Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Der Ansturm am Info-Abend hielt sich in Grenzen. Mitinitiant Paul Schalch erhielt von Isabell Landolfo einen feinen Tropfen.

Gemeinde-Infoabend: Gute Sache, schlecht belohnt

Text und Bild: Thomas Moor

Aktiv an der Gestaltung von Menziken beitragen: Das können grundsätzlich alle Mitbürgerinnen und Mitbürger. Welche Möglichkeiten dazu bestehen, konnte man anlässlich eines Info-Abends im Huus74 in Menziken erfahren. Die Ortsparteien haben gemeinsame Sache gemacht.

«Unsere ausländischen Gäste bewundern unser Milizsystem», wie Gastgeber Felix Matthias in seiner Kurzpräsentation des Huus74 (Hotel, Bed & Breakfast, Beizli) sagte. 1000 Tage seien er und das gesamte Team nun bereits unterwegs. Mit Erfolg. Was wiederum bestätigt: Von nichts kommt nichts! Nicht anders verhält es sich in der Gemeinde Menziken. Auch hier ist man auf engagierte Einwohner angewiesen, die sich für die vielseitigen Belange der Gemeinde einsetzen, sich in der Freizeit engagieren. Nur konsumieren und kritisieren ist weit populärer, als sich aktiv in die Gesellschaft zum Wohle einer funktionierenden Gemeinde einzubringen. Klar, dass sich allfällige Interessierte nicht mit Ellenbogen Platz in einem Amt oder einer Kommission verschaffen müssen. Grund genug für die Ortsparteien FDP, SVP, SP, EDU, Grüne und CVP gemeinsame Sache zu machen und zu einem Info-Abend einzuladen und über die Gemeinde ganz allgemein, die Aufgaben, die Ämter sowie ihre Parteien zu informieren. Auch hier hielt sich der Besucher-Ansturm in engen Grenzen. Dabei hatten sich alle Parteipräsidenten und -präsidentinnen für diesen Info-Abend top vorbereitet, die «Hausaufgaben» perfekt gelöst und sich mit umfassenden Informationen gut «verkauft». Es ist aber schon so, wie es Ruth Rötheli von der CVP auf den Punkt brachte: «Wir müssen uns bemühen und auf die Neuzuzüger zugehen», wie sie sagte. Genau so sah es auch ihre Parteikollegin Isabell Landolfo: «Es liegt an uns, die Leute und auch die Parteien zu motivieren und zusammen etwas anzupacken.» Welch spannende Aufgaben die Arbeiten in den verschiedenen Kommissionen beinhalten, zeigten die Vertreter der Finanzkommission, der Steuerkommission, der Schulpflege und des Wahlbüros auf. «Solche Funktionen sind sehr empfehlenswert, weil man lehrreiche Einblicke erhält», wie Paul Schalch als Mitinitiant und Moderator des Abends sagte. Man lerne das Dorf und die Gesellschaft anders kennen, wie Schulpflegepräsident Andi Gurtner nachdoppelte.