Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Aus dem Gemeindepräsidium

Liebe Gontenschwiler

«Frag nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern frag, was du für dein Land tun kannst.» (J.F. Kennedy)

Die Gemeindeversammlungen 2019 stehen bei den Gemeinden vor der Türe. Ist diese Form noch zeitgemäss? Dazu machen sich im «Milizjahr» viele Leute Gedanken. Der Schweizerische Gemeindeverband hat für das Jahr 2019 die Milizarbeit in den Mittelpunkt gestellt. Die direkte Demokratie lebt «nur» mit der und von der Milizarbeit.
Warum finden sich viel eher Kandidaten und Kandidatinnen für die Ständerat- und Nationalratslisten und auch für die Grossratslisten? Weil man da weit weg vom Volk, den Bürgerinnen und Bürgern, ist?
In den Gemeinden, in den Dörfern und Städten, wird die Milizpolitik mit den Bürgern zusammen gelebt, da sind die Arbeitsplätze, die Bildungsstrukturen, die – zum Teil – natürliche soziale Kontrolle, die Bildungssysteme und Vieles mehr. Wir sind ganz nah beieinander und leben gemeinsam die vorgegebenen Gesetze, die möglichen und unmöglichen Ideen und Vorstellungen. Das ist zugegebener Massen nicht immer unkompliziert, aber auch nicht per se einfach nur schwierig.
In den letzten Jahren hat man festgestellt, dass es schwieriger wird Milizpolitiker für die Gemeinden zu finden.

Mit der Komplexität, die der Arbeitsalltag und die Milizarbeit mit sich bringen kommt es zu grossen Belastungen. Die Leute wohnen und arbeiten nicht mehr vor Ort, die Mobilität macht Vieles möglich. Dann hat sich das traditionelle Familienmodell verändert und der Mann oder die Frau stehen so nicht mehr zur Verfügung für ein öffentliches Amt. Eine Komponente ist auch noch zu erwähnen, «das Leben im Glashaus». Wir werden immer mehr zur «gläsernen Gesellschaft». Alles wird öffentlich und Milizpolitiker werden noch öffentlicher.

Weiter wird festgestellt, dass die Milizpolitik zunehmend zur «Interessenpolitik» geschritten ist und das Ziel ist doch die «Beteiligungspolitik». Die Leute engagieren sich gegenseitig für das Wohl der Gemeinschaft.
Die landauf, landab feststellbaren Ermüdungserscheinungen in der Beteiligungsbereitschaft der Schweizerinnen und Schweizer und die beklagten Rekrutierungsschwierigkeiten, Aufgabenlasten und Motivationsdefizite haben viele, viele Studien hervorgerufen.
Studien sind wertvoll, sie können unser Denken auffrischen und wir haben die Chance zukunftsweisende Schlüsse daraus zu ziehen.

«Es ist mir schon etwas unangenehm, dass nach 45 Jahren Studien und Recherchen dieser mein bester Ratschlag ist: Die Leute sollen freundlicher miteinander umgehen.» (Aldous Huxley, Schriftsteller 1894–1963. Sein bekanntestes Werk «Schöne neue Welt»

Im Namen des Gemeinderates darf ich Sie, liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, ganz herzlich an die nächste Gemeindeversammlung vom 21. Juni 2019, in die Mehrzweckhalle, einladen. Die Unterlagen wurden Ihnen bereits zugestellt.

Renate Gautschy, Gemeindeammann


Vorschau auf die Einwohner- und Ortsbürgergemeindeversammlung vom 21. Juni 2019

Die Einwohner- und Ortsbürgergemeindeversammlung vom 21. Juni 2019 hat nebst den Pflichttraktanden – Protokoll der letzten Versammlung, Rechenschaftsbericht 2018 sowie Jahresrechnung 2018 – über folgende Sachgeschäfte zu befinden:

Einwohnergemeinde

Kreditabrechnungen
Es werden folgende Kreditabrechnungen zur Genehmigung vorgelegt:

  • Sanierung Strasse Geisshof-Hohrüti-Bohler
  • Sanierung Ausbau Schulstrasse


Zusatzkredit Gesamtrevision Nutzungsplanung

Bisher wurden für die Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kultur fol¬gende Kredite bewilligt:

  • Gemeindeversammlung vom 13. Mai 2011 Bruttokredit CHF 220‘000.00
  • Gemeindeversammlung vom 17. Juni 2016 Zusatzkredit CHF 170‘000.00


Aktueller Stand

Im April 2018 wurde das Mitwirkungsverfahren durchgeführt. Während diesem Auf-lageverfahren sind insgesamt 24 Eingaben eingereicht worden. Diese wurden zwischenzeitlich alle aufgearbeitet, sodass der Gemeinderat den Mitwirkungsbericht am 29. April 2019 genehmigen konnte. Mit der Verabschiedung des Mitwirkungsberichts werden die Unterlagen der Abteilung Raumentwicklung zur 2. und allenfalls abschliessenden Vorprüfung zugestellt. Die anschliessende öffentliche Auflage wird voraussichtlich im Herbst 2019 erfolgen. Die bisher entstandenen Kosten belaufen sich auf CHF 400‘099.75 (inkl. MWST) und haben somit bereits zu einer leichten Kreditüberschreitung geführt.


Begründung der Kostenüberschreitung:

  • Übergeordnete Gesetze und Grundlagen änderten sich während des Erarbeitungsprozesses der Revision der Nutzungsplanung wesentlich (insb. Teilrevision Eidg. Raumplanungsgesetz, Revision Kant. Richtplan, Vorgabe Reduktion Siedlungsgebiet, Nachweis der Mindestdichte für bebaute und unüberbaute Mischzonen)
  • Aktualisierung der Grundlagen wie das Natur- und Landschaftsinventar und das Bauinventar
  • Abstimmung von neuen kommunalen Planungsverfahren auf die laufende Revision der Nutzungsplanung
  • Vertiefte Abklärungen betreffend der Auszonungen und Massnahmen zur Förde-rung der Innenentwicklung in Abstimmung mit dem Ortsbild, Bearbeitung einzelner Vorhaben wie Spezialzonen Schwarzenberg und Hasel, Projekt Stiftung Altried, Aussiedlung Schweinemaststall, Gestaltungsplan Rosengartenstrasse sowie zusätzliche Eingaben im Rahmen der Mitwirkung und Abklärungen zur Mehrwertabgabe

Die Kosten für die noch ausstehenden Arbeiten bis zur Genehmigung der neuen Nut¬zungsvorschriften werden auf CHF 110‘ – 130.000.00 geschätzt. Unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Kreditüberschreitung von rund CHF 10‘000.00 wird ein weiterer Zusatzkredit für die Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kultur von CHF 140‘000.00 benötigt.


Kreditbegehren Sanierung Tannenmoosstrasse

Die Tannenmoosstrasse befindet sich in einem schlechten Allgemeinzustand und ist zu sanieren. Der zu sanierende Projektperimeter erstreckt sich ab Einmündung in die Hinterdorfstrasse K332 bis zum Waldeingang. Die Länge des Abschnitts beträgt rund 1‘140 m. Innerhalb des Strassenraumes verlaufen zudem Entwässerungsleitungen (Bachleitungen, Sauberwasserleitungen, Schmutzwasserleitungen).

Bei den Oberflächenschäden handelt es sich um Rissbildungen, welche sich vorwiegend netzförmig ausdehnen. Die Risstiefen sind stellenweise bis in den Übergang Deckschicht-Tragschicht erkennbar. Bei den getätigten Sondagen wurden der Aufbau der bituminösen Beläge sowie die Schichtstärke der Strassenfundation erfasst. Zudem wurden die Belagsproben auf den Gehalt von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) untersucht. Die untersuchten Strassenbeläge sind generell PAK-haltig. Die Abklärungen haben ergeben, dass nicht die Fundation das eigentliche Problem ist, sondern das Alter des verwendeten bituminösen Belages. Aus den Sondagen war ersichtlich, dass die vorhandenen Deckschichten eine poröse Struktur aufweisen. Die bestehenden Entwässerungsanlagen wurden mittels Kanalfernsehaufnahmen untersucht. Dabei konnten starke Kalkablagerungen inkl. Querschnittsverengungen festgestellt werden.

Das Projekt sieht bei der Tannenmoosstrasse eine Sanierung des bestehenden Deckbelages ohne Ersatz der Tragschicht bzw. Fundationsschicht vor. Die bestehende Deckschicht der Tannenmoosstrasse wird innerhalb des Projektperimeters bis auf eine Tiefe von max. 40 mm abgefräst und anschliessend ein neuer Deckbelag eingebaut. Das anfallende Fräsgut (Altbelag) mit erhöhtem PAK-Gehalt muss speziell entsorgt werden. Die Zustandsaufnahmen der vorhandenen Entwässerungsleitungen haben gezeigt, dass diese in einem guten Allgemeinzustand sind. Die registrierten Schadensbilder setzen vorderhand keinen Leitungsneubau voraus. Voraussetzung bildet dabei die Annahme, dass die Haltungen mit bis zu 80% Rohrverengung (infolge Kalkablagerungen) grabenlos saniert werden können. Gemäss Kostenzusammenstellung ist mit einem Gesamtaufwand von ca. CHF 1‘050‘000.00 (davon ca. CHF 180‘000.00 z.L. Eigenwirtschaftsbetrieb Abwasserbeseitigung) zu rechnen.

Die Ortsbürgergemeindeversammlung hat nur über die Pflichttraktanden zu befinden.

Der Gemeinderat freut sich, möglichst viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Einwohner- und Ortsbürgergemeindeversammlung vom 21. Juni 2019 zu begrüssen.


Sanierung Bruchsteinmauer / Ersatz Heizungsanlage

Die Bruchsteinmauer auf der Nordseite des Piratenspielplatzes ist stellenweise in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Damit die Mauer längerfristig erhalten bleiben kann, sind mehrere Löcher in der Mauer instand zu stellen. Mit den notwendigen Sanierungsarbeiten wurde die R. Steiner AG, Oberkulm, beauftragt.

Die bestehende Heizungsanlage beim Schulhaus Unterdorf läuft nur noch auf einer Stufe und bringt nur noch die halbe Leistung. Ersatzteile können für diesen Typ keine mehr beschafft werden. Es drängt sich ein Austausch der Anlage vor der nächsten Heizperiode auf. Mit dem Ersatz der Wärmepumpenanlage wurde die Wasser & Wärme GmbH, Gontenschwil, beauftragt.


Gesamtrevision Nutzungsplanung

Der Gemeinderat hat am 29. April 2019 den Mitwirkungsbericht genehmigt, womit das Mitwirkungsverfahren abgeschlossen wurde. Die Unterlagen der Nutzungsplanung werden nun der Abteilung Raumentwicklung vom Kanton zur 2. und allenfalls abschliessenden Vorprüfung eingereicht. Sobald der abschliessende Vorprüfungsbericht der Abteilung Raumentwicklung vorliegt, wird das öffentliche Auflageverfahren durchgeführt.


Breitbandausbau der Swisscom in Gontenschwil – Medienmitteilung

Ab 2020 profitiert Gontenschwil von ultraschnellem Internet

Swisscom hat das Versprechen abgegeben, bis Ende 2021 jede Schweizer Gemeinde mit Glasfasertechnologien auszubauen. Davon profitieren auch die Einwohnerinnen und Einwohnern von Gontenschwil. Die Gemeindevertretung und Swisscom haben den Ausbau sowie den Baubeginn gemeinsam besprochen. Die ersten sichtbaren Bauarbeiten beginnen im Frühjahr 2020 und dauern rund acht Monate.


Vorarbeiten beginnen bereits jetzt

Bevor im Sommer 2020 die Glasfaserkabel verlegt werden, sind noch Vorarbeiten nötig. Dazu gehört unter anderem das Einholen der Bewilligung für die Ausbauarbeiten auf privaten wie auch öffentlichen Grundstücken. Swisscom wird hierfür die Eigentümer kontaktieren und Details besprechen. In einem weiteren Schritt muss die vorhandene Infrastruktur teils aktualisiert und aufgerüstet werden, um die höheren Bandbreiten übertragen zu können. Des Weiteren wird der Ausbau mit anderen Werken koordiniert, sollten zeitgleich weitere infrastrukturbauten (bspw. Strassensanierung) durchgeführt werden.


Leistungsstarke und nachhaltige Glasfasertechnologien

In Gontenschwil wird das Netz so ausgebaut, dass ultraschnelles Internet von bis zu 500 Mbit/s möglich ist. Damit schaut der Vater beispielsweise den neusten Blockbuster auf Swisscom TV 2.0, während die Mutter die fertig gestellte Präsentation ins Firmennetzwerk hoch lädt. Der Sohn spielt währenddessen auf der Konsole Onlinespiele und die Tochter telefoniert via Skype mit ihrer Freundin. Mit 500 Mbit/s sind solche Mehrfachanwendungen problemlos möglich.

Die Glasfasertechnologien sind zudem modular aufgebaut und ausbaufähig. Bei wachsendem Bedarf in Zukunft kann die bereits vorhandene Glasfaser rasch ausgebaut und die Leistung damit gesteigert werden.


Immer informiert über den Ausbaustand

Auf www.swisscom.ch/checker können Einwohner ihre Telefonnummer oder Adresse eingeben und prüfen, welche Leistungen und Produkte an ihrem Standort verfügbar sind. Ebenfalls können sie sich für eine automatische Benachrichtigung für ihren Standort eintragen. Swisscom wird die Interessenten dann informieren, sobald an ihrer Wohnadresse neue Informationen zum Ausbau vorliegen. Weitere Informationen zum Swisscom Netz sind zu finden unter www.swisscom.ch/netz.