Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Wenn an Weihnachten die Lichtlein brennen …

Bild: zvg

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und damit steigen bei uns in der Apotheke wieder die Beratungen rund um Verbrennungen. Sei es beim Guetzli-Backen mit Mami oder beim Kerzen anzünden mit Papi – mögliche Quellen für Verbrennungen gibt es in der Weihnachtszeit einfach mehr.

Ermahnen, aufmerksam sein ist ganz klar die Devise, und dennoch passiert es immer wieder. Perfekt, wenn man eine gut ausgestattete Hausapotheke hat und auch noch weiss, was man bei Verbrennungen tun kann und soll.

Als erste Sofortmassnahme gilt immer: Ruhe bewahren und die betroffene Hautstelle mit Leitungswasser mindestens 15 Minuten kühlen. Dies mindert den Schmerz und das Ausmass der Verbrennung generell. Falls die Verbrennung mit Kleidern abgedeckt ist, lassen Sie diese und kühlen Sie mitsamt den Textilien. Keinesfalls sollte Eis aufgelegt werden.

Nach der ersten Aufregung sollte man das Ausmass und den Schweregrad der Verbrühung oder Verbrennung einschätzen, um die weitere Behandlung abschätzen zu können. Als Faustregel für die Beurteilung der verbrannten Körperoberfläche gilt die Handflächenregel: Die Handfläche inklusive der Finger des Betroffenen entspricht 1% seiner Körperoberfläche. Grundsätzlich gilt, dass jede Verbrennung, die grösser als die Handfläche ihres Kindes ist, durch eine Fachperson versorgt werden sollte. Verbrennungen im Gesicht, im Bereich der Genitalien und im Bereich der Gelenke der Hand oder des Fusses sollten durch einen Arzt behandelt werden. Diese Abklärung können Sie in jedem Fall auch in der Apotheke machen lassen. Bringen Sie hierzu Ihr Kind, am besten mitsamt Kühlverband, zu uns oder senden Sie uns ein Photo. Leichte Verbrennungen können Sie gut selber behandeln. Gerne zeigen wir Ihnen bei dieser Gelegenheit, wie Sie am besten vorgehen können. Leider stimmt das Sprichwort «Gebrannte Kinder fürchten das Feuer» bei Kindern im Vorschulalter oft nicht. Vorsicht ist deshalb immer geboten.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ungetrübte Festtage!

Barbara Kursawe, Apothekerin
TopPharm Homberg Apotheke
zertifizierte medinform-kinderapotheke 

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