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Montag, 16.10.2017Polizei

Die Polizei rückt immer auch bei Feueralarm aus

Bild: ZVG

Die bevorstehende Zeit mit kalten Tagen, Weihnachtszeit und Neujahrsfestigkeiten bringen leider auch immer wieder Probleme mich unsachgemässen Verwendungen von Kerzen, Rechaud, Tischgrill und anderen, Hitze erzeugenden Haushaltgeräten.

Pro Jahr werden in der Schweiz ca. 17000 Unfälle mit Feuer verursacht, ein Drittel davon aus Fahrlässigkeit. Die Polizei muss nach einem Brandfall immer ermitteln. Daraus resultiert in den meisten Fällen eine Verzeigung an die zuständige Staatsanwaltschaft.

Es lohnt sich auf jeden Fall vor der Verwendung von Feuer und Flamme einen Sicherheitscheck in Ihrem Haushalt durchzuführen.

Hier die 3 wichtigsten Hinweise:

  • Wenn Feuer und Hitze im Spiel sind: Entfernen Sie sich nicht und sorgen Sie für genügend Sicherheitsabstand zu brennbaren Gegenständen (mindestens 30 cm bei Kerzen)
  • Lassen Sie defekte Haushaltgeräte unverzüglich durch einen Fachmann reparieren
  • Eine Brandlöschdecke oder ein Feuerlöscher gehört in jeden Haushalt. Rauchmelder können Brände frühzeitig anzeigen

Im Notfall
Bei Verbrennungen und Verbrühungen:

  • Verletzungen sofort während mindestens 15 Minuten unter fliessendem Kaltwasser kühlen
  • Mit brennenden Kleidern nicht rennen, sondern sich auf dem Boden legen und wälzen
  • Das Feuer mit einer Decke oder Kleidungsstücken aus Wolle löschen (keine synthetischen Stoffe!)
  • Kleider am Körper lassen, sonst besteht die Gefahr, Haut mitzureissen
  • Um Temperaturschocks zu vermeiden: Opfer zudecken, nicht zu essen und zu trinken geben.
  • Sanität oder Rega anrufen

Bei Bränden:

  • Alarmieren Sie die Feuerwehr und gefährdete Menschen
  • Retten Sie Menschen und Tiere
  • Versuchen Sie wenn möglich, den Brand zu löschen

Die Notrufnummern:

  • Sanität 144
  • Rega 1414
  • Feuerwehr 118
  • Polizei 117

Haben Sie Fragen? Ihre Feuerwehr oder Regionalpolizei gibt gerne Auskunft.
Broschüre: «Feuer und Hitze» bei www.bfu.ch herunterladen, lesen und anwenden.

Montag, 02.10.2017Gesundheit

Fettabsaugung – wie geht das?

Es gibt Menschen, die per Vererbung ausgeprägte Fettablagerungen an bestimmten Körperstellen aufweisen. Diesen ist weder mit Diäten noch mit ausreichend Sport beizukommen. Hierzu gehören v.a. die Oberschenkelaussenseiten (Reiterhosen), die Oberschenkelinnenseiten, Bauch und Hüfte.

Durch eine gezielte Absaugung von überschüssigen Fettzellen an diesen Stellen kann die Körpersilhouette verbessert werden. Eines muss man jedoch sehr deutlich sagen: die Fettabsaugung ist kein Mittel zur Gewichtsreduzierung. Die besten Ergebnisse lassen sich dann erzielen, wenn die Patienten ansonsten schlank sind und man «nur» die Problemregion gezielt bearbeiten kann. In einem ausführlichen Gespräch werden die operativen Möglichkeiten und Erwartungen des Patienten besprochen.

Bei der von mir angebotenen Technik kann die Operation meist ohne Narkose, nur in lokaler Betäubung ambulant in der Praxis durchgeführt werden. Über kleinste Schnitte, welche vorher betäubt wurden, wird eine spezielle Flüssigkeit unter die Haut eingebracht, die später die Absaugung der Fettzellen schmerzfrei möglich macht.

Durch einen Wasserstrahl, welcher mit Druck aus dem Ende der Absaugkanüle heraustritt, wird das Fett gelöst und gleichzeitig über die Seite der Kanüle abgesaugt. Je nach Region dauert die Operation selbst eine bis max. 2 ½ Stunden. Mit Vor- und Nachbereitung ist mit einem Vor- oder Nachmittag zu rechnen.

Die behandelte Region muss danach für einen Tag mit einer gewissen Kompression verbunden werden, anschliessend müssen die Patienten ein Kompressionsmieder für etwa 5 bis 6 Wochen tragen, welches wir vor der Operation passgenau abmessen und bestellen. Eine Arbeitsunfähigkeit besteht meist nur für 2 bis 3 Tage. Die Patienten sollten jedoch auf Sport für ca. 4 Wochen verzichten. Das Endergebnis ist nach etwa 3, manchmal auch erst nach 6 Monaten erreicht.

Die Kosten sind abhängig vom Aufwand und der Körperregion. Bei den typischen «Reiterhosen» belaufen sie sich auf etwa 3500 Franken.

Dr. med. Michael Kettenring

Freitag, 29.09.2017Kinderapotheke

Bakterien – sind auch lebende Helfer

Bild: ZVG

In und auf unserem Körper leben Abermillionen von Bakterien, die sogenannte Mikroflora. Das sind natürliche, mikrobielle Lebensgemeinschaften. Am bekanntesten sind wohl die Darmflora, der sogenannte Säureschutzmantel der Haut und die Scheidenflora. Verschiedene Störfaktoren können die sensiblen Mikrofloren aus dem Gleichgewicht bringen und so die Entwicklung von krankheitserregenden Mikroorganismen begünstigen. So können zum Beispiel falsches Essen, Medikamente, Stress, hormonelle Veränderungen oder Klimawechsel zu einer Dysbalance führen. Die körpereigene Gegenregulation findet oft nicht oder nur sehr schleppend statt. Von aussen zugeführte lebende Kulturen, z. B. in Form von Kapseln, Pulvern oder Sprays, helfen dem Körper, das Gleichgewicht auf natürliche Art und Weise effizient wieder herzustellen.

Während der Darmwiederaufbau mit Bakterien nach einem Durchfall oder einer Antibiotika-Therapie schon fast zur Routine gehört, wird oft vergessen, dass auch eine gesunde Mund- und Rachenflora für den Schutz vor Infektionen an der Eintrittspforte unseres Magen-Darm-Systems eine wichtige Rolle spielt. Leiden Sie oder Ihre Familienmitglieder beispielsweise an häufig wiederkehrenden Infekten im Hals- und Rachenraum, ist es gut möglich, dass die Mund- und Rachenflora aus dem Gleichgewicht geraten ist. Eine symptomatische Behandlung mit Lutschtabletten und Halswehsprays bringt zwar eine kurzfristige Besserung der wahrgenommenen Beschwerden, trägt aber meist nicht viel zum wirklichen Heilungsprozess bei. Wenn diese lokale Überbrückung dem Körper nicht ausreicht, um sich selber zu regenerieren, dringen die Entzündungen bald wieder an die Oberfläche und brechen erneut aus. Wiederkehrende Infekte können also ein Hinweis auf eine durcheinander geratene Flora sein.

Gerne beraten wir Sie in der kinderapotheke, wie Sie nebst den herkömmlichen Behandlungsansätzen die Mundflora aufbauen und in ihr natürliches Gleichgewicht zurückführen können.


Mirjam Balimann
Apothekerin
TopPharm Homberg Apotheke
zertifizierte medinform-kinderapotheke

Freitag, 29.09.2017Haustier

Husten beim Hund

Bild: ZVG

Husten beim Hund ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom. Husten ist ein Reflex des Körpers, um die Atemwege von Schmutz, Fremdkörpern oder reizenden Stoffen zu befreien. Aber auch Erkrankungen der Atemwege, des Herzens oder eine Tumorerkrankung können Husten verursachen. Ein Husten beim Hund kann plötzlich auftreten (akut) oder länger anhalten (chronisch).

Wir unterscheiden zwei Formen von Husten:
1. Trockener Husten (unproduktiver Husten)
Trockner Husten oder auch Reizhusten genannt, ist hart, rau, «bellend» bis heiser und ohne Auswurf. Oft ist diese Hustenform besonders quälend für das betroffene Tier. Trockener Husten kann anfallsmässig auftreten und auch von Würgen begleitet werden. Mögliche Ursachen sind unter anderem:
• Infektionen im Hals-, Kehlkopf- und Luftröhrenbereich
• Fremdkörper in der Luft- oder Speiseröhre, wie zum Beispiel Grassamen, scharfe Gegenstände, Holzsplitter oder Knochenfragmente
• Reizstoffe in der Umgebung (Zigarettenrauch, Parfum, Raumdüfte, Räucherstäbchen)
• Asthma, allergische Reaktionen
• Trachealkollaps: bei grosser Aufregung/Freude kommt es zu Hustenanfällen. Oft handelt es sich um eine chronische, fortschreitende Erkrankung der Luftröhre, die vor allem bei kleinen Hunderassen auftritt
• eine beginnende Bronchitis
• Zwingerhusten, es kommen dann Fieber und Ausfluss aus der Nase hinzu
• Parasitenbefall (Herz- oder Lungenwürmer)2. Feuchter Husten (produktiver Husten)
Feuchter Husten ist gekennzeichnet durch begleitenden Auswurf. Oft hört man zusätzlich ein rasselndes, gurgelndes Geräusch. Auch feuchter Husten kann anfallsartig und mit Würgen auftreten, wobei häufig auch ein schleimiges Sekret oder Flüssigkeit erbrochen wird. Feuchter Husten kann auf folgende Erkrankungen hindeuten:
• eine Lungenentzündung
• eine Herzerkrankung im fortgeschrittenen Stadium, die mit einer Wasseransammlung in der Lunge einhergeht
• eine Linksherzinsuffizienz, wenn der Husten vor allem nachts und in den frühen Morgenstunden auftritt Diagnose und Behandlung
Oftmals tritt der Husten beim Hund nur einmalig oder kurzfristig auf, sodass kein Grund zur Sorge besteht. Sollte der Husten aber anhalten oder wiederholt auftreten, gehört er immer in die Hand eines Tierarztes. Sobald der Arzt eine Diagnose gestellt hat, wird Ihr Hund bestmöglichst behandelt werden. Die Behandlung des Hustens ist in erster Linie von der ursächlichen Erkrankung abhängig. Ist der Husten chronisch, wird die Erkrankung von einer medikamentösen Therapie begleitet.Prognose
Je eher die ursächliche Erkrankung eines Hustens behandelt wird, desto besser sind die Heilungs-, bzw. Linderungschancen für die Tiere. Zögern Sie deshalb bei oben genannten Symptomen nicht, Ihren Tierarzt aufzusuchen, denn einem scheinbar harmlosen Husten kann eine lebensgefährliche Grunderkrankung zugrunde liegen.

Dr. Opher Berger, Reinach

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Freitag, 22.09.2017Polizei

Sicher durch den Herbst

Bild: ZVG

Die ersten Nebelbänke sind da. Kürzere Tage und sinkende Temperaturen kündigen wie jedes Jahr die Herbstsaison an. Um Ärgernisse oder Schlimmeres zu vermeiden, machen wir Sie auf mögliche Gefahren aufmerksam.

Tipps für Autofahrer:
Im Oktober die Winterpneus mit mindestens 4 mm Restprofil montieren. Bei über fünfjährigen Pneus werden die Fahreigenschaften markant schlechter (Aushärtung der Gummimischung), über zehnjährige Pneus sollten nicht mehr montiert werden (unabhängig der Profiltiefe).

  • Funktionskontrolle der Beleuchtung
  • Frostsicheres Scheibenwischmittel auffüllen
  • Eiskratzer und Schneebesen mitführen
  • Mehr Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhalten
  • Vorsicht im Bereich von Fussgängerstreifen
  • Vorsicht beim Überholen
  • Tiere auf der Fahrbahn (Licht abblenden und hupen), riskante Ausweichmanöver vermeiden
  • Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen anpassen

Tipps für Velofahrer:
Tragen Sie helle Kleidung und einen Schutzhelm mit reflektierenden Elementen (Leuchtweste). Verwenden Sie hochwertige Beleuchtung (nicht blinkend), vorne weiss und hinten rot. Achten Sie darauf, dass Reflektoren am Fahrrad angebracht sind. Überprüfen Sie periodisch die Bremsen. Fahren Sie nie zu nahe an parkierten Autos vorbei und achten Sie auf den toten Winkel anderer Fahrzeuge. Kalkulieren Sie stets Fehler von anderen Verkehrsteilnehmer ein. Keines Falles den Vortritt erzwingen.

Tipps für Fussgänger:
Besonders gefährdet sind Kinder und Senioren. Machen Sie insbesondere Kinder auf die Risiken des Strassenverkehrs aufmerksam. Planen Sie allgemein genügend Zeit ein. Vor dem Überqueren der Strasse klare Absichten zeigen und den Blickkontakt mit dem Fahrzeuglenker suchen.

Fussgänger haben nicht das Recht, die Strasse zu überqueren, wenn Fahrzeuge so nahe sind, dass sie nicht mehr anhalten können.

Den Fussgängerstreifen erst betreten, wenn das Fahrzeug anhält. Bei Fussgängerstreifen mit Insel gilt jede Hälfe als unabhängiger Fussgängerstreifen. Seien Sie vorsichtig, Fahrzeuge kommen aus verschiedenen Richtungen.

Kommen Sie sicher durch den Herbst.
Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Freitag, 22.09.2017Schwiizerdüütsch

... es herbschtelet

Herbscht
Der Begriff Herbst hat seinen Ursprung in der Zeit der Ernte und wird mit dem indogermanischen Wort «sker», das für schneiden steht, erklärt. In allen Überlieferungen wird der Herbst als die Zeit der Früchte, die Zeit des Pflückens, einfach als die Erntezeit beschrieben. Ein wenig um die Ecke gedacht, wenn es «herbschtelet», schneidet man überall im Garten, die Büsche werden zurückgeschnitten, das Gemüse im Garten wird abgeschnitten und der Rasen vor dem Winter noch einmal kurzgeschnitten. Der Herbst, die Zeit des Schneidens eben.

Autwiibersummer
Diese herrlichen Herbsttage im Oktober bis Anfang November, wenn die Sonne ihr goldenes Licht auf die buntgefärbten Laubwälder scheinen lässt, dann hört man öfters den Ausdruck: Altweibersommer, hier bei uns «Autwiibersummer» ausgesprochen. Es gibt zwar verschiedene Interpretationen dazu, vom alten und zahnlos gewordenem Sommer, bis hin zu den fliegenden Gespinstfäden, welche an die Haare alter Frauen erinnern. Für mich hat der schöne Ausdruck nichts mit alten Weibern zu tun, denn «weiben» ist ein altdeutscher Ausdruck für das Weben und die Spinnweben, diese feinen Häärchen die beim spinnen und weben durch die Luft schweben und überall hängen bleiben. Diese vermitteln schon eher das richtige Bild vom «Aut-
wiibersummer». Wenn an einem schönen Herbsttag ein laues Lüftchen weht und viele kleine und junge Spinnen an ihren Spinnfäden durch die Luft fliegen und kaum gelandet «zännt’ume» neue Netzte spinnen. In der Morgensonne glitzern die Tau benetzten Spinnweben um die Wette und das ist ganz typisch im alten (späten) Sommer, im «Autwiibersummer».

Wermisell
In Milch gekochte und pürierte Maroni (Esskastanien), vermischt mit Butter, Zucker und etwas Kirsch, die ganze Masse wird durch die Vermicellespresse gedrückt und dadurch enstehen die ca. 15 cm langen Vermicelleswürmer, dazu Meringues und etwas Schlagrahm und fertig ist das so typische Herbstdessert, wer liebt es nicht? «Vermicelli», das italienische Würmchen, ist der Namensgeber, «Würmlisell ebe». Da gefällt mir die italienische Variante doch viel besser.

Der Näbu
Das lateinische «nebula», was soviel wie Dunst, Nebel, Wolke bedeutet ist der etwas unspäktakuläre Ursprung des Wortes. Viel interessanter ist aber, was denn eigentlich Nebel ist: Erst bei einer Sichtweite von weniger als einem Kilometer wird von Nebel gesprochen. Sichtweiten von einem bis etwa vier Kilometern gelten als Dunst. Bei einer Sichtweite von 500 bis 1000 Metern spricht man von einem leichten, bei 200 bis 500 Metern von einem mässigen und bei unter 200 Metern von einem starken Nebel. Von Laien wird dabei meistens nur eine Sichtweite von unter 300 Metern auch als Nebel wahrgenommen.

Herbscht, die wunderschöni Ziit, wenn’mer i d’Schwümm goht und mer cha ändlech wider wiud go Ässe, nei, go Wiud ässe natürlech.

De Suuser, das isch abg’leitet vom säuseln, liislig ruusche, zart raschle, wells e so tönt wenn’mer am Suuser loset und wenn’mer z’vill vo dem liislige Ruusche trinkt, de isch’mer angesäuselt, de raschlet mer ganz zart …
Freitag, 15.09.2017Gesundheit

Wussten Sie, dass am Spital Menziken Diabetesberatungen angeboten werden?

Bild: ZVG

Ziel der Beratungen
«Den Diabetes so weit wie möglich selbst in die Hand nehmen», dies ist für ALLE Beteiligten ein grosses Anliegen. Zusammen mit dem Spital Menziken bietet diabetesaargau individuelle angepasste Beratungen an, damit die Betroffenen (wenn nötig zusammen mit deren Angehörigen) den Umgang mit Diabetes im Alltag selbst bewältigen können. An erster Stelle bei den Beratungen sind immer die Ratsuchenden mit ihren Anliegen und Fragen zum Diabetes. Aber auch die ganzheitliche Betreuung zur Erhaltung der Lebensqualität, sowie die Verhütung von krankheitsbedingten Spätfolgen stehen bei den Beratungen im Zentrum.

Eine umfassende Diabetestherapie strebt die diplomierte Diabetesberaterin in enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen (Haus)-Arzt an. Damit dieses Beratungsangebot in der Nähe genutzt werden kann, bietet Frau Maria Wilders, Diabetesfachfrau Höfa 1 und Pflegefachfrau HF, regelmässig am Spital Menziken Sprechstunden an.

Angebot durch diabetesaargau am Spital Menziken
Die Sprechstunden finden wöchentlich am Dienstag am Spital Menziken statt. Terminvereinbarungen können unter der Telefonnummer von diabetesaargau (062 824 72 01) vereinbart werden.

Asana Gruppe
Spital Menziken
5737 Menziken
Telefon 062 765 31 31
www.spitalmenziken.ch


Freitag, 25.08.2017Polizei

Die Polizei rückt auch bei Ertrinkungsunfällen aus

Bild: ZVG

2,8 Millionen Schweizerinnen und Schweizer baden, schwimmen und haben Spass im Nass. Jährlich verletzen sich dabei 12 000 Personen, rund 20 ertrinken – davon ca. 16 im offenen Gewässer, 2 im Schwimmbad und einzelne beim Wasserspringen. Die Unfallrate hängt vom Badewetter ab.

Sommerzeit bedeutet Spass. Baden, Schwimmen und Schlauchbootfahren gehören in den warmen Tagen zu den beliebten Freizeitbeschäftigungen. Die Gefahren im Wasser werden aber oftmals unterschätzt.

Gut schwimmen können allein genügt nicht – im Wasser sollten auch Energiereserven und Gesundheit im grünen Bereich liegen. Schätzen Sie deshalb Ihre Fähigkeiten richtig ein, insbesondere beim Baden und Schwimmen in unbeaufsichtigten Gewässern, und benutzen Sie eine Auftriebshilfe.
Mit diesen Tipps schwimmen Sie obenauf:

  • Überprüfen Sie, ob Sie «wasserfit» sind. Lernen Sie schwimmen und schicken Sie Ihre Kinder in Schwimmkurse, wo sie den Wasser-Sicherheits-Check WSC absolvieren und Wasserkompetenz erwerben können. Schauen Sie sich dazu das Video auf wsc.bfu.ch an.
  • Informieren Sie sich über das Gewässer, in dem Sie baden möchten. Bleiben Sie am Meer im freigegebenen Bereich zwischen den Flaggen, am besten an den überwachten Stränden. Schwimmen Sie bei Zweifel an Ihrem Gesundheitszustand nur in einem überwachten Bad.
  • Behalten Sie Kinder am und im Wasser immer im Auge, Kleine in Griffnähe (max. 3 Schritte entfernt) auch wenn diese Schwimmhilfen tragen oder bereits etwas schwimmen können.
  • Beachten Sie die 6 Baderegeln der SLRG.
  • Tragen Sie beim Bootfahren gut sitzende Rettungswesten und verzichten Sie auf Alkohol. Beim Bootfahren gelten die gleichen Alkoholgrenzwerte wie im Strassenverkehr (0,25 mg/l) beachten Sie die Flussregeln der SLRG.

Weitere nützliche Informationen finden Sie immer unter www.bfu.ch

Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Freitag, 18.08.2017Haustier

Hyperthyreose der Katze

Bild: ZVG

«Dixie hat so stark abgenommen, aber sie frisst doch so viel. Hat sie vielleicht Würmer?» fragt uns die Besitzerin der 15-jährigen, dreifarbigen Hauskatze. Sie habe bereits mehrmals entwurmt, aber keine Würmer gefunden. Dixie sei zwar etwas ruhelos und vernachlässige die Fellpflege, sei aber sonst sehr munter. Tatsächlich hatte Dixie innerhalb eines halben Jahres mehr als 1 kg an Gewicht verloren, ihr Herzschlag war pochend und die Herzfrequenz zu hoch.

Wenn Katzen älter werden, und das ist mit dem medizinischen Fortschritt und der verbesserten Lebensqualität heutzutage immer häufiger der Fall, so haben wir es auch häufiger mit Alterserkrankungen zu tun. Eine dieser Erkrankungen, die «Hyperthyreose» (Überfunktion der Schilddrüse) hatten wir bei Dixie im Verdacht und daher eine Blutuntersuchung vorgeschlagen, bei welchem versucht wird, die häufigsten Alterserkrankungen auszuschliessen oder eben zu diagnostizieren. Der sogenannte Alterscheck wird in etwa ab dem 10. Lebensjahr empfohlen, um eine mögliche Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Die Untersuchung kann gut anlässlich einer Jahresimpfung geschehen, wenn das Tier zuvor 12 Stunden gefastet wurde. Neben dem Schilddrüsenwert werden dabei auch Nieren- und Leberwerte, Blutzucker und weitere relevante Blutwerte bestimmt. Bei Dixie war dann tatsächlich der Schilddrüsenwert (T4 oder Thyroxin) erhöht, was meistens durch einen gutartigen Tumor der Schilddrüse (diese befindet sich hinter dem Kehlkopf) verursacht wird. Da die betroffenen Katzen meistens schon älter sind, empfiehlt sich eine nicht invasive Therapie mit Medikamenten. Die kleinen rosa Pillen sehen ganz hübsch und schmackhaft aus, sind aber trotzdem gar nicht so einfach 2x täglich zu verabreichen. Dies führt manchmal zur alternativen Behandlung mit einer in der Ohrmuschel-Innenseite einzureibenden Salbe. Chirurgie oder Strahlentherapie werden selten eingesetzt, da diese Therapieformen viel aufwändiger sind. Dixie jedenfalls geht es mit den bunten Tabletten sehr gut. Sie hat wieder ihr Normalgewicht von 4.5 kg erreicht und feierte diesen Frühling ihren 17. Geburtstag.

P. Curschellas, Kleintierpraxis Dr.Küng, Beromünster

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Mittwoch, 16.08.2017Kinderapotheke

Unterwegs mit Homöopathie

Bild: ZVG

Langsam neigt sich die Sommerzeit zu Ende, der Herbst blickt schon um die Ecke. Es ist die Zeit, die zum Wandern einlädt, oder an der frischen Luft Sport zu treiben, ohne dass die sommerliche Hitze uns schon vorher den Schweiss auf die Stirn treten lässt. Doch leider gibt es dabei immer wieder Situationen, die uns den Spass verderben können. Schnell ist ein Fuss umgeknickt, wir stürzen oder stossen uns. Gerade unsere Kinder toben ja gerne miteinander; da kann es auch einmal die eine oder andere Prellung geben.

Wie gut, wenn man dann Arnica-Kügelchen dabei hat! Die kleinen Helfer bewirken neben der Schmerzlinderung schnell ein Abschwellen der Stossstellen. Sollten blaue Flecken hartnäckig bleiben, können Ledum-Kügelchen helfen. Beide erwähnten Mittel sind homöopathische Arzneimittel, die in diesen Fällen schnell und zuverlässig wirken.

Ungeliebte Begleiter unseres Outdoor-Vergnügens sind lästige Plagegeister wie Mücken und gerade zur Birnen- und Zwetschgenzeit auch Wespen, die gerne von den süssen Früchten naschen. Fühlen sie sich von uns Menschen gestört, stechen sie erbarmungslos zu und hinterlassen einen heftigen Schmerz, die Einstichstelle wird rot und schwillt an.

Was tun? Liegt keine Allergie vor, ist ein solcher Stich zumeist harmlos, wenn auch unangenehm. Gerade unsere Kinder leiden sehr unter einer solchen Attacke. Als Sofortmassnahme kann zunächst eine aufgeschnittene Zwiebel aufgelegt werden. Falls zur Hand, sind homöopathische Globuli mit dem Wirkstoff Apis das Mittel der Wahl. Zusätzlich kann ein kühlendes Gel sehr gute Dienste leisten. Diese Arzneimittel helfen, dass die rote schmerzende Beule bald schon vergessen sein kann und wir ungetrübt das Draussensein wieder geniessen können.

In jedem Fall sind Sie in der kinderapotheke herzlich willkommen und wir nehmen uns dem geplagten Kind – und natürlich auch Ihnen – gerne an.

Sabine Brentrup
Apothekerin
TopPharm Homberg Apotheke
zertifizierte medinform-kinderapotheke

Freitag, 11.08.2017Gesundheit

Die Ballenzehe

Bild: ZVG

Die Ballenzehe (Hallux valgus) stellt die häufigste Vorfussdeformität dar, die zur Vorstellung bei einem Orthopäden führt. Es handelt sich hierbei um eine zunehmende Fehlstellung der Grosszehe in Richtung Kleinzehen, bei gleichzeitiger Abweichung des ersten Mittelfussknochens Richtung Fussinnenrand. Dies führt zu den typischen, schmerzhaften Druckstellen durch das Schuhwerk. Die Patienten sind dadurch im Alltag in ihren körperlichen Aktivitäten oft erheblich eingeschränkt.

Frauen leiden häufiger unter einer Ballenzehe als Männer. Die Entstehung der Erkrankung wird aber durch mehrere Faktoren begünstigt. So können z.B. Schuhe mit hohem Absatz der Erkrankung Vorschub leisten, wenn eine familiäre Veranlagung besteht. Auch können Achsfehlstellungen der Beine oder Knick-Senkfussfehlstellungen die Entstehung begünstigen.

Anhand der geschilderten Beschwerden, der körperlichen Untersuchung und Mithilfe von Röntgenuntersuchungen des Fusses unter Belastung erfasst der Orthopäde das Stadium der Erkrankung.

Im Frühstadium können allgemeine Massnahmen die Beschwerden noch in ausreichendem Masse lindern und das Fortschreiten der Erkrankung verzögern. Der Arzt berät hinsichtlich Belastungsanpassung oder Wahl geeigneter Hilfsmittel, des geeigneten Schuhwerkes oder einer Schuhzurichtung. Auch kommen entzündungshemmende Schmerzmedikamente oder Salben zum Einsatz. In bestimmten Fällen kann begleitende Physiotherapie mit Muskelkräftigungs- und Dehnungsübungen sinnvoll sein.

In fortgeschrittenen Stadien kann die Operation die Achsfehlstellung korrigieren, einen Funktionsgewinn herbeiführen und vor allem die Schmerzsituation verbessern. Die Auswahl der richtigen Operationsmethode ist abhängig von der Ausprägung der Fehlstellung. Die Operation wird in der Regel im Rahmen eines kurzen Krankenhausaufenthaltes in Teilnarkose durchgeführt. Anschliessend erfolgt die Behandlung mit einem Spezialverband und die frühzeitige Mobilisation an Gehstützen mit Teilbelastung des Beines. Die Belastungssteigerung ist abhängig vom Operationsverfahren und dem individuellen Verlauf, kann in der Regel aber nach 2 Wochen erfolgen.

Dr. med. Bernd Heinrich

Freitag, 04.08.2016Gesundheit

Chirurgische Notfallversorgung

Bild: Pixabay

Die chirurgische Notfallversorgung am Spital Menziken funktioniert über das Belegarztsystem. Jeder der bisher drei chirurgischen Belegärzte – das heisst Chirurgen mit eigener Praxis, welche am Spital Menziken operieren – hat eine Woche durchgehend 24 Stunden Dienst und ist in dieser Zeit auf Pikett.

Will heissen, hat ein den Patienten aufnehmender Assistenzarzt Fragen zu Diagnostik und Therapie, kontaktiert er den Belegarzt, der dann Anweisungen zum weiteren Vorgehen erteilt, gegebenenfalls den Patienten selbst untersucht oder bei notwendigen Operationen (z.B. Blinddarm, verschobene Knochenbrüche etc.) diese durchführt.

Möchte ein Patient einen anderen behandelnden Chirurgen als den gerade diensthabenden zum Beispiel wegen eines schon bestehenden, vertrauensvollen Arzt-Patient-Verhältnisses, ist dies aufgrund der guten Kollegialität kein Problem. Die Assistenzärzte sind angewiesen, dann denjenigen Arzt zu kontaktieren, den der Patient wünscht. Meist (ausser im Urlaub) ist dieser auch erreichbar und kann die Behandlung übernehmen.

Genauso verhält es sich bei nochmaligen Konsultationen. Ist eine nochmalige Kontrolle nach der Notfallbehandlung bei einem Spezialarzt für Chirurgie oder Traumatologie notwendig, darf der Patient natürlich selbst wählen, wohin er sich in Behandlung begibt. Er ist keineswegs verpflichtet, sich an den gerade diensthabenden Chirurgen zu wenden.

In den meisten Fällen ist eine Weiterbehandlung beim Hausarzt vorgesehen. Hier besteht jedoch das Problem, das viele Patienten gar keinen Hausarzt mehr haben. Einerseits weil es leider immer weniger Hausärzte gibt, andererseits weil zum Beispiel nach einem Wohnortwechsel noch kein neuer Hausarzt gefunden wurde. Diese Patienten dürfen natürlich weiter zum diensthabenden Chirurgen oder einem chirurgischen Kollegen ihrer Wahl zur Kontrolle kommen, um ihnen eine kurzfristige Hausarztsuche, die meist schwierig ist, zu ersparen.

Ausnahmsweise können Patienten natürlich auch im Spital kontrolliert werden. Muss beispielsweise eine Wunde, die freitags versorgt wurde, am Sonntag kontrolliert werden, wird der Patient nochmals ins Spital bestellt.

Dies sollte jedoch die Ausnahme bleiben, um nicht noch höhere Kosten für die Gesundheitsversorgung zu generieren.

Abschliessend möchte ich noch darauf hinweisen, dass sich Patienten zu den normalen Praxisöffnungszeiten auch direkt in der Praxis zu einer Notfallbehandlung anmelden können. Unsere geschulten MPAs können nach Rücksprache mit uns einen sofortigen oder kurzfristigen Termin vergeben.

Dr. med. Michael Kettenring

Freitag, 04.08.2017Schwiizerdüütsch

... wenn eine en Lätsch zieht

Trämbu
«En Trämbu mache» oder «en Lätsch zieh». Auf deutsch wäre die Beschreibung in etwa so: Schmollmund, Hängemaul oder ein weinerliches Gesicht ziehen. Wahrscheinlich ist das Wort aus dem Begriff «trämelen, tremelen» entstanden, was eine Arbeit schlapp und murrend verrichten bedeutet. Ist ja aber auch irgendwie logisch, ich hätte auch einen Hängemund, wenn ich schlapp und murrend arbeiten soll.

umeplegere
Sitzen oder liegen wir faul herum und geniessen wir dieses süsse Nichtstun, dann sind wir am «plegere». Das interessante Wort hat eine etwas gruselige Herkunft: «Plegere» geht auf den Balg zurück, ein alter Begriff für die frisch abgezogene Haut oder das Fell eines Tieres. Im wahrsten Sinne des Wortes bedeutet also «umeplegere» nichts Anderes als auf der faulen Haut herumliegen. Vielleicht ist der Zusammenhang tatsächlich auf den müffeligen Duft zurückzuführen, der sich im Zimmer nach einem «Plegertag» breitmacht

nätsche
An jemandem seine üble Laune auslassen, widerreden, zanken, brummen, einfach unzufrieden herumnörgeln, viel Aufheben um Etwas machen. Der Ausdruck geht zurück auf «chnatsche»: hörbar kauen, schmatzend essen, gleich wie das eher bekannte «chätsche», mit viel Geräusch essen. Früher wurde das «nätsche» eher als plaudern und plappern über Andere während dem Essen gebraucht, hatte also eigentlich einen sympathischen Hintergrund. Wird nun also während dem «chätsche», dem Essen, noch dazu gesprochen und herumgenörgelt, so kann man sich vorstellen, dass das «es ordeligs Gnätsch» geben wird.

futtere
Seinen Unwillen über eine Person äussern, schimpfen, fluchen, poltern. Auch als halblautes schimpfen und unwirsch antworten bekannt. Abgeleitet wurde das Wort aus dem französischen «foudroyer» was in Etwa blitzen und donnern bedeutet. So gesehen ergibt «futtere» eigentlich ein schönes Bild, blitzend und donnernd reden.

schnädergfrässig
Ein wunderschönes, zweiteiliges Wort. Zusammengesetzt aus «schnädere», schnattern wie die Gänse, im Sinne von «wäffele», was auf gut Deutsch mit maulen zu übersetzen wäre und «gfrässig», gerne viel fressend, oder etwas freundlicher, viel essend, einen guten Appetit haben. Trifft jetzt also der hungrige Mensch auf eine Speise die ihm gar nicht passt, blutiges Fleisch als Beispiel, und er «wäffelet» und schnattert und will das Essen partout nicht haben, so ist er eben «schnädergfrässig». Jaja, man isst, was auf den Tisch kommt, da wird nicht rumgemault und schon gar nicht herumgeschnattert.

Wenn jetzt auso öpper bem fuettere futteret, denn dörft er definitiv mit em Fuetter ned zfride sii, er isch ebe schnädergfrässig. Huuuu, das git den es cheibe Gnätsch, und der Eint oder Ander wird en Trämbu mache …

Heijo, der Eint wott kei Gmües und der Ander sicher kein Chnobli im Salot, besch Du ou mängisch e chli schnädergfrässig? Und wie isch es de bem trinke? Git’s eigentlech de Begriff schnädergsüffig?
Freitag, 04.08.2017Kinderapotheke

Wenn die Seele leidet

Bild: ZVG

Für viele Kinder beginnt in diesen Tagen wieder ein wichtiger Abschnitt. Die Einen kommen in den Kindergarten, die Anderen in die Schule, viele auch «nur» eine Schulrunde weiter. Was bei einigen Kindern ein freudiges Kribbeln auslöst, kann anderen regelrechte Bauch- oder Kopfschmerzen bereiten. Nicht selten kommen Schlafstörungen dazu. Dauert der Zustand länger an, nehmen die Schulleistungen ab, was das Kind noch mehr belastet und schlussendlich zu einer negativen Spirale führt.

Die spezialisierten Mitarbeiterinnen der kinderapotheke kennen diese Probleme und unterstützen Sie gerne. Mit Erfolg empfehlen wir in solchen Situationen individuell zusammengestellte Bachblütenmischungen.

Im Gegensatz zu den anderen Heilmitteln der Schulmedizin, der Spagyrik, aber auch Homöopathie wirken die Bachblüten ausschliesslich auf der seelischen Ebene. Sie können also auch sonst zu jeder anderen Therapie dazu kombiniert werden – immer dann, wenn es unsere Seele schwer hat und (mit)leidet.

In einem persönlichen Gespräch mit dem Kind in einem unserer Betreuungsräume versuchen wir, die grundlegenden Probleme oder Unsicherheiten des Kindes herauszukristallisieren. Die zu den Schilderungen passenden Bachblüten helfen dem Kind, die innere Balance wieder zu finden und negative Gefühle in positive umzuwandeln. Manchmal ist bereits eine einzige Mischung, beziehungsweise die Therapie von 10 bis 14 Tagen ausreichend, um die Probleme zu lösen. Manchmal lösen sich Hindernisse auf und es tauchen neue «Baustellen» auf. Dann ist es Zeit für eine neue, angepasste Mischung.

Die Bachblüten-Mischungen fertigen wir je nach Tagesstruktur und Vorlieben des Kindes in Form eines Sprays oder in Form von Tropfen an.

Wir von der kinderapotheke freuen uns auf die strahlenden Kinder, die bald wieder stolz mit ihren bunten Schultaschen unterwegs sind. Wir wünschen Ihrem Kind viel Erfolg und Freude beim Schuleintritt oder beim Neustart nach den Sommerferien.

Barbara Kursawe
Apothekerin und Bachblüten-Therapeutin
TopPharm Homberg Apotheke
zertifizierte medinform-kinderapotheke

Mittwoch, 02.08.2017Gesundheit

«Offene Türen» anlässlich des Jubiläums 115 Jahre «Krankenasyl Oberwynen- und Seetal»

Bild: ZVG

Anlässlich seines Jubiläumsjahres, wird das Spital Menziken am 9. September 2017 von 10.00 bis 16.00 Uhr die Bevölkerung zum Tag der offenen Tür einladen. Die 115 Jahre, welche seit der Eröffnung vergangen sind, geben Anlass, einerseits zurück- und gleichzeitig auch vorwärtszuschauen. Erleben Sie historische Momente und modernen Spitalalltag. Erfahren Sie, wie sich das ehemalige «Krankenasyl» gemausert hat und heute für unsere Patientinnen und Patienten ein umfassendes medizinisches, therapeutisches und pflegerisches Leistungsspektrum anbietet, wobei dieser immer an Erster Stelle des Handelns sein soll.

Während sich der historische Teil im grossen Zelt befindet, welches für verschiedene Aktivitäten im September im Park aufgestellt sein wird, erhalten Sie Einblick in die heutige Versorgung auf einem spannenden Rundgang durch unser Spital. Zu entdecken gibt es den Operationssaal, den Bereich der Physiotherapie, den Notfall, die neuen Rettungswagen und Bettenstation. Erhalten Sie Informationen zu unserem Ambulatorium, zur Arbeitswelt und Berufsbildung, sowie zu Angeboten des Pflegeheims und vielem mehr. Weiter werden laufend Fachvorträge von internen Ärzten und Belegärzten geboten.

Die «historisch angehauchte Chilbi» in unserem Spitalpark wird zum Schlendern einladen. Kulinarisch können Sie sich im Zelt von einem breiten «Buffet wie anno dazumal» verwöhnen lassen. Natürlich gibt es auch für Kinder viel zu entdecken. Wie wäre es zum Beispiel, sich einen echten Gips anlegen zu lassen und diesen anschliessend nach Lust und Laune zu bemalen? In einen Löwen oder Schmetterling kann man sich im Nu beim Kinderschminken verwandeln lassen. Kleine Fischer werfen ihre Angelruten in unserem Gehbad aus. Und für alle Energiebündel steht eine sehr spezielle Hüpfburg zum Austoben bereit. Reservieren Sie sich schon heute den 9. September 2017 und freuen Sie sich auf viele unvergessliche Eindrücke und Erlebnisse im Spital Ihrer Nähe!

Asana Gruppe AG
Spital Menziken
Spitalstrasse 1, 5737 Menziken
Tel. 062 765 31 31

Mittwoch, 02.08.2017Haustier

Hundespass im kühlen Nass

Bild: ZVG

Ob an heimischen Seen, einem Bach oder Fluss, oder auch in den Sommerferien am Meer, viele Hunde lieben es, im Wasser zu toben. An heissen Sommertagen bietet das kühle Nass eine willkommene Abkühlung für Ihren Vierbeiner.

Nicht alle Hunde können schwimmen!
Es gibt Rassen, die durch ihren Körperbau oder ihre Behaarung nicht oder nur mit grossen Schwierigkeiten schwimmen können, so z.B der Basset Hound, Bulldoggen oder Möpse. Andere Rassen, wie z.B. Labradore, Golden Retriever etc., wurden extra für die Wasserarbeit gezüchtet. Sie lieben das Wasser von Natur aus.

Gewöhnen Sie Ihren Hund an Wasser und bringen Sie ihm das Schwimmen bei.
Hunde verausgaben sich sehr schnell im Wasser und können ihre Kräfte nicht richtig einteilen. Auch Hunde, die gut schwimmen, geraten mitunter in Schwierigkeiten. Es ertrinken immer wieder Hunde durch Erschöpfung, Unterkühlung oder Panik. Sicherheit bietet in so einem Fall die Schwimmweste für den Hund. Auf einem Boot oder Floss sollte Ihr Hund immer eine Schwimmweste tragen!

Sicherheitstipps beim Schwimmen mit dem Hund
Hunde sind in Sachen Sicherheit von ihrem Halter abhängig! Lassen Sie nur gesunde Hunde schwimmen. Hunde mit Herzerkrankungen, offenen Wunden oder einer Ohrenentzündung etc. müssen am Ufer bleiben.

  • Lassen Sie Ihren Hund niemals unbeaufsichtigt am oder im Wasser!
  • Das Schwimmen mit vollem Magen ist tabu!
  • Langsames heranführen ans kühle Nass bei heissen Temperaturen.
  • Den Hund nie an Orten mit starker Strömung schwimmen lassen!
  • Wenn Sie gemeinsam mit Ihrem Hund schwimmen, immer darauf achten, dass er Sie mit seinen Krallen nicht verletzten kann.
  • Achten Sie auf Glasscherben oder spitze Gegenstände im oder am Wasser.
  • Pfützen und stehende Gewässer können Bakterien (Leptospiren) beherbergen. Lassen Sie deshalb ihren Hund weder daraus trinken noch darin baden. Wir empfehlen Ihnen, den Hund gegen Leptospirose impfen zu lassen.
  • Nehmen Sie für Ihren Hund immer genügend Trinkwasser mit!
  • Nach einem Bad im Meer sollten Sie den Hund immer kurz abspülen.
  • Trocknen Sie die Ohren Ihres Hundes nach dem Schwimmen gut ab, um Reizungen und Infektionen vorzubeugen.
  • Jagdhunde und junge Hunde, die Wasservögel jagen, sollten in der Nähe von Gewässern immer an der Leine gehalten werden. Bringen Sie Ihrem Hund bei, dass er nur mit ihrer Zustimmung ins Wasser darf.
Beachten Sie Badeverbote und nehmen Sie Rücksicht auf andere Badegäste an Orten, an denen das Schwimmen mit Hunden erlaubt ist.

Freitag, 14.07.2017Schwiizerdüütsch

Es Reisli i d’Innerschwiiz

Nimmt man sich einmal «es Schutzli Ziit», ein bisschen Zeit, und besucht das wunderschöne Nidwalden im Herzen der Schweiz, so ist man bald mit dem nidwaldner Dialekt konfrontiert und während man das «Dui» doch schnell als unser Du versteht, wird es mit Begriffen wie «Syyweli» für Ferkel oder «fleite» für winken, schon schwieriger. Ein «Härdwäslig» ist ein Erdklumpen, eine «dunkelchriidigi Nacht» ist stockfinster und möchte jemand ein «Zwächili» so meint er ein Handtuch.

Tiirligiiger
Das ist doch ganz einfach zu übersetzen, ein Türengeiger. Noch keine Idee? Wenn die Türe quietscht und durch ständiges Öffnen und Schliessen wie ein Geigenkonzert tönt. Wwenn es sich bei dieser geigenden Türe um die WC-Türe handelt, ja dann, dann hat man eben den «Tiirligiiger», den Durchfall.

Ofetori
Kartoffelstock wird mit Butter, Eier und Käse gemischt, mit «Schpäckwürfeli» belegt und im Ofen überbacken, bis der «Nidwaud’ner Ofetori» eine goldgelbe Farbe angenommen hat. Preiswert, sehr schmackhaft, einfach zuzubereiten und zusammen mit frischem Salat oder als Beilage zu einem Fleischgericht serviert, ist der «Ofetori» sehr vielseitig zu geniessen. Und weil das Gericht durch das Ofentor, die Ofentüre, rein und wieder raus muss, erklärt sich der Name ganz von selbst.

g’hirme
Ein «Hirmi» ist ein Ruheplätzchen, besonders, oder gerade, an Bergpfaden, eine Vorrichtung zum Ausruhen. Das kann ein Stein oder eine Bank sein – oftmals sogar gedeckt. Das Tatwort dazu «hirme» oder «g’hirme» bedeutet also sich ausruhen, vor Müdigkeit eine kurze Rast einlegen, «g’ruihe» wäre das bei uns. Die Herkunft ist nicht klar beschrieben, wahrscheinlich sind aber die Begriffe wie Mühe und müde aus demselben Ursprung entstanden.

kollatze
Auch als «challatze oder kallatz’ne» bekannt. Der Ursprung liegt im lateinischen «collationem» was in Etwa, ein Essen für mehrere Personen vorbereiten, bedeutet. Daraus wurde im Italienischen der Ausdruck «colazione» für Frühstück. Weil «colazione» nun doch ein schwieriges Wort ist, wurde daraus das nidwaldnerische «kollatze», im Sinne von zusammen frühstücken, «zäme z’Mörgele ebe». Das war aber nicht immer so: Früher wurde «kallatze» eher als kleiner Imbiss vor dem eigentlichen Essen, durchaus mit Getränken, verwendet, «es Aperöli ebe». Um 1560 wurde folgender Satz niedergeschrieben: «Im Wirtshüs han’i vor’em heimgoh no eppis g’chalatzet» und 1616 merkte ein Pfarrer an: «es sollet auch die Wirt an Fyrtägen, ob das der Gottsdienst üis ist, niemanden zu chalatzen geben». Tja, dass waren noch Zeiten, nix «Aperöli» bis dass die Kirche aus war.

Es Reissäckli isch es grüens Boueletäschli wo für d’Froue und Manne zur Nidwaudner Tracht derzue g’hört, es Säckli wo’mer mit uf d’Reis nimmt, wenn mer haut underwägs isch, isch doch no gäbig. Und sit das Säckli ebe zur Tracht g’hört, säge d’Tschifeler (d’Obwaudner) i de Nidwaudner ebe Reissäckler.


Es Fazeneetli (fazzoletto), es Nastuech, zeigt wie nöch d’Nidwaudner a Italie sind, s’rote Nastuech isch en Beschtandteil vo de Tracht und die ledige Manne löhnd’s amigs äxtra zum Hosebumper lo use hange, heijo, vo nüüt chunnt nüüt …
Freitag, 14.07.2017Polizei

Verhalten in einem Kreisel

Bild: ZVG

Rund, oval, drei oder vier Ausfahrten, doppelspurig, Lichtsignalanlage und Querung der Eisenbahn usw. Wir erklären Ihnen das richtige Verhalten im Kreisverkehr.

Was sagt das Gesetz?
Gemäss Artikel 41b der Verkehrsregelverordnung muss der Führer vor der Einfahrt in einen Kreisverkehrsplatz die Geschwindigkeit mässigen und den im Kreis von links herannahenden Fahrzeugen den Vortritt lassen. Bei der Einfahrt in den Kreisverkehrsplatz und, sofern kein Fahrstreifenwechsel erfolgt, bei der Fahrt im Kreis, muss der Führer die Richtung nicht anzeigen. Das Verlassen des Kreises muss jedoch angezeigt werden. Im Kreisel dürfen Velofahrer vom Gebot des Rechtsfahrens - auch bei Kreiseln mit mehreren Fahrstreifen - abweichen und in der Mitte der Fahrbahn fahren.

In den Kreisel einfahren:

  • Verlangsamen Sie vor dem Kreisel die Geschwindigkeit, seinen Sie bremsbereit.
  • Beim Einfahren in einen Kreisel müssen Sie kein Zeichen geben, da keine Richtungsänderung erfolgt.
  • Schauen Sie primär nach links, ob sich ein vortrittsberechtigtes Fahrzeug nähert. Gewähren Sie den Fahrzeugen von links den Vortritt, auch wenn diese noch nicht im Kreisel sind. Der von links kommende Fahrzeuglenker darf nicht behindert werden.
  • Fürs Einspuren bei Kreiseln mit mehreren Fahrstreifen benützen Sie den rechten Fahrstreifen, wenn Sie den Kreisel an der ersten oder zweiten Ausfahrt verlassen. Für alle anderen Ausfahrten bleiben Sie auf dem linken Fahrstreifen.

Den Kreisel verlassen:

  • Das Verlassen des Kreisels müssen Sie anzeigen.
  • Schneiden Sie anderen Verkehrsteilnehmern, insbesondere Zweiradfahrern, nicht den Weg ab.
  • Wenn Sie im Kreisel den Fahrstreifen wechseln müssen, um den Kreisel zu verlassen, dann haben Sie keinen Vortritt. Zeigen Sie allfällige Fahrstreifenwechsel an.

Wichtig:
Nicht einfach «Chopf abe ond dore», verlangsamen vor dem Kreisel! Nehmen Sie Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer!

Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Donnerstag, 06.07.2017Gesundheit

Schneiden oder nicht schneiden

Bild: ZVG

Schneiden oder nicht schneiden – diese Entscheidung ist in der Chirurgie nicht immer leicht. Manchmal ist sie das: Wird die Diagnose einer akuten Blinddarmentzündung, eines Oberschenkelbruches oder einer operativ behandelbaren, bösartigen Erkrankung gestellt, besteht die Notwendigkeit zur Operation.

Kann man jedoch Krankheiten oder Verletzungen mit einem chirurgischen Eingriff gut behandeln, hat aber auch befriedigende Ergebnisse ohne Operation, sieht die Entscheidungsfindung schon anders aus.

Bei einem Einklemmungssyndrom an der Schulter, einem sogenannten Schulterimpingment beispielsweise betragen die Erfolgsraten nach Operation, bei der man den einklemmenden Sehnenansätzen mehr Platz verschafft, ca. 85 – 90%.
Behandelt man die gleiche Erkrankung konservativ, das heisst mit ein bis zwei Injektionen unter den Schulterdachknochen mit anschliessender Physiotherapie und Instruktion eines Heimprogramms, kann man von einer Erfolgsrate von ca. 70 bis 75% ausgehen.

Hier ist die Erfolgsaussicht für die Operation zwar höher, man operiert jedoch jeden 6. bis 10. Patienten vergeblich, das heisst, man erreicht ein für den Patienten nicht befriedigendes Ergebnis. Bei einer konservativen Therapie kann man in diesem Beispiel 3 von 4 Patienten gut behandeln, dem vierten könnte man ja dann immer noch zu einer Operation raten. Abgesehen davon, dass man mit einer Operation die Beschwerden des Patienten auch deutlich vergrössern kann.

Auch bei noch unterschiedlicheren prozentualen Erfolgsergebnissen tendiere ich klar dazu, wo immer man eine akzeptable Aussicht auf eine Heilung ohne Operation hat, sollte man diesen Weg favorisieren.

Ich sehe leider auch in meiner Praxis immer wieder Fälle, die vor allem am Schultergelenk zu schnell operiert wurden. Und leider gibt es hier auch eine Stadt-/Landverteilung. Dort, wo viele Schulterchirurgen auf einen begrenzten Raum kommen, wie in grösseren Städten, ist die Operationsrate deutlich höher als anderswo. Dies ist – wie ich schon in mehreren Artikeln angemerkt habe - kein Ruhmesblatt für unsere Zunft.

Letztendlich ist die Entscheidungsfindung –schneiden oder nicht schneiden – ein Prozess zwischen Arzt und Patient, bei welchem auch noch andere Kriterien, wie Dauer der Rekonvaleszenz und Arbeitsunfähigkeit, Alter, sportliche Betätigung, soziales Umfeld etc. eine Rolle spielen.

Dr. med. Michael Kettenring

Donnerstag, 06.07.2017Haustier

Vierbeiniges Feriensouvenir

Bild: ZVG

Zugegeben: Es zeugt von der unendlichen Tierliebe vieler Menschen, wenn sie bei den leidenden, kranken oder misshandelten Tieren, die sie in fremden Ländern antreffen, nicht einfach wegschauen. Jedoch enden gut gemeinte Rettungsaktionen nicht immer wie gewünscht. Ein Tier aus den Ferien mit nach Hause zu nehmen, muss gut überlegt und geplant sein.

Informieren Sie sich über die Einreisebestimmungen, weil Sie sich bei einem illegalen Import von Heimtieren straffällig machen, und dabei riskieren, dass das importierte Tier in der Schweiz dann amtlich angeordnet euthanasiert werden muss. Vor allem in südlichen Ländern sind die Tiere von teils unheilbaren Krankheiten befallen, welche auch für den Menschen, insbesondere Kinder, ansteckend und gefährlich sein können. Vielleicht finden Sie eine Tierschutzorganisation vor Ort, die sich mit Ihrer finanziellen Unterstützung um die Situation kümmert, oder sie unterstützen aus der Schweiz seriöse Tierschutzorganisationen oder Vermittlungsstellen.

Wenn Sie sich aber schon immer ein Haustier gewünscht haben, keine eigenen Hunde und Katzen haben, und ein Tier nicht nur aus karitativen Zwecken adoptieren möchten, so müssen Sie sich zuerst absichern, dass kein Besitzer Anspruch auf das Tier erhebt. Danach ist der Gang zum Tierarzt für einen gründlichen Untersuch mit Blutuntersuch (bei Hunden) unverzichtbar. Das Tier muss mit einem Microchip identifiziert und mindestens 3 Wochen vor der Einreise in die Schweiz gegen Tollwut geimpft werden, was im zu erstellenden Heimtierpass eingetragen wird. Bei zwei Wochen Ferienaufenthalt wird das schon schwierig. An der Grenze muss das Tier verzollt und in der Schweiz durch einen Tierarzt in der Datenbank Amicus eintragen werden, nachdem Sie sich als Hundehalter auf der Gemeinde registriert haben. Oft sind die Findeltiere schlecht sozialisiert und durch ihre unglückliche Lebensgeschichte geprägt. Auf die neuen Besitzer wartet also eine grosse Aufgabe.

Seriöse Organisationen, welche Tiere aus dem Ausland in die Schweiz vermitteln, verhelfen zwar dem Einzeltier zu einem besseren Leben, aber ändern leider oft nichts an der prekären Situation im Herkunftsland.

Und da wäre noch die Geschichte der Italien-Heimkehrer, die den Hund, welcher jeden Tag am Strand streunte und so anhänglich war, mit in die Schweiz nahmen. Hier stellte sich dann nach dem Ablesen des Microchips heraus, dass der Hund einem holländischen Feriengast am gleichen Strand gehörte, welcher ihn bereits vermisste. An der Raststätte zwischen der Schweiz und Holland fand dann die Rückgabe statt.

Freitag, 30.06.2017Polizei

Gute Autokindersitze schützen Leben

Bild: ZVG

Die Themen Sicherheitsgurten und Autokindersitze geben immer wieder Anlass für viele Fragen. Zudem müssen wir bei Verkehrskontrollen immer wieder feststellen, dass Führer und Mitfahrer oft nicht angeschnallt und Kinder nicht richtig gesichert sind. Auch auf kurzen Fahrten ist es wichtig, sich und die Mitfahrenden richtig anzuschnallen.

Die Ordnungsbussentatbestände bei Verkehrskontrollen lauten wie folgt:

Ziff. 312.1
Nichttragen der Sicherheitsgurten durch die Fahrzeugführerin oder den Fahrzeugführer

Ziff. 312.2
Mitführen eines nicht gesicherten Kindes unter 12 Jahren

Ziff. 800.1
Nichttragen der Sicherheitsgurten durch die Mitfahrerin oder den Mitfahrer

Die Ordnungsbusse beträgt in allen Fällen Fr. 60.–

Wir verweisen Sie auf die neu erschienene TCSBroschüre: «Auto-Kindersitze 2017». Diese sehr umfassend informative Broschüre können Sie auf jeder Polizeidienststelle gratis beziehen. Bei Möglichkeit informieren Sie sich bitte auch unter folgendem Link:
https://www.tcs.ch/de/testberichte-rat/kindersitze/kinder-richtig-sichern.php. Flyer sind auf dieser Website auch in verschiedenen Sprachen zum Bestellen und zum Herunterladen bereit.

Haben Sie Fragen, melden Sie sich bei ihrem Polizeiposten.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Donnerstag, 29.06.2017Gesundheit

Rettungsdienst des Spitals Menziken

Bild: ZVG

Der Rettungsdienst des Asana Spitals Menziken ist 24 Std./365 Tage einsatzbereit und leistet jährlich rund 1500 Einsätze. Das Einsatzgebiet umfasst insgesamt 15 Gemeinden im Wynen- und Suhrental, sowie westlich des Hallwilersees und zusätzlich die Gemeinde Pfeffikon im Kanton Luzern. Um eine optimale Abdeckung des Einsatzgebietes sicherzustellen, ist an Wochentagen tagsüber zusätzlich eine zweite Equipe im Einsatz.

Der primäre Leistungsauftrag des Rettungsdienstes ist die rettungsdienstliche Notfallversorgung im Einsatzgebiet rund um das Spital Menziken. Sie umfasst alle Massnahmen zur Erhaltung der Vitalfunktionen, zur Vermeidung von Sekundärschädigungen und zur Linderung von Schmerzen. Das übergeordnete Ziel ist die kompetente Durchführung aller nötigen Massnahmen vor und während dem Transport bis zur Übergabe im Zielspital. In der einsatzfreien Zeit unterstützen die Mitarbeitenden des Rettungsdienstes die verschiedenen Abteilungen des Spitals Menziken in der Patientenversorgung und Betreuung. Vor allem in den Bereichen Notfallstation, Anästhesie und auf den Akutabteilungen sind die Mitarbeiter des Rettungsdienstes regelmässig unterstützend tätig, wobei unabhängig von der Tätigkeit immer sichergestellt wird, dass bei einem Einsatz unverzüglich ausgerückt werden kann. Alle Einsätze werden von der Sanitätsnotrufzentrale 144 in Aarau koordiniert. Selbstverständlich wird der Rettungsdienst des Spitals Menziken auch für Einsätze ausserhalb seines primären Einsatzgebietes aufgeboten, wenn der zuständige Rettungsdienst keine Kapazität hat. Jedes Team ist durch mindestens einen Rettungssanitäter (Anerkennung Stufe Dipl. Höhere Fachschule) besetzt. Zusätzlich kommen Experten in Anästhesiepflege NDS HF zum Einsatz, welche über erweiterte medizinische Kompetenzen verfügen.

Der Rettungsdienst des Spitals Menziken pflegt einen intensiven Kontakt mit seinen Partnerorganisationen, den Feuerwehren im Einsatzgebiet, der Regionalpolizei aargauSüd und der Kantonspolizei Aargau. Insbesondere mit der Stützpunktfeuerwehr Oberwynental besteht eine enge Zusammenarbeit. In regelmässigen Übungen werden gemeinsame Einsätze simuliert und Abläufe trainiert.

Asana Gruppe AG
Spital Menziken
Spitalstrasse 1
5737 Menziken
Tel. 062 765 31 31

Freitag, 23.06.2017Schwiizerdüütsch

... wenn mer gigelet bem chüschele

chüschele

«Chüschele», das verstohlen miteinander reden, flüstern. Obwohl man sich beim «chüschele» naturgemäss sehr nahekommt, hat es leider nichts mit kuscheln zu tun. Das heute eher unbekannte Wort kosen für reden, plaudern, erzählen, steht dahinter. Liebkosen, das liebevolle und sehr vertraut miteinander sprechen, ist sicher noch bekannt. Wobei man heute mit liebkosen wohl eher streicheln und miteinander zärtlich sein meint. Nun, scheinbar ist kuscheln doch nicht so weit vom «chüschele» entfernt und der Unterschied liegt einzig darin, ob man miteinander spricht oder eben nicht. Wer weiss?

gigele

Kichern, in kurzen Tönen, auch ohne Ursache lachen, vor lachen vergehen. Ein Kinderspiel beschreibt es sehr schön: Man sitzt einander gegenüber und versucht den Mitspieler ohne Worte zum Lachen zu bringen. Wer zuerst «gigelet» hat verloren und muss ein Pfand abgegeben. Einzige Regel: wenn man die Zähne sieht, gilt dies als Lachen. Der Begriff «gigele» kommt von der Geige, vom geigen oder eben «giigele» und kann als lautnachmachend umschrieben werden, man tönt wie eine Geige. Es wird auch als schreien wie der Specht umschrieben, was mich doch ein bisschen verwirrt, es muss schrecklich tönen, wenn ein Specht schreit, oder etwa nicht?

bäje

Auch «bäie» oder «bäihe». Etwas durch Einwirken von Wärme (Sonne, Feuer oder warmem Wasser) langsam erweichen, halb schmoren, anrösten. Gut erklärend ist folgende Aussage dazu: «Ich ha d’Brotwürscht gärn guet brötlet, ned nume a’bäiet», gut angebraten, nicht nur warm gemacht. Und wer hat nicht in der Jugendzeit eine Brotscheibe über den glühenden Kohlen eines Lagerfeuers «a’bäiet», das war doch manchmal besser als die Cervelat dazu, oder? Hmmmm, «es Bäihibrot ebe», oder auf gut englisch: ein Toast.

nosche

«Es G’nosch», ein Durcheinander, entsteht, wenn man in Etwas «ume’noschet». »Nosche» bedeutet in etwas herumwühlen, suchen oder stöbern und es dadurch in Unordnung bringen. Hat man diese Unordnung dann perfektioniert und man findet das Gesuchte gar nicht mehr, so ist es definitiv «ver’noschet», verstecken ohne zu Wissen wo. Nun, wer hat noch nie etwas «ver’noschet»? Ein Ursprung des Wortes ist mir leider nicht bekannt, ein «Noscheli» oder «Nuscheli», das Schmusetuch der Kleinkinder, hat direkt nichts mit «noschen» zu tun, eher mit nuscheln, dem undeutlichen Sprechen. Gut, irgendwie logisch, mit einem Tuch im Mund, oder nicht?

Übrigens, en verbäite Mönsch isch eine wo d’Chälti ned verliide mag, en Ofebrüeter het mer ou derzue g‘seit, hüt würdi mer auwäg ehnder Warmduscher säge. Hihihi, irgendwie füehle ich mech so verbäit …

Lache isch g’sund und wenn mer vor luuter lache wie en Giige tönt, denn gigelet mer, mer posuunet und trompetet, es ganzes Orcheschter ertönt. Gits eigentlech de Usdruck saxofone?
Freitag, 16.06.2017Haustier

Auf den Zahn gefühlt

Bild: ZVG

Zahnschmerzen sind etwas sehr Belastendes, nicht nur für uns, sondern auch für unsere lieben Vierbeiner. Regelmässige Zahnpflege und Zahnkontrolle empfiehlt sich deshalb auch bei unseren Haustieren.

Zur Stärkung des Gebisses und vorbeugend gegen Zahnsteinbildung können Kauartikel oder Kauspielzeuge eingesetzt werden. Bei sehr kooperativen Tieren und Angewöhnung ist auch Zähneputzen möglich. In der Tierarztpraxis wird bei Untersuchungen vor Impfungen oder bei Routinechecks das Gebiss kontrolliert. Bei Welpen stehen die Zahnstellung und die Vollständigkeit des Gebisses im Vordergrund. Beim erwachsenen Tier wird vermehrt auf Zahnstein, Zahnfleischentzündung, Parodontose und abgebrochene Zähne geachtet. Da die meisten Tiere trotz Schmerzen noch fressen, kann man nicht davon ausgehen, dass ein leerer Futternapf eine Garantie für ein gesundes Maul ist. Bei Problemen fällt aber oft auf, dass das Fressverhalten sich verändert hat, z.B. wird mehr geschlungen, einseitig oder langsamer gefressen.

Manchmal unterbrechen die Tiere das Fressen und verlassen sogar zwischendurch den Futternapf. Auch ein starker Maulgeruch bis -gestank kann auf eine Erkrankung im Maul hindeuten. Genauere Untersuchungen können vom Tierarzt am Besten in Narkose durchgeführt werden. Wenn das Tier schläft, wird zuerst der Zahnstein mit Ultraschall entfernt, damit die Zähne genauer beurteilt werden können. Zusätzlich sind je nach Situation noch Röntgenbilder nötig. So können Erkrankungen der Zahnwurzeln und des Zahnhalteapparats erkannt und behandelt werden. Bei wackelnden oder gespaltenen Zähnen oder Wurzelabszessen bleibt oft nur die Extraktion des ganzen Zahnes übrig. Mit dem Verlust von Zähnen kommen unsere Hunde und Katzen aber sehr gut klar. Sobald der schmerzende Zahn weg ist, erholt sich das Zahnfleisch sehr schnell und die Tiere fressen wieder mit gutem Appetit.

Neben Zahnproblemen können im Maul auch weitere Krankheiten vorkommen, wie z.B. Tumore oder autoimmunbedingte Entzündungen. Im Gegensatz zu Hunden und Katzen, wachsen die Zähne bei Kaninchen und Nagern das ganze Leben lang weiter. Die Kontrolle von Gewicht und Fressverhalten ist deshalb auch bei diesen Tierchen empfehlenswert, um Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen oder Unklarheiten an uns oder Ihren Tierarzt. Wir beraten Sie gerne!

Freitag, 16.06.2017Gesundheit

Künstliche Hüftgelenke: Neues und Bewährtes

Bild: ZVG

Die Abnützung des Gelenkknorpels (Arthrose), ist die häufigste Gelenkerkrankung des Erwachsenen. Hüft- und Kniegelenke sind besonders häufig betroffen. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung hilft oft nur noch der Ersatz des Gelenkes durch ein sogenanntes künstliches Gelenk, auch Prothese genannt.

Durch stetige Verbesserung der Operationsmethoden und Implantate ist der künstliche Ersatz des Hüftgelenkes zu einer der erfolgreichsten orthopädischen Operationen überhaupt geworden und stellt eine sichere Methode dar, die Lebensqualität zu verbessern und den Erhalt der Mobilität langfristig zu gewährleisten. Ob eine operationsbedürftige Arthrose vorliegt, kann im Rahmen einer ambulanten Vorstellung in der orthopädischen Sprechstunde geklärt werden. Nach einem Gespräch, in dem die Art, Dauer und Ausprägung der Beschwerden erfragt werden, kann anhand der Untersuchung durch den Orthopäden und der gegebenenfalls ergänzend angefertigten Röntgenbilder ein Behandlungskonzept erstellt werden. In bestimmten Fällen ist zusätzlich die diagnostische und therapeutische Infiltration (Spritze ins Gelenk) durch den Orthopäden hilfreich.

Seit einigen Jahren kommen beim Einbringen künstlicher Hüftgelenke neben den «alten» Operationsmethoden auch besonders gewebeschonende, neue Operationsverfahren zum Einsatz. Der «kleine Schnitt», am Ende sichtbar durch die kürzere Hautnarbe, ist jedoch nur ein Merkmal dieser Operationsverfahren und alleine kein Garant für ein gewebeschonendes Vorgehen. Wesentlich wichtiger und entscheidend ist die Schonung der Muskulatur, um die Belastung des Körpers durch die Operation so gering wie möglich zu halten. Hierdurch kann in der Regel eine schnellere Regeneration und Mobilisation sowie früher wieder ein hohes Aktivitätsniveau erreicht werden.

Der Aufschwung und Erfolg der neuen Operationsmethoden wurde durch die konsequente und zielgerichtete Ausbildung der Ärzte ermöglicht und durch die Weiterentwicklung der Operationsinstrumente begünstigt. Dadurch können wir Orthopäden, die uns seit Jahren vertrauten und bewährten Implantate, trotz des kleineren «Zugangsweges» der muskelschonenden Operationstechnik, weiterhin optimal platzieren. Somit ist der Grundstein für eine lange Haltbarkeit des künstlichen Hüftgelenkes und Zufriedenheit unserer Patienten gelegt. Dr. med. Bernd Heinrich

Freitag, 16.06.2017Polizei

Lernfahrten: Das müssen Sie wissen

Irgendwann kommt der Tag: Ihre Tochter oder der Sohn möchten Autofahren lernen und Sie sollen sie oder ihn auf Übungsfahrten begleiten. Neben guten Nerven sind dabei noch andere Voraussetzungen und Bedingungen wichtig. Wir geben Ihnen eine Anleitung.

Allgemein:

  • Lernfahren sind grundsätzlich nur innerhalb der Schweiz erlaubt.
  • Bei jeder Lernfahrt muss ein «L» am Fahrzeug sichtbar befestigt sein.
  • Ausserhalb der Familie darf man nur eine Person pro Jahr auf Lernfahrten begleiten.
  • Die Handbremse muss beim Tragen des Sicherheitsgurtes wirksam durch die Begleitperson betätigt werden können.

Anforderungen an den Begleiter:

  • Die Begleitperson muss mindestens 23 Jahre alt sein.
  • Die Begleitperson muss seit wenigstens drei Jahren den entsprechenden Führerausweis besitzen und diesen nicht mehr auf Probe haben.
  • Die Begleitperson muss Fahrausweis und Fahrzeugpapiere mit sich führen.
  • Die Begleitperson darf nicht alkoholisiert sein.

Haftung und Versicherung:

  • Die Begleitpersonen müssen dafür besorgt sein, dass die Lernfahrt gefahrlos durchgeführt wird und die Verkehrsvorschriften eingehalten werden. Sie sind haftbar bei privaten Lernfahrten und können bestraft werden.
  • Für Begleiter von Lernfahrten reicht die normale Haftpflichtversicherung. Allerdings lohnt es sich kurz zu prüfen, ob man bei Versicherungsabschluss – um Prämien zu sparen – Lernfahrten nicht ausgeschlossen hat.

Bei Lernfahrten der Kategorien A1, A, B1 und F ist nicht zwingend eine Begleitperson mitzuführen. Mitfahrende müssen jedoch im Besitz des Führerausweises der entsprechenden Kategorie sein.

Lernfahrer dürfen verkehrsreiche Strassen erst befahren, wenn sie genügend ausgebildet sind, Autobahnen und Autostrassen erst, wenn sie prüfungsreif sind. Auf verkehrsreichen Strassen sind Anfahren in Steigungen, Wenden, Rückwärtsfahren und ähnliche Übungen untersagt.

Wir wünschen Ihnen weiterhin gute Fahrt!

Ihre Regionalpolizei.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg
Freitag, 16.06.2017Kinderapotheke

Eine Bindehautenzündung trifft Gross und Klein

Bild: ZVG

Bindehautentzündungen haben das ganze Jahr Saison – dennoch sehen wir die roten Augen in der Sommerzeit noch häufiger in der Apotheke. Als Bindehaut wird die feine, durchsichtige Schleimhaut bezeichnet, welche die Innenseite der Augen und den vorderen Teil des Augapfels bedeckt. Durch äussere Einflüsse wie Fremdkörper (Staub), chemische Reize (chlorhaltiges Wasser), Allergene (Tierhaare) und Krankheitserreger (meist Viren, seltener Bakterien) können Bindehautentzündungen ausgelöst werden. Im Säuglingsalter kommt als Ursache ein verstopfter Tränenkanal dazu. Bindehautentzündungen, welche durch Viren oder Bakterien ausgelöst wurden, sind ansteckend. So ist bei einer Infektion zunächst nur ein Auge betroffen, 1 bis 2 Tage später häufig auch das andere. Die Keime werden durch Schmier- oder Tröpfcheninfektion mit dem Augensekret über die Hände oder Gegenstände wie zum Beispiel Handtücher einfach auf weitere Personen übertragen. Bindehautentzündungen äussern sich je nach Infektion unterschiedlich. Manchmal sind die Augen morgens durch Sekret verklebt, manchmal sind sie gerötet, tränen und jucken stark. Auch ein Fremdkörpergefühl und das Brennen im Auge sind typische Anzeichen einer Bindehautentzündung. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Bindehautentzündung. Gerne nehmen wir uns für die Abklärung Zeit und stellen mit Ihnen zusammen einen altersgerechten Therapieplan zusammen. Stellen wir Komplikationen oder ein komplexes Krankheitsbild fest, überweisen wir Sie oder Ihr Kind an den Kinderarzt oder an den Augenarzt. Nutzen Sie Ihre kinderapotheke als erste Anlaufstelle wenn es um die roten Augen Ihrer Kinder geht – ohne Wartezeit und ohne Voranmeldung – sind wir gerne für Sie da. Seline Spahr, Pharma-Assistentin TopPharm Homberg Apotheke, zertifizierte medinform-kinderapotheke

Dienstag, 09.05.2017Schwiizerdüütsch

Ich sött uf’s Aabee!

Aabee

Ich weiss nicht ob der Ausdruck Aabee nur in der Schweiz üblich ist, egal, die korrekte Beschreibung? Eine sanitäre Einrichtung zur Aufnahme von Körperausscheidungen. AB als Abkürzung, ausgesprochen Aabee, steht für Abort, einen Ab-Ort. Das ist ganz einfach ein abgelegener Ort, eine Stelle fern der Stras­se gelegen, was ja auch irgendwie Sinn macht.

Weecee

Etwas moderner als der Abort tönt Weecee, WC, die Abkürzung aus dem englischen water closet (mit dem closet ist ganz einfach ein begehbarer Schrank gemeint, in unserem Fall Wasserklosett, sogar mit einem Wasseranschluss). Ganz ehrlich, ich habe mir bis jetzt noch nie Gedanken über begehbare Schränke gemacht, wenn ich mich aber so an früher erinnere, es Schiissihüüsli war ja nicht wirklich grösser als ein Schrank und die moderne Variante, das ToiToi, ergibt für mich das gleiche Bild. Immerhin wissen wir jetzt, woher die im Deutschen übliche Abkürzung Klo kommt. Und als Ergänzung: D’Tualette kommt vom französischen toilette, was ganz einfach ein Tüchlein meint – auch das macht Sinn, oder?

Dienstag, 09.05.2017Haustier

Die Kastration der Kätzin

Bild: ZVG

Es ist Frühling und die jungen Katzen erblicken das Licht der Welt. Jedoch ist nicht überall Katzennachwuchs erwünscht und die Überpopulation kann auch zu Problemen führen. Rechnet man die zweimonatige Trächtigkeitsdauer zurück, so werden die Katzen also ca. ab März gedeckt und die Rolligkeit beginnt bei Freiläufern im Februar (abhängig von den aktuellen Klima- und Wetterverhältnissen).

Der Ausdruck Rolligkeit hat seinen Ursprung in der Tatsache, dass sich die Kätzinnen in der Zeit der Empfangsbereitschaft über den Rücken hin und her rollen. In dieser Zeit sind die Kätzinnen nervös, schreien und sind unruhig (daher müssen in der Regel auch Wohnungskatzen kastriert werden).

Um die Katzenpopulation unter Kontrolle zu halten, das Zusammenleben erträglich zu machen und unerwünschten Nachwuchs zu verhindern, wird daher die Kastration der Kätzin vor der Rolligkeit empfohlen. Dabei handelt es sich um einen Routineeingriff, der meistens im Alter von ca. 7 Monaten in jeder Tierarztpraxis durchgeführt werden kann. Nachdem die Katze nüchtern in der Praxis abgegeben wird, erhält sie nach einem kurzen klinischen Untersuch die eine Narkose. Nach wenigen Minuten schläft sie dann bereits tief und fest und die Tiermedizinische Praxisassistentin beginnt mit den Operationsvorbereitungen: Die Katze wird auf dem Rücken auf dem Kastrationsbrett ausgebunden, der Bauch geschoren, gewaschen und desinfiziert. Was nun wohl die meisten, auch die Schnupperlehrlinge, jeweils überrascht: Nun wird das Brett gekippt, so dass die Katze kopfüber (also praktisch im Handstand) vor dem Operateur hängt. Diese Lagerung hat den Vorteil, dass sich die Darmschlingen der Katze nach vorne/unten verlagern und damit den Zugang zu den an Bändern fixierten Eierstöcken und Gebärmutter erleichtern. Durch einen kleinen, ca. 2 cm langen Schnitt in der Nähe des Bauchnabels wird die Bauchhöhle eröffnet, die Eierstöcke werden mit einem Kastrationshaken vorgelagert, abgebunden und entfernt. Die Bauchhöhle und die Haut werden mit einer Naht verschlossen. Ein kleines Pflaster schützt die Naht und mit einer Injektion beugen wir Schmerzen vor.

Bereits gegen Mittag darf die Katze wieder nach Hause und fühlt sich nach einem Tag Hausarrest meist schon wieder ganz wohl. Oft sind der Stress und die Angst vor und nach einem solchen Eingriff für die Katzenbesitzer sehr viel grösser als für das Tier selber. Daher informieren wir Sie auch mit einem Merkblatt über die wichtigsten Punkte und beantworten gerne Ihre Fragen.


Dr. med. vet. Patrick Curschellas, Kleintierpraxis Dr. S. Küng AG, Beromünster
www.kleintierpraxiskueng.ch

Dienstag, 09.05.2017Polizei

Verkehrsgrundregel und 3A-Training

Bild: ZVG

Im Strassenverkehrsgesetz (SVG) steht im Artikel 26 als Grundregel:

  1. Jedermann muss sich im Verkehr so verhalten, dass er andere in der ordnungsgemässen Benützung der Strasse weder behindert noch gefährdet.
  2. Besondere Vorsicht ist geboten gegenüber Kindern, Gebrechlichen und alten Leuten, ebenso wenn Anzeichen dafür bestehen, dass sich ein Strassenbenützer nicht richtig verhalten wird.

Damit dieser Grundregel nachgelebt werden kann, ist das sogenannte 3A-Training von Nutzen.

Die drei A bedeuten:

  • Wie ist das Alter?
  • Wie ist die Aufmerksamkeit?
  • Welches ist die Absicht?

Wenn sich Kinder im Bereich der Strasse aufhalten, ist besondere Vorsicht geboten. Besonders die kleinen Kinder sind meist mit sich selber beschäftigt und achten nicht auf den Verkehr. Kinder können plötzlich auf die Strasse rennen oder fahren.

Jugendliche und Erwachsene sind im Strassenverkehr meist aufmerksam. Trotzdem ist auch bei diesen Altersgruppen mit überraschenden Verhaltensweisen zu rechnen, vor allem bei Jugendlichen. Sie gehen oft grössere Risiken ein als Erwachsene.

Ältere Menschen sind in der Regel weniger beweglich als junge und haben oft Mühe, sich in schwierigen Situationen zurecht zu finden. Das Seh- und Hörvermögen ist bei vielen Betagten beeinträchtigt. Die Angst vor Stürzen macht sie zusätzlich unsicher.

Vor allem im Innerortsbereich können mit einer vorausschauenden, beobachtenden Fahrt die verschiedenen Strassenbenützer und ihre Absichten richtig eingeschätzt werden. So kann gewährleistet werden, dass niemand behindert oder gefährdet wird.

Ist der Blick auf das geliebte Smartphone gerichtet, kann der Grundregel nicht oder nur ungenügend Folge geleistet werden. Dabei sind nicht nur Fahrzeuglenker, sondern auch Fussgänger, welche oft Strassenquerungen ohne jeglichen Blick nach links oder rechts vornehmen, gemeint.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Melden Sie sich bei Ihrer Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Montag, 08.05.2017Gesundheit

Die Dupuytrensche Erkrankung

Bild: Frank C. Müller / CC-BY-SA 4.0

Baron Dupuytren war ein französischer Chirurg, der 1832 erstmals eine Erkrankung beschrieb, die in einer Verdickung und Strangbildung der sogenannten Palmarfaszie besteht. Diese bindegewebige Schicht liegt unter der Haut der Handinnenfläche und schützt die darunter liegenden Gefässe, Nerven und Sehnen.

Diese Stränge können stören und beeinträchtigen schliesslich die Fingerstreckung, da sie sich verkürzen.

Die Entstehung der Erkrankung ist unklar, gehäuft tritt sie im 4. oder 5. Lebensjahrzent bei Männern auf, Frauen sind weniger betroffen. Diabetiker haben ein höheres Risiko, ebenso Nordeuropäer gegenüber Südländern. Zudem besteht eine genetische Disposition.

Die Diagnose ist einfach zu stellen. Es lassen sich die typischen Stränge, welche von der Handinnenseite bis zu den Fingern reichen können, gut tasten.

Die Behandlung bestand bisher hauptsächlich in der chirurgischen Entfernung, wobei einerseits nicht zu früh, andererseits nicht zu spät operiert werden sollte. Kann man also die Finger noch komplett strecken, ist es eigentlich zu früh für einen operativen Eingriff, da die Stränge häufig wieder auftreten und die resultierende Narbe mehr stören kann als der ursprüngliche Strang selbst.

Operiert man erst in einem Stadium, in dem die Finger schon sehr stark gebeugt sind, kann man durch die Entfernung des Stranges allein häufig keine komplette Streckung mehr erreichen, da einerseits die Gelenke nicht mehr beweglich sind, andererseits sich schon die Haut verkürzt hat und so eine auch entsprechende Deckung nach Operation nur mit grösseren operativen Hautverschiebungen oder- verlagerungen möglich ist.

Eine relativ neue und in meiner persönlichen Erfahrung bisher effiziente Methode ist das Einspritzen von Kollagenase in den Bindegewebsstrang. Das Enzym Kollagenase, welches direkt in den Strang injiziert wird, löst den Strang an dieser Stelle auf, sodass 24 bis 48 Stunden nach der Injektion der Strang manuell aufgedehnt werden kann. Hiermit lassen sich häufig auch bei ausgedehnten Beugedeformitäten der Finger noch für den Patienten befriedigende Ergebnisse erzielen. Es existieren jedoch noch keine Langzeitstudien zu diesem Verfahren. Zudem lässt sich die Pharmaindustrie eine Injectionsampulle mit über 1000 Franken (!) vergüten.

Welches Verfahren bei welchem Patienten zur Anwendung kommt, muss individuell entschieden werden und wird in einem ausführlichen Gespräch zwischen Chirurg und Patient erörtert.

Anschliessend wird sowohl nach Operation als auch nach Injektionsbehandlung intensiv physiotherapeutisch behandelt, um die Beweglichkeit wiederherzustellen. Eine lokale Narbenbehandlung ist ebenso notwendig.


Dr. med. Michael Kettenring
Facharzt FMH für Chirurgie und Unfallchirurgie

Montag, 08.05.2017Kinderapotheke

Die halbe Dosis für Anja?

Bild: ZVG

Anja und Marco sind nach dem schönen Tag im Schnee so richtig müde und schlafen tief und fest. Als sie am nächsten Morgen jammernd mit Fieber, Schnupfen und Husten erwachen, hat damit niemand gerechnet.

Die Eltern setzen bei einer solchen Erkältung stets auf ein bewährtes Fieber- und Schmerzmittel in Pulverform. Die Hälfte der Pulverdosis für die 10-jährige Anja und etwas weniger als die Hälfte für den kleineren 6-jährigen Marco; das würde wohl gehen, um das Fieber zu senken und die Kopfschmerzen zu lindern, oder? Sicherheitshalber ruft die Mutter vorher noch ihre kinderapotheke an …

Fragen dieser Art werden uns in der Apotheke immer wieder gestellt. Eine generelle Antwort darauf gibt es nicht. Denn die Entwicklung der Kinder erfolgt nicht linear oder in allen Bereichen parallel. In den verschiedenen Lebensabschnitten werden von Natur aus verschiedene Entwicklungsschwerpunkte gesetzt. So wird kurz vor der Geburt zum Beispiel die Entwicklung der Atemwege besonders gefördert. Nach der Geburt wird die Entwicklung des Magen-Darm-Traktes und der Verdauung in den Vordergrund gestellt, damit das Kind für das weitere Wachstum in einigen Monaten nicht mehr ausschliesslich auf Muttermilch angewiesen ist. Gerade der Entwicklungsgrad des Magen-Darm-Traktes ist für die Verabreichung, aber auch für die Aufnahme und Ausscheidung von Medikamenten und Wirkstoffen äusserst wichtig. Der Grad der Entwicklung und somit das Entwicklungsalter des Kindes spielt für die Festsetzung von Dosierungen und Verabreichungsart von Medikamenten im Kleinkindalter eine grosse Rolle.

Auch der Stoffwechsel funktioniert in den verschiedenen Lebensabschnitten der Kinder ganz unterschiedlich. Gewisse Arzneistoffe können Kinder nur ganz schwer abbauen und wieder ausscheiden. Deshalb sind einige Wirkstoffe in der Kindermedizin gar nicht erlaubt oder dürfen erst ab einem gewissen Alter eingesetzt werden.

Dazu kommt, dass die meisten Medikamente ausschliesslich an Erwachsenen getestet werden. In der wissenschaftlichen Literatur findet man deshalb keine Fakten, nur Hinweise und Beobachtungen für die Anwendung und die Wirksamkeit bei Kindern.

Es lohnt sich also, sich vor der Anwendung von Medikamenten und Wirkstoffen bei einer Fachperson für Kindermedizin und Kindermedikamente zu erkundigen. Lassen Sie sich in Ihrer kinderapotheke beraten!


Barbara Kursawe, Apothekerin
TopPharm Homberg Apotheke, zertifizierte medinform-kinderapotheke

Dienstag, 11.04.2017Schwiizerdüütsch

... und plötzlech cha’mer änglisch

tschutte

Nein, das hat nichts mit Schutt (Abfall) oder schütten zu tun. Tschutten ist ein Wort das zeigt, wie international doch das Schwiizerdüütsch eigentlich ist, Fussball spielen ist damit gemeint. Tschutten kommt vom englischen to shoot (ausgesprochen: tu schuut ) und bedeutet schiessen, mit dem Ball aufs Tor schiessen, so einfach. Das Fussball spielen (Soccer) kam aus England in die Schweiz, weshalb auch viele Vereine noch englische Namen haben, zum Beispiel die Grasshoppers (Grashüpfer) aus Zürich, die Old Boys (alte Knaben) aus Basel und die Young Boys (junge Knaben) aus Bern.

blöffe

Täuschen, blenden, vielleicht auch betrügen, das macht nur ein Blöffer. Auch hier ist die englische Sprache der Ursprung. Ausgehend von Kartenspielen wie Bridge, Canasta und vor allem Poker fand der Begriff Bluff Eingang in unsere Alltagssprache und beschreibt allgemein eine Form der Täuschung, die gerade den besonderen Reiz dieser Kartenspiele ausmacht, das Vortäuschen eines guten Blattes, um den Gegner zu Fehlern zu verleiten. So wurde also aus der spielerischen Täuschung, der für uns enttäuschende Blöffer, der Angeber oder Grossschnorri ebe.

Dienstag, 11.04.2017Haustier

Augenverletzungen bei Katzen

Bild: ZVG

Eine Augenverletzung wird durch einen Fremdkörper verursacht, der entweder ins Auge eingedrungen ist oder dieses vollständig durchbohrt hat. Wenn Ihre Katze helles Licht meidet, ein Auge zukneift, während das andere geöffnet ist, schielt oder nur einseitig blinzelt, besteht der Verdacht auf eine Verletzung des Auges.

Katzen haben auch ein drittes «Augenlid», eine dicke Membran, die das Auge vor Kratzern und Schmutz schützt. Trotzdem sind Katzenaugen anfällig für Verletzungen. Häufige Ursachen von Augenverletzungen bei Katzen sind:

Dienstag, 11.04.2017Kinderapotheke

Soll ich mein Kind impfen lassen?

Bild: ZVG

Bei der Geburt haben Babys einen gewissen natürlichen «Nestschutz». Abwehrstoffe gegen viele Krankheiten werden noch im Mutterleib übertragen. Danach versorgt die Muttermilch, besonders die Vormilch, das Kind mit diesen wertvollen Schutzstoffen.

Aber spätestens nach wenigen Monaten muss sich der kleine Organismus ein eigenes Abwehrsystem aufbauen. Unterstützen kann man das Kind, indem man sein Abwehrsystem durch eine Impfung zu einer Abwehrreaktion stimuliert.

Impfen ist ein heikles Thema, welches Diskussionen auslösen und manchmal nur mit Schwierigkeiten entspannt thematisiert werden kann. Das Vertrauen in Impfungen wurde durch viele mediale Kontroversen und Gerüchte in den letzten Jahren erschüttert. Ausserdem hat die gute Schutzwirkung der Impfungen dazu geführt, dass Infektionskrankheiten praktisch unsichtbar geworden sind. Impfungen sind das wirksamste Mittel, um Ihr Kind gegen verschiedene potentiell schwere Krankheiten und deren mögliche Komplikationen zu schützen. Sie ahmen eine natürliche Infektion nach, ohne jedoch Krankheitssymptome zu verursachen, und rufen im Körper eine Abwehrreaktion hervor.

Als in den 1950er-Jahren in der Schweiz Impfungen gegen häufige Infektionskrankheiten eingeführt wurden, war der Erfolg enorm. Endlich konnte man sich beispielsweise gegen den Polio-Virus schützen, der die gefürchtete «Kinderlähmung» auslöste. Pocken, eine Geissel der Menschheit, wurde ausgerottet. Die Diphterie, eine oft lebensbedrohliche Atemwegserkrankung, verlor ihren Schrecken sowie auch der Starrkrampf oder Keuchhusten. Die schweren Kinderkrankheiten Masern, Mumps und Röteln wurden mit der Einführung der ersten kombinierten Impfstoffe selten.

Der Schweizerische Impfplan wird vom Bundesamt für Gesundheit, BAG, in Zusammenarbeit mit unabhängigen Experten und Swissmedic erarbeitet. Er wird jährlich aktualisiert und enthält Empfehlungen mit Schemata für verschiedene Alterskategorien und Risikogruppen. Das BAG empfiehlt für Säuglinge und Kinder verschiedene Impfungen gegen Infektionskrankheiten. Wer sein Kind impfen lässt, schützt es und trägt dazu bei, dass diese Krankheiten sich nicht auf andere übertragen und ausbreiten.

Das Team der Toppharm Homberg Apotheke berät Sie gerne persönlich bezüglich Basis- und Nachholimpfungen, beantwortet ihre Fragen und erstellt für Sie einen elektronischen Impfausweis. Mit diesem Hilfsmittel können Lücken in der Impfanamnese festgestellt werden und die häufig schlecht leserlichen oder verloren gegangenen Impfausweise auf Papier ersetzt werden.


Britta Moennig, Apothekerin
TopPharm Homberg Apotheke, zertifizierte medinform-kinderapotheke

Donnerstag, 06.04.2017Polizei

Atemalkoholprobe

Bild: ZVG

Die vom Parlament im Rahmen von «Via Sicura» beschlossene beweissichere Atemalkoholprobe im Strassenverkehr wurde am 1. Oktober 2016 eingeführt. Neu wird es auch im Kanton Aargau so umgesetzt.

Zur Feststellung der Fahrunfähigkeit kann bereits heute eine Atemalkoholprobe durchgeführt werden. Das Ergebnis genügt aber nur dann als Beweis, wenn der Wert unter 0,80 Promille liegt und die betroffene Person diesen mit ihrer Unterschrift anerkennt. In anderen Fällen war für den Nachweis der Angetrunkenheit eine Blutprobe nötig.

Heute sind auf dem Markt technisch sehr hochentwickelte Geräte erhältlich, die auch im Bereich von 0,80 Promille oder mehr den Atemalkoholwert beweissicher bestimmen können. Diese werden in zahlreichen EU-Staaten und weiteren Ländern bereits seit längerem eingesetzt. Das Parlament hat deshalb im Juni 2012 im Rahmen von «Via Sicura» beschlossen, dass künftig auch in der Schweiz die Angetrunkenheit im Regelfall mit der Atemalkoholprobe bewiesen wird und eine Blutprobe nur noch bei Verdacht auf Betäubungsmittelkonsum auf Verlangen des Betroffenen oder in Ausnahmefällen nötig ist.

Bei einer Atemalkoholprobe wird gemessen, wie viel Alkohol die betroffene Person in ihrer Atemluft hat (Milligramm Alkohol pro Liter Atemluft; mg/l). Bei einer Blutprobe wird ermittelt, wie viel Alkohol jemand im Blut hat (Gramm Alkohol pro Kilo Blut; g/kg = Promille). Für die beiden Messarten werden somit unterschiedliche Messeinheiten verwendet.

Um den Wert einer Atemalkoholprobe in einer Blutalkoholkonzentration auszudrücken, kann das Ergebnis der Atemalkoholprobe einfach verdoppelt werden:

Missachtung des Alkoholverbots:
Atemalkoholkonzentration 0,05 mg/l
Blutalkoholkonzentration 0,10 Promille

Fahren in angetrunkenem Zustand:
Atemalkoholkonzentration 0,25 mg/l
Blutalkoholkonzentration 0,50 Promille

Fahren mit qualifizierter Alkoholkonzentration:
Atemalkoholkonzentration 0,40 mg/l
Blutalkoholkonzentration 0,80 Promille

Bei Fragen zum Thema Alkoholtests wenden Sie sich an den nächsten Polizeiposten.

Gute und sichere Fahrt!
Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Donnerstag, 06.04.2017Gesundheit

Meniskus nähen?

Bild: ZVG

Der Meniskus ist eine knorpelige Scheibe, die sich zwischen Ober- und Unterschenkel im Knie befindet. Er ist sozusagen der «Stossdämpfer« des Gelenkes. Im Aussenbereich, wo er an der Gelenkkapsel festgewachsen ist, wird er noch etwas durchblutet (rote Zone). Es folgt eine mittlere Zone (rot-weiss), in der noch etwas Blut ankommt, gefolgt von der weissen Zone, die komplett über die Gelenkflüssigkeit ernährt wird.

Leider können nur Risse in der roten oder rot-weissen Zone genäht werden, weil nur dort eine Heilung stattfinden kann. Dies betrifft vor allem Meniskusrisse bei jungen und mittelalten Patienten, die sich beim Verdrehen des Kniegelenks die Läsion zuziehen. Verschleissrisse befinden sich meistens am Innenrand des Meniskus, also in der weissen Zone, die für eine Heilung nicht zugänglich ist.

Kann der Meniskus genäht werden, stehen heute einige sehr gute Methoden zu Verfügung. Hier vorstellen möchte ich die All-inside-Technik, bei der der Meniskus durch ein kleines Ankersystem wieder an der Kapsel fixiert wird. Nach Aufrauhen der Rissränder zwecks besserer Durchblutung wird der Meniskus mit einer kleinen Nadelpistole durchstochen.

Mit der Nadel werden in zwei Schritten zwei kleine Kunststoffanker hinter die Kapsel «geschossen», die mit einem Faden verbunden sind. Zieht man im Anschluss von der Gelenkseite den Faden an, spannt sich der Faden und der Riss wird komprimiert.

Da Meniskusrisse meistens im hinteren Anteil des Kniegelenkes sind und dort keine Durchstichsysteme, bei denen man von innen komplett nach aussen sticht oder umgekehrt von aussen nach innen, benutzt werden können aufgrund möglicher Nerven- oder Gefässverletzungen, ist man bei der Naht sehr stark auf funktionierende All-inside-Nahttechniken angewiesen. Dies lassen sich die entsprechenden Firmen fürstlich bezahlen. Ein «Schuss» mit der Nahtpistole sozusagen mehrere hundert Franken. Für eine suffiziente Naht braucht man häufig mehrere dieser Ankersysteme, um ein Verschluss des Risses zu bewerkstelligen.

Da der Meniskus wie alle schlecht durchbluteten Gewebe mehrere Wochen Zeit braucht, um zu heilen, darf der Patient 6 Wochen nur mit 20 kg belasten. Während dieser Zeit erfolgt Physiotherapie sowie ein Heimprogramm, welches täglich durchgeführt werden muss. Limitierung der Beugung auf 90 Grad. Anschliessend wird die Belastung des Beines über 4 Wochen gesteigert, ab der 8. Woche darf auf dem Fahrradergometer trainiert werden. Eine komplette Rückkehr zu einem kniebelastenden Sport (z. B. Fussball, Unihockey, Ski) ist meist erst nach einem halben Jahr möglich.


Dr. med. Michael Kettenring
Facharzt FMH für Chirurgie und Unfallchirurgie

Montag, 06.03.2017Schwiizerdüütsch

Ön pöö us’em Wälsche

Ja, die Romandie, unser Welschland, wenn da nur nicht die Sprache wäre, wälsch ebe, und doch haben wir in unserem ganz normalen Sprachgebrauch nicht wenige Wörter mit französischem Ursprung. Übrigens, der Ausdruck Welsch hat im Deutschen auch die Bedeutung: fremde, unverständliche Sprache – und irgendwie erklärt das einiges.

charisiere

Wenn der holde Herr seiner geliebten Dame schöntut und er ihr den Hof macht, wenn er um das Mädchen wirbt und es sogar des Abends besucht, dann ist er am charisiere, abgeleitet vom französischen caresser: entzückt, verliebt sein.

Montag, 06.03.2017Gesundheit

Unnötige Operationen?

Bild: Pixabay

Man liest immer wieder davon: unnötige Operationen. Und ja, es gibt sie. Und es gibt Studien, die eindeutig belegen, dass dies bei stationären Behandlungen auch vom Versicherungsstand des Patienten abhängig ist. Das heisst, privat oder halbprivat Versicherte werden deutlich häufiger operiert wie allgemein Versicherte. In Städten mit hoher Arztdichte ist dieses Phänomen besonders zu beobachten.

Das ist kein Ruhmesblatt für die Mitglieder der chirurgischen Fachrichtungen. Für viele Medikamente und Behandlungsmassnahmen gibt es inzwischen belastungsfähige Studien, die den Nutzen einer Therapie belegen oder eben auch nicht. Für viele Operationen gibt es diese Studien leider noch nicht.

Manchmal gibt es in unserem Fachgebiet keine Alternative zur Operation, beispielsweise bei einer akuten Blinddarmentzündung oder einem eingeklemmten Leistenbruch. Ob man jedoch bei einem Patienten ein gerissenes Kreuzband operieren muss, ist abhängig vom Alter, den sportlichen Ambitionen, der erreichbaren Stabilität ohne Kreuzband und von einigen anderen Faktoren mehr. Auch muss man sicherlich nicht jeden Riss eines Meniskus operieren oder jedes Kalkdepot an der Schulter entfernen. Und ähnlich ist es bei einigen Krankheitsbildern, vor allem auch an Schulter und Kniegelenk, den von mir häufig behandelten Gelenken.

Der Patient sollte durch eine entsprechende Aufklärung in die Lage versetzt werden, selbst eine Entscheidung zu treffen. Und möchte er diese noch absichern, wird kein verantwortungsvoller Chirurg etwas gegen die Einholung einer Zweitmeinung haben.

Entscheidet der Patient sich für eine Operation, muss es speziell bei der Behandlung des Bewegungsapparates ein gutes Zusammenspiel zwischen Operateur, Patient und Physiotherapeut geben. Funktioniert ein Teil dieser Dreierbeziehung nicht oder nicht ausreichend gut, wird das Ergebnis zwangsläufig unbefriedigend sein. Das heisst, auch der Patient trägt hier eine Eigenverantwortung, indem er sich beispielsweise an Vorgaben des Bewegungsausmasses oder der Gewichtsbelastung hält.

Schon gar keine Rolle spielen sollte bei der Entscheidung – Operation ja oder nein – der Versicherungsstatus des Patienten. Die Tatsache, dass dies aber anscheinend der Fall ist, sollte Politik und Gesellschaft zum Nachdenken darüber anregen, ob die derzeitige Organisation und vor allem die Anreize im Gesundheitssektor nicht verbesserungsfähig sind. Das Belegarztsystem ist hier durchaus hilfreich. Der Patient kann sich seinen behandelnden Arzt und Operateur an einem öffentlichen Spital am Beginn der Behandlung aussuchen – unabhängig von seinem Versicherungsstatus.


Dr. med. Michael Kettenring
Facharzt FMH für Chirurgie und Unfallchirurgie

Donnerstag, 02.03.2017Haustier

Angst um Wuschel

Bild: ZVG

Zugegeben, wir können uns nicht alles merken. Und da kommt es manchmal vor, dass wir auf der Strasse oder im Einkaufsladen jemanden antreffen, uns aber partout der dazugehörende Name nicht einfallen will.

Oft sehen wir in unseren Gedanken noch das passende Tier dazu. Damit hat es sich dann aber. Nehmen Sie es uns also nicht übel, wenn wir dann nach ihrem Namen fragen müssen und die Krankengeschichte ihres Tieres in unserer Praxisdatei zwar gut aufgehoben ist, aber in unseren Hirnzellen in irgendeiner vergessenen Schublade liegt. Im Gegenzug geniesse ich es persönlich sogar ein wenig, wenn es umgekehrt läuft und ich merke, dass eine Kundin oder ein Kunde mein Gesicht erkennt, es aber nicht zuordnen kann.

Es gibt aber Geschichten, die wir nicht vergessen, wohl deshalb, weil wir sie immer wieder erzählen. So kommen die Meerschweinchenbesitzer manchmal folgende Geschichte zu hören: Eines Abends läutet es an unserer Tür im Mehrfamilienhaus und beim Öffnen stehen mir drei in Tränen aufgelöste Mädchen gegenüber. In der Hand hält ein Kind eine Schachtel mit einem Meerschweinchen drin. Stotternd erklären mir alle zusammen, dass das arme Tier sterbe: «Es zappelt und liegt auf der Seite und dann bewegt es sich gar nicht mehr!» Auf den ersten Blick macht der kleine Wuschel keinen schlechten Eindruck auf mich. Wir beruhigen uns alle und nehmen das Meerschweinchen für den Untersuch aus der Schachtel. Die Suche startet im Fell und sofort werden wir auch fündig: Schuppenähnliche kleine weissbeige, sich bewegende «Dinger» werden beim Scheiteln des Fells sichtbar. So unscheinbar diese Tierchen von blossem Auge aussehen, so eindrücklich erkennt man unter dem Mikroskop aber den ganzen Haarling mit seinem Mundwerkzeug. Von Tier zu Tier übertragen und vielleicht mit einem neuen Tier eingeschleppt, bleibt die Erkrankung meist unentdeckt, bis es dann beim Kratzen zu Hautläsionen und Sekundärinfektionen kommt. Oder wie bei diesem Tier, wo der Juckreiz zu einem epileptischen Anfall geführt hat. «Ihr müsst euch also nicht um euren Wuschel sorgen», kann ich zu den Kindern sagen, «morgen behandeln wir alle eure Kleinnager mit einem Parasitenmittel und alles wird gut».

Auch wenn die Haarlinge kaum auf Menschen übertragen werden, hatten die Mädchen dann etwas mehr Abstand zu ihren Tieren und am nächsten Tag in der Schule auch etwas zu erzählen.


Dr. med. vet. Patrick Curschellas, Kleintierpraxis Dr. S. Küng AG, Beromünster
www.kleintierpraxiskueng.ch

Donnerstag, 02.03.2017Polizei

Richtig feuern

Bild: Pixabay

Richtig feuern im Freien, im Gartencheminée oder in einer Wohnraumfeuerung – ohne Belästigung der Nachbarn und der Umwelt:

Richtig feuern heisst emissionsarm mit naturbelassenem Stückholz wie Scheiten aus trockenem Nadel- oder Laubholz, die mindestens zwei Jahre an einem geschützten Ort im Freien getrocknet wurden. Im Weiteren dürfen Holzbriketts aus naturbelassenem Holz, welche die DIN-Norm erfüllen, verfeuert werden.

Verboten ist das Verbrennen von allen anderen Materialien. Dazu gehören auch Zeitungen, Zeitschriften, Karton, Verpackungsmaterial, sämtliche Kunststoffe, Hausabfälle usw.

Die Polizei wird oftmals gerufen, wenn im Quartier Geruchs- und Rauchemissionen unerträglich werden. Nach Ermittlung des Verursachers wird das Feuer gelöscht und die Angelegenheit mit einer Ordnungsbusse erledigt. Gemäss Art. 19 des Polizeireglements ist bei Verbrennen von Materialien in kleinen Mengen in bebautem Gebiet eine Ordnungsbusse von Fr. 150.00 fällig.

Deshalb ist es wichtig, möglichst legal, geruchs- und rauchfrei zu feuern, damit die Nachbarschaft nicht gestört und die Umwelt nicht belastet wird.

Leider muss bei Meldungen von Geruchsemissionen immer wieder festgestellt werden, dass Personen ihr Gartencheminée oder ihre Wohnraumfeuerung als kleine Kehrichtverbrennungsanlagen missbrauchen. Dies meistens bewusst zu nächtlichen Zeiten, wobei auch in solchen Fällen der Verursacher ermittelt werden kann. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Feuerungskontrolleuren können Aschenproben zur Untersuchung gesichert werden. Wird festgestellt, dass unerlaubte oder grosse Mengen Materialien verbrannt wurden, kann es zur Anzeige an die Staatsanwaltschaft kommen. Vergehen in Sachen Umweltschutzgesetz bedeuten oftmals sehr hohe Bussen.

Damit ein unliebsamer Besuch der Polizei betreffend widerrechtlichem Feuern vermieden werden kann, informieren Sie sich doch vorher im Internet über folgende Links:

https://www.ag.ch/de/bvu/umwelt_natur_landschaft/umweltschutzmassnahmen/luftreinhaltung/feuern_im_freien/feuern_im_freien_1.jsp

https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/bvu/dokumente_2/umwelt__natur___landschaft/umweltschutzmassnahmen_1/luftreinhaltung_3/Feuern-mit-Holz-gewusst-wie.pdf

www.fairfeuern.ch

Haben Sie weitere Fragen zum Thema? Fragen Sie ihre Regionalpolizei, ihren Kaminfegermeister oder Feuerungskontrolleur.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Donnerstag, 02.03.2017kinderapotheke

Heuschnupfen bei Kindern

Bild: ZVG

Wenn die Tage länger und wärmer werden, freuen sich die Einen über das Erwachen der Natur und das Blühen, für die Anderen beginnt die unangenehme Zeit der Pollenallergie. Bei Kindern tritt die Pollenallergie in der Regel erst im Kleinkindalter auf oder später.

Die Behandlung bei kleinen oder schulpflichtigen Kindern ist oft nicht einfach, da die wenigen für Kinder geeigneten Medikamente auch unerwünschte Wirkungen wie Müdigkeit haben können. Eine natürliche, sehr gut wirksame und verträgliche Methode für die Behandlung der Heuschnupfenbeschwerden bietet die Therapie mit Schüssler-Salzen. Es handelt sich dabei um Tabletten, welche als Grundlage Milchzucker enthalten und mit verschiedenen Spurenelementen, wie zum Beispiel Magnesium oder Kalzium, angereichert sind. Die Tabletten können gelutscht oder in Wasser gelöst werden. Durch den süsslichen Geschmack werden sie von Kindern in der Regel gerne eingenommen. Nebst den Tabletten sind Schüssler-Salze auch als laktosefreie Tropfen oder zur äusserlichen Anwendung als Salben erhältlich.

So kann für jedes Bedürfnis die optimale Therapie zusammengestellt werden. Schüssler-Salze unterstützen die natürlichen Funktionen des Körpers auf sanfte Weise und können auch bei einer Therapie mit schulmedizinischen Präparaten zur Ergänzung kombiniert werden. Sei es vorbeugend oder in der akuten Situation, mit der richtigen Zusammenstellung von Schüssler-Salzen sind die lästigen Beschwerden schnell wieder vergessen und dem Herumtollen im Freien steht nichts mehr im Wege. Kommen Sie zu uns in die kinderapotheke und lassen Sie sich von unseren Schüssler-Spezialistinnen zu diesem Thema umfassend beraten.


Heidi Roos, Pharma-Assistentin
TopPharm Homberg Apotheke, zertifizierte medinform-kinderapotheke

Dienstag, 07.02.2017Schwiizerdüütsch

En rüüdigi Hundsverlochete

Rüüdig

Zum Glück verstehen wir das im angrenzenden Aargau auch, denn eigentlich kann das fast nur ein Luzerner oder eine Luzernerin sagen: rüüdig. Der Begriff ist auch schwierig zu erklären, man kann das Wort rüüdig eigentlich nicht übersetzen. Es bedeutet, dass etwas mehr ist als nur das Normale: besser, schöner, grösser. En rüüdigi Fasnacht könnte als eine geile oder Mega-Fasnacht übersetzt werden. Es het rüüdig vill Lüüt g’ha würde bedeuten, es waren mehr Menschen als üblich anwesend. Tja, gar nicht so einfach, vor allem, wenn man bedenkt, dass der Ursprung von rüüdig auf räudig, von Krätzmilben befallen, zurückgeht, man also damit eine Hautkrankheit meinte. Nun, vielleicht passt das ja zur Fasnacht. Nach ein paar durchgefeierten Nächten fühlt man sich eventuell wie von der Krätzmilbe befallen, oder wie man dem Kopfweh in diesem Moment dann auch immer sagen möchte.

Dienstag, 07.02.2017Haustier

Aszites: Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle

Bild: ZVG

Aszites ist die medizinische Bezeichnung für die Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle. Dies kann zu Symptomen wie Erbrechen, Bauchbeschwerden oder Appetitlosigkeit führen. Es kommt vor, dass kranke Katzen (auch Hunde) in reduziertem Allgemeinzustand bei uns vorgestellt werden. Sie sind abgemagert, haben aber eine sichtlich gefüllte Bauchhöhle.

Ursachen

Die Ursachen der Aszites können vielfältig sein, entsprechend variiert auch deren Behandlungsmethode. Wasseransammlungen finden wir bei verschiedenen entzündlichen Prozessen oder Krankheiten.

Beispiele:

Montag, 06.02.2017Gesundheit

Das Schultereckgelenk

Bild: ZVG

Das Schultereckgelenk ist die Verbindung zwischen Schulterdachknochen (Akromion) und Schlüsselbein (Clavicula). Die beiden Knochen sind mit Knorpel überzogen, der sich jedoch vor allem bei körperlich arbeitenden Menschen und bei Sportlern mit den Jahren abnutzt.

Hierbei kommt es wie an jedem anderen Gelenk schliesslich zu einem knöchernen Reiben zwischen den beiden Gelenkpartnern, was dann die Schmerzen verursacht. Es bilden sich teilweise Knochenanbauten, welche dann den Lauf der darunter gelegenen Sehnen beeinflussen oder gar zu Sehnenrissen führen können. Oberhalb der Schulter ist dann häufig ein schmerzhafter «Knubbel» tastbar, welcher teilweise druckschmerzhaft ist, aber auch schon in Ruhe Beschwerden verursachen kann.

Diagnostisch hilft ein normales Röntgenbild weiter, der Druckschmerz über dem Gelenk ist richtungsweisend, vor allem bei Bewegung des Armes zur Gegenseite hin. Eine Kernspintomografie ist nicht unbedingt erforderlich.

Zur Behandlung einerseits, aber auch als diagnostische Massnahme erfolgt eine Infiltration des kleinen Gelenkes mit einem schnell wirksamen Schmerzmittel, ggf. mit etwas Cortison zur Verlängerung des schmerzreduzierenden Effekts. Dies zur Sicherstellung der Treffgenauigkeit unter einem fahrbaren Röntgengerät, einem sogenannten C-Bogen. Diese Massnahme erfolgt ambulant durch mich im Spital Menziken im Anschluss an meine Operationstage (Dienstag/Donnerstag). Sollten die Beschwerden komplett zurückgehen, ist quasi der Beweis erbracht, dass die Beschwerden vom gespritzten Schultereckgelenk herrühren. In vielen Fällten kann dann durch lokale Kühlung, Einnahme von Schmerzmitteln und Applikation von entzündungshemmenden Salben (dort hilft Salbe, an der übrigen Schulter sonst nicht) ein Zustand erreicht werden mit dem man gut zurechtkommt.

Sollten die Beschwerden allerdings wieder auftreten, verbleibt als letzte Massnahme die Operation. Bei dieser wird arthroskopisch, d. h. per Schlüssellochtechnik, der äussere Rand des Schlüsselbeins (ca. 5 bis 6 mm) mit einer kleinen Fräse weggenommen. Danach sollten Schulterdachknochen und Schlüsselbein sich nicht mehr berühren und so die Schmerzen sich deutlich reduzieren. Manchmal bildet sich jedoch im Gelenk selbst eine Narbe aus, die dann wiederum Beschwerden verursachen kann. Unter Umständen ist dann nochmals eine Infiltration notwendig.


Dr. med. Michael Kettenring
Facharzt FMH für Chirurgie und Unfallchirurgie

Montag, 06.02.2017Kinderapotheke

Mikronährstoffe bei Kindern

Bild: ZVG

Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig für Gross und Klein, das ist uns allen bekannt. Sie sind unabdingbar für diverse Stoffwechselvorgänge im Körper, sie beugen Krankheiten vor, indem sie das Immunsystem unterstützen, und sie können bei verschiedenen Krankheitsbildern wie beispielsweise Allergien, Asthma, ADHS/ADS oder Kopfschmerzen eine positive Wirkung haben.

Obwohl uns ein riesiges Angebot an Nahrungsmitteln umgibt, treten Fehl- und Mangelernährungen häufiger auf, als man denkt. Diese werden oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt, wenn die körpereigenen Reserven total erschöpft sind.

Mit dem Essen von vielen Früchten und Gemüse ist es nicht getan. Es ist entscheidend, dass die Aufnahme und Verarbeitung der Mikronährstoffe im Körper richtig funktionieren. Diese Prozesse sind abhängig von verschiedenen biochemischen Faktoren, werden aber auch durch unsere Umwelt und unsere Lebensumstände beeinflusst.

Nebst dem Schulalltag inklusive Hausaufgaben gehören Freizeitaktivitäten im Verein oder Sportclub sowie das Abmachen mit Freunden zum Routineprogramm – all das stellt grosse Anforderungen an den Körper unserer kleinen Mitmenschen und kann sie schon mal aus dem Gleichgewicht werfen. Weil der Körper sich noch im Wachstum befindet und folglich einen erhöhten Bedarf an diversen Mikronährstoffen hat, ist es umso wichtiger, für eine optimale Versorgung und Aufnahme der Mikronährstoffe zu sorgen.

Um einen Überblick über die Nährstoffbedürfnisse Ihres Kindes zu bekommen, eignet sich die Methode der Haarmineralanalyse sehr gut. Dabei werden dem Kind einige Haare abgeschnitten, die dann zur Analyse ins Labor geschickt werden. Mit dieser schmerzfreien Methode kann man aufzeigen, wie die individuellen Mikronährstoffdepots im Körper gefüllt sind und wo noch Nachholbedarf oder eine Überversorgung besteht.

Mit den individuellen Mischungen von Microcare können wir auf alle Bedürfnisse eingehen. Anhand der Analysenresultate oder einem vertieften Beratungsgespräch stellen wir die persönliche Mischung zusammen. Die neuartige Granulatform schmeckt gut und kann problemlos geschluckt werden.

Gerne beraten wir Sie bei Fragen zum Thema persönlich und unterstützen Sie bei der Therapie.


Mirjam Balimann, Apothekerin und
Heidi Roos, Pharma-Assistentin
TopPharm Homberg Apotheke, zertifizierte medinform-kinderapotheke

Freitag, 06.01.2017Haustier

Alles halb so schlimm

Bild: ZVG

Notfall in der Tierarztpraxis! «Mittelschnauzer Kira hat irgendwas Giftiges geschluckt oder sich den Kiefer ausgerenkt, sie schliesst das Maul nicht mehr und speichelt sehr stark», erzählt die aufgeregte Hundebesitzerin am Telefon. «Aber Kira liebt Tierärzte überhaupt nicht und lässt sich nicht behandeln», fügt sie hinzu. Eine nicht ganz einfache Ausgangslage also.

Aber wir stellen uns dem Problem und lassen die Besitzerin mit ihrem Hund gleich kommen. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass die Notfälle oft weniger dramatisch sind als angenommen und dass sich die Tiere in der Praxis ruhiger und angenehmer verhalten, als es die Besitzer vermuten. Eine Kieferluxation ist eigentlich ebenso selten wie Vergiftungen, wenn die Hunde an der Leine geführt werden. Daher vermuten wir ein ganz anderes, weit weniger dramatisches Problem, welches wir häufiger antreffen, und lassen uns nicht aus der Ruhe bringen.

Kira kommt wenig später dann auch ganz munter mit ihrer Besitzerin in die Praxis spaziert. «Inzwischen will sie sich mit der Pfote auch immer am Maul reiben.» Ein zusätzliches Indiz, welches unsere Verdachtsdiagnose erhärtet. Ganz ruhig bekommt Kira einen Maulkorb übergestülpt und wir sedieren sie mit einem Beruhigungsmittel. Nach einigen Minuten schläft sie friedlich und wir können ihre Maulhöhle inspizieren, wo wir einen eingeklemmten Ast, Knochen oder anderen Fremdkörper vermuten. Bei Kira finden wir ein schwarzes Plastikröhrchen, welches sich über ihren Backenzahn im linken Oberkiefer gestülpt hat. Dieser hindert sie am Schliessen des Mauls und weder Zunge noch Pfote schaffen es, den festsitzenden Fremdkörper zu lösen. Mit einer Zange ist der Übeltäter aber schnell entfernt und hinterlässt keinen Schaden. Bei der wachen Kira wäre dieses Unterfangen aber unmöglich gewesen und wir sind einmal mehr dankbar für die sicheren und zuverlässigen Medikamente, welche uns zur Verfügung stehen. Die Besitzerin ärgert sich etwas über ihre Achtlosigkeit beim Plaudern auf ihrem Spaziergang. «Schaut man nur mal eine Sekunde weg, schon hat sie was im Maul!» Aber das ist ja alles halb so schlimm. Nun noch die Gegenspritze und nach 10 Minuten ist Kira wieder wach und hat keine Ahnung, was geschehen ist.

Und was hat Ihr Hund schon alles gefressen, das nicht für ihn bestimmt war? Wir können Ihnen viel aufzählen: von der Verhütungspille über die Blutdrucksenker der Besitzer zum ungebackenen Zopfteig und den Cailler-Stängeli mitsamt Papier, dem Hörgerät, der Batterie, dem Leuchtstift und dem Halsband bis zu den vielen Socken … Kinder-Überraschungseier, Schweinsplätzli samt Klarsichtfolie, eine ganze Packung gefrorene Findusplätzli, Teigschaber, Le-Parfait-Tube, Stecknadeln, Spielzeuge und vieles mehr, welches uns im Moment nicht mehr in den Sinn kommt. Eigentlich wäre es ganz interessant, eine Liste über all die gefressenen Dinge zu führen, welche übrigens meistens problemlos wieder hinten raus kommen. Aber wussten Sie, dass Weintrauben für Hunde giftig sein können? Das scheinbar Harmlose ist also oft gefährlicher als die obengenannten Dinge.


Dr. med. vet. Patrick Curschellas, Kleintierpraxis Dr. S. Küng AG, Beromünster
www.kleintierpraxiskueng.ch

Freitag, 06.01.2017Schwiizerdüütsch

En uflätige Schnuderbueb

En Schnuderbueb

Wie übersetzt man Schnuderbueb auf Deutsch? Ein Schlingel, ein ungezogener Lümmel, vielleicht ein Rotzlöffel? Hier mein Versuch: Das Wort Bueb, ein kleiner Junge, ein Knabe, könnte als Lall- oder Kurzform von Bruoder entstanden sein – so genau weiss man das gar nicht mehr. En Bueb, ganz einfach ein kleiner Bruder. Schnodere bezeichnet das Geräusch, wenn Enten mit ihrem Schnabel oder Schweine mit dem Rüssel im Schlamm herumwühlen und nach allerlei Essbarem suchen. Die Abkürzung dazu dürfte eher bekannt sein nodere – er noderet im Dräck ume. Und so ist der Vergleich beim Menschen nicht weit hergeholt, wenn man den Schleim, der aus der Nase läuft, mehr oder weniger geräuschvoll wieder hinaufzieht, dann schnuderet man, und die Ähnlichkeit der Geräusche und das Aussehen dazu sind doch verblüffend nahe bei der Tierwelt. En Schnuderbueb ist also der kleine Bruder, der sich die Nase noch nicht selber putzen kann, eigentlich ganz harmlos …

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