Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

H.v.l.: Marco Zobrist, Daniel Stadlin, Michael Heggli, Simon Häusermann. V.v.l.: Sandro Ulmi, Marco Hungerbühler, Dennis Murer, Martin Sandmeier.

Feuerwehr Seengen war am Stairrun 2019 in Berlin

Text und Bild: Eing.

Am 11. Mai 2019 fand der Stairrun 2019 in Berlin statt. Die Feuerwehr Seengen war mit 4 Zweier-Teams mit dabei und hat sich mit über 380 anderen Teams gemessen. Das Objekt der Begierde oder auch Wettkampf-Objekt genannt, war das Hotel ParkInn am Alexanderplatz in Berlin.

8 Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Seengen stellten sich einer Challenge der besonderen Art. Nach einem 400 Meter langen Anmarsch mussten 39 Stockwerke mit gesamthaft 770 Stufen überwunden werden. Damit diese Aufgabe nicht allzu leicht wird, hiess es im Tenü Brandschutz komplett inkl. angeschlossenem Atemschutzgerät antreten. Dies bedeutete zusätzliches Gewicht von 25 kg. Für diese Aufgabe braucht es keine spezielle Technik, extreme Kraft oder wahnsinnige Geschwindigkeit. Man braucht nur einen guten Partner, eine Portion Mut und den absoluten Willen bis zum Ende die Aufgabe durchzuziehen und durch zu marschieren. Um so schöner ist es, dass alle 4 Teams diese Aufgabe meisterten und die begehrte Aussichtsterrasse im 39. Stock erreichten. Das die Aussicht im ersten Moment nicht in vollen Zügen genossen werden konnte, war für alle zweitrangig.

Ohne eine seriöse Vorbereitung ist eine Teilnahme an diesem Wettkampf nicht sinnvoll. So begannen die Vorbereitungen bereits im März mit Treppenlaufen auf den Esterliturm. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass dieser zu klein war für ein effizientes Training. So wich die Gruppe auf das 1000er-Stägeli in Aarburg aus. Ein besonderes Erlebnis in der Vorbereitung war, das Abschlusstraining im PrimeTower in Zürich (welches im Jahre 2015 noch das höchste Gebäude der Schweiz war). Dieser Testlauf stimmte alle 4 Teams positiv, dass der Wettkampf erfolgreich bestritten werden kann.

In Seengen darf man stolz auf die Feuerwehr sein. Es gibt immer wieder Kameraden, welche sich zusätzlich zum normalen Feuerwehrdienst gemeinsam mit privatem Engagement weiteren Herausforderungen stellen. Bei jeder neuen Challenge dürfen Erfahrungen mit nach Hause genommen werden, welche im Alltagshandwerk der Feuerwehr eingesetzt werden können. Dabei ist der nationale und internationale Austausch und Kontakt mit anderen Feuerwehrkameraden nicht zu verachten.