Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Gemeindenachrichten

Aus dem Gemeindepräsidium

Liebe Gontenschwiler

Die Ferienzeit hat sich mit dem Sommerwetter und den Sommerdüften angekündigt.

Wie schön ist sie doch wieder diese Wärme, haben wir sie doch schon ganz heftig vermisst nach der wunderbaren und wertvollen Regenzeit.

Es hat geregnet, viele Prognosen haben im Vorfeld in alle Richtungen gedeutet. Und schon stellt sich wieder die Frage zum Wasserverbrauch, überhaupt zum Ressourcenverbrauch, also wie brauchen wir das Vorhandene, wie gehen wir damit um?

Wernher von Braun lebte in der Zeit von 1912 bis 1977, er war Raketeningenieur. Er sagte: «Wenn die Weltbevölkerung auf siebeneinhalb Milliarden Menschen gewachsen sein wird (wir sind gerade bei 8 Milliarden plus), können die Produkte der Nahrungs- und Energiequellen nicht mehr mit den Mitteln des heutigen Welthandels verteilt werden. Man wird dann ein Weltmanagement brauchen, das die Ressourcen dorthin lenkt, wo sie am dringendsten benötigt werden.»

Denken wir an unsere Ressourcen vor Ort, an das Wasser, an die feinen und kostbaren Nahrungsmittel, welche wir auch vor Ort, von hier, angeboten bekommen und geniessen dürfen. Wir haben keine weiten Fahrwege und allerbeste Produkte.

Wasserregionen mit Wassererschliessungen, das planen die Gemeinden, der Kanton, die Kantone, die Schweiz. Das Wasser fliesst von einem Ort zum anderen. Es ist das erklärte Ziel, dass wir versuchen werden, die Wassermengen aus den Niederschlägen in «unterschiedlichen Reservoirs» hier zu behalten.

Mit den Wasserverbünden, den gegenseitigen Wasserlieferungen, sind wir in der Pflicht, dass jede einzelne Persönlichkeit, sorgsam mit dem Wasser umgeht. Es darf nicht sein, dass die eine Gemeinde liefert und die andere «verschwendet». Halten wir uns täglich daran, nicht erst, wenn es knapp wird.

Das Wasser ist unser kostbarstes Gut. Wir leben «nur» damit, wir leben davon. Wasser kann «zerlegt» werden, aus Wasser und Sauerstoff, kann die Energieversorgung gestärkt werden.

Es ist dem Gemeinderat ein ganz grosses Anliegen, dass dies erkannt wird.

Ein ebenso grosses Anliegen ist der Umgang mit der Abfallproduktion. Ganz viele Leute produzieren ganz viel Abfall. Schauen wir hin, was wir wiederverwerten können. Die «Kreislaufwirtschaft» wird die Zukunft sein. Sie hat den Fokus auf eine andere Form des Wachstums, im Kreislauf.

Mit der Hitze steigt die Trockenheit, die Feuerbrandgefahr, auch hier ist es dem Gemeinderat ganz wichtig, dass die Angaben und Vorgaben im Umgang mit dem Feuern im Freien, auch in den Gärten, beachtet werden, dass vorausschauend gehandelt wird.

Dann habe ich noch von einem besonderen Abfall gelesen, vom «verbalen Abfall vom verbalen Schrott». Wir haben in der Ferienzeit Gelegenheit darüber nachzudenken was das sein könnte. Denken Sie an die politischen und anderen Diskussionen.

Wenn ganz viele Leute von der ausserordentlichen Hitze sprechen, es aber früher auch heiss war und es doch viel weniger Leute hatte, dann bekommt die Hitze mit viel mehr Leuten viel grösseres Gewicht, usw.

Dies verhält sich auch so mit dem «verbalen Abfall.»

In der Zeit von 1950 bis heute hat sich die Schweizer Bevölkerung von 4,7 Mio auf 8,3 Mio entwickelt, also um 77%. Unser Dorf ist plus minus 100 Einwohner immer gleich geblieben.

Liebe Einwohnerinnen und liebe Einwohner, im Namen des Gemeinderates darf ich Ihnen von ganzem Herzen gute und schöne Ferientage wünschen. Wir freuen uns, Sie an der Bundesfeier am 1. August wieder begrüssen zu dürfen. Selbstverständlich sind wir auch über die Sommerzeit für Sie da.

«Das grösste Glück ist manchmal nur eine kleine Abweichung vom Gewöhnlichen.»

Renate Gautschy
Gemeindeammann


Öffnungszeiten während den Sommerferien

Die Gemeindeverwaltung ist vom Montag, 8. Juli 2019 bis Freitag, 9. August 2019 wie folgt geöffnet:

Montag – Donnerstag von 08.00 – 12.00 Uhr
Freitag von 07.00 – 12.00 Uhr

Am Donnerstag/Freitag, 1./2. August 2019 bleibt die Gemeindeverwaltung den ganzen Tag geschlossen.

Termine ausserhalb dieser Öffnungszeiten können direkt mit den jeweiligen Abteilungen vereinbart werden.


Arbeitsjubiläum

Am 1. Juli konnte Steueramtsvorsteher André Muhmenthaler sein 20-jähriges Arbeitsjubiläum bei der Gemeinde Gontenschwil feiern. Der Gemeinderat und das Gemeindepersonal gratulieren ihm dazu herzlich und danken für die Treue und die wertvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Für die Zukunft wünschen wir ihm beste Gesundheit und weiterhin viel Freude und Herausforderungen bei der täglichen Arbeit.


Kontrolle der Hausgärten auf Feuerbrand / Ambrosia

Vom Juli bis September 2019 wird der Feuerbrandkontrolleur, Robert Hofer, unterwegs sein. Er kontrolliert die Hausgärten auf allenfalls vorhandenen Feuerbrandbefall.

Befallen werden ausser den Kernobstbäumen auch einige Büsche und Bodendecker: Alle Coteneasterarten, Weissdorn, Feuerdorn, Scheinquitte, Vogelbeere, Mehlbeere und Stranvaesia. Es gibt keine direkten Bekämpfungsmassnahmen. Zur Eindämmung der Krankheit werden befallene Pflanzen gesucht und vernichtet, bevor sie weitere Infektionen auslösen.

Wichtig: Absterbende Zweige und Pflanzenteile an oben aufgeführten Pflanzen bitte nicht berühren (grosse Verschleppungsgefahr!) sondern unverzüglich dem Feuerbrandkontrolleur (062 777 44 44) melden. Er wird bei Ihnen vorbeikommen und die nötigen Massnahmen treffen.


Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern

Die Eigentümer und Mieter von Grundstücken an öffentlichen Strassen und Gehwegen sowie dem Gemeingebrauch zugänglichen Privatstrassen werden gebeten, ihre Bäume, Sträucher, lebenden Hecken und sonstigen Pflanzen so zurückzuschneiden oder nötigenfalls zu entfernen, dass die Verkehrssicherheit jederzeit gewährleistet ist.

Jahresrechnung 2018

Einwohnergemeinde

Die Jahresrechnung 2018 der Einwohnergemeinde Gontenschwil ist nach den Richtlinien und dem Kontenplan des harmonisierten Rechnungsmodells 2 (HRM2) erstellt worden – die Einführung war für alle Aargauer Gemeinden ab dem 01. Januar 2014 verbindlich – und weist inkl. den Betrieben Wasserwerk, Abwasserbeseitigung und Abfallwirtschaft einen Aufwand und Ertrag von je CHF 9‘183‘286.11 (Budget CHF 8‘666‘880.00, Vorjahr CHF 9‘184‘981.63) aus.

Eine wesentliche Neuerung war die Einführung der Anlagebuchhaltung und die lineare Abschreibung aufgrund der Nutzungsdauer. Die Investitionen über CHF 50‘000.00 der letzten 20 Jahre wurden aufgewertet. Gleichzeitig mussten die Liegenschaften des Finanz- und des Verwaltungsvermögens neu bewertet werden. Das Eigenkapital inkl. der Eigenwirtschaftsbetriebe beträgt per 31.12.2018 CHF 18‘944‘625.76 (Vorjahr CHF 18‘410‘587.77).

Das Gesamtergebnis der Einwohnergemeinde ohne Betriebe ist mit CHF 448‘973.75 (Budget CHF 8‘640.00) um CHF 440‘333.75 besser ausgefallen als budgetiert. Darin ist die Entnahme aus der Aufwertungsreserve von CHF 246‘995.00 enthalten, die der Differenz der Abschreibungen zwischen altem und neuem Rechnungsmodell entspricht. Im Abschluss 2018 haben die planmässigen Abschreibungen CHF 359‘048.80 betragen (Vorjahr CHF 379‘839.00).

Bei den Eigenwirtschaftsbetrieben gilt in Bezug auf Entnahmen aus den Aufwertungsreserven seit dem Abschluss 2015 eine abweichende Regelung zur Einwohnergemeinde. So mussten die bei den Betrieben mit der Rechnungsumstellung gebildeten Aufwertungsreserven in das jeweilige Bilanzkonto «Verpflichtungen bzw. Vorschüsse gegenüber Spezialfinanzierungen» umgebucht werden.

Beim Wasserwerk ist das Ergebnis CHF 28‘832.39 besser als geplant. Der Ertragsüberschuss beläuft sich auf CHF 164‘152.39 (Budget CHF 135‘320.00). Die planmässigen Abschreibungen haben CHF 68‘361.40 betragen. Das Nettovermögen gegenüber der Einwohnergemeinde beträgt per 31.12.2018 CHF 201‘573.63 (Vorjahr CHF 192‘683.79). Der Hauptgrund für das bessere Ergebnis ist der – gegenüber dem Budget – höher ausgefallene Gebührenertrag beim Wasserverkauf sowie der höhere Eingang an Konzessionsgebühren.

Bei der Abwasserbeseitigung ist das Ergebnis um CHF 82‘672.10 besser als geplant. Der Ertragsüberschuss beläuft sich auf CHF 174‘392.10 (BU CHF 91‘720.00). Die planmässigen Abschreibungen haben CHF 51‘138.41 betragen. Das Guthaben gegenüber der Einwohnergemeinde beträgt per 31.12.2018 CHF 585‘045.19 (Vorjahr CHF 466‘105.59). Das bessere Ergebnis resultiert aus dem tieferen Beitrag an die ARA sowie den Mehreinnahmen aus den Kanalisationsbenützungsgebühren.

Im Bereich Abfallwirtschaft präsentiert sich das Ergebnis um CHF 1‘345.95 besser als geplant. Der Aufwandüberschuss beträgt CHF 2‘784.05 (BU CHF 4‘130.00). In diesem Bereich müssen keine Abschreibungen vorgenommen werden. Das Nettovermögen gegenüber der Einwohnergemeinde reduziert sich per 31.12.2018 auf CHF 39‘215.35 (Vorjahr CHF 41‘999.40).

Der Nettoaufwand von CHF 5,195 Mio. weist eine Unterschreitung von 6,6% oder CHF 344‘783.60 gegenüber dem Budget aus. Die grössten Abweichungen sind bei nachstehenden Abteilungen erfolgt. Bei den Abteilungen Öffentliche Ordnung, Bildung und Verkehr ist der Nettoaufwand um rund CHF 368‘300.00 tiefer ausgefallen als budgetiert, Gründe hierfür sind nachstehend aufgeführt. Eine Budgetüberschreitung von CHF 73‘700.00 ist bei der Abteilung Gesundheit zu verzeichnen, hier schlagen die gemäss Pflegegesetz von der Gemeinde zu übernehmenden Restkosten für Pensionäre in Heimen zu Buche. Negativ war in diesem Jahr das Resultat der allgemeinen Gemeindesteuern, mit einem Gesamtertrag von CHF 4,480 Mio. wurde das Budget um gut CHF 135‘000.00 nicht erreicht. Bei den Sondersteuern konnte ein Nettoertrag von CHF 249‘827.00 verzeichnet werden (BU 90‘800.00).

Allgemeine Verwaltung
Nettoaufwand CHF 822‘953.64 oder 15,8% (BU CHF 802‘640.00 –14,5%)
Der Nettoaufwand der allgemeinen Verwaltung liegt um CHF 20‘313.64 über dem geplanten Wert und macht 15,8% des gesamten Nettoaufwandes der Einwohnergemeinde aus. Hauptsächlich zum ungünstigeren Ergebnis haben Mehrausgaben für die Erstellung von Gutachten wegen des Wegfalls der Oberstufe und die temporäre Weiterbeschäftigung des Lehrlings nach dem Lehrabschluss beigetragen.

Öffentliche Ordnung und Sicherheit, Verteidigung
Nettoaufwand CHF 281‘814.86 oder 5,4% (BU CHF 335‘310.00 –6,1%)
Der Minderaufwand beträgt CHF 53‘495.14, das bessere Ergebnis stammt aus Minderausgaben bei der Regionalpolizei und der Feuerwehr sowie dem höheren Gebührenertrag des Betreibungsamtes.

Bildung
Nettoaufwand CHF 1‘772‘500.28 oder 34,1% (BU CHF 2‘002‘960.00 –36,2%)
Der Minderaufwand beträgt CHF 230‘459.72, die grössten positiven Abweichungen gegenüber dem Budget finden wir bei den tieferen Lehrerbesoldungen im Bereich Primarstufe (ca. CHF 35'000.00), bei den höheren Schulgeldern von Gemeinden (ca. CHF 90‘000.00) und bei den tieferen Schulgeldern an Sonderschulen (ca. CHF 61‘000.00). Höhere Kosten hatten wir bei den Schulgeldern an die Kreisschule Homberg.

Kultur, Sport und Freizeit
Nettoaufwand CHF 188‘949.45 oder 3,6% (BU 195‘320.00 –3,5%)
Der Minderaufwand beträgt CHF 6‘370.55, in dieser Abteilung ist das Budget gesamthaft eingehalten worden.

Gesundheit
Nettoaufwand CHF 353‘498.10 oder 6,8% (BU 279‘790.00 –5,1%)
Die Abteilung Gesundheit schliesst mit einem Mehraufwand von CHF 73‘708.10 ab, wie weiter oben erwähnt, liegt die Hauptursache in den von der Gemeinde zu übernehmenden Restkosten für Pflegeheimbewohner mit zivilrechtlichem Wohnsitz Gontenschwil.

Soziale Sicherheit
Nettoaufwand CHF 1‘118‘611.67 oder 21,5% (BU 1‘155‘910.00 –20,9%)
Diese Abteilung schliesst um CHF 37‘298.33 besser ab als budgetiert. Allgemein gilt es zu bemerken, dass die Bereiche Alimentenbevorschussung, materielle Hilfe, Asylwesen und Fürsorge immer grossen Schwankungen unterworfen sind.

Verkehr und Nachrichtenübermittlung
Nettoaufwand CHF 580‘501.10 oder 11,2% (BU 664‘870.00 –12,0%)
Der um CHF 84‘368.90 tiefere Nettoaufwand ist unter anderem entstanden aus den Einnahmen aus dem «Fall PostAuto» und dem Wertgewinn aus der Umwandlung der WSB-Aktien zu AVA-Aktien.

Umweltschutz und Raumordnung
Nettoaufwand 127‘928.05 oder 2,5% (BU 167‘840.00 –3,0%)
Die Abteilung Umwelt und Raumordnung beinhaltet die vorstehend erläuterten eigenwirtschaftlich geführten und mit Gebühren finanzierten Entsorgungs- und Versorgungsbetriebe: Wasserwerk, Abwasserbeseitigung und Abfallwirtschaft. Der Minderaufwand von CHF 39‘911.95 für die mit Steuern finanzierten Bereiche ergibt sich aus Mehreinnahmen beim Gewässerunterhalt sowie Minderausgaben beim Friedhofunterhalt.

Volkswirtschaft
Nettoertrag 52‘090.75 oder –1,0% (BU 65‘190.00 –1,2%)
Negative Abweichung von CHF 13‘099.25. In dieser Abteilung werden die Konzessionsgebühren von der EWS und vom AEW verbucht, diese sind im 2018 tiefer ausgefallen. Ebenfalls in dieser Abteilung sind die Kosten für die Gewerbeausstellung berücksichtigt.

Finanzen und Steuern
Nettoertrag 5‘194‘666.40 (BU 5‘539‘450.00)
Obiger Betrag entspricht der Summe der Nettoaufwendungen aller vorgängig erwähnten Abteilungen, darin enthalten ist der Steuerertrag (gemäss untenstehender Auflistung), die Finanzausgleichsbeträge (Innerkantonaler FA CHF 517'000.00, Feinausgleich CHF 34‘600.00) die Schulden- und Vermögensverwaltung sowie die Liegenschaften des Finanzvermögens.

Gemäss Steuerabschluss 2018 belaufen sich die Steuereinnahmen der Gemeinde Gontenschwil auf insgesamt CHF 4‘773‘869.60 (Vorjahr CHF 4‘486‘449.00). Diese liegen um CHF 26‘319.60 über dem budgetierten Betrag von CHF 4‘747‘550.00.
Die Einkommens- und Vermögenssteuern betragen CHF 4‘138‘600.15 (BU CHF 4‘269‘950.00), die Quellensteuern CHF 98‘374.25 (BU CHF 120‘000.00), die Aktiensteuern CHF 294‘535.15 (BU CHF 250‘000.00), die Nach- und Strafsteuern CHF 1‘892.45 (BU CHF 4‘000.00), die Grundstückgewinnsteuern CHF 41‘608.50 (BU CHF 40‘000.00) und die Erbschafts- und Schenkungssteuern CHF 177‘853.70 (BU CHF 20‘000.00).
Die grösste Abweichung zum Budget finden wir bei den Erbschafts- und Schenkungssteuern, diese schliessen um CHF 157‘853.70 über Budget ab. Ebenfalls CHF 44‘535.15 über Budget haben die Aktiensteuern abgeschlossen, hier gilt jedoch zu erwähnen, dass im Jahr 2018 ein Systemwechsel stattgefunden hat und 13 Monate Aktiensteuer-Ablieferungen berücksichtigt worden sind. Bisher wurden je Rechnungsjahr die Monate Dezember bis November berücksichtigt, neu bzw. ab dem Rechnungsjahr 2019 wird der Aktiensteuerertrag pro Jahr ausgewiesen (Jan.–Dez.), somit sind in diesem Abschluss die Monate Dezember 2017 bis Dezember 2018 enthalten.
Bei den Einkommens- und Vermögenssteuern konnte das Budget um CHF 131‘349.85 nicht erreicht werden, dieses schlechtere Ergebnis beruht hauptsächlich auf die gestaffelte Einführung der letzten Steuergesetzrevision (Tarifsenkungen im 2014 und 2015, höhere Kinderabzüge usw.). Ebenso macht sich die schlechtere Wirtschaftslage im oberen Einkommenssegment bemerkbar. Die momentane Tiefzinslage führt vermehrt zu steuerlich abziehbaren Liegenschaftsunterhaltskosten.

 

Ortsbürgergemeinde

Die Erfolgsrechnung der Ortsbürgergemeinde schliesst mit einem Aufwandüberschuss von CHF 981.35 ab (Budget: Ertragsüberschuss CHF 1‘910.00).

Der Nichtbetrieb schliesst mit einem Ertragsüberschuss von CHF 10‘963.05 (Budget: Aufwandüberschuss CHF 850.00) und wird in die Forstreserve eingelegt.

Der Forstbetrieb Buholz wird durch die Gemeinde Zetzwil geführt und schliesst im Jahr 2018 mit einem Ertragsüberschuss von CHF 25‘451.76 (Budget: Aufwandüberschuss CHF 4‘200.00) ab. Der Ertragsüberschuss wird aufgrund der Waldflächen unter den angeschlossenen Gemeinden verteilt. Der Anteil für Gontenschwil beträgt CHF 10‘119.60 (Budget: Aufwandüberschuss CHF 1‘700.00).

Aus dem Gemeindepräsidium

Liebe Gontenschwiler

«Frag nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern frag, was du für dein Land tun kannst.» (J.F. Kennedy)

Die Gemeindeversammlungen 2019 stehen bei den Gemeinden vor der Türe. Ist diese Form noch zeitgemäss? Dazu machen sich im «Milizjahr» viele Leute Gedanken. Der Schweizerische Gemeindeverband hat für das Jahr 2019 die Milizarbeit in den Mittelpunkt gestellt. Die direkte Demokratie lebt «nur» mit der und von der Milizarbeit.
Warum finden sich viel eher Kandidaten und Kandidatinnen für die Ständerat- und Nationalratslisten und auch für die Grossratslisten? Weil man da weit weg vom Volk, den Bürgerinnen und Bürgern, ist?
In den Gemeinden, in den Dörfern und Städten, wird die Milizpolitik mit den Bürgern zusammen gelebt, da sind die Arbeitsplätze, die Bildungsstrukturen, die – zum Teil – natürliche soziale Kontrolle, die Bildungssysteme und Vieles mehr. Wir sind ganz nah beieinander und leben gemeinsam die vorgegebenen Gesetze, die möglichen und unmöglichen Ideen und Vorstellungen. Das ist zugegebener Massen nicht immer unkompliziert, aber auch nicht per se einfach nur schwierig.
In den letzten Jahren hat man festgestellt, dass es schwieriger wird Milizpolitiker für die Gemeinden zu finden.

Mit der Komplexität, die der Arbeitsalltag und die Milizarbeit mit sich bringen kommt es zu grossen Belastungen. Die Leute wohnen und arbeiten nicht mehr vor Ort, die Mobilität macht Vieles möglich. Dann hat sich das traditionelle Familienmodell verändert und der Mann oder die Frau stehen so nicht mehr zur Verfügung für ein öffentliches Amt. Eine Komponente ist auch noch zu erwähnen, «das Leben im Glashaus». Wir werden immer mehr zur «gläsernen Gesellschaft». Alles wird öffentlich und Milizpolitiker werden noch öffentlicher.

Weiter wird festgestellt, dass die Milizpolitik zunehmend zur «Interessenpolitik» geschritten ist und das Ziel ist doch die «Beteiligungspolitik». Die Leute engagieren sich gegenseitig für das Wohl der Gemeinschaft.
Die landauf, landab feststellbaren Ermüdungserscheinungen in der Beteiligungsbereitschaft der Schweizerinnen und Schweizer und die beklagten Rekrutierungsschwierigkeiten, Aufgabenlasten und Motivationsdefizite haben viele, viele Studien hervorgerufen.
Studien sind wertvoll, sie können unser Denken auffrischen und wir haben die Chance zukunftsweisende Schlüsse daraus zu ziehen.

«Es ist mir schon etwas unangenehm, dass nach 45 Jahren Studien und Recherchen dieser mein bester Ratschlag ist: Die Leute sollen freundlicher miteinander umgehen.» (Aldous Huxley, Schriftsteller 1894–1963. Sein bekanntestes Werk «Schöne neue Welt»

Im Namen des Gemeinderates darf ich Sie, liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, ganz herzlich an die nächste Gemeindeversammlung vom 21. Juni 2019, in die Mehrzweckhalle, einladen. Die Unterlagen wurden Ihnen bereits zugestellt.

Renate Gautschy, Gemeindeammann


Vorschau auf die Einwohner- und Ortsbürgergemeindeversammlung vom 21. Juni 2019

Die Einwohner- und Ortsbürgergemeindeversammlung vom 21. Juni 2019 hat nebst den Pflichttraktanden – Protokoll der letzten Versammlung, Rechenschaftsbericht 2018 sowie Jahresrechnung 2018 – über folgende Sachgeschäfte zu befinden:

Einwohnergemeinde

Kreditabrechnungen
Es werden folgende Kreditabrechnungen zur Genehmigung vorgelegt:

  • Sanierung Strasse Geisshof-Hohrüti-Bohler
  • Sanierung Ausbau Schulstrasse


Zusatzkredit Gesamtrevision Nutzungsplanung

Bisher wurden für die Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kultur fol¬gende Kredite bewilligt:

  • Gemeindeversammlung vom 13. Mai 2011 Bruttokredit CHF 220‘000.00
  • Gemeindeversammlung vom 17. Juni 2016 Zusatzkredit CHF 170‘000.00


Aktueller Stand

Im April 2018 wurde das Mitwirkungsverfahren durchgeführt. Während diesem Auf-lageverfahren sind insgesamt 24 Eingaben eingereicht worden. Diese wurden zwischenzeitlich alle aufgearbeitet, sodass der Gemeinderat den Mitwirkungsbericht am 29. April 2019 genehmigen konnte. Mit der Verabschiedung des Mitwirkungsberichts werden die Unterlagen der Abteilung Raumentwicklung zur 2. und allenfalls abschliessenden Vorprüfung zugestellt. Die anschliessende öffentliche Auflage wird voraussichtlich im Herbst 2019 erfolgen. Die bisher entstandenen Kosten belaufen sich auf CHF 400‘099.75 (inkl. MWST) und haben somit bereits zu einer leichten Kreditüberschreitung geführt.


Begründung der Kostenüberschreitung:

  • Übergeordnete Gesetze und Grundlagen änderten sich während des Erarbeitungsprozesses der Revision der Nutzungsplanung wesentlich (insb. Teilrevision Eidg. Raumplanungsgesetz, Revision Kant. Richtplan, Vorgabe Reduktion Siedlungsgebiet, Nachweis der Mindestdichte für bebaute und unüberbaute Mischzonen)
  • Aktualisierung der Grundlagen wie das Natur- und Landschaftsinventar und das Bauinventar
  • Abstimmung von neuen kommunalen Planungsverfahren auf die laufende Revision der Nutzungsplanung
  • Vertiefte Abklärungen betreffend der Auszonungen und Massnahmen zur Förde-rung der Innenentwicklung in Abstimmung mit dem Ortsbild, Bearbeitung einzelner Vorhaben wie Spezialzonen Schwarzenberg und Hasel, Projekt Stiftung Altried, Aussiedlung Schweinemaststall, Gestaltungsplan Rosengartenstrasse sowie zusätzliche Eingaben im Rahmen der Mitwirkung und Abklärungen zur Mehrwertabgabe

Die Kosten für die noch ausstehenden Arbeiten bis zur Genehmigung der neuen Nut¬zungsvorschriften werden auf CHF 110‘ – 130.000.00 geschätzt. Unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Kreditüberschreitung von rund CHF 10‘000.00 wird ein weiterer Zusatzkredit für die Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kultur von CHF 140‘000.00 benötigt.


Kreditbegehren Sanierung Tannenmoosstrasse

Die Tannenmoosstrasse befindet sich in einem schlechten Allgemeinzustand und ist zu sanieren. Der zu sanierende Projektperimeter erstreckt sich ab Einmündung in die Hinterdorfstrasse K332 bis zum Waldeingang. Die Länge des Abschnitts beträgt rund 1‘140 m. Innerhalb des Strassenraumes verlaufen zudem Entwässerungsleitungen (Bachleitungen, Sauberwasserleitungen, Schmutzwasserleitungen).

Bei den Oberflächenschäden handelt es sich um Rissbildungen, welche sich vorwiegend netzförmig ausdehnen. Die Risstiefen sind stellenweise bis in den Übergang Deckschicht-Tragschicht erkennbar. Bei den getätigten Sondagen wurden der Aufbau der bituminösen Beläge sowie die Schichtstärke der Strassenfundation erfasst. Zudem wurden die Belagsproben auf den Gehalt von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) untersucht. Die untersuchten Strassenbeläge sind generell PAK-haltig. Die Abklärungen haben ergeben, dass nicht die Fundation das eigentliche Problem ist, sondern das Alter des verwendeten bituminösen Belages. Aus den Sondagen war ersichtlich, dass die vorhandenen Deckschichten eine poröse Struktur aufweisen. Die bestehenden Entwässerungsanlagen wurden mittels Kanalfernsehaufnahmen untersucht. Dabei konnten starke Kalkablagerungen inkl. Querschnittsverengungen festgestellt werden.

Das Projekt sieht bei der Tannenmoosstrasse eine Sanierung des bestehenden Deckbelages ohne Ersatz der Tragschicht bzw. Fundationsschicht vor. Die bestehende Deckschicht der Tannenmoosstrasse wird innerhalb des Projektperimeters bis auf eine Tiefe von max. 40 mm abgefräst und anschliessend ein neuer Deckbelag eingebaut. Das anfallende Fräsgut (Altbelag) mit erhöhtem PAK-Gehalt muss speziell entsorgt werden. Die Zustandsaufnahmen der vorhandenen Entwässerungsleitungen haben gezeigt, dass diese in einem guten Allgemeinzustand sind. Die registrierten Schadensbilder setzen vorderhand keinen Leitungsneubau voraus. Voraussetzung bildet dabei die Annahme, dass die Haltungen mit bis zu 80% Rohrverengung (infolge Kalkablagerungen) grabenlos saniert werden können. Gemäss Kostenzusammenstellung ist mit einem Gesamtaufwand von ca. CHF 1‘050‘000.00 (davon ca. CHF 180‘000.00 z.L. Eigenwirtschaftsbetrieb Abwasserbeseitigung) zu rechnen.

Die Ortsbürgergemeindeversammlung hat nur über die Pflichttraktanden zu befinden.

Der Gemeinderat freut sich, möglichst viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Einwohner- und Ortsbürgergemeindeversammlung vom 21. Juni 2019 zu begrüssen.


Sanierung Bruchsteinmauer / Ersatz Heizungsanlage

Die Bruchsteinmauer auf der Nordseite des Piratenspielplatzes ist stellenweise in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Damit die Mauer längerfristig erhalten bleiben kann, sind mehrere Löcher in der Mauer instand zu stellen. Mit den notwendigen Sanierungsarbeiten wurde die R. Steiner AG, Oberkulm, beauftragt.

Die bestehende Heizungsanlage beim Schulhaus Unterdorf läuft nur noch auf einer Stufe und bringt nur noch die halbe Leistung. Ersatzteile können für diesen Typ keine mehr beschafft werden. Es drängt sich ein Austausch der Anlage vor der nächsten Heizperiode auf. Mit dem Ersatz der Wärmepumpenanlage wurde die Wasser & Wärme GmbH, Gontenschwil, beauftragt.


Gesamtrevision Nutzungsplanung

Der Gemeinderat hat am 29. April 2019 den Mitwirkungsbericht genehmigt, womit das Mitwirkungsverfahren abgeschlossen wurde. Die Unterlagen der Nutzungsplanung werden nun der Abteilung Raumentwicklung vom Kanton zur 2. und allenfalls abschliessenden Vorprüfung eingereicht. Sobald der abschliessende Vorprüfungsbericht der Abteilung Raumentwicklung vorliegt, wird das öffentliche Auflageverfahren durchgeführt.


Breitbandausbau der Swisscom in Gontenschwil – Medienmitteilung

Ab 2020 profitiert Gontenschwil von ultraschnellem Internet

Swisscom hat das Versprechen abgegeben, bis Ende 2021 jede Schweizer Gemeinde mit Glasfasertechnologien auszubauen. Davon profitieren auch die Einwohnerinnen und Einwohnern von Gontenschwil. Die Gemeindevertretung und Swisscom haben den Ausbau sowie den Baubeginn gemeinsam besprochen. Die ersten sichtbaren Bauarbeiten beginnen im Frühjahr 2020 und dauern rund acht Monate.


Vorarbeiten beginnen bereits jetzt

Bevor im Sommer 2020 die Glasfaserkabel verlegt werden, sind noch Vorarbeiten nötig. Dazu gehört unter anderem das Einholen der Bewilligung für die Ausbauarbeiten auf privaten wie auch öffentlichen Grundstücken. Swisscom wird hierfür die Eigentümer kontaktieren und Details besprechen. In einem weiteren Schritt muss die vorhandene Infrastruktur teils aktualisiert und aufgerüstet werden, um die höheren Bandbreiten übertragen zu können. Des Weiteren wird der Ausbau mit anderen Werken koordiniert, sollten zeitgleich weitere infrastrukturbauten (bspw. Strassensanierung) durchgeführt werden.


Leistungsstarke und nachhaltige Glasfasertechnologien

In Gontenschwil wird das Netz so ausgebaut, dass ultraschnelles Internet von bis zu 500 Mbit/s möglich ist. Damit schaut der Vater beispielsweise den neusten Blockbuster auf Swisscom TV 2.0, während die Mutter die fertig gestellte Präsentation ins Firmennetzwerk hoch lädt. Der Sohn spielt währenddessen auf der Konsole Onlinespiele und die Tochter telefoniert via Skype mit ihrer Freundin. Mit 500 Mbit/s sind solche Mehrfachanwendungen problemlos möglich.

Die Glasfasertechnologien sind zudem modular aufgebaut und ausbaufähig. Bei wachsendem Bedarf in Zukunft kann die bereits vorhandene Glasfaser rasch ausgebaut und die Leistung damit gesteigert werden.


Immer informiert über den Ausbaustand

Auf www.swisscom.ch/checker können Einwohner ihre Telefonnummer oder Adresse eingeben und prüfen, welche Leistungen und Produkte an ihrem Standort verfügbar sind. Ebenfalls können sie sich für eine automatische Benachrichtigung für ihren Standort eintragen. Swisscom wird die Interessenten dann informieren, sobald an ihrer Wohnadresse neue Informationen zum Ausbau vorliegen. Weitere Informationen zum Swisscom Netz sind zu finden unter www.swisscom.ch/netz.