Drucktermin: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Begabungs- und Begabtenförderung an der Schule

Text und Bild: Eing.

Der Umgang mit der Verschiedenartigkeit (Heterogenität) der Lernenden beschäftigt heute die Volksschulen auf allen Stufen. Die Begabungs- und Begabtenförderung ist zu einem Qualitätsmerkmal der Schulen geworden aber es ist eine grosse Herausforderung, der Heterogenität der Lernenden in allen Bereichen gerecht zu werden.

Die Begabungs- und Begabtenförderung zielt nicht nur auf Kinder mit überdurchschnittlichem Leistungsvermögen oder ausgeprägten intellektuellen Fähigkeiten ab, sondern versucht vielmehr auch besondere Potenziale der Kinder zu entwickeln und zu fördern. Vor den Weihnachtsferien haben wir bei uns an der Schule fünf sogenannte Begabungsförderungs-Ateliers in drei Sequenzen durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Klasse konnten sich ihren Neigungen entsprechend bei den verschiedenen Ateliers einschreiben.

  • Stoffe zum Leuchten bringen
  • Mathematik
  • Pinselstrich und Farbenklecks
  • Geschichten schreiben, malen, erzählen
  • Wie funktioniert die digitale Welt?
  • Wie kommt die Luft ins Brot?

Die nachfolgenden Berichte geben einen kleinen Einblick in die verschiedenen Ateliers:

Stoff zum Leuchten bringen
Zuerst haben wir ein paar theoretische Grundlagen zum Thema Elektrizität behandelt. Wir haben gelernt wie ein elektrischer Stromkreis aufgebaut ist und fanden heraus welche Materialien leiten und welche nicht. Danach erprobten wir die Leuchtkraft verschiedener LEDs und haben dabei herausgefunden, dass LEDs einen Plus- und einen Minuspol haben, was beim Anschliessen unbedingt zu beachten ist. Weiter lernten wir, dass eine 3V Batterie für unsere verwendeten LEDs zu viel Spannung hat und es daher einen Widerstand braucht um die restliche Spannung zu verbrauchen.

Nachher gings ans entwerfen von unserem Monster. Wir haben uns überlegt wo wir die LEDs anbringen wollen und haben dann den Stromkreis auf unsere Vorlage gezeichnet. Nachdem Zuschneiden des Stoffes, wurden die einzelnen Teile, wie Batteriehalter, Widerstand und LEDs, mit einem leitenden Faden nach unserer Vorlage auf unser Stoffmonster genäht. Beim Zusammensetzen mussten wir gut darauf achten, dass alle Teile richtig angeschlossen wurden und es nirgends einen Kurzschluss gab. Die Freude war gross, als alle Lämpchen brannten.

Nun mussten wir nur noch unser Monster ausgestalten, die beiden Stoffteile zusammennähen und stopfen. Fertig ist unser Leuchtmonster.

Mathematik-Atelier
Zeichnen, Tüfteln, Legen, Drehen, Knobeln, Gesetzmässigkeiten entdecken…, dies waren die Herausforderungen im Atelier MATHEMATIK. Mit Neugier und Ehrgeiz haben die Kinder diese Herausforderung gepackt und nach Lösungen gesucht. Ihre Geduld und Beharrlichkeit wurden mit sichtbaren Resultaten belohnt.

Pinselstrich und Farbenklecks
Das musische Begabungsatelier stand ganz im Zeichen der Malerei. In einer kleinen Gruppe haben wir uns mit persönlichen Malstilen, verschiedenen Aufgaben und Herausforderungen auseinandergesetzt. Beim ersten Bild waren die Schülerinnen und Schüler ganz frei, sie durften zeichnen, was sie wollten. Danach setzten sie die Vorgabe um, bei der jeder Fleck des Blattes mit Farbe bedeckt sein musste. So entwickelten sich die Schülerinnen und Schüler weiter, bis sie schliesslich wunderbare Landschaftsbilder oder abstrakte Bilder malten und ihren Malstil erweitern konnten.

Die Gruppe war sehr motiviert und es war schön, die malerische Entwicklung der Schülerinnen und Schüler mitzuverfolgen.

Geschichten schreiben
In unserem Atelier rund ums Thema Geschichten wurden der Geschichten-Aufbau thematisiert, Kurzgeschichten gehört, Bilderbücher angeschaut und natürlich kreativ an den unterschiedlichsten Geschichten gearbeitet. Es sind verschiedene vorweihnachtliche Comics und Bilderbücher entstanden.

Wie funktioniert die digitale Welt?
Im Atelier «Wie funktioniert die digitale Welt» haben wir uns auf die Themen Programmierung und Automatisierung konzentriert. Mit der Programmiersprache «Scratch» haben die Kinder die Codiergrundlagen wie Schlaufen, Bedingungen usw. erlernt und auch begonnen so wie ein Programmierer zu denken. Scratch ist eine erziehungsorientierte visuelle Programmiersprache speziell für Kinder und Jugendliche.

In der zweiten Sequenz haben wir uns einen 3D-Drucker genauer angeschaut. Die Zeit war viel zu knapp, um nur annähernd auf die Details der komplexen Abläufe eingehen zu können. Umso spannender war es dann aber, einem echten 3D-Drucker bei der Arbeit zuzusehen. Am Ende der Sequenz konnten Kinder einen ausgedruckten Stern mit ihrem Namen nach Hause nehmen.

Im letzten Teil haben die Kinder mit dem «Calliope» spielerisch die Welt der Computer kennengelernt. Genau genommen ist der Calliope ein programmierbarer Minicomputer im Taschenformat, der speziell für Bildungszwecke entwickelt wurde. Mit der graphischen Programmiersprache liessen sich auch ohne Vorkenntnissen schon bald LEDs zum Leuchten bringen oder Werte von Sensoren verarbeiten.

Wie kommt die Luft ins Brot?
Mit dieser Frage starteten wir ins Atelier. Bald kamen wir zum Entschluss, dass die Hefe dafür zuständig sein muss. Anhand eines Experiments wurde sichtbar, dass es die Hefe sogar schafft einen Luftballon aufzublasen. Natürlich kam auch das Backen nicht zu kurz und bald wurden verschiedene Mehlmischungen kreiert. Dabei dachten wir nicht nur an unsere Bäuche! Am letzten Ateliermorgen wurde für die ganze Schule geknetet, geformt und gebacken…mhmm!

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