Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Zum 25. Jubiläum erhielt Daniel Leutwiler viele Zeichnungen der Schüler, die er an seiner Bürotüre immer sehen kann und ein T-Shirt mit der Aufschrift: Für den besten Schulhausabwart der Welt!

Die guten Seelen rund um unsere Schulhäuser

Text und Bild: Jennifer Loosli

Als Hauswart an der Schule Leutwil ist er dafür zuständig, dass alles funktioniert, keiner friert und die Schulen und Kindergärten in Leutwil immer tadellos aussehen. Dafür ist dem Hauswart Daniel Leutwiler kein Aufwand zu gross und er ist mit viel Herzblut dabei.

So, wie sich in dieser Zeit die pädagogischen Konzepte wandeln, so veränderte sich auch das Bild des Schulhaus­abwarts. War dieser einst der Mann mit seinem «¾-Mänteli» und dem grimmigen Blick, so ist eine moderne Hauswartin, ein moderner Hauswart längst einer der wichtigsten Bestandteile eines Schulkonstrukts geworden. Hauswarte sind zu Autoritäts- und Vertrauenspersonen der Schüler gewandelt. Wenn einem Schüler aus Versehen ein Malheur passiert, wie das Ausschütten eines Getränkes oder der Weg zur Toilette war zu lang, ist Daniel Leutwiler sofort zur Stelle und hilft den Kindern und Jugendlichen. Das wichtigste in diesem Beruf sind die vier M = Man Muss Menschen Mögen, also eine hohe Sozialkompetenz als Schulhauswart besitzen. Zusätzlich ist eine Berufslehre als Handwerker in den Bereichen Mechanik, Sanitär, Maurer oder wie im Fall von Daniel, der Mechaniker gelernt hat, von grossem Vorteil. Die Reinigung der Gebäude gehört natürlich auch dazu, aber nicht nur. Nach 26 Dienstjahren ist der Schulhauswart nach Daniel Leutwilers Meinung «Gastgeber». Seine Gäste sind die Kinder und Lehrpersonen im Kindergarten und dem Schulhaus, sowie die Vereinsleute samt ihren Veranstaltungen in der Mehrzweckhalle. Um ein guter Gastgeber zu sein, muss er genau wissen, welche Bedürfnisse die Personen haben. «Ein ehemaliger Lehrer hat mal zu mir gesagt: Der Hauswart ist das Herz und die Seele des Schulhauses», so Leutwiler. Doch ganz alleine stemmt er nicht alles, denn seit einem Jahr hilft ihm Marco Hunziker vom Bauamt aus. Die Wartungen der Gebäude und den Infrastrukturanlagen wie Sport-, Trocken- und Pausenplatz ist wortwörtlich ein Zusammenzug aus sehr vielen Berufen: Gärtner, Bodenleger, Elektriker und, und, und. Ein spannender Beruf mit einem sehr umfangreichen Aufgabengebiet, welches wir oft unterschätzen und teilweise gar nicht wirklich wahrnehmen. Ohne die guten und fleissigen Seelen in den Schulhäusern ginge es aber gar nicht!