Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Cybermobbing

Text: zvg
Bild: Pixabay

Cybermobbing ist ein Phänomen, das in den letzten Jahren stark zugenommen hat, nicht zuletzt deshalb, weil auch die Verbreitung von Smartphones unter Kindern und Jugendlichen stark zugenommen hat:

Die modernen technischen Möglichkeiten, an jedem Ort, zu jeder Zeit und blitzschnell eine Textmitteilung, ein Foto oder ein Video erstellen, speichern und weiterleiten, auf irgendeiner Website hochladen und massenhaft mit anderen teilen zu können (z. B. mit WhatsApp), haben dem altbekannten Phänomen Mobbing eine neue, digitale Dimension hinzugefügt. Dabei liegen Ursprung und Angriffsziel des Cybermobbing nach wie vor in der realen Lebenswelt der beteiligten Personen: Mobbing nimmt seinen Anfang – und erreicht sein Ziel – auf dem Pausenplatz, in der Klasse, beim Sport.

Was ist Cybermobbing?
Man spricht immer dann von Cybermobbing, wenn mehrere Täter und/oder Täterinnen eine Person im Internet oder mittels Smartphones über einen längeren Zeitraum absichtlich beleidigen, bedrohen, blossstellen oder belästigen.

Was kann getan werden?
Wie kann man Cybermobbing verhindern, und was kann getan werden, wenn jemand vermutlich oder tatsächlich zum Cybermobbing-Opfer geworden ist? Der beste Schutz gegen Cybermobbing ist ein positives Schulklima. Wo sich Kinder und Lehrerschaft wohlfühlen, ist das Risiko von Cybermobbing bereits sehr gering. Denn Cybermobbing lebt immer auch von den Zuschauerinnen und Zuschauern, die sich für die Attacke interessieren, ohne selbst aktiv dabei mitzumachen. Es gilt also, diese mehr oder weniger Unbeteiligten davon zu überzeugen, dass es nötig ist, sich gegen Cybermobbing zu wenden und den Opfern zu helfen. Kinder und Jugendliche, die von einer Cybermobbing-Attacke wissen, sollten über diese Attacke mit einer Vertrauensperson sprechen, damit Eltern, Erziehungsberechtigte, Lehrer oder Lehrerinnen Einfluss nehmen und gegen das Cybermobbing einschreiten können. Stellen Sie sich als Vertrauensperson zur Verfügung!


Sprechen Sie mit ihren Kindern und deren Freunden über Cybermobbing und machen Sie ihnen klar, dass Mobbing immer unfair ist – und ganz schlechter Stil. Denn alles, was man in einer Gruppe und im Schutz dieser Gruppe böswillig gegen einen Einzelnen tut, ist feige.

  1. Beachten Sie Verhaltensveränderungen bei ihrem Kind.
  2. Sprechen Sie es auf die mögliche Ursache Cybermobbing an.
  3. Sichern Sie Beweise für Cybermobbing-Attacken! Drucken Sie Webseiten aus, speichern Sie Chatdialoge, löschen Sie unter keinen Umständen SMS oder MMS, die auf die Täterschaft hinweisen könnten. Dies ist für eine erfolgreiche Strafverfolgung durch die Polizei von grösster Bedeutung!
  4. Nehmen Sie Kontakt mit den Eltern der Cybermobbing-Täter auf und verlangen Sie, dass das Cybermobbing eingestellt wird.
  5. Besprechen Sie den Cybermobbingfall auch mit dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin und wo möglich mit dem Schulsozialdienst. Bestehen Sie darauf, dass sich auch die Schule um diesen Fall kümmert, vor allem, wenn die Cybermobbing-Attacke aus dem Klassenverband kommt.
  6. Wenn die Cybermobbing-Attacke nicht unverzüglich aufhört, informieren Sie auch die Polizei.
  7. Nehmen Sie externe Hilfe, zum Beispiel von einer Opferhilfestelle oder einer Jugendberatungsstelle, in Anspruch.

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich an Ihren nächsten Polizeiposten oder an eine weitere Beratungsstelle.

www.147.ch
www.skppsc.ch/link/jugenddienste
www.opferhilfe-schweiz.ch


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

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