus oder von Bändern. Je älter der Mensch wird, desto häufiger treten diese Schäden als Verschleiss auf, d.h. Meniskus (besteht auch aus Knorpel), Gelenkknorpel oder auch einzelne Bänder unterliegen einer Abnutzung. Kommt unter diesen Umständen dann noch ein kleines «Verdrehen» dazu, kann ein Verschleiss, obwohl er vorher schon vorgelegen hat, plötzlich massive Schmerzen verursachen.

Ziel ist erst einmal die Diagnosestellung. Mit einer standardisierten Untersuchung des Gelenkes lässt sich häufig schon eine Diagnose stellen, meist werden auch Röntgenbilder durchgeführt. Es braucht nicht immer eine Kernspintomografie. Ziel der Behandlung ist eine Bekämpfung der Symptome. Dies kann beim Meniskusriss des jüngeren Patienten durchaus eine zeitnahe Operation sein, v.a. wenn der Meniskus noch zu nähen ist. Oder bei Verschleissläsionen von Meniskus und Knorpel, eine physiotherapeutische Behandlung, unterstützt durch schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente.

Auch beim höhergradigen Knorpelverschleiss, der Arthrose, stehen die genannten nicht operativen Massnahmen erst einmal im Vordergrund. Positive Effekte lassen sich auch mit gesunder Lebensführung, Gewichtsreduktion und der Einnahme knorpelstabilierender Nahrungsergänzungsmittel erreichen.

Der Gelenkersatz bei Arthrose ist immer die letzte Massnahme, aber bei richtiger Indikation meist eine gut funktionierende. Er ist indiziert bei einer deutlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität, wenn nicht operative Massnahmen ausgereizt sind. Letztendlich ist die Therapie von Knieschmerzen immer auch eine individuelle, an die Bedürfnisse des Patienten orientierte Behandlung.

Als Beispiel sei hier der Ersatz eines gerissenen Kreuzbandes genannt: Der sportive, skifahrende, ohne Kreuzband instabile 65-jährige Patient benötigt meist einen Ersatz, der 35-jährige, nicht sporttreibende und im normalen Gebrauch des Kniegelenkes stabile Patient, muss meist nicht operativ behandelt werden.

Dr. Michael Kettenring

Mittwoch, 30.05.2018Haustier

Vorsicht Hitzschlag und Hitzestau!

Bei einem Hitzschlag handelt es sich um eine lebensbedrohliche Erkrankung, ausgelöst durch Überwärmung des Körpers, infolge derer es zu Schock und Multiorganversagen und somit zum Tod des Tieres kommen kann. Ein Hund, der einen Hitzschlag erleidet, ist immer ein tiermedizinischer Notfall und muss in jedem Fall schnellstmöglich in tierärztliche Behandlung.

Unsere Haustiere vertragen die Hitze schlecht, da ihre Möglichkeit zu Schwitzen sehr gering ist. Sie schwitzen nur an den Pfoten, die Wärmeregulierung geschieht vor allem durch Hecheln.

Warnzeichen
Wenn an heissen Tagen der Hund also plötzlich anfängt zu Hecheln, seine Bewegungen gestört sind, wenn er sich heiss anfühlt oder gar bewusstlos wird, ist schnelles Handeln angesagt! Der Hund könnte einen Hitzeschlag, oder einen Hitzestau erlitten haben. Die Temperatur des Hundes kann auf 42 °C ansteigen und als Folge davon können Organschäden auftreten.

Erste Massnahme
Der Hund muss unverzüglich gekühlt werden! Am besten ist es, das Tier mit Wasser zu bespritzen und zwar beginnen Sie in folgender Reihenfolge: Beine – Bauch – Rücken – Kopf. Wenn der Hund es nicht zulässt, kühlen Sie ihn mit nassen Tüchern, aber wickeln Sie ihn niemals darin ein. Kühlen Sie das Auto ab, bevor Sie den Hund zum Tierarzt bringen.

Verhaltensregeln an heissen Sommertagen
Gehen Sie mit dem Hund am besten in den frühen Morgenstunden und am Abend spazieren. In den heissen Stunden über Mittag, sollten Sie nur kurze Spaziergänge, am besten im Schatten oder im Wald, unternehmen. Achten Sie darauf, dass der Hund genügend trinkt. Bei Wanderungen gehören Wasserflasche und Trinknapf in den Rucksack, ebenso ins Auto.

Vorsicht Überhitzungsgefahr im geparkten Auto
Im Sommer steigt die Temperatur in einem geparkten Auto an der Sonne innert kürzester Zeit massiv an. Sie kann innert weniger Minuten bis auf 80 °C steigen. Lassen Sie Ihren Hund deshalb nie im Auto zurück! Es kann für den Vierbeiner lebensgefährlich werden.

Autor: Tierarztpraxis Opher Berger, Schorenstrasse 11a, 5734 Reinach

Montag, 28.05.2018Polizei

Leinenpflicht für Hunde

Text: ZvG, Bild: Pixabay

Der Hund ist der beste Freund des Menschen, auch im Kanton Aargau: Auf gut 645 000 Einwohnerinnen und Einwohner kommen knapp 40 000 Hunde. Praktisch jede 16. Person besitzt in unserem Kanton einen Vierbeiner.

Leinenpflicht und Hundeverbotszonen
Hunde müssen während der Setzzeit des Wilds vom 1. April bis 31. Juli im Wald und am Waldrand an der Leine geführt werden. Weiter müssen die von den Gemeinden bezeichneten Hundeverbotszonen und die örtlich beschränkte Leinenpflicht beachtet werden. Bitte achten Sie auch auf besondere Regelungen in Bezug auf die Naturschutzgesetzgebung.

Diese Leinenpflicht dient den frei lebenden Tieren im Wald zum ungestörten Brüten und Aufziehen ihrer Nachkommen.

Damit sind alle Hundehalter dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Hunde nicht Wildtiere jagen oder gar wildern. Die meisten halten das auch ein. Dennoch gibt es Jahr für Jahr einzelne Fälle von Verstössen.

Klar ist:
Reisst ein Hund im Wald ein Wildtier, blüht dem Halter eine Busse von bis zu 20 000 Franken. Ob Hundehalter sich auch im Wald an das Gesetz halten, kontrollieren Förster, Jagdaufseher oder Regionalpolizeien.

Am Pfingstwochenende kam es im Raum Seetal zu einem Vorfall, bei dem ein Reh durch einen freilaufenden Hund angefallen und gebissen wurde. Der Übergriff konnte durch mehrere Anwohner beobachtet werden. Dank sofortigem Handeln eines Anwohners konnte der Hund in die Flucht getrieben werden. Das mit 2 Jungtieren trächtige Reh musste jedoch vor Ort durch den zuständigen Jagdaufseher erlöst werden. Der «Sachschaden» beträgt einen Wert von etwa 500 Franken. Der eigentliche Wertverlust ist jedoch das Leben der Wildtiere. Die Polizei hat unverzüglich die Ermittlungen zu diesem Fall aufgenommen.

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der gerissenen Rehe glücklicherweise massiv gesunken. Bitte geben Sie dennoch acht auf unsere Wildtiere.

Bitte beachten Sie

  • Hunde nicht unbeaufsichtigt lassen
  • Hunde an der Leine führen
  • Hundehalter darauf hinweisen
  • Vorfälle der Polizei melden

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie beim nächsten Polizeiposten oder beim Veterinärdienst in Aarau.

Ihre Regionalpolizei

Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Montag, 07.05.2018Kinderapotheke

Wenn die Sonne quält

Bild: ZVG

Der Sommer ist da und mit ihm die stärkste Sonneneinstrahlung des Jahres. Haben Sie sich schon vorbereitet? Liegt die Sonnencrème parat? Ist sie noch zu gebrauchen oder sollte sie ersetzt oder zumindest ergänzt werden? Haben Sie bisher die schönsten Tage des Jahres gut vertragen? Oder hat Ihre Haut Ihnen mit Pusteln, Rötungen und Juckreiz Kummer gemacht? Dann wäre abzuklären, ob es sich bei dieser sogenannten Sonnenallergie um eine durch UV-Strahlen ausgelöste Lichtdermatose oder um die ebenfalls verbreitete «Mallorca-Akne» handelt. Reagieren Sie, besonders zu Beginn, auf jeden Sonnenstrahl oder kommen die Pusteln nach dem Sonnenbad trotz Sonnencrème oder nur im Zusammenhang mit bestimmten Pflegeprodukten? Während die Lichtdermatose vor allem zu Beginn der Saison auftritt und im Laufe des Sommers dank eines Gewöhnungseffektes der Haut meist nachlässt, entsteht die Mallorca-Akne durch die Kombination von UV-A-Licht mit körpereigenem Talg, beziehungsweise fettreichen Sonnencrèmes und deren Emulgatoren. Diese führt zu einer Entzündungsreaktion, insbesondere an Hals, Schultern, Décolleté, Rücken und Oberarmen. Korrekterweise ist weder die eine noch die andere Erscheinungsform eine Allergie im strengen Sinn, da es sich nicht um klassische Immunreaktionen mit Antikörperbildung handelt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einer dieser unangenehmen Hautreaktionen vorzubeugen. Die rechtzeitige Einnahme von bestimmten Mikronährstoffen oder/und Calcium oder Schwarzkümmelöl, am besten bereits mindestens 3 Wochen vor der Saison, bereitet den Körper gut auf die bevorstehende Sonnenexposition vor. Ganz wichtig und unabdingbar ist natürlich die Anwendung von hochwertigen, gut verträglichen Sonnencrèmes und -lotionen. Hier haben wir eine grosse Auswahl und beraten Sie gerne. Behandeln lassen sich die Hautreaktionen beide ähnlich. Neben der Vermeidung der Sonnenexposition helfen kühlende Umschläge oder Gele oder hautberuhigende, entzündungshemmende Lotionen. Ergänzend gibt es auch sehr gute Möglichkeiten der Komplementärmedizin aus dem Bereich der Spagyrik, Gemmotherapie, der Schüssler-Mineralien oder der Homöopathie. Auch antiallergisch wirkende Tabletten helfen, das Leiden zu lindern. Haben Sie Fragen zu Sonnenprodukten, zur Sonnenallergie oder auch ganz allgemein zur Sommer- oder Urlaubsvorbereitung, kommen Sie zu uns, in Ihre TopPharm kinderapotheke.


Sabine Brentrup, Apothekerin
TopPharm Homberg Apotheke
zertifizierte medinform-kinderapotheke

Mittwoch, 02.05.2018Gesundheit

Spezialisierte Demenzpflege und -betreuung am Spital Menziken

Bild: ZVG.

Das integrative Demenzkompetenzzentrum des Spitals Menziken wird nebst den bestehenden, sehr gut etablierten Dienstleistungen, wie der Langzeit-, Akut- und Übergangspflege, sowie der Palliative-Care-Pflege angeboten. Bei diesem Modell werden die von Demenz Betroffenen innerhalb der üblichen Pflegeheimstationen angepasst gepflegt und betreut. Es werden Menschen mit einer Demenzerkrankung als Dauerbewohnende, oder – zur Entlastung von Angehörigen – als Ferienaufenthalte aufgenommen. Somit findet im Spital Menziken auf allen drei Pflegeheimstationen mit seinen insgesamt 70 Betten ein strukturiert gestaltetes Zusammenleben aller Bewohnenden statt. Das Pflegeheim des Spitals Menziken nimmt pflege- und betreuungsbedürftige Menschen aller Pflegestufen, sowie Menschen, welche an einer leichten bis mittelschweren Demenz erkrankt sind, auf. Als Übergangslösung können auch Menschen mit schwersten Demenzerkrankungen betreut werden, z. B. bis ein geeigneter, definitiver Betreuungsplatz gefunden wurde.

Angebote, wie der Vormittagstreff, bieten speziell für Bewohnende mit diagnostizierter Demenz die vormittägliche Tagesstruktur. So werden die Bewohner beim Eintreffen in der Aktivierung durch ihnen bekannte Bezugsmitarbeitende mit frischem Kaffee empfangen. Das angebotene Frühstück wird gemeinsam in familiärer Atmosphäre eingenommen. Später sitzen die Teilnehmenden an ihrem «Stammplatz», hören bekannte Musik oder singen gemeinsam Lieder. Je nach Freude der Teilnehmenden können Haushalttätigkeiten, wie zum Beispiel Gemüse rüsten und Kochen, ausgeübt werden. Auch das Angebot der Bewegungsgruppe durch die Physiotherapie ist an zwei Wochentagen immer wiederkehrend. Für begleitete Aktivitäten im Freien oder einfach «sein und geniessen» steht der spitaleigene Park mit seinem Kneipp- und Gehgarten zur Verfügung. Ein speziell eingerichteter Weglaufschutz gibt den Bewohnenden, welche im Programm der spezialisierten Demenzbetreuung sind, grösstmögliche Freiheit bei bestmöglichem Schutz. Diese Überwachung ist im ganzen Spital und im Pflegeheim installiert.

Der Nachmittag und die Nacht sind für die Bewohnenden im ganzen Pflegeheim ebenfalls gezielt und individuell gestaltet. Für alle ärztlichen Versorgungen stehen die internen Spitalärzte während 24 Stunden zur Verfügung.

Asana Gruppe AG
Spital Menziken
5737 Menziken
Telefon 062 765 31 31
www.spitalmenziken.ch

Donnerstag, 26.04.2018Gesundheit

Schulterschmerzen – was nun?

Bild: ZVG.

Schulterschmerzen sind neben Knieschmerzen wohl das häufigste Beschwerdebild, welches ich in der Praxis sehe. Die Schmerzen können natürlich nach einem Sturz oder einer sonstigen Verletzung auftreten, häufiger entstehen sie aber ohne erkennbare äussere Ursache.

Primär erhebt der Arzt die sogenannte Anamnese, das heisst, er fragt unter anderem nach Dauer, Intensität der Beschwerden, treten sie vor allem nach oder bei Belastung auf oder sind sie auch nachts in Ruhe vorhanden.

Anschliessend wird die Schulter untersucht. Hierbei lässt sich schon mit ziemlicher Sicherheit sagen, aufgrund welcher Struktur die Schulter schmerzt und wo das Problem zu suchen ist. Zum Ausschluss eines knöchernen Problems wird dann meist ein Röntgenbild durchgeführt.

Vereinfacht lässt sich sagen, dass der überwiegende Teil der Beschwerden auf Probleme mit der sogenannten Rotatorenmanschette zurückzuführen sind. Eine Sehnenplatte, welche um die Schulter herum liegt und den Oberarmkopf bei Bewegung über der relativ kleinen Schulterpfanne zentriert. Leider hat es diese Sehnenplatte zu eng, bei Heben des Armes berührt der Ansatz der Sehnen häufig den Schulterdachknochen. Die Manschette sieht man im Röntgenbild nicht, man kann jedoch durch die Untersuchung und gegebenenfalls durch eine Infiltration mit Schmerzmittel an die problematische Stelle relativ genau feststellen, ob das Problem dort seine Ursache hat.

Nur wenn Anzeichen dafür bestehen, dass die Rotatorenmanschette ganz oder teilweise gerissen ist, sollte eine MRI-Untersuchung (Röhrenuntersuchung) zur Darstellung der Manschette erfolgen. Bestehen Hinweise auf andere Schulterprobleme, so zum Beispiel Instabilitäten oder Probleme mit der langen Bicepssehne, macht eine MRI-Untersuchung ebenfalls Sinn.

Letztendlich lassen sich die meisten Schulterprobleme sehr gut konservativ, das heisst ohne Operation behandeln. Physiotherapeutisch wird die Schulter besser «zentriert», das heisst es soll ein Zustand herbeigeführt werden, bei dem die Sehnenmanschette bei Heben des Armes nicht mehr oder zumindest weniger unter dem Schulterdach abklemmt.

Nur wenn dies auf Dauer nicht gelingt oder die Sehnenplatte abgerissen ist, macht eine operative Massnahme Sinn. Die Operation kann heute in den allermeisten Fällen per Schlüsselloch-Chirurgie erfolgen, muss aber aufgrund der notwendigen Schmerzbehandlung noch im Rahmen eines stationären Aufenthaltes erfolgen.

Dr. med. Michael Kettenring

Mittwoch, 25.04.2018Polizei

Sicher mit dem Velo zur Arbeit

Text Und Bild: ZvG

3 Millionen Schweizerinnen und Schweizer sind mit dem Velo unterwegs – auf der Strasse oder abseits, ohne oder mit elektrischer Unterstützung, in der Freizeit oder zur Arbeit. Für die Gesundheit, die Umwelt sowie die persönliche Lebensqualität ist es von Vorteil, den Arbeitsweg mit dem Velo zurückzulegen. Grundsätzlich lauern dabei die gleichen Gefahren, wie auch sonst beim Velofahren. Wer zu Stosszeiten unterwegs ist, sollte besonders aufpassen. Bleiben Sie aufmerksam und lassen Sie sich nicht ablenken.

Damit fahren Sie gut:

  • Wählen Sie den Arbeitsweg wenn möglich über verkehrsberuhigte Strassen statt über Hauptverkehrsachsen, insbesondere zu Stosszeiten.
  • Rüsten Sie Ihr Fahrrad gemäss den gesetzlichen Vorschriften aus.
  • Verkehrsregeln dienen insbesondere Ihrer Sicherheit – beachten Sie sie! Fahren Sie vorsichtig und rücksichtsvoll.
  • Kontrollblick: Egal ob Sie Vortritt haben oder nicht, schauen Sie besser zweimal hin. Nicht alles sieht man auf den ersten Blick.
  • Machen Sie sich für andere sichtbar. Tragen Sie tagsüber helle oder signalfarbene Kleidung, wählen Sie nachts oder bei Dämmerung Kleidung mit lichtreflektierendem Material.
  • Geben Sie deutliche Handzeichen.
  • Fahren Sie mit genug Abstand zum Strassenrand.
  • Kluge Köpfe schützen sich! Tragen Sie einen gut sitzenden Velohelm. Er kann Sie vor schweren Kopfverletzungen schützen. Bei schnellen E-Bikes ist er vorgeschrieben, bei den andern wird er dringend empfohlen.
  • E-Bikes haben einen ungewohnt langen Anhalteweg. Und oftmals unterschätzen andere Verkehrsteilnehmende Ihre Geschwindigkeit. Fahren Sie deshalb mit angepasster Geschwindigkeit.

Mehr Informationen finden Sie in den Broschüren 3.018 Radfahren oder 3.121 E-Bikes. Zu bestellen unter www.bfu.ch.
Informieren sie sich zum Thema auch bei ihrer Regionalpolizei.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Dienstag, 24.04.2018Kinderapotheke

Kleine Wunde – was nun?

Bild: ZVG

Endlich – der Frühling ist gekommen. Und damit beginnen die schönsten Tage des Jahres, die Gross und Klein in die Natur locken. Unterwegs zu Fuss, auf dem Velo oder mit dem Kickboard, sollten wir jedoch stets auch daran denken, dass ein kleiner Unfall schnell passiert ist. Eine Prellung ist dann eigentlich immer vorhanden. Wenn Schlimmeres, wie ein Bruch oder eine Sehnenverletzung ausgeschlossen werden kann, helfen kühlende Umschläge oder Gele, vorzugsweise mit Arnica, die Schwellung oder den Bluterguss zum Verschwinden zu bringen. Unterstützend können dabei auch entzündungshemmende Medikamente wirken. Wir beraten Sie gerne und informieren Sie über die passenden Produkte für Ihre Hausapotheke.

Mitunter bleibt es aber nicht bei einer Prellung. Gerade Kinder ziehen sich sehr häufig Schürfwunden zu. Frisch sieht die Verletzung oft harmlos aus, schmerzt höllisch und wird dabei doch schnell unterschätzt. Die relativ grosse Wundoberfläche neigt bei mangelnder Wundversorgung zu Eiterungen und Entzündungen, die sogar zu einer Blutvergiftung führen können. Deshalb müssen Schürfwunden immer gut gereinigt und desinfiziert werden. Für die Reinigung empfiehlt sich eine Kochsalzlösung oder frisches, sauberes Wasser. Anschliessend lässt man die Wunde kurz abtrocknen und desinfiziert mit einem flüssigen Wunddesinfektionsmittel. Danach sollte die Wunde mit einer speziellen Wundauflage abgedeckt werden, die die betroffene Fläche feucht hält und nicht verklebt, denn so kann die Schürfwunde schmerzlos, schneller und ohne Narben abheilen. Spezielle Schürfwundenpflaster können sogar mehrere Tage auf der Wunde verbleiben und sind wasserdicht. Handelt es sich bei der Verletzung um eine Platzwunde, sollte diese nach der Reinigung und Desinfektion schnellstmöglich mit einem Klammerpflaster geschlossen werden, damit die Haut wieder gut zusammenwachsen kann.
In Ihrer kinderapotheke zeigen und erklären wir Ihnen gerne, was zu einer guten Wundversorgung gehört. Und wenn Sie sich mit der Wundversorgung überfordert fühlen, kommen Sie zu uns!


Sabine Brentrup, Apothekerin
TopPharm Homberg Apotheke
zertifizierte medinform-kinderapotheke

Montag, 23.04.2018Haustier

Der Autounfall

Heute berichten wir von der kleinen Lilly, einer jungen rotgetigerten Kätzin, welche uns vorgestellt wurde, nachdem sie vermutlich von einem Auto angefahren wurde. Lillys Schwanz hing schlaff runter, war gefühlslos und an der Schnauze entdeckten wir Schürfwunden.

Hinter dem Kreuzbein war eine abnorme Vertiefung zu fühlen und die Katze zeigte Schmerzen im Beckenbereich, weshalb wir sie röntgten. Es bestätigte sich die Vermutung eines Schwanzwurzelabrisses, einer klassischen Verletzung bei Katzen mit Autounfällen. Beim über die Strasse rennen wird der Katze der Schwanz unter dem Rad des Autos fixiert und beim Aufprall die Katze weggeschleudert, was zur Durchtrennung der Schwanzwirbelsäule führt. Abhängig davon, wie weit vorne das Rückenmark durchtrennt wird, ist nach dieser Verletzung mit Lähmungserscheinungen von Schwanz, Hintergliedmassen und leider auch der Blase und des Enddarmes zu rechnen. Lilly ging es mit Schmerzmitteln schnell besser, aber leider konnte sie wegen der Lähmung nicht mehr kontrolliert Harn absetzen und der Kot fiel ihr unbemerkt aus dem After. Die Prognose beim Schwanzwurzelabriss ist sehr unsicher und reicht von bleibender Blasenlähmung bis zur vollständigen Genesung. In jedem Fall aber braucht man viel Geduld und Zeit bis Heilungsfortschritte zu erkennen sind. Lilly hatte das Glück bei einer motivierten und verständnisvollen Familie mit der nötigen Geduld zu leben, die es auf sich nahm mehrmals in der Praxis die Harnblase von Lilly entleeren zu lassen, es zu Hause auch selber versuchte, und ihr die nötigen Medikamente gaben. Nach 2 Wochen entleerte sich die Blase zeitweise spontan und der Kotabsatz war unter Kontrolle. Da Fortschritte zu erkennen waren, wurde nun auch der gelähmte und nekrotisch werdende Schwanz amputiert. Wir hatten Lilly schon etwas vergessen, als wir wiederum mit einem fast identischen Fall konfrontiert wurden. Dies veranlasste uns die Familie von Lilly nochmals zu kontaktieren, um zu erfahren, wie es ihr inzwischen gehe. Sie sei putzmunter und gehe täglich raus, bewege sich normal, aber leider verliere sie immer etwas Urin, wenn sie sich putze. Da dies auf dem Sofa geschieht, hat die Familie dieses nun mit Plastik und einer darüber liegenden Decke geschützt. Im Sommer sei Lilly meistens draussen, aber im Winter, wenn sie häufig auf dem Sofa liege, sei diese Unsauberkeit schon unangenehm. Die ganze Familie hätte ihre Lilly aber so gern, dass sie dies tolerierten. Chapeau!

Patrick Curschellas, Kleintierpraxis Dr. Küng AG, 6215 Beromünster, www.kleintierpraxiskueng.ch

Mittwoch, 11.04.2018Schwiizerdüütsch

In eigener Sache

Das war der letzte Schwiizerdüütsch-Artikel im Dorfhefli. Franz «Feusi» Feuerhuber ist am 7. April nach kurzer Krankheit für uns alle unerwartet verstorben.

Liebe Feusi
Mer danke der för sächsedriisg tolli, spannendi, loschtigi, entressanti ond erklärendi Mondartartekel. Du hesch öis mängisch zom Schmonzle brocht! Es send för's ganze Dorfheftliteam drüü spannendi ond amüsanti Johr gsi met der.

Danke vell, vell Mol. Mer gsähnd öis.

Mittwoch, 11.04.2018Schwiizerdüütsch

Wenn’s eim g’schmuech wird bem a’bändele

tüüsele
Einerseits meint «tüüselig» das verstohlene umherschleichen, leise und behutsam sein, zum Anderen das ruhig sein, das sich still Verhalten von Personen, denen es gerade nicht so gut geht. Es ist ein sehr vielfältiges Wort, gerade mit einem Zusatz davor, einige Beispiele: «nochetüüsele», das zaghafte einem Mädchen nachstellen, «umetüüsele», gemächlich arbeiten oder etwas ohne allen Ernst verrichten, «abtüüsele», sich langsam entfernen. Wahrscheinlich steht der Begriff «Tusel» dahinter, was bedeutet, eine Dummheit begehen, sich in Schwierigkeiten begeben.

a’bändle
Nach Duden ist anbändeln: Mit jemanden Kontakt aufnehmen und dabei versuchen, ihn zur Aufnahme einer (nicht unbedingt ernsthaften) Liebesbeziehung zu bewegen. Das tönt doch so richtig romantisch, oder? Flirten, schäkern, anbaggern oder das schon fast vergessene «poussieren» sind noch viel schönere Umschreibungen. Das Anbandeln wird auf einen alten Brauch zurückgeführt, bei dem die holde Jungfrau ein loses Band mit sich trug, an dem sich der Jüngling anbinden konnte. Ich bin oder fühle mich gebunden, dem Partner gegenüber verantwortlich sein, dieses Gefühl von «ich darf nicht mehr tun oder lassen was ich will», kommt genau vom «a’bändele». Anbändeln hat aber auch noch eine zweite Seite: das Streit suchen, stänkern und Unfrieden stiften. Wer mit einem anbindet, der streitet mit ihm, dieser Ausdruck kommt vom Fechten, vor Kampfbeginn banden die Gegner die Klingen im Kreuz zusammen, damit keiner einen Vorteil hatte.

g’schmuech
Es wird mir ganz «g’schmuech», es ist mir flau im Magen. Die «Schmuecht» steht für körperliche Ermattung, Erschöpfung und hat den Ursprung in «Schmud, schmudrig» für schwül, feuchtwarm oder drückend heiss. Wenn man also vor Hitze der Ohnmacht nahe ist, das ist eine Erklärung, wenn es aber der Mutter «ganz g’schmuech» wird. Wenn sie die Schwangerschaft der Tochter entdeckt, so hat das mit der Hitze wohl eher nichts zu tun.

gugge
Ein Begriff der eher im Bernischen (auch im Berner Aargau) angesiedelt ist. Anschauen ist damit gemeint und hat den Ursprung in der Bewegung, den Kopf hervor zu strecken, wie das von den Narren etwa etwas übertrieben benutzt wurde. Auch in der Kindersprache war das doch üblich: kuckuck, wo bin ich? Wenn die Mutter hinter einem Versteck den Kopf hervorstreckt und nach dem Kind ruft – «guguseli» auf Schwiizerdüütsch. Man «gugget» also mit vorgestrecktem Kopf, man schaut etwas mit absichtlicher Aufmerksamkeit an. Die Antwort auf eine Frage, ich muss das erst einmal anschauen, das eher unpersönliche weder Ja noch Nein ist auch damit gemeint. «Ich muess emol gugge öb ich Morn Ziit ha».

Das sind doch die schöne Momänt im Läbe, a’bändle, flörte, flattiere oder wie mer ou seit, de Hof mache, heijo, e chli go jätte oder de Bode go wüsche. Es isch doch Mai und de rechtig Momänt, umez’luege, öb ächt irgendöpper mit’enem förige Bändeli umelouft, hmmm, wer weiss …

«Ich ha emol g’lueget und das Wort gugge e chli g’nöier a’bschouet und wenn mer de nochli meh g’nöier goht go güggsle, de chünnts de guet si, dass mer de is guehne chunnt». Nein, dieser Satz macht eigentlich wenig Sinn, deshalb lasse ich das ohne Übersetzung einfach Mal so stehen …
Mittwoch, 04.04.2018Gesundheit

Kennen Sie das spezialisierte Pflegeheim innerhalb des Spitals Menziken?

Bild: ZVG.

Ausrichtung
Das Pflegeheim mit den 70 Betten, welches im Spital Menziken integriert ist, besteht aus zwei Langzeitpflegestationen und einer Überbrückungsstation. Den Bewohnenden wird in familiärer Atmosphäre professionelle und individuelle ärztliche Versorgung sowie Pflege und Betreuung geboten. Die Kunden profitieren nicht nur von den räumlichen und personellen Verbindungen zu den Angeboten des Akutspitals mit seinen 60 Betten sondern auch von der ganzen Infrastruktur und den Angeboten, so auch von den ambulanten Diensten unter einem Dach.

Das Spital Menziken hat seit 2015 durch den Kanton den Leistungsauftrag als Palliative Care Kompetenzzentrum erhalten. Im Bereich der Demenzbetreuung besitzt das Pflegeheim des Spitals ein ausgereiftes und mittlerweile sehr beliebtes Konzept, welches den Betroffenen ein hohes Mass an individueller Aufmerksamkeit und Geborgenheit bietet. Der weitläufige Park und der Kneipp- und Gehgarten mit Trainingsgeräten und einer Therapietreppe stellt für die Bewohnenden des Pflegeheims eine Oase der Ruhe und Erholung dar. In der grossen und ebenfalls von der Öffentlichkeit gerne genutzten Cafeteria besteht die Möglichkeit eigenständig oder in Begleitung «unter die Leute» gehen zu können. Die Aktivierungstherapie unter professioneller Führung gestaltet zusammen mit einer grossen Zahl freiwilligen Mitarbeitenden ansprechende Betreuungs- und Beschäftigungsangebote. Durch das hausinterne Physiotherapieangebot werden zudem im eigenen Therapiebad speziell auf die Bedürfnisse von betagten Menschen ausgerichtete Gruppen- und Einzeltherapien angeboten. Der hausinterne Sozialdienst steht neben den Patientinnen und Patienten auch den Bewohnenden sowie ihren Angehörigen während der Dauer ihres Aufenthalts im Spital Menziken für Gespräche, Informationen und Hilfestellungen zur Verfügung.

Überbrückungsstation
Auf der speziell auf kürzere Aufenthalte ausgerichteten Station werden die Patienten durch ein interdisziplinäres Team von Ärzten, Pflegenden und Therapeuten betreut, welche sich für kürzere Zeit individuell und therapeutisch auf der «Akut- und Übergangspflege» (AÜP) betreuen lassen. Dieses auf zwei Wochen beschränkte Angebot richtet sich an Patienten, deren Entlassung nach dem Aufenthalt im Akutspital noch nicht gewährleistet werden kann. Die Entlassung nach Hause ist dabei das oberste Ziel. Bei Bedarf kann der Aufenthalt im selben Zimmer als Ferienzimmerstatus individuell kürzer oder länger ausgedehnt werden. Die Kosten der 14-tägigen AÜP werden durch den Wohnkanton mitfinanziert. Ebenso werden auf der Überbrückungsstation Menschen in familiärer Atmosphäre betreut und gepflegt, welche zur Entlastung von pflegenden Angehörigen oder zum Warten bis zum definitiven Eintritt in eine andere Institution und somit vorübergehend ein Ferienbett benötigen. Insbesondere ist im Pflegeheim des Spitals Menziken auch während der allerletzten Lebensphase die individuelle und selbstbestimmende Gestaltung des Daseins von grosser Bedeutung. In dieser besonders anspruchsvollen Zeit steht das Angebot der Überbrückungsstation mit ihren sehr erfahrenen Mitarbeitenden, welche speziell geschult und sehr einfühlsam ihre medizinische und pflegerische Betreuung zur Verfügung stellen, bereit. Die Würde und der Respekt gegenüber den Patienten und den Bewohnenden des Pflegeheims stehen dabei bei der täglichen Betreuung und Pflege im gesamten Haus stets im Vordergrund.

Asana Gruppe AG
Spital Menziken
5737 Menziken
Telefon 062 765 31 31
www.spitalmenziken.ch

Mittwoch, 04.04.2018Gesundheit

Das leidige Thema Geld

Bild: Pexels.com

Wir haben einen schönen Beruf mit einem hohen sozialen Status und im besten Falle macht er uns wohlhabend, nicht reich. Reich wird man in der freien Wirtschaft, wir – mit Ausnahme der Schönheitschirurgie – bewegen uns im System der solidarischen Sozialversicherung.

Die Ressourcen hier sind knapp bemessen und müssen immer wieder zwischen den Playern in diesem System – Krankenkassen, Ärzte, Spitäler, Pharmaindustrie etc. – neu verhandelt und aufgeteilt werden.

Zumindest die meisten von uns haben Freude an ihrer Tätigkeit. Sie versuchen nach bestem Wissen und Gewissen ihre Patienten zu behandeln. Sind diese zufrieden, werden sie uns weiterempfehlen und wir werden auch übermorgen noch genug zu tun haben.

So weit so gut.

In letzter Zeit hört man jedoch immer wieder von Auswüchsen des Systems. Warum kostet z.B. eine kleine Metallschraube mit 2 Fäden daran, mit der ich Sehnen an der Schulter wieder an den Knochen nähe, mit 270 Franken 150 Mal mehr wie eine gleichwertige im Baumarkt, nur weil sie im medizinischen Bereich benutzt wird? Verrechnet man die Kosten für die Entwicklung, Zulassung, Sterilisation, dürfte die Schraube eigentlich nur 10 Mal so teuer sein. Warum sind Medikamente des gleichen inländischen Herstellers im benachbarten Ausland nur halb so teuer? Und warum ist es bei einem Gelenkersatzimplantat ebenso? Aber auch Ärzte sind an dieser Kostentreiberei beteiligt. Abgerechnete Leistungen, die nicht erbracht wurden. Anpreisen von sinnlosen Therapien, für die der Patient dann selbst bezahlen soll, weil bisher jeder Beweis für die Wirksamkeit fehlt oder Durchführen von Operationen, die letztendlich nicht notwendig sind. Wir dürfen also keineswegs immer nur auf die anderen zeigen und dort Einsparungen anmahnen. Die meisten von uns haben sicher den Beruf gewählt, um Menschen zu helfen. An uns wird ein sehr hoher ethischer Massstab angelegt, den wir auch von uns selbst einfordern müssen. Gehälter in der gleichen Höhe wie CEOs von Grossunternehmen sind im Gesundheitswesen genauso unangebracht wie in der freien Wirtschaft. Genauso zu werten sind Vorstellungen in der Ärzteschaft, für besonders gute Leistungen (z.B. besonders schonende Nahttechnik bei Operationen) eine private Zusatzzahlung von Seiten des Patienten zu verlangen. Wir sollten eigentlich immer nur das Beste abliefern wollen, ungeachtet vom Versicherungsstatus des Patienten.

Dr. Michael Kettenring

Mittwoch, 04.04.2018Haustier

Vermeidbare Krankheiten bei Meerschweinchen

Viele Gesundheitsprobleme und ernsthafte Erkrankungen können durch artgerechte Haltung und Fütterung vermieden werden. Kontrollieren Sie regelmässig ob Ihr Meerschweinchen normal frisst und Kot absetzt. Überprüfen Sie auch Fell, Augen, Nase, Nägel und Fussballen.

Atemwegserkrankungen
Atembeschwerden beim Meerschweinchen werden oft durch zu trockene Luft und falsche Einstreu (z.B. staubiges oder feuchtes Heu) verursacht. Aber auch schlechtes, verdorbenes oder verschimmeltes Futter kann dafür verantwortlich sein. Kurzatmigkeit, Husten, Nasenausfluss, Appetit- und Antriebslosigkeit deuten auf eine Atemwegsinfektion hin.

Vitaminmangel kommt bei Meerschweinchen weitaus häufiger vor, als man denken mag.
Mangel an Vitamin C äussert sich unter anderem durch Zahnfleischblutungen. Betroffene Tiere magern ab, werden lethargisch und schwach. Da Meerschweinchen Vitamin C nicht selbst bilden können, muss eine ausreichende Zufuhr über das Futter durch Karotten und Grünzeug sichergestellt werden. Mangel an Vitamin A verursacht Krämpfe, Lähmungen, Bewegungsunlust und Atemnot. Vitamin A ist in Grünfutter, Salat und Karotten enthalten. Mangel an Vitamin B ist erkennbar u.a. durch Haarausfall, Haut- oder Darmerkrankungen, Wachstumsstörungen oder Lähmungen. Vitamin B finden wir in Sonnenblumenkernen.

Ballenentzündung (Pododermatitis)
Geschwollene und entzündete Fussballen (ev. mit Geschwüren) sind ein oft vorkommendes Problem. Übergewicht, Bewegungsmangel, überlange Krallen, zu harter, feuchter, schmutziger Boden sind Hauptverursacher dieser Krankheit. Meerschweinchen sollten auf weichem Bodenmaterial im Freien oder mit weichem Einstreumaterial (z.B Heu, Stroh, Holzspäne oder geschreddertes Papier) gehalten werden.

Milben
Ein geschwächtes Immunsystem, Stress oder schlechtes Heu kann den Milbenbefall begünstigen. Symptome sind Haarausfall, starker Juckreiz und Kratzen. Sollte ein Milbenbefall diagnostiziert werden, muss das ganze Gehege gründlich gereinigt und das Tier medikamentös behandelt werden.

Zahnprobleme
Die Zähne des Meerschweinchens wachsen zeitlebens nach. Meerschweinchen brauchen deshalb ständig etwas zum Nagen. Es sollten auch immer genügend Äste und Zweige zum Knabbern zu Verfügung stehen. Falsch abgenutzte Zähne können unter Umständen eine normale Nahrungsaufnahme verunmöglichen.

Wenn Sie vermuten, dass Ihr Meerschweinchen an einer der oben genannten Krankheiten leidet oder wenn Sie irgendwelche anderen Anomalien oder Probleme bemerken, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Tierarzt.

Montag, 26.03.2018Kinderapotheke

Kinderzähne, so stark wie die der Biber!

Bild: ZVG.

Kinderzähne haben, anders als bei uns Erwachsenen, einen Zahnschmelz, der leichter von Karies angegriffen und zerstört werden kann. Das gilt sowohl für die Milchzähne, als auch für die zweiten Zähne. Erst 3 Jahre nach Durchbruch sind sie vollständig ausgereift und widerstandsfähig. Werden die Milchzähne erst einmal von Karies angegriffen, können sich die Kariesbakterien im Mund rasch vermehren und die später durchbrechenden und bleibenden Zähne gefährden. Milchzähne dienen zudem als Platzhalter für die nachwachsenden Zähne und ein vorzeitiger Verlust führt zu zusätzlichen Problemen bei der Zahnstellung und zu einer mangelnden Funktion des Kauorgans. Kinderzähne müssen daher von Anfang an sehr gut gepflegt werden! Im Klartext heisst das, dass ab dem Durchbruch der ersten Zähne zweimal täglich mit einer weichen, angefeuchteten Bürste und einer erbsengrossen Menge Kinderzahnpasta gereinigt werden soll. Ungefähr mit drei Jahren kann Ihr Kind dann unter Aufsicht selbst mit der Zahnpflege beginnen. Nicht nur wie man putzen soll, sondern auch womit, ist bei Kindern zu beachten. Kinder müssen ihre Zahnbürste leicht festhalten und gezielt führen können – ein rutschfester, dicker Bürstengriff ist ideal. Je kleiner der Bürstenkopfdurchmesser und je grösser die Anzahl Borsten, desto gründlicher und schmerzfreier können die Zähne geputzt werden. Für die grösseren Kinder empfehlen wir eine spezielle elektrische Kinderzahnbürste, welche das Putzen in Kombination mit einem App sogar zum Putzspass werden lässt! Zu guter Letzt ist die Wahl der Kinderzahnpasta ebenfalls entscheidend. Kinder sollten bis zum 6. Lebensjahr spezielle Kinderzahnpasta verwenden. Ab Schuleintritt kann auf die Juniorzahnpasta, und später auf eine «normale», für Erwachsene geeignete Zahnpasta gewechselt werden. Gerne beraten wir Sie individuell in Ihrer kinderapotheke zu diesem spannenden und wichtigen Thema.

Und zum Schluss noch dies: Nutzen Sie den vom Kanton zur Verfügung gestellten Gutschein für eine kostenlose Zahnkontrolle bei Ihrem Kinderzahnarzt!

Seline Spahr, Pharma-Assistentin
TopPharm Homberg Apotheke
zertifizierte medinform-kinderapotheke

Mittwoch, 21.3.2018Schwiizerdüütsch

Vor und mit em Ässe

S‘Vor‘ässe
Das Voressen ist das Essen, das vor dem Essen gegessen wird. Das tönt zwar irgendwie logisch und doch ist für mich ein Voressen mit «Härdöpfu‘schtock» eher ein Hauptgang. Nun, das war natürlich nicht immer so, unsere Vorfahren hatten eindeutig üppigere Mahlzeiten und ein Fleischgang hätte da nie genügt. So wurde vor dem Hauptgericht, welches meistens aus gebratenem Fleisch bestand, sehr gerne ein Sossenfleisch oder Ragout gereicht. Das hatte für die Küche zwei Vorteile, einerseits war es einfach vorzubereiten und zweitens war es einerlei, welches Fleisch, in welcher Qualität dazu verwendet wurde. Und so ist das Voressen auch heute noch unbestimmt in der Fleischsorte, hauptsache man kann für die Sosse «es Seeli» in den Kartoffelstock machen.

En Rouft
Eine frisch geschnittene Brotscheibe, mit ihrer wunderbar knusprigen Kruste, wer kann da schon widerstehen? Das Wort Kruste geht auf das lateinische «crusta» zurück, was ursprünglich verkrustetes Blut bedeutet und auch heute noch so verwendet wird, die «Brot’chruschte» hat ganz einfach ein ähnliches Aussehen. Das Gleiche ist mit der Brotrinde, welche ganz einfach an eine Baumrinde erinnert. Zum Glück gibt es noch Gegenden in denen der Begriff «Rouft, Rauft oder Ranft» verwendet wird. Das geht auf den Begriff «rama» zurück, mit dem eine Stütze oder ein Rahmen gemeint war. So ist es doch schön, dass in unserer Gegend das Brot seinen Rahmen erhält und nicht nur einfach mit einer Baumrinde verglichen wird.

nüütelig
Nun, über Geschmack kann man sich streiten, hat die Suppe aber kein oder sehr wenig Salz drin, dann schmeckt sie zwar nicht nach nichts, «nüüt», eher so nach fast nichts, dann ist die Suppe «ebe nüütelig». Hat es zwischen dem Gemüse grössere Lücken und der Koch hat ein bisschen gespart, dann ist die Suppe eher «lugg». Muss man mit seinen Ohren ganz nahe an die Suppe ran und man hört dann ein leises «ich be de es Süppli», dann sagt der Luzerner dazu «leis oder liis». Heute hat sich das aus dem Deutschen entlehnte fad eigentlich überall durchgesetzt, irgendwie finde ich das auch fad.

En Hafechääs
«So en Hafechääs», so ein Blödsinn, Quatsch oder Mist. Nun, was ist ein Hafenkäse? Man füllt eine Tonschüssel oder «en Hafe» mit Rohmilch, deckt diesen mit einem Tuch zu und wartet bis die Milch sauer wird und stockt. Mit Hilfe eines Siebes oder einem feinen Tuch, wird die gestockte Masse von der Molke getrennt, gut abgetropft wird dieser Hafenkäse mit etwas Salz und zum Beispiel Schnittlauch vermischt. Eine Delikatesse – und ich denke die meisten wissen schon um was es geht, genau, eine Quarksorte, den Sauermilchquark, ein Frischkäse «us’em Hafe».

Guet, ich meine, wenn d’Milch afoht im Hafe inne verfuule (fermentiere), de schmöckts scho no ordli schträng und de isch es keis Wunder, wenn der Eint oder Ander emol g’seit het: so en Hafechääs anschtatt so en Seich, oder? Auso eifach rein vom G’schmack här und so …

Sollte im Text irgendetwas über eine Suppe erzählt werden, so ist das nur ein Beispiel, es könnte genauso ein Voressen oder das TV-Programm damit gemeint sein. Zum Glück ist gegen die Fadheit der Suppe ein Kraut gewachsen, Maggi. «Seit’mer jetzt eigentlech Mat’schi oder Maggi und hiuft das ächt ou bem Färnsehprogramm?»
Dienstag, 20.03.2018Polizei

Toter Winkel bei Fahrzeugen

Text Und Bild: ZvG

Häufige Ursache von schweren Unfällen ist der «Tote Winkel». Jedes Fahrzeug hat verschiedene «Tote Winkel». Besondere Vorsicht ist beim Rechtsabbiegen geboten.

Was ist der «Tote Winkel»?
Als «Toter Winkel» wird jener Bereich bezeichnet, der trotz Spiegel für den Fahrer nicht einsehbar ist. Dieser Bereich ist je nach Anzahl der Scheiben und Rückspiegel unterschiedlich gross und nicht vollständig zu vermeiden. Besonders grosse «Tote Winkel» gibt es konstruktionsbedingt bei Lastwagen und Bussen.


Jedes Fahrzeug hat vier «Tote Winkel»:

  • direkt vor dem Fahrzeug (hohe Fahrzeuge)
  • hinter dem Fahrzeug
  • auf der linken Fahrzeugseite
  • besonders gefährlich ist der «Tote Winkel» auf der rechten Seite

Am gefährlichsten sind rechts abbiegende Fahrzeuge, insbesondere Lastwagen und Busse. Der Fahrer kann nicht wie der Personenwagenlenker nach allen Seiten durch die Scheibe schauen und auch im Seiten- und Rückspiegel sieht er nicht alles.

Beachten Sie deshalb:

  • Blickkontakt schafft Partnerschaft!
  • Alles, was sich im «Toten Winkel» befindet, kann der Fahrer nicht sehen!
  • Notfalls lieber auf die Vorfahrt verzichten
  • Am Lichtsignal lieber hinter, als neben dem Lastwagen und Bus halten (mit dem Fahrrad)
  • «Toter Winkel» kann auch durch eingeschränkte Sicht (beschlagene oder vereiste Scheiben oder Ladung usw.) verursacht werden

Vorsicht bei parkenden Autos:
Oft wird die Autotüre genau in dem Moment geöffnet, in dem sich der Radfahrer unmittelbar auf Höhe des Autos im «Toten Winkel» befindet.

Tipp: Genügend Abstand zu parkenden Autos halten!

Wir wünschen Ihnen gute Fahrt!
Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Mittwoch, 07.03.2018Gesundheit

Ambulant vor stationär

Viele Leser haben es wahrscheinlich schon vernommen. Ab 1. Januar 2018 müssen bestimmte Behandlungen, welche bisher meist stationär – das heisst mit ein bis zwei Übernachtungen im Spital – durchgeführt wurden, zukünftig ambulant durchgeführt werden.

Der Kanton möchte dadurch Kosten sparen, da er für 55 % der stationären Kosten einstehen muss, die Krankenversicherer für 45 %. Ein verständlicher Wunsch, denn viele Operationen lassen sich inzwischen mit gleich guten Ergebnissen ambulant durchführen. Dies kommt auch vielen Patienten entgegen, die am Operationstag gerne wieder im eigenen Bett schlafen möchten, statt vielleicht in einem Mehrbettzimmer im Spital.

Der Systemwechsel verlangt jedoch vom Patienten, vom Arzt, vom Spital und letztendlich zukünftig auch vom Kostenträger, das heisst von den Krankenkassen, einige Anpassungen.

Der Patient muss ausführlich über sein Verhalten nach der Operation aufgeklärt sein. Auch über mögliche Komplikationen und er muss wissen, an wen er sich im Notfall wenden kann. Der betreffende Chirurg muss jederzeit erreichbar und verfügbar sein. Falls nicht, muss ein entsprechender Vertreter benannt sein. Rezepte für Schmerzmittel sollten schon beim Vorgespräch in der Praxis mitgegeben worden sein, nach der Operation kann der Patient häufig nicht mehr selbst in die Apotheke gehen. Kontrolltermine in der Praxis sollten schon vorher vereinbart sein.

Von Seiten des Spitals muss zukünftig eine entsprechende Infrastruktur für eine steigende Anzahl von ambulanten Patienten vorgehalten werden. Schliesslich muss auch von den Kostenträgern noch einiges geschehen. Einige innovative Operationsverfahren werden in Zukunft nicht mehr durchgeführt werden, weil die ambulante Bezahlung hierfür nicht mehr ausreicht. Einen Gewinn können Arzt und Spital nur noch mit extrem effizienter ambulanter Behandlung generieren. Das heisst: schnelle Operation, schnelle Wechselzeit bis zum nächsten Patienten, kurze Verweildauer. Wo bleibt hier der Raum für innovative, patientenschonende Operationstechniken, die vielleicht 10 % an Zeit länger dauern oder für die Anleitung junger Kollegen, die ebenfalls nicht mehr bezahlt wird? Für die Behandlung gibt es immer den gleichen Punktewert (letztendlich dann Geld). Egal ob die Behandlung schonend, innovativ, ein Standartverfahren, mit oder ohne zusätzliche Betäubung zur Schmerzausschaltung nach der Operation war, oder eben nicht.

Wir führen zumindest von Seite des ZOC Wynental in Zusammenarbeit mit dem Spital Menziken die ambulanten Behandlungen nach dem neuesten Stand der Technik durch. Die Patienten sind damit bisher sehr zufrieden. Inwieweit das jedoch in Zukunft kostendeckend möglich sein wird (zur Zeit ist es dies nicht) bleibt abzuwarten.

Dr. Michael Kettenring

Donnerstag, 01.03.2018Gesundheit

Sozialdienst am Spital Menziken: Vermittlung – Beratung – Koordination

Bild: ZVG.

Ein Spitalaufenthalt kann verschiedene Fragen aufwerfen und einschneidende Veränderungen mit sich bringen. Die Genesung steht im Vordergrund, aber ebenso ist eine gute Planung des Austritts ein entscheidender Faktor für das Wohlbefinden und kann den Erfolg einer Krankheit und deren Heilung entsprechend beeinflussen. Als Teil des interdisziplinären Spitalteams bietet der Sozialdienst den Patientinnen und Patienten sowie den Angehörigen und Bezugspersonen während des Aufenthaltes unentgeltliche Beratung an. Das Angebot richtet sich an die Patienten des Asana Spitals Menziken, an Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeheimabteilung, sowie an deren Angehörige. Es umfasst fachlich kompetente Beratung zu allen Möglichkeiten der Versorgung nach einem Spitalaufenthalt und zu den damit verbundenen rechtlichen und finanziellen Fragen.

  • Das Dienstleitungsangebot umfasst Unterstützung und Beratung bei sozialen und materiellen Problemen
  • Abklärung der sozialen Situation
  • Vorbereitung des Spitalaustritts bei einer Rückkehr nach Hause
  • Vernetzung mit Spitex, Haushalthilfe, Mahlzeitendienst, Fahrdiensten, Besuchs- und Begleitdienste etc.
  • Organisation von Rehabilitations- und Erholungsaufenthalten
  • Begleitung und Beratung bei Übergangslösungen
  • Vorbereitung und Beratung bei Eintritt in eine Institution
  • Vermittlung von Beratungsstellen, Institutionen, Selbsthilfegruppen
  • Finanzierungsberatung im Bereich der Langzeitbewohnerinnen und Bewohner
  • Beratung in rechtlichen und versicherungstechnischen Fragen

Sie können uns während den normalen Bürozeiten unter der Telefonnummer 062 765 32 52 erreichen. Wir sind gerne für Sie da.

Asana Gruppe AG
Spital Menziken, 5737 Menziken
Telefon 062 765 31 31
www.spitalmenziken.ch

Montag, 26.02.2018Polizei

Sichere Autofahrt auch im Alter

Text Und Bild: ZvG

Zum Erhalt der Mobilität ist das Autofahren auch im Alter wichtig. Aufgrund der höheren Lebenserwartung sind immer mehr ältere Menschen am Steuer unterwegs, da ihr körperlicher und psychischer Zustand meist noch sehr gut erhalten ist. Wenn es die Gesundheit erlaubt, kann man bis ins hohe Alter fahren.

Unbestritten ist dennoch: Der hektische Strassenverkehr stellt hohe Anforderungen an die Fahreignung der Seniorinnen und Senioren.

Ab dem vollendeten 70. Altersjahr ist alle zwei Jahre eine Kontrolluntersuchung bei einem Arzt obligatorisch. Die entsprechenden Aufgebote werden vom Strassenverkehrsamt automatisch verschickt.

Es lohnt sich jedoch bereits vorher das fahrerisches Verhalten kritisch zu hinterfragen und auf folgende Punkte zu achten: • Wie steht es mit dem Sehvermögen; vor allem bei Dämmerung und Dunkelheit?

  • Ist die Beweglichkeit, um bestimmte Bewegungen, wie das Kopfdrehen, gut ausführen zu können, noch in Ordnung?
  • Kann bei komplexen Situationen schnell genug reagiert werden?
  • Müssen aufgrund von Krankheiten viele Medikamente eingenommen werden?

Wenn Sie selber oder Ihre Angehörigen bezüglich des Autofahrens unsicher sind, kann eine unverbindliche Probefahrt mit einem spezialisierten Fahrlehrer für ältere Menschen hilfreich sein. Allfällige medizinische Probleme, die sich aufs Fahren auswirken können, besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.

Autofahren im Alter hat viel mit Eigenverantwortung zu tun. Tragen Sie aktiv zu Ihrer Sicherheit und jener der anderen Verkehrsteilnehmenden bei. Ein frühzeitiges, freiwilliges Abgeben des Führerausweises ist bestimmt ein schwieriger Schritt für die Betroffenen und deren Unabhängigkeit. Jedoch gibt es bestimmt viele andere gute Möglichkeiten, eine gute Mobilität aufrecht zu erhalten. Organisieren sie sich mit Verwandten, Bekannten oder benützen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel.
Broschüren zum Thema können unter www.bfu.ch bezogen oder heruntergeladen werden.

Haben Sie weitere Fragen, melden Sie sich bei Ihrer Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Montag, 26.02.2018Schwiizerdüütsch

D’Chatz im Sack choufe

Wenn man etwas kauft, ohne es vorher gesehen oder geprüft zu haben, wenn man sich auf etwas Unbekanntes einlässt, dann «chouft mer d’Chatz im Sack». Gehen wir gemeinsam ein paar hundert Jahre zurück auf einen Markt im Mittelalter. Alten Marktordnungen zufolge durften bereits geschlachtete Kaninchen nur mit Kopf oder Pfoten verkauft werden, weil sie sonst nicht oder nur schwer von Katzen zu unterscheiden waren. So erlebte wohl damals manch ein unaufmerksamer Käufer eine böse Überraschung, wenn statt des Kaninchens eine Katze im Sack war. Das Gegenteil, «d’Chatz us’em Sack loh», wenn das Geheimnis, was da im Sack ist, offenbart wird.

D‘Chatz
Die Sprachforschung nimmt an, dass sich das Wort Katze von «kadiz» aus dem nordafrikanischen Nubien ableitet. Die Kelten hätten dann dieses Wort für den Mäusefänger mit in den nordischen Sprachgebrauch übernommen und eingeführt. Exakt nachzuvollziehen ist die Herkunft des Wortes aber nicht mehr. Eine andere Geschichte erzählt, es bezieht sich auf den germanischen Begriff «katt», was eine Krümmung bedeutet und so wäre also die Katze, das Tier mit dem krummen Rücken.

En Maudi
Ein «Mauder oder Moudi» ist ein älterer eher wohlbeleibter, grosser Kater, der durchaus etwas mürrisch in seiner Art ist. Er wird nicht gerne gestört und lässt uns das auch sofort wissen, indem er uns mit einem tiefen und vorwurfsvollen «moauuu» bestraft. Er schleicht auch gerne in der Küche herum und gibt uns in der gleichen Tonlage zu verstehen, etwas zu Essen wäre jetzt durchaus angebracht. Irgendwie hat man das Gefühl der «Maouudi» reklamiert unzufrieden den ganzen Tag. Tja, der Ton gibt ihm den Namen.

Ein «Chuchimauder» ist ein spöttischer Ausdruck für jemanden, der vor dem Essen in die Küche schleicht, um zu sehen, was es geben könnte und da und dort ein kleines Probiererchen erhascht, ganz ähnlich einem «Maudi», hoffentlich ohne Ton.

Es Büsi und en Busle
«Jöhh, isch das es härzigs Büseli», eine junges Kätzchen und wer kann zu einem so süssen Wollknäuel ein anderes Wort als ein flauschiges «Büseli» verwenden. Der alte Wortstamm «büs» steckt dahinter, womit etwas wolliges, weiches gemeint ist und wenn der neue Winterpullover nach ein paar Mal waschen, die ersten «Busle», Fuseln, zeigt, so ist das zwar ärgerlich und doch immer noch wollig und weich.

Etwas anders verhält es sich mit dem Begriff «Busle». «Chumm, bus bus» oder ein eher zischendes «bss-bss» lockt unsere Katzen zu uns und wenn natürlich dann gerade noch, so ganz per Zufall, ein feines Essen bereit steht, werden wir ganz bestimmt zur Lieblingskatze unserer «Busle» gekürt.

En Röi’u oder Röiel isch jo en Kater, wo so mit komische Tön und ehnder schreiend ums Huus ume‘schliicht, uf der Suechi nach’enem nätte Chatzefroueli. Ich be jo scho froh, isch das be öis Mönsche ned ganz e so uus’geprägt, das wär ou amigs en Meis im Dorf.

Die Herkunft des Wortes Katzensee hat nichts mit einer Katze zu tun. Der See wurde im 6. oder 7. Jahrhundert n. Chr. nach einem Alemannen namens Hatto benannt. Mit der Zeit verschob sich das «H» zu einem «K», und das Gewässer wurde so zum Katto-, dann zum Katten- und schliesslich zum Katzensee
Montag, 19.02.2017Haustier

Ohrmilben bei Katzen

Kaum zu glauben, wie viel Schmutz sich in den kleinen Gehörgängen von Katzenwelpen ansammeln kann, wenn sie von Ohrmilben befallen sind. Die kleinen Kerlchen schütteln beim Reinigen den Kopf und wir müssen acht geben, vom Schmutz nicht direkt getroffen zu werden.

Wenn sich Ihre Katze an den Ohren kratzt und den Kopf schüttelt, so könnte dies am Befall mit Ohrmilben liegen. Bei Bauernhofkatzen sehen wir diesen Parasitenbefall häufiger und raten deshalb eine möglichst zeitnahe Kontrolle an, nachdem der Welpe vom Hof abgeholt wurde. Die Katzenwelpen werden häufig in den ersten Lebenswochen von ihren älteren Artgenossen angesteckt. Die Ohrmilbe (Otodectes cynotis) durchsticht mit ihren Mundwerkzeugen die Haut im Gehörgang und ernährt sich von Gewebeflüssigkeit und Lymphe. Dadurch sowie durch die Ausscheidungsprodukte der Milbe und den vermehrten Ohrenschmalz, die typischen braunschwarzen Krusten und Beläge in den Ohren, was dann auch Ohrräude genannt wird, entsteht der Juckreiz. Die Ohrmilben selber sind nur ca. einen halben Millimeter gross und daher von blossem Auge kaum erkennbar. Mit dem Otoskop und der Lupe sieht man, wie sich die kleinen Viecher im Gehörgang bewegen. Unter dem Mikroskop scheinen die Krabbeltiere dann fast schon bedrohlich gross und ebenso gruslig. Wir machen die Erfahrung, dass über die Hälfte der Ohrenprobleme bei Katzen auf den Befall mit Ohrmilben zurückzuführen sind. Für den Menschen sind die Parasiten aber nicht ansteckend und nur selten sind Hunde mit Ohrmilben befallen. Die Behandlung ist glücklicherweise recht einfach und in der Regel auch sehr erfolgreich: Einerseits werden die Gehörgänge gereinigt und somit mechanisch bereits von vielen Milben befreit. Andererseits wird ein Antiparasitikum in Form von Spot-on-Präparaten oder via Injektion angewendet, welches die übriggebliebenen Milben zuverlässig abtötet. Auch vorbeugend können diese Spot-on-Tropfen angewendet werden und schützen dann ebenso vor Flohbefall. Die Erwartung, dass die Katze nun nach der Ohrreinigung besser auf die Besitzer hören würde, wird jedoch häufig enttäuscht. Einfach deshalb, weil sich Katzen generell nichts vorschreiben lassen.

Patrick Curschellas, Kleintierpraxis Dr.Küng AG, 6215 Beromünster, www.kleintierpraxiskueng.ch

Mittwoch, 14.02.2018Kinderapotheke

Die Kinderhaut – etwas Besonderes

Bild: ZVG

Eine gesunde Kinderhaut ist prall, rosig und glatt. Für sie genügt zur täglichen Pflege eine sanfte Reinigung mit Wasser und einem milden Syndet oder einer milden, möglichst parfümfreien Waschlotion und das anschliessende Auftragen einer leichten Crème oder Lotion für Gesicht und Körper. Prinzipiell gilt hier: weniger ist besser als mehr.

Eine gesunde Haut bildet die Barriere gegen äussere Einflüsse, sei es gegen den Regen, der auf sie trifft oder auch gegen den Schmutz vom Spielplatz oder aus dem Wald. Doch insbesondere werden krankmachende Keime abgehalten, in den Körper einzudringen.

Ist dieser Schutzschild des Körpers gestört, z.B. durch eine Verletzung, eine lokale Infektion oder gar durch chronische Neurodermitis, so bedarf es einer besonderen Behandlung und Pflege. Entzündungsherde müssen mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden, Neurodermitishaut braucht zudem eine sehr gute Basispflege mit rückfettenden Reinigungsprodukten und reichhaltigen, eventuell auch juckreizstillenden Körperlotionen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass Kinderhaut sehr viel dünner ist als Erwachsenenhaut und Wirkstoffe sehr viel stärker vom Körper aufgenommen werden. Das bedeutet, dass man auf keinen Fall ohne zu hinterfragen die Erwachsenendosis eines Medikamentes anwenden sollte, auch nicht bei einer Salbe.

Auf der anderen Seite kann man sich diese Eigenschaft der Kinderhaut auch zunutze machen, wenn man gewisse Medikamente nicht oral geben will. In der Alternativmedizin gibt es etliche Wirkstoffe, die sich in Form von Sprays, Lösungen oder ätherischen Ölen über das Einreiben in die Haut eines Säuglings oder Kindes verabreichen lassen.

Haben Sie Fragen zur Haut Ihres Kindes oder hat Ihr Kind ein Problem mit der Haut? Kommen Sie doch zu uns in die kinderapotheke. Wir nehmen uns Ihrer und der Haut Ihres Kindes gerne an.

Sabine Brentrup, Apothekerin
TopPharm Homberg Apotheke
zertifizierte medinform-kinderapotheke

Montag, 05.02.2018Gesundheit

Schöne neue Medizinwelt

Bild: ZVG.

Es gab eine Zeit, da bestand die Belegschaft eines Spitals vor allem aus Ärzten und Pflegenden. Noch ein paar Leute in der Hauswirtschaft, technischer Dienst, Sanitäter für den Ausseneinsatz und ganz wenige Mitarbeitende in der Verwaltung, die dafür sorgten, dass diejenigen, die am Patienten arbeiteten, also die Funktion eines Spitals ausfüllten, entlastet wurden, vor allem von Administration, Abrechnung, Personalwesen oder ähnlichen Zeitfressern, die nur dafür sorgen, dass man weniger Zeit am Patient verbringt.

Diese Zeiten sind lange vorbei. Wie in der Privatwirtschaft auch, bürden wir uns aufgrund eines Hanges zur Risikominimierung immer mehr Absicherung und damit immer mehr damit verbundene Dokumentation auf.

Verstehen Sie mich nicht falsch. Medizinische Sicherheit und sichere Abläufe sind wichtig im Spitalbetrieb. Die Realität sieht inzwischen jedoch anders aus. Die vorgeschriebene Dokumentation hat jedes vernünftige Mass lange überschritten. Hierfür sind natürlich Stellen in der Verwaltung geschaffen worden. Man muss ja die Effizienz derjenigen kontrollieren, die die eigentliche Arbeit machen. Das ist durchaus gut gemeint, schafft aber immer mehr Dokumentationszwänge, um diesen Kontrollmechanismen Genüge zu tun. Dabei halten sie die pflegenden und ärztlichen Mitarbeiter nur von der eigentlichen Arbeit ab. Die Jobmaschine Gesundheitswesen hat eine Menge Jobs generiert, aber eben nur in der Verwaltung.

Zudem wird der Druck von Seiten der Kostenträger von Jahr zu Jahr immer grösser. Die Bescheinigungs-, Attest- und Zeugnisflut ist immens. Teilweise muss für jeden Arzttermin in der Praxis ein eigener Bericht an die zuständige Kasse oder Unfallversicherung erfolgen.

Ein Arzt/eine Ärtzin oder ein Pfleger/eine Pflegende hat diesen Beruf nicht gewählt, um 70% der Zeit oder noch mehr mit Verwaltung und Dokumentation beschäftigt zu sein. Das erzeugt Unzufriedenheit und Frust, der irgendwann darin endet, dass es nicht mehr genügend Interessierte für diese eigentlich so schöne Tätigkeit am Menschen geben wird.

Auch die Qualität wird sicher nicht steigen, denn operieren lernt ein junger Kollege nicht am Computer bei der Dokumentation, sondern im Operationssaal.

Dr. Michael Kettenring

Montag, 05.02.2017Haustier

Kaiserschnitt bei Hündin oder Kätzin

Leider verläuft nicht jede Geburt reibungslos. Bedingt durch Funktionsstörungen seitens der Mutter oder der Welpen, können Störungen auftreten, die schnelles Handeln erfordern.

Die Wahl der tierärztlichen Massnahmen richtet sich nach dem Zustand des Muttertieres. Zuerst wird der Tierarzt versuchen, manuelle Geburtshilfe zu leisten. Wenn aber eine schnelle Lösung durch manuelle Hilfe nicht zu erreichen ist und der Allgemeinzustand des Muttertieres schlecht ist, muss ein Kaiserschnitt durchgeführt werden. Der Kaiserschnitt kann für die Mutter und deren Welpen lebensrettend sein.

Gründe für einen Kaiserschnitt können sehr vielfältig sein. So zum Beispiel, wenn:

  • die Geburt trotz Medikamenten stockt oder nicht in Gang kommt
  • die Welpen zu gross sind
  • das Becken der Mutter zu eng ist
  • die Hündin unter Wehenschwäche leidet
  • ein Welpe eine nicht korrigierbare Lage in der Gebärmutter eingenommen hat
  • das Muttertier stark geschwächt ist
  • Missbildungen der Welpen vorliegen

Vor Beginn des Eingriffs wird nochmals eine gründliche Allgemeinuntersuchung durchgeführt, eventuell mit Ultraschall und Röntgen. Zusätzlich wird die Hündin/Kätzin mit einer Tropfinfusion stabilisiert. Ist die Entscheidung für den Kaiserschnitt gefallen, wird das Muttertier für den chirurgischen Eingriff vorbereitet. Für die Welpen wird eine spezielle Wärmekiste vorbereitet und alles Nötige zur Erstversorgung bereitgestellt. Wenn der Besitzer es wünscht und die chirurgischen Befunde es zulassen, kann das Muttertier bei dieser Operation auch gleichzeitig kastriert werden. So kann man der Hündin/Kätzin eine zweite Operation und Narkose ersparen. Durch schonende Narkosetechniken und moderne Überwachung hat sich die Patientensicherheit in den letzten Jahren sehr verbessert. Da durch sämtliche Narkosemittel auch die Welpen narkotisiert werden, wird eine Inhalationsnarkose, die schnell über die Lunge abgeatmet werden kann, bevorzugt. Ihre vortreffliche Regulierbarkeit bedeutet minimale Belastung für das Muttertier und die Welpen. Über einen Bauchschnitt wird die Gebärmutter vorgelagert, eröffnet und die Welpen werden eines nach dem anderen entbunden. Die Neugeborenen werden von den Fruchthüllen befreit, um die Atmung zu ermöglichen und die Nabelschnur wird abgeklemmt. Bereitstehende Helfer übernehmen die Erstversorgung der Welpen. Die oberen Luftwege müssen von eventuell vorhandener Flüssigkeit (Fruchtwasser oder Schleim) befreit werden. Bei Anzeichen von Atemproblemen kann ein zentral wirksames Atemstimulans verabreicht werden.

Die Neugeborenen werden mit Tüchern trockengerieben. Durch das kräftige Reiben wird die Durchblutung der Haut angeregt. Sobald die Welpen stabilisiert sind, selbstständig atmen, wird die Nabelschnur mit einem Faden abgebunden. Sie werden auf eine warme Unterlage gebettet und mit Rotlicht gewärmt. Die Welpen werden erst dann der Mutter überlassen, wenn sie wieder vollständig aus der Narkose erwacht ist und sich um die Kleinen kümmern kann. Sie bekommt ein Schmerzmittel und ein Antibiotikum verabreicht, um einem möglichen Infektionsgeschehen vorzubeugen. Nach 10 Tagen können die Fäden entfernt werden. Ein Nachteil beim Kaiserschnitt ist, dass die Ausbildung des Mutter-Kind-Verhältnisses gestört sein kann. Es kann vorkommen, dass die Welpen von der Mutter verstossen werden. Auch kann das Muttertier keine oder nicht genügend Milch haben. Die Welpen müssen dann mit einer speziellen Ersatzmilch geschöppelt werden. Aber normalerweise erholen sich die Tiere schnell von dieser Operation und die Kleinen gedeihen prächtig, trotz des schweren Starts ins Leben.

Bei Fragen oder Unklarheiten wenden Sie sich bitte an uns oder Ihren Tierarzt. Wir beraten Sie gerne!

Autor: Tierarztpraxis Opher Berger, 5734 Reinach

Freitag, 02.02.2018Gesundheit

Das Spital Menziken stärkt die chirurgische Grundversorgung

Bild: ZVG.

Neu bieten wir im Spital Menziken eine eigene chirurgische Sprechstunde an. Es ist uns wichtig, Ihnen jederzeit die beste Medizin bieten zu können. Daher bauen wir unser eigenes Angebot aus und stärken die Zusammenarbeit mit grösseren Spitälern. Unser Team entscheidet gemeinsam mit Ihnen, welches Spital für Sie persönlich die beste Behandlung bieten kann.

Unter der Leitung von Dr. med. Jürg Gurzeler, Chefarzt Chirurgie und Departementsleiter Operative Medizin sowohl am Spital Zofingen wie auch am Spital Menziken, kümmert sich ein Team aus freischaffenden Beleg- und am Spital angestellten Kaderärzten an 24 Stunden am Tag und während 365 Tagen im Jahr um die chirurgische Grundversorgung in der Region aargauSüd.

Durch die Kooperation mit dem Spital Zofingen, einer 100%-igen Tochterfirma der Kantonsspital Aarau AG, kann die Veränderung der chirurgischen Abteilung sowohl personell als auch fachlich rasch realisiert werden. Für unsere Patienten hat diese Zusammenarbeit grosse Vorteile. Sie profitieren von der engen Anbindung sowohl an das Spital Zofingen wie auch zum Kantonsspital Aarau. Am Spital Menziken werden dank der Zusammenarbeit neue Kompetenzen in der Diagnostik aufgebaut. Zudem kann die Zuweisung von Patienten in Gebiete der spezialisierten und hochspezialisierten Versorgung dank der starken Partner sehr viel rascher erfolgen.

Mit den chirurgischen Sprechstunden, die durch die am Spital angestellten Chirurgen geführt werden, schafft das Spital Menziken zudem ein ganz neues Angebot für die Bevölkerung. Rund um die Uhr für die Bevölkerung der Region eine sichere Anlaufstelle bei medizinischen Problemen zu bieten – dieses Ziel verfolgt das Spital Menziken seit seiner Gründung vor 115 Jahren konsequent. Um auch künftig ein kompetenter Partner für die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung der Region aargauSüd zu bleiben, schafft das Spital Menziken eine stabile Grundlage für die Zukunft seiner chirurgischen Grundversorgung.

Auch nach einem Eingriff sind Sie bei uns bestens versorgt. Unsere hauseigene Physiotherapie bietet Ihnen jede moderne Form der Krankengymnastik an. Wohnortnah, kompetent und freundlich. Ganz besonders ist unser warmes Gehbad, in dem krankengymnastische Behandlung besonders schonend und schmerzarm durchgeführt werden können.

Gerne dürfen Sie sich direkt oder über Ihren Hausarzt an uns wenden.

Asana Gruppe AG
Spital Menziken, 5737 Menziken
Telefon 062 765 31 31
www.spitalmenziken.ch

Mittwoch, 24.01.2018Kinderapotheke

Hautprobleme in der Pubertät

Bild: ZVG

Die Haut ist unser grösstes Organ. Sie grenzt unseren Körper nach aussen ab, schützt ihn vor Nässe, Wärme und Kälte. Sie birgt nahezu unendlich viele Nerven, enthält Talg- und Schweissdrüsen. Eine tadellose Haut, gerade im Gesicht, lässt uns gesund und schön aussehen. Doch leider sieht die Haut, gerade in der Umbruchzeit der Pubertät, nicht immer so perfekt aus, wie wir sie gerne hätten.

Wenn der Ausgang einer Drüse verstopft, sich dort Bakterien ansiedeln und sich die Haut punktuell entzündet, bildet sich dort ein Pickel. In der Pubertät führt zudem die Hormonumstellung häufig zu einer vermehrten Talgproduktion, so, dass sogar grossflächige Poren verstopfen und ein Pickel dem anderen kaum Platz lässt – Akne entsteht. Fast alle Jugendlichen können ein (Leidens-)Lied davon singen.

Was tun bei diesen Hautproblemen? Wie begegnen wir Mitessern, Knötchen oder Pusteln?

Das A und O einer guten Pflege ist vor allem eine gute Hautreinigung, die die Haut porentief reinigt, ohne sie zu sehr zu strapazieren. Konventionelle Seifen würden die Haut zwar reinigen, aber viel zu sehr austrocknen, so, dass die Haut mit noch stärkerer Talgproduktion antworten würde. Spezielle Reinigungslotionen, -schäume oder -gele erfüllen diese Aufgabe hingegen perfekt. Daran anschliessend sollte die Haut mit einer auf die Reinigung abgestimmten Feuchtigkeitspflege versorgt werden. Eventuell bedarf es unterstützend noch anderer Massnahmen, wie desinfizierende Tonics oder ein Peeling.

Und nicht zu vergessen ist eine gute Versorgung mit Sauerstoff, Flüssigkeit und Nährstoffen.

Was genau für Ihre Haut richtig und wichtig ist, klären wir gerne in einem individuellen Beratungsgespräch. Kommen Sie einfach vorbei oder vereinbaren Sie einen Termin mit unserer Hautspezialistin.

Luigia Migliazza, Pharma-Assistentin
TopPharm Homberg Apotheke
zertifizierte medinform-kinderapotheke

Freitag, 19.01.2018Polizei

Wie vermeide ich eine Parkbusse?

Text Und Bild: ZvG

An den Schaltern der Polizei melden sich immer wieder Fahrzeuglenker, welche einen Bussenzettel wegen nicht anbringen einer Parkscheibe, des Parkzettels oder anderen Parkbewilligungen erhalten haben.

Dabei handelt es sich meistens um Fahrzeuglenker, welche vergessen haben die Parkscheibe oder den Parkzettel vorschriftsgemäss anzubringen. Es kommt auch vor, dass sich Parkzettel beim Schliessen der Türen so selbständig gemacht haben, dass diese nicht mehr sicht- oder lesbar waren.

Um solche unliebsamen Besuche auf dem Polizeiposten zu vermeiden, möchten wir Sie auf folgende Punkte aufmerksam machen: Parkscheiben für zeitbegrenztes Parkieren in blauen oder anderen Parkzonen sind gut sichtbar und richtig eingestellt hinter der Frontscheibe zu deponieren. Es ist nicht erlaubt, eine falsche Ankunftszeit einzustellen oder diese zu ändern, ohne wegzufahren. Die Parkscheibe muss auch bei kurzen Parkzeiten hinterlegt und richtig eingestellt werden. Achten Sie auf die Anleitungen auf der Parkscheibe. Es ist jederzeit von einer entsprechenden Polizeikontrolle auszugehen. Parkscheiben können immer gratis auf jedem Polizeiposten bezogen werden.

Bei Parktickets ist darauf zu achten, ob diese hinterlegt werden müssen. Es lohnt sich auf jeden Fall am Ticketautomat die Anweisungen zu beachten und anschliessend zu befolgen. Wenn das Ticket hinterlegt werden muss, ist folgender Hinweis angebracht: «Bitte gut sichtbar hinter der Frontscheibe deponieren». Wenn Sie dies getan haben, lohnt es sich immer, nach dem Verlassen des Fahrzeuges von aussen zu kontrollieren, ob das Ticket wirklich gut sichtbar hinterlegt und vollständig lesbar ist. Versetzen Sie sich kurz in die Lage eines kontrollierenden Beamten. Nicht oder schlecht sichtbare Tickets sind ungültig.

Auch Jahresparkkarten sind so zu deponieren, dass sie hinter der Frontscheibe gut sicht- und lesbar sind. Nicht sicht- oder lesbare Jahres- oder Saisonparkkarten lösen eine Ordnungsbusse aus. Vignetten zum Aufkleben sind auf der Innenseite der Frontscheibe so anzubringen, dass diese die Sicht nicht behindern. Montieren Sie die Vignette nicht im Tönungsstreifen. Halten Sie sich an die Anleitungen und Weisungen um unnötigen Ärger zu vermeiden.

Danke für Ihr Verständnis. Die Regeln werden nicht durch die Polizei ins Leben gerufen, sie ist lediglich damit beauftragt, dass diese eingehalten werden. Sie nimmt entsprechende Kontrollen vor.

Haben Sie Fragen, melden Sie sich bei Ihrer Polizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Montag, 08.01.2018Schwiizerdüütsch

Säutsami Wörter

iehar
Die deutsche Übersetzung herwärts tönt auch schon ungewöhnlich, oder nicht? Verständlicher ist vielleicht diesseits. «Ich schtohne iehar vom Bach», ich stehe diesseits des Baches, erklärt das Wort doch schon besser. Das Gegenteil von «iehar» ist wohl eher noch gebräuchlich: «ännet» oder eben ursprünglich «ännethar». «Ich schtohne ännet’em Bach», ich stehe auf der anderen Seite, jenseits des Baches, des Berges, oder wo auch immer.

eischiir
Dies ist eine Ableitung aus «äscirri», was soviel wie ausserhalb der richtigen Lage befindlich, aus dem Gleichgewicht geraten, bedeutet. Ein «eischiirige Mönsch» ist ein verwirrter, fast wahnsinniger und starrköpfiger Mensch. Eigensinnig und widerspenstig treffen die Bedeutung vielleicht besser. Heute kennen wir eigentlich nur noch einen gebräuchlichen Begriff, der sich aus «eischiir» ableiten lässt: wenn die Gäste an der Party «ordeli g’schiiret händ», so hat das Nichts mit Geschirr zu tun, sondern die Gäste sind tatsächlich «etwas» aus dem Gleichgewicht geraten.

sermone
Das ist jetzt wirklich ein alter Ausdruck, der wie «höumig», kaum mehr verwendet wird. Entlehnt aus dem lateinischen «sermo», was die Rede, das Gespräch, eine Disputation und auch die Predigt in der Kirche bedeutet. Heute meint man damit ein langweiliges, leeres Geschwätz, ein Gerede, dass nicht immer ganz Ernst genommen werden sollte. Es scheint als wird gerade beim Fernsehen sehr oft und ausgiebig «g’sermonet».

Nobis
«Das isch Nobis», das ist Nichts, gar Nichts, einfach Quatsch. «Nobis» ist wie ein verstärktes und definitives Nein und es kommt aus dem kirchlichen Umfeld, wenn der Pfarrer von der Kanzel predigt und sagt: und wahrlich, ich sage euch. Auf lateinisch «dico vobis», ich verkünde euch. «Vobis» bedeutet euch und «nobis» bedeutet uns. So ist die Bedeutung leicht herzuleiten, vom Pfarrer ein «ich erkläre euch» und die Antwort darauf, das ist Nichts für uns, «es isch ebe Nobis».

schigar
Wenn aus zwei unterschiedlichen Wörtern ein neuer Begriff entsteht: «schigar».. Beginnen wir mit dem «gar». Entstanden aus dem althochdeutschen «garo», mit der Bedeutung: fertig, komplett, vollständig. Wir kennen noch die Redewendung, das Essen ist gar, fertig gekocht oder «es isch gar niemer cho», vollständig niemand ist erschienen. Der erste Wortteil «schiere» hatte früher die Bedeutung von bald, schnell und sofort. Daraus wurde «schier», im Sinne von fast, beinahe. Als Beispiel: «es isch schier niemer cho», es ist fast niemand erschienen. Und jetzt kommt die Zusammensetzung «schigar»: wenn Etwas mehr als nur fast fertig ist, aber eben doch noch nicht ganz. So könnte man heute also fast fertig zusammensetzen, das wäre dann: fastig, «ich be faschtig» und aus Schnee schaufeln würde «schneufle» …

Jo vellicht seit mer hüt ehnder am Schtammtisch politisiere, sirache oder nätsche und ou wenn’s amigs niemert interessiert, so tuets doch mängisch guet, het mer chünne drüber rede, ebe sermone ...

Wie linggs und rächts sind ännet und iehar immer vom Betrachter uus z’gseh, iehar vom Bach isch ebe ned immer uf de gliiche Siite, aber so isch es doch no mängisch im Läbe …
Freitag, 29.12.2017Polizei

Warnung der Polizei vor Spoofing

Text: Eing., Bild: Pixelio

Polizei-Notruf 117 wird von Betrügern missbraucht: Fake-Polizisten melden sich neuerdings telefonisch bei Opfern und fordern Geld. Besonders perfid: Auf der Telefonanzeige bei den Opfern erscheint die Polizei-Notrufnummer 117.

Wir möchten Sie in dieser Hinsicht vor dieser neuen Betrugsmasche, dem sogenannten Spoofing, einem englischen Begriff für Verschleierung oder Vortäuschung, warnen.

Beim Spoofing handelt es sich um den «Diebstahl» einer fremden Telefonnummer. Dabei sendet der Anrufer nebst dem Telefonsignal auch noch die falsche Telefonnummer mit. Diese Betrugsmasche ist eine Variante des sogenannten Enkeltricks. Nur melden sich die Täter jeweils telefonisch bei ihren Opfern und geben sich als «Polizisten» aus. Auf der Telefonanzeige erscheint die Notrufnummer 117!

Seit einiger Zeit sind der Polizei schweizweit mehrere solche Betrugsfälle gemeldet worden.

Im Verlaufe des Gesprächs teilen die Betrüger dem Angerufenen dann mit, dass kriminelle Personen es auf ihr Vermögen abgesehen hätten und das Geld auf den Bankkonten nicht mehr sicher sei. Sie werden aufgefordert, das Geld zu holen und es der Polizei zur vorübergehenden sicheren Verwahrung zu übergeben. Oder es auf der Bank in Gold umzutauschen und es dann an angeblich überwachte Kriminelle zu übergeben, die dann anschliessend zusammen mit dem Gold durch die Polizei verhaftet werden würden.

Bis dato sind in der Schweiz noch keine solchen Übergaben bekannt.

Tipps zum Thema:

  • Seien Sie misstrauisch gegenüber unbekannten Anrufern
  • Geben Sie keinerlei Auskünfte über Ihre Vermögenssituation bzw. über vorhandenes Geld, Schmuck und Wertsachen
  • Geben Sie keine Auskünfte über Ihr Alter, Zivilstand, Beruf etc. und weitere Mitbewohner
  • Leisten Sie der Aufforderung, Geld abzugeben, keine Folge
  • Händigen Sie unbekannten Personen kein Geld aus bzw. deponieren Sie kein Geld zuhanden Dritter
  • Gewähren Sie keinen fremden Personen Zutritt zu Ihrer Wohnung
  • Geben Sie keine Kreditkartennummern, Pin- Codes, Passwörter und Bankkartennummern bekannt
  • Informieren Sie unverzüglich die Polizei über die Notrufnummer 117

Bei Fragen zum Thema, wenden Sie sich an Ihren nächsten Polizeiposten.

Ihre Regionalpolizei.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Mittwoch, 20.12.2017Haustier

Mundgeruch beim Hund

Bild: ZVG

Die kleine Yorkshire-Hündin wird von ihren Besitzern über alles geliebt, aber in letzter Zeit meiden sie doch etwas den nahen Kontakt zu ihr. Grund dafür ist der üble Geruch, der aus der Mundhöhle der kleinen Prinzessin strömt. Mundgeruch kann ganz verschiedene Ursachen haben: Ein fauler Zahn, ein Lefzenekzem, das Rülpsen oder das Fressen von verfaulten Nahrungsmitteln. Oder auch das Lecken am After und den Analbeuteln, sowie eine Neoplasie in der Maulhöhle können dafür verantwortlich sein. Am häufigsten aber ist der Zahnsteinbelag mit Bakterienbesiedlung am fauligen Geruch schuld.

Dieser Zahnsteinbelag kann (wie beim Menschen) mittels Dentalhygienebehandlung entfernt werden. Anders als beim Menschen benötigt der Tierarzt aber für die Zahnsteinentfernung mit dem Ultraschallgerät eine Sedation (Beruhigung) der Tiere. Damit wird die Behandlung für alle Beteiligten stressfrei und angenehm ablaufen. Je nach Hunderassen werden verschiedene Zahn- und Mundhöhlenerkrankungen angetroffen: Grosse Hunderassen weisen häufiger abgesplitterte Backenzähne auf, welche mit viel Kraft, Geschick und Technik gezogen werden müssen. Kleine Rassen hingegen neigen mehr zu Zahnsteinbelag und Zahnfleischentzündungen, wo feineres Arbeiten gefragt ist. Dass kleine Hunderassen häufiger und mehr Zahnsteinbelag aufweisen, hat mehrere Gründe: Meist bekommen sie weicheres Futter und häufigere Zwischenmahlzeiten, ihre Verdauung verträgt Knochen für die mechanische Zahnreinigung weniger gut und sie bewegen sich weniger draussen. Manchmal sind die Zähne nach der Zahnsteinentfernung sogar locker und müssen entfernt werden. Wenn die Hundebesitzer sich die Mühe nehmen möchten, scheint eine Zahnreinigung zwei- bis dreimal wöchentlich bei kleinen Hunderassen durchaus sinnvoll zu sein. Kaustengel und Trockenfutter können einen weiteren Anteil zur Zahngesundheit leisten. Aber selbst bei vorbildlichster Vorsorge können sich Beläge aus Speichel, Futterresten, Bakterien und Blut bilden, welche vielleicht ein bis zweimal im Hundeleben entfernt werden. Anlässlich der Impfungen werden Maulhöhle und Zähne untersucht und wenn nötig wird ein Termin dafür vereinbart.

Bei unserer kleinen Prinzessin hat sich die Reinigung gelohnt. Unter den dicken Zahnsteinbelägen kamen gut erhaltene weisse Zähne zum Vorschein. Sie erholte sich schnell und die Zahnfleischentzündung klang gut ab.


Patrick Curschellas
Kleintierpraxis Dr. Küng AG, 6215 Beromünster, www.kleintierpraxiskueng.ch

Mittwoch, 20.12.2017Gesundheit

Wenn die Finger schnappen oder einschlafen

Bild: Fotolia

Damit sind zwei Erkrankungen gemeint, welche prinzipiell ähnlich sind, aber doch völlig getrennt voneinander auftreten. Es sind die beiden Erkrankungen, die ich am häufigsten in der Praxis operiere.

Der sogenannte Schnappfinger ist darauf zurückzuführen, dass sich die Beugesehnenscheide entzündet und eine Verdickung entsteht, die am sogenannten Ringband am Fingergrundgelenk hängenbliebt. Die Folge ist ein häufig schmerzhaftes «Springen» des betroffenen Fingers, schliesslich kann er gar nicht mehr gestreckt oder gebeugt werden.

Die eingeschlafenen Finger sind Folge einer Verengung im sogenannten Carpaltunnel. In dieser Vertiefung am beugeseitigen Handgelenk laufen nicht nur viele Beugesehnen, sondern auch der Medianusnerv, welcher Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger und die mittelfingerseitige Hälfte des Ringfingers sensibel versorgt, sowie die Daumenballenmuskulatur. Hat es dieser Nerv auf Dauer zu eng, beispielsweise auch aufgrund einer Sehnenverdickung um ihn herum, resultiert ein Taubheitsgefühl in den oben genannten Fingern, später sogar eine Reduzierung des Daumenballenmuskels.

In beiden Fällen besteht die Behandlung im «Platz schaffen», beim Schnappfinger wird das einengende Ringband durchtrennt, bei der Einengung des Medianusnerven das Dach des Carpaltunnels. Für beide Eingriffe ist nur ein sehr kleiner Schnitt notwendig, die Operationsdauer beträgt wenige Minuten und ist ambulant in der Praxis möglich. Zur Betäubung benutze ich ein Verfahren, bei dem man nur den Arm betäubt, eine Narkose ist nicht notwendig. Am Ende der Operation wird der Operationsbereich zusätzlich mit Betäubungsmittel infiltriert, so, dass Schmerzen selten auftreten.

Eine Ruhigstellung in einer Schiene ist nicht notwendig, meist legen wir bei der Carpaldachspaltung für ein paar Tage eine solche zur Schmerzprophylaxe an. Bewegen darf und soll man frühzeitig, die Kraft jedoch kehrt bei beiden Verfahren erst nach einigen Wochen zurück, da die Sehnen doch einige Zeit benötigen bis sie wieder regelrecht funktionieren, sich sozusagen an die grössere Bewegungsfreiheit «gewöhnt» haben. Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit richtet sich nach dem Beruf. Bei Arbeiten, bei denen die Hand nicht benötigt wird, beträgt sie eventuell nur wenige Tage, bei körperlich schwer arbeitenden Menschen, gegebenenfalls mehrere Wochen.

Dr. med. Michael Kettenring

Freitag, 15.12.2017Kinderapotheke

Immuntherapie mit Spenglersan

Bild: ZVG

Der Begründer der Immuntherapie mit Spenglersan, Carl Spengler, war nicht nur begeisterter Sportler und Stifter des Davoser Spengler Cups, sondern auch Arzt und Forscher. Über Jahrzehnte erforschte er Anfang des 20. Jahrhunderts die Tuberkulose und beschäftigte sich damit verbunden intensiv mit unserem Immunsystem. Viele Faktoren dieses faszinierenden, aber auch sehr komplexen Organsystems wurden gar erst in seiner Forschungszeit entdeckt.

Anlässlich der «spanischen Grippe», der Grippeepidemie 1918, entwickelte er mit den sogenannten «Spenglersanen» ein damals völlig neues Therapiekonzept zur Modulation des Immunsystems. Das wohl bekannteste war damals und ist auch heute noch das Arzneimittel Virus influencae A comp., mit dem er den Krankheitsverlauf wesentlich verkürzen und erleichtern konnte. Auch zur Prophylaxe setzte er es schon damals mit grossem Erfolg ein.

Bei diesen «Spenglersanen» handelt es sich um abgeschwächte und stark verdünnte Krankheitserreger, die das Immunsystem im Akutfall unterstützen, oder mittels regelmässiger Anwendung auf sanfte Weise stimulieren und für den Ernstfall trainieren. Sehr gut bekannte Anwendungsgebiete sind Erkältungen, grippale Infekte, Lippenherpes oder Heuschnupfen. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl anderer Einsatzmöglichkeiten für «Spenglersane» – wir beraten Sie dazu gerne in Ihrer kinderapotheke!

«Spenglersane» wirken über die Haut respektive Schleimhaut. Sie können dadurch sehr einfach für die ganze Familie, bei Kindern bereits ab dem Säuglingsalter, und genauso für Frauen in der Schwangerschaft eingesetzt werden. Sei es in Form eines Mund- oder Nasensprays oder durch Einreiben in der Ellenbeuge – gemeinsam finden wir die für Sie und Ihre Familienmitglieder passende Lösung.

Mirjam Balimann, Apothekerin
TopPharm Homberg Apotheke
zertifizierte medinform-kinderapotheke

Freitag, 15.12.2017Schwiizerdüütsch

Im nöie Johr

Jänner
Der Januar ist seit 153 vor Christus im römischen Kalenderjahr der erste Monat. Die Bezeichnung ist auf «Ianuarius» zurückzuführen, benannt nach dem altitalienischen Gott Janus, der mit seinen zwei Gesichtern, als der Gott der Türen und Tore, der Ein- und Ausgänge dargestellt wird, womit der Januar den Eintritt (den Beginn) ins neue Jahr kennzeichnet. Die Form «Jänner» stammt von der spätlateinischen Variante «Ienarius» ab, wird aber, seit es durch das gelehrtere Januar verdrängt wurde, immer weniger gebraucht, wir werden moderner. Der Ausdruck «Feber» für Februar ist schon fast ganz verschwunden. Die veraltete Namensform Hartung oder Hartmonat für den «Jänner», bezieht sich auf den hartgefrorenen Schnee, das Eis, welches im Januar vielerorts anzutreffen ist.

Bärzeli
Der Bärzeli ist ein Winterbrauch, der jeweils am 2. Januar (Bärzelitag, Berchtoldstag) stattfindet. Nachdem er früher im ganzen Seetal anzutreffen war, wird er heute nur noch in Hallwil ausgeübt. Am Bärzelitag wird die Bevölkerung von Hallwil durch den Krach der «Bärzelibuebe» auf die Strasse gerufen. Am Nachmittag treten die «Bärzeli» aus dem «Metzgerhüüsli» aus. Die «Bärzelis» sind in ursprüngliche Gewänder gekleidet und mit «Söiblootere» (Schweinsblasen) und «Rären» (Rätschen) ausgerüstet. Unter Anderen gibt es «de Hobuschpöönig, de Tannreesig, de Stächpaumig und de Schtroumaa». Mit viel Lärm und unter stacheligen Umarmungen, wünschen die Umzügler den Zuschauern «es guets Nöis» (ein gutes neues Jahr), ein Besuch lohnt sich immer. Und nein, es gibt keinen heiligen Berchtold und der «Bärzelitag» ist auch kein kirchlicher Feiertag, der Berchtoldstag leitet sich aus den alten Wörtern «berchten, berchtelen» ab, was soviel wie heischen, schmausen und verkleidet umherziehen bedeutet.

S’Jännerloch
Der Begriff «Jännerloch» ist laut Duden kein globales Phänomen, sondern ist nur in der deutschsprachigen Schweiz und in wenigen Teilen Österreich gebräuchlich. Es beginnt gewöhnlich nach der Festzeit und dauert bis zu den Winterferien. Und, das finanzielle Loch ist eine moderne Erfindung, nach Weihnachten kein Geld mehr zu haben ist erst so richtig ausgiebig möglich, seit Bancomaten und Kreditkarten kommentarloses Schuldenmachen erlauben, was sich dann mit der Rechnung im Januar rächt. Ein Loch im Geldbeutel, ein Loch im Konto, gibt ein Loch im Bauch. Möglicherweise bietet die dunkle Jahreszeit einfach zu viele Möglichkeiten, um über unsere Sorgen und Ängste nachzudenken, man kehrt in sich und findet all das wieder, was man das vergangene Jahr über verdrängt hat.

En Chouscht
Wau, «hypokauste», das ist griechisch und bedeutet, von unten heizen und das ist der Ursprung für unsere «Chouscht». So schnell kann man griechisch, unten wird geheizt und oben sitzt man auf den warmen «Chachle», den Kacheln.

Und au die guete Vorsätz, wo’mer fürs nöi’e Johr g’macht het, wärdid übere Huufe g’rüehrt und das isch jo schliesslech ou Rechtig, en guete Plan isch nur den en guete Plan, wenn er cha g’änderet wärde und ou e kei Vorsatz z’ha isch schlussändlech en Vorsatz …

Welche Woche als erste Kalenderwoche des neuen Jahres gilt, hängt vom Wochentag des 1. Januars ab, wenn er auf Montag bis Donnerstag fällt, gehört er zur ersten Kalenderwoche des neuen Jahres, da diese Woche dann mindestens vier Tage im neuen Jahr hat.
Montag, 04.12.2017Gesundheit

Weihnachtszeit im Pflegeheim des Asana Spitals Menziken

Bild: ZVG

Weihnachten – für viele ein besonderes Fest. Man sehnt sich nach der Familie, Ruhe, Geborgenheit und besinnt sich zurück auf Vertrautes, Erinnerungen an die eigene Kindheit, oder die Zeit, als die eigenen Kinder noch klein waren, werden wach. Besinnliche Musik, Mailänderli, Zimtstärne, Brunsli und Co., tanzende Schneeflocken, Kerzenlicht und leuchtende Augen, gehören einfach dazu.

Die Weihnachtszeit ist auch für die Bewohnenden, des Pflegeheims am Spital Menziken, eine spezielle Zeit, voller Vorfreude aufs grosse Fest.

Bereits Ende November, können sich die Bewohnenden mit dem Basteln von Adventsgestecken, mit denen die Wohnstationen weihnachtlich geschmückt werden, auf den kommenden Monat einstimmen. Unter fachkundiger Anleitung der Mitarbeitenden der Aktivierungstherapie, werden kunstvolle Gestecke gestaltet. Die Bewohnenden arbeiten engagiert und mit viel Liebe zum Detail.

Am 6. Dezember besucht der Samichlaus unsere Bewohnenden auf den Abteilungen, natürlich nicht mit leeren Händen. Die Angehörigen der Bewohnenden sind zum «Chlausen» ebenfalls eingeladen und so findet sich jeweils eine grosse Runde zur fröhlichen Gesellschaft zusammen.

In den folgenden Tagen heisst es «Teiggen», Auswallen, Ausstechen und Dekorieren – alle dürfen entsprechend ihren Fähigkeiten mitmachen. So werden auch im Bereich der spezialisierten Betreuung, der an Demenzerkrankten Bewohnenden, täglich besondere weihnächtliche Tätigkeiten unternommen.

Das traditionelle Weihnachtsessen, zu dem die Bewohnenden, die Betreuenden und die freiwilligen Helferinnen und Helfer eingeladen sind, ist – nebst der Weihnachtsfeier – das Highlight in der Weihnachtszeit. In feierlichem Rahmen, geniessen die Menschen, die das ganze Jahr in unterschiedlichen Rollen und Beziehungen zueinander stehen und Zeit miteinander verbringen, gemeinsam ein feines Nachtessen, in stimmungsvoller Atmosphäre, mit weihnachtlichem Rahmenprogramm.

Mit den beiden Weihnachtsfeiern, zusammen mit den Angehörigen – einmal im Rahmen eines Gottesdienstes und einmal auf den Stationen – wird die Weihnachtszeit am 22. und 24. Dezember ausgeläutet.

Die Geschäftsleitung und Mitarbeitenden des Asana Spitals Menziken, wünschen allen herzlichst frohe Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins 2018!

Asana Gruppe, Spital Menziken, 5737 Menziken
Telefon 062 765 31 31, www.spitalmenziken.ch

Montag, 04.12.2017Haustier

Schokoladenvergiftung beim Hund

Bild: ZVG

Alle Jahre wieder … besonders in der Weihnachtszeit oder zu Ostern lauert die süsse Gefahr! Es kommt es zu Vergiftungen bei Hunden, weil der Familienhund sich über die Schokolade seiner Besitzer hergemacht oder jemand aus Unwissenheit und gut gemeint Schokolade an den Hund verfüttert hat.

Die Dosis macht das Gift!
Schokolade enthält Kakao und Kakao enthält die Verbindung Theobromin, eine Substanz, die dem Koffein sehr ähnlich ist. Theobromin ist für Hunde und andere Haustiere in bestimmten Dosen toxisch. Verschiedene Schokoladensorten enthalten unterschiedliche Mengen an Theobromin. Kakao, Kochschokolade, Bitterschokolade und dunkle Schokolade enthalten am meisten Theobromin, während Milchschokolade und weisse Schokolade einen kleineren Anteil an Theobromin aufweisen. Im Allgemeinen gilt: Je mehr Kakaofeststoffe in einem Produkt enthalten sind, desto mehr Theobromin ist vorhanden und desto gefährlicher ist das Produkt für Ihren Hund.

Die Toxizität von Theobromin ist dosisabhängig, was bedeutet, dass die Gefahr einer Vergiftung beim Verzehr von Schokolade von der Art der Schokolade, der Menge und der Grösse Ihres Hundes abhängt. Das heisst: eine 100-g-Tafel Milchschokolade kann bei einem 10 kg schweren Hund bereits erste Vergiftungserscheinungen auslösen, während dieselbe Menge dunkle Schokolade im schlechtesten Fall (z.B. bei herzkranken Hunden oder Epileptikern) sogar tödlich wäre. Auch das Füttern kleiner Mengen Schokolade kann gefährlich sein! Wenn ein Hund immer wieder Schokolade in kleineren Mengen bekommt, kann das zum lebensbedrohlichen Problem werden. Der Hund kann, im Gegensatz zum Menschen das giftig wirkende Theobromin der Schokolade nur sehr langsam abbauen. Kommt immer wieder neues Theobromin dazu, steigt die Konzentration im Blut immer mehr an. Eine schleichende Vergiftung droht.

Symptome bei einer Schokoladenvergiftung äussern sich unter anderem durch:
• Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen
• Unruhe, Zittern
• schwankendem Gang, Schwäche
• Krämpfe
• vermehrtes Harnabsetzen, Inkontinenz
• schnelle Atmung, Atemnot
• Kreislaufprobleme bis hin zum Kreislaufzusammenbruch, begingt durch Herzrasen oder Herzrhythmusstörungen

Erste Symptome können ca. 2 bis 4 Stunden nach Einnahme auftreten. In der Regel zeigen die Hunde zuerst Magen-Darm-Symptome wie Übelkeit oder Durchfall und entwickeln erst etwas später Kreislaufprobleme und neurologische Symptome, wenn sich das Theobromin im Blut angereichert hat.

Was tun, wenn mein Hund Schokolade erwischt hat?
Wenn Sie vermuten, oder Gewissheit haben, dass Ihr Hund Schokolade gefressen hat, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt zu einem Tierarzt auf lassen sich beraten.
Am besten nehmen Sie die Schokoladen-Verpackung zur Hand. Anhand der aufgenommenen Schokoladenmenge, der -art und des Körpergewichtes Ihres Tieres kann der Tierarzt ermitteln, ob für Ihren Liebling eine Gefahr besteht.

Prognose
Eine Schokoladenvergiftung ist immer ein medizinischer Notfall, wo es gilt, möglichst schnell zu handeln.

Leider gibt es kein Gegengift. Der Tierarzt kann nur dekontaminieren, also entgiften. Das heisst, er wird die Aufnahme des Giftes aus dem Magen-Darm-Trakt stoppen unter anderem durch das Herbeiführen von Erbrechen und des Weiteren die Ausscheidung des bereits aufgenommenen Giftes fördern.

Je schneller ein vergiftetes Tier beim Tierarzt ist, umso grösser ist die Überlebenswahrscheinlichkeit und somit die Chance auf einen glimpflichen Ausgang der Vergiftung.

Bei Fragen oder Unklarheiten wenden Sie sich bitte an uns oder Ihren Tierarzt. Wir beraten Sie gerne!

Autor: Tierarztpraxis Opher Berger, 5734 Reinach

Montag, 27.11.2017Gesundheit

Totalendoprothese oder Teilprothese am Knie

Bild: ZVG

Das Kniegelenk ist das grösste Gelenk des Menschen. Es besteht aus 3 Hauptanteilen, Kompartimente genannt. Ein Kompartiment zwischen dem Ober- und Unterschenkel innen, das Kompartiment zwischen beiden Knochen aussen und dasjenige zwischen Kniescheibe und Oberschenkelknochen.

Von einer Arthrose, also von einem zunehmenden Knorpelverlust mit sich daraus ergebender Entzündung und Schmerzen im Kniegelenk, sind nicht immer alle 3 Kompartimente gleichhäufig und in gleichem Ausmass betroffen. Nicht selten ist nur der innere Anteil zwischen Ober- und Unterschenkelknochen betroffen, die anderen 2 Kompartimente womöglich gar nicht oder nur sehr diskret. In diesen Fällen macht es Sinn über einen Teilersatz des Kniegelenkes nachzudenken.

Teilgelenke haben den Vorteil, dass man die Kniemechanik, welche man mit einer Vollprothese ändert, indem man das vordere Kreuzband entfernen muss (alle sonstigen Bänder verbleiben auch bei der Vollprothese), beibehalten kann. Die sogenannte Roll-Gleitbewegung des natürlichen Kniegelenkes bleibt dank dem Erhalt des vorderen Kreuzbandes intakt. Andersherum darf man einen Teilgelenkersatz auch nur bei funktionierendem vorderen Kreuzband einbringen.

Teilgelenke bieten sich unter genannten Voraussetzungen vor allem für jüngere Patienten mit noch hohem Aktivitätsniveau an. Die Haltbarkeit ist etwa 10 bis 15 Jahre, also wahrscheinlich etwas kürzer, wie die einer Vollprothese, aber der Wechsel von einer Teilprothese auf eine Vollprothese ist meist kein Problem - ganz im Gegensatz zu einem Wechsel einer «grossen» Endoprothese.

Die Operation jedoch ist keinesfalls einfacher oder gar komplikationsloser, eher im Gegenteil. Das exakte Ausmass der Gelenkflächenentfernung und das Einstellen der richtigen Bandspannung sind schwieriger als bei einem totalen Gelenkflächenersatz.

Wenn jedoch alles funktioniert – von der richtigen Auswahl des Patienten bis zur optimalen Operation – ist die Patientenzufriedenheit und das Aktivitätsniveau im Durchschnitt höher.

Wie vieles in der Chirurgie und Orthopädie ist die Entscheidung für oder gegen eine Teilprothese immer eine individuelle Entscheidung und muss von Patient und Chirurg zusammen getroffen werden.

Dr. Michael Kettenring

Montag, 20.11.2017Schwiizerdüütsch

... eifach es Chrömli

Chrömli
So viele Namen wie es gibt, so einfach ist manchmal die Erklärung dazu. «Es Chrömli»: ein Keks, was ganz einfach die eingedeutschte Schreibweise vom englischen «cakes», ein Kuchen, ist. «Es Guetzli oder Güetsi»: ein kleines Stück von Etwas Gutem, «es Stückli Guets ebe», oder «es Chräpfli» in der Innerschweiz, ganz einfach ein kleiner Krapfen, «es Zigerchräpfli». «En Chrom» kommt tatsächlich aus dem deutschen Kram, ein Allgemeinbegriff für unwichtige Kleinigkeiten. Ist die Kleinigkeit noch etwas kleiner, dann kommt das «li» zum Tragen, dann wird aus dem «Chrom» es «Chrömli». Übersetzt bedeutet dann, «en Chrom» ganz einfach ein Kram und «es Chrömli» ist demzufolge ein Krämchen oder ein Krämlein, so entstehen doch über die Grenzen neue Wörter.

Mailänderli
Das ist das klassische schweizerdeutsche Weihnachtsgebäck. Seit bald 300 Jahren ist das «Mailänderli» in der Schweiz unter diesem Namen bekannt. Interessanterweise eben nur in der Schweiz. Ob der Name tatsächlich etwas mit der Herkunft zu tun hat, ist zwar ungewiss, aber es gibt eine schöne Geschichte dazu. Vor schon bald 600 Jahren wurde eine Delegation von Eidgenossen nach Mailand zu einem Fürsten eingeladen. Unter anderem hatten die Schweizer in Scheiben gebackene «Guetsli» als Gastgeschenk dabei. Dem Fürsten mundete dieses «Chrömli» so sehr, dass es fortan zum Standardrepertoir der adeligen Küche gehörte. Viele Jahre später verheiratete sich eine Nachfahrin des Fürstenhofes ins Elsass, natürlich nahm sie das Rezept mit und schon bald wurde daraus das französische «Gateau de Milan», der Kuchen aus Mailand. Der Weg zurück in die Schweiz war nur noch eine Frage der Zeit und so wurde das kleine Stück Kuchen aus Mailand unser «Mailänderli».

Bruunsli
Ich glaube, das bringen nur wir Schweizer fertig, die Endung «li» passt einfach zu jedem Wort. Aber beginnen wir von vorne: Seit dem 18. Jahrhundert kennt man das «Bruunsli», meistens als Basler Braunes bezeichnet und ja, die Schokolade macht das «Bruunsli» braun, doch es ist ja nicht eifach nur «bruun» oder eben braun, es ist «öppis bruuns» und zwar «es bruuns Chrömli». Einfach das «li» hinten angehängt und schon haben wir unser «Bruunsli». Auf deutsch übersetzt würde das irgendwie Brauneslein, oder Braunchen bedeuten, aber das wäre ja dann eher ein «no-go». Ach ja, es wird üblicherweise «Brunsli» geschrieben und trotzdem wird das «u» lange betont, egal, hauptsache «es isch guet».

Chräbeli
Die Form gibt dem Badener Chräbeli seinen Namen, die Kralle von Katzen, Hunden oder Vögeln hinterlassen auf der Haut eine Kratzwunde, das heisst auf schweizerdeutsch «Chräbu oder Chräbel». Mit den spitzen und leicht gekrümmten Zacken des Anisgebäcks kann man jederzeit jemandem einen solchen «Chräbel» zufügen. Ihn «chräble ebe», was übrigens nicht mit «chräbele» zu verwechseln ist. «Chräbele» ist die zärtliche Variante von «chräble», kraulen eben. Und nun ganz einfach ein «li» an den «Chräbel» gehängt, fertig ist das «Chräbeli», das Kratzerchen.

Irgendwie ben ich jo scho no froh, sind die Eidgenosse siinerziit uf Meiland greiset, wenn die uf Wien wäre, de würdi das Chrömli jo Wienerli heisse und Ehrewort, d’Wäut wäri nümme die Gliichi, wen es Wienerli jetzt plötzlech es Chrömli wär, oder?

… und so unwechtig die Chrömli jetzt ou immer sind, so unverzichtbar sind si doch, was wär de d’Wiehnecht ohni de Duft nach Chrömli, Zimmet‘schtärne und Chräbeli, grad ganz egal, wohär de Name ou immer chunnt …
Freitag, 17.11.2017Kinderapotheke

Wenn an Weihnachten die Lichtlein brennen …

Bild: ZVG

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und damit steigen bei uns in der Apotheke wieder die Beratungen rund um Verbrennungen. Sei es beim Guetzli-Backen mit Mami oder beim Kerzen anzünden mit Papi – mögliche Quellen für Verbrennungen gibt es in der Weihnachtszeit einfach mehr. Ermahnen, aufmerksam sein ist ganz klar die Devise, und dennoch passiert es immer wieder. Perfekt, wenn man eine gut ausgestattete Hausapotheke hat und auch noch weiss, was man bei Verbrennungen tun kann und soll.

Als erste Sofortmassnahme gilt immer: Ruhe bewahren und die betroffene Hautstelle mit Leitungswasser mindestens 15 Minuten kühlen. Dies mindert den Schmerz und das Ausmass der Verbrennung generell. Falls die Verbrennung mit Kleidern abgedeckt ist, lassen Sie diese und kühlen Sie mitsamt den Textilien. Keinesfalls sollte Eis aufgelegt werden.

Nach der ersten Aufregung sollte man das Ausmass und den Schweregrad der Verbrühung oder Verbrennung einschätzen, um die weitere Behandlung abschätzen zu können. Als Faustregel für die Beurteilung der verbrannten Körperoberfläche gilt die Handflächenregel: Die Handfläche inklusive der Finger des Betroffenen entspricht 1% seiner Körperoberfläche. Grundsätzlich gilt, dass jede Verbrennung, die grösser als die Handfläche ihres Kindes ist, durch eine Fachperson versorgt werden sollte. Verbrennungen im Gesicht, im Bereich der Genitalien und im Bereich der Gelenke der Hand oder des Fusses sollten durch einen Arzt behandelt werden. Diese Abklärung können Sie in jedem Fall auch in der Apotheke machen lassen. Bringen Sie hierzu Ihr Kind, am besten mitsamt Kühlverband, zu uns oder senden Sie uns ein Photo. Leichte Verbrennungen können Sie gut selber behandeln. Gerne zeigen wir Ihnen bei dieser Gelegenheit, wie Sie am besten vorgehen können. Leider stimmt das Sprichwort «Gebrannte Kinder fürchten das Feuer» bei Kindern im Vorschulalter oft nicht. Vorsicht ist deshalb immer geboten.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ungetrübte Festtage!

Barbara Kursawe, Apothekerin
TopPharm Homberg Apotheke
zertifizierte medinform-kinderapotheke

Freitag, 17.11.2017Schwiizerdüütsch

... e chli ume’schnöigge

verhebe
Ein wahres Multitalent, so typisch schweizerisch und eigentlich gar nicht ins Deutsche zu übersetzen. Verheben hat in Deutschland die Bedeutung etwas ungeschickt oder falsch heben und sich damit selbst schaden. Eine Aufgabe vornehmen und daran scheitern, ja, damit wäre bei uns eher «überlüpfe» gemeint. Schauen wir einmal, ob ein paar Satzbeispiele dazu «verhebe». Sind die neu gekauften Schuhe wasserdicht, so «verhebe si», das Wetter «verhebet» über das Wochenende, so bleibt es schön und regnet nicht. «Das verhet ned», man kann es drehen und wenden wie man will, es wird nicht funktionieren und das Gegenteil davon, «das verhebet», dann wird es funktionieren. Egal was, «verhebe» kann für alles verwendet werden. Die neue Frisur «verhebet», sie passt und das Alibi für Samstagnacht «verhebet», auf der Bank die neue Anlagestrategie «verhebet» und die genannten Beispiele «verhebe» genau so. So nach dem Motto, wenn wir Schweizer etwas umsetzen, dann wird das «ebe scho verhebe»…

gäch
Jäh, steil, rasch eintretend, plötzlich, eilig. «Das isch gäch», so einfach der Satz aussieht, ist er gar nicht. Sagt mir jemand: «das isch gäch» meint er damit vielleicht, der Weg ist steil abfallend oder stark ansteigend. Bin ich von einem Ereignis überrascht und ich finde das verrückt, was passiert ist, so sage ich «wou das isch gäch». Tritt mir jemand zu nahe, beleidigt er mich sogar, dann kommt mir dieser «gäch». Eine scharfe Kurve ist ein «gäche Egge», es «gächs Wochenändi» war eher anschtrengend und es war viel los. So hat «gäch» noch viele Bedeutungen, der Ursprung liegt im Wort «gache», was in Etwa schnell, ungestüm bedeutet und früher eigentlich bei schnell eintretenden Krankheiten verwendet wurde.

schnöigge
Auch «schnäugge» oder «schneugge», abgeleitet von schnuppern, schnüffeln bei Tieren. Besonders bei den Schweinen, wenn sie mit ihren Rüsseln im Dreck nach Eicheln suchen, da wird «ordeli g’schnöiget, grunzt und g’rüsslet». «Im Chuchigänterli schnäugge» meint im Küchenkasten herumstöbern, suchen, ob nicht irgendwo noch was Feines zu finden ist, dito in einem Laden «ich ha nochli umegschnäugget und es nöis Chleidli tünterlet». Jaja, der klassische Effekt, ich habe eigentlich Nichts gesucht und trotzdem Etwas gefunden und natürlich habe ich es auch gekauft, obwohl ich es gar nicht brauche.

verplämperle
Verplempern meint im Zusammenhang mit Zeit oder Geld: verschleudern, verschwenden, vertrödeln, vergeuden. «Plampen» ist der Ursprung, wenn Etwas herunterhängt, baumelt und so ist auch das schwankende oder schlendernde gehen damit gemeint. Man «verplämperlet» die Zeit mit langsam gehen. Der eher ältere und heute nicht mehr gebräuchliche Ausdruck «verplampe», was so viel wie verschütten, vergiessen meint, steht dahinter. Wenn man beim gemeinsamen Essen, beim Schöpfen aus der Schüssel etwas vom Haferbrei verschüttete, verschwendete eben, sagte der Hausherr, «du hesch s’Ässe verplampet». Ob nun der Begriff Pampe dazu in Beziehung steht, wer weiss, zumindest gehört für mich der Haferbrei nicht gerade zu den bevorzugten Abendessen. Ich hätte damals sicher auch damit «umeplämperlet», um es etwas niedlicher auszudrücken.

Umeschnäugge oder wenn eine sini Schnäugge überall ineschteckt, so isch das en G’wundernas, Eine wo heimlech schpioniert und umeschnüfflet, heijo, mer sött sini Schnäugge ebe ned überall ine‘schtecke, es cha de guet sii, dass‘mer eis uf d'Schnäugge verwütscht.

Eis isch doch sicher, wenn mer e chli gäch dur s‘Dorf düre fahrt, de isch es will mer’s pressant het, ned wills rüüdig schteil isch, aber sind’mer doch ehrlech, mängisch isch es schon no gäch, wie gäch mäng Eine derhär chunnt, tja, und ich wünsche öich en ned au zu gäche Tag.
Freitag, 10.11.2017Kinderapotheke

Aromatherapie

Bild: ZVG

Die kühle Jahreszeit steht vor der Tür und wir freuen uns schon auf die verführerischen Düfte der Weihnachtszeit – oder vielleicht auch auf die erfrischend klärenden Düfte des Eukalyptus und Thymian? Wussten Sie, dass all diese Düfte nicht nur angenehm riechen, sondern auch eine medizinische Wirkung auf uns Menschen haben? Genutzt wird dieses Wissen in der sogenannten Aromatherapie. Dabei wird mit hochwertigen ätherischen Ölen von verschiedenen Pflanzen gearbeitet. Diese können inhaliert oder zur Beduftung eines Raumes verwendet werden, eine Anwendung, die wohl den meisten bekannt ist. Doch auch ein Körperöl, angereichert mit ätherischen Ölen, oder ein Bad können Wunder wirken. Eine breite Auswahl an hochwertigen Basis ölen steht Ihnen zur Verfügung, wenn Sie Ihr individuelles Körperöl nach eigener Rezeptur mischen möchten. Natürlich übernehmen wir das Mischen auch gerne für Sie.

Insbesondere bei Kindern eignet sich die Aromatherapie sehr gut. Ein wichtiges Öl für die Kleinen ist zum Beispiel das der Mandarine. Es beruhigt, löst Ängste und spendet Geborgenheit. Bei Erkältungen ist der Einsatz z. B. von Weisstanne oder Ravintsara empfehlenswert. Die Atemwege werden befreit und durch die teilweise desinfizierende Wirkung heilen die Beschwerden schneller ab.

Natürlich können die Öle auch einfach für ein gutes Raumklima eingesetzt werden. Wie herrlich, wenn es im Winter nach Orange oder Zimt riecht! Düfte, die einem ein Gefühl von Wärme vermitteln und eine gemütliche Atmosphäre schaffen.

Am besten kommen Sie gleich selber bei uns vorbei und lassen sich von unserem Sortiment inspirieren!

Am 23. und 24. November widmen wir uns anlässlich unserer Drogerietage noch intensiver diesem Thema. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Heidi Roos
Pharma-Assistentin
TopPharm Homberg Apotheke
zertifizierte medinform-kinderapotheke

Freitag, 03.11.2017Polizei

Dringlichkeitsfahrten

Bild: Pixelio

Viele Verkehrsteilnehmer verhalten sich falsch oder gar unberechenbar, wenn sie im Rückspiegel ein Fahrzeug mit Blaulicht erkennen. Ein häufiger Fehler ist beispielsweise das abrupte Abbremsen. Dies könnte einerseits eine Auffahrkollision auslösen und anderseits das Einsatzfahrzeug behindern. Wer unüberlegt rechts ranfährt, kann eine Kollision mit Velofahrern, Fussgängern, Bäumen etc. verursachen oder allenfalls eine Einfahrt versperren, in die das Einsatzfahrzeug einbiegen muss. Die richtige Reaktion kann man also lernen, indem man sich vorher einige Gedanken zum Erstfall macht.

Verhalten im normalen Strassenverkehr:
Wenn Sie ein Einsatzfahrzeug bemerken, sollten Sie zuerst eruieren, woher die Sirenen kommen und in welche Richtung sich die Fahrzeuge bewegen. Denken Sie auch daran, dass bei grösseren Einsätzen mehrere Fahrzeuge hintereinander fahren könnten. Auf einspurigen Strassen müssen Sie soweit möglich nach rechts ausweichen. Fahren Sie Ihr Fahrzeug erst wieder in den normalen Strassenverkehr zurück, wenn alle Einsatzfahrzeuge vorbei sind. Um diesen anzuzeigen, in welche Richtung Sie ausweichen, müssen Sie stets einen Blinker setzen. Wenn sich das Einsatzfahrzeug bereits auf derselben Höhe wie Sie befindet, bremsen Sie nicht abrupt ab, sondern verlangsamen Sie die Fahrt und lassen Sie das Einsatzfahrzeug wenn nötig einscheren. Sollte Ihnen sogar einmal ein Einsatzfahrzeug entgegenkommen, dann müssen Sie sofort das Tempo verringern, wiederum nach rechts ausweichen oder gegebenenfalls anhalten.

Verhalten an Ampeln:
Wer sich bei grün vor einer Ampel befindet, muss auf seine Vorfahrt verzichten und den Einsatzfahrzeugen den Vortritt gewähren. Einsatzfahrzeuge verringern vor den Ampeln immer ihre Geschwindigkeit. Dies tun sie aber nicht, um jemandem der Grün hat den Vortritt zu gewähren, sondern um zu kontrollieren, ob in die Kreuzung gefahrlos eingefahren werden kann. Wer bei Rot an der Ampel steht und bemerkt, wie sich Einsatzfahrzeuge von hinten nähern, soll versuchen, soweit wie möglich nach rechts auszuweichen, wenn es der Verkehr zulässt. Sollten Sie dabei die Rotlichtkamera auslösen, bleiben Sie straflos – melden Sie sich bei der Polizei, wenn sie trotzdem eine Busse erhalten. Auch hier muss aber wieder aufgepasst werden, dass keine Velofahrer oder Fussgänger in Gefahr gebracht werden. Genau gleich müssen sich Fussgänger und Velofahrer an die genannten Regeln halten. Sie müssen ebenfalls auf ihren Vortritt verzichten und die Einsatzfahrzeuge passieren lassen.

Bei Fragen zum Thema, wenden Sie sich an Ihren nächsten Polizeiposten.

Ihre Regionalpolizei.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Mittwoch, 25.10.2017Haustier

Enten im Bauch

Bild: ZVG

Bereits seit 3 Tagen erbricht der 4-jährige Mischlingsrüde nun schon. Die Fresslust ist ihm nicht vergangen und er zeigt sich daneben ganz munter, aber regelmässig erbricht er das Futter wieder. «Ist Ihnen aufgefallen, dass vielleicht ein Spielzeug oder Gegenstand fehlt, mit welchem der Hund häufig spielt?» fragt der Tierarzt. Weil dies nicht der Fall ist, wird zur Sicherheit Blut untersucht und eine Behandlung gegen Magenentzündung eingeleitet.

Die Blutresultate sind unauffällig, jedoch ruft die Besitzerin am übernächsten Tag an und teilt mit, dass ihr Hund nach kurzer Besserung nun wiederum erbreche und zusätzlich appetitlos sei. Nach der Überweisung an eine Tierklinik für eine Magenspiegelung erhalten wir bereits am Nachmittag den Bericht, dass dem Hund zwei unbeschädigte Gummi-Entchen aus dem Magen entfernt wurden! Das Verschwinden der zwei Gummi-Enten aus dem Brunnen vor dem Haus geschah offensichtlich unbemerkt.

Häufig sind es junge Tiere, welche beim Spielen etwas Unverdauliches verschlucken. Solange der Fremdkörper im Magen bleibt, ist die Situation nicht dramatisch. Wandert der Gegenstand aber in den Darm und bleibt dort stecken, so verschlechtert sich der Allgemeinzustand schnell und es sind Appetitlosigkeit, Erbrechen, fehlender Kotabsatz und ein schmerzhafter verspannter Bauch festzustellen. Meistens ist dann ein chirurgisches Vorgehen nötig um den Fremdkörper aus dem Darm zu entfernen. So geschehen auch bei dem unverbesserlichen Husky, welcher immer Steine gefressen hat und daher schon zum dritten Mal am Darm operiert werden musste. Nicht jeder verschluckte Fremdkörper macht aber Probleme. Erstaunlich, was sich alles durch den Darm schlängeln kann. Nebst Socken und grossen Knochen sind auch schon ganze Gummischaber-Kellen wieder hinten raus gekommen. Um die natürliche Passage zu erleichtern und den Darm zu schützen, empfiehlt sich dem Hund Sauerkraut und Kartoffelstock zu füttern, solange er keine ernsthaften Symptome zeigt. Bei Katzen sind es öfters auch lineare Fremdkörper (Faden oder Schnur), die verschluckt werden, was ebenfalls zu einem Darmverschluss führen kann, weil sich der Darm girlandenartig am Faden aufwickelt.

P. Curschellas
Kleintierpraxis Dr. Küng AG, 6215 Beromünster, www.kleintierpraxiskueng.ch

Mittwoch, 25.10.2017Gesundheit

Wissenswertes zur Schmerztherapie nach Operationen am Spital Menziken

Bild: ZVG

Postoperative Schmerztherapie bedeutet die bestmögliche Schmerzfreiheit nach einer Operation in Bezug auf Lebensqualität und Rekonvaleszenz. Die Optimierung der individuellen Schmerztherapie erfolgt durch die enge Zusammenarbeit von Anästhesie, Pflegefachpersonen und operativen Disziplinen.

Schmerz ist ein sehr individuell empfundenes und häufig unterschätztes Phänomen im Zusammenhang mit Operationen. Schmerzen werden von jedem Menschen anders und in unterschiedlicher Intensität empfunden – doch ist es ein wichtiges und nötiges Warnsymptom, das den Patienten und dessen Körper schützen soll. Der Schmerz als Warnfunktion darf nicht komplett unterdrückt werden, da er, z. B. während der Physiotherapie nach der Operation, ein wichtiger Hinweis auf eine drohende Überbeanspruchung sein kann, welche den Erfolg der Operation gefährden könnte. Durch die standardisierte frühzeitige Erkennung von Schmerzsymptomen und anderen postoperativen Beschwerden wie Kältezittern, Übelkeit und Erbrechen gelingt es uns, schnell zu reagieren und das Wohlbefinden der Patienten wieder herzustellen. Die komplette Schmerzfreiheit ist nicht das Ziel einer Schmerztherapie nach der Operation, sondern den Schmerz so weit zu lindern, dass die Genesung des Patienten gefördert wird und dabei optimale Fortschritte gemacht werden. Regionalanästhesie, Wundinfiltration, patientenkontrollierte Schmerztherapie und Co-Analgetika als moderne schmerztherapeutische Verfahren werden schon sehr erfolgreich am Spital Menziken eingesetzt. Die Patienten können mit Hilfe von Medikamentenpumpen jederzeit selbstständig eine eingestellte Menge an zusätzlichem Schmerzmittel anfordern. Der Patient erhält dann sofort eine genau auf ihn abgestimmte Menge eines Medikamentes, ohne auf die Pflegefachperson oder den Arzt warten zu müssen. Die eingestellte Menge ist so berechnet, dass die Gesundheit des Patienten nicht gefährdet und eine Überdosierung verhindert wird.

Gemeinsam gegen den Schmerz
Dies bedeutet: das interdisziplinäre Fachteam wie Ärzte, Pflege und Physiotherapie arbeiten zusammen mit dem Ziel einer optimalen postoperativen Schmerztherapie. Der durch die Anästhesieabteilung betriebene Schmerzdienst des Spitals Menziken betreut die Patienten nach der Operation durch mehrmalige tägliche Visiten. Der Schmerzdienst ist zudem 24 Stunden im Haus anwesend und kann jederzeit durch die verschiedenen Pflegestationen und auch durch das interne Pflegeheim zur Unterstützung bei zum Beispiel chronischen Schmerzen hinzugezogen werden. Dadurch wird ein optimaler Heilungsprozess unterstützt oder Linderung gewährleistet.

Asana Gruppe, Spital Menziken, 5737 Menziken
Telefon 062 765 31 31, www.spitalmenziken.ch

Mittwoch, 25.10.2017Gesundheit

PRP-Therapie bei Arthrosen und Sportverletzungen

Bild: ZVG

Als Alternative zu den herkömmlichen Therapien der Arthrose oder von Verletzungen an Sehnen und Bändern ist, aufgrund positiver klinischer Erfahrungen, seit einiger Zeit die PRP- (ACP-) Therapie in den Fokus gerückt.

Während des Heilungsprozesses finden im verletzten oder degenerativ veränderten Gewebe eine Reihe von verschiedenen Vorgängen statt, die in sinnvoller Weise ineinandergreifen. Körpereigene Thrombozyten (= Blutplättchen, Bestandteil des Blutplasmas) fördern und aktivieren dabei den Heilungsprozess über die Freisetzung bestimmter Wachstumsfaktoren-Signalsubstanzen. Durch die PRP-Therapie wird dieser Effekt gezielt verstärkt.

Bei der PRP-Therapie wird eine kleine Menge körpereigenen Blutes (15 ml) mit einer Doppelspritze entnommen, anschliessend aufbereitet (zentrifugiert) und dadurch thrombozytenreiches Plasma hergestellt. Das thrombozytenreiche Plasma enthält die regenerativen sowie arthrose- und entzündungshemmenden Bestandteile des Blutes in erhöhter Konzentration. Er wird mit der Doppelspritze von den anderen Blutbestandteilen abgetrennt und anschliessend in das erkrankte/verletzte Gewebe oder Gelenk injiziert.

Die eingespritzten Thrombozyten beginnen nun, konzentriert an Ort und Stelle Wachstumsfaktoren zu aktivieren, die die Heilungs- und Regenerationsprozesse unterstützen und Schmerzen lindern. Das bei der Behandlung eingesetzte Doppelkammersystem der Spritze ermöglicht sowohl eine sterile Blutentnahme, als auch anschliessend eine sterile Aufbereitung und Injektion der Substanz und bietet daher einen Schutz vor Infektionen.

Ob eine PRP-Therapie infrage kommt, wird im Rahmen eines Sprechstundentermines erörtert. Anschliessend werden die Behandlungstermine vereinbart. Für eine erfolgreiche Therapie sind in der Regel 3 Behandlungen im wöchentlichen Abstand erforderlich.

Anwendungsbereiche der PRP-Therapie:

  • Frische Bandverletzungen, die nicht operiert werden müssen
  • Chronische Sehnenentzündungen (z. B. Tennisellbogen)
  • Bänderriss (z.B. Aussenband am Sprunggelenk)
  • Früh-Arthrose
Montag, 23.10.2017Gesundheit

Neue Tagesklinik am Spital Menziken

Bild: ZVG

Im Spital Menziken wurde eine Tagesklinik mit drei Bettenplätzen eingerichtet. Dies ermöglicht den Patienten bei kleineren, ambulanten Eingriffen einen optimalen Aufenthalt und trägt dem Bedürfnis Rechnung, am selben Tag das Spital wieder verlassen zu können.

Die Patienten treten am Morgen ein und beziehen ihr Bett in der Tagesklinik. Sie können ihre persönlichen Sachen verstauen und sich auf die Operation einstellen. Sie werden durch das Pflegepersonal bis zum operativen Eingriff betreut und nach dem Eingriff überwacht. Nachdem sich der Zustand stabilisiert hat, der Patient schmerzfrei ist und allfällige Therapien besprochen wurden, kann der Patient die Tagesklinik wieder verlassen.

Die ambulanten Patienten haben nach ihrem Austritt die Möglichkeit jederzeit – auch nachts – mit dem Anästhesiearzt Kontakt aufzunehmen, um gesundheitliche Probleme und Fragen zu klären. Somit ist nach der Operation eine vollumfängliche Betreuung sichergestellt. Eltern von Kindern können während des Aufenthaltes in der Tagesklinik auch bei ambulanten Eingriffen vor und nach der Operation immer bei ihrem Kind bleiben. Dadurch wird dem Kind die Angst vor dem Alleinsein genommen und die Eltern können ihr Kind zusammen mit dem Pflegepersonal optimal betreuen.

Das Spital Menziken bietet total neun Überwachungs- oder Behandlungsplätze an. Die Betreuung in der Tagesklinik und im Aufwachraum wird durch speziell geschultes Pflegepersonal sichergestellt, damit auf Veränderungen im Befinden unverzüglich reagiert werden kann.

Somit sind höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards mit der neuen Tagesklinik bei ambulanten Eingriffen oder anderen Dienstleistungen, wie zum Beispiel Infiltrationen oder Infusionstherapien im Spital Menziken professionell und angeboten und die Patienten umfassend betreut.

Asana Gruppe
Spital Menziken, 5737 Menziken
Telefon 062 765 31 31
www.spitalmenziken.ch

Montag, 16.10.2017Polizei

Die Polizei rückt immer auch bei Feueralarm aus

Bild: ZVG

Die bevorstehende Zeit mit kalten Tagen, Weihnachtszeit und Neujahrsfestigkeiten bringen leider auch immer wieder Probleme mich unsachgemässen Verwendungen von Kerzen, Rechaud, Tischgrill und anderen, Hitze erzeugenden Haushaltgeräten.

Pro Jahr werden in der Schweiz ca. 17000 Unfälle mit Feuer verursacht, ein Drittel davon aus Fahrlässigkeit. Die Polizei muss nach einem Brandfall immer ermitteln. Daraus resultiert in den meisten Fällen eine Verzeigung an die zuständige Staatsanwaltschaft.

Es lohnt sich auf jeden Fall vor der Verwendung von Feuer und Flamme einen Sicherheitscheck in Ihrem Haushalt durchzuführen.

Hier die 3 wichtigsten Hinweise:

  • Wenn Feuer und Hitze im Spiel sind: Entfernen Sie sich nicht und sorgen Sie für genügend Sicherheitsabstand zu brennbaren Gegenständen (mindestens 30 cm bei Kerzen)
  • Lassen Sie defekte Haushaltgeräte unverzüglich durch einen Fachmann reparieren
  • Eine Brandlöschdecke oder ein Feuerlöscher gehört in jeden Haushalt. Rauchmelder können Brände frühzeitig anzeigen

Im Notfall
Bei Verbrennungen und Verbrühungen:

  • Verletzungen sofort während mindestens 15 Minuten unter fliessendem Kaltwasser kühlen
  • Mit brennenden Kleidern nicht rennen, sondern sich auf dem Boden legen und wälzen
  • Das Feuer mit einer Decke oder Kleidungsstücken aus Wolle löschen (keine synthetischen Stoffe!)
  • Kleider am Körper lassen, sonst besteht die Gefahr, Haut mitzureissen
  • Um Temperaturschocks zu vermeiden: Opfer zudecken, nicht zu essen und zu trinken geben.
  • Sanität oder Rega anrufen

Bei Bränden:

  • Alarmieren Sie die Feuerwehr und gefährdete Menschen
  • Retten Sie Menschen und Tiere
  • Versuchen Sie wenn möglich, den Brand zu löschen

Die Notrufnummern:

  • Sanität 144
  • Rega 1414
  • Feuerwehr 118
  • Polizei 117

Haben Sie Fragen? Ihre Feuerwehr oder Regionalpolizei gibt gerne Auskunft.
Broschüre: «Feuer und Hitze» bei www.bfu.ch herunterladen, lesen und anwenden.

Montag, 02.10.2017Gesundheit

Fettabsaugung – wie geht das?

Es gibt Menschen, die per Vererbung ausgeprägte Fettablagerungen an bestimmten Körperstellen aufweisen. Diesen ist weder mit Diäten noch mit ausreichend Sport beizukommen. Hierzu gehören v.a. die Oberschenkelaussenseiten (Reiterhosen), die Oberschenkelinnenseiten, Bauch und Hüfte.

Durch eine gezielte Absaugung von überschüssigen Fettzellen an diesen Stellen kann die Körpersilhouette verbessert werden. Eines muss man jedoch sehr deutlich sagen: die Fettabsaugung ist kein Mittel zur Gewichtsreduzierung. Die besten Ergebnisse lassen sich dann erzielen, wenn die Patienten ansonsten schlank sind und man «nur» die Problemregion gezielt bearbeiten kann. In einem ausführlichen Gespräch werden die operativen Möglichkeiten und Erwartungen des Patienten besprochen.

Bei der von mir angebotenen Technik kann die Operation meist ohne Narkose, nur in lokaler Betäubung ambulant in der Praxis durchgeführt werden. Über kleinste Schnitte, welche vorher betäubt wurden, wird eine spezielle Flüssigkeit unter die Haut eingebracht, die später die Absaugung der Fettzellen schmerzfrei möglich macht.

Durch einen Wasserstrahl, welcher mit Druck aus dem Ende der Absaugkanüle heraustritt, wird das Fett gelöst und gleichzeitig über die Seite der Kanüle abgesaugt. Je nach Region dauert die Operation selbst eine bis max. 2 ½ Stunden. Mit Vor- und Nachbereitung ist mit einem Vor- oder Nachmittag zu rechnen.

Die behandelte Region muss danach für einen Tag mit einer gewissen Kompression verbunden werden, anschliessend müssen die Patienten ein Kompressionsmieder für etwa 5 bis 6 Wochen tragen, welches wir vor der Operation passgenau abmessen und bestellen. Eine Arbeitsunfähigkeit besteht meist nur für 2 bis 3 Tage. Die Patienten sollten jedoch auf Sport für ca. 4 Wochen verzichten. Das Endergebnis ist nach etwa 3, manchmal auch erst nach 6 Monaten erreicht.

Die Kosten sind abhängig vom Aufwand und der Körperregion. Bei den typischen «Reiterhosen» belaufen sie sich auf etwa 3500 Franken.

Dr. med. Michael Kettenring

Freitag, 29.09.2017Kinderapotheke

Bakterien – sind auch lebende Helfer

Bild: ZVG

In und auf unserem Körper leben Abermillionen von Bakterien, die sogenannte Mikroflora. Das sind natürliche, mikrobielle Lebensgemeinschaften. Am bekanntesten sind wohl die Darmflora, der sogenannte Säureschutzmantel der Haut und die Scheidenflora. Verschiedene Störfaktoren können die sensiblen Mikrofloren aus dem Gleichgewicht bringen und so die Entwicklung von krankheitserregenden Mikroorganismen begünstigen. So können zum Beispiel falsches Essen, Medikamente, Stress, hormonelle Veränderungen oder Klimawechsel zu einer Dysbalance führen. Die körpereigene Gegenregulation findet oft nicht oder nur sehr schleppend statt. Von aussen zugeführte lebende Kulturen, z. B. in Form von Kapseln, Pulvern oder Sprays, helfen dem Körper, das Gleichgewicht auf natürliche Art und Weise effizient wieder herzustellen.

Während der Darmwiederaufbau mit Bakterien nach einem Durchfall oder einer Antibiotika-Therapie schon fast zur Routine gehört, wird oft vergessen, dass auch eine gesunde Mund- und Rachenflora für den Schutz vor Infektionen an der Eintrittspforte unseres Magen-Darm-Systems eine wichtige Rolle spielt. Leiden Sie oder Ihre Familienmitglieder beispielsweise an häufig wiederkehrenden Infekten im Hals- und Rachenraum, ist es gut möglich, dass die Mund- und Rachenflora aus dem Gleichgewicht geraten ist. Eine symptomatische Behandlung mit Lutschtabletten und Halswehsprays bringt zwar eine kurzfristige Besserung der wahrgenommenen Beschwerden, trägt aber meist nicht viel zum wirklichen Heilungsprozess bei. Wenn diese lokale Überbrückung dem Körper nicht ausreicht, um sich selber zu regenerieren, dringen die Entzündungen bald wieder an die Oberfläche und brechen erneut aus. Wiederkehrende Infekte können also ein Hinweis auf eine durcheinander geratene Flora sein.

Gerne beraten wir Sie in der kinderapotheke, wie Sie nebst den herkömmlichen Behandlungsansätzen die Mundflora aufbauen und in ihr natürliches Gleichgewicht zurückführen können.


Mirjam Balimann
Apothekerin
TopPharm Homberg Apotheke
zertifizierte medinform-kinderapotheke

Freitag, 29.09.2017Haustier

Husten beim Hund

Bild: ZVG

Husten beim Hund ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom. Husten ist ein Reflex des Körpers, um die Atemwege von Schmutz, Fremdkörpern oder reizenden Stoffen zu befreien. Aber auch Erkrankungen der Atemwege, des Herzens oder eine Tumorerkrankung können Husten verursachen. Ein Husten beim Hund kann plötzlich auftreten (akut) oder länger anhalten (chronisch).

Wir unterscheiden zwei Formen von Husten:
1. Trockener Husten (unproduktiver Husten)
Trockner Husten oder auch Reizhusten genannt, ist hart, rau, «bellend» bis heiser und ohne Auswurf. Oft ist diese Hustenform besonders quälend für das betroffene Tier. Trockener Husten kann anfallsmässig auftreten und auch von Würgen begleitet werden. Mögliche Ursachen sind unter anderem:
• Infektionen im Hals-, Kehlkopf- und Luftröhrenbereich
• Fremdkörper in der Luft- oder Speiseröhre, wie zum Beispiel Grassamen, scharfe Gegenstände, Holzsplitter oder Knochenfragmente
• Reizstoffe in der Umgebung (Zigarettenrauch, Parfum, Raumdüfte, Räucherstäbchen)
• Asthma, allergische Reaktionen
• Trachealkollaps: bei grosser Aufregung/Freude kommt es zu Hustenanfällen. Oft handelt es sich um eine chronische, fortschreitende Erkrankung der Luftröhre, die vor allem bei kleinen Hunderassen auftritt
• eine beginnende Bronchitis
• Zwingerhusten, es kommen dann Fieber und Ausfluss aus der Nase hinzu
• Parasitenbefall (Herz- oder Lungenwürmer)2. Feuchter Husten (produktiver Husten)
Feuchter Husten ist gekennzeichnet durch begleitenden Auswurf. Oft hört man zusätzlich ein rasselndes, gurgelndes Geräusch. Auch feuchter Husten kann anfallsartig und mit Würgen auftreten, wobei häufig auch ein schleimiges Sekret oder Flüssigkeit erbrochen wird. Feuchter Husten kann auf folgende Erkrankungen hindeuten:
• eine Lungenentzündung
• eine Herzerkrankung im fortgeschrittenen Stadium, die mit einer Wasseransammlung in der Lunge einhergeht
• eine Linksherzinsuffizienz, wenn der Husten vor allem nachts und in den frühen Morgenstunden auftritt Diagnose und Behandlung
Oftmals tritt der Husten beim Hund nur einmalig oder kurzfristig auf, sodass kein Grund zur Sorge besteht. Sollte der Husten aber anhalten oder wiederholt auftreten, gehört er immer in die Hand eines Tierarztes. Sobald der Arzt eine Diagnose gestellt hat, wird Ihr Hund bestmöglichst behandelt werden. Die Behandlung des Hustens ist in erster Linie von der ursächlichen Erkrankung abhängig. Ist der Husten chronisch, wird die Erkrankung von einer medikamentösen Therapie begleitet.Prognose
Je eher die ursächliche Erkrankung eines Hustens behandelt wird, desto besser sind die Heilungs-, bzw. Linderungschancen für die Tiere. Zögern Sie deshalb bei oben genannten Symptomen nicht, Ihren Tierarzt aufzusuchen, denn einem scheinbar harmlosen Husten kann eine lebensgefährliche Grunderkrankung zugrunde liegen.

Dr. Opher Berger, Reinach

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Freitag, 22.09.2017Polizei

Sicher durch den Herbst

Bild: ZVG

Die ersten Nebelbänke sind da. Kürzere Tage und sinkende Temperaturen kündigen wie jedes Jahr die Herbstsaison an. Um Ärgernisse oder Schlimmeres zu vermeiden, machen wir Sie auf mögliche Gefahren aufmerksam.

Tipps für Autofahrer:
Im Oktober die Winterpneus mit mindestens 4 mm Restprofil montieren. Bei über fünfjährigen Pneus werden die Fahreigenschaften markant schlechter (Aushärtung der Gummimischung), über zehnjährige Pneus sollten nicht mehr montiert werden (unabhängig der Profiltiefe).

  • Funktionskontrolle der Beleuchtung
  • Frostsicheres Scheibenwischmittel auffüllen
  • Eiskratzer und Schneebesen mitführen
  • Mehr Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhalten
  • Vorsicht im Bereich von Fussgängerstreifen
  • Vorsicht beim Überholen
  • Tiere auf der Fahrbahn (Licht abblenden und hupen), riskante Ausweichmanöver vermeiden
  • Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen anpassen

Tipps für Velofahrer:
Tragen Sie helle Kleidung und einen Schutzhelm mit reflektierenden Elementen (Leuchtweste). Verwenden Sie hochwertige Beleuchtung (nicht blinkend), vorne weiss und hinten rot. Achten Sie darauf, dass Reflektoren am Fahrrad angebracht sind. Überprüfen Sie periodisch die Bremsen. Fahren Sie nie zu nahe an parkierten Autos vorbei und achten Sie auf den toten Winkel anderer Fahrzeuge. Kalkulieren Sie stets Fehler von anderen Verkehrsteilnehmer ein. Keines Falles den Vortritt erzwingen.

Tipps für Fussgänger:
Besonders gefährdet sind Kinder und Senioren. Machen Sie insbesondere Kinder auf die Risiken des Strassenverkehrs aufmerksam. Planen Sie allgemein genügend Zeit ein. Vor dem Überqueren der Strasse klare Absichten zeigen und den Blickkontakt mit dem Fahrzeuglenker suchen.

Fussgänger haben nicht das Recht, die Strasse zu überqueren, wenn Fahrzeuge so nahe sind, dass sie nicht mehr anhalten können.

Den Fussgängerstreifen erst betreten, wenn das Fahrzeug anhält. Bei Fussgängerstreifen mit Insel gilt jede Hälfe als unabhängiger Fussgängerstreifen. Seien Sie vorsichtig, Fahrzeuge kommen aus verschiedenen Richtungen.

Kommen Sie sicher durch den Herbst.
Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Freitag, 22.09.2017Schwiizerdüütsch

... es herbschtelet

Herbscht
Der Begriff Herbst hat seinen Ursprung in der Zeit der Ernte und wird mit dem indogermanischen Wort «sker», das für schneiden steht, erklärt. In allen Überlieferungen wird der Herbst als die Zeit der Früchte, die Zeit des Pflückens, einfach als die Erntezeit beschrieben. Ein wenig um die Ecke gedacht, wenn es «herbschtelet», schneidet man überall im Garten, die Büsche werden zurückgeschnitten, das Gemüse im Garten wird abgeschnitten und der Rasen vor dem Winter noch einmal kurzgeschnitten. Der Herbst, die Zeit des Schneidens eben.

Autwiibersummer
Diese herrlichen Herbsttage im Oktober bis Anfang November, wenn die Sonne ihr goldenes Licht auf die buntgefärbten Laubwälder scheinen lässt, dann hört man öfters den Ausdruck: Altweibersommer, hier bei uns «Autwiibersummer» ausgesprochen. Es gibt zwar verschiedene Interpretationen dazu, vom alten und zahnlos gewordenem Sommer, bis hin zu den fliegenden Gespinstfäden, welche an die Haare alter Frauen erinnern. Für mich hat der schöne Ausdruck nichts mit alten Weibern zu tun, denn «weiben» ist ein altdeutscher Ausdruck für das Weben und die Spinnweben, diese feinen Häärchen die beim spinnen und weben durch die Luft schweben und überall hängen bleiben. Diese vermitteln schon eher das richtige Bild vom «Aut-
wiibersummer». Wenn an einem schönen Herbsttag ein laues Lüftchen weht und viele kleine und junge Spinnen an ihren Spinnfäden durch die Luft fliegen und kaum gelandet «zännt’ume» neue Netzte spinnen. In der Morgensonne glitzern die Tau benetzten Spinnweben um die Wette und das ist ganz typisch im alten (späten) Sommer, im «Autwiibersummer».

Wermisell
In Milch gekochte und pürierte Maroni (Esskastanien), vermischt mit Butter, Zucker und etwas Kirsch, die ganze Masse wird durch die Vermicellespresse gedrückt und dadurch enstehen die ca. 15 cm langen Vermicelleswürmer, dazu Meringues und etwas Schlagrahm und fertig ist das so typische Herbstdessert, wer liebt es nicht? «Vermicelli», das italienische Würmchen, ist der Namensgeber, «Würmlisell ebe». Da gefällt mir die italienische Variante doch viel besser.

Der Näbu
Das lateinische «nebula», was soviel wie Dunst, Nebel, Wolke bedeutet ist der etwas unspäktakuläre Ursprung des Wortes. Viel interessanter ist aber, was denn eigentlich Nebel ist: Erst bei einer Sichtweite von weniger als einem Kilometer wird von Nebel gesprochen. Sichtweiten von einem bis etwa vier Kilometern gelten als Dunst. Bei einer Sichtweite von 500 bis 1000 Metern spricht man von einem leichten, bei 200 bis 500 Metern von einem mässigen und bei unter 200 Metern von einem starken Nebel. Von Laien wird dabei meistens nur eine Sichtweite von unter 300 Metern auch als Nebel wahrgenommen.

Herbscht, die wunderschöni Ziit, wenn’mer i d’Schwümm goht und mer cha ändlech wider wiud go Ässe, nei, go Wiud ässe natürlech.

De Suuser, das isch abg’leitet vom säuseln, liislig ruusche, zart raschle, wells e so tönt wenn’mer am Suuser loset und wenn’mer z’vill vo dem liislige Ruusche trinkt, de isch’mer angesäuselt, de raschlet mer ganz zart …
Freitag, 15.09.2017Gesundheit

Wussten Sie, dass am Spital Menziken Diabetesberatungen angeboten werden?

Bild: ZVG

Ziel der Beratungen
«Den Diabetes so weit wie möglich selbst in die Hand nehmen», dies ist für ALLE Beteiligten ein grosses Anliegen. Zusammen mit dem Spital Menziken bietet diabetesaargau individuelle angepasste Beratungen an, damit die Betroffenen (wenn nötig zusammen mit deren Angehörigen) den Umgang mit Diabetes im Alltag selbst bewältigen können. An erster Stelle bei den Beratungen sind immer die Ratsuchenden mit ihren Anliegen und Fragen zum Diabetes. Aber auch die ganzheitliche Betreuung zur Erhaltung der Lebensqualität, sowie die Verhütung von krankheitsbedingten Spätfolgen stehen bei den Beratungen im Zentrum.

Eine umfassende Diabetestherapie strebt die diplomierte Diabetesberaterin in enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen (Haus)-Arzt an. Damit dieses Beratungsangebot in der Nähe genutzt werden kann, bietet Frau Maria Wilders, Diabetesfachfrau Höfa 1 und Pflegefachfrau HF, regelmässig am Spital Menziken Sprechstunden an.

Angebot durch diabetesaargau am Spital Menziken
Die Sprechstunden finden wöchentlich am Dienstag am Spital Menziken statt. Terminvereinbarungen können unter der Telefonnummer von diabetesaargau (062 824 72 01) vereinbart werden.

Asana Gruppe
Spital Menziken
5737 Menziken
Telefon 062 765 31 31
www.spitalmenziken.ch


Freitag, 25.08.2017Polizei

Die Polizei rückt auch bei Ertrinkungsunfällen aus

Bild: ZVG

2,8 Millionen Schweizerinnen und Schweizer baden, schwimmen und haben Spass im Nass. Jährlich verletzen sich dabei 12 000 Personen, rund 20 ertrinken – davon ca. 16 im offenen Gewässer, 2 im Schwimmbad und einzelne beim Wasserspringen. Die Unfallrate hängt vom Badewetter ab.

Sommerzeit bedeutet Spass. Baden, Schwimmen und Schlauchbootfahren gehören in den warmen Tagen zu den beliebten Freizeitbeschäftigungen. Die Gefahren im Wasser werden aber oftmals unterschätzt.

Gut schwimmen können allein genügt nicht – im Wasser sollten auch Energiereserven und Gesundheit im grünen Bereich liegen. Schätzen Sie deshalb Ihre Fähigkeiten richtig ein, insbesondere beim Baden und Schwimmen in unbeaufsichtigten Gewässern, und benutzen Sie eine Auftriebshilfe.
Mit diesen Tipps schwimmen Sie obenauf:

  • Überprüfen Sie, ob Sie «wasserfit» sind. Lernen Sie schwimmen und schicken Sie Ihre Kinder in Schwimmkurse, wo sie den Wasser-Sicherheits-Check WSC absolvieren und Wasserkompetenz erwerben können. Schauen Sie sich dazu das Video auf wsc.bfu.ch an.
  • Informieren Sie sich über das Gewässer, in dem Sie baden möchten. Bleiben Sie am Meer im freigegebenen Bereich zwischen den Flaggen, am besten an den überwachten Stränden. Schwimmen Sie bei Zweifel an Ihrem Gesundheitszustand nur in einem überwachten Bad.
  • Behalten Sie Kinder am und im Wasser immer im Auge, Kleine in Griffnähe (max. 3 Schritte entfernt) auch wenn diese Schwimmhilfen tragen oder bereits etwas schwimmen können.
  • Beachten Sie die 6 Baderegeln der SLRG.
  • Tragen Sie beim Bootfahren gut sitzende Rettungswesten und verzichten Sie auf Alkohol. Beim Bootfahren gelten die gleichen Alkoholgrenzwerte wie im Strassenverkehr (0,25 mg/l) beachten Sie die Flussregeln der SLRG.

Weitere nützliche Informationen finden Sie immer unter www.bfu.ch

Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Freitag, 18.08.2017Haustier

Hyperthyreose der Katze

Bild: ZVG

«Dixie hat so stark abgenommen, aber sie frisst doch so viel. Hat sie vielleicht Würmer?» fragt uns die Besitzerin der 15-jährigen, dreifarbigen Hauskatze. Sie habe bereits mehrmals entwurmt, aber keine Würmer gefunden. Dixie sei zwar etwas ruhelos und vernachlässige die Fellpflege, sei aber sonst sehr munter. Tatsächlich hatte Dixie innerhalb eines halben Jahres mehr als 1 kg an Gewicht verloren, ihr Herzschlag war pochend und die Herzfrequenz zu hoch.

Wenn Katzen älter werden, und das ist mit dem medizinischen Fortschritt und der verbesserten Lebensqualität heutzutage immer häufiger der Fall, so haben wir es auch häufiger mit Alterserkrankungen zu tun. Eine dieser Erkrankungen, die «Hyperthyreose» (Überfunktion der Schilddrüse) hatten wir bei Dixie im Verdacht und daher eine Blutuntersuchung vorgeschlagen, bei welchem versucht wird, die häufigsten Alterserkrankungen auszuschliessen oder eben zu diagnostizieren. Der sogenannte Alterscheck wird in etwa ab dem 10. Lebensjahr empfohlen, um eine mögliche Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Die Untersuchung kann gut anlässlich einer Jahresimpfung geschehen, wenn das Tier zuvor 12 Stunden gefastet wurde. Neben dem Schilddrüsenwert werden dabei auch Nieren- und Leberwerte, Blutzucker und weitere relevante Blutwerte bestimmt. Bei Dixie war dann tatsächlich der Schilddrüsenwert (T4 oder Thyroxin) erhöht, was meistens durch einen gutartigen Tumor der Schilddrüse (diese befindet sich hinter dem Kehlkopf) verursacht wird. Da die betroffenen Katzen meistens schon älter sind, empfiehlt sich eine nicht invasive Therapie mit Medikamenten. Die kleinen rosa Pillen sehen ganz hübsch und schmackhaft aus, sind aber trotzdem gar nicht so einfach 2x täglich zu verabreichen. Dies führt manchmal zur alternativen Behandlung mit einer in der Ohrmuschel-Innenseite einzureibenden Salbe. Chirurgie oder Strahlentherapie werden selten eingesetzt, da diese Therapieformen viel aufwändiger sind. Dixie jedenfalls geht es mit den bunten Tabletten sehr gut. Sie hat wieder ihr Normalgewicht von 4.5 kg erreicht und feierte diesen Frühling ihren 17. Geburtstag.

P. Curschellas, Kleintierpraxis Dr.Küng, Beromünster

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Mittwoch, 16.08.2017Kinderapotheke

Unterwegs mit Homöopathie

Bild: ZVG

Langsam neigt sich die Sommerzeit zu Ende, der Herbst blickt schon um die Ecke. Es ist die Zeit, die zum Wandern einlädt, oder an der frischen Luft Sport zu treiben, ohne dass die sommerliche Hitze uns schon vorher den Schweiss auf die Stirn treten lässt. Doch leider gibt es dabei immer wieder Situationen, die uns den Spass verderben können. Schnell ist ein Fuss umgeknickt, wir stürzen oder stossen uns. Gerade unsere Kinder toben ja gerne miteinander; da kann es auch einmal die eine oder andere Prellung geben.

Wie gut, wenn man dann Arnica-Kügelchen dabei hat! Die kleinen Helfer bewirken neben der Schmerzlinderung schnell ein Abschwellen der Stossstellen. Sollten blaue Flecken hartnäckig bleiben, können Ledum-Kügelchen helfen. Beide erwähnten Mittel sind homöopathische Arzneimittel, die in diesen Fällen schnell und zuverlässig wirken.

Ungeliebte Begleiter unseres Outdoor-Vergnügens sind lästige Plagegeister wie Mücken und gerade zur Birnen- und Zwetschgenzeit auch Wespen, die gerne von den süssen Früchten naschen. Fühlen sie sich von uns Menschen gestört, stechen sie erbarmungslos zu und hinterlassen einen heftigen Schmerz, die Einstichstelle wird rot und schwillt an.

Was tun? Liegt keine Allergie vor, ist ein solcher Stich zumeist harmlos, wenn auch unangenehm. Gerade unsere Kinder leiden sehr unter einer solchen Attacke. Als Sofortmassnahme kann zunächst eine aufgeschnittene Zwiebel aufgelegt werden. Falls zur Hand, sind homöopathische Globuli mit dem Wirkstoff Apis das Mittel der Wahl. Zusätzlich kann ein kühlendes Gel sehr gute Dienste leisten. Diese Arzneimittel helfen, dass die rote schmerzende Beule bald schon vergessen sein kann und wir ungetrübt das Draussensein wieder geniessen können.

In jedem Fall sind Sie in der kinderapotheke herzlich willkommen und wir nehmen uns dem geplagten Kind – und natürlich auch Ihnen – gerne an.

Sabine Brentrup
Apothekerin
TopPharm Homberg Apotheke
zertifizierte medinform-kinderapotheke

Freitag, 11.08.2017Gesundheit

Die Ballenzehe

Bild: ZVG

Die Ballenzehe (Hallux valgus) stellt die häufigste Vorfussdeformität dar, die zur Vorstellung bei einem Orthopäden führt. Es handelt sich hierbei um eine zunehmende Fehlstellung der Grosszehe in Richtung Kleinzehen, bei gleichzeitiger Abweichung des ersten Mittelfussknochens Richtung Fussinnenrand. Dies führt zu den typischen, schmerzhaften Druckstellen durch das Schuhwerk. Die Patienten sind dadurch im Alltag in ihren körperlichen Aktivitäten oft erheblich eingeschränkt.

Frauen leiden häufiger unter einer Ballenzehe als Männer. Die Entstehung der Erkrankung wird aber durch mehrere Faktoren begünstigt. So können z.B. Schuhe mit hohem Absatz der Erkrankung Vorschub leisten, wenn eine familiäre Veranlagung besteht. Auch können Achsfehlstellungen der Beine oder Knick-Senkfussfehlstellungen die Entstehung begünstigen.

Anhand der geschilderten Beschwerden, der körperlichen Untersuchung und Mithilfe von Röntgenuntersuchungen des Fusses unter Belastung erfasst der Orthopäde das Stadium der Erkrankung.

Im Frühstadium können allgemeine Massnahmen die Beschwerden noch in ausreichendem Masse lindern und das Fortschreiten der Erkrankung verzögern. Der Arzt berät hinsichtlich Belastungsanpassung oder Wahl geeigneter Hilfsmittel, des geeigneten Schuhwerkes oder einer Schuhzurichtung. Auch kommen entzündungshemmende Schmerzmedikamente oder Salben zum Einsatz. In bestimmten Fällen kann begleitende Physiotherapie mit Muskelkräftigungs- und Dehnungsübungen sinnvoll sein.

In fortgeschrittenen Stadien kann die Operation die Achsfehlstellung korrigieren, einen Funktionsgewinn herbeiführen und vor allem die Schmerzsituation verbessern. Die Auswahl der richtigen Operationsmethode ist abhängig von der Ausprägung der Fehlstellung. Die Operation wird in der Regel im Rahmen eines kurzen Krankenhausaufenthaltes in Teilnarkose durchgeführt. Anschliessend erfolgt die Behandlung mit einem Spezialverband und die frühzeitige Mobilisation an Gehstützen mit Teilbelastung des Beines. Die Belastungssteigerung ist abhängig vom Operationsverfahren und dem individuellen Verlauf, kann in der Regel aber nach 2 Wochen erfolgen.

Dr. med. Bernd Heinrich

Freitag, 04.08.2016Gesundheit

Chirurgische Notfallversorgung

Bild: Pixabay

Die chirurgische Notfallversorgung am Spital Menziken funktioniert über das Belegarztsystem. Jeder der bisher drei chirurgischen Belegärzte – das heisst Chirurgen mit eigener Praxis, welche am Spital Menziken operieren – hat eine Woche durchgehend 24 Stunden Dienst und ist in dieser Zeit auf Pikett.

Will heissen, hat ein den Patienten aufnehmender Assistenzarzt Fragen zu Diagnostik und Therapie, kontaktiert er den Belegarzt, der dann Anweisungen zum weiteren Vorgehen erteilt, gegebenenfalls den Patienten selbst untersucht oder bei notwendigen Operationen (z.B. Blinddarm, verschobene Knochenbrüche etc.) diese durchführt.

Möchte ein Patient einen anderen behandelnden Chirurgen als den gerade diensthabenden zum Beispiel wegen eines schon bestehenden, vertrauensvollen Arzt-Patient-Verhältnisses, ist dies aufgrund der guten Kollegialität kein Problem. Die Assistenzärzte sind angewiesen, dann denjenigen Arzt zu kontaktieren, den der Patient wünscht. Meist (ausser im Urlaub) ist dieser auch erreichbar und kann die Behandlung übernehmen.

Genauso verhält es sich bei nochmaligen Konsultationen. Ist eine nochmalige Kontrolle nach der Notfallbehandlung bei einem Spezialarzt für Chirurgie oder Traumatologie notwendig, darf der Patient natürlich selbst wählen, wohin er sich in Behandlung begibt. Er ist keineswegs verpflichtet, sich an den gerade diensthabenden Chirurgen zu wenden.

In den meisten Fällen ist eine Weiterbehandlung beim Hausarzt vorgesehen. Hier besteht jedoch das Problem, das viele Patienten gar keinen Hausarzt mehr haben. Einerseits weil es leider immer weniger Hausärzte gibt, andererseits weil zum Beispiel nach einem Wohnortwechsel noch kein neuer Hausarzt gefunden wurde. Diese Patienten dürfen natürlich weiter zum diensthabenden Chirurgen oder einem chirurgischen Kollegen ihrer Wahl zur Kontrolle kommen, um ihnen eine kurzfristige Hausarztsuche, die meist schwierig ist, zu ersparen.

Ausnahmsweise können Patienten natürlich auch im Spital kontrolliert werden. Muss beispielsweise eine Wunde, die freitags versorgt wurde, am Sonntag kontrolliert werden, wird der Patient nochmals ins Spital bestellt.

Dies sollte jedoch die Ausnahme bleiben, um nicht noch höhere Kosten für die Gesundheitsversorgung zu generieren.

Abschliessend möchte ich noch darauf hinweisen, dass sich Patienten zu den normalen Praxisöffnungszeiten auch direkt in der Praxis zu einer Notfallbehandlung anmelden können. Unsere geschulten MPAs können nach Rücksprache mit uns einen sofortigen oder kurzfristigen Termin vergeben.

Dr. med. Michael Kettenring

Freitag, 04.08.2017Schwiizerdüütsch

... wenn eine en Lätsch zieht

Trämbu
«En Trämbu mache» oder «en Lätsch zieh». Auf deutsch wäre die Beschreibung in etwa so: Schmollmund, Hängemaul oder ein weinerliches Gesicht ziehen. Wahrscheinlich ist das Wort aus dem Begriff «trämelen, tremelen» entstanden, was eine Arbeit schlapp und murrend verrichten bedeutet. Ist ja aber auch irgendwie logisch, ich hätte auch einen Hängemund, wenn ich schlapp und murrend arbeiten soll.

umeplegere
Sitzen oder liegen wir faul herum und geniessen wir dieses süsse Nichtstun, dann sind wir am «plegere». Das interessante Wort hat eine etwas gruselige Herkunft: «Plegere» geht auf den Balg zurück, ein alter Begriff für die frisch abgezogene Haut oder das Fell eines Tieres. Im wahrsten Sinne des Wortes bedeutet also «umeplegere» nichts Anderes als auf der faulen Haut herumliegen. Vielleicht ist der Zusammenhang tatsächlich auf den müffeligen Duft zurückzuführen, der sich im Zimmer nach einem «Plegertag» breitmacht

nätsche
An jemandem seine üble Laune auslassen, widerreden, zanken, brummen, einfach unzufrieden herumnörgeln, viel Aufheben um Etwas machen. Der Ausdruck geht zurück auf «chnatsche»: hörbar kauen, schmatzend essen, gleich wie das eher bekannte «chätsche», mit viel Geräusch essen. Früher wurde das «nätsche» eher als plaudern und plappern über Andere während dem Essen gebraucht, hatte also eigentlich einen sympathischen Hintergrund. Wird nun also während dem «chätsche», dem Essen, noch dazu gesprochen und herumgenörgelt, so kann man sich vorstellen, dass das «es ordeligs Gnätsch» geben wird.

futtere
Seinen Unwillen über eine Person äussern, schimpfen, fluchen, poltern. Auch als halblautes schimpfen und unwirsch antworten bekannt. Abgeleitet wurde das Wort aus dem französischen «foudroyer» was in Etwa blitzen und donnern bedeutet. So gesehen ergibt «futtere» eigentlich ein schönes Bild, blitzend und donnernd reden.

schnädergfrässig
Ein wunderschönes, zweiteiliges Wort. Zusammengesetzt aus «schnädere», schnattern wie die Gänse, im Sinne von «wäffele», was auf gut Deutsch mit maulen zu übersetzen wäre und «gfrässig», gerne viel fressend, oder etwas freundlicher, viel essend, einen guten Appetit haben. Trifft jetzt also der hungrige Mensch auf eine Speise die ihm gar nicht passt, blutiges Fleisch als Beispiel, und er «wäffelet» und schnattert und will das Essen partout nicht haben, so ist er eben «schnädergfrässig». Jaja, man isst, was auf den Tisch kommt, da wird nicht rumgemault und schon gar nicht herumgeschnattert.

Wenn jetzt auso öpper bem fuettere futteret, denn dörft er definitiv mit em Fuetter ned zfride sii, er isch ebe schnädergfrässig. Huuuu, das git den es cheibe Gnätsch, und der Eint oder Ander wird en Trämbu mache …

Heijo, der Eint wott kei Gmües und der Ander sicher kein Chnobli im Salot, besch Du ou mängisch e chli schnädergfrässig? Und wie isch es de bem trinke? Git’s eigentlech de Begriff schnädergsüffig?
Freitag, 04.08.2017Kinderapotheke

Wenn die Seele leidet

Bild: ZVG

Für viele Kinder beginnt in diesen Tagen wieder ein wichtiger Abschnitt. Die Einen kommen in den Kindergarten, die Anderen in die Schule, viele auch «nur» eine Schulrunde weiter. Was bei einigen Kindern ein freudiges Kribbeln auslöst, kann anderen regelrechte Bauch- oder Kopfschmerzen bereiten. Nicht selten kommen Schlafstörungen dazu. Dauert der Zustand länger an, nehmen die Schulleistungen ab, was das Kind noch mehr belastet und schlussendlich zu einer negativen Spirale führt.

Die spezialisierten Mitarbeiterinnen der kinderapotheke kennen diese Probleme und unterstützen Sie gerne. Mit Erfolg empfehlen wir in solchen Situationen individuell zusammengestellte Bachblütenmischungen.

Im Gegensatz zu den anderen Heilmitteln der Schulmedizin, der Spagyrik, aber auch Homöopathie wirken die Bachblüten ausschliesslich auf der seelischen Ebene. Sie können also auch sonst zu jeder anderen Therapie dazu kombiniert werden – immer dann, wenn es unsere Seele schwer hat und (mit)leidet.

In einem persönlichen Gespräch mit dem Kind in einem unserer Betreuungsräume versuchen wir, die grundlegenden Probleme oder Unsicherheiten des Kindes herauszukristallisieren. Die zu den Schilderungen passenden Bachblüten helfen dem Kind, die innere Balance wieder zu finden und negative Gefühle in positive umzuwandeln. Manchmal ist bereits eine einzige Mischung, beziehungsweise die Therapie von 10 bis 14 Tagen ausreichend, um die Probleme zu lösen. Manchmal lösen sich Hindernisse auf und es tauchen neue «Baustellen» auf. Dann ist es Zeit für eine neue, angepasste Mischung.

Die Bachblüten-Mischungen fertigen wir je nach Tagesstruktur und Vorlieben des Kindes in Form eines Sprays oder in Form von Tropfen an.

Wir von der kinderapotheke freuen uns auf die strahlenden Kinder, die bald wieder stolz mit ihren bunten Schultaschen unterwegs sind. Wir wünschen Ihrem Kind viel Erfolg und Freude beim Schuleintritt oder beim Neustart nach den Sommerferien.

Barbara Kursawe
Apothekerin und Bachblüten-Therapeutin
TopPharm Homberg Apotheke
zertifizierte medinform-kinderapotheke

Mittwoch, 02.08.2017Gesundheit

«Offene Türen» anlässlich des Jubiläums 115 Jahre «Krankenasyl Oberwynen- und Seetal»

Bild: ZVG

Anlässlich seines Jubiläumsjahres, wird das Spital Menziken am 9. September 2017 von 10.00 bis 16.00 Uhr die Bevölkerung zum Tag der offenen Tür einladen. Die 115 Jahre, welche seit der Eröffnung vergangen sind, geben Anlass, einerseits zurück- und gleichzeitig auch vorwärtszuschauen. Erleben Sie historische Momente und modernen Spitalalltag. Erfahren Sie, wie sich das ehemalige «Krankenasyl» gemausert hat und heute für unsere Patientinnen und Patienten ein umfassendes medizinisches, therapeutisches und pflegerisches Leistungsspektrum anbietet, wobei dieser immer an Erster Stelle des Handelns sein soll.

Während sich der historische Teil im grossen Zelt befindet, welches für verschiedene Aktivitäten im September im Park aufgestellt sein wird, erhalten Sie Einblick in die heutige Versorgung auf einem spannenden Rundgang durch unser Spital. Zu entdecken gibt es den Operationssaal, den Bereich der Physiotherapie, den Notfall, die neuen Rettungswagen und Bettenstation. Erhalten Sie Informationen zu unserem Ambulatorium, zur Arbeitswelt und Berufsbildung, sowie zu Angeboten des Pflegeheims und vielem mehr. Weiter werden laufend Fachvorträge von internen Ärzten und Belegärzten geboten.

Die «historisch angehauchte Chilbi» in unserem Spitalpark wird zum Schlendern einladen. Kulinarisch können Sie sich im Zelt von einem breiten «Buffet wie anno dazumal» verwöhnen lassen. Natürlich gibt es auch für Kinder viel zu entdecken. Wie wäre es zum Beispiel, sich einen echten Gips anlegen zu lassen und diesen anschliessend nach Lust und Laune zu bemalen? In einen Löwen oder Schmetterling kann man sich im Nu beim Kinderschminken verwandeln lassen. Kleine Fischer werfen ihre Angelruten in unserem Gehbad aus. Und für alle Energiebündel steht eine sehr spezielle Hüpfburg zum Austoben bereit. Reservieren Sie sich schon heute den 9. September 2017 und freuen Sie sich auf viele unvergessliche Eindrücke und Erlebnisse im Spital Ihrer Nähe!

Asana Gruppe AG
Spital Menziken
Spitalstrasse 1, 5737 Menziken
Tel. 062 765 31 31

Mittwoch, 02.08.2017Haustier

Hundespass im kühlen Nass

Bild: ZVG

Ob an heimischen Seen, einem Bach oder Fluss, oder auch in den Sommerferien am Meer, viele Hunde lieben es, im Wasser zu toben. An heissen Sommertagen bietet das kühle Nass eine willkommene Abkühlung für Ihren Vierbeiner.

Nicht alle Hunde können schwimmen!
Es gibt Rassen, die durch ihren Körperbau oder ihre Behaarung nicht oder nur mit grossen Schwierigkeiten schwimmen können, so z.B der Basset Hound, Bulldoggen oder Möpse. Andere Rassen, wie z.B. Labradore, Golden Retriever etc., wurden extra für die Wasserarbeit gezüchtet. Sie lieben das Wasser von Natur aus.

Gewöhnen Sie Ihren Hund an Wasser und bringen Sie ihm das Schwimmen bei.
Hunde verausgaben sich sehr schnell im Wasser und können ihre Kräfte nicht richtig einteilen. Auch Hunde, die gut schwimmen, geraten mitunter in Schwierigkeiten. Es ertrinken immer wieder Hunde durch Erschöpfung, Unterkühlung oder Panik. Sicherheit bietet in so einem Fall die Schwimmweste für den Hund. Auf einem Boot oder Floss sollte Ihr Hund immer eine Schwimmweste tragen!

Sicherheitstipps beim Schwimmen mit dem Hund
Hunde sind in Sachen Sicherheit von ihrem Halter abhängig! Lassen Sie nur gesunde Hunde schwimmen. Hunde mit Herzerkrankungen, offenen Wunden oder einer Ohrenentzündung etc. müssen am Ufer bleiben.

  • Lassen Sie Ihren Hund niemals unbeaufsichtigt am oder im Wasser!
  • Das Schwimmen mit vollem Magen ist tabu!
  • Langsames heranführen ans kühle Nass bei heissen Temperaturen.
  • Den Hund nie an Orten mit starker Strömung schwimmen lassen!
  • Wenn Sie gemeinsam mit Ihrem Hund schwimmen, immer darauf achten, dass er Sie mit seinen Krallen nicht verletzten kann.
  • Achten Sie auf Glasscherben oder spitze Gegenstände im oder am Wasser.
  • Pfützen und stehende Gewässer können Bakterien (Leptospiren) beherbergen. Lassen Sie deshalb ihren Hund weder daraus trinken noch darin baden. Wir empfehlen Ihnen, den Hund gegen Leptospirose impfen zu lassen.
  • Nehmen Sie für Ihren Hund immer genügend Trinkwasser mit!
  • Nach einem Bad im Meer sollten Sie den Hund immer kurz abspülen.
  • Trocknen Sie die Ohren Ihres Hundes nach dem Schwimmen gut ab, um Reizungen und Infektionen vorzubeugen.
  • Jagdhunde und junge Hunde, die Wasservögel jagen, sollten in der Nähe von Gewässern immer an der Leine gehalten werden. Bringen Sie Ihrem Hund bei, dass er nur mit ihrer Zustimmung ins Wasser darf.
Beachten Sie Badeverbote und nehmen Sie Rücksicht auf andere Badegäste an Orten, an denen das Schwimmen mit Hunden erlaubt ist.

Freitag, 14.07.2017Schwiizerdüütsch

Es Reisli i d’Innerschwiiz

Nimmt man sich einmal «es Schutzli Ziit», ein bisschen Zeit, und besucht das wunderschöne Nidwalden im Herzen der Schweiz, so ist man bald mit dem nidwaldner Dialekt konfrontiert und während man das «Dui» doch schnell als unser Du versteht, wird es mit Begriffen wie «Syyweli» für Ferkel oder «fleite» für winken, schon schwieriger. Ein «Härdwäslig» ist ein Erdklumpen, eine «dunkelchriidigi Nacht» ist stockfinster und möchte jemand ein «Zwächili» so meint er ein Handtuch.

Tiirligiiger
Das ist doch ganz einfach zu übersetzen, ein Türengeiger. Noch keine Idee? Wenn die Türe quietscht und durch ständiges Öffnen und Schliessen wie ein Geigenkonzert tönt. Wwenn es sich bei dieser geigenden Türe um die WC-Türe handelt, ja dann, dann hat man eben den «Tiirligiiger», den Durchfall.

Ofetori
Kartoffelstock wird mit Butter, Eier und Käse gemischt, mit «Schpäckwürfeli» belegt und im Ofen überbacken, bis der «Nidwaud’ner Ofetori» eine goldgelbe Farbe angenommen hat. Preiswert, sehr schmackhaft, einfach zuzubereiten und zusammen mit frischem Salat oder als Beilage zu einem Fleischgericht serviert, ist der «Ofetori» sehr vielseitig zu geniessen. Und weil das Gericht durch das Ofentor, die Ofentüre, rein und wieder raus muss, erklärt sich der Name ganz von selbst.

g’hirme
Ein «Hirmi» ist ein Ruheplätzchen, besonders, oder gerade, an Bergpfaden, eine Vorrichtung zum Ausruhen. Das kann ein Stein oder eine Bank sein – oftmals sogar gedeckt. Das Tatwort dazu «hirme» oder «g’hirme» bedeutet also sich ausruhen, vor Müdigkeit eine kurze Rast einlegen, «g’ruihe» wäre das bei uns. Die Herkunft ist nicht klar beschrieben, wahrscheinlich sind aber die Begriffe wie Mühe und müde aus demselben Ursprung entstanden.

kollatze
Auch als «challatze oder kallatz’ne» bekannt. Der Ursprung liegt im lateinischen «collationem» was in Etwa, ein Essen für mehrere Personen vorbereiten, bedeutet. Daraus wurde im Italienischen der Ausdruck «colazione» für Frühstück. Weil «colazione» nun doch ein schwieriges Wort ist, wurde daraus das nidwaldnerische «kollatze», im Sinne von zusammen frühstücken, «zäme z’Mörgele ebe». Das war aber nicht immer so: Früher wurde «kallatze» eher als kleiner Imbiss vor dem eigentlichen Essen, durchaus mit Getränken, verwendet, «es Aperöli ebe». Um 1560 wurde folgender Satz niedergeschrieben: «Im Wirtshüs han’i vor’em heimgoh no eppis g’chalatzet» und 1616 merkte ein Pfarrer an: «es sollet auch die Wirt an Fyrtägen, ob das der Gottsdienst üis ist, niemanden zu chalatzen geben». Tja, dass waren noch Zeiten, nix «Aperöli» bis dass die Kirche aus war.

Es Reissäckli isch es grüens Boueletäschli wo für d’Froue und Manne zur Nidwaudner Tracht derzue g’hört, es Säckli wo’mer mit uf d’Reis nimmt, wenn mer haut underwägs isch, isch doch no gäbig. Und sit das Säckli ebe zur Tracht g’hört, säge d’Tschifeler (d’Obwaudner) i de Nidwaudner ebe Reissäckler.


Es Fazeneetli (fazzoletto), es Nastuech, zeigt wie nöch d’Nidwaudner a Italie sind, s’rote Nastuech isch en Beschtandteil vo de Tracht und die ledige Manne löhnd’s amigs äxtra zum Hosebumper lo use hange, heijo, vo nüüt chunnt nüüt …
Freitag, 14.07.2017Polizei

Verhalten in einem Kreisel

Bild: ZVG

Rund, oval, drei oder vier Ausfahrten, doppelspurig, Lichtsignalanlage und Querung der Eisenbahn usw. Wir erklären Ihnen das richtige Verhalten im Kreisverkehr.

Was sagt das Gesetz?
Gemäss Artikel 41b der Verkehrsregelverordnung muss der Führer vor der Einfahrt in einen Kreisverkehrsplatz die Geschwindigkeit mässigen und den im Kreis von links herannahenden Fahrzeugen den Vortritt lassen. Bei der Einfahrt in den Kreisverkehrsplatz und, sofern kein Fahrstreifenwechsel erfolgt, bei der Fahrt im Kreis, muss der Führer die Richtung nicht anzeigen. Das Verlassen des Kreises muss jedoch angezeigt werden. Im Kreisel dürfen Velofahrer vom Gebot des Rechtsfahrens - auch bei Kreiseln mit mehreren Fahrstreifen - abweichen und in der Mitte der Fahrbahn fahren.

In den Kreisel einfahren:

  • Verlangsamen Sie vor dem Kreisel die Geschwindigkeit, seinen Sie bremsbereit.
  • Beim Einfahren in einen Kreisel müssen Sie kein Zeichen geben, da keine Richtungsänderung erfolgt.
  • Schauen Sie primär nach links, ob sich ein vortrittsberechtigtes Fahrzeug nähert. Gewähren Sie den Fahrzeugen von links den Vortritt, auch wenn diese noch nicht im Kreisel sind. Der von links kommende Fahrzeuglenker darf nicht behindert werden.
  • Fürs Einspuren bei Kreiseln mit mehreren Fahrstreifen benützen Sie den rechten Fahrstreifen, wenn Sie den Kreisel an der ersten oder zweiten Ausfahrt verlassen. Für alle anderen Ausfahrten bleiben Sie auf dem linken Fahrstreifen.

Den Kreisel verlassen:

  • Das Verlassen des Kreisels müssen Sie anzeigen.
  • Schneiden Sie anderen Verkehrsteilnehmern, insbesondere Zweiradfahrern, nicht den Weg ab.
  • Wenn Sie im Kreisel den Fahrstreifen wechseln müssen, um den Kreisel zu verlassen, dann haben Sie keinen Vortritt. Zeigen Sie allfällige Fahrstreifenwechsel an.

Wichtig:
Nicht einfach «Chopf abe ond dore», verlangsamen vor dem Kreisel! Nehmen Sie Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer!

Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Donnerstag, 06.07.2017Gesundheit

Schneiden oder nicht schneiden

Bild: ZVG

Schneiden oder nicht schneiden – diese Entscheidung ist in der Chirurgie nicht immer leicht. Manchmal ist sie das: Wird die Diagnose einer akuten Blinddarmentzündung, eines Oberschenkelbruches oder einer operativ behandelbaren, bösartigen Erkrankung gestellt, besteht die Notwendigkeit zur Operation.

Kann man jedoch Krankheiten oder Verletzungen mit einem chirurgischen Eingriff gut behandeln, hat aber auch befriedigende Ergebnisse ohne Operation, sieht die Entscheidungsfindung schon anders aus.

Bei einem Einklemmungssyndrom an der Schulter, einem sogenannten Schulterimpingment beispielsweise betragen die Erfolgsraten nach Operation, bei der man den einklemmenden Sehnenansätzen mehr Platz verschafft, ca. 85 – 90%.
Behandelt man die gleiche Erkrankung konservativ, das heisst mit ein bis zwei Injektionen unter den Schulterdachknochen mit anschliessender Physiotherapie und Instruktion eines Heimprogramms, kann man von einer Erfolgsrate von ca. 70 bis 75% ausgehen.

Hier ist die Erfolgsaussicht für die Operation zwar höher, man operiert jedoch jeden 6. bis 10. Patienten vergeblich, das heisst, man erreicht ein für den Patienten nicht befriedigendes Ergebnis. Bei einer konservativen Therapie kann man in diesem Beispiel 3 von 4 Patienten gut behandeln, dem vierten könnte man ja dann immer noch zu einer Operation raten. Abgesehen davon, dass man mit einer Operation die Beschwerden des Patienten auch deutlich vergrössern kann.

Auch bei noch unterschiedlicheren prozentualen Erfolgsergebnissen tendiere ich klar dazu, wo immer man eine akzeptable Aussicht auf eine Heilung ohne Operation hat, sollte man diesen Weg favorisieren.

Ich sehe leider auch in meiner Praxis immer wieder Fälle, die vor allem am Schultergelenk zu schnell operiert wurden. Und leider gibt es hier auch eine Stadt-/Landverteilung. Dort, wo viele Schulterchirurgen auf einen begrenzten Raum kommen, wie in grösseren Städten, ist die Operationsrate deutlich höher als anderswo. Dies ist – wie ich schon in mehreren Artikeln angemerkt habe - kein Ruhmesblatt für unsere Zunft.

Letztendlich ist die Entscheidungsfindung –schneiden oder nicht schneiden – ein Prozess zwischen Arzt und Patient, bei welchem auch noch andere Kriterien, wie Dauer der Rekonvaleszenz und Arbeitsunfähigkeit, Alter, sportliche Betätigung, soziales Umfeld etc. eine Rolle spielen.

Dr. med. Michael Kettenring

Donnerstag, 06.07.2017Haustier

Vierbeiniges Feriensouvenir

Bild: ZVG

Zugegeben: Es zeugt von der unendlichen Tierliebe vieler Menschen, wenn sie bei den leidenden, kranken oder misshandelten Tieren, die sie in fremden Ländern antreffen, nicht einfach wegschauen. Jedoch enden gut gemeinte Rettungsaktionen nicht immer wie gewünscht. Ein Tier aus den Ferien mit nach Hause zu nehmen, muss gut überlegt und geplant sein.

Informieren Sie sich über die Einreisebestimmungen, weil Sie sich bei einem illegalen Import von Heimtieren straffällig machen, und dabei riskieren, dass das importierte Tier in der Schweiz dann amtlich angeordnet euthanasiert werden muss. Vor allem in südlichen Ländern sind die Tiere von teils unheilbaren Krankheiten befallen, welche auch für den Menschen, insbesondere Kinder, ansteckend und gefährlich sein können. Vielleicht finden Sie eine Tierschutzorganisation vor Ort, die sich mit Ihrer finanziellen Unterstützung um die Situation kümmert, oder sie unterstützen aus der Schweiz seriöse Tierschutzorganisationen oder Vermittlungsstellen.

Wenn Sie sich aber schon immer ein Haustier gewünscht haben, keine eigenen Hunde und Katzen haben, und ein Tier nicht nur aus karitativen Zwecken adoptieren möchten, so müssen Sie sich zuerst absichern, dass kein Besitzer Anspruch auf das Tier erhebt. Danach ist der Gang zum Tierarzt für einen gründlichen Untersuch mit Blutuntersuch (bei Hunden) unverzichtbar. Das Tier muss mit einem Microchip identifiziert und mindestens 3 Wochen vor der Einreise in die Schweiz gegen Tollwut geimpft werden, was im zu erstellenden Heimtierpass eingetragen wird. Bei zwei Wochen Ferienaufenthalt wird das schon schwierig. An der Grenze muss das Tier verzollt und in der Schweiz durch einen Tierarzt in der Datenbank Amicus eintragen werden, nachdem Sie sich als Hundehalter auf der Gemeinde registriert haben. Oft sind die Findeltiere schlecht sozialisiert und durch ihre unglückliche Lebensgeschichte geprägt. Auf die neuen Besitzer wartet also eine grosse Aufgabe.

Seriöse Organisationen, welche Tiere aus dem Ausland in die Schweiz vermitteln, verhelfen zwar dem Einzeltier zu einem besseren Leben, aber ändern leider oft nichts an der prekären Situation im Herkunftsland.

Und da wäre noch die Geschichte der Italien-Heimkehrer, die den Hund, welcher jeden Tag am Strand streunte und so anhänglich war, mit in die Schweiz nahmen. Hier stellte sich dann nach dem Ablesen des Microchips heraus, dass der Hund einem holländischen Feriengast am gleichen Strand gehörte, welcher ihn bereits vermisste. An der Raststätte zwischen der Schweiz und Holland fand dann die Rückgabe statt.

Freitag, 30.06.2017Polizei

Gute Autokindersitze schützen Leben

Bild: ZVG

Die Themen Sicherheitsgurten und Autokindersitze geben immer wieder Anlass für viele Fragen. Zudem müssen wir bei Verkehrskontrollen immer wieder feststellen, dass Führer und Mitfahrer oft nicht angeschnallt und Kinder nicht richtig gesichert sind. Auch auf kurzen Fahrten ist es wichtig, sich und die Mitfahrenden richtig anzuschnallen.

Die Ordnungsbussentatbestände bei Verkehrskontrollen lauten wie folgt:

Ziff. 312.1
Nichttragen der Sicherheitsgurten durch die Fahrzeugführerin oder den Fahrzeugführer

Ziff. 312.2
Mitführen eines nicht gesicherten Kindes unter 12 Jahren

Ziff. 800.1
Nichttragen der Sicherheitsgurten durch die Mitfahrerin oder den Mitfahrer

Die Ordnungsbusse beträgt in allen Fällen Fr. 60.–

Wir verweisen Sie auf die neu erschienene TCSBroschüre: «Auto-Kindersitze 2017». Diese sehr umfassend informative Broschüre können Sie auf jeder Polizeidienststelle gratis beziehen. Bei Möglichkeit informieren Sie sich bitte auch unter folgendem Link:
https://www.tcs.ch/de/testberichte-rat/kindersitze/kinder-richtig-sichern.php. Flyer sind auf dieser Website auch in verschiedenen Sprachen zum Bestellen und zum Herunterladen bereit.

Haben Sie Fragen, melden Sie sich bei ihrem Polizeiposten.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Donnerstag, 29.06.2017Gesundheit

Rettungsdienst des Spitals Menziken

Bild: ZVG

Der Rettungsdienst des Asana Spitals Menziken ist 24 Std./365 Tage einsatzbereit und leistet jährlich rund 1500 Einsätze. Das Einsatzgebiet umfasst insgesamt 15 Gemeinden im Wynen- und Suhrental, sowie westlich des Hallwilersees und zusätzlich die Gemeinde Pfeffikon im Kanton Luzern. Um eine optimale Abdeckung des Einsatzgebietes sicherzustellen, ist an Wochentagen tagsüber zusätzlich eine zweite Equipe im Einsatz.

Der primäre Leistungsauftrag des Rettungsdienstes ist die rettungsdienstliche Notfallversorgung im Einsatzgebiet rund um das Spital Menziken. Sie umfasst alle Massnahmen zur Erhaltung der Vitalfunktionen, zur Vermeidung von Sekundärschädigungen und zur Linderung von Schmerzen. Das übergeordnete Ziel ist die kompetente Durchführung aller nötigen Massnahmen vor und während dem Transport bis zur Übergabe im Zielspital. In der einsatzfreien Zeit unterstützen die Mitarbeitenden des Rettungsdienstes die verschiedenen Abteilungen des Spitals Menziken in der Patientenversorgung und Betreuung. Vor allem in den Bereichen Notfallstation, Anästhesie und auf den Akutabteilungen sind die Mitarbeiter des Rettungsdienstes regelmässig unterstützend tätig, wobei unabhängig von der Tätigkeit immer sichergestellt wird, dass bei einem Einsatz unverzüglich ausgerückt werden kann. Alle Einsätze werden von der Sanitätsnotrufzentrale 144 in Aarau koordiniert. Selbstverständlich wird der Rettungsdienst des Spitals Menziken auch für Einsätze ausserhalb seines primären Einsatzgebietes aufgeboten, wenn der zuständige Rettungsdienst keine Kapazität hat. Jedes Team ist durch mindestens einen Rettungssanitäter (Anerkennung Stufe Dipl. Höhere Fachschule) besetzt. Zusätzlich kommen Experten in Anästhesiepflege NDS HF zum Einsatz, welche über erweiterte medizinische Kompetenzen verfügen.

Der Rettungsdienst des Spitals Menziken pflegt einen intensiven Kontakt mit seinen Partnerorganisationen, den Feuerwehren im Einsatzgebiet, der Regionalpolizei aargauSüd und der Kantonspolizei Aargau. Insbesondere mit der Stützpunktfeuerwehr Oberwynental besteht eine enge Zusammenarbeit. In regelmässigen Übungen werden gemeinsame Einsätze simuliert und Abläufe trainiert.

Asana Gruppe AG
Spital Menziken
Spitalstrasse 1
5737 Menziken
Tel. 062 765 31 31

Freitag, 23.06.2017Schwiizerdüütsch

... wenn mer gigelet bem chüschele

chüschele

«Chüschele», das verstohlen miteinander reden, flüstern. Obwohl man sich beim «chüschele» naturgemäss sehr nahekommt, hat es leider nichts mit kuscheln zu tun. Das heute eher unbekannte Wort kosen für reden, plaudern, erzählen, steht dahinter. Liebkosen, das liebevolle und sehr vertraut miteinander sprechen, ist sicher noch bekannt. Wobei man heute mit liebkosen wohl eher streicheln und miteinander zärtlich sein meint. Nun, scheinbar ist kuscheln doch nicht so weit vom «chüschele» entfernt und der Unterschied liegt einzig darin, ob man miteinander spricht oder eben nicht. Wer weiss?

gigele

Kichern, in kurzen Tönen, auch ohne Ursache lachen, vor lachen vergehen. Ein Kinderspiel beschreibt es sehr schön: Man sitzt einander gegenüber und versucht den Mitspieler ohne Worte zum Lachen zu bringen. Wer zuerst «gigelet» hat verloren und muss ein Pfand abgegeben. Einzige Regel: wenn man die Zähne sieht, gilt dies als Lachen. Der Begriff «gigele» kommt von der Geige, vom geigen oder eben «giigele» und kann als lautnachmachend umschrieben werden, man tönt wie eine Geige. Es wird auch als schreien wie der Specht umschrieben, was mich doch ein bisschen verwirrt, es muss schrecklich tönen, wenn ein Specht schreit, oder etwa nicht?

bäje

Auch «bäie» oder «bäihe». Etwas durch Einwirken von Wärme (Sonne, Feuer oder warmem Wasser) langsam erweichen, halb schmoren, anrösten. Gut erklärend ist folgende Aussage dazu: «Ich ha d’Brotwürscht gärn guet brötlet, ned nume a’bäiet», gut angebraten, nicht nur warm gemacht. Und wer hat nicht in der Jugendzeit eine Brotscheibe über den glühenden Kohlen eines Lagerfeuers «a’bäiet», das war doch manchmal besser als die Cervelat dazu, oder? Hmmmm, «es Bäihibrot ebe», oder auf gut englisch: ein Toast.

nosche

«Es G’nosch», ein Durcheinander, entsteht, wenn man in Etwas «ume’noschet». »Nosche» bedeutet in etwas herumwühlen, suchen oder stöbern und es dadurch in Unordnung bringen. Hat man diese Unordnung dann perfektioniert und man findet das Gesuchte gar nicht mehr, so ist es definitiv «ver’noschet», verstecken ohne zu Wissen wo. Nun, wer hat noch nie etwas «ver’noschet»? Ein Ursprung des Wortes ist mir leider nicht bekannt, ein «Noscheli» oder «Nuscheli», das Schmusetuch der Kleinkinder, hat direkt nichts mit «noschen» zu tun, eher mit nuscheln, dem undeutlichen Sprechen. Gut, irgendwie logisch, mit einem Tuch im Mund, oder nicht?

Übrigens, en verbäite Mönsch isch eine wo d’Chälti ned verliide mag, en Ofebrüeter het mer ou derzue g‘seit, hüt würdi mer auwäg ehnder Warmduscher säge. Hihihi, irgendwie füehle ich mech so verbäit …

Lache isch g’sund und wenn mer vor luuter lache wie en Giige tönt, denn gigelet mer, mer posuunet und trompetet, es ganzes Orcheschter ertönt. Gits eigentlech de Usdruck saxofone?
Freitag, 16.06.2017Haustier

Auf den Zahn gefühlt

Bild: ZVG

Zahnschmerzen sind etwas sehr Belastendes, nicht nur für uns, sondern auch für unsere lieben Vierbeiner. Regelmässige Zahnpflege und Zahnkontrolle empfiehlt sich deshalb auch bei unseren Haustieren.

Zur Stärkung des Gebisses und vorbeugend gegen Zahnsteinbildung können Kauartikel oder Kauspielzeuge eingesetzt werden. Bei sehr kooperativen Tieren und Angewöhnung ist auch Zähneputzen möglich. In der Tierarztpraxis wird bei Untersuchungen vor Impfungen oder bei Routinechecks das Gebiss kontrolliert. Bei Welpen stehen die Zahnstellung und die Vollständigkeit des Gebisses im Vordergrund. Beim erwachsenen Tier wird vermehrt auf Zahnstein, Zahnfleischentzündung, Parodontose und abgebrochene Zähne geachtet. Da die meisten Tiere trotz Schmerzen noch fressen, kann man nicht davon ausgehen, dass ein leerer Futternapf eine Garantie für ein gesundes Maul ist. Bei Problemen fällt aber oft auf, dass das Fressverhalten sich verändert hat, z.B. wird mehr geschlungen, einseitig oder langsamer gefressen.

Manchmal unterbrechen die Tiere das Fressen und verlassen sogar zwischendurch den Futternapf. Auch ein starker Maulgeruch bis -gestank kann auf eine Erkrankung im Maul hindeuten. Genauere Untersuchungen können vom Tierarzt am Besten in Narkose durchgeführt werden. Wenn das Tier schläft, wird zuerst der Zahnstein mit Ultraschall entfernt, damit die Zähne genauer beurteilt werden können. Zusätzlich sind je nach Situation noch Röntgenbilder nötig. So können Erkrankungen der Zahnwurzeln und des Zahnhalteapparats erkannt und behandelt werden. Bei wackelnden oder gespaltenen Zähnen oder Wurzelabszessen bleibt oft nur die Extraktion des ganzen Zahnes übrig. Mit dem Verlust von Zähnen kommen unsere Hunde und Katzen aber sehr gut klar. Sobald der schmerzende Zahn weg ist, erholt sich das Zahnfleisch sehr schnell und die Tiere fressen wieder mit gutem Appetit.

Neben Zahnproblemen können im Maul auch weitere Krankheiten vorkommen, wie z.B. Tumore oder autoimmunbedingte Entzündungen. Im Gegensatz zu Hunden und Katzen, wachsen die Zähne bei Kaninchen und Nagern das ganze Leben lang weiter. Die Kontrolle von Gewicht und Fressverhalten ist deshalb auch bei diesen Tierchen empfehlenswert, um Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen oder Unklarheiten an uns oder Ihren Tierarzt. Wir beraten Sie gerne!

Freitag, 16.06.2017Gesundheit

Künstliche Hüftgelenke: Neues und Bewährtes

Bild: ZVG

Die Abnützung des Gelenkknorpels (Arthrose), ist die häufigste Gelenkerkrankung des Erwachsenen. Hüft- und Kniegelenke sind besonders häufig betroffen. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung hilft oft nur noch der Ersatz des Gelenkes durch ein sogenanntes künstliches Gelenk, auch Prothese genannt.

Durch stetige Verbesserung der Operationsmethoden und Implantate ist der künstliche Ersatz des Hüftgelenkes zu einer der erfolgreichsten orthopädischen Operationen überhaupt geworden und stellt eine sichere Methode dar, die Lebensqualität zu verbessern und den Erhalt der Mobilität langfristig zu gewährleisten. Ob eine operationsbedürftige Arthrose vorliegt, kann im Rahmen einer ambulanten Vorstellung in der orthopädischen Sprechstunde geklärt werden. Nach einem Gespräch, in dem die Art, Dauer und Ausprägung der Beschwerden erfragt werden, kann anhand der Untersuchung durch den Orthopäden und der gegebenenfalls ergänzend angefertigten Röntgenbilder ein Behandlungskonzept erstellt werden. In bestimmten Fällen ist zusätzlich die diagnostische und therapeutische Infiltration (Spritze ins Gelenk) durch den Orthopäden hilfreich.

Seit einigen Jahren kommen beim Einbringen künstlicher Hüftgelenke neben den «alten» Operationsmethoden auch besonders gewebeschonende, neue Operationsverfahren zum Einsatz. Der «kleine Schnitt», am Ende sichtbar durch die kürzere Hautnarbe, ist jedoch nur ein Merkmal dieser Operationsverfahren und alleine kein Garant für ein gewebeschonendes Vorgehen. Wesentlich wichtiger und entscheidend ist die Schonung der Muskulatur, um die Belastung des Körpers durch die Operation so gering wie möglich zu halten. Hierdurch kann in der Regel eine schnellere Regeneration und Mobilisation sowie früher wieder ein hohes Aktivitätsniveau erreicht werden.

Der Aufschwung und Erfolg der neuen Operationsmethoden wurde durch die konsequente und zielgerichtete Ausbildung der Ärzte ermöglicht und durch die Weiterentwicklung der Operationsinstrumente begünstigt. Dadurch können wir Orthopäden, die uns seit Jahren vertrauten und bewährten Implantate, trotz des kleineren «Zugangsweges» der muskelschonenden Operationstechnik, weiterhin optimal platzieren. Somit ist der Grundstein für eine lange Haltbarkeit des künstlichen Hüftgelenkes und Zufriedenheit unserer Patienten gelegt. Dr. med. Bernd Heinrich

Freitag, 16.06.2017Polizei

Lernfahrten: Das müssen Sie wissen

Irgendwann kommt der Tag: Ihre Tochter oder der Sohn möchten Autofahren lernen und Sie sollen sie oder ihn auf Übungsfahrten begleiten. Neben guten Nerven sind dabei noch andere Voraussetzungen und Bedingungen wichtig. Wir geben Ihnen eine Anleitung.

Allgemein:

  • Lernfahren sind grundsätzlich nur innerhalb der Schweiz erlaubt.
  • Bei jeder Lernfahrt muss ein «L» am Fahrzeug sichtbar befestigt sein.
  • Ausserhalb der Familie darf man nur eine Person pro Jahr auf Lernfahrten begleiten.
  • Die Handbremse muss beim Tragen des Sicherheitsgurtes wirksam durch die Begleitperson betätigt werden können.

Anforderungen an den Begleiter:

  • Die Begleitperson muss mindestens 23 Jahre alt sein.
  • Die Begleitperson muss seit wenigstens drei Jahren den entsprechenden Führerausweis besitzen und diesen nicht mehr auf Probe haben.
  • Die Begleitperson muss Fahrausweis und Fahrzeugpapiere mit sich führen.
  • Die Begleitperson darf nicht alkoholisiert sein.

Haftung und Versicherung:

  • Die Begleitpersonen müssen dafür besorgt sein, dass die Lernfahrt gefahrlos durchgeführt wird und die Verkehrsvorschriften eingehalten werden. Sie sind haftbar bei privaten Lernfahrten und können bestraft werden.
  • Für Begleiter von Lernfahrten reicht die normale Haftpflichtversicherung. Allerdings lohnt es sich kurz zu prüfen, ob man bei Versicherungsabschluss – um Prämien zu sparen – Lernfahrten nicht ausgeschlossen hat.

Bei Lernfahrten der Kategorien A1, A, B1 und F ist nicht zwingend eine Begleitperson mitzuführen. Mitfahrende müssen jedoch im Besitz des Führerausweises der entsprechenden Kategorie sein.

Lernfahrer dürfen verkehrsreiche Strassen erst befahren, wenn sie genügend ausgebildet sind, Autobahnen und Autostrassen erst, wenn sie prüfungsreif sind. Auf verkehrsreichen Strassen sind Anfahren in Steigungen, Wenden, Rückwärtsfahren und ähnliche Übungen untersagt.

Wir wünschen Ihnen weiterhin gute Fahrt!

Ihre Regionalpolizei.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Freitag, 16.06.2017Kinderapotheke

Eine Bindehautenzündung trifft Gross und Klein

Bild: ZVG

Bindehautentzündungen haben das ganze Jahr Saison – dennoch sehen wir die roten Augen in der Sommerzeit noch häufiger in der Apotheke. Als Bindehaut wird die feine, durchsichtige Schleimhaut bezeichnet, welche die Innenseite der Augen und den vorderen Teil des Augapfels bedeckt. Durch äussere Einflüsse wie Fremdkörper (Staub), chemische Reize (chlorhaltiges Wasser), Allergene (Tierhaare) und Krankheitserreger (meist Viren, seltener Bakterien) können Bindehautentzündungen ausgelöst werden. Im Säuglingsalter kommt als Ursache ein verstopfter Tränenkanal dazu. Bindehautentzündungen, welche durch Viren oder Bakterien ausgelöst wurden, sind ansteckend. So ist bei einer Infektion zunächst nur ein Auge betroffen, 1 bis 2 Tage später häufig auch das andere. Die Keime werden durch Schmier- oder Tröpfcheninfektion mit dem Augensekret über die Hände oder Gegenstände wie zum Beispiel Handtücher einfach auf weitere Personen übertragen. Bindehautentzündungen äussern sich je nach Infektion unterschiedlich. Manchmal sind die Augen morgens durch Sekret verklebt, manchmal sind sie gerötet, tränen und jucken stark. Auch ein Fremdkörpergefühl und das Brennen im Auge sind typische Anzeichen einer Bindehautentzündung. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Bindehautentzündung. Gerne nehmen wir uns für die Abklärung Zeit und stellen mit Ihnen zusammen einen altersgerechten Therapieplan zusammen. Stellen wir Komplikationen oder ein komplexes Krankheitsbild fest, überweisen wir Sie oder Ihr Kind an den Kinderarzt oder an den Augenarzt. Nutzen Sie Ihre kinderapotheke als erste Anlaufstelle wenn es um die roten Augen Ihrer Kinder geht – ohne Wartezeit und ohne Voranmeldung – sind wir gerne für Sie da. Seline Spahr, Pharma-Assistentin TopPharm Homberg Apotheke, zertifizierte medinform-kinderapotheke

Dienstag, 09.05.2017Schwiizerdüütsch

Ich sött uf’s Aabee!

Aabee

Ich weiss nicht ob der Ausdruck Aabee nur in der Schweiz üblich ist, egal, die korrekte Beschreibung? Eine sanitäre Einrichtung zur Aufnahme von Körperausscheidungen. AB als Abkürzung, ausgesprochen Aabee, steht für Abort, einen Ab-Ort. Das ist ganz einfach ein abgelegener Ort, eine Stelle fern der Stras­se gelegen, was ja auch irgendwie Sinn macht.

Weecee

Etwas moderner als der Abort tönt Weecee, WC, die Abkürzung aus dem englischen water closet (mit dem closet ist ganz einfach ein begehbarer Schrank gemeint, in unserem Fall Wasserklosett, sogar mit einem Wasseranschluss). Ganz ehrlich, ich habe mir bis jetzt noch nie Gedanken über begehbare Schränke gemacht, wenn ich mich aber so an früher erinnere, es Schiissihüüsli war ja nicht wirklich grösser als ein Schrank und die moderne Variante, das ToiToi, ergibt für mich das gleiche Bild. Immerhin wissen wir jetzt, woher die im Deutschen übliche Abkürzung Klo kommt. Und als Ergänzung: D’Tualette kommt vom französischen toilette, was ganz einfach ein Tüchlein meint – auch das macht Sinn, oder?

Dienstag, 09.05.2017Haustier

Die Kastration der Kätzin

Bild: ZVG

Es ist Frühling und die jungen Katzen erblicken das Licht der Welt. Jedoch ist nicht überall Katzennachwuchs erwünscht und die Überpopulation kann auch zu Problemen führen. Rechnet man die zweimonatige Trächtigkeitsdauer zurück, so werden die Katzen also ca. ab März gedeckt und die Rolligkeit beginnt bei Freiläufern im Februar (abhängig von den aktuellen Klima- und Wetterverhältnissen).

Der Ausdruck Rolligkeit hat seinen Ursprung in der Tatsache, dass sich die Kätzinnen in der Zeit der Empfangsbereitschaft über den Rücken hin und her rollen. In dieser Zeit sind die Kätzinnen nervös, schreien und sind unruhig (daher müssen in der Regel auch Wohnungskatzen kastriert werden).

Um die Katzenpopulation unter Kontrolle zu halten, das Zusammenleben erträglich zu machen und unerwünschten Nachwuchs zu verhindern, wird daher die Kastration der Kätzin vor der Rolligkeit empfohlen. Dabei handelt es sich um einen Routineeingriff, der meistens im Alter von ca. 7 Monaten in jeder Tierarztpraxis durchgeführt werden kann. Nachdem die Katze nüchtern in der Praxis abgegeben wird, erhält sie nach einem kurzen klinischen Untersuch die eine Narkose. Nach wenigen Minuten schläft sie dann bereits tief und fest und die Tiermedizinische Praxisassistentin beginnt mit den Operationsvorbereitungen: Die Katze wird auf dem Rücken auf dem Kastrationsbrett ausgebunden, der Bauch geschoren, gewaschen und desinfiziert. Was nun wohl die meisten, auch die Schnupperlehrlinge, jeweils überrascht: Nun wird das Brett gekippt, so dass die Katze kopfüber (also praktisch im Handstand) vor dem Operateur hängt. Diese Lagerung hat den Vorteil, dass sich die Darmschlingen der Katze nach vorne/unten verlagern und damit den Zugang zu den an Bändern fixierten Eierstöcken und Gebärmutter erleichtern. Durch einen kleinen, ca. 2 cm langen Schnitt in der Nähe des Bauchnabels wird die Bauchhöhle eröffnet, die Eierstöcke werden mit einem Kastrationshaken vorgelagert, abgebunden und entfernt. Die Bauchhöhle und die Haut werden mit einer Naht verschlossen. Ein kleines Pflaster schützt die Naht und mit einer Injektion beugen wir Schmerzen vor.

Bereits gegen Mittag darf die Katze wieder nach Hause und fühlt sich nach einem Tag Hausarrest meist schon wieder ganz wohl. Oft sind der Stress und die Angst vor und nach einem solchen Eingriff für die Katzenbesitzer sehr viel grösser als für das Tier selber. Daher informieren wir Sie auch mit einem Merkblatt über die wichtigsten Punkte und beantworten gerne Ihre Fragen.


Dr. med. vet. Patrick Curschellas, Kleintierpraxis Dr. S. Küng AG, Beromünster
www.kleintierpraxiskueng.ch

Dienstag, 09.05.2017Polizei

Verkehrsgrundregel und 3A-Training

Bild: ZVG

Im Strassenverkehrsgesetz (SVG) steht im Artikel 26 als Grundregel:

  1. Jedermann muss sich im Verkehr so verhalten, dass er andere in der ordnungsgemässen Benützung der Strasse weder behindert noch gefährdet.
  2. Besondere Vorsicht ist geboten gegenüber Kindern, Gebrechlichen und alten Leuten, ebenso wenn Anzeichen dafür bestehen, dass sich ein Strassenbenützer nicht richtig verhalten wird.

Damit dieser Grundregel nachgelebt werden kann, ist das sogenannte 3A-Training von Nutzen.

Die drei A bedeuten:

  • Wie ist das Alter?
  • Wie ist die Aufmerksamkeit?
  • Welches ist die Absicht?

Wenn sich Kinder im Bereich der Strasse aufhalten, ist besondere Vorsicht geboten. Besonders die kleinen Kinder sind meist mit sich selber beschäftigt und achten nicht auf den Verkehr. Kinder können plötzlich auf die Strasse rennen oder fahren.

Jugendliche und Erwachsene sind im Strassenverkehr meist aufmerksam. Trotzdem ist auch bei diesen Altersgruppen mit überraschenden Verhaltensweisen zu rechnen, vor allem bei Jugendlichen. Sie gehen oft grössere Risiken ein als Erwachsene.

Ältere Menschen sind in der Regel weniger beweglich als junge und haben oft Mühe, sich in schwierigen Situationen zurecht zu finden. Das Seh- und Hörvermögen ist bei vielen Betagten beeinträchtigt. Die Angst vor Stürzen macht sie zusätzlich unsicher.

Vor allem im Innerortsbereich können mit einer vorausschauenden, beobachtenden Fahrt die verschiedenen Strassenbenützer und ihre Absichten richtig eingeschätzt werden. So kann gewährleistet werden, dass niemand behindert oder gefährdet wird.

Ist der Blick auf das geliebte Smartphone gerichtet, kann der Grundregel nicht oder nur ungenügend Folge geleistet werden. Dabei sind nicht nur Fahrzeuglenker, sondern auch Fussgänger, welche oft Strassenquerungen ohne jeglichen Blick nach links oder rechts vornehmen, gemeint.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Melden Sie sich bei Ihrer Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Montag, 08.05.2017Gesundheit

Die Dupuytrensche Erkrankung

Bild: Frank C. Müller / CC-BY-SA 4.0

Baron Dupuytren war ein französischer Chirurg, der 1832 erstmals eine Erkrankung beschrieb, die in einer Verdickung und Strangbildung der sogenannten Palmarfaszie besteht. Diese bindegewebige Schicht liegt unter der Haut der Handinnenfläche und schützt die darunter liegenden Gefässe, Nerven und Sehnen.

Diese Stränge können stören und beeinträchtigen schliesslich die Fingerstreckung, da sie sich verkürzen.

Die Entstehung der Erkrankung ist unklar, gehäuft tritt sie im 4. oder 5. Lebensjahrzent bei Männern auf, Frauen sind weniger betroffen. Diabetiker haben ein höheres Risiko, ebenso Nordeuropäer gegenüber Südländern. Zudem besteht eine genetische Disposition.

Die Diagnose ist einfach zu stellen. Es lassen sich die typischen Stränge, welche von der Handinnenseite bis zu den Fingern reichen können, gut tasten.

Die Behandlung bestand bisher hauptsächlich in der chirurgischen Entfernung, wobei einerseits nicht zu früh, andererseits nicht zu spät operiert werden sollte. Kann man also die Finger noch komplett strecken, ist es eigentlich zu früh für einen operativen Eingriff, da die Stränge häufig wieder auftreten und die resultierende Narbe mehr stören kann als der ursprüngliche Strang selbst.

Operiert man erst in einem Stadium, in dem die Finger schon sehr stark gebeugt sind, kann man durch die Entfernung des Stranges allein häufig keine komplette Streckung mehr erreichen, da einerseits die Gelenke nicht mehr beweglich sind, andererseits sich schon die Haut verkürzt hat und so eine auch entsprechende Deckung nach Operation nur mit grösseren operativen Hautverschiebungen oder- verlagerungen möglich ist.

Eine relativ neue und in meiner persönlichen Erfahrung bisher effiziente Methode ist das Einspritzen von Kollagenase in den Bindegewebsstrang. Das Enzym Kollagenase, welches direkt in den Strang injiziert wird, löst den Strang an dieser Stelle auf, sodass 24 bis 48 Stunden nach der Injektion der Strang manuell aufgedehnt werden kann. Hiermit lassen sich häufig auch bei ausgedehnten Beugedeformitäten der Finger noch für den Patienten befriedigende Ergebnisse erzielen. Es existieren jedoch noch keine Langzeitstudien zu diesem Verfahren. Zudem lässt sich die Pharmaindustrie eine Injectionsampulle mit über 1000 Franken (!) vergüten.

Welches Verfahren bei welchem Patienten zur Anwendung kommt, muss individuell entschieden werden und wird in einem ausführlichen Gespräch zwischen Chirurg und Patient erörtert.

Anschliessend wird sowohl nach Operation als auch nach Injektionsbehandlung intensiv physiotherapeutisch behandelt, um die Beweglichkeit wiederherzustellen. Eine lokale Narbenbehandlung ist ebenso notwendig.


Dr. med. Michael Kettenring
Facharzt FMH für Chirurgie und Unfallchirurgie

Montag, 08.05.2017Kinderapotheke

Die halbe Dosis für Anja?

Bild: ZVG

Anja und Marco sind nach dem schönen Tag im Schnee so richtig müde und schlafen tief und fest. Als sie am nächsten Morgen jammernd mit Fieber, Schnupfen und Husten erwachen, hat damit niemand gerechnet.

Die Eltern setzen bei einer solchen Erkältung stets auf ein bewährtes Fieber- und Schmerzmittel in Pulverform. Die Hälfte der Pulverdosis für die 10-jährige Anja und etwas weniger als die Hälfte für den kleineren 6-jährigen Marco; das würde wohl gehen, um das Fieber zu senken und die Kopfschmerzen zu lindern, oder? Sicherheitshalber ruft die Mutter vorher noch ihre kinderapotheke an …

Fragen dieser Art werden uns in der Apotheke immer wieder gestellt. Eine generelle Antwort darauf gibt es nicht. Denn die Entwicklung der Kinder erfolgt nicht linear oder in allen Bereichen parallel. In den verschiedenen Lebensabschnitten werden von Natur aus verschiedene Entwicklungsschwerpunkte gesetzt. So wird kurz vor der Geburt zum Beispiel die Entwicklung der Atemwege besonders gefördert. Nach der Geburt wird die Entwicklung des Magen-Darm-Traktes und der Verdauung in den Vordergrund gestellt, damit das Kind für das weitere Wachstum in einigen Monaten nicht mehr ausschliesslich auf Muttermilch angewiesen ist. Gerade der Entwicklungsgrad des Magen-Darm-Traktes ist für die Verabreichung, aber auch für die Aufnahme und Ausscheidung von Medikamenten und Wirkstoffen äusserst wichtig. Der Grad der Entwicklung und somit das Entwicklungsalter des Kindes spielt für die Festsetzung von Dosierungen und Verabreichungsart von Medikamenten im Kleinkindalter eine grosse Rolle.

Auch der Stoffwechsel funktioniert in den verschiedenen Lebensabschnitten der Kinder ganz unterschiedlich. Gewisse Arzneistoffe können Kinder nur ganz schwer abbauen und wieder ausscheiden. Deshalb sind einige Wirkstoffe in der Kindermedizin gar nicht erlaubt oder dürfen erst ab einem gewissen Alter eingesetzt werden.

Dazu kommt, dass die meisten Medikamente ausschliesslich an Erwachsenen getestet werden. In der wissenschaftlichen Literatur findet man deshalb keine Fakten, nur Hinweise und Beobachtungen für die Anwendung und die Wirksamkeit bei Kindern.

Es lohnt sich also, sich vor der Anwendung von Medikamenten und Wirkstoffen bei einer Fachperson für Kindermedizin und Kindermedikamente zu erkundigen. Lassen Sie sich in Ihrer kinderapotheke beraten!


Barbara Kursawe, Apothekerin
TopPharm Homberg Apotheke, zertifizierte medinform-kinderapotheke

Dienstag, 11.04.2017Schwiizerdüütsch

... und plötzlech cha’mer änglisch

tschutte

Nein, das hat nichts mit Schutt (Abfall) oder schütten zu tun. Tschutten ist ein Wort das zeigt, wie international doch das Schwiizerdüütsch eigentlich ist, Fussball spielen ist damit gemeint. Tschutten kommt vom englischen to shoot (ausgesprochen: tu schuut ) und bedeutet schiessen, mit dem Ball aufs Tor schiessen, so einfach. Das Fussball spielen (Soccer) kam aus England in die Schweiz, weshalb auch viele Vereine noch englische Namen haben, zum Beispiel die Grasshoppers (Grashüpfer) aus Zürich, die Old Boys (alte Knaben) aus Basel und die Young Boys (junge Knaben) aus Bern.

blöffe

Täuschen, blenden, vielleicht auch betrügen, das macht nur ein Blöffer. Auch hier ist die englische Sprache der Ursprung. Ausgehend von Kartenspielen wie Bridge, Canasta und vor allem Poker fand der Begriff Bluff Eingang in unsere Alltagssprache und beschreibt allgemein eine Form der Täuschung, die gerade den besonderen Reiz dieser Kartenspiele ausmacht, das Vortäuschen eines guten Blattes, um den Gegner zu Fehlern zu verleiten. So wurde also aus der spielerischen Täuschung, der für uns enttäuschende Blöffer, der Angeber oder Grossschnorri ebe.

Dienstag, 11.04.2017Haustier

Augenverletzungen bei Katzen

Bild: ZVG

Eine Augenverletzung wird durch einen Fremdkörper verursacht, der entweder ins Auge eingedrungen ist oder dieses vollständig durchbohrt hat. Wenn Ihre Katze helles Licht meidet, ein Auge zukneift, während das andere geöffnet ist, schielt oder nur einseitig blinzelt, besteht der Verdacht auf eine Verletzung des Auges.

Katzen haben auch ein drittes «Augenlid», eine dicke Membran, die das Auge vor Kratzern und Schmutz schützt. Trotzdem sind Katzenaugen anfällig für Verletzungen. Häufige Ursachen von Augenverletzungen bei Katzen sind:

Dienstag, 11.04.2017Kinderapotheke

Soll ich mein Kind impfen lassen?

Bild: ZVG

Bei der Geburt haben Babys einen gewissen natürlichen «Nestschutz». Abwehrstoffe gegen viele Krankheiten werden noch im Mutterleib übertragen. Danach versorgt die Muttermilch, besonders die Vormilch, das Kind mit diesen wertvollen Schutzstoffen.

Aber spätestens nach wenigen Monaten muss sich der kleine Organismus ein eigenes Abwehrsystem aufbauen. Unterstützen kann man das Kind, indem man sein Abwehrsystem durch eine Impfung zu einer Abwehrreaktion stimuliert.

Impfen ist ein heikles Thema, welches Diskussionen auslösen und manchmal nur mit Schwierigkeiten entspannt thematisiert werden kann. Das Vertrauen in Impfungen wurde durch viele mediale Kontroversen und Gerüchte in den letzten Jahren erschüttert. Ausserdem hat die gute Schutzwirkung der Impfungen dazu geführt, dass Infektionskrankheiten praktisch unsichtbar geworden sind. Impfungen sind das wirksamste Mittel, um Ihr Kind gegen verschiedene potentiell schwere Krankheiten und deren mögliche Komplikationen zu schützen. Sie ahmen eine natürliche Infektion nach, ohne jedoch Krankheitssymptome zu verursachen, und rufen im Körper eine Abwehrreaktion hervor.

Als in den 1950er-Jahren in der Schweiz Impfungen gegen häufige Infektionskrankheiten eingeführt wurden, war der Erfolg enorm. Endlich konnte man sich beispielsweise gegen den Polio-Virus schützen, der die gefürchtete «Kinderlähmung» auslöste. Pocken, eine Geissel der Menschheit, wurde ausgerottet. Die Diphterie, eine oft lebensbedrohliche Atemwegserkrankung, verlor ihren Schrecken sowie auch der Starrkrampf oder Keuchhusten. Die schweren Kinderkrankheiten Masern, Mumps und Röteln wurden mit der Einführung der ersten kombinierten Impfstoffe selten.

Der Schweizerische Impfplan wird vom Bundesamt für Gesundheit, BAG, in Zusammenarbeit mit unabhängigen Experten und Swissmedic erarbeitet. Er wird jährlich aktualisiert und enthält Empfehlungen mit Schemata für verschiedene Alterskategorien und Risikogruppen. Das BAG empfiehlt für Säuglinge und Kinder verschiedene Impfungen gegen Infektionskrankheiten. Wer sein Kind impfen lässt, schützt es und trägt dazu bei, dass diese Krankheiten sich nicht auf andere übertragen und ausbreiten.

Das Team der Toppharm Homberg Apotheke berät Sie gerne persönlich bezüglich Basis- und Nachholimpfungen, beantwortet ihre Fragen und erstellt für Sie einen elektronischen Impfausweis. Mit diesem Hilfsmittel können Lücken in der Impfanamnese festgestellt werden und die häufig schlecht leserlichen oder verloren gegangenen Impfausweise auf Papier ersetzt werden.


Britta Moennig, Apothekerin
TopPharm Homberg Apotheke, zertifizierte medinform-kinderapotheke

Donnerstag, 06.04.2017Polizei

Atemalkoholprobe

Bild: ZVG

Die vom Parlament im Rahmen von «Via Sicura» beschlossene beweissichere Atemalkoholprobe im Strassenverkehr wurde am 1. Oktober 2016 eingeführt. Neu wird es auch im Kanton Aargau so umgesetzt.

Zur Feststellung der Fahrunfähigkeit kann bereits heute eine Atemalkoholprobe durchgeführt werden. Das Ergebnis genügt aber nur dann als Beweis, wenn der Wert unter 0,80 Promille liegt und die betroffene Person diesen mit ihrer Unterschrift anerkennt. In anderen Fällen war für den Nachweis der Angetrunkenheit eine Blutprobe nötig.

Heute sind auf dem Markt technisch sehr hochentwickelte Geräte erhältlich, die auch im Bereich von 0,80 Promille oder mehr den Atemalkoholwert beweissicher bestimmen können. Diese werden in zahlreichen EU-Staaten und weiteren Ländern bereits seit längerem eingesetzt. Das Parlament hat deshalb im Juni 2012 im Rahmen von «Via Sicura» beschlossen, dass künftig auch in der Schweiz die Angetrunkenheit im Regelfall mit der Atemalkoholprobe bewiesen wird und eine Blutprobe nur noch bei Verdacht auf Betäubungsmittelkonsum auf Verlangen des Betroffenen oder in Ausnahmefällen nötig ist.

Bei einer Atemalkoholprobe wird gemessen, wie viel Alkohol die betroffene Person in ihrer Atemluft hat (Milligramm Alkohol pro Liter Atemluft; mg/l). Bei einer Blutprobe wird ermittelt, wie viel Alkohol jemand im Blut hat (Gramm Alkohol pro Kilo Blut; g/kg = Promille). Für die beiden Messarten werden somit unterschiedliche Messeinheiten verwendet.

Um den Wert einer Atemalkoholprobe in einer Blutalkoholkonzentration auszudrücken, kann das Ergebnis der Atemalkoholprobe einfach verdoppelt werden:

Missachtung des Alkoholverbots:
Atemalkoholkonzentration 0,05 mg/l
Blutalkoholkonzentration 0,10 Promille

Fahren in angetrunkenem Zustand:
Atemalkoholkonzentration 0,25 mg/l
Blutalkoholkonzentration 0,50 Promille

Fahren mit qualifizierter Alkoholkonzentration:
Atemalkoholkonzentration 0,40 mg/l
Blutalkoholkonzentration 0,80 Promille

Bei Fragen zum Thema Alkoholtests wenden Sie sich an den nächsten Polizeiposten.

Gute und sichere Fahrt!
Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Donnerstag, 06.04.2017Gesundheit

Meniskus nähen?

Bild: ZVG

Der Meniskus ist eine knorpelige Scheibe, die sich zwischen Ober- und Unterschenkel im Knie befindet. Er ist sozusagen der «Stossdämpfer« des Gelenkes. Im Aussenbereich, wo er an der Gelenkkapsel festgewachsen ist, wird er noch etwas durchblutet (rote Zone). Es folgt eine mittlere Zone (rot-weiss), in der noch etwas Blut ankommt, gefolgt von der weissen Zone, die komplett über die Gelenkflüssigkeit ernährt wird.

Leider können nur Risse in der roten oder rot-weissen Zone genäht werden, weil nur dort eine Heilung stattfinden kann. Dies betrifft vor allem Meniskusrisse bei jungen und mittelalten Patienten, die sich beim Verdrehen des Kniegelenks die Läsion zuziehen. Verschleissrisse befinden sich meistens am Innenrand des Meniskus, also in der weissen Zone, die für eine Heilung nicht zugänglich ist.

Kann der Meniskus genäht werden, stehen heute einige sehr gute Methoden zu Verfügung. Hier vorstellen möchte ich die All-inside-Technik, bei der der Meniskus durch ein kleines Ankersystem wieder an der Kapsel fixiert wird. Nach Aufrauhen der Rissränder zwecks besserer Durchblutung wird der Meniskus mit einer kleinen Nadelpistole durchstochen.

Mit der Nadel werden in zwei Schritten zwei kleine Kunststoffanker hinter die Kapsel «geschossen», die mit einem Faden verbunden sind. Zieht man im Anschluss von der Gelenkseite den Faden an, spannt sich der Faden und der Riss wird komprimiert.

Da Meniskusrisse meistens im hinteren Anteil des Kniegelenkes sind und dort keine Durchstichsysteme, bei denen man von innen komplett nach aussen sticht oder umgekehrt von aussen nach innen, benutzt werden können aufgrund möglicher Nerven- oder Gefässverletzungen, ist man bei der Naht sehr stark auf funktionierende All-inside-Nahttechniken angewiesen. Dies lassen sich die entsprechenden Firmen fürstlich bezahlen. Ein «Schuss» mit der Nahtpistole sozusagen mehrere hundert Franken. Für eine suffiziente Naht braucht man häufig mehrere dieser Ankersysteme, um ein Verschluss des Risses zu bewerkstelligen.

Da der Meniskus wie alle schlecht durchbluteten Gewebe mehrere Wochen Zeit braucht, um zu heilen, darf der Patient 6 Wochen nur mit 20 kg belasten. Während dieser Zeit erfolgt Physiotherapie sowie ein Heimprogramm, welches täglich durchgeführt werden muss. Limitierung der Beugung auf 90 Grad. Anschliessend wird die Belastung des Beines über 4 Wochen gesteigert, ab der 8. Woche darf auf dem Fahrradergometer trainiert werden. Eine komplette Rückkehr zu einem kniebelastenden Sport (z. B. Fussball, Unihockey, Ski) ist meist erst nach einem halben Jahr möglich.


Dr. med. Michael Kettenring
Facharzt FMH für Chirurgie und Unfallchirurgie

Montag, 06.03.2017Schwiizerdüütsch

Ön pöö us’em Wälsche

Ja, die Romandie, unser Welschland, wenn da nur nicht die Sprache wäre, wälsch ebe, und doch haben wir in unserem ganz normalen Sprachgebrauch nicht wenige Wörter mit französischem Ursprung. Übrigens, der Ausdruck Welsch hat im Deutschen auch die Bedeutung: fremde, unverständliche Sprache – und irgendwie erklärt das einiges.

charisiere

Wenn der holde Herr seiner geliebten Dame schöntut und er ihr den Hof macht, wenn er um das Mädchen wirbt und es sogar des Abends besucht, dann ist er am charisiere, abgeleitet vom französischen caresser: entzückt, verliebt sein.

Montag, 06.03.2017Gesundheit

Unnötige Operationen?

Bild: Pixabay

Man liest immer wieder davon: unnötige Operationen. Und ja, es gibt sie. Und es gibt Studien, die eindeutig belegen, dass dies bei stationären Behandlungen auch vom Versicherungsstand des Patienten abhängig ist. Das heisst, privat oder halbprivat Versicherte werden deutlich häufiger operiert wie allgemein Versicherte. In Städten mit hoher Arztdichte ist dieses Phänomen besonders zu beobachten.

Das ist kein Ruhmesblatt für die Mitglieder der chirurgischen Fachrichtungen. Für viele Medikamente und Behandlungsmassnahmen gibt es inzwischen belastungsfähige Studien, die den Nutzen einer Therapie belegen oder eben auch nicht. Für viele Operationen gibt es diese Studien leider noch nicht.

Manchmal gibt es in unserem Fachgebiet keine Alternative zur Operation, beispielsweise bei einer akuten Blinddarmentzündung oder einem eingeklemmten Leistenbruch. Ob man jedoch bei einem Patienten ein gerissenes Kreuzband operieren muss, ist abhängig vom Alter, den sportlichen Ambitionen, der erreichbaren Stabilität ohne Kreuzband und von einigen anderen Faktoren mehr. Auch muss man sicherlich nicht jeden Riss eines Meniskus operieren oder jedes Kalkdepot an der Schulter entfernen. Und ähnlich ist es bei einigen Krankheitsbildern, vor allem auch an Schulter und Kniegelenk, den von mir häufig behandelten Gelenken.

Der Patient sollte durch eine entsprechende Aufklärung in die Lage versetzt werden, selbst eine Entscheidung zu treffen. Und möchte er diese noch absichern, wird kein verantwortungsvoller Chirurg etwas gegen die Einholung einer Zweitmeinung haben.

Entscheidet der Patient sich für eine Operation, muss es speziell bei der Behandlung des Bewegungsapparates ein gutes Zusammenspiel zwischen Operateur, Patient und Physiotherapeut geben. Funktioniert ein Teil dieser Dreierbeziehung nicht oder nicht ausreichend gut, wird das Ergebnis zwangsläufig unbefriedigend sein. Das heisst, auch der Patient trägt hier eine Eigenverantwortung, indem er sich beispielsweise an Vorgaben des Bewegungsausmasses oder der Gewichtsbelastung hält.

Schon gar keine Rolle spielen sollte bei der Entscheidung – Operation ja oder nein – der Versicherungsstatus des Patienten. Die Tatsache, dass dies aber anscheinend der Fall ist, sollte Politik und Gesellschaft zum Nachdenken darüber anregen, ob die derzeitige Organisation und vor allem die Anreize im Gesundheitssektor nicht verbesserungsfähig sind. Das Belegarztsystem ist hier durchaus hilfreich. Der Patient kann sich seinen behandelnden Arzt und Operateur an einem öffentlichen Spital am Beginn der Behandlung aussuchen – unabhängig von seinem Versicherungsstatus.


Dr. med. Michael Kettenring
Facharzt FMH für Chirurgie und Unfallchirurgie

Donnerstag, 02.03.2017Haustier

Angst um Wuschel

Bild: ZVG

Zugegeben, wir können uns nicht alles merken. Und da kommt es manchmal vor, dass wir auf der Strasse oder im Einkaufsladen jemanden antreffen, uns aber partout der dazugehörende Name nicht einfallen will.

Oft sehen wir in unseren Gedanken noch das passende Tier dazu. Damit hat es sich dann aber. Nehmen Sie es uns also nicht übel, wenn wir dann nach ihrem Namen fragen müssen und die Krankengeschichte ihres Tieres in unserer Praxisdatei zwar gut aufgehoben ist, aber in unseren Hirnzellen in irgendeiner vergessenen Schublade liegt. Im Gegenzug geniesse ich es persönlich sogar ein wenig, wenn es umgekehrt läuft und ich merke, dass eine Kundin oder ein Kunde mein Gesicht erkennt, es aber nicht zuordnen kann.

Es gibt aber Geschichten, die wir nicht vergessen, wohl deshalb, weil wir sie immer wieder erzählen. So kommen die Meerschweinchenbesitzer manchmal folgende Geschichte zu hören: Eines Abends läutet es an unserer Tür im Mehrfamilienhaus und beim Öffnen stehen mir drei in Tränen aufgelöste Mädchen gegenüber. In der Hand hält ein Kind eine Schachtel mit einem Meerschweinchen drin. Stotternd erklären mir alle zusammen, dass das arme Tier sterbe: «Es zappelt und liegt auf der Seite und dann bewegt es sich gar nicht mehr!» Auf den ersten Blick macht der kleine Wuschel keinen schlechten Eindruck auf mich. Wir beruhigen uns alle und nehmen das Meerschweinchen für den Untersuch aus der Schachtel. Die Suche startet im Fell und sofort werden wir auch fündig: Schuppenähnliche kleine weissbeige, sich bewegende «Dinger» werden beim Scheiteln des Fells sichtbar. So unscheinbar diese Tierchen von blossem Auge aussehen, so eindrücklich erkennt man unter dem Mikroskop aber den ganzen Haarling mit seinem Mundwerkzeug. Von Tier zu Tier übertragen und vielleicht mit einem neuen Tier eingeschleppt, bleibt die Erkrankung meist unentdeckt, bis es dann beim Kratzen zu Hautläsionen und Sekundärinfektionen kommt. Oder wie bei diesem Tier, wo der Juckreiz zu einem epileptischen Anfall geführt hat. «Ihr müsst euch also nicht um euren Wuschel sorgen», kann ich zu den Kindern sagen, «morgen behandeln wir alle eure Kleinnager mit einem Parasitenmittel und alles wird gut».

Auch wenn die Haarlinge kaum auf Menschen übertragen werden, hatten die Mädchen dann etwas mehr Abstand zu ihren Tieren und am nächsten Tag in der Schule auch etwas zu erzählen.


Dr. med. vet. Patrick Curschellas, Kleintierpraxis Dr. S. Küng AG, Beromünster
www.kleintierpraxiskueng.ch

Donnerstag, 02.03.2017Polizei

Richtig feuern

Bild: Pixabay

Richtig feuern im Freien, im Gartencheminée oder in einer Wohnraumfeuerung – ohne Belästigung der Nachbarn und der Umwelt:

Richtig feuern heisst emissionsarm mit naturbelassenem Stückholz wie Scheiten aus trockenem Nadel- oder Laubholz, die mindestens zwei Jahre an einem geschützten Ort im Freien getrocknet wurden. Im Weiteren dürfen Holzbriketts aus naturbelassenem Holz, welche die DIN-Norm erfüllen, verfeuert werden.

Verboten ist das Verbrennen von allen anderen Materialien. Dazu gehören auch Zeitungen, Zeitschriften, Karton, Verpackungsmaterial, sämtliche Kunststoffe, Hausabfälle usw.

Die Polizei wird oftmals gerufen, wenn im Quartier Geruchs- und Rauchemissionen unerträglich werden. Nach Ermittlung des Verursachers wird das Feuer gelöscht und die Angelegenheit mit einer Ordnungsbusse erledigt. Gemäss Art. 19 des Polizeireglements ist bei Verbrennen von Materialien in kleinen Mengen in bebautem Gebiet eine Ordnungsbusse von Fr. 150.00 fällig.

Deshalb ist es wichtig, möglichst legal, geruchs- und rauchfrei zu feuern, damit die Nachbarschaft nicht gestört und die Umwelt nicht belastet wird.

Leider muss bei Meldungen von Geruchsemissionen immer wieder festgestellt werden, dass Personen ihr Gartencheminée oder ihre Wohnraumfeuerung als kleine Kehrichtverbrennungsanlagen missbrauchen. Dies meistens bewusst zu nächtlichen Zeiten, wobei auch in solchen Fällen der Verursacher ermittelt werden kann. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Feuerungskontrolleuren können Aschenproben zur Untersuchung gesichert werden. Wird festgestellt, dass unerlaubte oder grosse Mengen Materialien verbrannt wurden, kann es zur Anzeige an die Staatsanwaltschaft kommen. Vergehen in Sachen Umweltschutzgesetz bedeuten oftmals sehr hohe Bussen.

Damit ein unliebsamer Besuch der Polizei betreffend widerrechtlichem Feuern vermieden werden kann, informieren Sie sich doch vorher im Internet über folgende Links:

https://www.ag.ch/de/bvu/umwelt_natur_landschaft/umweltschutzmassnahmen/luftreinhaltung/feuern_im_freien/feuern_im_freien_1.jsp

https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/bvu/dokumente_2/umwelt__natur___landschaft/umweltschutzmassnahmen_1/luftreinhaltung_3/Feuern-mit-Holz-gewusst-wie.pdf

www.fairfeuern.ch

Haben Sie weitere Fragen zum Thema? Fragen Sie ihre Regionalpolizei, ihren Kaminfegermeister oder Feuerungskontrolleur.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Donnerstag, 02.03.2017kinderapotheke

Heuschnupfen bei Kindern

Bild: ZVG

Wenn die Tage länger und wärmer werden, freuen sich die Einen über das Erwachen der Natur und das Blühen, für die Anderen beginnt die unangenehme Zeit der Pollenallergie. Bei Kindern tritt die Pollenallergie in der Regel erst im Kleinkindalter auf oder später.

Die Behandlung bei kleinen oder schulpflichtigen Kindern ist oft nicht einfach, da die wenigen für Kinder geeigneten Medikamente auch unerwünschte Wirkungen wie Müdigkeit haben können. Eine natürliche, sehr gut wirksame und verträgliche Methode für die Behandlung der Heuschnupfenbeschwerden bietet die Therapie mit Schüssler-Salzen. Es handelt sich dabei um Tabletten, welche als Grundlage Milchzucker enthalten und mit verschiedenen Spurenelementen, wie zum Beispiel Magnesium oder Kalzium, angereichert sind. Die Tabletten können gelutscht oder in Wasser gelöst werden. Durch den süsslichen Geschmack werden sie von Kindern in der Regel gerne eingenommen. Nebst den Tabletten sind Schüssler-Salze auch als laktosefreie Tropfen oder zur äusserlichen Anwendung als Salben erhältlich.

So kann für jedes Bedürfnis die optimale Therapie zusammengestellt werden. Schüssler-Salze unterstützen die natürlichen Funktionen des Körpers auf sanfte Weise und können auch bei einer Therapie mit schulmedizinischen Präparaten zur Ergänzung kombiniert werden. Sei es vorbeugend oder in der akuten Situation, mit der richtigen Zusammenstellung von Schüssler-Salzen sind die lästigen Beschwerden schnell wieder vergessen und dem Herumtollen im Freien steht nichts mehr im Wege. Kommen Sie zu uns in die kinderapotheke und lassen Sie sich von unseren Schüssler-Spezialistinnen zu diesem Thema umfassend beraten.


Heidi Roos, Pharma-Assistentin
TopPharm Homberg Apotheke, zertifizierte medinform-kinderapotheke

Dienstag, 07.02.2017Schwiizerdüütsch

En rüüdigi Hundsverlochete

Rüüdig

Zum Glück verstehen wir das im angrenzenden Aargau auch, denn eigentlich kann das fast nur ein Luzerner oder eine Luzernerin sagen: rüüdig. Der Begriff ist auch schwierig zu erklären, man kann das Wort rüüdig eigentlich nicht übersetzen. Es bedeutet, dass etwas mehr ist als nur das Normale: besser, schöner, grösser. En rüüdigi Fasnacht könnte als eine geile oder Mega-Fasnacht übersetzt werden. Es het rüüdig vill Lüüt g’ha würde bedeuten, es waren mehr Menschen als üblich anwesend. Tja, gar nicht so einfach, vor allem, wenn man bedenkt, dass der Ursprung von rüüdig auf räudig, von Krätzmilben befallen, zurückgeht, man also damit eine Hautkrankheit meinte. Nun, vielleicht passt das ja zur Fasnacht. Nach ein paar durchgefeierten Nächten fühlt man sich eventuell wie von der Krätzmilbe befallen, oder wie man dem Kopfweh in diesem Moment dann auch immer sagen möchte.

Dienstag, 07.02.2017Haustier

Aszites: Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle

Bild: ZVG

Aszites ist die medizinische Bezeichnung für die Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle. Dies kann zu Symptomen wie Erbrechen, Bauchbeschwerden oder Appetitlosigkeit führen. Es kommt vor, dass kranke Katzen (auch Hunde) in reduziertem Allgemeinzustand bei uns vorgestellt werden. Sie sind abgemagert, haben aber eine sichtlich gefüllte Bauchhöhle.

Ursachen

Die Ursachen der Aszites können vielfältig sein, entsprechend variiert auch deren Behandlungsmethode. Wasseransammlungen finden wir bei verschiedenen entzündlichen Prozessen oder Krankheiten.

Beispiele:

Montag, 06.02.2017Gesundheit

Das Schultereckgelenk

Bild: ZVG

Das Schultereckgelenk ist die Verbindung zwischen Schulterdachknochen (Akromion) und Schlüsselbein (Clavicula). Die beiden Knochen sind mit Knorpel überzogen, der sich jedoch vor allem bei körperlich arbeitenden Menschen und bei Sportlern mit den Jahren abnutzt.

Hierbei kommt es wie an jedem anderen Gelenk schliesslich zu einem knöchernen Reiben zwischen den beiden Gelenkpartnern, was dann die Schmerzen verursacht. Es bilden sich teilweise Knochenanbauten, welche dann den Lauf der darunter gelegenen Sehnen beeinflussen oder gar zu Sehnenrissen führen können. Oberhalb der Schulter ist dann häufig ein schmerzhafter «Knubbel» tastbar, welcher teilweise druckschmerzhaft ist, aber auch schon in Ruhe Beschwerden verursachen kann.

Diagnostisch hilft ein normales Röntgenbild weiter, der Druckschmerz über dem Gelenk ist richtungsweisend, vor allem bei Bewegung des Armes zur Gegenseite hin. Eine Kernspintomografie ist nicht unbedingt erforderlich.

Zur Behandlung einerseits, aber auch als diagnostische Massnahme erfolgt eine Infiltration des kleinen Gelenkes mit einem schnell wirksamen Schmerzmittel, ggf. mit etwas Cortison zur Verlängerung des schmerzreduzierenden Effekts. Dies zur Sicherstellung der Treffgenauigkeit unter einem fahrbaren Röntgengerät, einem sogenannten C-Bogen. Diese Massnahme erfolgt ambulant durch mich im Spital Menziken im Anschluss an meine Operationstage (Dienstag/Donnerstag). Sollten die Beschwerden komplett zurückgehen, ist quasi der Beweis erbracht, dass die Beschwerden vom gespritzten Schultereckgelenk herrühren. In vielen Fällten kann dann durch lokale Kühlung, Einnahme von Schmerzmitteln und Applikation von entzündungshemmenden Salben (dort hilft Salbe, an der übrigen Schulter sonst nicht) ein Zustand erreicht werden mit dem man gut zurechtkommt.

Sollten die Beschwerden allerdings wieder auftreten, verbleibt als letzte Massnahme die Operation. Bei dieser wird arthroskopisch, d. h. per Schlüssellochtechnik, der äussere Rand des Schlüsselbeins (ca. 5 bis 6 mm) mit einer kleinen Fräse weggenommen. Danach sollten Schulterdachknochen und Schlüsselbein sich nicht mehr berühren und so die Schmerzen sich deutlich reduzieren. Manchmal bildet sich jedoch im Gelenk selbst eine Narbe aus, die dann wiederum Beschwerden verursachen kann. Unter Umständen ist dann nochmals eine Infiltration notwendig.


Dr. med. Michael Kettenring
Facharzt FMH für Chirurgie und Unfallchirurgie

Montag, 06.02.2017Kinderapotheke

Mikronährstoffe bei Kindern

Bild: ZVG

Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig für Gross und Klein, das ist uns allen bekannt. Sie sind unabdingbar für diverse Stoffwechselvorgänge im Körper, sie beugen Krankheiten vor, indem sie das Immunsystem unterstützen, und sie können bei verschiedenen Krankheitsbildern wie beispielsweise Allergien, Asthma, ADHS/ADS oder Kopfschmerzen eine positive Wirkung haben.

Obwohl uns ein riesiges Angebot an Nahrungsmitteln umgibt, treten Fehl- und Mangelernährungen häufiger auf, als man denkt. Diese werden oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt, wenn die körpereigenen Reserven total erschöpft sind.

Mit dem Essen von vielen Früchten und Gemüse ist es nicht getan. Es ist entscheidend, dass die Aufnahme und Verarbeitung der Mikronährstoffe im Körper richtig funktionieren. Diese Prozesse sind abhängig von verschiedenen biochemischen Faktoren, werden aber auch durch unsere Umwelt und unsere Lebensumstände beeinflusst.

Nebst dem Schulalltag inklusive Hausaufgaben gehören Freizeitaktivitäten im Verein oder Sportclub sowie das Abmachen mit Freunden zum Routineprogramm – all das stellt grosse Anforderungen an den Körper unserer kleinen Mitmenschen und kann sie schon mal aus dem Gleichgewicht werfen. Weil der Körper sich noch im Wachstum befindet und folglich einen erhöhten Bedarf an diversen Mikronährstoffen hat, ist es umso wichtiger, für eine optimale Versorgung und Aufnahme der Mikronährstoffe zu sorgen.

Um einen Überblick über die Nährstoffbedürfnisse Ihres Kindes zu bekommen, eignet sich die Methode der Haarmineralanalyse sehr gut. Dabei werden dem Kind einige Haare abgeschnitten, die dann zur Analyse ins Labor geschickt werden. Mit dieser schmerzfreien Methode kann man aufzeigen, wie die individuellen Mikronährstoffdepots im Körper gefüllt sind und wo noch Nachholbedarf oder eine Überversorgung besteht.

Mit den individuellen Mischungen von Microcare können wir auf alle Bedürfnisse eingehen. Anhand der Analysenresultate oder einem vertieften Beratungsgespräch stellen wir die persönliche Mischung zusammen. Die neuartige Granulatform schmeckt gut und kann problemlos geschluckt werden.

Gerne beraten wir Sie bei Fragen zum Thema persönlich und unterstützen Sie bei der Therapie.


Mirjam Balimann, Apothekerin und
Heidi Roos, Pharma-Assistentin
TopPharm Homberg Apotheke, zertifizierte medinform-kinderapotheke

Freitag, 06.01.2017Haustier

Alles halb so schlimm

Bild: ZVG

Notfall in der Tierarztpraxis! «Mittelschnauzer Kira hat irgendwas Giftiges geschluckt oder sich den Kiefer ausgerenkt, sie schliesst das Maul nicht mehr und speichelt sehr stark», erzählt die aufgeregte Hundebesitzerin am Telefon. «Aber Kira liebt Tierärzte überhaupt nicht und lässt sich nicht behandeln», fügt sie hinzu. Eine nicht ganz einfache Ausgangslage also.

Aber wir stellen uns dem Problem und lassen die Besitzerin mit ihrem Hund gleich kommen. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass die Notfälle oft weniger dramatisch sind als angenommen und dass sich die Tiere in der Praxis ruhiger und angenehmer verhalten, als es die Besitzer vermuten. Eine Kieferluxation ist eigentlich ebenso selten wie Vergiftungen, wenn die Hunde an der Leine geführt werden. Daher vermuten wir ein ganz anderes, weit weniger dramatisches Problem, welches wir häufiger antreffen, und lassen uns nicht aus der Ruhe bringen.

Kira kommt wenig später dann auch ganz munter mit ihrer Besitzerin in die Praxis spaziert. «Inzwischen will sie sich mit der Pfote auch immer am Maul reiben.» Ein zusätzliches Indiz, welches unsere Verdachtsdiagnose erhärtet. Ganz ruhig bekommt Kira einen Maulkorb übergestülpt und wir sedieren sie mit einem Beruhigungsmittel. Nach einigen Minuten schläft sie friedlich und wir können ihre Maulhöhle inspizieren, wo wir einen eingeklemmten Ast, Knochen oder anderen Fremdkörper vermuten. Bei Kira finden wir ein schwarzes Plastikröhrchen, welches sich über ihren Backenzahn im linken Oberkiefer gestülpt hat. Dieser hindert sie am Schliessen des Mauls und weder Zunge noch Pfote schaffen es, den festsitzenden Fremdkörper zu lösen. Mit einer Zange ist der Übeltäter aber schnell entfernt und hinterlässt keinen Schaden. Bei der wachen Kira wäre dieses Unterfangen aber unmöglich gewesen und wir sind einmal mehr dankbar für die sicheren und zuverlässigen Medikamente, welche uns zur Verfügung stehen. Die Besitzerin ärgert sich etwas über ihre Achtlosigkeit beim Plaudern auf ihrem Spaziergang. «Schaut man nur mal eine Sekunde weg, schon hat sie was im Maul!» Aber das ist ja alles halb so schlimm. Nun noch die Gegenspritze und nach 10 Minuten ist Kira wieder wach und hat keine Ahnung, was geschehen ist.

Und was hat Ihr Hund schon alles gefressen, das nicht für ihn bestimmt war? Wir können Ihnen viel aufzählen: von der Verhütungspille über die Blutdrucksenker der Besitzer zum ungebackenen Zopfteig und den Cailler-Stängeli mitsamt Papier, dem Hörgerät, der Batterie, dem Leuchtstift und dem Halsband bis zu den vielen Socken … Kinder-Überraschungseier, Schweinsplätzli samt Klarsichtfolie, eine ganze Packung gefrorene Findusplätzli, Teigschaber, Le-Parfait-Tube, Stecknadeln, Spielzeuge und vieles mehr, welches uns im Moment nicht mehr in den Sinn kommt. Eigentlich wäre es ganz interessant, eine Liste über all die gefressenen Dinge zu führen, welche übrigens meistens problemlos wieder hinten raus kommen. Aber wussten Sie, dass Weintrauben für Hunde giftig sein können? Das scheinbar Harmlose ist also oft gefährlicher als die obengenannten Dinge.


Dr. med. vet. Patrick Curschellas, Kleintierpraxis Dr. S. Küng AG, Beromünster
www.kleintierpraxiskueng.ch

Freitag, 06.01.2017Schwiizerdüütsch

En uflätige Schnuderbueb

En Schnuderbueb

Wie übersetzt man Schnuderbueb auf Deutsch? Ein Schlingel, ein ungezogener Lümmel, vielleicht ein Rotzlöffel? Hier mein Versuch: Das Wort Bueb, ein kleiner Junge, ein Knabe, könnte als Lall- oder Kurzform von Bruoder entstanden sein – so genau weiss man das gar nicht mehr. En Bueb, ganz einfach ein kleiner Bruder. Schnodere bezeichnet das Geräusch, wenn Enten mit ihrem Schnabel oder Schweine mit dem Rüssel im Schlamm herumwühlen und nach allerlei Essbarem suchen. Die Abkürzung dazu dürfte eher bekannt sein nodere – er noderet im Dräck ume. Und so ist der Vergleich beim Menschen nicht weit hergeholt, wenn man den Schleim, der aus der Nase läuft, mehr oder weniger geräuschvoll wieder hinaufzieht, dann schnuderet man, und die Ähnlichkeit der Geräusche und das Aussehen dazu sind doch verblüffend nahe bei der Tierwelt. En Schnuderbueb ist also der kleine Bruder, der sich die Nase noch nicht selber putzen kann, eigentlich ganz harmlos …

Montag, 25.06.2018Haustier

Der Abschied

Bild: ZVG.

Die Tränen kullern der jungen Mutter über die Wangen und ihre kleine Tochter schaut sie fragend an. Eben haben sie gemeinsam Abschied genommen von ihrer Katze, die sie fast zwei Jahrzehnte begleitet hat. Schon lange vor der Geburt des kleinen Mädchens war die Katze in der Familie und hat vieles miterlebt, war da um zu trösten oder hat einfach nur zugehört.

Als Kätzchen konnte man mit ihr spielen und schnurrend genoss sie die Streicheleinheiten auf dem Sofa. In den letzten Monaten ist sie aber immer schwächer geworden, hat kaum mehr gefressen und beim Tierarzt wurde dann mit einer Blutuntersuchung eine ungenügende Nierenfunktion festgestellt. Die Niereninsuffizienz ist eine häufige und bekannte Alterserkrankung und kann, wenn frühzeitig entdeckt, bis zu einem gewissen Masse behandelt werden, bzw. das Fortschreiten der Erkrankung kann gebremst werden. Auf Grund des hohen Alters (eine 20-jährige Katze kann mit einem 100-jährigen Mensch verglichen werden), und der in diesem Fall schlechten Prognose, hatten wir uns gemeinsam entschieden, keine Therapie mehr einzuleiten. Die Katze hatte ein gesundes und sorgenfreies Leben gehabt und sollte dieses in Würde und friedlich beenden dürfen. Einfach abzuwarten, bis das Tier auf Grund der Fressunlust und inneren Vergiftung immer schwächer wird und sterben würde, wäre für Tier und Besitzer unzumutbar.

Für Tierärzte ist die Euthanasie weit weniger schlimm als für Tierbesitzer. Denn wir verlieren damit nicht unsere langjährigen Begleiter. Nein, es ist sogar eine sehr würdevolle und dankbare Aufgabe, Tier und Besitzer auf diesem letzten Weg begleiten zu dürfen und den Abschied schmerzlos, ruhig und friedlich zu gestalten. Ob ein eingeschläfertes Tier danach kremiert/begraben oder durch die Tierarztpraxis zur Tierkörpersammelstelle gebracht wird, bleibt einzig und allein Entscheidung der Besitzer. Hier ist nicht die Tierliebe entscheidend, sondern der eigene individuelle Trauerprozess. Auf Wunsch kann eine geplante Euthanasie auch zu Hause angeboten werden. Das empfiehlt sich vor allem bei sehr ängstlichen oder nicht transportfähigen Tieren. Manchmal ist es auch das Anliegen der Besitzer, in vertrauter Umgebung den letzten Weg zusammen zu gehen. Andere wiederum möchten das traurige letzte Kapitel lieber nicht zu Hause schreiben, sondern in der Praxis. Nicht selten verlassen die Kunden die Praxis erleichtert, weil die sorgenvolle, lang hinausgezögerte Aufgabe nun getan ist. Im Wissen, das Richtige getan zu haben für die langjährigen, treuen Begleiter, welche immer da waren, wenn man sie brauchte.

Patrick Curschellas, Kleintierpraxis Dr. Küng AG, 6215 Beromünster, www.kleintierpraxiskueng.ch


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