Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Gemeindenachrichten

Budget 2020

Kaum ist die Rechnung 2018 von der Sommergemeindeversammlung genehmigt, hat bereits der Budgetierungsprozess für 2020 begonnen. Der Gemeinderat hat die Budgetvorgaben für die verschiedenen Behörden, Kommissionen und Verwaltungsabteilungen festgelegt. Die Budgetanträge sind bis spätestens 26. Juli 2019 der Abteilung Finanzen einzureichen. Die Budgetgemeindeversammlung findet am Freitag, 8. November 2019, statt.


Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern

An verschiedenen Orten in der Gemeinde Beinwil am See beeinträchtigen Bäume und Sträucher die Übersichtsverhältnisse und damit die Verkehrssicherheit. Die Eigentümer von Grundstücken an öffentlichen Strassen, Rad- und Gehwegen sind verpflichtet, ihre Bäume und Sträucher regelmässig zurückzuschneiden. Es gelten folgende Vorschriften:

  • Bei Fahrbahnanstoss sind Bäume und Sträucher auf eine lichte Höhe von 4.50 m und bei Trottoirs, Rad- und Gehwegen auf eine lichte Höhe von 2.50 m auszuasten und zurück-zuschneiden. Beleuchtungsanlagen, Verkehrssignale und Hausnummern dürfen nicht verdeckt werden (§ 9 Strassenreglement).
  • Die vom Strassenmark gemessenen Abstände betragen für Einfriedigungen (dazu zählen auch Gehölze in Form von Hecken und Lebhägen) von mehr als 80 cm bis zu 1.80 m Höhe und einzelne Bäume gegenüber Kantonsstrassen 2 m und gegenüber Gemein-destrassen 60 cm (§ 111 BauG).
  • Einfriedigungen entlang von Strassen dürfen nicht höher sein als 1.80 m ab niedriger gelegenem Terrain, d.h. Grünhecken sind auf diese Höhe zurückzuschneiden (§ 19 ABauV).
  • In Sichtzonen, bei Einmündungen und Strassenverzweigungen, muss ein sichtfreier Raum zwischen einer Höhe von 80 cm und einem solchen von 3.00 m gewährleistet sein. Einzelne die Sicht nicht hemmende Bäume, Stangen und Masten sind innerhalb der Sichtzonen zugelassen (§ 42 BauV).

Der Gemeinderat setzt den Grundeigentümern eine Frist bis Ende August 2019 für diese Arbeiten. Falls die Beseitigung nicht durch den Eigentümer erfolgen kann, ist ein Gärtner aufzubieten. Die einzelnen Strassenzüge werden kontrolliert. Kommen Eigentümer ihren Pflichten nicht nach, wird das Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern nach Ablauf der Frist durch die vom Gemeinderat Beauftragten, auf Kosten der Grundeigentümer, vorgenommen (§ 9 Strassenreglement). Bei Fragen gibt Thomas Mosimann, Leiter Werkdienste, Telefon 079 439 30 13, gerne Auskunft.


Anonyme Schreiben

Unregelmässig erhalten der Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung anonyme Zuschriften. Oft werden darin Entscheide des Gemeinderats kritisiert. Der Gemeinderat ist offen für Kritik und nimmt entsprechende Eingaben ernst. Vorausgesetzt ist allerdings, dass sich die Absender von solchen Eingaben auch namentlich zu erkennen geben. Kritik über ein anonymes Medium hat aber keinerlei Aufmerksamkeit verdient und landet daher ausnahmslos im Abfall.

Sommeröffnungszeiten Gemeindeverwaltung

Vom Montag, 15. Juli 2019, bis und mit Freitag, 9. August 2019, sind die Büros der Gemeindeverwaltung jeweils nur am Vormittag von 8 bis 11.30 Uhr geöffnet und am Nachmittag geschlossen. Termine ausserhalb dieser Öffnungszeiten sind nach telefonischer Vereinbarung mit der zuständigen Abteilung möglich. Ab Montag, 12. August 2019, sind die Büros wieder normal geöffnet. Am Donnerstag, 1. August 2019, und am Freitag, 2. August 2019, bleibt die Gemeindeverwaltung den ganzen Tag geschlossen.

Gemeinderat und Gemeindeverwaltung wünschen allen Einwohnerinnen und Einwohnern eine schöne Sommerferienzeit.


Regionalpolizei aargauSüd

Die Regionalpolizei aargauSüd hat im 2. Quartal 2019 in Beinwil am See 10 Geschwindigkeitskontrollen, davon 4 in der Tempo 30-Zone, durchgeführt. Die durchschnittliche Übertretungsquote lag bei 11,5%. Die höchsten Geschwindigkeiten wurden mit 73 km/h auf der Aarauerstrasse und in der Tempo 30-Zone mit 60 km/h auf der Seestrasse gemessen. Insgesamt musste die Regionalpolizei 24 Mal während der Arbeitszeit und viermal ausserhalb der Arbeitszeit ausrücken. Im vergangenen Quartal leistete die Regionalpolizei für Beinwil am See 436 Stunden.


Baubewilligungen

Der Gemeinderat hat folgende Baubewilligungen erteilt:

  • Niebauer Carsten und Rigiani Lisa, Sandstrasse 41, 5712 Beinwil am See, für Kleintiergehege mit verschiedenen Stallungen, Parz. 1767
  • Dettling Claudia, Eichweg 4, 5712 Beinwil am See, für Stützmauern, Parz. 2029
  • Eichenberger-Wernli Ursula, Sonnenweg 8, 5712 Beinwil am See, für Balkonverglasung, Gebäude Nr. 743, Parz. 561
  • Sommer Alain und Stefanie, Chaletweg 4, 5712 Beinwil am See, für Sanierung Dach, Einbau Lukarne und Erweiterung Wohnraum, Gebäude Nr. 1069, Parz. 2339
  • Schmid Nicolas und Mirjam, Bühlacker 8, 5712 Beinwil am See, für Stützmauer, Spielturm, Einfriedung und Sitzplatzerweiterung, Parz. 2768
  • MANTEL GmbH, Culmannstrasse 43, 8006 Zürich, für Projektänderung beim bereits bewilligten Neubau Terrassenhaus (drei Wohnungen) mit Tiefgarage, Wandstrasse, Parz. 2641
  • Siegrist Markus, Neumattstrasse 17, 5712 Beinwil am See, für Neubau Gartenhaus mit Holzlager und Sichtschutz, Terrainveränderung mit Winkelelementen, neue Umgebungsgestaltung, Parz. 2560

Aus dem Gemindepräsidium

Geschätzte Leserin, geschätzter Leser,
liebe Böjuer,

Die Schweiz, sagt man, sei an Sommerwochenden eine Festhütte. Das traf auch für das Wochenende vom 22./23. Juni zu: ETF in Aarau, Jugendfest in Menziken und vieles mehr, das zu einem Besuch einlud. So gesehen war die Gemeindeversammlung mit knapp 100 teilnehmenden Stimmberechtigten gut besucht. Die Traktanden waren weitgehend unbestritten und wurden kaum diskutiert. Zum Schluss gab es einige Voten pro familienergänzende Kinderbetreuung, ein Thema das uns weiter Beschäftigen wird. Der 22. Juni war Tag der offenen Türen im Werkhof. An den Gemeindeversammlungen 2012 und 2013 wurden die Kredite für den Landerwerb sowie für Planung und Erschliessung bewilligt. Wegen Einsprachen dauerte es, bis der Baukredit beantragt und der Bau gestartet wurde. Die Bauzeit betrug knapp ein Jahr. Die Kosten – Landerwerb, Erschliessung und Gebäude – liegen bei 7,7 Mio. Franken. Eine stolze Summe bei rund 8,8 Mio. Franken Steuereinnahmen. Aber das Resultat überzeugt funktional wie ortsbaulich und rechtfertigt damit den Aufwand. Nach der Erstellung eines öffentlichen Gebäudes ist bei uns momentan vor der Erstellung eines öffentlichen Gebäudes. In Kürze, werden wir das Baugesuch für den Doppelkindergarten in der Musikvilla auflegen. Dies nicht, um während den Sommerferien möglichst keine Einsprachen zu erhalten, sondern weil wir terminlich unter Druck stehen. Der Doppelkindergarten wird auch Thema an der nächsten Gemeindeversammlung sein, da wir einen Zusatzkredit benötigen, wie Gemeinderätin Jacqueline Widmer an der Sommergemeindeversammlung darlegte. Die Bau- und Nutzungsordnung hat den Gemeinderat auch im vergangenen Monat beschäftigt. Wie letztmals bereits erwähnt, gingen gegen die vom Kanton vorgeprüfte Vorlage 19 Einwendungen ein. Die Meisten betrafen persönliche Anliegen – Auszonung, unter Schutzstellung von Gebäuden etc. – einige wenige behandelten allgemeine Festlegungen der BNO. Drei Verbände – Pro Natura, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und der LSVH – haben ähnlich lautende Einwendungen gemacht. Sie bemängeln insbesondere, dass die Bauzone nicht genügend verkleinert wurde. Dem Gemeinderat ist bewusst, dass die Bauzone grösser ist, als vom Kanton gewünscht. Das hat im Wesentlichen folgende Gründe:

  • Der Kanton geht für Gemeinden wie unsere von einem jährlichen Bevölkerungswachstum von 0,7 % aus. Tatsächlich wuchs Böju in den letzten Jahren um etwa das Doppelte, was die rechnerische Baulandreserve reduziert.
  • Auszonung machen am Ortsrand Sinn und dort, wo das Land landwirtschaftlich gut genutzt werden kann. Viele unserer Baulandreserven liegen so gesehen ungünstig und eignen sich nicht für eine Auszonung.

Der Kanton ist unserer Argumentation gefolgt und hat die BNO definitiv vorgeprüft, also freigegeben. Mit den Verbänden und auch mit Privaten haben Einwendungsverhandlungen stattgefunden. Einiges konnte geklärt werden, anderes (noch) nicht. Ich bin, wie der gesamte Gemeinderat, optimistisch und plane die BNO an der Wintergemeindeversammlung zu behandeln.

Aber bevor wir uns mit der Wintergemeindeversammlung befassen geniessen wir den Sommer. Die Tage sind lang und momentan heiss. Outdoor-Aktivitäten sind angesagt, auch oder vor allem abends. Die Einen mögen‘s laut und lebhaft, die Andern ruhig und relaxt – eine Paarung mit Konfliktpotential. Mit Absprachen sowie gegenseitiger Rücksichtnahme und Toleranz können Konflikte und Stress vermieden werden. Ich wünsche ihnen eine erholsame, schöne Sommerzeit.

Peter Lenzin
Gemeindeammann


Sperrung Wührimattstrasse

Bei den Bauarbeiten in der Wührimattstrasse stehen die Deckbelagsarbeiten an. Die Zufahrt zu den Liegenschaften ist vom Donnerstag, 4. Juli 2019, 07.00 Uhr, bis Samstag, 6. Juli 2019, 08.00 Uhr, nicht möglich. Den Anwohnern werden Ersatzparkplätze beim Chrosihus zur Verfügung gestellt.


Neuer Mitarbeiter Werkdienste

Damian Rupp, Mitarbeiter der Abteilung Werkdienste, hat seine Anstellung auf Ende Juli 2019 gekündigt. Als Nachfolger hat der Gemeinderat Roger Siegwart aus Beinwil am See angestellt. Gemeinderat und Gemeindepersonal heissen Roger Siegwart herzlich willkommen und freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit.


Prüfungserfolge

Flavia Hürzeler, Berufslernende der Gemeindeverwaltung (Kauffrau M-Profil), und Mike Wyss, Berufslernender Fachmann Betriebsunterhalt bei der Abteilung Werkdienste, haben ihre Lehrabschlussprüfungen mit Erfolg bestanden. Gemeinderat und Gemeindepersonal gratulieren Flavia Hürzeler und Mike Wyss ganz herzlich zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss und wünschen den beiden jungen Berufsleuten für die weitere berufliche und private Zukunft alles Gute.

Schliessung WC beim Bahnhof

Gemäss Mitteilung der SBB mussten bei der WC-Anlage beim Bahnhof in den letzten sieben Monaten acht Sachbeschädigungen hingenommen werden. So wurden unter anderem Steckdosen, Lichtschalter, Seifenspender und Plättli demoliert, der Türschliesser und das Lavabo abgerissen und das WC mit Papier verstopft. Die SBB hat deshalb entschieden, die WC-Anlage zu schliessen. Die öffentliche WC-Anlage der Gemeinde in der Löwenunterführung ist davon nicht betroffen.


Brand in der Waldhütte

In der Nacht vom 14. auf den 15. Juni 2019 brach in der Waldhütte Pfingstacker ein Brand aus. Die alarmierte Feuerwehr brachte den Brand rasch unter Kontrolle und konnte diesen löschen, bevor er auf das gesamte Holzgebäude übergreifen konnte. Der Gemeinderat dankt den Einsatzkräften der Feuerwehr für den vorbildlichen und schnellen Löscheinsatz.

Feuerstellen, Kaminanlagen und Dach wurden massiv beschädigt. Im Inneren der Waldhütte sind keine grösseren Brandschäden entstanden, jedoch Verschmutzungen durch Rauch und Russ. Unmittelbar nach Abschluss der Löscharbeiten konnte ein Notdach erstellt werden. In den nächsten Tagen erfolgt eine umfassende Brandreinigung, sodass die Waldhütte bald wieder benützt werden kann. Innen- und Aussencheminée bedürfen jedoch einer umfassenden Renovation und können nicht mehr benützt werden. Der Gemeinderat prüft zurzeit die weiteren Schritte, damit die Waldhütte möglichst bald wieder ohne Einschränkungen zur Verfügung steht.


Anschlagkasten beim Volg

Die Gemeinde Beinwil am See unterhält Anschlagkästen an 8 Standorten. In diesen Kästen werden wichtige Publikationen der Gemeinde veröffentlicht (Baugesuche, Bestattungsanzeigen, Info-Veranstaltungen etc.). Im Zusammenhang mit der Weiterführung der Post als Agentur im Volg-Laden muss der Anschlagkasten bei der Liegenschaft Aarauerstrasse 48 (vis-à-vis Volg-Laden) aufgehoben werden, da an diesem Standort eine Postfachanlage mit Vordach erstellt wird. Ein entsprechendes Baugesuch ist pendent und die Montage ist im September 2019 vorgesehen. Ein Ersatzstandort für den Anschlagkasten beim Volg konnte leider nicht gefunden werden. Da der Zugang zum Anschlagkasten wegen der Profilierung zurzeit erschwert ist hat der Gemeinderat entschieden, den Anschlagkasten-Standort bereits jetzt aufzuheben.


Erteilte Baubewilligungen

  • Hintermann Rudolf und Brigitte, Kirchmoos 12, 5712 Beinwil am See, für Sitzplatzverglasung, Gebäude Nr. 1093, Parz. 1949. Rehmann Patrizia, Hallwilstrasse 23, 5712 Beinwil am See, für Umbau Nebengebäude Nr. 474 in Wohnung, Parz. 1780. Aebersold Andreas und Annette, Kehlenmatt 5, 5712 Beinwil am See, für Einbau Fenster in bestehenden Patio, Gebäude Nr. 1447, Parz. 2588.

Ablesung Strom- und Wasserzähler

Ab 14. Juni 2019 werden die Strom- und Wasserzähler abgelesen. Die Hauseigentümer werden gebeten, den Zählerablesern Franz Estermann, Mario Gobbi und Urs Wälti den ungehinderten Zugang zu den Zählern zu gewähren. Um- oder Wegzüge sind der Abteilung Finanzen mindestens 5 Tage im Voraus zu melden (Telefon 062 765 60 20 oder per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).


Tag der offenen Tür Werkhof

Nach knapp einjähriger Bauzeit kann die Gemeinde Beinwil am See den neuen Werkhof im Industriegebiet Widenmatt in Betrieb nehmen. Feuerwehr und Werkdienste erhalten damit eine zweckmässige und moderne neue Infrastruktur. Am Samstag, 22. Juni 2019, findet von 12 bis 16 Uhr ein Tag der offenen Tür statt. Die Bevölkerung von Beinwil am See und Interessierte sind dazu herzlich eingeladen.


Öffnungszeiten Gemeindeverwaltung

Am Pfingstmontag, 10. Juni 2019, sind die Büros der Gemeindeverwaltung den ganzen Tag geschlossen. Für Notfälle (Bestattungsamt) besteht am Morgen zwischen 9 und 10 Uhr unter Telefon 079 652 67 55 ein Pikettdienst.

Aus dem Gemindepräsidium

Geschätzte Leserin, geschätzter Leser,
liebe Böjuer,

Der Juni ist der Monat der Gemeindeversammlungen, so auch bei uns. Letztes Jahr war sie als «Open Air» Veranstaltung in das Jugend- und Dorffest integriert, dieses Jahr findet sie wieder im gewohnten Rahmen statt. Letztes Jahr hatten wir eine Rekordbeteiligung, ich hoffe trotz «Normalität» auf eine rege Beteiligung.
Die Standardtraktanden: Protokoll der letzten Gemeindeversammlung, Rechenschaftsbericht und Rechnung 2018 dürften kaum grössere Diskussionen auslösen. Die Rechnung schloss bekanntlich mit einem stolzen Ertragsüberschuss, dieser ist grossenteils auf Einmaleffekte zurückzuführen und deshalb voraussichtlich auch einmalig. Die weiteren Traktanden sind:

  • Kreditabrechnungen, Traktandum 3
  • Reglemente, Traktandum 5. Insbesondere die Gebührenanpassungen treffen das Portemonnaie des Bürgers direkt. Ein Blick auf die aktuelle Finanzlage der Abwasserentsorgung und die anstehenden Aufgaben beider Werke zeigt klar auf, dass die Anpassungen nötig und massvoll sind um die gebührenfinanzierten Eigenwirtschaftsbetriebe gesund zu erhalten.
  • Verpflichtungskredite für die Wasserversorgung, Traktandum 6. Es handelt sich um grosse, aber notwendige Ausgaben um die langfristige Versorgung mit Trinkwasser sicherzustellen.
  • Die Erhöhung des Stellenplans der Hausdienste, Traktandum 7, ist vor allem eine Folge der Zusatzaufgaben, die diese Abteilung in letzter Zeit übernehmen musste.
  • Im Traktandum 8 stimmen wir über drei Einbürgerungsgesuche ab. Alle drei Bewerber wohnen seit langen in der Schweiz und sind gut integriert.


Anschliessend an die Einwohner-Gemeindeversammlung findet diejenige der Ortsbürger statt. Hier liegen nur die Standardtraktanden vor. Die Erfolgsrechnung schliesst mit einem Ausgabenüberschuss, jedoch deutlich besser als budgetiert.

Das wohl teuerste Bauvorhaben der Gemeinde, der Neubau Feuerwehrgebäude/Werkhof ist erstellt und bezogen. Die ursprüngliche Absicht des Gemeinderates, den Neubau und das neue Tanklöschfahrzeuges am 22. Juni gemeinsam einzuweihen lässt sich leider nicht realisieren. Die Auslieferung des TLF verzögert sich bis voraussichtlich Anfang September. Wir haben uns deshalb entschlossen den Neubau am 22. Juni mit einem Tag der offenen Türe der Bevölkerung vorzustellen. Die Feuerwehr wird das TLF zu einem späteren Zeitpunkt einweihen.

Die Gesamtrevision Bau- und Nutzungsordnung, ein weiteres Grossprojekt, geht in die nächste Runde: Gegen die vom Kanton vorgeprüfte BNO gingen 19 Einwendungen ein. Eine stattliche Zahl und eine Herausforderung für die Planungskommission. Diese hat die Einwendungen mittlerweile behandelt und wird Einwendungsverhandlungen durchführen oder schriftlich informieren, sofern den Einwendungen folgegeleistet wird. Die Einwendungsverhandlungen werden Zeit beanspruchen, trotzdem bleibt das Ziel des Gemeinderates, die BNO Revision an die Winter-Gemeindeversammlung zu bringen.

Zum Schluss noch ein Blick an den See auch wenn das Wetter, als ich diese Zeilen schrieb, gar nicht zum Bade lud. Im Strandbad wurden insbesondere im Bereich der nördlichen Garderoben einige Umbauten und Renovationen durchgeführt. Der Fussballplatz ist vergrössert und saniert. Nun muss nur noch der Rasen anwachsen, dann können darauf ab nächster Saison wieder spannende Matches gespielt werden. Vorher sind wir noch auf die Einweihung gespannt. Und bei einem Spaziergang dem See entlang vom Seehotel zum Strandbad (Sackgasse) sehen sie das aufgewertete Biotop. Auch wenn es uns vom Kanton «aufs Auge gedrückt» wurde, es ist hübsch anzusehen.


Peter Lenzin, Gemeindeammann

Umsetzung Kinderbetreuungsgesetz

Gemäss dem kantonalen Kinderbetreuungsgesetz sind die Gemeinden verpflichtet, den Zugang zu einem bedarfsgerechten Angebot an familienergänzender Betreuung von Kindern bis zum Abschluss der Primarschule sicherzustellen. Zur Umsetzung dieses gesetzlichen Auftrags beschloss die Gemeindeversammlung am 14. Juni 2018 das Reglement über die familienergänzende Kinderbetreuung (Kinderbetreuungsreglement). Das Reglement trat zu Beginn des Schuljahres 2018/19 in Kraft.
Obwohl an der Gemeindeversammlung ein entsprechender Zusatzantrag abgelehnt worden war, hatte der Gemeinderat gestützt auf eine Eingabe der «IG familienergänzende Betreuung von Schulkindern in Beinwil a.S.» im Herbst 2018 entschieden, eine Bedarfserhebung betreffend schulergänzender Betreuungsplätze durchzuführen. Dazu wurde allen Eltern der Primarschulkinder ein Informationsschreiben und ein vierseitiger Fragebogen abgegeben. Die Auswertung der Fragebögen (Rücklaufquote 37%) erfolgte durch die IG und die Resultate der Umfrage wurden von der IG im Februar 2019 wie folgt zusammengefasst:

«Die Resultate der Befragung dürfen grundsätzlich als valid und signifikant betrachtet werden. Eine Fragestellung schien undeutlich formuliert gewesen und führte zu teilweise offensichtlich falschen Angaben. Der Rücklauf ist als hoch zu bewerten, was die Aussagekraft der Resultate unterstreicht.
Die Befragten gaben mit 72% an, dass familienergänzende Betreuung für sie wichtig sei. Das bestehende Angebot decke den Bedarf nicht ab und mehrheitlich werde ein Mittagstisch mit Randstunden- und Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag gewünscht.
Aktuell nutzen die Befragten die Betreuungsmöglichkeiten im familiären Umfeld und die Leistungen von Bekannten am meisten. Der Bedarf an Betreuung wird bei den Befragten tendenziell zunehmen.
Hinsichtlich der Angebotswahl scheinen geografische Nähe, Preis und Beständig-keit/Verlässlichkeit die wichtigsten Kriterien zu sein.

Die Resultate machen deutlich, dass das bestehende Angebot nicht ausreicht und somit die gesetzliche Verpflichtung gemäss § 1 KiBeG nicht erfüllt ist. Dem Gemeinderat Beinwil am Seewird empfohlen:

  • Die Einführung eines Mittagstisches für Primarschulkinder mit Randstundenbetreuung bis 18.00 Uhr zu fördern (vorerst ohne Ferienabdeckung).
  • Eine Defizitgarantie für mind. 10 Mittagstischplätze inkl. Randstundenbetreuung bis 18.00 Uhr während 3 Jahren zu sprechen. Dies ermöglicht die Entwicklung eines bedarfsgerechten und beständigen Angebots.
  • Die Räumlichkeiten und Infrastruktur für ein Mittagstischangebot mit Randstundenbetreuung in schulnaher Lage den Betreibenden unentgeltlich zu Verfügung zu stellen. Das ermöglicht preislich ein attraktives Angebot. Es ist darüber nachzudenken, ob die Betreuung dennoch einer Vollkostenrechnung unterzogen werden soll und entsprechend eines zu bestimmenden Schlüssels einen Mietanteil der Gemeinde erstattet werden sollte, um nicht bestehende Anbieter zu konkurrieren.»

Der Gemeinderat hat sich in der Zwischenzeit eingehend mit der Situation betreffend Kinderbetreuung in Beinwil am See befasst. Er kommt dabei zu folgenden Schlüssen:
In Beinwil am See bieten zurzeit zwei private Kindertagesstätten und mindestens eine Tagesmutter professionelle Betreuungsdienstleistungen an. Betreuungsangebote, wie sie das kantonale Kinderbetreuungsgesetz vorsieht, sind somit vorhanden. Diese Angebote sind im Moment nicht voll ausgelastet, insbesondere die Kita Lollipop bietet auch einen Mittagstisch für Primarschüler an. Die Notwendigkeit und Dringlichkeit von zusätzlichen Angeboten muss vom Gemeinderat im jetzigen Zeitpunkt in Frage gestellt werden.
Gemäss Kinderbetreuungsreglement übernimmt die Gemeinde Beinwil am See keine Trägerschaften für Betreuungsinstitutionen, sondern die Kinderbetreuungsangebote sind durch Private eigenverantwortlich zu führen. Erziehungsberechtigte haben für die Nutzung von Kinderbetreuungsangeboten einen Vollkostentarif zu bezahlen. Die Gemeinde leistet keine Betriebsbeiträge an private Institutionen (keine Objektfinanzierung). Unterstützungsbeiträge werden nur nach Massgabe der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit an die Erziehungsberechtigten ausgerichtet (Subjektfinanzierung).
Der Gemeinderat ist sich bewusst, dass der Aufbau eines Betreuungsangebots mit Kosten verbunden ist. Er ist deshalb bereit, einer gemeinnützigen Trägerschaft (z.B. einem Verein) eine entsprechende Starthilfe (Anschubfinanzierung) zu gewähren, wenn der Bedarf nach zusätzlichen Betreuungsplätzen gestützt auf ein Betriebskonzept mit Businessplan ausgewiesen ist. Die Trägerschaft ist jedoch selber für den Aufbau und den Betrieb verantwortlich.
Die Gemeinde übernimmt keine unternehmerischen Risiken, indem sie z.B. Räume mietet und an die Trägerschaft weitergibt. Die Gemeinde verfügt auch nicht über Räumlichkeiten, die ohne grössere Investitionen zur Verfügung gestellt werden könnten. Die IG wurde Ende März 2019 entsprechend informiert.

Gemäss Kinderbetreuungsreglement haben Erziehungsberechtigte mit tiefen Einkommen die Möglichkeit, Unterstützungsbeiträge für die Fremdbetreuung von Kindern zu beantragen. Im Jahr 2019 hat die Gemeinde bereits Unterstützungsbeiträge in der Höhe von rund 16'000 Franken ausbezahlt (budgetiert sind 40'000 Franken).


Öffnungszeiten Gemeindeverwaltung

Am Donnerstag, 30. Mai 2019 (Auffahrt), und am Freitag, 31. Mai 2019 (Feiertagsbrücke) sind die Büros der Gemeindeverwaltung den ganzen Tag geschlossen. Ebenfalls geschlossen bleibt die Gemeindeverwaltung am Pfingstmontag, 10. Juni 2019. Für Notfälle (Bestattungsamt) besteht jeweils am Morgen zwischen 9 und 10 Uhr unter Telefon 079 652 67 55 ein Pikettdienst.


Gastgewerbewesen

Der Gemeinderat hat vom Wirtewechsel im Restaurant «La Dolce Vita», Gemeindehausplatz 9, Kenntnis genommen und der neu betriebsverantwortlichen Person mit Fähigkeitsausweis, Herrn Andrea Giana, die Wirteermächtigung unter Auflagen erteilt.


Ausbau Rankstrasse

Die Gemeindeversammlung bewilligte am 10. November 2017 für den Totalausbau der Rankstrasse einen Verpflichtungskredit von CHF 1'300'000. Für die Ausführung der Bauarbeiten sind im offen durchgeführten Verfahren 6 Offerten eingegangen. Der Gemeinderat hat die Arbeiten an die Josef Arnet AG, Dagmersellen, vergeben, die das wirtschaftlich günstigste Angebot eingereicht hat.


Baubewilligungen

Der Gemeinderat hat folgende Baubewilligungen erteilt:

  • Rippstein Marcel und Mascha, Krienzstrasse 5, 5712 Beinwil am See, für Betonsichtschutzwände und Pergola überdacht, Parz. 172
  • Eichenberger Oliver, Weingartstrasse 41, 5712 Beinwil am See, für Anbau Wohnung an best. Einfamilienhaus, Gebäude Nr. 1059, Parz. 2351