Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Schmerztherapie nach Operationen am Spital Menziken

Bild: zvg

Postoperative Schmerztherapie bedeutet die bestmögliche Schmerzfreiheit nach einer Operation in Bezug auf Lebensqualität und Rekonvaleszenz. Die Optimierung der individuellen Schmerztherapie erfolgt durch die enge Zusammenarbeit von Anästhesie, Pflegefachpersonen und operativen Disziplinen.

Schmerz ist ein sehr individuell empfundenes und häufig unterschätztes Phänomen im Zusammenhang mit Operationen. Schmerzen werden von jedem Menschen anders und in unterschiedlicher Intensität empfunden – doch ist es ein wichtiges und nötiges Warnsymptom, das den Patienten und dessen Körper schützen soll. Der Schmerz als Warnfunktion darf nicht komplett unterdrückt werden, da er, z. B. während der Physiotherapie nach der Operation, ein wichtiger Hinweis auf eine drohende Überbeanspruchung sein kann, welche den Erfolg der Operation gefährden könnte. Durch die standardisierte frühzeitige Erkennung von Schmerzsymptomen und anderen postoperativen Beschwerden wie Kältezittern, Übelkeit und Erbrechen gelingt es uns, schnell zu reagieren und das Wohlbefinden der Patienten wieder herzustellen. Die komplette Schmerzfreiheit ist nicht das Ziel einer Schmerztherapie nach der Operation, sondern den Schmerz so weit zu lindern, dass die Genesung des Patienten gefördert wird und dabei optimale Fortschritte gemacht werden. Regionalanästhesie, Wundinfiltration, patientenkontrollierte Schmerztherapie und Co-Analgetika als moderne schmerztherapeutische Verfahren werden schon sehr erfolgreich am Spital Menziken eingesetzt. Die Patienten können mit Hilfe von Medikamentenpumpen jederzeit selbstständig eine eingestellte Menge an zusätzlichem Schmerzmittel anfordern. Der Patient erhält dann sofort eine genau auf ihn abgestimmte Menge eines Medikamentes, ohne auf die Pflegefachperson oder den Arzt warten zu müssen. Die eingestellte Menge ist so berechnet, dass die Gesundheit des Patienten nicht gefährdet und eine Überdosierung verhindert wird.

Gemeinsam gegen den Schmerz
Dies bedeutet: das interdisziplinäre Fachteam wie Ärzte, Pflege und Physiotherapie arbeiten zusammen mit dem Ziel einer optimalen postoperativen Schmerztherapie. Der durch die Anästhesieabteilung betriebene Schmerzdienst des Spitals Menziken betreut die Patienten nach der Operation durch mehrmalige tägliche Visiten. Der Schmerzdienst ist zudem 24 Stunden im Haus anwesend und kann jederzeit durch die verschiedenen Pflegestationen und auch durch das interne Pflegeheim zur Unterstützung bei zum Beispiel chronischen Schmerzen hinzugezogen werden. Dadurch wird ein optimaler Heilungsprozess unterstützt oder Linderung gewährleistet.


Asana Gruppe, Spital Menziken, 5737 Menziken
Telefon 062 765 31 31, www.spitalmenziken.ch