Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Die Gesprächsrunde mit Peter Weber, Hansueli Eichenberger, Ruth Huber-Merz, Fritz Holliger und Thomas Frei (v.l.).

Vom Tubak ond Rouch z’Böju: D’E3 brönnt!

Text und Bild: Diana Heiz

Der Verein Zeitreisen organisierte im Rahmen der Serie «Vom Tubak ond Rouch z‘Böju» den dritten Anlass zum Thema: «D’E3 brönnt!» Das spannende und sehr informative Podiumsgespräch lud ein, in die Zeit von «damals» einzutauchen.

Ein voller Saal bestätigte das grosse Interesse, mehr über den damaligen Brand und seine Folgen zu erfahren. Moderator Thomas Frei führte die Gesprächsrunde und vier am Tabakfabrikbrand direkt involvierte Personen erzählten von ihren Erfahrungen und Erlebnissen. Vor 53 Jahren hatte sich vieles durch den Brand verändert und Hansueli Eichenberger, damaliger Besitzer der Fabrik, erinnert sich noch gut an diesen einschneidenden Tag und dessen Folgen. Zu dieser Zeit ging es der Tabakindustrie nicht mehr so gut und man musste sich Neues einfallen lassen und sich weiterentwickeln, erzählte er aus seinen Erinnerungen. Alle Dokumente dieser Tragödie sind in seinem Besitz und die Namen der 54 Feuerwehrmänner, welche aktiv an der Brandbekämpfung beteiligt waren, sind dokumentiert. Die tiefgründigen Erfahrungen haben sein Leben geprägt, dadurch aber auch mit neuen Projekten in der Tabakindustrie weitergebracht. Ruth Huber-Merz, auch geladener Podiumsgast, erzählte von ihrer damaligen Mithilfe an der Brandstelle und das Nachsitzen in der Schule, als Folge für das zu späte Erscheinen. Auch Feuerwehrmann Fritz Holliger schreckte an diesem frühen Morgen auf, als die Schulglocke Alarm läutete. Nur mit Helm und einem schlichten Gewand gekleidet wurde den ganzen Tag gekämpft, um den Schaden möglichst gering zu halten. Peter Weber, welcher als erster am Unglücksort eintraf, erinnert sich noch gut an die vielen Spekulationen wegen der Brandursache, welche bis heute unklar blieb. Die spannenden, aber auch tragischen Geschichten werden – auch dank der Initiative des Vereins Zeitreisen – noch lange in Erinnerung bleiben.

Mittlerweile hat die Firma VIP Factory aus der Fabrik moderne Loftwohnungen sowie Gewerberäume erstellt. Der Tabak hat dank der Tabakfabrik Roth GmbH weiterhin seinen Platz auf dem Gelände.

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