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Donnerstag, 19.01.2017Gontenschwil

Grosse Resonanz am Kursabend

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Auch der dritte und letzte Teil der Vortragsabende rund um Palliative Care, Sterbebegleitung, Trauerverarbeitung und Seelsorge am Lebensende führte eine grosse Zuhörerzahl in den Kirchgemeindesaal Gontenschwil. Der Kurs zum aktuellen Thema «Patientenverfügung» wurde von Richard Dubois, Sozialarbeiter FH der Pro Senectute Aargau, durchgeführt.

Stefan Lobsiger provozierte in seiner Begrüssungsrede mit dem Gedanken, dass wir eigentlich gar keine Patientenverfügung bräuchten, wenn wir transparent leben und kommunizieren würden. Sterben könne man auch ohne dieses Papier. Und doch sei dieser Abend absolut wichtig und hilfreich. Er erklärte, der Docupass sei eine weitere Vorbereitung zum Abheben in die Ewigkeit. Er ermunterte die Zuhörer, sich zu melden, falls das Bedürfnis nach weiteren Infoabenden der reformierten Kirchgemeinde mit neuen oder weiterführenden Themen bestehe.

Das neue Erwachsenenschutzgesetz ist am 1.1.2013 in Kraft getreten und seither ist das Thema Patientenverfügung auf nationaler Ebene im Gesetz verankert. Spitäler und Pflegeheime sind verpflichtet, beim Eintritt nach einer Patientenverfügung zu fragen und sich an die Wünsche und Vorstellungen zu halten. Die Patientenverfügung stärkt die Selbstbestimmung und entlastet die Angehörigen, wenn die betroffene Person nicht mehr urteilsfähig oder ansprechbar ist. Richard Dubois erklärte, dass er immer wieder grosse Erleichterung spüre bei Leuten, die ihre PV erstellt hätten. Es sei dann alles besprochen und festgehalten.

Der Docupass der Pro Senectute beinhaltet drei Formulare. Das erste ist die «Patientenverfügung», welche die medizinischen Massnahmen regelt. Da sei es hilfreich den Hausarzt beizuziehen, welcher die Krankengeschichte kenne. Das zweite Formular ist der «Vorsorgeauftrag». Er regelt alles Rechtliche und Finanzielle. Das dritte Formular hält die «Anordnungen für den Todesfall» fest. Wünsche und Vorstellungen rund um spirituelle Begleitung und Abdankung können dort vermerkt werden. Kürzere PV können auch aus dem Internet geholt werden, z. B. von der Krebsliga oder der FMH, dem schweizerischen Ärzteverband.

Wichtig ist, dass die PV alle zwei Jahre auf ihre Richtigkeit überprüft, neu unterschrieben und an einem, den Angehörigen bekannten Ort aufbewahrt wird.

Der interessante Abend ging erst nach intensiven Diskussionen, Klärung von Fragen und für einige mit dem Kauf des Docupasses zu Ende. Mit dem Wissen, mit der dreiteiligen Vortragsreihe etwas Wichtigem eine Plattform gegeben zu haben, räumten die anwesenden Kirchenpfleger zusammen mit dem Pfarrer die Stühle zusammen und den Saal wieder auf. Sicher ist, dass Gespräche rund ums Lebensende in Zukunft in dieser Kirchgemeinde keine Tabuthemen mehr sein werden.

Donnerstag, 19.01.2017Beinwil am See

«Schön, dass du wieder da bist.»

Text: Graziella Jämsä, Bild: SRF/Sava Hlavacek

Auf der Bühne ist Clo Bisaz zu Hause, doch auch an einem Filmset fühlt er sich durchaus wohl. Sogar wenn seine Figur dem Tod geweiht ist, wie das in der «Bestatter»-Folge der Fall war, in der er mitspielen durfte. «Es war eine grossartige Erfahrung.»

Ursprünglich wollte er sich «seine» Folge der SRF-Kultserie auf dem heimischen Fernseher ansehen. «Doch der Regisseur hat die Leute vom Dreh eingeladen, sich die Geschichte gemeinsam anzuschauen. Und diese Einladung habe ich gerne angenommen», schildert Clo Bisaz. Für ihn ein besonderes Erlebnis, wurde doch eine seiner Theaterfiguren um mehrere Facetten erweitert. «Der Clown aus ‹Salto & Mortale› wünschte sich, frustriert über die fehlenden Lacher des Publikums, unbedachterweise den Tod.» Als dieser vor seiner Tür stehe, müsse der Clown sich etwas einfallen lassen. «Er versucht, den Tod zum Lachen zu bringen, damit er ihn weiterleben lässt.» Im «Bestatter» wird der Clown vergiftet, stirbt qualvoll auf der Bühne. Damit nicht genug, stellt sich am Schluss der Folge sogar heraus, dass der Clown der Bösewicht war. Clo Bisaz sieht das entspannt. «Gut und Böse liegen in der menschlichen Seele nahe beeinander. Und die Gestaltung einer Rolle ist doch die Gelegenheit, sich damit auseinanderzusetzen.»

Welche Rückmeldungen hat er nach der Ausstrahlung der Fernsehserie bekommen? Clo Bisaz lacht, bevor er antwortet: «Unglaublich viele – Anrufe, Mails, SMS, es haben sich Leute gemeldet, von denen ich schon eine Weile nichts gehört hatte.» Aber auch bei persönlichen Begegnungen sei er schon auf den «Bestatter» angesprochen worden. «Da hat schon der eine oder andere spasseshalber bemerkt: ‹Schön, dass du wieder da bist.›» Weitere Filmengagements sind derzeit nicht geplant. Er könne sich aber ein Mitwirken beim Tatort durchaus vorstellen. «Als Schauspieler auf der Bühne kümmert man sich meist selbst um Make-up, Kostüme und Requisiten. Beim Fernsehen übernehmen das die Fachleute dieser Bereiche.» Daraus ergebe sich eine andere Spielenergie, schildert Clo Bisaz seine Erfahrungen. «Und die leistet einem gute Dienste für die Wiederholungen. Schliesslich soll jede Szene aus allen Perspektiven gut aussehen.»

Donnerstag, 19.01.2017Gontenschwil

«Bernhardiner sind beeindruckend einfühlsam.»

Text und Bild: Graziella Jämsä

Im Dezember hat Berhnardinerhündin Aischa zwölf Welpen geboren. Eine Herausforderung für Mensch und Tier. Züchterin Manuela Lanz schildert die Erlebnisse mit dem umfangreichen Nachwuchs sowie ihre Visionen für die Zukunft.

«Wer einmal einen Bernhardiner auserkoren hat, wird immer Bernhardiner haben. Die Hunde sind beeindruckend einfühlsam», erklärt Züchterin Manuela Lanz. Beobachtet man sie zusammen mit ihren Tieren, glaubt man ihr diesen Satz sofort. Vor über zehn Jahren hat sie ihre Faszination zur Berufung gemacht, sich das Wissen über die Rasse zu eigen gemacht. 2003 lässt sie Hündin Taiga decken, die ersten Welpen werden geboren. Seither ist ihre Hundefamilie immer wieder gewachsen. Seit 2012 sind Manuela Lanz und ihre Tiere in Gontenschwil zu Hause. Der jüngste Zuwachs ist wenige Wochen her. «Im Oktober bin ich mit Aischa au Moulin de Tallans zur Verpaarung mit Georges des Viloden nach Frankreich gefahren.» Im Dezember wurden zwölf Welpen, gesund und munter, geboren. «Drei Rüden und neun Hündinnen», ergänzt Manuela Lanz. Jetzt gehe es darum, ein passendes Zuhause für Foxy, Flora und Co. zu finden. «Ein Prozess, der seine Zeit braucht.» Ihr sei es wichtig, dass künftige Besitzer sich ihrer Verantwortung bewusst seien. «Bernhardiner brauchen Platz, wünschen sich Auslauf, Anschluss an die jeweilige Familie.» Sie empfehle, mal ein Tier «auf Urlaub» zu nehmen, bevor man sich einen Bernhardiner aussuche. «Schliesslich packt man ein lebendiges Wesen nicht einfach bei schlechtem Wetter in den Schrank.» Interessierte könnten gerne mit ihr Kontakt aufnehmen, um sich bei einem Besuch vor Ort zu informieren.

Umsicht wünscht sich Manuela Lanz auch von ihren Kollegen. «Bernhardinerzüchter ist kein Ausbildungsberuf. Finanzieller Gewinn sollte nicht die einzige Motivation sein.» Für sie, die mit ihren Tieren auch an Fotoshootings teilnimmt oder Firmenanlässe besucht, ist es die stetige Weiterentwicklung. «Ich habe mich gerade über das Thema Therapiehunde informiert. Bernhardiner haben da viel zu bieten. Es liegt an den Menschen, sich darauf einzulassen. Dann kann die Begegnung mit dem Hund zum grossen Geschenk werden», ist Manuela Lanz überzeugt.

Donnerstag, 19.01.2017Seengen

Sichere Verkehrssituation für alle Teilnehmenden

Text und Bild: Graziella Jämsä

Bei einer Orientierungsversammlung präsentierten Kantonsvertreter und Planer das Betriebs- und Gestaltungskonzept für Post- und Schulstrasse in Seengen. Der Massnahmenkatalog bedeutet viel mehr als eine Erneuerung von Leitungen und Bodenbelägen.

«Als ich angefangen habe, mich über die Post- und Schulstrasse zu informieren, erfuhr ich, dass manche Wasserleitungen von 1905 stammen», schilderte Vizeammann Dieter Gugelmann bei der Begrüssung. «Und dass die Bodenbeläge nicht mehr auf dem neusten Stand sind, muss ich niemandem erzählen.» Mehrere der rund 200 Zuhörer lachten. «Da es sich um Kantonsstrassen handelt, liegt auch die Federführung auf dieser Ebene. Und freuen wir uns, dass das gemeinsam erarbeitete Projekt vorgestellt werden kann.» Es war ein vielseitiges Konzept, das Marius Büttiker, Sektionsleiter Strassen beim Kanton, Projektleiter René Wernli und David Burkhard von der Metron Verkehrsplanung AG zeigten.

Auf der Schulstrasse wird neben der Sanierung von Belag und Leitungen eine Velospur von 1.5 Meter Breite bergwärts markiert. Die Parkplätze vor dem Schulhaus 1 werden aufgehoben. «Stattdessen soll der Vorplatz mit Baum und Bänkli gestaltet werden», schilderte David Burkhard. Doch insgesamt gehen in der Umgebung keine Parkplätze verloren. Nicht nur eine zweite Reihe bei der Mehrzweckhalle schafft Abhilfe. Anstelle des Pärklis beim Burgturm ist eine Mehrzweckfläche mit acht Parkplätzen geplant. «Bei Bedarf kann dieser aber auch für Feste oder Märkte genutzt werden. Auf der Poststrasse soll der Fussgängerstreifen bei der alten Post gegen Süden auf die Verbindungsachse Altacker-Hubpüntstrasse verschoben werden. Die Rampe als Zugang zur Valiant-Bank wird verlegt. «Dieses Entgegenkommen des Eigentümers macht es möglich, das enge Trottoir auf Rebstock-Seite behindertengerecht zu verbreitern, ohne dass die Breite der Strasse verringert werden muss.» Die Haltestellen der Buslinien 390 und 395 werden umplatziert. Mit dem Gestaltungsplan und Sondernutzungsvorschriften «Landi-Park» werden die Busbuchten gesichert. Künftig sollen die Busse Richtung Bettwil und Teufenthal vor dem Landi-Laden halten. Die Haltestelle gegenüber des Postgebäudes liegt künftig an der Hubpüntstrasse unterhalb der Landi. Die Realisierung richtet sich zeitlich nach den Bauetappen «Landi-Park». Der Bus von Bettwil führe dann neu über die Hubpünt- statt über die Brestenbergstrasse nach Lenzburg. Die Haltestelle «Rotes Haus» würde verschwinden.

Die Auflage des Projektes inklusive Kostenvoranschlag soll im Herbst erfolgen, der Kredit an der Wintergemeinde traktandiert sein. «Ein sportlicher Zeitplan», kommentierte Dieter Gugelmann und fügte hinzu: «Aber wir sind sportlich.»

Mittwoch, 18.01.2017Reinach

Fischer Reinach AG: Faszinierendes Jubiläumsbuch

Text und Bild: Thomas Moor

Es ist nicht ein Buch mit sieben Siegeln, sondern ein Buch, welches über die 175-jährige Geschichte der Firma Fischer Reinach AG in einer offenen und packenden Art erzählt. Gestern fand die Vernissage statt.

175 Jahre, 6 Generation, 1 Geschichte. Ja, es ist eine spannende und faszinierende Lektüre, welche mit dem Buch «Die Häftlimacher, 175 Jahre auf Draht» entstanden ist. Ein Buch, das von den Häftlimachern von damals erzählt und zeigt, wie über sechs Generationen ein Industriezulieferer mit 400 Mitarbeitern in der Schweiz und im Ausland gewachsen ist. Wie gross das Interesse an diesem Buch ist, zeigte auch der grosse Publikumsaufmarsch im Theater am Bahnhof in Reinach und speziell am Verkaufstisch. Die Bücher, welche von der Wynabuchhandlung dort verkauft wurden, gingen nämlich weg wie warme Weggli.

«Es war immer ein Wunsch, die Firmengeschichte einmal aufzuarbeiten», wie Peter Fischer als Firmenchef der 6. Generation in seiner Begrüssung sagte. Das 175-Jahr-Firmenjubiläum hätte sich da bestens geeignet, wie er anfügte. Die Zeit aber, sich selber in das umfangreiche Archiv und die Vergangenheit zu knien, fehlte ihm schlichtweg. Diese Aufgabe übernahm Historiker und Autor Christoph Zurfluh, der zwar keine Ahnung von der Materie Metallverarbeitung hatte und weder das Wynental noch die Firma Fischer kannte. Er habe mit seinem Engagement «Neuland» betreten, das ihn schnell in den Bann gezogen habe. Es war nicht in erster Linie die trockene Materie «Zahlen», die ihn faszinierte. Vielmehr waren es die Menschen, ihr Pioniergeist, ihre Schicksale, die hinter der Erfolgsgeschichte der Reinacher Metallfirma standen und welche mit der Ära von Kammmacher Johannes Wirz 1842 ihren Anfang nahm. Er konstruierte eine der ersten Haftenmaschine der Welt und setzte der Handproduktion von Haken und Ösen in vielen Familien – ohne es zu wollen – ein Ende. Innovation und Pioniergeist ziehen sich seither wie ein roter Faden durch die Firma.

Auch die Zahlen sind absolut beeindrucken. Über sechs Milliarden Teile produziert die «Fischer Reinach Group» jährlich – für die Beschläge- und Bauzulieferindustrie, für die Automobil-, Flugzeug-, Medizinal- und Elektroindustrie. «Mit Gegenständen, die Teile der Reinacher Metallfirma enthalten, kommen wir täglich in Kontakt», wie Gemeindeammann Martin Heiz sagte und dabei als Beispiel die Pinzette in Schweizer Sackmessern zeigte. 13,5 Millionen Stück davon werden ebenfalls in Reinach produziert. Jede dritte Frau im EU-Raum trägt zudem ein Stück Fischer. Die österreichische Tochterfirma Mitex produziert im Jahr 50 Millionen BH-Verschlüsse. Die Leistung des Familienunternehmens Fischer verdient höchste Anerkennung, wie der Bundespräsident von 2016, Johannes Schneider-Ammann, im Vorwort des 210 Seiten starken Buches schrieb.

Auch Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann zollte dem Familienbetrieb hohen Respekt und überbrachte die besten Glückwünsche der Kantonsregierung. «Fischer Reinach hat in seiner 175-jährigen Firmengeschichte auch in schwierigen Phasen immer am Standort Aargau festgehalten und vor kurzem hier auch kräftig investiert. Das ist keine Selbstverständlichkeit!» Als verantwortlicher Chef des Unternehmens sei sich Peter Fischer bewusst, wo die Wurzeln des Erfolgs liegen und wo er auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen könne, die sich motiviert und engagiert für seine Firma einsetzen und damit die Basis für wirtschaftlichen Erfolg bilden würden.

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Mittwoch, 18.01.2017Seengen

Ein Kinovergnügen für die Ohren

Text und Bild: Graziella Jämsä

Die Musikgesellschaft brachte mit ihrem Jahreskonzert ein Stück Hollywood nach Seengen. Schon im Foyer der Mehrzweckhalle roch es wunderbar nach Popcorn und drinnen tummelten sich auf dunkelrot gedeckten Tischen goldene Oscar-Gestalten.

«Filmmusik weckt Erinnerungen. Sei es an einen Helden aus der Jugend oder ans erste Rendezvous. Wir haben Klassiker, Komödien und Thriller kombiniert, damit vor Ihrem inneren Auge Bilder zu einem klangvollen Kinoerlebnis entstehen.» Mit diesen Worten begrüsste Daniel Hauser, Präsident der Musikgesellschaft das Publikum. Den fulminanten Auftakt bildete die Titelmelodie aus Star Wars beeindruckend, gefolgt von Adeles Skyfall und dem Titanic-Song My heart will go on. Aber auch ältere Filme wie Der letzte Mohikaner oder Der Gendarm von St. Tropez erweckte das Orchester zum Leben. Dirigent Markus Wismer setzte mit verschiedenen Requisiten visuelle Akzente, die einige Lacher ernteten. Das Publikum war begeistert.

Musiker Arnold Hauri strahlte mit den Zuhörern um die Wette. Er wurde als CISM-Veteran für 60 Jahre aktives Musizieren geehrt. «Zu spielen begonnen habe ich aber schon in der Schule», verriet er. Seine Liebe zur Musik hat in vielerlei Hinsicht Spuren hinterlassen. So sind mittlerweile drei Generationen der Familie Hauri in der Musikgesellschaft vertreten. Wenn das nicht filmreif ist ...

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Mittwoch, 18.01.2017Seengen

Dieses Team sorgt fürs perfekte Wohnklima

Text und Bild: Graziella Jämsä

Im Winter kuschlig warm, im Sommer angenehm frisch – die P. Blaser Bedachungen und Fassaden AG in Seengen machts möglich. Sie beraten nicht nur bei der Wahl des perfekten Dachs, sie realisieren komplette Gebäudehüllen, kümmern sich um Sanierungen, Unterhalt und Reparaturen.

Bei der P. Blaser Bedachungen und Fassaden AG tut sich was. Unternehmensgründer Paul Blaser übergibt die Firmenleitung an Kurt Hilfiker und übernimmt dessen Teilhaberposition. «Ausserdem wird er mir weiterhin mit seinem Erfahrungsschatz zur Seite stehen», sagt Kurt Hilfiker. Hinzu kommen Wechsel im Team. «Zwei ehemalige Lehrlinge sind ins Unternehmen zurückgekehrt», freut sich Kurt Hilfiker. «Auf dass wir für alle kommenden Projekte bereit sind.» Dazu gehören aktuell vor allem wärmetechnische Sanierungen, die einen entscheidenden Einfluss auf das Wohnklima eines Hauses haben. «Isolationsmaterialien haben sich stark weiterentwickelt. Heute werden beispielsweise häufig Holzfaserplatten verwendet.» Diese würden Wärme speichern und sie zeitversetzt, etwa acht Stunden später, wieder abgeben. «Eine Eigenschaft, die gerade im Sommer nützlich ist.» Gleichzeitig seien die Ziegeldächer von Häusern aus den 60er- oder 70er-Jahren häufig nicht mehr ganz intakt. «Da kann ein kompletter Ersatz Sinn machen.»

Diese Sanierungen zur Steigerung der Energieeffizienz würden von Bund und Kantonen unterstützt. Wird ein Fördergesuch gutgeheissen, reduzieren sich für den Eigentümer die Kosten um acht bis zehn Prozent. «Selbstverständlich brauchen sich unsere Kunden keine Sorgen um Formulare zu machen, wir kümmern uns um das Gesuch.» Ein Rundumservice, dessen Qualität nur Fachleute gewährleisten können. Für das Unternehmen ein guter Grund, Nachwuchs auszubilden. «Wer die Aufgaben eines Dachdeckers beim Schnuppern kennenlernen möchte oder bereits auf der Suche nach einer Lehrstelle ist, kann gerne Kontakt mit uns aufnehmen», erklärt Kurt Hilfiker. Draussen arbeiten, handwerkliches Geschick einsetzen sowie stetiges Lernen seien drei Aspekte des vielseitigen Berufsbildes. Mit einem Lächeln fügt Kurt Hilfiker hinzu: «Und mit mehr als 30 Jahren Unternehmensgeschichte verfügen wir über einen Erfahrungsschatz, von dem Auszubildende wie Kundschaft profitieren können.»

www.blaser-bedachungen.ch

Mittwoch, 18.01.2017Reinach

Spiel und Spass mit der Ludothek Spielwürfel

Text und Bild: Thomas Moor

Sie sind pädagogisch wertvoll und allen Multimediakapriolen zum Trotz noch zeitgemäss. Unbestritten! Die Rede ist von den vielen Ludotheken landauf, landab. Zu ihnen zählt auch die Ludothek Spielwürfel an der Hauptstrasse 15 in Reinach, die mit einem breiten Spielangebot aufwartet.

Zwar ist die Ludothek nicht direkt an der Hauptstrasse gelegen und für jedermann sofort sichtbar. Aber auch aus der zweiten Reihe heraus kann man sich auf wunderbare Art in Szene setzen. Denn seit 36 Jahren bietet der Reinacher Spiele- und Spielsachenverleih, dessen Weichen damals mit dem Ludobähnli gestellt wurden, vom legendären Eile mit Weile bis hin zum Kinderspiel mit dem lustigen Namen «Lotti Karotti» alles zum Ausleihen an, was für Spielspass und beste Unterhaltung sorgt. Für regnerische Tage, kalte Winterabende, Geburtstage oder Kinderpartys. Gerade Gesellschaftsspiele sind eigentlich gar nie aus der Mode gekommen, erleben aber gerade jetzt wieder so etwas wie einen neuen zweiten Frühling. Das kann auch Andrea Blättler als Präsidentin des offenen Vereins «Ludothek Spielwürfel» bestätigen. Zwar sei das Multimediazeitalter mit Computer und Spielkonsolen nicht spurlos an der Ludothek vorbeigegangen. Die Vielfalt, Qualität und der Unterhaltungswert der Gesellschaftsspiele haben aber dafür gesorgt, dass diese Art von Spiel immer noch «in» ist. Kommt dazu, dass man im Spielwürfel in Sachen Spiele immer dem neuesten Stand ist. Lernspiele (Rechnen, Fremdsprachen etc.) sind bei den Jungen speziell gefragt, wobei sich auch Gedulds- und Geschicklichkeitsspiele für die Feinmotorik grosser Beliebtheit erfreuen. Hörbücher, Umwelt- und Rollenspiele, Fahrzeuge, Musikinstrumente, Outdoorspiele und Spielkisten für Partys und Feste gehören zum sicheren Wert der Ludothek Spielwürfel. Neu im Sortiment sind auch Kinderkostüme, z. B. für Geburtstage. Das Gute an der ganzen Sache ist, dass man für 20 Franken Jahresbeitrag dabei ist und sich die Artikel für eine Gebühr von einem bis zehn Franken für maximal vier Wochen ausleihen darf (Verlängerungen auf Anfrage).

Die Ludothek ist Montag und Freitag von 16 bis 18 Uhr und jeden ersten Samstag im Monat von 9 bis 11 Uhr geöffnet und wird von Ludothekarin Karin Weber betreut. Sie behält den Überblick, auf dass die Artikel fristgerecht, sauber und vollständig retourniert werden.

www.spielwürfel.ch

Dienstag, 17.01.2017Seengen

Interessantes von der Kreismusikschule Seengen

Text: Eingesandt, Bild: Pixabay

Die Kreismusikschule Seengen ist eine moderne, kreative, qualitativ hochwertige Musikschule, die für jede interessierte Person zugänglich ist. Sie bietet einen ganzheitlichen Fächerkatalog im Einzel-, Ensemble- und Projektunterricht für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an.

Am Samstag, 25. Februar 2017, von 10.00 bis 12.00 Uhr, findet in den Räumen der Schule Seengen der alljährliche Instrumentenparcours statt, die Vorstellung aller an der Kreismusikschule Seengen unterrichteten Instrumente. Alle Interessierten aus dem Einzugsgebiet der Gemeinden Seengen, Boniswil, Egliswil, Hallwil und Leutwil sind herzlich willkommen zum Kennenlernen und Ausprobieren der Instrumente. Instrumentallehrpersonen und die Musikschulleitung stehen für Ihre Fragen zur Verfügung.

Eltern-Kind-Singen

Mit alten und neuen Mundartliedern, Fingerversli und Bewegungsspielen erhalten Kleinkinder einen natürlichen Zugang zu Musik, Gesang, Rhythmus und Bewegung. Instrumente und Materialien werden passend zum Thema, der Jahreszeit und dem Lernziel eingesetzt. Eingeladen sind Kinder im Alter von 1½ bis 4 Jahren mit einer vertrauten Begleitperson. Der nächste Kurs findet statt vom 7. März bis 13. Juni, jeweils am Dienstag von 09.30 bis 10.15 Uhr. Kursort: Bezirksschulhaus Fahrwangen, Aula. Kosten: Fr. 180.00 (12 Lektionen à 45 Minuten); 2. Kind gratis. Anmeldeschluss: Spätestens drei Wochen vor Kursbeginn; die Anmeldungen werden gemäss Eingang berücksichtigt.

Dienstag, 17.01.2017Menziken

Brocki wartet wieder mit vielen Aktivitäten auf

Text: Eingesandt, Bild: Thomas Moor

Ein Besuch der Brockenstube des Gemeinnützigen Frauenvereins Menziken/Burg lohnt sich immer und ist immer mit tollen Begegnungen verbunden. Auch mit Aktivitäten ausserhalb der Brockenstube warten die engagierten Mitglieder auf und sorgen für ein abwechslunsgreiches Dorfleben.

Die Brockenstube des Gemeinnützigen Frauenvereins Menziken/Burg ist gut ins neuen Jahr gestartet. Mit viel Elan und Freude widmet sich das Brocki-Team den grossen Aufgaben und ist stets bestrebt, dass die Besucher eine saubere und ordentliche Brocki mit einem vielfältigen Angebot antreffen. Zum Stöbern, «Noschen» und Verweilen gelten nach wie vor die altbewährten Öffnungszeiten: 1. und 3. Donnerstag sowie am 2. Samstag im Monat.

Definitiv auf Frühling umgesattelt wird am Samstag, 11. März. Dann nämlich findet die Velobörse des Frauenvereins statt. Standort ist bei der Brockenstube an der Bahnhofstrasse. Die Fahrräder können zwischen 9 und 10 Uhr vorbeigebracht werden. Um 13 Uhr erfolgt dann der Verkaufsstart.

Bitte beachten Sie: In der Menziker Dorfagenda ist am 11. März der Frühlingsverkauf fälschlicherweise publiziert worden. Es gelten dann die normalen Brocki-Öffnungszeiten und gleichzeitig nur die Velobörse, wie oben erwähnt.

Im Rahmen des Dorffestes vom 9. bis 11. Juni findet am Samstag, 10. Juni der traditionelle Heimhandwerker-, Trödler- und Flohmarkt statt. Wie gewohnt hält die Brockenstube dann ihre Schnäppchen und Besonderheiten für die Kunden bereit.

Dass ohne die vielen helfenden Hände in der Brocki nichts laufen würde, ist wohl allen klar. Deshalb der Aufruf an alle Menziker und Burger: Das Brocki-Team sucht per sofort Verstärkung. Frauen und Männer sind gefragt, welche sich gerne ehrenamtlich und freiwillig engagieren möchten. Die anfallenden Arbeiten sind abwechslungsreich und interessant und reichen von Hausräumungen bis hin zur Mithilfe in der Brocki. Andere anfallende Arbeiten werden im Team abgesprochen und zusammen erledigt. So ergibt sich manch schöne Gelegenheit, als Team etwas Soziales für die Allgemeinheit und Mitmenschen zu machen. Interessierte melden sich unter Telefon 062 772 07 49 oder 062 771 25 48. Das Brocki-Team freut sich auf Ihren Anruf und auf die Bereitschaft zur Mithilfe in einem aufgestellten Team.

Infos:
www.sgf-menziken.ch

Montag, 16.01.2017Meisterschwanden

Gross und Klein tanzten sich durch die Meitlitage

Text und Bild: Graziella Jämsä

Wenn die Meitlisonntag-Vereinigung Meisterschwanden zum Kinderball in die Mehrzweckhalle lädt, werfen sich Mädchen und Buben in Schale. Hexen, Feen, Prinzessinnen, Krokodile und Elefanten liessen zur Musik von Alleinunterhalter Turi Konfetti fliegen.

«Für Kinder zu spielen macht Riesenspass», schwärmte Alleinunterhalter Turi. «Man merkt sofort, was ihnen gefällt, kann unmittelbar reagieren.» Die passende Kostümierung ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. «Wer will schon mit einem Anzugträger in die Konfettischlacht ziehen.» Wie beliebt diese ist, zeigte sich, als die ersten Helden in der Mehrweckhalle ankamen. Im Handumdrehen versetzten Captain Jack Sparrow, Obi Wan Kenobi und Spiderman Turi in einen Papierschnipselregen. Währenddessen machten es sich die erwachsenen Begleitpersonen an den Tischen gemütlich. «Der Kinderball ist aktive Nachwuchsförderung», erklärte Delphine Schmitt, Präsidentin der Meitlisonntag-Vereinigung. «Denn je früher uns die Mädchen kennenlernen, umso eher haben sie später Lust mitzumachen.» Die Spielregeln für den Anlass habe man mittlerweile gelockert. «Früher durften Buben zwar teilnehmen, doch verkleiden durften sich nur die Mädchen. Heute dürfen alle kostümiert kommen.» Eine Gelegenheit, die sich die jungen Gäste nicht entgehen liessen. Da tanzte Schneewitchen mit dem Elefanten, während der Cowboy den Liedrhythmus klatschte.

«Eine Begeisterung, die wir auch an der Generalversammlung gespürt haben», verriet Delphine Schmitt. «Die Vereinigung ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Allein in diesem Jahr haben wir acht neue Frauen.» Und diese zeigten sich am Abend genauso fantasievoll in ihren Verkleidungen wie die Ballbesucher. Das Tambourinnenkorps hätte auf jedes Piratenschiff gepasst. Teufelinnen und Engel tanzten schon unterwegs miteinander. Waldelfen und Technoladys hingegen schätzten die eher wärmeren Temperaturen in der Traube, dem Speuzli und dem Löwen. So tanzten sich Gross und Klein durch die verschneiten Meitlitage.

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Montag, 16.01.2017Seengen

Holzerei Bössgasse

Text und Bild: Eingesandt

Die Aufträge zur Uferbestockungspflege werden vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung Landschaft und Gewässer erteilt. Der äussere Dorfbach ist nicht vermarcht, somit werden die Anstösser aktiv in den Entscheidungsprozess einbezogen.

Über die Priorität eines Eingriffes entscheiden die Hochwassersituation, der ökologische Wert der Bestockung und die Situation für die Anstösser.

Die Uferbestockung stabilisiert die Uferböschung und verhindert die Ufererosion. Gehölzstreifen an Gewässern dienen als Wind- und Erosionsschutz, verbessern das Mikroklima und tragen zu einem ausgeglichenen Wasserhaushalt bei. Sie sind Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere, gliedern die Landschaft und dienen als wichtige Vernetzungskorridore.

Die Hecke unterhalb der Bössgasse wird auf den Stock gesetzt. Die Bäume sind zu gross und die Strauchschicht hat dadurch zu wenig Licht. Im Frühling werden einheimische Straucharten in die kahlen Flächen eingepflanzt, um eine optimale Struktur der Hecke zu erreichen. Zudem wird der ökologische Wert der Hecke massiv aufgewertet.

Die Arbeiten werden durch den Forstbetrieb Rietenberg ausgeführt. Für weitere Auskünfte steht Ihnen der Förster Heinz Bruder gerne zur Verfügung.

Montag, 16.01.2017Menziken

SilverBlue taufte ihre CD «My Room»

Text und Bild: Thomas Moor

Was für ein Start ins neue Jahr! Daniela und Michael Heiniger, das Menziker Geschwisterpaar und Pop-Soul-Duo SilverBlue, hat im Rahmen eines mitreissendes Konzertes im KIFF Aarau ihre CD – genau eine EP (Extended Player) mit fünf Songs – getauft.

Gleich vorweg: Das musikalische Werk der Heinigers kommt sowohl inhaltlich als auch optisch sehr frisch und facettenreich daher. Die fünf Songs machen Lust auf mehr.

Dass sie auf der Bühne genauso wie bei der Arbeit im Studio und beim Komponieren ein Herz und eine Seele sind, haben sie seit ihrem ersten Auftritt im November 2012 bewiesen. Auch beim Songcontest im Fricktal 2013 überzeugten sie Jury und Publikum und holten sie sich den Siegerpreis «Das Mikrofon». «Das ist das Holz, aus dem Künstler geschnitzt sind», wie es in der Begründung hiess. Gutes Holz! Denn jetzt haben Daniela und Michael Heiniger auch ihrer CD ein Herz verliehen und eine Seele eingehaucht. «My Room» heisst sie. Ein Raum, der prallgefüllt ist mit poppigen, souligen und gefühlvollen Songs – gepaart mit hohen Singer- und Songwriterqualitäten. Damit trumpften sie beim Liveauftritt anlässlich der CD-Taufe auf, bei welchem sie von der Band, bestehend aus Jonas Leuenberger, Philippe Brändli, Philipp Schmid, Severin Häfeli und Mihaly Horvath, begleitet wurden und das Publikum restlos begeisterten. Auch beim musikalischen Apéro servierten die Schweizer Acapella-Überflieger «Invivas» Häppchen, die Boden gaben für das SilverBlue-Konzert.

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www.silverblue.ch

Montag, 16.01.2017Zetzwil

Jubiläums-Generalversammlung der Männerriege

Text und Bild: Eingesandt

Trotz heftigem Schneegestöber trafen sich 31 Mitglieder der Männerriege Zetzwil und Delegationen der anderen turnenden Ortsvereine im Gasthof Bären zur 50. Generalversammlung. Das vergangene Vereinsjahr brachte Licht und Schatten. Im Jubiläumsjahr gönnt sich die Männerriege eine dreitägige Vereinsreise nach Cinque Terre, Italien.

Werni Stalder, ein lieber Freund, Vereinskassier und Turnkamerad, hat uns nach einer schweren Krankheit im letzten Dezember verlassen. Schweigend nahm ein jeder, in persönliche Gedanken versunken, nochmals Abschied. Werni hinterlässt auch in unserem Verein eine grosse Lücke.

Sowohl in sportlicher wie auch in finanzieller Hinsicht wird das vergangene Vereinsjahr keinen Spitzenplatz einnehmen. Zum wiederholten Mal schloss die Jahresrechnung mit einem Verlust. Das schwindende Vereinsvermögen wird in Zukunft Massnahmen auf der Einnahmen- wie auch auf der Ausgabenseite erfordern. Zusammen mit dem Frauenturnverein erkämpften sich die Zetzwiler Männerturner am kantonalen Turntag in Niederwil in der ersten Stärkeklasse den guten 5. Rang von 16 Vereinen. Erfreulich und viel besser als erwartet, lief es anderntags beim Faustballturnier. Trotz wenig Erfahrung im Feldfaustball wurde die kämpferische Leistung mit dem feinen 5. Rang belohnt. Der mit vielen Fotos gestaltete und etlichen Anekdoten gespickte Jahresbericht wurde mit grossem Applaus genehmigt. Für ihren fleissigen Turnstundenbesuch wurden mit einem Präsent geehrt: Max Hirt, Paul Leutwiler und Res Kiener. Bei verschiedenen alternativen Aktivitäten wurden folgende Sieger ausgerufen: Markus Marti (Jassen), Padi Kasper (Minigolf), Kurt Hofmann und Ruedi Maurer (Schiessen 300 m), Hansueli Hirt (Kegeln). Turnkamerad Hans Wiederkehr präsentierte auf einer Grossleinwand viel beachtete Bilder des kantonalen Turntags, der Männerriegen-Reise ins Entlebuch und der Turnerabende. Schöne Erinnerungen weckte der Film über einen festlichen Anlass der Männerriege im Jahr 1990.

Tagespräsident Dani Dietiker führte die Wahlen durch. Die Vereinsführung liegt weiterhin bei Obmann Res Kiener, das Leiter-Team bilden Rolf Kasper, Fredy Gubler und Rolf Hirt, bei den Senioren Max Hirt und sein Stellvertreter Peter Siegrist. Als neuer Kassier wurde Hansueli Hirt gewählt. Aktuar bleibt Walter Schaad. Als Rechnungsrevisoren amten Niklaus Voramwald und Kurt Hirt. Gemäss Jahresprogramm 2017 wird im Jubiläumsjahr bestimmt die dreitägige Vereinsreise nach Cinque Terre in Italien ein Höhepunkt werden.

Montag, 16.01.2017Meisterschwanden

Weltrekord am Altersnachmittag

Text und Bild: Eingesandt

«Ich war als Sechsjähriger dabei!» Dies sagte einer der Senioren am ökumenischen Altersnachmittag und ein kleines Strahlen huschte über sein Gesicht. Heinz Bertschi aus Lenzburg war zu Besuch. Mitgebracht hatte er einen aufwendig zusammengestellten Dokumentarfilm, den er noch im letzten Oktober mit wertvollen Originalaufnahmen ergänzt hatte.

Mit dabei war auch ein Modell des Rennbootes, mit dem auf dem sonst ruhigen Gewässer des Hallwilersees am Samstag, 17. September 1938 ein Geschwindigkeitsweltrekord aufgestellt wurde. Im Cockpit der selbst konstruierten Bluebird K3 sass damals Sir Malcolm Campbell. Sein Wasserfahrzeug mutete futuristisch an. Der 12-Zylinder-Rolls-Royce-Motor heulte auf und das Boot kam in Fahrt. Doch bis es so weit war, waren Monate an intensiver Vorbereitungsarbeit verstrichen: Gesuche für die benötigten Bewilligungen, Telefonate, Absprachen unter den Verkehrsvereinen, Gesuche für finanzielle Unterstützung und manches mehr. Und fast hätte die Weltpolitik dieses Ereignis verunmöglicht.

Am ersehnten Tag fanden sich Schaulustige, jung und alt, aus der näheren Umgebung ein, sogar ganze Schulklassen waren dabei. Geduldig wartete man am Ufer darauf, dass das Hallwilerseeschiff den letzten Kurs absolviert hatte. Dann kam der historische Moment: 2500 PS trieben das Boot an und hoben es fast aus dem Wasser, nur noch eine Schaumwelle war zu sehen und das Donnern des Motors zu hören. Hin- und Rückfahrt auf dem spiegelglatten See gelangen nicht nur unfallfrei, sondern hervorragend. «Ich weiss nur noch: ein schwarzer Punkt und viel weisser Schaum dahinter», erwähnte einer der sechzig Senioren im Gespräch an den Tischen beim Zvieri.

Erst nach der zweiten Auswertung der Daten der Zeitmessungsanlage war klar: Mit 210,67 km/h hatte Sir Malcolm Campell einen neuen Weltrekord aufgestellt. Heinz Bertschi wusste noch sehr vieles über diesen ungewöhnlichen Automobilrennfahrer und Motorsportjournalisten zu erzählen.

Freitag, 13.01.2017aargausüd

«Holz der Region ist ein nachhaltiger Rohstoff.»

Text: Graziella Jämsä, Bild: ZVG

Kohlenstoffdioxid-Emissionen sind beim Thema Heizen ein vieldiskutierter Aspekt. Ueli Wanderon, eidgenössisch diplomierter Förster und Leiter des Forstbetriebs aargauSüd, erklärt, was es bei der Brennholzbestellung zu beachten gibt.

«Holz ist der einzige nachwachsende Rohstoff, der überall in der Schweiz vorkommt. Das heisst, ich verbrenne in meinem Schwedenofen Holz der Region statt beispielsweise aus dem Wallis», schildert Ueli Wanderon, Betriebsleiter des Forstbetriebs aargauSüd. Auf diese Weise würde der Verbrauch grauer Energie für Transporte oder Verpackung minimiert. «Ausserdem kann ein Tanker beim Öltransport übers Meer ein Leck haben oder im schlimmsten Fall ganz untergehen. Solche ökologischen Risiken vermeiden wir.» Nicht zu vergessen die Arbeitsplätze, welche für eine langfristige Waldbewirtschaftung geschaffen würden. Mit einem kleinen Vergleich fasst Ueli Wanderon die energetischen Erkenntnisse zusammen: «Ein Ster Buche entspricht ungefähr 160 Litern Heizöl extra leicht. Er kommt aber im Idealfall aus dem Waldstück meiner Nachbarschaft und nicht aus einem anderen Erdteil. Holz der Region ist ein nachhaltiger Rohstoff.» Für eine erste Bestellung gebe es verschiedene Fragen zu klären. «Geht es bei der Verbrennung um eine Zentralheizung, ein Cheminée oder einen Schwedenofen? Welche ist die Hauptheizung im Gebäude? Oder soll das Holz im Rahmen von Spass und Freizeit, vielleicht für den Grill, eingesetzt werden?» Die Antworten seien für Mengen und Holzwahl entscheidend. «Zum Anfeuern ist Nadelholz praktisch. Dank seines Harzanteils verbreitet es einen aromatischen Geruch. Doch die verstärkte Funkenbildung kann bei der Verwendung im Cheminée problematisch sein.» Buchenholz überzeuge mit seinem hohen Brennwert. «Mit der Zeit kristallisieren sich dann die persönlichen Favoriten heraus», weiss Ueli Wanderon.

Wer mit dem Talon zum Downloaden Brennholz bestellt, erhält vom Forstbetrieb aargauSüd im April sowohl eine Rechnung als auch eine Auftragsbestätigung. Darauf ist vermerkt, wo sich das georderte Holz befindet. Im Wald selbst ist zudem jeder Ster mit einer Nummer auf blauem Schild gekennzeichnet. «Und weil diebische Elstern auch im Wald vorkommen, wäre es gut, man holt sein Holz so schnell wie möglich ab, wenn man die Benachrichtigung von uns bekommt», rät Ueli Wanderon und fügt mit einem Lächeln hinzu: «Damit es in den heimischen vier Wänden wohlig warm werden kann.»

Donnerstag, 12.01.2017Reinach

Sieben Tage Genuss im La Dolce Vita Alzbach

Text: Graziella Jämsä, Bild: Thomas Moor

Beste Zutaten für die persönliche Lieblingspizza kombinieren, frische Pasta geniessen oder sich mit Gelati in Ferienstimmung versetzen? All das und noch viel mehr macht das Team vom La Dolce Vita Alzbach in Reinach möglich.

Giuseppe Pino Urso und Jesus Lopez haben sich dem Genuss verschrieben. Vor bald zwei Jahren eröffneten sie La Dolce Vita Alzbach und begeistern seither ihre Gäste. «Wir legen viel Wert auf die Verwendung hochwertiger, frischer und saisongerechter Produkte», erklärt Giuseppe Pino Urso. Diese werden einerseits zu Pizza, Pasta, Fleisch- und Fischgerichten verarbeitet. «Andererseits bieten wir neben den italienischen Gerichten gerne auch typische Schweizer Spezialitäten an.» Ein gutes Beispiel sei «Hörnli mit Ghackets». «Das ist ein Menü mit Tradition und mit der Pflege solcher erfreuen wir die Leute gerne.» Gefallen werden den Gästen auch die neuen Öffnungszeiten des Lokals. Denn seit Beginn des Jahres sind Pino Urso und Jesus Lopez sieben Tage die Woche für Speisefreudige da. Montags bis samstags kann zwischen 8.30 und 23 Uhr eingekehrt werden. Am Sonntag schliesst das Dolce Vita Alzbach um 22 Uhr. Die Karte mit Mittagsmenüs wurde darum ebenfalls erweitert. «Die erste Kombination gibt es von Montag bis Mittwoch, die zweite gilt von Donnerstag bis Samstag.» Immer mit dabei sind Salatbuffet und Suppe. In der kalten Jahreszeit lockt der gemütliche Speisesaal, im Sommer kann man es sich auf der Terrasse gutgehen lassen. Mit insgesamt 80 Parkplätzen, die vor und hinter dem Haus zu finden sind, ist das La Dolce Vita Alzbach auch für Firmen-, Vereins- und Familienfeierlichkeiten der ideale Gastgeber.

«Nicht zu vergessen unsere verschiedenen Glacekreationen nach italienischem Originalrezept» fügt Pino Urso hinzu. «Ob nach dem Mittagessen, als süsses Zvieri oder als Krönung eines Dinners - ‹un gelato› schmeckt immer.» Und was liegt näher am Bild vom süssen Leben, als an einem sonnigen Nachmittag auf der Terrasse Kindern beim Toben auf dem Spielplatz zuzuschauen, während man Gelati geniesst? Ganz klar, ein Besuch im La Dolce Vita Alzbach in Reinach.

www.pizzeria-dolcevita.ch

Montag, 09.01.2017Reinach

Spatenstich für die neue Begegnungsstätte

Text und Bild: Graziella Jämsä

Mit einem lebendigen Gottesdienst hat die Chrischona Reinach den Baustart für ihr künftiges Gemeindezentrum gefeiert. Gross und Klein griffen voller Elan zum Spaten. Oder wie es Pastor Andreas Ruh formulierte: «Ich freue mich, dass wir miteinander und mit Gott unterwegs sind.»

690 Quadratmeter auf zwei Etagen werden Saal, Cafeteria, Foyer, Kinder- und Jugendräume sowie Büros beherbergen. Nicht zu vergessen die Unterbringung der technischen Infrastruktur wie der Wärmepumpenheizung. Seit vier Jahren arbeiten Gemeindeleitung, Baukommission sowie die Architekten Thomas Wüst und Urs Rüesch an dem Projekt. 4,2 Millionen Franken soll der Neubau der Chrischona Reinach kosten. Davon hat die Gemeinde bereits 60 Prozent durch Ersparnisse, Spenden sowie den Verkauf einer Liegenschaft in Gontenschwil zusammengetragen. «Und auch wenn wir für die fehlende Summe die Zusage der Bank hätten, wollen wir uns nicht auf dem Erreichten ausruhen», erklärt Philipp Mosimann, Präsident der Baukommission. «Als zusätzliche Möglichkeit sich zu engagieren, haben wir uns ein Konzept für zinslose Darlehen überlegt.» Erste Zusagen gebe es bereits. Nur eines von vielen Zeichen der Vorfreude während der Feierlichkeiten zum Baustart im Januar. Mit strahlenden Gesichtern begaben sich die Gottesdienstbesucher nach der Predigt hinaus in den Schnee. Gross und Klein griffen voller Elan zum Spaten. Den weiteren Aushub würden die Bagger tätigen. Beim anschliessenden Umtrunk im Jugendhaus stiess man gemeinsam auf die Zukunft der Gemeinde an. Und Karin Speck vom Gemeindeleitungs-Team überreichte Philipp Mosimann symbolisch schon einen gebackenen Schlüssel fürs neue Gemeindezentrum.

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Montag, 09.01.2017Beinwil am See

Traditionelle Böjuer Chilbi im Löwensaal

Text und Bild: Thomas Moor

Das Rad der Zeit bleibt auch in Beinwil am See nicht stehen. Schon gar nicht das Chilbirad. Am zweiten Januarsonntag ratterte es wieder im Löwensaal und bescherte den Besuchern schöne Preise. Keine Ladenhüter, keine Staubfänger, sondern Lebensmittel von lokalen Produzenten. Eine feine Sache!

Dass sich das Chilbirad überhaupt wieder dreht, ist dem Ortsbürgerverein zu verdanken, der diese Tradition und den Brauch aus dem 15. Jahrhundert seit 2007 wieder im Zweijahresrhythmus durchführt (das Dorfheftli berichtete in der Dezemberausgabe über diesen Brauch). Zur Freude natürlich der vielen Böjuerinnen und Böjuer, die auch bei der jüngsten Ausgabe wieder in den Löwensaal pilgerten. Was sie dort erwartete, liess die Herzen höher schlagen. Ein Blick hinter den Vorhang auf der Bühne offenbarte nämlich ein wahres Schlaraffenland: Bauernbrote, Zöpfe, Kuchen, Schokoladespezialitäten, Süssigkeiten, Konserven, Spirituosen, Wein, Süssmost, Rollschinkli, Salami, Speck, Lebensmittelkörbe und, und, und. Der Ortsbürgerverein lässt sich da gar nicht lumpen und schüttet das Füllhorn für die Gewinner jeweils grosszügig aus. Für jeden Durchgang wurden Tabletts mit gluschtigen und wertvollen Preisen zusammengestellt. Am Trüllirad – ein mit Holzelementen versehenes Velorad, welches seit 94 Jahren seinen Dienst zuverlässig versieht – stand ebenso zuverlässig Peter Eichenberger. Er machte an diesem Sonntag mit seinem geschickten Händchen viele Leute glücklich. Es gab schätzungsweise wohl niemanden, der den Löwensaal nicht mit einem Preis verliess. Was heisst da «mit einem Preis». Da gab es Leute, die das Glück gepachtet hatten und mit prall gefüllten Taschen den Nachhauseweg antraten und versprachen, in zwei Jahren wieder mit von der Partie zu sein.

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Montag, 09.01.2017Beinwil am See

Jugend- und Dorffest 2017

Text und Bild: eingesandt

Nach eingehender Diskussion hat sich das Organisationskomitee an seiner Sitzung vom 21. Dezember 2016 entschieden, das Jugend- und Dorffest in Beinwil am See vom 16. bis 18. Juni 2017 nicht durchzuführen.

Die Vorbereitungen für das Jugend- und Dorffest sind im Sommer 2016 auf diversen Ebenen gestartet worden. Schulleitung und Lehrpersonen haben für die drei Jugendfesttage den Rahmen geschaffen, ein Fest für alle Schülerinnen und Schüler durchzuführen – Umzug, Spielnachmittag, Aufführungen am Unterhaltungsabend, Disco usw. Das Organisationskomitee hat sich um die organisatorischen Belange gekümmert: Budgetplanung, Sponsorensuche, Integration von Vereinen in die Festaktivitäten, Rummelplatz, Miete von Festzelt, Mobiliar, Künstlersuche und vieles mehr. Der Elternverein, welcher am Festsonntag sein Jubiläum feiern wollte, ist mit seinen Vorbereitungen auf gutem Weg. Auch hier wurde für einen spannenden Sonntag viel in die Wege geleitet.

Finanzieller Aspekt

Bereits im Spätsommer hat sich das Organisationskomitee mit der Suche nach Sponsorengeldern beschäftigt. Rasch zeichnete sich ab, dass im Vergleich zu vorhergehenden Jugendfesten weniger Einnahmen verbucht werden können. Weiter hat sich gezeigt, dass sich die Ausgabenseite ohne einschneidende Konsequenzen nicht senken lässt. Noch im Dezember war das Budget mit mehreren zehntausend Franken – dies notabene trotz einem grossen Zustupf seitens Gemeinde und der Zusage mehrerer Sponsoren – im Minus.

Dorffest 2018

Im Zuge der Umgestaltung der Häsigasse und des Restaurants Löwen ist seitens der Gemeinde und des Verkehrs- und Kulturvereines Beinwil am See ein Dorffest 2018 angedacht. Das Organisationskomitee des Jugendfestes ist nach Prüfung diverser alternativer Festkonzepte zum Schluss gekommen, dass eine Verschiebung des Jugenfestes um ein Jahr und die Integration in das Dorffest 2018 für alle Seiten eine gute Lösung darstellt.

Therese Jäggi und Rebekka Glanzmann
Co-Präsidentinnen

Freitag, 06.01.2017Hallwil

Volleyballturnier in Seon

Text und Bild: eingesandt

Nach dem letzten Training am Mittwoch, 28. Dezember 2016 besammelten wir uns mit voller Zuversicht am 30. Dezember 2016 um 18.00 Uhr in der Turnhalle in Seon. In der Garderobe schnell umziehen, mental vorbereiten und schon geht es los mit Einspielen. Dies war eher lustig als effizient, im kleinen Gang vor der Halle lockerte jedoch die Anspannung.

Um 18.30 Uhr war es dann endlich so weit. Vollzählig und voll motiviert, eröffneten wir unser Auftaktspiel gegen die Mannschaft Kunterbunt. Es war erstaunlich, wie sicher und effizient wir spielten, und sicherten uns damit den ersten Satz mit 19:11 Punkten. Das kann ja nur gut gehen, wenn wir das so weiterziehen. So war es leider nicht und wir verschenkten den zweiten Satz ärgerlich an die Gegner mit 12:13 Punkten. Tja, neues Spiel neues Glück.

Hmm, ausgerechnet die sehr starken Tequilas aus Villnachern standen uns gegenüber, und dies nach einer sehr langen Pause mit Speis und Trank. Im ersten Satz hielten wir uns noch sehr gut im Rennen mit einem Satzverlust von nur 14:20 Punkten. Danach riss es bei uns enorm ein und der zweite Satz ging sogar mit 09:20 Punkten zu Ende. Die Enttäuschung hielt sich jedoch im Rahmen, da die Tequilas ein sehr eingespieltes Team und ausserdem ein Volleyballclub waren. «Take it easy» war unser Motto und so stiegen wir direkt auf die nächste Erfolgswelle auf.

Mit 27:13 Punkten und 22:06 Punkten fegten wir die Lebkuchenhüsli-Mannschaft aus Seon vom Tisch. Lecker wars. Um ca. 23.00 Uhr stand uns auch schon das letzte Spiel gegen das Team aus Dürrenäsch bevor. Sehr spannend, hart umkämpft, aber leider mit vielen Fehlern bestückt, war es eher ein dunkles Spiel. Beim Spielstand von 17:16 Punkten und während eines Angriffs von unserer Seite ging plötzlich das komplette Licht aus und ein wichtiger Punkt wurde uns nicht zugesprochen. Erster Satz mit 09:21 Punkten verloren und der zweite ergab ein Unentschieden mit 17:17 Punkten. Wir können stolz sein auf unsere Leistung, da wir in dieser Formation nie zuvor gespielt haben. Das bestätigte uns auch die Rangliste mit einem wirklich verdienten 3. Rang, viel Chröömli und einem neuen Matchball!!!

Freitag, 06.01.2017Haustier

Alles halb so schlimm

Bild: ZVG

Notfall in der Tierarztpraxis! «Mittelschnauzer Kira hat irgendwas Giftiges geschluckt oder sich den Kiefer ausgerenkt, sie schliesst das Maul nicht mehr und speichelt sehr stark», erzählt die aufgeregte Hundebesitzerin am Telefon. «Aber Kira liebt Tierärzte überhaupt nicht und lässt sich nicht behandeln», fügt sie hinzu. Eine nicht ganz einfache Ausgangslage also.

Aber wir stellen uns dem Problem und lassen die Besitzerin mit ihrem Hund gleich kommen. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass die Notfälle oft weniger dramatisch sind als angenommen und dass sich die Tiere in der Praxis ruhiger und angenehmer verhalten, als es die Besitzer vermuten. Eine Kieferluxation ist eigentlich ebenso selten wie Vergiftungen, wenn die Hunde an der Leine geführt werden. Daher vermuten wir ein ganz anderes, weit weniger dramatisches Problem, welches wir häufiger antreffen, und lassen uns nicht aus der Ruhe bringen.

Kira kommt wenig später dann auch ganz munter mit ihrer Besitzerin in die Praxis spaziert. «Inzwischen will sie sich mit der Pfote auch immer am Maul reiben.» Ein zusätzliches Indiz, welches unsere Verdachtsdiagnose erhärtet. Ganz ruhig bekommt Kira einen Maulkorb übergestülpt und wir sedieren sie mit einem Beruhigungsmittel. Nach einigen Minuten schläft sie friedlich und wir können ihre Maulhöhle inspizieren, wo wir einen eingeklemmten Ast, Knochen oder anderen Fremdkörper vermuten. Bei Kira finden wir ein schwarzes Plastikröhrchen, welches sich über ihren Backenzahn im linken Oberkiefer gestülpt hat. Dieser hindert sie am Schliessen des Mauls und weder Zunge noch Pfote schaffen es, den festsitzenden Fremdkörper zu lösen. Mit einer Zange ist der Übeltäter aber schnell entfernt und hinterlässt keinen Schaden. Bei der wachen Kira wäre dieses Unterfangen aber unmöglich gewesen und wir sind einmal mehr dankbar für die sicheren und zuverlässigen Medikamente, welche uns zur Verfügung stehen. Die Besitzerin ärgert sich etwas über ihre Achtlosigkeit beim Plaudern auf ihrem Spaziergang. «Schaut man nur mal eine Sekunde weg, schon hat sie was im Maul!» Aber das ist ja alles halb so schlimm. Nun noch die Gegenspritze und nach 10 Minuten ist Kira wieder wach und hat keine Ahnung, was geschehen ist.

Und was hat Ihr Hund schon alles gefressen, das nicht für ihn bestimmt war? Wir können Ihnen viel aufzählen: von der Verhütungspille über die Blutdrucksenker der Besitzer zum ungebackenen Zopfteig und den Cailler-Stängeli mitsamt Papier, dem Hörgerät, der Batterie, dem Leuchtstift und dem Halsband bis zu den vielen Socken … Kinder-Überraschungseier, Schweinsplätzli samt Klarsichtfolie, eine ganze Packung gefrorene Findusplätzli, Teigschaber, Le-Parfait-Tube, Stecknadeln, Spielzeuge und vieles mehr, welches uns im Moment nicht mehr in den Sinn kommt. Eigentlich wäre es ganz interessant, eine Liste über all die gefressenen Dinge zu führen, welche übrigens meistens problemlos wieder hinten raus kommen. Aber wussten Sie, dass Weintrauben für Hunde giftig sein können? Das scheinbar Harmlose ist also oft gefährlicher als die obengenannten Dinge.


Dr. med. vet. Patrick Curschellas, Kleintierpraxis Dr. S. Küng AG, Beromünster
www.kleintierpraxiskueng.ch

Freitag, 06.01.2017Schwiizerdüütsch

En uflätige Schnuderbueb

En Schnuderbueb

Wie übersetzt man Schnuderbueb auf Deutsch? Ein Schlingel, ein ungezogener Lümmel, vielleicht ein Rotzlöffel? Hier mein Versuch: Das Wort Bueb, ein kleiner Junge, ein Knabe, könnte als Lall- oder Kurzform von Bruoder entstanden sein – so genau weiss man das gar nicht mehr. En Bueb, ganz einfach ein kleiner Bruder. Schnodere bezeichnet das Geräusch, wenn Enten mit ihrem Schnabel oder Schweine mit dem Rüssel im Schlamm herumwühlen und nach allerlei Essbarem suchen. Die Abkürzung dazu dürfte eher bekannt sein nodere – er noderet im Dräck ume. Und so ist der Vergleich beim Menschen nicht weit hergeholt, wenn man den Schleim, der aus der Nase läuft, mehr oder weniger geräuschvoll wieder hinaufzieht, dann schnuderet man, und die Ähnlichkeit der Geräusche und das Aussehen dazu sind doch verblüffend nahe bei der Tierwelt. En Schnuderbueb ist also der kleine Bruder, der sich die Nase noch nicht selber putzen kann, eigentlich ganz harmlos …

Freitag, 06.01.2017Kinderapotheke

Laktoseintoleranz bei Kindern

Bild: ZVG

Milch ist für Babys der wichtigste Nährstofflieferant und auch bei älteren Kindern ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Der in der Milch enthaltene Milchzucker wird im Dünndarm durch das Verdauungsenzym Laktase in Einzelzucker gespalten und als Energielieferant ins Blut aufgenommen.

Bei Personen mit einer Milchzuckerunverträglichkeit wird Laktase nicht in ausreichender Menge produziert. Ein Teil des Milchzuckers gelangt somit unverdaut in den Dickdarm, wo er zu Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit bis hin zu Koliken führt. Die Beschwerden treten üblicherweise 30 Minuten bis drei Stunden nach dem Verzehr auf.

Die Laktoseintoleranz bei Säuglingen ist extrem selten. Die Bauchschmerzen und Koliken in den ersten Lebenswochen sind meist dadurch bedingt, dass der kindliche Verdauungsapparat allgemein noch nicht ganz reibungslos funktioniert. Sobald der Darm mit etwa drei bis vier Monaten ausgereift ist, verschwinden die berüchtigten «Drei-Monats-Koliken» ganz von alleine. Die Laktoseintoleranz entwickelt sich also meistens erst im Kleinkindalter.

Die Diagnose kann knifflig sein. Auch wenn dem Arzt verschiedene Testverfahren zur Verfügung stehen, sind diese bei kleinen Kindern oft nicht praktikabel. Bei Verdacht auf eine Laktoseintoleranz wird empfohlen, die laktosehaltigen Lebensmittel für zwei bis vier Wochen vollkommen wegzulassen. Ist das Kind beschwerdefrei, kann ausprobiert werden, wie viel Laktose es verträgt. Dabei sollten zunächst ganz kleine Mengen verabreicht und diese sehr behutsam gesteigert werden. Unter Umständen ist es sinnvoll, die Hilfe einer Ernährungsberaterin beizuziehen. Zudem ist wichtig, das Umfeld wie Familie, Freunde und Schule zu informieren. Sobald das Kind spürt, warum es bestimmte Lebensmittel nicht mehr essen darf und weiss, dass es leckere Alternativen gibt, kann der Alltag entspannter gemeistert werden.

Bei einer milchfreien Ernährung ist darauf zu achten, dass das Kind genügend Kalzium erhält. Im Handel sind zahlreiche laktosefreie Lebensmittel erhältlich. Laktosefreie Milch- und Milchprodukte enthalten genauso viel Kalzium wie normale Milch. Produkte aus «fermentierter» Milch wie Joghurt oder Buttermilch, sowie Hartkäse enthalten von Natur aus wenig Laktose. Kann laktosehaltigen Lebensmitteln nicht ausgewichen werden, kann das fehlende Laktase-Enzym mittels Tabletten, Kapseln oder Kautabletten ergänzt werden. So kann Ihr Kind auf einem Kindergeburtstag wie alle andern auch die Geburtstags-Eistorte geniessen.

Das Team der kinderapotheke berät Sie gerne.


Britta Moennig, Apothekerin
TopPharm Homberg Apotheke, zertifizierte medinform-kinderapotheke

Donnerstag, 05.01.2017Menziken

Alles unter einem Dach

Text und Bild: Graziella Jämsä

Das Provisorium der AAR bus+bahn in Menziken ist verschwunden. Die umgebaute Verkaufsstelle hat ihre Türen geöffnet. Die Kombination aus Bahndienstleistungen und Produkten des täglichen Bedarfs bietet alles fürs perfekte Reisevergnügen.

«Wir haben uns – im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen – für den Ausbau unseres Angebots entschieden», erklärte Mathias Grünenfelder, Direktor von AAR bus+bahn, bei der Wiedereröffnung der Verkaufsstelle Menziken. Denn nur so lasse sich der Wunsch nach kompetenter Beratung trotz zunehmendem Billettkauf über Internet und andere selbstbediente Kanäle erfüllen. «Ob Hotelreservation oder die Pizza fürs Abendessen, ob Zeitschrift zum Zeitvertreib oder Geschenk für den Freund, den man besucht – all das findet die Kundschaft hier unter einem Dach.» Ausserdem habe man die Öffnungszeiten angepasst. «Von Montag bis Freitag ist die Verkaufsstelle durchgehend von 6 bis 19 Uhr geöffnet. Am Samstag steht das Team von 7 bis 17 Uhr im Einsatz und am Sonntag von 8 bis 12 Uhr.» Selbstverständlich werde man beobachten, wie die Reisenden das Angebot nutzen, sagte Mathias Grünenfelder. «Denn nur so können künftige Anpassungen sinnvoll geplant werden.»

Gemeindeammann Annette Heuberger freute sich an der Eröffnung über die neugestaltete Verkaufsstelle. «Ein klarer Mehrwert für Menziken und Umgebung», lautete ihr Fazit. Eine ältere Dame nickte zustimmend während, sie eine Wettbewerbskarte ausfüllte. Und die zahlreichen Gäste waren bei Verkaufsstellenleiterin Sandra Peer und ihrem Team bestens aufgehoben. Sie kümmerten sich mit strahlendem Lächeln um die Erfüllung aller Wünsche.

Donnerstag, 05.01.2017Polizei

Unfallstatistik im Strassenverkehr

Bild: ZVG

Einige Zahlen über die Entwicklung des Unfallgeschehens im Strassenverkehr zwischen 1965 und 2015 (Quelle: Status 2016 bfu):

Jahr Unfälle Verletzte Getötete
1965 55 311 29 538 1304
1970 74 709 35 981 1694
1980 67 160 32 326 1246
1990 79 436 29 243 954
2000 75 351 30 056 592
2010 58 928 24 237 327
2014 51 756 21 521 243
2015 53 235 21 538 253

Fazit dieser Statistik ist, dass trotz Mehrverkehr die Anzahl der Unfälle auf gleich hohem Niveau wie vor ca. 50 Jahren geblieben ist. Die Zahl der Leicht- und Schwerverletzten hingegen ist um ca. 1/3 zurückgegangen. Am erfreulichsten ist die Tatsache, dass sich die Zahl der Getöteten im Strassenverkehr um das Mehrfache reduzierte. Diese Zahl konnte nur schon in der Zeitspanne vom Jahr 2000 bis zum heutigen Zeitpunkt mehr als halbiert werden.

Präventionskampagnen, Aufklärung, Informationen, Verkehrsbildung, neue Assistenzsysteme an Fahrzeugen, repressive Kontrolltätigkeit der Polizei und weitere Massnahmen haben dazu beigetragen, dass sich die Zahl der Schwerverletzten und Getöteten im Strassenverkehr zum Besseren gewendet haben.

Es ist wichtig, in Zukunft diese Zahlen nicht nur zu halten, sondern noch weiter zu senken, denn jeder Verletzte oder Getötete ist einer zu viel und bringt den Betroffenen immer grosses Leid.

Für Unfälle im Strassenverkehr sind nach wie vor folgende schlechte Verhaltensweisen verantwortlich: Missbrauch von Alkohol, Drogen und Medikamente am Steuer, Zeitdruck, Ablenkung, ignorieren von Verkehrsregeln, zu schnelles Fahren, zu nahes Auffahren, Handy oder Essen und Trinken am Steuer usw.

Ist der Unfall passiert, gibt es kein Zurück. Deshalb ist es immer wichtig, das eigene Verhalten beim Lenken zu reflektieren, um schlechte Angewohnheiten so bald als möglich zu eliminieren, damit der Fahrstil sicher wird. Wir erwarten ein gutes Verhalten ja auch von den anderen Verkehrsteilnehmern.

Der neue Jahreswechsel steht bevor. Oft nimmt man sich für das neue Jahr gute Vorsätze. Warum nicht einmal beim Autofahren? Wir denken, es lohnt sich nicht nur für uns, sondern auch für die übrigen Verkehrsteilnehmer. Wir wünschen Ihnen ein unfallfreies 2017.


Quelle: Regionalpolizei aargauSüd und Regionalpolizei Lenzburg

Donnerstag, 05.01.2017Gesundheit

Knochenbrüche bei älteren Menschen

Bild: Pixabay

Typische Knochenbrüche des älteren Menschen sind die hüftgelenksnahen Brüche des Oberschenkels, die schulternahen Brüche des Oberarmknochens, Wirbelkörpereinbrüche sowie Knöchel- und Handgelenksbrüche. Speziell problematisch sind Brüche um liegende Endoprothesen herum.

Im höheren Alter gelten teilweise andere Regeln als in jüngeren Jahren. Ziel der meist operativen Therapie sollte die Belastungsstabilität sein, da immobilisierende Massnahmen unbedingt zu vermeiden sind. So wird beispielsweise bei hüftgelenksnahen Oberschenkelbrüchen entweder ein künstliches, sofort belastbares Gelenk eingesetzt oder ein spezieller Nagel als Implantat verwendet, der ebenfalls sofortige Vollbelastung erlaubt.

Um eine schnelle Wiederherstellung von Beweglichkeit und Belastung zu erlauben, werden Knochenbrüche beim älteren Menschen durchschnittlich eher operiert als in jungen Jahren, in denen man den Patienten auch eine längere Entlastung an Gehstöcken zumuten kann.

Die Osteoporose wirkt sich dabei in zweierlei Hinsicht aus. Erstens kommt es bei bestehender Osteoporose, häufig auch bei leichten Traumata, schon zu einem Knochenbruch, der dann auch meist die erste Manifestation der Osteoporose ist. Zum anderen halten Schrauben, Platten oder auch künstliche Gelenke im schwächeren Knochen weniger gut, was bei der Wahl der Implantate speziell beachtet werden muss. Im weiteren Verlauf sollte deshalb immer eine Knochendichtemessung beim älteren Menschen nach Knochenbruch durchgeführt werden, um hier gegebenenfalls eine entsprechende Behandlung durchzuführen. Erschwerend kommen in vielen Fällen Nebenerkrankungen zum Tragen, die in höherem Alter natürlich häufiger sind. Womöglich nimmt der Patient hochpotente Blutverdünner ein, die eine Operation am Unfalltag unmöglich machen.

Die Koordinationsfähigkeit ist meist schlechter als in jüngeren Jahren. Dies macht eine schnelle, effektive Mobilisierung am besten noch am Operationstag und auch im weiteren Verlauf schwieriger. Sehr alte Menschen reagieren auch häufig auf eine Veränderung ihres gewohnten Umfelds mit Verwirrtheit, schon bestehende Wahrnehmungsdefizite können deutlich grösser werden.

Zusammenfassend bedarf es also bei der Knochenbruchbehandlung des alten oder sehr alten Menschen nicht nur eines guten Unfallchirurgen. Speziell in diesem Alter ist ein gutes Zusammenspiel mit der inneren Medizin, mit Physiotherapie und ganz speziell mit der Pflege wichtig. Hier bietet das Spital Menziken meines Erachtens sehr gute Voraussetzungen, um die heimatnahe Betreuung von älteren Patienten zu gewährleisten.


Dr. med. Michael Kettenring
Facharzt FMH für Chirurgie und Unfallchirurgie

Mittwoch, 04.01.2017Meisterschwanden

Eggendampfer

Text: eingesandt, Bild: Pixabay

Adventsmarkt – Spende für die Stiftung Theodora

Die Einnahmen des Adventsmarktes 2016 der Schule Meisterschwanden erreichten die stolze Höhe von Fr. 8900.–. Knapp die Hälfte des Betrags fliesst in die Klassenkassen. Mit grosser Freude konnten wir die restliche Summe von Fr. 4524.–der Stiftung Theodora überweisen. Diese Institution verfolgt seit 1993 das Ziel, das Leiden von Kindern im Spital und in spezialisierten Institutionen durch Freude und Lachen zu lindern.

Jeder Traumdoktor ist ein/-e professionelle/-r Artist/-in, der/die von der Stiftung Theodora nach strengen Richtlinien für die Arbeit im Spital beauftragt und geschult wird. Die intensive Grundausbildung wird fortlaufend mit obligatorischen Weiterbildungen ergänzt. Das Team trifft sich regelmässig zur Schulung über fachspezifische Themen, sowohl im künstlerischen als auch im psychologischen und medizinischen Bereich. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Zusammenarbeit mit den Ärzten und dem Pflegepersonal optimal abläuft.

Heute organisiert und finanziert die als gemeinnützig anerkannte Stiftung jede Woche den Besuch von 70 Profi-Artisten in 34 Spitälern und 24 Institutionen für Kinder mit Behinderung in der Schweiz. Im Jahr 2015 schenkten die Theodora-Künstler schweizweit Lachen und Momente des Glücks bei rund 100 000 Kinderbesuchen.

Ein herzliches Dankeschön gilt Ihnen, liebe Besucherinnen und Besucher des Adventsmarktes, für Ihre grosszügige Unterstützung, allen Kindern, Lehrpersonen, Hauswarten, der Schulpflege und Schulleitung für das Engagement zum Wohle der kranken Kinder.

Mittwoch, 04.01.2017Menziken

Eusi Region – Euses Spital

Text und Bild: asana Gruppe AG Spital Menziken

Kennen Sie die öffentliche Bibliothek des Spitals Menziken?

Tradition

1992 entstand die Idee einer eigenen Spitalbibliothek.1994 konnte anlässlich der Eröffnungsfeier des Neubaus am Spital Menziken die neu ins Leben gerufene Spitalbibliothek eingeweiht werden. Betrieben und finanziert wurde die Bibliothek damals wie auch heute durch den gemeinnützigen Frauenverein Menziken. Die Frauen betrieben die Bibliothek ehrenamtlich mit grossem Engagement und viel Herzblut. Die finanziellen Mittel für die Beschaffung von Büchern und Zeitschriften wurden – und werden auch heute - durch das Betreiben einer Brockenstube erwirtschaftet.

Dienstag, 03.01.2017Meisterschwanden

Männerriege Meisterschwanden

Text und Bild: Eingesandt

Rückblick auf das vergangene Jahr

Ein Jahr ohne grosse Höhepunkte – und doch abwechslungsreich und interessant. Die Turnstunden boten einen guten Mix, je nachdem, wer als Leiter amtete. Ob Sepp, Hausi oder Werner von der Männerriege oder je einmal pro Monat Ruth Frei sowie der Kickbox-Trainer Sandro Müller, immer konnten wir etwas lernen und mussten uns bewegen. Der Segelturn Ende Juni mit dem Frauenturnverein und dem gemeinsamen Nachtessen im Strandbad Tennwil bildeten den Abschluss des ersten Halbjahres.

Kaum begonnen im 2. Halbjahr, stand der Nacht-OL, ebenfalls mit dem FTV, auf dem Programm. Diesmal organisiert von der MR. Das gemeinsame Bräteln am offenen Feuer gehört zum jährlichen Ereignis beider Vereine. Der Chlaushock am Ende des Vereinsjahres ist GV und gemütliches Zusammensitzen. Bei einem feinen Essen werden die wenigen Traktanden über Finanzen und Termine abgehandelt. Seit langer Zeit wieder bedurfte es des Traktandums Wahlen. Unser langjähriger Obmann, Hans Erismann, hat den Rücktritt erklärt. Alle waren etwas erstaunt, doch er konnte Freivogel Marcel als Nachfolger präsentieren. Alle stimmten dem Vorschlag zu. Hier nochmals herzlichen Dank, lieber Hausi, für deine Arbeit all die Jahre und die Bereitschaft, nochmals ein Jahr als Turnleiter zu amten.

Ausblick auf das neue Jahr

Beim Gemeinde-Empfang für Neuzuzüger haben wir mit einigen Männern gesprochen und sie über die Männerriege orientiert. Manche waren interessiert. Nun, wie wäre es, jetzt im Januar einen Einstieg zu wagen? Wir holen dich gerne zur ersten Turnstunde ab. Du kannst mich, Marcel oder jemanden, den du vielleicht bereits von der MR kennst, anrufen. Wir freuen uns über jedes neue Mitglied. Turnbeginn ist der 23. Januar 2017 um 20.15 Uhr.

Im Jahresprogramm figurieren dieses Jahr wie immer im Juni der Segelturn und im August der Nacht-OL. Vorgesehen ist auch ein Mitmachen mit einem Stand am Jugendfest 2017.

In diesem Sinne wünsche ich allen Kollegen ein gesundes und unfallfreies Turnerjahr.

Dienstag, 03.01.2017Menziken

Der Prix-Menzo geht an Margrit Schalch

Text und Bild: Thomas Moor

Das neue Jahr beginnt in Menziken nicht nur mit Neujahrsapéro, Häppchen, Jus und einem feinen Tropfen. Mit Spannung wird jeweils auch die Verleihung des Prix Menzo und die Sportlerehrung erwartet. Im Jahr 2016 machten zwei Damen das Rennen: Margrit Schalch und Theres Jans.

«Wer möchte schon einen Oscar erhalten, wenn es den Prix Menzo zu gewinnen gibt», wie Annette Heuberger in ihrer Laudatio und nach dem bewegten Rückblick auf das Jahr 2016 sagte und gleichzeitig wieder einmal klarstellte, dass der Prix Menzo nicht vom Gemeinderat verliehen wird. Vielmehr handelt es sich um das Kind des örtlichen Verkehrsvereins, der Personen auszeichnet, welche sich in irgendeiner Form für die Gemeinde einsetzen – unentgeltlich, wohlverstanden.

Für das Jahr 2016 durfte Margrit Schalch den Prix Menzo in Empfang nehmen. Margrit Schalch ist Menzikens Botschafterin beim Kulturanlass «Erzähltal» und Frau der ersten Stunde. Bereits zum achten Mal hat sie sich für diesen Anlass, der als Leuchtturmprojekt von aargauSüd hervorgegangen ist, mit Leib und Seele engagiert. «Ganz am Anfang war ich als Menziker Gemeinderätin dabei», wie sich Margrit Schalch erinnert und dabei auch auf die Unterstützung des langjährigen OK-Präsidenten Felix Matthias zählen durfte. Ansporn war für Margrit Schalch – abgesehen vom kulturellen Interesse – auch immer der Kontakt mit neuen Leuten. Auch die Begeisterung aus der Bevölkerung war Ansporn für ihr Engagement. «Ein Engagement, welches ich noch mache, bis die zehn Jahre voll sind», wie sie sagte.

Auf gutem Weg, die Zehn vollzumachen ist auch Hundesportlerin Theres Jans. Bereits neun Schweizermeistertitel in der Kategorie Sanitätshunde III gehen auf ihr Konto. Den jüngsten Titel konnte sie im November 2016 feiern. Damit nicht genug – den Vizemeistertitel 2016 holte sie ebenfalls. «Ich bin sehr stolz auf meine fantastischen Hunde», wie sie auf ihrer Website verkündet. Und Menziken ist stolz auf die enagiert Hundsportlerin, die von Sportminister Hans Heinrich Leuzinger ausgezeichnet wurde.

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Freitag, 23.12.2016Gontenschwil

Fahrschule Bolliger: Die Fahrschule für alle Kategorien

Text: Thomas Moor, Bild: ZVG

Qualität und familiäre Atmosphäre: Das sind zwei überaus positive und erfreuliche Merkmale, welche die Fahrschule Bolliger aus Gontenschwil auszeichnen. Als vergleichsweise kleiner Player auf dem Markt trumpft das Familienunternehmen aber mit einem Rundumangebot gross auf.

«Eine klare Positionierung stand für mich bei der Geschäftsgründung klar im Vordergrund», wie Martin Bolliger erzählt. Klar Position hat das Gontenschwiler Familienunternehmen, das im Januar 2010 gegründet wurde, insofern bezogen, als dass man Fahrschulunterricht für alle Kategorien im Zwei- und Vierradsektor sowie Theorieunterricht im eigenen Kurslokal und diverse Kurse und Weiterbildungen im Angebot hat.

Wer auf dem Weg zum Führerscheinerwerb Rot sieht, darf sich für einmal glücklich schätzen. Denn Rot ist die Farbe der Fahrschulfahrzeuge der Fahrschule Bolliger. Zwei VW Golf der neusten Generation befinden sich am Fahrzeugpark und werden von Martin Bolliger und seinem Stiefsohn Stefan Widmer eingesetzt. Die familiäre Atmosphäre, der Umgang mit den Fahrschülern in einer ruhigen und geduldigen Art haben zum bisherigen Erfolg des noch jungen Unternehmens beigetragen – neben dem vielfältigen Angebot natürlich. Und diese Liste ist lang und reicht vom Fahrunterricht für Auto Kat. B und Automat, Taxi, Motorrad Kat. A / A1, Anhänger Kat BE, Lastwagen Kat. C / CE, Motorwagen Kat. C1 bis 7,5 t, Car Kat. D, Kleinbus Kat. D1 bis hin zu CZV-Kursen (Chauffeurzulassungsverordnung). Der Unterricht für LKW erfolgt auf dem eigenen Scania-Lastwagen. Für Carausbildungen wird ein entsprechendes Fahrzeug gemietet.

Während Martin Bolliger für den PW-, LKW- und Car-Bereich zuständig ist, so ist Stefan Widmer ebenfalls Ansprechpartner für den PW- und zusätzlich für den Motorradbereich. Er ist im August – nach seiner Ausbildung zum Fahrlehrer und zur Freude von Martin Bolliger – zum Fahrschulteam gestossen und komplettiert damit das Familientrio, dem auch Edith Bolliger angehört. Sie kümmert sich um die Buchhaltung und alle administrativen Belange. Die Offenheit für Neues widerspiegelt sich unter anderem auch in verschiedenen Schnupper- und freiwilligen Weiterbildungskursen.

www.fahrschule-bolliger.ch

Freitag, 23.12.2016Zetzwil

Kennen Sie Peter Hirt ... unseren Bauamtsvorsteher?

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Peter «Pick» Hirt arbeitet seit fünfzehn Jahren beim Bauamt in Zetzwil. Sein Büro befindet sich im Werkhof an der Hauptstrasse und sein wichtigstes Arbeitsinstrument ist der «Meili».

Pick, erinnerst du dich an deinen ersten Arbeitstag?
Oh ja, ich erinnere mich gut, dass Kurt Jörg mich in Empfang nahm und mir alle Räumlichkeiten vom Werkhof bis zu den Wasserreservoirs zeigte.

Was hat sich seither verändert?
Die ersten drei Jahre arbeiteten wir zu zweit. Danach machte ich alleine weiter. Ruedi Kasper ist mein Stellvertreter und wird bei Engpässen oder in meinen Ferien hinzugeholt. Grössere Arbeiten werden an Dritte vergeben. Es wurde in den letzten Jahren viel modernisiert, was teilweise vermehrte Schreibarbeiten mit sich brachte. Architekten verlangen nun auch öfters Offerten für Wasserhausanschlüsse.

Du hast die beiden Wasserreservoirs im Wuest und in der Mairüti sowie das Grundwasserpumpwerk im Feld unter dir? Wo kommt das Wasser her in diesen Fassungen?
Die beiden Reservoirs werden mit verschiedenen Quellen Zetzwils und Leutwils gefüllt und das Wasser des Grundwasserpumpwerks stammt aus dem grossen unterirdischen See im Feld. Zwei Drittel unseres Wassers entnehmen wir den Quellen und ein Drittel dem Grundwasser.

Was sind deine Aufgaben hinsichtlich unseres Trinkwassers?
Zu meinen Hauptaufgaben gehören die Überwachung der Wassersteuerung und der Unterhalt der Anlagen. Dazu bin ich 24 Std. auf Pikett. Wenn der Alarm auf meinem Handy losgeht, sehe ich im Werkhof auf der Steuerung nach, wo die Störung liegt. Diese behebe ich danach direkt vor Ort beim betroffenen Reservoir – Tag und Nacht. Wenn das Problem an einer Leitung liegt, wird es jeweils schwieriger.

Wie eng wird es mit der Wasserversorgung wenn es monatelang nicht regnet?
Wenn es lange Zeit nicht richtig regnet, geht zuerst das Quellwasser zurück. Die Quellen reagieren unterschiedlich auf Trockenheit. In diesem Fall pumpen wir Grundwasser aus dem Pumpwerk im Feld. Dieses liefern wir auch nach Leutwil. Mit dem Grundwassersee im Feld sind wir in der glücklichen Lage, dass es kaum einmal zu Engpässen kommt. Ich erinnere mich nur an ein einziges Jahr, in welchem wir die Bevölkerung bitten mussten, mit dem Wasser sparsam umzugehen. Das Grundwasser im Feld wird uns allerdings vom Kanton verrechnet. Das Quellwasser ist gratis, ausser jenes aus Leutwil.

Wie lange dauert es, bis die Fassungen bei Regen wieder gefüllt sind?
Der Grundwasserspiegel reagiert erst nach zwei Wochen. Dies hängt mit der Regenmenge in den Voralpen zusammen. Das Quellwasser reagiert schneller.

Was sind deine speziellen Aufgaben in den Sommermonaten?
Im Sommer bin ich, nebst vielem anderen, mit dem Mähen der Strassen- und Bachborde beschäftigt und ich bessere die Naturstrassen aus. Den Unterhalt der Belagsstrassen vergeben wir an Strassenbaufirmen.

Wie hast du es mit dem Winterdienst? Wie und wann entscheidest du, ob du den Schneepflug oder den Salzstreuer brauchst?
Wenn Schnee und Kälte vorausgesagt werden, stehe ich morgens um vier Uhr auf, begebe mich nach draussen auf die Strasse und entscheide, ob ich pflüge oder salze. Mit dem Pflügen beginne ich sofort. Mit Salzen starte ich erst um fünf Uhr. Am schönsten ist es, wenn es am Abend bereits schneit. Dann ist klar, dass ich am Morgen pflüge. Die Ungewissheit bedeutet hin und wieder schon Stress und ein paar schlaflose Stunden. Bei grossen Schneemengen hilft mir das Forstamt und pflügt die Gehwege frei.

Was schätzt du besonders an deiner Arbeit?
Ich mag die Abwechslung und die Vielseitigkeit. Die Zusammenarbeit mit der Gemeindekanzlei und mit dem Schulhausabwart ist wirklich gut. Auch der zuständige Gemeinderat interessiert sich für meine Arbeit und steht hinter mir. Das schätze ich sehr.

Gibt es etwas, das du dir von der Dorfbevölkerung wünschst?
Nein, wirklich nicht. Ich habe es gut mit den Zetzbuern. Es gibt immer wieder gute Gespräche. Etwaige Unstimmigkeiten kläre ich jeweils gleich vor Ort.

Welches sind besondere Momente, die dir bei deiner Arbeit Freude bereiten?
Ich freue mich immer über selbstgebackene Weihnachtsguetsli, welche ich geschenkt bekomme, und über einen – hin und wieder – kurzen Kaffeeklatsch.

Was bedeutet für dich Lebensqualität?
Am Morgen gesund aufzustehen und zur Arbeit zu gehen.

Worauf freust du dich am meisten, wenn du nach Feierabend nach Hause kommst?
Auf die Ruhe in meinem Zuhause und wenn ich mein Grosskind hüten darf.

Was ist Zetzwil für dich?
Zetzwil ist meine Heimat. Ich bin ein waschechter Zetzbuer.

Donnerstag, 22.12.2016Leutwil

Alphorngruppe spielte für die Bundespräsidentin

Text und Bild: eingesandt

Grosser Auftritt der Alphorngruppe Leutwil. Die Wahlfeier von Bundespräsidentin Doris Leuthard in Merenschwand am Donnerstag, 15. Dezember 2016 umrahmte die Alphorngruppe musikalisch und sorgte damit für einen krönenden Jahresabschluss.

Am 15. Dezember wurde Doris Leuthard im Aargau als Bundespräsidentin gefeiert. Selbstverständlich gehörte dazu auch ein Auftritt in ihrer Heimatgemeinde Merenschwand.

Die Reise führte von Muri herkommend durch dichten Nebel nach Merenschwand. Auf dem Schulhausplatz wurde Doris Leuthard von den Merenschwander herzlich empfangen und begrüsst. Obwohl es empfindlich kalt geworden war, erschien die Bevölkerung von Merenschwand zahlreich. Alle wollten «ihrer» Doris die herzlichsten Gratulationen überbringen und zusammen mit ihr feiern. Die Musik spielte und die Trachtenmädchen führten sogar kurzärmlig einen Reigen auf.

Die Alphorngruppe aus Leutwil, welche mit 10 Erwachsenen fast vollzählig anwesend war, spielte Doris zu Ehren die Alphornhymne «Uf de Bänklialp». Danach erfreuten die drei jüngsten Alphornisten, darunter die beiden Enkel Marcel und Alessa von Beat Huber (Vereinspräsident, Alphornbläser und Alphornbauer) und Seraina Wolf, mit dem Lied «Abendruhe» die Gästeschar. Doris Leuthard liess es sich nicht nehmen und nahm den Weg durch die Menge auf sich, um den Klängen zu lauschen. Beat Huber übermittelte ihr im Namen der Alphorngruppe die Gratulationswünsche und Frau Leuthard schüttelte persönlich den Jüngsten die Hände und war voller Lob für die Darbietung.

Nachdem der offizielle Teil auf dem Schulhausplatz beendet war, konnte sich die Bevölkerung in der Mehrzweckhalle bei einem Apéro und Suppe aufwärmen. Die Ehrengäste feierten unter sich in der neuen Dreifachturnhalle.

Die Alphorngruppe hat diesen höchst offiziellen und sehr speziellen Anlass sehr genossen und man kann wohl sagen, dass dies der krönende Jahresabschluss an Auftritten für die Gruppe war.

Mittwoch, 21.12.2016Reinach

Weihnachtsfeier der Heilsarmee im Zelt

Text und Bild: Silvia Gebhard

Am Sonntag, den 18. Dezember warteten rund 140 Gäste in einem bis auf den letzten Platz besetzten Zelt gespannt auf die Weihnachtsfeier mit dem Musical «Gib nicht auf, kleiner Esel».

Unter der Leitung von Noemie Wittwer und mit der Unterstützung der Kindergottesdienstleiter und weiterer Heilsarmee-Mitglieder wurde von den Kindern ein Weihnachtsspiel aufgeführt, in welchem die traditionelle Weihnachtsgeschichte aus dem Blickwinkel von Nebenfiguren wie Esel, Kinder, Stallbesitzer erzählt wird. Mit grosser Begeisterung sangen die 5- bis 11-jährigen Kinder die Lieder, die von einer Liveband professionell begleitet wurden. Auch für das Theater gaben sie ihr Bestes. Mit grossem Applaus dankten die Zuschauer für die tolle Aufführung.

Der Esel durfte mit Maria und Josef und dem Jesuskind weiterziehen. Die Krippe blieb leer zurück. Was bedeutet für uns die Krippe, wer ist Jesus für uns? Der Heilsarmee-Offizier Børn Marti wies in der Andacht darauf hin, dass die Geburt von Jesus sehr wichtig ist, dass es aber weiterging. Jesus lebte als Mensch auf der Erde, starb am Kreuz für uns, auferstand und sitzt jetzt zur rechten Gottes, dem Vater. Zum Schluss durften alle noch beim Mandarinli- und Spanischnüsslischmaus den Abend ausklingen lassen.

Montag, 19.12.2016Boniswil

Geschichtenzauber jenseits aller Hektik

Text und Bild: Graziella Jämsä

In Boniswil haben sich der Frauenverein und das Team der Bibliothek zusammengetan. Gemeinsam luden sie zur Adventslesung in den Gemeindesaal. In der liebevoll geschmückten Umgebung lauschte das Publikum Isolde Schaffter-Wieland.

Für die einen müssen Christbaumkugeln aussehen, als kämen sie aus einem anderen Jahrhundert. Die anderen suchen sich Weihnachtsschmuck anhand des Preises aus und die dritten diskutieren hauptsächlich über die Platzierung. Schon mit der Charakterstudie der Dekorateure zog Isolde Schaffter-Wieland die gut 30 Zuhörerinnen in ihren Bann. Und mit den kindlichen Beobachtungen in der zweiten Geschichte erntete sie zahlreiche Lacher: «Immer wenn der Weihnachtsmann kommt, muss Papa arbeiten.» – «Was als Experiment begonnen hat, ist inzwischen für viele liebgewonne Tradition geworden», schilderte Ursula Wiederkehr Frei, Präsidentin des Frauenvereins. Isolde Schaffter-Wieland nickte zustimmend: «Man hat mir schon während eines Einkaufs auf die Schultern geklopft mit den Worten: ‹Wir sehen uns bei der Adventslesung.›» Solche Begegnungen seien ihr Inspiration bei der Wahl der Textauswahl. «Denn obwohl es mittlerweile zahlreiche Sammlungen weihnachtlicher Geschichten gibt, hat die Vielfalt Grenzen.» Sie suche nach Besonderheiten, sprachlich und inhaltlich. «Nicht unbedingt traditionell, ein bisschen frech, durchaus tiefgründig, aber ohne Slang», fasste sie wichtige Kriterien zusammen. Und das Publikum schätzte ihr Engagement. Die Stille im Gemeindesaal schien greifbar, als Isolde Schaffter Wieland Hemingways Erzählung über ein Paar in der Fremde las. Der Geschichtenzauber jenseits aller Hektik wurde zum vorweihnachtlichen Geschenk.

Montag, 19.12.2016Boniswil

Klangvoller Geburtstagsgruss

Text und Bild: Graziella Jämsä

Das Wettergrau blieb draussen, denn im Saalbau Boniswil gab die Musikgesellschaft zu Ehren der Jubilare ein Konzert. Die Gäste genossen es, miteinander anzustossen und sich fürs neue Lebensjahr gute Gesundheit zu wünschen.

Sonntagmorgen kurz vor 10 Uhr und im Saalbau klirren die Gläser, das gibt es nur am Jubiläumsständchen. «Wir freuen uns, dass sie mit Familie und Freunden zu diesem besonderen Konzert gekommen sind», begrüsste MG-Präsident Alex Gut das Publikum. «Zum Geburtstag wollen wir sie mit Musik verwöhnen.» Und das gelang hervorragend. Ob weihnachtliche Klänge wie «O Tannenbaum» oder Temperamentvolles wie der Geburtstagsmarsch – unter der Leitung von Dieter Siegrist begeisterte die Musikgesellschaft Zuhörerinnen und Zuhörer. Fragte man die Ehrengäste nach Wünschen fürs kommende Lebensjahr, waren sie sich einig: «Gesundheit.» – «Denn wie man auch für Bewegung sorgt oder aufs Essen achtet, um gesund zu bleiben, braucht es immer ein Quäntchen Glück», erläuterte eine Dame. Ihre Tischnachbarin nickte zustimmend, während sie hinzufügte: «Um Zufriedenheit und Dankbarkeit kann man sich selbst bemühen, das sollte man nie vergessen.» Mit strahlendem Lächeln erhoben die beiden ihre Gläser. «Das ist ein guter Grund anzustossen: Auf dass die Menschen sich ihres wunderbaren Lebens bewusst sein mögen.»

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Montag, 19.12.2016Gontenschwil

1. Firobe-Chile in der Kirche Gontenschwil

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Volle Kirche beim farbenfröhlichen Spektakel mit Ausschnitten aus Chrigi Kieners Weihnachtsmusical. Die Kirche Gontenschwil erstrahlte an diesem ersten Anlass unter dem Motto «Firobe-Chile» in einem etwas anderen Glanz. Schäfchen, Engel, Revuegirls und Sternenkinder wirbelten durch den Chor und zeigten die Weihnachtsgeschichte aus ihrer Sicht.

Bereits der Sketch zu Beginn des aussergewöhnlichen Gottesdienstes zwischen Marc Hess und Stefan Lobsiger liess die zahlreichen Besucher in den Kirchenbänken schmunzeln. Chrigi Kiener führte anschliessend durch die Geschichte ihres kürzlich uraufgeführten Musicals «A Special Christmas». Moderne Tänze und Kostüme, starke Solostimmen und ungewohnte Bässe verwandelten an diesem Abend die Kirche in eine Musicalbühne.

Stefan Lobsiger erklärte in seiner Kurzpredigt, dass die Kirche für Gott gebaut worden sei. Unter dem Namen Jesus von Nazareth habe er sich unter die Menschen gemischt, sei dann aber immer mehr zu seiner göttlichen Mission gestanden. Zu dieser Mission gehöre auch, dass in den heiligen Hallen getanzt und gesungen werden dürfe. Kein menschliches Gefühl sei Gott fremd und gehöre wie Glück, Trauer und Wut ebenfalls ins Gotteshaus.

Die Begeisterung der Gäste zeigte, dass die Idee der neu gegründeten Gottesdienstbegleitgruppe, Menschen in die Kirche zu holen, welche diese Schwelle sonst nie überschreiten würden, Zukunft haben könnte. Rosmarie Hirt schloss in ihren Dank und ihr Schlussgebet das Versprechen mit ein, dass weitere solche Anlässe unter dem Namen «Firobe-Chile» geplant seien.

Draussen warteten heisse Marroni, Punsch und Lebkuchen, sodass die Menschen noch lange in der Kälte beisammen standen und den Abend ausklingen liessen.

Montag, 19.12.2016Seengen

Das Leuchten beim Märliwald war wieder gross

Text und Bild: Thomas Moor

Waren es die vielen Lichter innerhalb des Märliwaldes oder waren es die vielen Kinderaugen, die beim Seenger Märliwald an der Unterdorfstrasse jeweils leuchteten? Tatsache ist, dass diese schweizweit einmalige Märchenlandschaft die Besucher aller Alterskategorien in den Bann zog.

Es ist ja schon fantastisch, was die Mitglieder des Vereins Märliwald Seengen jeweils auffahren und auf der rund 500 Quadratmeter grossen Fläche an der Unterdorfstrasse aufstellen und veranstalten. Mit einem unvergleichlichen Engagement und ganz viel Herzblut. Und jedes Jahr legt man noch einen Zacken zu. Mit einer zauberhaften Märchenlandschaft, in welcher die Samichläuse das Zepter übernommen hatten, wurden die Besucher empfangen und die Herzen erwärmt. Ob Ski fahrend, schnarchend, tanzend, kletternd, Geschichten erzählend oder Sessellift fahrend: Die rund 30 Figuren (darunter Reh, Hirsch, Schaf, Eisbär und Co.) tummelten sich in der Märlilandschaft, von welcher natürlich die vielen Kinder gar nicht mehr Abschied nehmen wollten. Und wenn, dann oftmals nur unter Tränen. Wer konnte es ihnen verübeln? Man konnte ganz einfach nicht genug kriegen. Die stimmungsvolle Vorweihnachtszeit im Märliwald setzte auch die ältere Generation in Verzückung. Entsprechende Komplimente waren auch bei der jüngsten Ausgabe wieder allenthalben zu hören. Diese galten am Samstag vor dem vierten Adventssonntag speziell auch dem kulinarischen Angebot in Form der Gulaschsuppe, dem Glühwein, dem Kafi Schümli-Pflümi, dem Hexen- oder Apfelpunsch.

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Mittwoch, 14.12.2016Seengen

Inspirierende Kunstwerke

Text und Bild: Graziella Jämsä

Sterne, Lichtkugeln, Etagèren oder Schalen – unter dem Motto «Seelenobjekte» stellten Karin Schmied, Sibylle Ming und Jürg Hintermann gemeinsam im Kreativatelier an der Ermelgasse 3 in Seengen aus.

Karin Schmied töpfert seit 20 Jahren. «Weil ich es liebe, etwas zu erschaffen.» Zusammen mit dem gesammelten Schwemmholz entstehen so nicht nur Schalen, sondern auch Gestalten oder Raumschmuck. «Und weil dieser auch verwendet werden will, habe ich mich entschieden, den Raum an der Ermelgasse für Ausstellungen zu mieten.» Nicht alleine, das schien ihr zu einseitig, sondern zusammen mit anderen Künstlern. An der Premiere wirkten Sibylle Ming und Jürg Hintermann mit. Seine Kunstwerke aus Holz hat sie am Weihnachtsmarkt in Seengen kennengelernt. «Mit Sibylle Ming bin ich an der Entsorgungsstelle ins Gespräch gekommen, als sie sich nach passendem Porzellan für die nächsten Etagèren umgesehen hat.» Das bunte Stelldichein, die neuen Kontakte sind das, was Karin Schmied interessiert. Mit einem Schmunzeln verriet sie: «Die nächste Ausstellung ist für Juni geplant. Das Motto und die Mitausstellenden stehen noch nicht fest. Es wird aber sicher wieder spannend.»

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Mittwoch, 14.12.2016Reinach

«Bauen ist einfach interessant.»

Text und Bild: Graziella Jämsä

1986 hat Daniel Lüscher seine Stelle als Hochbauzeichner in Reinach angetreten. 30 Jahre später ist nicht nur die Technik hinter den Kulissen eine andere. Auch das Arbeitsgebiet des Leiters Hochbau und stellvertretenden Bauverwalters ist gewachsen. Momentaufnahme zum Jubiläum.

Er habe schon immer gerne gezeichnet. «Und vom Vater, der gelernter Elektriker war, habe ich die Liebe zum Bau geerbt.» Daniel Lüscher lächelt, wenn er seine beruflichen Anfänge beschreibt. Nach Militär und der Stelle bei einem Architekten kommt er als Hochbauzeichner zur Bauverwaltung Reinach. Neben dem Hochbau übernimmt er den Gebäudeunterhalt des Gemeindebesitzes. «Und da steckt einiges dahinter», erläutert Daniel Lüscher. Zu jedem Gebäude, das der Gemeinde gehöre, gäbe es einen Ablaufplan. «Was muss wann umgebaut oder saniert werden? Was ist an Budget vorhanden? Wer übernimmt die Bauleitung? Welche Offerten gilt es einzuholen?» Mehr als 23 Jahre kümmert er sich um die Lösung dieser und vieler weiterer Fragen. Er erinnert sich daran, wie das Neumattschulhaus aufgestockt wurde. «Das verlief parallel zum Lernalltag. Während gut zwei Jahren zog man mit dem Unterricht durch die verschiedenen Räume und baute gleichzeitig. Das wäre heute gar nicht mehr möglich.»

GPS statt Messband und Wasserwaage

Gleichzeitig zu seiner Tätigkeit wuchs das Bauamt über die Gemeindegrenzen hinaus. «1996 ist Burg dazu gekommen, was mittlerweile zum Verwaltungsgebiet Menziken gehört.» 2000 habe man Leimbach übernommen, zwei Jahre später Zetzwil. «2003 Birrwil, 2006 Beinwil am See und am frischesten dabei ist Hallwil.» So müsse man die unterschiedlichen Bauordnungnen genauso beherrschen wie jene Reinachs. «Die Baugesuche werden in der jeweiligen Gemeinde erfasst und dann zur Verarbeitung an uns weitergeleitet. Die Auflage findet wiederum vor Ort statt. Ohne Einwendungen kommt die Bewilligung. Doch gibt es Diskussionspunkte, sind wir wieder im Einsatz.» Daniel Lüscher schätzt die Vielfalt an Tätigkeiten in der Bauverwaltung. «Lösungen entwickeln, die unterschiedlichen Wünschen gerecht werden und rechtlich Gültigkeit haben.» Aber Hallwils Vizeammann geht noch weiter: «Bauen ist einfach interessant. Die technischen Entwicklungen, landschaftliche Gegebenheiten und Raumansprüche – alles entwickelt sich stetig weiter.» Als er seine Lehre gemacht habe, seien die Zeichnungen von Hand gemacht worden. «Computer mit CAD-Programm hätte man sich noch nicht einmal vorzustellen gewagt.» Eine heute manchmal schwierige Nebenwirkung des PCs sei die Mailkultur. «Es werden abends um 10 Uhr Pläne verschickt, und die Verantwortlichen sind enttäuscht, wenn wir sie nicht morgens um 8 Uhr bereits gesichtet haben. Doch zaubern geht halt nicht.» Obwohl sich die Hilfsmittel zur Überprüfung der Auflagen an einem fertigen Bau schon stark verändert hätten. «Früher haben wir Messband und Wasserwaage mitgenommen, inzwischen braucht man nur noch einen GPS-Empfänger zu bedienen.» Und als wären das noch nicht der Änderungen genug, ist die Bauverwaltung als Ganzes während Lüschers Tätigkeit dreimal umgezogen.

Dieselbe Veränderungsfreude wie im Beruf legte Daniel Lüscher auch beim heimischen Wohnen in Hallwil an den Tag. «Es sind verschiedenste An-, Um- und Neubauten entstanden», erklärt er mit einem Lächeln. «Je nach Familiensituation und den daraus resultierenden Anforderungen. Doch so langsam scheinen wir die perfekte Form gefunden zu haben.» Langweilig wird es ihm dennoch kaum werden, betreut er doch mit seinem ganzen Erfahrungsschatz als Vizeammann unter anderem die Ressorts Bauwesen, Orts- und Regionalplanung. Wünsche für die kommenden Jahre äussert Daniel Lüscher kaum. Bei seinem Engagement scheint er für die möglichen Veränderungen nicht nur gewappnet, er wird sie sicherlich mit Begeisterung meistern. Seine beruflich nicht verwirklichten Auslandserfahrungen werden vielleicht zum Projekt für die Pension. Doch bis dahin wird er noch manches Bauprojekt der Region von der Planung bis zur Realisierung begleiten.

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