Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Gemeindeammann Jörg Bruder (l.) dankt Jörg Leimgruber.

Sanierte Hammerschmiede: Wow, was für ein Bijou!

Text und Bild: Thomas Moor

Der 1. Juni 2019 geht in die Geschichtsbücher der Gemeinde Seengen und des Kantons Aargau ein. Es ist jener Tag, als die historische Hammerschmiede an der Bergstrasse nach einer langen Sanierungsphase feierlich eröffnet wurde.

Die Sonne lachte und mit ihr strahlten die 200 Mitglieder des Vereins Hammerschmiede Seengen sowie Heerscharen von freiwilligen Helfern, Besuchern und Interessierten auf dem Areal der Rudolf Sandmeier AG – dort, wo die Hammerschmiede in neuem Glanz erstrahlt – um die Wette. «Ich erkläre die Hammerschmiede hiermit als offiziell eröffnet», verkündete Jörg Leimgruber, nach seinem unüberhörbaren und schwungvollen Gongschlag (Schmiedehammer auf Eisenprofil). Ja, es sei ein besonderer Tag, wie Jörg Leimgruber seiner Freude Ausdruck gab. Und: Brauchtum verbinde, wie er weiter anfügte. Wie wahr! Vor allem aber liegen 4 Jahre harte Arbeit zwischen dem Renovationsbeginn und der feierlichen Eröffnung. Zeit, in welcher 5000 (!) Freiwilligenstunden von Freunden der Hammerschmiede geleistet wurden. Kurz zusammengefasst: Es wurde geplant, gereinigt, entrostet, eingelagert und wieder entrostet, gemauert, gemalt und gegärtnert. Gemeindeammann Jörg Bruder nannte den Sanierungsentscheid von damals in seiner Ansprache eine revolutionäre Idee und vor allem sei die Einweihung ein sehr schöner Meilenstein für die Gemeinde Seengen. Mehr noch: Seengen ist mit der wieder funktionstüchtigen Hammerschmiede als historisches Bauwerk von nationaler Bedeutung um eine kulturelle Visitenkarte und um ein technisch-historisches Juwel reicher.

Das Gesamtbudget der Sanierung betrug 750 000 Franken. Ein Budget, zu welchem die kantonale Denkmalpflege, das Bundesamt für Kultur, die Gemeinde Seengen, private Sponsoren und Gönner und die Vereinsmitglieder mit ihren Eigenleistungen massgeblich beitrugen. Die Unterstützung und die Begeisterung, welche das Sanierungsprojekt erfahren durfte, sei durchs Band weg grossartig gewesen, wie Jörg Leimgruber dankbar erwähnte. Die Begeisterung schlug sich sogar bis in die Musik- und Komponistenszene durch. Ulrich Hegnauer komponierte extra für die Eröffnung der Hammerschmiede das Stück «Bi de alte Hammerschmitte» für Alphörner, welches er zusammen mit seinen Bläserkolleginnen und -kollegen zur Feier des Tages zum Besten gab. Natürlich gab es von den Besuchern unzählige Komplimente und Gratulationen und von der Gemeinde Seengen das grosszügige Geschenk in Form eines Betriebskostenbeitrages als jährliche Unterstützung. Mit der Einweihung ist die Sanierungs-Etappe nun abgeschlossen und alle Beteiligten freuen sich auf eine wohlverdiente Erholung. Zukünftig soll die Hammerschmiede interessierten Besucher-Gruppen offen stehen.

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