Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Geschätzte Leserin, geschätzter Leser,
liebe Böjuer

Bilden sich über dem See die ersten Herbstnebel, ist es Zeit für die Budgetklausur des Gemeinderates. Die Bedürfnisse der einzelnen Dienststellen sind mit den Einnahmen, vor allem Steuern, in Einklang zu bringen. Zwei Wochen später findet die 2. Lesung statt. Anschliessend geht das Budget an die FIKO und dann zur Genehmigung an die Gemeindeversammlung. Das Budget rechnet bei einem Umsatz von etwas über 17,2 Mio. Franken und Steuereinnahmen von mehr als 9 Mio. Franken mit einer schwarzen Null. Der Umsatz steigt im Vergleich zum Budget 19 um rund 3 %. Dies ist vor allem höheren Abschreibungen und diversen Einmaleffekten zuzuschreiben. Die budgetierten Steuereinnahmen liegen bei konstantem Steuerfuss erstmals über 9 Mio. Franken. Die Mehreinnahmen sind vor allem dem Bevölkerungswachstum zu verdanken. Grösste Investition im nächsten Jahr wird der Um- und Ausbau der Musikvilla zum Doppelkindergarten sein. Bevor wir grünes Licht für den Bau geben können, brauchen wir an der Wintergemeinde einen Zusatzkredit. Wir mussten in der Planung leider feststellten, dass wir mit den bewilligten 2,23 Mio. Franken das Projekt nicht stemmen können. Auf Grund der guten finanziellen Lage des Eigenwirtschaftsbetriebes «Abfallwirtschaft» verzichten wir nächstes Jahr auf die Erhebung der Grundgebühr. Ihre Entsorgungskosten sinken im nächsten Jahr also etwas. Gleichzeitig werden wir den Service leicht ausbauen. Unsere Gemeinde wächst stetig, dies ergibt – siehe oben – höhere Steuereinnahmen, aber auch mehr Aufwand und mehr Publikumsverkehr in der Gemeindeverwaltung. Um dem Verwaltungspersonal genügend ungestörte Arbeitszeiten zu ermöglichen, während denen konzentriertes Arbeiten ohne Unterbrechung möglich ist, werden die Öffnungszeiten unserer Büros neu festgelegt:

Montag: 08.00–11.30 / 14.00–18.00
Dienstag + Donnerstag: 08.00–11.30 / Nachmittag geschlossen
Mittwoch + Freitag 08.00–11.30 / 14.00–16.30
Termine ausserhalb der Öffnungszeiten sind nach telefonischer Absprache weiterhin möglich.

Nicht nur unsere Gemeinde wächst, sondern das ganze Seetal. Mehr Menschen verursachen mehr Verkehr, in ländlichen Gebieten oft mehr motorisierten Verkehr, welcher das kantonale und kommunale Strassennetz belastet. Wir besprachen die Thematik kürzlich mit Vertretern des Kantons, vor allem die Probleme mit den Kantonsstrassen auf Gemeindegebiet. Als Gemeinde stellten wir drei Forderungen:

  • Ortseingang kenntlich machen (Tempo 50 ab Ortseingang),
  • Querungshilfe zwischen dem Parkplatz und Restaurant Maria’s Esszimmer,
  • Verbesserung der Einfahrt in die Reinacherstrasse bei Einmündung Kirchstrasse und Sandstrasse.

Der Kanton zeigt Verständnis für unsere Anliegen, verlangt aber weitere Vorabklärungen von uns.

Die Gemeindeversammlung vom Juni 2015 bewilligte einen Verpflichtungskredit für die periodische Überprüfung und Anpassung der Bau- und Nutzungsordnung. Sie wird jeweils für einen Planungshorizont von etwa 15 Jahren erstellt. Ursprünglich planten wir den Abschluss der Arbeiten auf Ende 2018, leider zu optimistisch. Nun sind wir mit einem Jahr Verspätung so weit. Am 9. Dezember werden wir Ihnen an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung die BNO zur Genehmigung vorlegen.

Peter Lenzin
Gemeindeammann

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