Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Die Schaufensterkrankheit – oder wenn die Beine beim Laufen schmerzen

Text: zvg
Bild: Ventus17, Pixabay

Wer hat schon nicht einmal über Beinschmerzen geklagt. Ob nach dem Sport oder auch im Ruhezustand. Oft verschwinden diese so schnell wie sie aufgetreten sind. Aber nicht selten können sie regelmässig auftreten und uns beim Laufen zum Stehenbleiben zwingen.

Was steckt dahinter? Die Schaufensterkrankheit! Das Krankheitsbild wird deshalb so genannt, weil die Betroffenen nach einer gewissen Wegstrecke wegen Schmerzen anhalten müssen. Die Beschwerden lassen typischerweise nach einer kurzen Pause rasch nach, so dass sie wieder eine gleichlange Strecke zurücklegen können, bevor sie wieder anhalten müssen.

Betroffen sind die Schlagadern (Arterien), welche verengt sind und den Muskel nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgen können. Dies führt dann zu Schmerzen beim Laufen. Der Schaufensterkrankheit oder medizinisch als periphere arterielle Verschlusskrankheit bezeichnete Erkrankung liegen verschiedene Ursachen zu Grunde. Dabei kommt es zu einer Verkalkung der Adern (Arterien), was medizinisch als Arteriosklerose bezeichnet wird. Dieser Prozess ist Ausdruck des normalen Alterns der Gefässe und bei allen über 75-jährigen nachweisbar. Aber nur zehn Prozent der über 75-jährigen entwickeln Symptome.

Welche Risikofaktoren gibt es? Der mit Abstand gefährlichste Faktor ist das Rauchen von Zigaretten, gefolgt von Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit), Blut-
hochdruck und die Erhöhung der Blutfette sowie erbliche Faktoren. Vor allem die Kombination von Rauchen mit Zuckerkrankheit und Bluthochdruck stellt ein sehr grosses Risiko dar. Die Behandlung der Schaufensterkrankheit besteht aus drei Ansätzen. Ebenso wichtig wie die Einnahme von Medikamenten oder eine Aufdehnung der verengten Ader ist das Ändern der Lebensgewohnheiten, wie Aufhören zu Rauchen, Körpergewichtsabnahme, gesunde Ernährung und körperliche Betätigung.

Bei grosser Einschränkung der Lebensqualität kann eine Wiederherstellung der Durchblutung durch einen minimalinvasiven Eingriff mit einem Ballonkatheter («Ballönle») oder, wenn nötig durch eine offene Operation (Bypass), erfolgen. In manchen Fällen kann es sein, dass die Eingriffe bei einem Teil der Patienten wiederholt werden müssen. Um eine erneute Durchblutungsstörung rechtzeitig zu erfassen, sind regelmässige Nachkontrollen durch einen Gefässspezialisten (Angiologe) nötig. Auch der Einsatz von neuen Technologien und medikamentenbeschichteten Ballonen und Stents, die für die minimalinvasiven kathetertechnischen Eingriffe zur Verfügung stehen, können das Risiko einer Wiederverengung oder eines Verschlusses des schon behandelten Gefässes zwar reduzieren, aber ein gewisses Risiko bleibt dennoch bestehen.

Wenn Sie Beschwerden beim Laufen haben, kontaktieren Sie Ihren Hausarzt. Sollte der Verdacht bestehen, dass eine Schaufensterkrankheit vorliegt, wird er Sie zur Weiterabklärung und Behandlung an die Spital Menziken AG überweisen.

Eine allenfalls notwendige, mittels minimalinvasiver kathetertechnischen Behandlung, erfolgt dann durch den interventionellen Angiologen Dr. Pietro Amantea in der Hirslanden Klinik in Aarau.

Asana Spital Menziken AG
Spitalstrasse 1
5737 Menziken
Tel. 062 765 31 91

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