Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 08.00 Uhr

beinwil klz

Die «Bäumli»-Cigarrenfabrik an der Luzernerstrasse 19 in Beinwil am See mit wunderbarem Ausblick auf den Hallwilersee.

Wohnen, Werken und ausleben in den Fabriken

Text und Bild: Jennifer Loosli

Kreative Fabrik-Architektur begeistert immer mehr Menschen aus Grossstädten und zieht sie somit in unser ländliches Gebiet. Die rund 25 Apartments der alten Tabakfabriken in Beinwil und Gontenschwil sind beliebter und ungewöhnlicher denn je.

Stumpenland heisst die Gegend südwestlich des Hallwilersees nicht zufällig. Beinwil am See, Gontenschwil, Menziken und Reinach waren im 19. und 20. Jahrhundert Hochburgen der Tabakindustrie. In der Blütezeit vor dem Ersten Weltkrieg fanden tausende Personen in den Tabakfabriken Arbeit. Wunderschöne Natur, gute Infrastruktur, Kultur, zahlreiche Angebote für Sportler: Beinwil und Gontenschwil sind in den letzten Jahren mehr denn je zu einer gefragten Wohndestination geworden und haben sich vom ursprünglichen Zigarren- und Tabakdorf zu attraktiven Wohngemeinden entwickelt. Heute werden die alten Tabakfabriken immer mehr in moderne Loft-, Maisonette- und Dachwohnungen umfunktioniert, so auch von Thomas Hausmann aus Beinwil am See.

Vor 25 Jahren fokussierte er sich auf leerstehende Fabrikgebäude. Schrittweise erwarb er die ehemalige «Landhaus-Tabak», die «Bäumli Cigarrenfabrik», die «Hallwyla» in Böju und die «Cigar» in Gontenschwil. Die Liegenschaften wurden von Thomas Hausmann und seinem Team komplett um- und ausgebaut. Die Mieterinnen und Mieter erleben in den vier alten Fabriken ungewöhnliches Wohnen auf 70 bis 280 m2 Fläche. Die Wohnungen umfassen oft die gesamte Fläche einer ganzen Etage und können mit der eigenen Möblierung frei gestaltet werden. Die Bäumli-, Cigar-, Q-Bik- und Landhaus-Tabak-Wohnungen heben sich sehr vom heutigen modernen und schnellwachsenden Wohnungssegment ab und bringen totale Individualität in die Gegenden Beinwil am See und Gontenschwil.

Die «Landhaus-Tabak» besteht aus vier nebeneinanderliegenden Wohnungen, zu denen je eine Holzrampe führt. Im Sommer wird im Vorgarten oft gemeinsam grilliert und diskutiert. Es entstehen so viele neue Freundschaften und Synergienutzungen unter den Bewohnern. Schon in den 80er-Jahren lebten hier namhafte Künstler und Sportler, wie Karatekämpfer und K1-Champion Andy Hug. Von 1982 bis 1988 unterhielt Hugo Suter ein Künstleratelier und der Schriftsteller Hansjörg Schertenleib schrieb hier in aller Ruhe seine Geschichten. Aber nicht nur wohnen kann man in den Fabriken, sondern auch «Wirken & Werken». Viele Menschen mieten die Räume, um ihrer Kreativität und ihrem Handwerk freien Lauf zu lassen. Künstlerateliers, Tanzstudios oder Schneiderateliers haben ihre perfekten Wirk- und Werkstätten in den individuell gestalteten Fabrikräumen gefunden. Würden auch Sie gerne an ruhiger Lage ungewöhnlich wohnen?

Weitere Informationen zu den Wohnungen finden Sie unter www.landhaus-tabak.ch.