Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Kinderzähne, so stark wie die der Biber!

Bild: zvg

Kinderzähne haben, anders als bei uns Erwachsenen, einen Zahnschmelz, der leichter von Karies angegriffen und zerstört werden kann. Das gilt sowohl für die Milchzähne als auch für die zweiten Zähne. Erst 3 Jahre nach Durchbruch sind sie vollständig ausgereift und widerstandsfähig.

Werden die Milchzähne erst einmal von Karies angegriffen, können sich die Kariesbakterien im Mund rasch vermehren und die später durchbrechenden und bleibenden Zähne gefährden. Milchzähne dienen zudem als Platzhalter für die nachwachsenden Zähne, und ein vorzeitiger Verlust führt zu zusätzlichen Problemen bei der Zahnstellung und zu einer mangelnden Funktion des Kauorgans. Kinderzähne müssen daher von Anfang an sehr gut gepflegt werden! Im Klartext heisst das, dass ab dem Durchbruch der ersten Zähne zweimal täglich mit einer weichen, angefeuchteten Bürste und einer erbsengrossen Menge Kinderzahnpasta gereinigt werden soll. Ungefähr mit drei Jahren kann Ihr Kind dann unter Aufsicht selbst mit der Zahnpflege beginnen. Nicht nur wie man putzen soll, sondern auch womit, ist bei Kindern zu beachten. Kinder müssen ihre Zahnbürste leicht festhalten und gezielt führen können – ein rutschfester, dicker Bürstengriff ist ideal, denn damit wird der entstehende Druck optimiert. Die Grösse des Bürstenkopfes ist altersabhängig. Ist dieser gummiert, reduziert sich die Verletzungsgefahr. Je kleiner der Borstendurchmesser und je grösser die Anzahl Borsten, desto gründlicher und schmerzfreier können die Zähne geputzt werden.

Der Putzspass wird für die Kleinen erhöht, indem die Zahnbürste selber ausgesucht werden darf oder die Lieblingsfarbe des Kindes oder ein cooles Sujet ausgewählt wird.

Zu guter Letzt ist die Wahl der Kinderzahnpasta ebenfalls entscheidend. Kinder sollten bis zum 6. Lebensjahr spezielle Kinderzahnpasta verwenden. Ab Schuleintritt kann auf die Juniorzahnpasta, später auf eine «normale», für Erwachsene geeignete Zahnpasta gewechselt werden. Juniorzahnpasten enthalten einen höheren Anteil an Fluorid, welcher einen besseren Schutz vor Karies gewährleistet. Kinderzahnpasta mit Frucht- oder Bonbonaroma werden eher nicht empfohlen, da Anreize zum Herunterschlucken gegeben werden.

Leidet Ihr Kind häufig an Aphten, lohnt sich der Versuch, auf eine SLS-freie Zahnpasta (SLS = Natriumlaurylsulfat) umzusteigen – während einer homöopathischen Behandlung ist hingegen eine mentholfreie Zahnpasta angezeigt. Gerne beraten wir Sie individuell in Ihrer kinderapotheke zu diesem spannenden und wichtigen Thema.

 

Seline Spahr, Pharma-Assistentin
TopPharm Homberg Apotheke, zertifizierte medinform-kinderapotheke

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