Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Erpresser-Mails

Bild: dorfheftli

48 Stunden habe man Zeit, um 1000 Euro in Bitcoins zu bezahlen. Viele solcher Meldungen gingen in den vergangenen Wochen bei der Polizei ein – aber was steckt dahinter?

Erpresserische E-Mails machen zurzeit in der Schweiz die Runde. Darin werden die Empfänger aufgefordert, hohe Beträge an Betrüger zu überweisen. Das Drohmittel sind intime Fotos oder Videos, welche veröffentlicht werden sollen – auch wenn es diese häufig gar nicht gibt.

Erpresserische E-Mails machen zurzeit in der Schweiz die Runde. Darin werden die Empfänger aufgefordert, hohe Beträge an Betrüger zu überweisen. Das Drohmittel sind intime Fotos oder Videos, welche veröffentlicht werden sollen – auch wenn es diese häufig gar nicht gibt.
Um was geht es konkret:In erlesenem Englisch erklären die Internetkriminellen worum es geht: Sie hätten die Webcam hacken können, als der Besitzer gerade «dirty things» gemacht habe – schmutzige Dinge. Und man habe ihn dabei gefilmt. Zahle er nicht den angegebenen Betrag in der Internetwährung Bitcoin, werde das Video an Kollegen geschickt oder im Netz veröffentlicht. Um dieser Aussage Nachdruck zu verleihen, wird in der E-Mail ein Passwort genannt, welches der Empfänger zusammen mit der E-Mail-Adresse in der Vergangenheit für Online-Dienste auch tatsächlich verwendet hat.

«Dabei ist alles ein grosser Bluff!»

Wie erkennt man solche Betrugsmails:
Erpressungs-Mails lassen sich häufig daran erkennen, dass Druck aufgebaut wird und Drohungen enthalten sind: «Tust du das nicht, werde ich dies tun.» In solchen Fällen sollte man hellhörig werden. Wir raten immer davon ab, Lösegelder zu zahlen oder Anhänge zu öffnen – bei Cyber-Angriffen geht es ohnehin fast immer darum, Geld zu verdienen. Solchen E-Mails sollte man keine Beachtung schenken und diese umgehend löschen. Es ist jedoch ratsam, den Account mit dem benannten Passwort zu überprüfen und ein neues Passwort zu setzen. Bei Unsicherheit ist in erster Linie die Polizei zu kontaktieren.

Wie schützen Sie sich:
Deaktivieren und überkleben Sie Ihre Webcam. Halten Sie das Betriebssystem, den Browser und den Virenschutz Ihrer elektronischen Geräte immer auf dem aktuellsten Stand. Gehen Sie nicht auf die Forderung der Erpresser ein! Sperren Sie den E-Mail Absender.
Weitere hilfreiche Informationen und wie Sie sich am Besten vor Cyberkriminalität schützen  finden Sie auf der Internetseite der Schweizerischen Kriminalprävention: www.skppsc.ch

Bei Fragen zum Thema wenden Sie sich an Ihren nächsten Polizeiposten.

Ihre Regionalpolizei


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg