Drucktermin: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Interessanter Schulunterricht zum Thema Food Waste

Text und Bild: Thomas Moor

Was ist und wie entsteht Food Waste, was kann man dagegen machen? Auf diese und andere Fragen erhielten Achtklässler der Kreisschule aargauSüd im Hauswirtschaftsunterricht bei Fabienne Weber von Lebensmitteltechnologie-Studenten der Ostschweizer Fachhochschule Strickhof Antworten.

Für Hauswirtschaftslehrerin Fabienne Weber und ihre Klasse war es an diesem Montag kein Unterricht wie üblich. Als Gäste waren vier Lebensmitteltechnologie-Studenten und eine -Studentin nach Reinach gereist. Mit im Gepäck ihre Projekt-Arbeit, welche vom Thema Food Waste «Verwenden statt verschwenden» handelte. Food Waste oder zu deutsch Lebensmittelverschwendung ist zwar in vieler Leute Munde, aber leider noch in zu vielen Leuten Abfallsäcken. Genauer landen im Privathaushalt heute 90 kg essbare Lebensmittel pro Person und Jahr im Kehricht. Damit nicht genug. Denn Fakt ist auch, dass im Schnitt jedes 3. Lebensmittel in der Lebensmittelkette zwischen Feld und Teller verloren geht. Das seien dann schweizweit 330 kg pro Person und Jahr, was der Ladung von 150 000 LKW entspreche, welche wiederum aneinandergereiht eine Kolonne von Zürich bis Madrid ergeben, wie die beiden Referenten Manuel Gygax und Mario Moor aufzeigten. Zahlen, welche auch den Schülerinnen und Schülern des Hauswirtschaftsunterrichtes zu denken gaben.

Die Verursacher von Food Waste sind in verschiedenen Lagern zu finden. Da sind neben dem Spitzenreiter Privathaushalt auch Gastrobetriebe, der Gross- und Detailhandel, aber natürlich auch die Landwirtschaft, deren Produkte sich aufgrund von Norm-Anforderungen und dem Konsumverhalten nicht für den Verkauf eignen. Einige werden sie bestimmt kennen: das zweibeinige Rüebli, die krumme Gurke, den Apfel mit einem «Näggi», die leicht bräunliche Banane oder die komisch geformte Birne. Gemüse und Früchte, die wegen ihres Aussehen aber nichts von ihrer Qualität und ihrem Nährwert eingebüsst haben. Einfach einen Schönheitspreis gewinnen sie damit nicht. Müssen sie aber auch nicht. Wie sich nämlich auch mit diesen Produkten herrliche und schmackhafte Gerichte ohne Qualitätsverlust zubereiten lassen, demonstrierten die Achtklässler von Hauswirtschaftslehrerin Fabienne Weber gleich selber. Mit einem von den Studenten dank Coop Altstätten und Trolerhof Menziken zur Verfügung gestellten Warenkorb kochten sie unter Anleitung und Mithilfe des Studententeams (alle aus der Lebensmittelbranche stammend) ein köstliches Dreigang-Menü. Wichtig, so die Zielsetzung der Studierenden, sei es gewesen, den Schülern den Begriff Food Waste näherzubringen, aufzuklären, zu sensibilisieren und an die Eigenverantwortung zu appelieren. Sie seien die Konsumentengeneration von morgen, welche schon jetzt mithelfen könne, etwas zu verändern.

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