Drucktermin: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Zukunftorientiertes Arbeiten beim Forstbetrieb aargauSüd.

«Holz der Region ist ein nachhaltiger Rohstoff»

Text und Bild: Graziella Jämsä

Kohlenstoffdioxid-Emissionen sind beim Thema Heizen ein vieldiskutierter Aspekt. Ueli Wanderon, eidgenössisch diplomierter Förster und Leiter des Forstbetriebs aargauSüd, erklärt, was es bei der Brennholzbestellung zu beachten gibt.

«Holz ist der einzige nachwachsende Rohstoff, der überall in der Schweiz vorkommt. Das heisst, ich verbrenne in meinem Schwedenofen Holz der Region statt beispielsweise aus dem Wallis», schildert Ueli Wanderon, Betriebsleiter des Forstbetriebs aargauSüd. Auf diese Weise würde der Verbrauch grauer Energie für Transporte oder Verpackung minimiert. «Ausserdem kann ein Tanker beim Öltransport übers Meer ein Leck haben oder im schlimmsten Fall ganz untergehen. Solche ökologischen Risiken vermeiden wir.» Nicht zu vergessen die Arbeitsplätze, welche für eine langfristige Waldbewirtschaftung geschaffen würden. Mit einem kleinen Vergleich fasst Ueli Wanderon die energetischen Erkenntnisse zusammen: «Ein Ster Buche entspricht ungefähr 160 Litern Heizöl extra leicht. Er kommt aber im Idealfall aus dem Waldstück meiner Nachbarschaft und nicht aus einem anderen Erdteil. Holz der Region ist ein nachhaltiger Rohstoff.» Für eine erste Bestellung gebe es verschiedene Fragen zu klären. «Geht es bei der Verbrennung um eine Zentralheizung, ein Cheminée oder einen Schwedenofen? Welche ist die Hauptheizung im Gebäude? Oder soll das Holz im Rahmen von Spass und Freizeit, vielleicht für den Grill, eingesetzt werden?» Die Antworten seien für Mengen und Holzwahl entscheidend. «Zum Anfeuern ist Nadelholz praktisch. Dank seines Harzanteils verbreitet es einen aromatischen Geruch. Doch die verstärkte Funkenbildung kann bei der Verwendung im Cheminée problematisch sein.» Buchenholz überzeuge mit seinem hohen Brennwert. «Mit der Zeit kristallisieren sich dann die persönlichen Favoriten heraus», weiss Ueli Wanderon. Wer mit dem nebenstehenden Talon Brennholz bestellt, erhält vom Forstbetrieb aargauSüd im April sowohl eine Rechnung als auch eine Auftragsbestätigung. Darauf ist vermerkt, wo sich das georderte Holz befindet. Im Wald selbst ist zudem jeder Ster mit einer Nummer auf blauem Schild gekennzeichnet. «Und weil diebische Elstern auch im Wald vorkommen, wäre es gut, man holt sein Holz so schnell wie möglich ab, wenn man die Benachrichtigung von uns bekommt», rät Ueli Wanderon und fügt mit einem Lächeln hinzu: «Damit es in den heimischen vier Wänden wohlig warm werden kann.»

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