Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Leutwil stellt Weichen für eine attraktive Zukunft

Text und Bild: Thomas Moor

Die Leutwiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sind an der Entwicklung ihrer Gemeinde sehr interessiert. Das zeigte die Info-Veranstaltung über die Gesamtrevision Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland, welche vom Einwohnerverein LüpuPlus in der Mehrzweckhalle organisiert wurde und die am 22. November zur Abstimmung gelangt.

Matias Baumann als Präsident des Einwohnervereins LüpuPlus und Organisator des Info-Abends sowie Frau Gemeindeammann Monika Müller war die Freude ins Gesicht geschrieben. Das Interesse und der Besucheraufmarsch waren erfreulich gross und die Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kultur, die Bau- und Nutzungsordnung (BNO) ist auf die Zielgerade eingebogen. Der Kanton hat seinen Segen erteilt und grünes Licht gegeben. Jetzt liegt der Ball bei den Lüpuer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger. Am 22. November 2019 stimmen sie anlässlich der Gemeindeversammlung über das Werk ab. Fünf Jahre habe die Planung gedauert, wie Gemeindeammann Monika Müller erwähnte und darauf hinwies, dass die Weilerzone Wampfle von der Genehmigung ausgenommen sei.

Eine intensive aber auch spannende Zeit haben die BNO-Kommissionsmitglieder Marcel Amgwerd, Toni Küng, Marco Schwarz, Reto Müller sowie der Gemeinderat in der Planungsphase erlebt. Die verschiedenen Etappen erläuterte Thomas Meier vom Planungsbüro Marti Partner Architekten und Planer AG (Zürich und Lenzburg). Die vorliegende Bau - und Nutzungsordnung war während der gesamten Planungsphase von zwei Leitsätzen geprägt gewesen, die da lauteten: «Der schönen Landschaft ist Sorge zu tragen» und «Der Ortskern ist in seinem unverwechselbaren Charakter zu erhalten und weiter zu entwickeln». Oder wie es Vizeammann Ruedi Sturzenegger an seinem von ihm betreuten Infostand auf den Punkt brachte: «Wir wollen ein schönes Dorf bleiben, ohne verdichtetes Bauen mit einem Blick ins Grüne für alle.» Attraktivität, Wohnqualität und Familienfreundlichkeit sollen weiter gestärkt und verbessert werden. Sturzenegger führte an diesem Abend viele angeregte Diskussionen über den Entwicklungsrichtplan Dorfkern und beantwortete viele Fragen. «Die Leute sind sehr interessiert an der Entwicklung der Gemeinde», wie er ein kurzes und für ihn positives Fazit über die Informationsveranstaltung zog.

Grossandrang herrschte auch am Infostand «Entwicklung des zur Einzonung vorgesehenen Gebietes Hessematt», wo Gemeindeammann Monika Müller Red und Antwort stand. Die Hessematt gilt als Kompensation für die Auszonung der Chilematt. Das im Bauzonenplan bezeichnete Gebiet Hessematt darf nur erschlossen und überbaut werden, wenn ein rechtskräftiger Gestaltungsplan vorliegt. Der an diesem Abend präsentierte Überbauungsnachweis mit Neubauten (MFH, EFH, Doppel-EFH), Renaturierungsflächen, der Offenlegung des Kommetbaches, den zum ökologischen Ausgleich und zur Erholung vorgesehenen Grünraum zog die Besucher an wie ein Magnet. Klar, dass auch über diesen Gestaltungsplan engagiert und kontrovers diskutiert wurde. Ebenfalls gut frequentiert waren die Infostände mit dem Kulturlandplan, den vorgesehenen Ein- und Auszonungen, sowie der Bauzonenplan. Die Idee mit den verschiedenen Infoständen stiess bei den Besuchern auf ein durchwegs positives Echo. Auf diese Weise konnte jedermann, die für sich interessanten Posten ansteuern und sich die für ihn wichtigen Informationen von den Fachleuten abholen. Gut gemacht!

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