Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Samariter be de Lüt in Schongau. Die Samariter AeschPlus gaben ihren Gästen einen Einblick in die Erste Hilfe im Sanitätsdienst.

Samariter lassen sich über die Schultern schauen

Text und Bild: Eing.

Die Samariter AeschPlus präsentierten am 5. Juni in Schongau eine spannende Lektion zum Thema «Samariter bi de Lüt». Die Dorfbevölkerung war zu dieser Übung eingeladen, denn Erste Hilfe leisten ist etwas für alle.

Mit einem Flugblatt luden die Samariter AeschPlus die Bevölkerung von Schongau ein. Gross und Klein war eingeladen, einen lehrreichen Abend zusammen mit den Samaritern zu verbringen. Die Samariter waren gespannt: Wieviele Leute kommen wohl? Die Samariterlehrerinnen der Samariter AeschPlus hatten eine äusserst interessante Übung zusammengestellt. Susanne Gerig aus Schongau und Brigitte Stadelmann aus Aesch leiteten die Übung und konnten immerhin zwei Besucher aus Schongau begeistern. Co-Präsident Franz Weibel aus Schongau sagte am Schluss der Übung: «Unser Ziel war der Bevölkerung das Samariterwesen etwas näher zu bringen.» Er dankte den beiden Gästen fürs Interesse. Erste Hilfe zu leisten sei eine Herzenssache. Er schloss mit: «Ehrlich gesagt, ich habe schon ein paar Besucher mehr erwartet.» Eine grosse Wertschätzung zeigten die beiden Gäste, sie waren sich einig, die Samariter AeschPlus hatten es gut gemacht.

In die Situation, Erste Hilfe zu leisten, kann jeder kommen. Die Frage ist, wie helfe ich dann? Antworten darauf gab es an vier Posten. Gezeigt wurde eine Verstauchung, die Gäste packten mit Unterstützung der Samariter aktiv an. Analysierten die Situation, legten Eis auf, machten einen Stützverband und lagerten die Verunfallte hoch. Interessiert warfen die Gäste am nächsten Posten einen Blick in das Samariterzelt. Hier ging es um Hygiene, auf Anleitung hin desinfizierten alle ihre Hände richtig. An Hand von Fotos konnten die Gäste erfahren, wie bei verschiedenen Wundarten vorgegangen wird. Von der einfachen Schürfung, über Wunde mit Glasscherben, bis hin zum Hundebiss, wurden alle besprochen. Beim Posten mit einer Verletzten, die in den Schockzustand geriet, merkten die Gäste, wie gut es ist, vom Wissen der Samariter zu profitieren. Samariterlehrerin Susanne Gerig erklärte die verschiedenen Schockarten und wie gehandelt wird. Beim Fallbeispiel musste die Verunfallte in Seitenlage gelegt werden. Beim vierten Posten trafen die Gäste auf eine Person mit einem Herzstillstand. Samariterlehrerin Brigitte Stadelmann demonstrierte an einer Puppe die Erste Hilfe. Samariter und Besucher konnten anschliessend Beatmung und Herzmassage aktiv üben und sich mit dem Einsatz des Defibrillators vertraut machen. Mit einem abschliessenden Umtrunk schloss die öffentliche Samariterübung in Schongau.