Drucktermin: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Ein Weihnachtsgeschenk mit Tücken

Weihnachten steht vor der Türe. Achten Sie darauf, wo Sie die Geschenke kaufen. Günstige Angebote auf dem Facebook-Marketplace können verlockend sein – aber Vorsicht!

Solls ein gebrauchtes iPad für 200 Franken sein? Eine WC-Schüssel für 20 Franken? (Ja, Sie haben richtig gelesen). Oder eine Lidschattenpalette für 10 Franken? Das Angebot bei Marketplace, dem Online-Flohmarkt von Facebook, ist gross. Das Risiko, dass man dort als Verkäufer wie auch als Käufer trägt, allerdings auch.

Wer etwas verkaufen will, lädt ein Bild des Gegenstands hoch, dazu eine kurze Beschreibung und den Kaufpreis, den man sich vorstellt. Wer etwas kaufen will, kann beim Inserat direkt mit dem Verkäufer via Facebook-Nachricht Kontakt aufnehmen. So weit, so einfach – doch es gibt einen Haken.

Ob Käufer oder Verkäufer, man weiss nicht unbedingt, mit wem man es zu tun hat. Viele Informationen gibt Facebook beim Marketplace nämlich nicht preis. Einzig, wie lange der Nutzer schon registriert ist und ein Link zu seinem öffentlichen Profil. Wie glaubwürdig das Gegenüber ist? Schwierig einzuschätzen, wenn keine gemeinsamen Freunde vorhanden sind. Im schlimmsten Fall könnte es sich also gar um einen gefälschten Account handeln. Das ist dann auch einer der Unterschiede zu anderen ähnlichen Plattformen wie Ricardo oder eBay. Dort müssen Nutzer bei der Registration ihre Identität nachweisen und anhand der Bewertungen lässt sich leicht vergewissern, ob es sich um eine seriöse Person handelt. Zudem kassieren die beiden Portale vom Verkäufer eine Einstellgebühr sowie eine Provision bei erfolgreichem Verkauf. Bei Facebook ist das nicht der Fall, der Marketplace ist gratis.

Tipps für den Käufer

  • Informieren Sie sich über den Verkäufer.
  • Vergewissern Sie sich, dass Sie den Zustand des Artikels genau kennen. Bitten Sie den Verkäufer um weitere Informationen oder Bilder. Stellen Sie Fragen.
  • Recherchieren Sie, was der Artikel normalerweise kostet. Bietet der Verkäufer das Produkt zu günstig an, hat es wohl einen Grund.
  • Handeln Sie bei Facebook-Marketplace nur mit Geldbeträgen, deren Verlust sie verschmerzen könnten.
  • Ware abholen und bar bezahlen

Sind Sie dennoch Opfer eines solchen Betrugsfalles geworden, dann erstatten Sie eine Anzeige bei der örtlichen Polizei.
Seien Sie vorsichtig bei den Weihnachtseinkäufen im Internet – damit die Bescherung nicht ins Wasser fällt.

Wir wünschen Ihnen frohe und besinnliche Festtage sowie einen guten Rutsch ins 2020.

Ihre Regionalpolizei

Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.