Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Aus dem Gemeinderat

Liebe Gontenschwiler

«Früher wurde der Mensch mit der Natur nicht fertig. Heute wird die Natur mit dem Menschen nicht mehr fertig.» (W.P.)

Das genannte Zitat will uns darauf hinweisen, was wir eigentlich schon wissen, dass es früher sehr viel mehr Natur gab, die bearbeitet werden musste, mit sehr viel weniger Leuten, die diese Arbeiten auszuführen hatten.

Heute haben wir sehr viel mehr Leute, mit gleich viel Natur und das gibt uns zu denken.

«Natur findet Stadt», so heisst ein Projekt vom Kanton Aargau das den Mitgliedern vom Natur- und Vogelschutzverein und dem Gemeinderat vor wenigen Wochen vorgestellt wurde. Mit dem Wissen, dass wir auf rund 970 ha eine sehr «grüne Gemeinde» sind, haben wir den Ausführungen der jungen, erfrischenden und mit Leidenschaft argumentierenden Dame vom Kanton sehr gerne zugehört. Im Projektnamen steckt das geflügelte Wort «Stadt» anstelle von statt. In den Städten hat es ja tatsächlich sehr viel weniger Grünflächen, Bäume, Hecken, Gärten, Wiesen, Wälder, Bäche und Bächli, usw. Mit dem Projekt «Natur findet Stadt» soll die Attraktivität der Gemeinden gesteigert werden indem, zusammen mit den Einwohnern, mehr Platz für die Natur geschaffen wird. Da wir ein «grünes Dorf» sind, müssen wir manchmal schauen, dass die Einwohner in der Natur auch ihren Platz bekommen. Es ist uns aber bewusst und es ist uns wichtig, dass es in der Natur für Gross und Klein ganz viel zum Entdecken gibt und, dass die Natur unser Dasein möglich macht. Das Projekt ist zukunftsweisend und überzeugt, dass eine andere Bewirtschaftung der Rabatten, Rasen, Hecken, Gärten, usw. sehr viel mehr Raum geben für Blüten und Schmetterlinge und viele andere Naturwunder. Der Unterhaltsaufwand für den öffentlichen Grünraum könnte sinken und die Lebensqualität in den Gemeinden verbessern. Die Idee ist, dass die Gemeinden mit der Aufwertung von ökologischen Flächen als Vorbild vorangehen und damit die privaten Garten- und Balkonbesitzer motivieren auch aktiv zu werden. Nur schon ein Lavendel auf dem Balkon bezirzt uns mit seinem Duft … erfreut uns mit der Farbe und gibt den Bienen eine wunderbare Oase. Für die Zukunft wäre es wertvoll und wünschenswert, sogar sehr notwendig, dass die vom Kanton entsandten Damen und Herren über die jeweiligen Verhältnisse in den Gemeinden Bescheid wüssten.

Fast alle können sich eine Idee ausdenken, was wirklich zählt, ist die Idee zu einem praktischen Produkt und dies geht in der Regel nur, wenn man in Kenntnis der Gegebenheiten ist.

Dem Gemeinderat ist das Projekt, im möglichen Rahmen, eine Herzensangelegenheit.

Renate Gautschy, Gemeindeammann

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