Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 08.00 Uhr

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Happy End mit Fototermin: Doch vorher ging die Post in der Stube von Frida und Toni Sieger (rechts) ganz ordentlich ab.

Rauchende Köpfe, heisse Ohren und ein blaues Auge

Text und Bild: Thomas Moor

Was, wenn zwei Lokalpolitiker im Ausgang die Whiskyflasche mit dem Odol-Mundwasser verwechselt haben und am Morgen ein böses Erwachen stattfindet? Ja, dann ist Theaterzeit und Zeit für beste Unterhaltung, wie sie von der Theatergruppe Pfeffikon in ihrer 49. Aufführung geboten wurde.

«En verhängnisvolli Nacht» (Komödie in drei Akten) wurde zu einem wahren Theaterknüller, bei welchem sich über mangelnde Action niemand beklagen konnte. Im Gegenteil: Im Hause von Politiker Toni Sieger (Thomas Zeier) und seiner Frau Frida (Daniela Dommen) herrschte das nackte Chaos und Ungemach klingelte im Minutentakt an der Haustüre. Sehr zur Freude natürlich des Publikums. Nun: Toni Sieger sah zu diesem Zeitpunkt wie ein Verlierer aus. Ein Häufchen Elend, das am Abend vorher mit seinem Freund Emil Pfund (Sanu Demiral) im Ausgang war und gehörig über den Durst getrunken hatte. Klar, dass die 3,1 Promille Alkohol im Blut das Diktat über das Handeln der beiden übernahm und das Gedächtnis derart schwächte, dass am Morgen danach nicht nur der Schädel brummte, sondern auch ein Berg Schulden vom verbotenen Glücksspiel auf dem Tisch lag. Bleich wie dem Javelwasser frisch entstiegen, versuchten die beiden Freunde den Schaden auszubügeln und die erhitzen Gemüter im Umfeld zu beruhigen. Herrlich, wie die Laiendarsteller ihre Rollen nicht nur spielten, sondern auch lebten und dafür sorgten, dass die Theaterpost mächtig abging.

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