Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Neurodermitis heisst salben, salben, salben …

Bild: zvg

Die Haut ist unser grösstes Organ und macht rund einen Sechstel unseres Körpergewichts aus. Neben ihrer Funktion als Sinnesorgan erfüllt sie zahlreiche andere Aufgaben: Sie ist unser Schutzschild gegen äussere Umwelteinflüsse, reguliert bei Kälte und Wärme und dient als Speicher für Nährstoffe und Wasser.

Um diese wichtigen Funktionen erfüllen zu können, benötigt die Haut eine gute Pflege. Nur dann zeigt sie eine glatte Oberfläche und bleibt elastisch. Talgproduktion, Feuchtigkeitsgehalt, Verhornung und Abschuppung stehen im Gleichgewicht. Ist die Haut trocken und schuppig, verliert sie zu viel Feuchtigkeit und kann so die Hautschutzbarriere nicht mehr aufrechterhalten. Allergieauslösende Stoffe, Viren und Bakterien können vereinfacht eindringen, Krankheiten auslösen und die Haut schädigen.

Neurodermitis tritt bereits im Säuglingsalter schubweise auf und erreicht den Höhepunkt zwischen dem ersten und fünften Lebensjahr. Die Ursache der Neurodermitis basiert auf einer erblichen Veranlagung. Diese Neigung führt zu einer verminderten Funktionalität der Hautbarriere. Die Betroffenen leiden generell an trockener, sehr sensibler und schuppender Haut. Bei einem akuten Neurodermitis-Schub entsteht ein Ausschlag, der mit starkem Juckreiz verbunden ist. Bei Säuglingen und Kleinkindern tritt dieser meist am Hals und in den Ell- und Kniebeugen auf. Der Juckreiz führt dazu, dass die betroffenen Stellen häufig aufgekratzt werden, wodurch sich die Entzündung noch verstärkt und ein zusätzliches Risiko für Infektionen entsteht.

Doch wie behandelt man eine Neurodermitis richtig? Die Zauberformel lautet: salben, salben, salben! Während der schubfreien Intervalle muss die Haut täglich mit einer geeigneten Creme oder Lotion gefettet werden. Diese sogenannte Basispflege ist für Neurodermitis-Patienten unabdingbar und hilft akute Schübe zu vermindern. Kommt es dennoch zu einem Schub, sind zur Behandlung des starken Juckreizes und der Rötungen meist stärkere Cremes mit Kortison notwendig. Diese werden aber nur kurzfristig eingesetzt. Die Beibehaltung der Basispflege oder eine zusätzliche Intensivierung während der Behandlung ist für das Abklingen der Hautausschläge sehr wichtig.

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Seline Spahr, Pharma-Assistentin
TopPharm Homberg Apotheke, zertifizierte medinform-kinderapotheke