Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Aszites: Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle

Text und Bild: zvg

Aszites ist die medizinische Bezeichnung für die Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle. Dies kann zu Symptomen wie Erbrechen, Bauchbeschwerden oder Appetitlosigkeit führen. Es kommt vor, dass kranke Katzen (auch Hunde) in reduziertem Allgemeinzustand bei uns vorgestellt werden. Sie sind abgemagert, haben aber eine sichtlich gefüllte Bauchhöhle.

Ursachen
Die Ursachen der Aszites können vielfältig sein, entsprechend variiert auch deren Behandlungsmethode. Wasseransammlungen finden wir bei verschiedenen entzündlichen Prozessen oder Krankheiten.

Beispiele:

  • FIP, eine Erkrankung, die häufig bei jungen Katzen vorkommt und in der Regel tödlich ist.
  • Lebererkrankungen oder eine Gallenwegruptur
  • Rechtsseitige Herzinsuffizienz, bei der das Herz den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut versorgen kann. Die Organe erhalten nicht mehr genügend Sauerstoff und Nährstoffe.
  • Tumore, Zysten, Bluthochdruck oder Thrombosen können ebenfalls eine Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle verursachen.

 
Aber auch mechanische Einwirkungen von aussen können zu Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle führen, wie zum Beispiel:

  • nach Unfällen, wenn innere Blutungen auftreten;
  • bei einer geplatzten Harnblase.


Kristalle, Steine oder Blutgerinnsel können vor allem beim Kater die Harnröhre verstopfen. Es kommt zu Harnabsatzschwierigkeiten. Die Blase kann nicht oder nur schwer entleert werden, was in seltenen Fällen dazu führen kann, dass die Harnblase platzt.


Diagnose
Um den Erguss zu beurteilen, werden nebst Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen auch Blutuntersuchungen durchgeführt.

Behandlung und Prognose
Die Behandlung und Prognose ist weitgehend abhängig von der zugrunde liegenden Ursache der Aszites.

Je nach Ursache kann medikamentös behandelt werden. Auch korrigierende Eingriffe können in einigen Fällen notwendig sein, beispielsweise, wenn ein Tumor vorhanden ist, bei inneren Blutungen oder einer geplatzten Harnblase. Der Tierarzt wird mit Ihnen die jeweilig nötigen Behandlungsmethoden besprechen.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen oder Unklarheiten an uns oder Ihren Tierarzt.

 

Autor: Tierarztpraxis Opher Berger, 5734 Reinach, www.tierpraxis-berger.ch

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